Vergiftete Gartenzwerge und die neue Liebe von Barbara Becker
Da müssen wir nach Belgien schauen, um einen wichtigen deutschen Künstler zu entdecken. via. Dabei gibt es auch sonst in der belgischen Kunstszene was zu sehen.
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Anti-Islam_Kongress in Köln: ein wenig Lesefutter
Am 13. September findet in der Volkshochschule Köln eine Informationsveranstaltung zum "Kongress" am 19. und 20. September statt.
Einige kurze Informationen zu den Teilnehmern - die auf diesem Blog noch vertieft werden - finden sich hier.
Eine äusserst ist diese Broschüre der Nordrhein-Westfälischen Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen, LAGA, sowe diese Broschüre des Politikwissenschaftlers Christoph Butterwegge, darüber, wie die Rechte versucht, Themen der Mitte zu besetzen.
Damit es aber nicht zu dröge wird, hier ein Filmchen, wie man auch durch Komik wirken kann: Vlaams Behang, flämische Tapeten:
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Einige kurze Informationen zu den Teilnehmern - die auf diesem Blog noch vertieft werden - finden sich hier.
Eine äusserst ist diese Broschüre der Nordrhein-Westfälischen Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen, LAGA, sowe diese Broschüre des Politikwissenschaftlers Christoph Butterwegge, darüber, wie die Rechte versucht, Themen der Mitte zu besetzen.
Damit es aber nicht zu dröge wird, hier ein Filmchen, wie man auch durch Komik wirken kann: Vlaams Behang, flämische Tapeten:
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"Aufgestanden! Hingesetzt! Blockiert!"
Mittlerweile ist es an der Zeit, sich mal wieder etwas näher mit dem am 19. und 20. September stattfindenden unsäglichen Anti-Islam-Kongress zu beschäftigen. Man soll natürlich für diese Truppen keine Medienarbeit machen, aber das, was sie sind und darstellen/wollen, ist durchaus ernst zu nehmen: die Rechten in Europa schließen sich zusammen, um 2009 ins Europäische Parlament einzuziehen - das Parlament Europas, das sie eigentlich verachten, das jedoch für Pfründe weiter gut ist. Die Veranstaltung am 19./20.09. soll die Kick-off-Veranstaltung zum Wahlkampf für das Europaparlament im nächsten Jahr sein und ist der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr hatte sich das Watchblog Islamophobie in einer Reihe von Beiträgen bereits mit der Vernetzung der rechten Kräfte in Europa beschäftigt. Wie bereits im heutigen "Kopftuch"-Artikel festgestellt, ist das Einprügeln auf die "Mohammedaner" die Nebelkerze für weitere Umtriebe. Wir wollen versuchen - und das sicherlich über den 19./20.09 hinaus, den Faden des Watchblogs wieder aufzunehmen und zunächst einmal einige Informationen zu geben - vieles stammt noch aus dem alten Watchblog und ist bis heute aktuell, vieles ist neu. Ein Video des Österreichischen Fernsehens vom Februar diesen Jahres bringt es auf den Punkt - das erste, was man durch Stimmen bei einer Wahl erreicht, ist Geld:Hier berichtet redok über das Treffen.
Nachdem ein erneuter Versuch, eine gemeinsame Fraktion für das europäische Parlament auf die Beine zu stellen, Ende 2007 kläglich am Zoff zwischen Alessandra Mussolini und der Großrumänien-Partei gescheitert war, diente das oben abgefilmte Treffen einem neuen Anlauf. Der Sachstand im vergangenen Jahr:
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Streit im rechten Raum
Es ist schon etwas seltsam. Nachdem es eine lange Zeit, nach einer Konzentration der Kräfte aussah, scheinen sich einige Herrschaften in der ausländerfeindlichen und islamophopen Szene nun wieder einmal mit sich selbst zu beschäftigen. Der große Zankapfel ist der unglückliche Ralph Giordano der wohl immer noch nicht so ganz begriffen hat, mit welchen Leuten er sich in den letzten Monaten eingelassen hat. ["Streit im rechten Raum" mehr »]
Manntje, Manntje, Timpe Te, Bartje, Bartje an den See
Bart Debie hat wie man in meiner westfälischen Heimat so schön sagt die Kohlen im Keller. Wenn ein Polizist den Spitznamen "Bart Penalty, Elfmeter-Bart" trägt, dann weiß man wie er mit Gefangenen umgeht. Das gilt dann insbesondere für muslimische oder ausländische Gefangene wenn der Polizist nicht nur Kommissar, Schichtführer auf einem Revier und Dozent an der Polizeischulen (Spezialthemen: Haussuchung und Deeskalation) ist, sondern auch dem Vlaams Blok nahe stand. Der sich 2004 aufgelöst, um einer Verurteilung wegen drei seiner Unterorganisationen zu entgehen, die des Rassismus beschuldigt wurden und hat sich dann als Vlaams Belang neu zu konstituiert.
Als die türkische Familie Uludogan am Tag des Opferfestes 2003 die Polizei rief, weil ein paar betrunkene Randalierer ihr Auto demoliert hatten, bekam Bart Debie seinen großen Tag. Fünf Männer der Antwerpener Familie Uludogan wurden grundlos mit auf die Wache gebracht und wussten bald darauf, warum der nette junge Kommisar "Bart Penalty, Elfmeter-Bart" genannt wurde. Zu seinen Spezialitäten soll es gehört haben, Festgenommene mit seinen "bottines" hart zu treten.
"Die Schafe sind da, das Opferfest kann beginnen." Zwar konnte nicht einwandfrei bewiesen werden, ob Kommissar Debie es war, der das gerufen hatte, doch das Gericht sah es als erwiesen an, daß Debie als der Verantwortliche durch Aufstacheln zum Rassismus (aanzet tot racisme) für eine Atmosphäre verantwortlich war, die das ermöglichte.
Nachdem er bereits in der ersten Instanz verurteilt worden ist, hat jetzt das Berufungsgericht ebenfalls gegen ihn entschieden. Ein Jahr Gefängnis und fünf Jahre Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.
Wem übrigens Bart Debies Anwalt bekannt vor kam, der muss sich nicht wundern. Es ist der Senator des Vlaamse Belang, Hugo Coveliers, der uns schon einmal von Herrn Udo Ulfkotte als der meistgeachteste Anwalt Belgiens präsentiert wurde. Allerdings war er bei Ulfkotte genauso erfolglos wie bei Bart Debie.
Nun ist eine einjährige Haftstraße in Belgien nicht unbedingt etwas sehr schlimmes, weil es in Belgien die vom Vlaamse Belang immer so vehement bekämpfte elektronische Fußfessel gibt, die dem guten Bart während dieses Jahres nur zu mehr Häuslichkeit verhilft, ihm aber ansonsten ermöglichen würde normal weiterzuarbeiten.Er kann sogar an die Küste ziehen um die herrliche Aussicht auf die See zu genießen und mit dem Butt zu sprechen.
Aber auch dieses Weiterarbeiten wird wohl nichts. Denn durch den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, für fünf Jahre kann er seinen Posten als Stadtrat von Antwerpen nicht mehr ausüben, da er nicht mehr wählbar ist. Auch seinen Job als Fraktionssekretär des Vlaams Belang im Flämischen Landtag kann er vergessen. Es stellt sich die Frage ob Bart Debie damit politisch erledigt ist, denn er selbst redet ja von "De politieke moord is voltrokken", dem vollzogenen politischen Mord.
Allerdings dürfte dies nur ein Ablenkungsmanöver sein. Wie er ja bereits angekündigt hat, wird er Antwerpen verlassen und während der Haftzeit ein Buch schrieben. Da könnte ihm sicher sein Freund Udo Ulfkotte bei helfen, der ja reichlich Erfahrung mit dem erstellen von Büchern und sich den einen oder anderen wertvollen Tipp geben kann.
Für Flandern ist Bart Debie für die nächsten Jahre als Politiker verloren, wenn es nicht zu einer Teilung Belgiens kommt, die ja das erklärte Ziel des Vlaams Belang ist. Aber Bart Debie ist längst über Belgien und den Vlaams Belang hinausgewachsen. In Deutschland ist er eng mit Pro Köln und anderen Pro Irgendwas Gruppen verbunden.
Da Bart Debie sehr gut Deutsch spricht, er diente ja schon Udo Ulfkotte als Dolmetscher bei dessen Brüsseler Aktivitäten, kann er überall außerhalb Belgiens politisch aktiv werden und sicher auch mit Vorträgen und politischer Arbeit sein Geld verdienen. Auch der angebliche Streit mit Dr. Udo Ulfkotte dürfte mittlerweile erledigt sein. Wie man gerüchtesweise hört, gab es Treffen in der Schweiz und in Österreich.
Genau da könnte Bart Debie gut ins Bild passen. Als wackerer Kämpfer gegen die Muslime, der nicht nur sein Mandat verlor sondern auch mittels Fußfessel in sein Zuhause eingesperrt wurde. Ein Held, ein Märtyrer. Während Bart Debie die Truppen um Pro Köln und die anderen Pros mit den anderen ganz Rechten vereinigt, könnte sich Dr. Ulfkotte da ein wenig abseits halten, was seiner Reputation in der CDU nützt.
Irgendwann kann er dann aber nicht mehr verhindern, dass der Vorstand von Bürgerbewegung Pax Europa die Pros und andere doch aufnimmt. Er ist ja nur der El President der Präsident des Vereins. Bart sind für ein Jahr die Füße im wahrsten Sinne des Wortes gefesselt, was ihn aber sicher nicht davon abhalten wird, viel politischen Besuch zu empfangen und sich in seine neue Aufgabe einzuarbeiten.
Kaum ist das Jahr vorbei werden wir erstaunliche Entwicklung sehen. Das was sich da heute alles noch scheinbar feindlich gegenüber steht wird sich sammeln. Das hat auch der Spiegel schon in Sachen PI beschrieben:
Wer sucht sich wen als Allianzpartner im vermeintlich notwendigen Kampf gegen die Islamisierung des Westens? Herre positioniert sich unzweideutig: "Wie kann es sein, dass ein mutiger Mann wie Chaim, der sich gegen eine totalitäre Diktatur einzig durch Sachbeschädigung auflehnte und niemanden tötete oder verletzte, für diese Taten in eben diesem Land auch verurteilt wurde, in manchen Augen ein Terrorist ist?"
Direkt unter diesem Attentäter werben auf PI Udo Ulfkottes Bürgerbewegung, der Ulfkotte nahe stehende Verein Zukunft CH und die Weikersheimer Rechtsaußen der CDU. Da hinter steht das Geld des Basler Pharma- und Kosmetikhändler Rudolf Syz aus Liestal wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtete, der ja auch Ulfkottes Wahlkampunterstützung für die SVP und Blocher bezahlte und ihn mit Zukunft CH zusammenbrachte.
Aber auch bei den christlichen Fundamentalisten tut sich einiges:
"Deus Vult Caritatem" (Gott will die Liebe) lautete im Jahre 1099 der Aufruf Papst Urbans an die ersten Kreuzritter. Sie sollten die Muslime aus dem Heiligen Land vertreiben.
"Heute ist es höchste Zeit, wieder zu reagieren und das Abendland sowie alle anderen vom radikalen Koran-Islam Bedrohten zu schützen und zu verteidigen", heißt es auf der Homepage von Deus Vult, die Ostern 2007 zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt eingerichtet wurde.
Und so stellen sich die modernen Kreuzfahrer vor, das durch Islamisierung bedrohte Abendland zu retten: "Versuch der Re-Evangelisierung des eigenen Landes und behutsame christliche Mission gegenüber Mohammedanern, die wir auf friedliche und gutartige Weise von der Umklammerung des 'Propheten' zu befreien versuchen sollten."
Radikale Christen machen mobil gegen den Islam. "Es sind zwar zahlenmäßig kleine Gruppen, aber sie machen einen ungeheuren Druck durch Leserbriefe, Telefonanrufe im Ordinariat und bei öffentlichen Veranstaltungen", beschreibt Andreas Renz, Referent für interreligiösen Dialog der Diözese München, ihre Aktivitäten. "Es entsteht eine Atmosphäre der Unsicherheit. Sie richten viel Schaden an."
Wer meint das da irgendwo ein Ende gibt den belehrt die Neue Rheinische Zeitung eines besseren:
Die Fraktion Pro Köln bestreitet gelegentlich, eine Neonazi-Partei zu sein. Doch seit dem 22. Januar schmückt sie ihre eigene Website mit einem General a.D. als Ehrengast, der von ihm im Saarland kommandierte Fallschirmjägereinheiten jahrelang in die Tradition des in Nürnberg zum Tode verurteilten Reichsmarschalls Hermann Göring gestellt hat. Und ihr Fraktionsvorsitzender Manfred Rouhs zeigt sich dort stolz mit einem rechtsextremen belgischen Ex-Polizisten, der wegen eines rassistischen Übergriffs zu drei Jahren Haft verurteilt und vom Dienst suspendiert wurde.
Reinhard Günzel heißt der Brigadegeneral a.D., der auf dem Neujahrsempfang von Pro Köln im Rathaus die Festrede hielt. Bekannt und fristlos in den Ruhestand versetzt wurde Günzel am 4. November 2003 als Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK), weil er dem CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann eine Solidaritätsadresse hatte zukommen lassen. „Eine ausgezeichnete Ansprache“, nannte Günzel darin die berüchtigte antisemitische Rede Hohmanns, die dieser am 3.Oktober 2003 gehalten hatte, und empfahl ihm: „Mutig weiterhin Kurs halten.“
Weniger bekannt wurde durch eine vom WDR 1995 abgelehnte und nur vom unabhängigen „Fernsehfenster KANAL 4“ gesendete Reportage, dass unter Günzel als Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons 262 im saarländischen Merzig und später der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis Fallschirmjäger offiziell den Überfall ihrer Vorbilder vom 20. Mai 1940 auf Kreta zu feiern pflegten. Oder dass sie beim Gelöbnis der „Saarlandbrigade“ in Anwesenheit von Günzel und Innenminister Friedel Läpple (SPD) das Lieblingslied des ehemaligen Fallschirmjägers und späteren Reichsmarschalls Göring „Rot scheint die Sonne“ sangen, der die Kommandeure der Massaker auf Kreta persönlich ausgezeichnet hatte.
Da gibt es ein weites Feld das von Ulfkotte und Bart Debie getrennt marschierend, aber für die gleiche Sache kämpfend, beackert werden kann. Je mehr Angst sie vor den Muslimen schüren, desto mehr Anhänger und Kunden für ihre Bücher bekommen sie. Angst ist durch Fehlinformation und bewusste Lügen leicht zu erzeugen. Wer möchte sich ein Europa vorstellen in dem diese Kräfte an der Macht sind?
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