Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?
Jeder erinnert sich an die dauerhafteste Lüge in der Bankenkrise. Die deutsche Bank ist nicht betroffen! Dabei war es Josef Ackermann der immer sofort zur Stelle war und lauthals forderte, dass der Staat die IKB, die Hypo Real Estate und andere rettete. Es war die deutsche Bank die dort und auch beim amerikanischen Steuerzahler kassierte und immer wieder ihre Grundlüge aufrecht erhielt.
Bis auf die Leser der Springer-Blöd-Presse und die Anhänger der neoliberalen Religion mit ihren Wirtschaftsblättchen hat eigentlich jeder diese Lüge längst durchschaut. Nun geht die Lüge aber in ihre nächste Runde. Schon vor knapp einem Jahr hatte Josef Ackermann einen Europäischen Banken- oder Währungsfond mit Staatsgarantie gefordert. Natürlich selbstlos. ["Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?" mehr »]
Rüttgers kaufen?
6.000 Euro für ein Gespräch mit Herrn Jürgen Rüttgers. Warum nicht? Gut im Bundle mit Platz auf dem Parteitag kostet er sogar 20.000 Euro und mehr. Das liegt ungefähr in der Größenordnung dessen, was der Autor dieses Beitrages als Bestechungsgeld fordern würde, müsste er Herrn Rüttgers zuhören. Aber die Käufer von Herrn Rüttgers wollen dem ja nicht zuhören, sie wollen ihm doch nur sagen was er denken soll. [Hihi - Deutscher Politiker und denken! Welch ein Widerspruch in sich!n]
Das ist doch völlig normal. Das macht das Kapital mit der deutschen Politik doch ständig. Westerwelles FDP bekam doch viel Geld um die Hoteliers zu subventionieren und die Solar-Branche nicht ganz zu zerstören. Das ist doch alles normal und keine Aufregeung wert. Außerdem hat der CDU-Landesgeneralsekretär Hendrik Wüst das ganz alleine, ohne Wissen von Herrn Rüttgers gemacht. Das ist so ähnlich wie der Westerwelle auch nichts von Möllemanns Flyer gewusst hat, obwohl dieser zur Abnahme auf seinem Schreibtisch gelegen hat. ["Rüttgers kaufen?" mehr »]
Lachend einkaufen bei der Bundeswehr
Der brave Soldat Schwejk hätte sein größtes Vergnügen an dem Baudirektor Sven Hischke gehabt, der Servicebereichsleiter in der Serviceabteilung Strategischer Einkauf (SAbt E) beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in Koblenz ist. Der gute Mann hat nämlich nachdrücklich mit an der Umwandlung des Bestellsytems der Bundeswehr mitgearbeitet.
"„Wir haben es hier mit einem Wechsel von der Depotlogistik zu einer direkten Zulieferlogistik zu tun,“" erklärt Hischke. Was sein Team entwickelt hat, ist eben in der freien Wirtschaft schon längst etabliert, für die Bundeswehr aber ein erheblicher Fortschritt.["Lachend einkaufen bei der Bundeswehr" mehr »]
Auch beim Bestellen ändert sich etwas – mit Hilfe der elektronischen Kataloge. Wer seine DVDs bei einem Internet-Versandhändler kauft, kennt die Vorgehensweise: Man gibt den entsprechenden Filmtitel in eine Suchmaske ein. Das DVD-Cover wird daraufhin angezeigt, zusätzlich gibt es eine Inhaltsangabe und Fotos.
Um den Film zu kaufen, klickt man das Feld „Zur Kasse“ an und schickt die Bestellung ab. Suchen, auswählen, bestellen – das geht alles schnell und bequem über das Internet. Bei der Bundeswehr ist das noch nicht in vollem Umfang möglich, weil die elektronischen Kataloge nur im Intranet des BWB liegen.
In ihnen können zwar Produkte gesucht und gefunden werden, nach dem Klick auf das Feld „Bestellung“ aber rauscht der Auftrag nicht durch die Datenleitung, sondern erscheint in einem vorgefertigten Formular auf dem Bildschirm. Das muss ausgedruckt und als Fax verschickt werden.
Über eine Internetverbindung wäre es einfacher, Bestellungen aufzugeben, doch "„da gibt es noch Sicherheitsprobleme“", sagt Regierungsoberamtsrat Ralf Heimes (50), Referent in der SAbt E. "„Die Bundeswehr arbeitet hier an einer entsprechenden Lösung.“"
Mit den notwendigen Freigaben und Unterschriften versehen, geht das Fax an den Vertragspartner. Die Bestellung werde rund vier Tage später ausgeliefert, so Heimes.
Die Selbstreinigung der Managerkaste, Westerwelle und neue Reformlügen
Es gab bei den Managern ja nie Scham darüber, was sie in ihrer geradezu blödsinnigen Gier, den Menschen und dem Weltfinanzsystem angetan haben. Das liegt daran, dass Manager managen, aber natürlich keine Verantwortung übernehmen. Bis zur Bundestagswahl trauten sich nur wenige von diesem Dreck, sich mit ihren unmenschlichen und wahnsinnigen Forderungen wieder an die Öffentlichkeit zu wenden. Diese Zeit scheint nun endgültig abgelaufen. Holger Steltzner beschreibt in der neoliberalen FAZ sehr tiefsinnig, wie sich die Manager angeblich gegenseitig bestrafen und sagt damit gleichzeitig, dass eine weitere Bestrafung nicht nötig ist.
Aber es gibt andere, empfindlichere Strafen. Die erste ist die Arbeitslosigkeit. Natürlich droht den Versagern nicht der Absturz auf Hartz IV. Doch sie bekommen in der Regel keine zweite Chance für eine Führungsaufgabe in der Wirtschaft. Man muss das nicht bedauern, darf aber vermerken, dass den Versagern außer nachrangigen Tätigkeiten als (Investoren-)Berater alle Türen verschlossen bleiben.["Die Selbstreinigung der Managerkaste, Westerwelle und neue ... »]
Die zweite Sanktion ist die gesellschaftliche Ächtung, und die gilt ebenfalls lebenslang. Wer den ungeschriebenen Komment der Manager verletzt, der bekommt in dieser Gesellschaftsgruppe keinen Fuß mehr auf den Boden. Man mag als Außenstehender darüber lächeln, wenn Einladungen im Winter nach Kitzbühel oder im Sommer nach St-Tropez ausbleiben, weil man ohnehin nie eine bekommen hat und auch keinen Wert darauf legt. Aber für schwache Manager bilden Geld und gesellschaftliche Anerkennung den Mittelpunkt des eigenen Koordinatensystems. Doch wer allein aus persönlichem oder materiellem Ehrgeiz die Karriereleiter erklimmt, der hat sich auch nie einer echten unternehmerischen oder gesellschaftlichen Aufgabe gestellt.
Wildschweine, Herrenjäger, Peta und der Circus Krone
Normalerweise gehen in Deutschland die zuständigen Minister an den akuten Problemen mit einem leise wissenden Lächeln vorbei und arbeiten dann die Liste ab, die ihnen von den Lobbyisten entweder direkt oder über ihre Parteizentralen zugesteckt wurden. Aber es gibt Ausnahmen. Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), hat zusammen mit Vertretern von Jagd- und Bauernverbänden gemeinsame Maßnahmen beschlossen, um den Druck auf die Schwarzwildbestände zu erhöhen.
Der Maßnahmeplan sieht unter anderem die Einführung eines landesweiten Abschussmeldesystems, revierübergreifende Schwarzwildjagden und eine verstärkte Jagd nach der Ernte vor. Darüber hinaus verpflichteten sich Landwirte, unmittelbar neben größeren Mais- und Rapskulturen sowie an Feuchtgebieten niedrig wachsende Kulturen zu pflanzen, um die Jagd auf die Schwarzkittel zu erleichtern.["Wildschweine, Herrenjäger, Peta und der Circus Krone" mehr »]
Das Internet-Manifest - Wieder eine Chance vertan
Manchmal sollte man einem Projekt etwas Zeit geben. Bei einigen Produkten hilft auch keine Zeit. Ich mag die Schreibe von Thomas Knüwer und Mario Sixtus kann mich nicht nerven, weil ich ihn einfach nicht registriere. Er kommt in meinem Universum einfach nicht zu Wort und auch bei diesem Manifest spüre ich vor allem den ehrlichen Zorn von Thomas Knüwer auf die Journalisten und Herausgeberzunft der Printmedien. Dieser Zorn eines Journalisten ist begründet, hat aber nichts mit dem Internet zu tun, sondern ist eine interne Abrechnung innerhalb der Medienwelt. Für alle anderen völlig bedeutungslos.
Das dann die immer gleichen Typen auf den Zug aufspringen und etwas unterzeichnen ist logisch für diesen Typ von Selbstdarstellern ohne wirkliche persönliche Position. Don Alphonso bezeichnet sie als Mittelalte Adabeis Für Internet Angeberei M.A.F.I.A. e.V. und hat damit zumindest die Lacher auf seiner Seite und lässt auch bei seiner sonstigen Analyse keine Zweifel: ["Das Internet-Manifest - Wieder eine Chance vertan" mehr »]
Der Gorleben Betrug
Gorleben entstand aus Rache. Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht, der Vater von Ursula Zensursula von der Leyen wollte sich an der DDR rächen, weil die gewagt hatte ihr Atomendlager nach Morsleben zu verlegen und natürlich auch an der DDR an sich und den Menschen in ihr, einfach weil sie existierten.
Der Salzstock Gorleben ist nach Angaben des Geologen Gerd Lüttig in den 1970er Jahren vorrangig aus politischen Gründen zur Untersuchung als mögliches Atommüllendlager ausgewählt worden. Unter fachlichen Aspekten sei Gorleben nur zweite Wahl gewesen, sagte Lüttig am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Der emeritierte Professor war damals maßgeblich an der Suche eines Endlager-Standortes beteiligt.
Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) habe 1977 den Salzstock im Kreis Lüchow-Dannenberg als Standort benannt, um sich an der DDR zu rächen. «Er wollte einen Standort in der Nähe der damaligen Zonengrenze haben, weil die Ostzonalen uns die Geschichte mit ihrem Endlager Morsleben eingebrockt hatten», sagte Lüttig. Morsleben liegt in Sachsen-Anhalt dicht an der Grenze zu Niedersachsen.
Durch Gespräche mit Kollegen aus der DDR hätten niedersächsische Geologen und die Landesregierung schon damals gewusst, «dass Morsleben Defekte hatte», sagte Lüttig. Der Schacht sei «technisch nicht in Ordnung» gewesen und es habe Wasserzuflüsse gegeben. «Wir befürchteten immer, und das hat Herrn Albrecht auf die Palme gebracht, dass Morsleben eines Tages absaufen würde und radioaktive Wässer in Richtung Helmstedt fließen könnten». Der Ministerpräsident habe daraufhin erklärt, «dann machen wir das auch».
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Althaus - Endlich ein Ende machen
Dieter Althaus hat fahrlässig einen Menschen getötet, indem er mit überhöhter Geschwindigkeit, nicht dem Verlauf seiner Piste folgend, gegen die Fahrtrichtung, auf eine andere Piste gefahren ist. Das war fahrlässig, zeigt aber auch eine Grundhaltung. Wer so fährt ist nämlich auch rücksichtslos. Wie bereits angekündigt will er weiter so agieren. Fahrlässig und Rücksichtslos.
Dieter Althaus bewirbt sich erneut um den Posten des thüringischen Ministerpräsidenten. Im Wahlkampf setzte er sein Tötungsdelikt rücksichtslos in einer verabscheuungswürdigen Art und Weise ein, indem er versuchte, einen Mitleidsbonus für sich zu erhalten. Dafür wies er extra darauf hin, dass er am Grab seines Opfers gebetet habe und mit der Familie des Witwers fast befreundet sei. Er wollte sich selbst zum Opfer stilisieren. ["Althaus - Endlich ein Ende machen" mehr »]
Aufstand der Zwergstalinisten
Henning Böke ist ein Bewahrer alter und veralterter Gedanken und Meinungen. Ähnlich wie ein Priester hält er alle Veränderungen für Teufelswerk und hält sich krampfhaft an den geschriebenen Gedanken der Vorväter fest. Normalerweise haben solche Leute ein schweres und erfolgloses Leben. Den Leben bedeutet Anpassung, Weiterentwicklung und eben Evolution. Henning Böke hat einen Freund. Dieser Freund heißt Dietmar Koschmieder und ist Geschäftsführer der "Jungen Welt".
Dietmar Koschmieder hatte sich gegen den Willen der Mehrheit der Mitarbeiter in der "Jungen Welt" an die Macht geputscht, was eine Besetzung der Redaktionsräume zur Folge hat. Am Ende blieb er mit drei Getreuen zurück, die er aber im Laufe der Zeit auch verlor. Auch er ist ein eifriger Bewahrer und wohl deshalb ein Freund von Böke. Zusammen sind sie eifrig bemüht, die reine Lehre und nichts als die reine Lehre zu verteidigen. ["Aufstand der Zwergstalinisten" mehr »]
Michael Wolffsohn erklärt die Bewohner Ostdeutschlands zur Unterschicht
Eigentlich sollte ich nicht über Michael Wolffsohn schreiben, weil ich mit dem gerade noch in einem Prozess wegen angeblicher Beleidigung feststecke. Tatsächlich hatte ich seine seltsame Analyse bereits einmal weggeklickt, aber da kam sie über Twitter noch einmal und ich konnte nicht mehr widerstehen. Zuerst kam sie nur auf die Halde aber jetzt ist Zeit mit dem Herrn Professor abzurechnen.
Tatsächlich stammen circa 35 Prozent der Bundeswehrangehörigen aus den neuen Ländern. Deren Anteil beträgt aber nur etwa 20 Prozent der Bundesbürger. Dieses Faktum untermauert die These, dass die Bundeswehr auf dem Weg ist, eine Unterschichtenarmee zu werden.
Mangels Jobalternativen und weniger aus innerer Überzeugung dient die Bundeswehr den beruflich dienenden Ostdeutschen oder auch Arbeit suchenden Westdeutschen als Ein- und Aufstiegskanal. Das ist legitim, es widerspricht jedoch soziologisch dem Geist einer echten „Volksarmee“, die dadurch zur Volksteilarmee schrumpft. Psychologisch ist zu bedenken, dass der Beruf des Soldaten eher Berufung als Beruf sein sollte, gerade weil – und wenn – er lebensgefährlich ist. Und lebensgefährlich ist das Berufsleben in der neuen Bundeswehr, die international militärisch interveniert.?
["Michael Wolffsohn erklärt die Bewohner Ostdeutschlands zur ... »]
Heribert Prantl: Zeitungen sind systemrelevant
Heribert Prantl hat hat in den Blätter für deutsche und internationale Politik
einen sehr guten Artikel zum Thema "Jounalismus zwischen Morgen und Grauen" geschrieben und dabei auch die Beziehung zwischen Internet, Blogs, Foren und dem Journalismus sehr klug geklärt. Zunächst rechnet er aber mit der Verlegerzunft und seinen jammernden Kollegen ab.
Ich will keine Solidaritätsabgabe für die Presse, keine Staatsbürgschaft, kein Hilfspaket und keinen Notgroschen. Den Zeitungen fehlt es gerade noch, dass es bei ihnen zugeht wie beim ZDF – dass also die politischen Parteien glauben, sie könnten sich nicht nur den Chefredakteur beim ZDF, sondern auch noch den bei der „taz“ aussuchen. Ich will aber vor allem deswegen keine Staatsbürgerschaft, kein staatliches Hilfspaket und keinen Notgroschen für die Zeitungen, weil ich die Not der Zeitungen, über die allenthalben geklagt wird, so nicht sehe. Ich sehe eher einen merkwürdigen journalistischen Dekadentismus, der eine Mischung ist aus Melancholie, Leichtlebigkeit, Weltschmerz und vermeintlicher Ohnmacht gegenüber Anzeigenschwund und Internet, gegenüber dem Stand und dem angeblich unaufhaltsamen Gang der Dinge. Die angebliche Not, die angebliche Existenzkrise, ja Todesnähe der Zeitungen oder gleich gar des professionellen Journalismus, das alles gehört zu den Hysterien, die im Journalismus noch besser gedeihen als anderswo. Der Kikeriki-Journalismus, die aufgeregte Kräherei, die seit einiger Zeit unsere politische Publizistik prägt, kräht nun das eigene Ende herbei. Man schreibt sich sein eigenes fin de siècle. Man schreibt sein eigenes Produkt schlecht, so lange, bis es alle glauben ...["Heribert Prantl: Zeitungen sind systemrelevant" mehr »]
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Es ist ja bitteschön nicht so, dass die Zeitungen in Deutschland rote Zahlen schreiben, es ist nicht so, dass sie seit Jahren in der Verlustzone drucken. Sie machen nur nicht mehr so hohe Gewinne wie zuvor. Das kommt in den besten Unternehmen vor, auch in den Unternehmen, für die es kein spezielles Grundrecht gibt. Die Verlage nutzen aber die angebliche Not für überzogene Notwehr. Viele der sogenannten Restrukturierungsmaßnahmen und Kündigungswellen in deutschen Medienhäusern sind Putativnotwehrexzesse – die zugleich, und das ist das wirklich Tragische, die Basis für künftiges Gedeihen der Presseunternehmen gefährden.
Die deutschen Zeitungen brauchen kein Staatsgeld. Sie brauchen aber Journalisten und Verleger, die ihre Arbeit ordentlich machen. Sie brauchen Journalisten, die neugierig, unbequem, urteilskräftig, selbstkritisch und integer sind. Sie brauchen Verleger, die einen solchen Journalismus schätzen, die also von ihren Zeitungen mehr wollen als Geld, die stolz sind darauf, dass sie Verleger sind; und denen dieser Stolz mehr bedeutet als ein oder zwei Prozent mehr Gewinn.
Journalismus ohne Freiheit
Rudolf Stumberger fasst bei Heise in einem sehr lesenswerten Artikel die Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Bernd Blöbaum zusammen, die dieser zusammen mit anderen, im Institut für Kommunikationswissenschaft an der Uni Münster erstellt hat.
Wichtig ist, das bei dieser Studie zum ersten Mal ein breites Forschungskonzept mit vielen Journalisten (15 Nachrichtenredaktionen) und über einen längeren Zeitraum (16 Jahre) zum Einsatz kam. Deshalb kann und darf es im Zusammenhang mit der Studie "Wandel bei aktuellen Massenmedien: Journalismus in veränderten Medienkontexten"nicht auf ein einfaches Journalistenbashing zulaufen. Auch wenn manches Bloggerherz dies schon aus Rachegründen gerne möchte. Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend und gehen alle etwas an. ["Journalismus ohne Freiheit" mehr »]
Und immer wieder die Schweiz
Die NZZ-Online versucht wieder einmal die verbrecherische Okkupation deutschen Luftraumes durch die Schweiz und viel schlimmer durch die wahrscheinlich verbrecherische, zumindest aber vollständig verantwortungslose Schweizer Flugsicherungsfirma Skyguide zu verteidigen. Dabei geht es wie bei allen Problemen mit der Schweiz immer um den eidgenössischen Formaljurismus.
Natürlich gab es einen Vertrag der Skyguide die Luftüberwachung erlaubte. Dieser Vertrag war zwar von Anfang an ungültig, weil er dem Grundgesetz widerspricht, aber er ging durch, um der Schweiz, als Heimatort der deutschen Steuerhinterzieher, noch einen weiteren Gefallen zu tun. Spätestens nach dem Zusammenprall der Flugzeuge über Überlingen, der durch den Geiz, die Gier und die Verantwortungslosigkeit von Skyguide geschah, hätte anständige Politiker und eine anständige Schweiz, die Rechte wieder nach Deutschland gegeben und Skyguide die Betriebserlaubnis entzogen. ["Und immer wieder die Schweiz" mehr »]
Dieter Althaus - der schmutzige Missbrauch seines Opfers
Dieter Althaus, der die anderen Parteien gebeten hatte, im Wahlkampf nicht mit seiner fahrlässigen Tötung durch rücksichtsloses Ski fahren, in Verbindung gebracht zu werden, benutzt jetzt sein Opfer um sich selbst Sympathien zu verschaffen.
Dieter Althaus (51) betet jeden Tag für Beata Christandl, die nach einem Skiunfall mit dem Ministerpräsidenten ihren Kopfverletzungen erlag. Das sagt Althaus der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "An ihrem Grab zu beten, war eine ganz wichtige Stunde für mich", ergänzt er. "Dafür bin ich dankbar. Auch dafür, dass der Witwer sich mir gegenüber in sehr fairer und respektvoller Weise verhält."["Dieter Althaus - der schmutzige Missbrauch seines Opfers" mehr »]
Ehefrau Katharina (48) betont im Doppelinterview, dass ihr Mann nach dem Unfall "noch sensibler" geworden sei, "weil er persönlich erfahren hat, wie zerbrechlich das Leben ist". Anfangs hatte sie "große Sorge, weil mein Mann im Krankenbett nicht der war, den ich kannte". Wenn "die kleinen Fortschritte ausblieben, der Zustand stagnierte oder es einen Rückschritt gab, kam auch Verzweiflung".
Weltwirtschaftskrise - und die Zeit sprach es werde Licht
In der Zeit verkündet Josef Joffe das Ende der Krise. Das ist nicht weiter tragisch, weil Joffe schon seit einiger Zeit den Kontakt zur Realität vollständig verloren hat und im besten Fall ist es eine gute Wahlwerbung für die CDU.
Lustig ist allerdings, dass er, oder jemand der ihn nicht sonderlich leiden kann, eine Bildstrecke in den Bericht eingebunden hat, die Grafiken zeigt, mit denen der Wirtschaftshistoriker Kevin O’Rourke (Trinity College, Dublin) und der Makroökonom Barry Eichengreen (University of California, Berkeley) die jetzige Weltwirtschaftskrise mit der von 1929 vergleichen und zu verblüffenden Übereinstimmungen kommen. ["Weltwirtschaftskrise - und die Zeit sprach es werde Licht" mehr »]
Mal kurz zur Weltsicht von Ronnie Grob, Roger Köppel und René Lüchinger
Ronnie Grob, den ich schon mehrmals weit in rechten Gefilden erwischt habe und der dennoch so tut, als sei er Blogger und einer modernen Welt gegenüber aufgeschlossen, hat mal wieder ein Meisterstück abgeliefert.
Frank A. Meyer verharmlost Rechtsradikale und Sekten["Mal kurz zur Weltsicht von Ronnie Grob, Roger Köppel und René ... »]
Frank A. Meyer, “ein Journalist, mittlerweile pensioniert, der in Berlin lebt” (Zitat Christian Unger), antwortet Marc Walder in einem Interview im Magazin des Sonntagsblicks vom 26. Juli 2009 auf eine Frage zu einem Titel der Zeitschrift Weltwoche:
Sie zitieren allen Ernstes ein rechtsradikales Sektenblatt?
Man kann ja zur Weltwoche stehen, wie man will, aber wer eine Zeitschrift, die weder mit Rechtsradikalen noch mit Sekten etwas am Hut hat, so bezeichnet, der muss sich vorwerfen lassen, damit die wahren Probleme, die Rechtsradikale und Sekten darstellen, zu verharmlosen.
Das seltsame Verständnis des Skyguide Chefs Daniel Weder
Daniel Weder ist der Vorstandsvorsitzende der Schweizer Flugsicherungsbude Skyguide, die dafür verantwortlich ist, dass am 1. Juli 2002 eine Tupolew der Bashkirian Airlines mit einer DHL-Frachtmaschine vom Typ Boeing 757 kollidierte und bei dem Unfall 71 Menschen, darunter 49 Kinder getötet wurden. Der Grund für die Katastrophe, war die maßlose Gier von Skyguide
Vitali Kalojews hatte bei der Flugzeugkollison von Überlingen, seine Frau Swetlana, seinen Sohn Konstantin und seine Tochter Diana verloren. Dabei hatten der Leichtsinn und die Rücksichtslosigkeit des Schweizer Flugsicherungsunternehmens Skyguide dazu geführt, das ein einziger Fluglotse für ein Riesengebiet zuständig war und sich alleine in den Räumen befand. Gleichzeitig wurde dem Fluglotsen Peter Nielsen auch noch jede telefonische Verbindung nach außen genommen und seine Systeme in ihrer Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.["Das seltsame Verständnis des Skyguide Chefs Daniel Weder" mehr »]
Der Grund für dieses Vorgehen war die Profitsucht des Managements von Skyguide, bei der sich maßgeblich Direktor Alain Rosier, unrühmlich hervortat. Vernünftigerweise hätte man den Fluglotsen schon nicht alleine lassen dürfen, ihm aber auch noch Telefon und einen wichtigen Teil der Computerkapazität zu nehmen ist ein Verbrechen. Aber auch der Schweizer Staat hat zu Gänze versagt und ist seinen Kontrollpflichten nicht nachgekommen.
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An diesem Abend musste Peter Nielsen mit dem Flughafen Überlingen telefonieren, um dort einem Flugzeug die Landung zu ermöglichen, was er aufgrund der abgeschalteten Telefonanlage nicht konnte. Gleichzeitig bewegten sich der DHL-Flug 611 und Bashkirian-Airlines-Flug 2937 über Owingen bei Überlingen aufeinander zu, was Nielsen dank fehlender Annäherungswarnung nicht registrieren konnte, da die finanzielle Gier von Skyguide sowohl Telefon als auch Annäherungswarnung genommen hatte. Er hatte kaum eine Chance den Zusammenstoß zu verhindern und gab dann auch noch dem Flugzeug der Bashkirian Airline die Anwendung zum sinken, so das der Zusammenstoß mit der DHL-Maschine die sich ebenfalls im Sinken befand, unvermeidlich war.
Mit Telefon und funktionierenden Systemen wäre es gar nicht so weit gekommen, ein weiterer Mann hätte die Maschine nach Überlingen und das Telefon übernehmen können und Peter Nielsen wäre voll konzentriert auf seinen Schirm, niemals in dieses Problem gekommen. Schuld ist eindeutig Skyguide und die miesen Schweizer Kontrollen.
Skyguide die an redundanten Systemen und Personal gleichermaßen fahrlässig gespart hatten, taten dann alles um den Fluglotsen zu belasten und sich selbst reinzulügen. Vor allem Alain Rosier spielte bewusst und genüsslich mit den Hinterbliebenen der Opfer, um ja keinen Schadensersatz leisten zu müssen und wurde dabei von der Schweizer Regierung unterstützt, die ebenfalls kein Interesse an Aufklärung hatte.
Afghanistan - Bundeswehr beteiligt sich an Säuberungsaktion
Es ist wieder einmal so weit. Die Deutschen reinigen mal wieder. Diesmal führen sie ihre Säuberungsaktion in Afghanistan durch.
Kabul (dts) - Gemeinsam mit dem Militär Afghanistans hat die Bundeswehr eine großangelegte Offensive gegen die Taliban gestartet. Ziel sei es, Chareh Dareh, die Hochburg der Aufständischen, "vor der Wahl von Taliban zu reinigen". Dies teilte heute der Gouverneur von Kunduz, Mohammed Omar, mit. Darüber hinaus kündigte er an: "Die Operation wird noch mehrere Tage weitergehen." Die Offensive, die bereits seit gestern läuft, sei erst dann zu Ende, wenn "der Gegner das Gebiet verlässt", so ein afghanischer Militärsprecher.
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Broders stalinistische Sekte
Broder und seine "Achse des Guten" sind eigentlich schon lange kein Thema mehr. Broder hat sich im stumpfen Eigensinn eines alten Mannes mit Kräften eingelassen, die nicht nur islamophob, rassistisch und natürlich im Endeffekt auch antisemitsch sind und merkt dabei gar nicht mehr mit wem er kämpft. Dabei geht es ihm vor allem darum, jede auch noch so menschenfeindliche und völkerrechtswidrige Handlung Israels schon im Vorfeld zu verteidigen.
Für Broder ist einfach alles, was nicht jede Handlung Israels und der USA gut heißt, automatisch antisemitisch. Er beansprucht für sich die Deutungshoheit über diesen Begriff und verkehrt ihn dadurch in sein Gegenteil. Tatsächlich relativiert Broder mit seiner Haltung nicht nur den Antisemitismus sondern auch den Holocaust. ["Broders stalinistische Sekte" mehr »]
Die Neoliberalen sind nicht tot, sie zersetzen weiter
Die Nachdenkseiten haben sehr gut zusammengefasst, wie die Neoliberalen, trotz der Weltwirtschaftskrise und dem kommenden Zusammenbruch der realen Märkte, einfach weiter machen wie bisher.
Sie wollen und können sich wohl auch die Niederlage des Raubtierkapitalismus nicht eingestehen, um sich selbst nicht in Frage stellen zu müssen. Deshalb müssen die Menschen sie in Frage stellen und das geht am besten, wenn man weiß für welche Lügen sie stehen. ["Die Neoliberalen sind nicht tot, sie zersetzen weiter" mehr »]
Die Aktionäre sind verantwortlich - ziehen wir sie zur Verantwortung
Die Bürger sind empört, obwohl sie mit der Finanzkrise, die die Weltwirtschaftskrise auslöste nichts zu tun haben, sollen sie jetzt für die Schäden aufkommen. Bei der Suche nach den vermeintlich Verantwortlichen landen sie dann meist bei den Managern, die maximal widerwillig zurücktreten und dazu noch goldene Handschläge und Riesenboni mitnehmen.
Diese Sichtweise ist falsch. Die Manager sind Angestellte ihrer Firmen. Sie haben ihre verderbliche Macht nur deshalb, weil die Eigentümer dieser Firmen, die Aktionäre, sie ihnen geben. Also tragen die Aktionäre letztendlich die gesamte Verantwortung. Tatsächlich aber bleiben sie völlig unbehelligt, wenn ihr Unternehmen versagt. Sie können maximal ihren Einsatz verlieren. ["Die Aktionäre sind verantwortlich - ziehen wir sie zur ... »]
Einschüchterung - Evangelikale Christen attackieren Journalisten
So lautete der Titel eines Beitrages des NDR-Medienmagazins Zapp vom 24.06.2009, der leider erst um 23 Uhr ausgestrahlt wurde, also wie alle kritischen Berichte nur gut versteckt im Programm auftauchen darf.
Noch immer bangt man in Deutschland um das Leben der Geiseln im Jemen. Gleichzeitig aber ist eine Debatte entbrannt um christliche Hilfseinsätze und Missionierung. Bei Missionierung denkt man eigentlich immer an vergangene Zeiten, als weißgewandete Menschen, kleine Kinder in Afrika bekehren wollten. Aber fundamentale Christen gibt es noch, auch in Deutschland, und zwar viele. 1,3 Millionen Menschen gelten als sogenannte Evangelikale, darunter ganz viele junge Leute. Und es werden immer mehr. Nicht zuletzt, weil auch christliche Fundamentalisten die Wirkung der Medien entdeckt haben und für sich nutzen. Aber wehe, man übt Kritik an ihnen – dann können sie ganz schön unchristlich werden.["Einschüchterung - Evangelikale Christen attackieren ... »]
Das Internet schafft Freiheit und Dezentralität.
Roberto J. De Lapuente beschreibt in einem "Die letzte Zentrale" die alte und ständige Forderung der Linken oder besser der Denkenden nach mehr Dezentralität.
Der Neuen Linken war, mit Rückgriff auf die jüngere europäische Geschichte, klargeworden, dass ein staatliches Ungetüm, eine Maschinerie, die Millionen von Menschen in ihre Listen notiert um sie zu verwalten, früher oder später immer ausarten muß. Der Mensch im Zentralismus steht eben nicht im Zentrum, denn dort steht der zentralisierte Apparat; der Mensch im Zentralismus wird zur Nummer, zur abstrakten Einheit ohne menschliche Attribute; menschliche Züge belasten die zentralisierte Gemeinschaft, hemmt sie in ihrem mittigen Verwalten, in dem Umwege nicht eingeplant sind, nur Kosten, aber wenig gemeinschaftlichen Nutzen hervorbringen. In einem solchen zentralistischen Gebilde gleichen sich Individuen an, Pluralismus und Vielfalt werden von der Zentrale nicht berücksichtigt, in einzelnen Fällen sogar bekämpft und unterdrückt. Die heutige Gesetzgebung in Fragen der Arbeitslosenverwaltung beruht auf diesem zentralistischen Weltbild, der Einzelne innerhalb des SGB II zählt wenig, er erhält nicht nach seinen Bedürfnissen, sondern nach einem vorkalkulierten, d.h. zentralisiertem Einkaufskorb Versorgung.["Das Internet schafft Freiheit und Dezentralität. " mehr »]
Update - Die seltsamen Heiligen der Bibelschule Brake
Das was wir bisher aufgrund der missionarischen Ausrichtung der Bibelschule Brake bisher nur vermuten konnten, scheint sich jetzt zu bewahrheiten und stellt sich noch schlimmer dar, als die kühnsten Vermutungen es erfasst hätten. Tatsächlich gab es bereits seit geraumer Zeit Schwierigkeiten, weil ungezogene und verantwortungslose Menschen im Jemen missioniert haben.
Berlin (dts) - Die im Jemen entführten deutschen Christen sind womöglich einem Racheakt zum Opfer gefallen. Das schreibt das Magazin "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Nach Informationen des Krisenstabs des Auswärtigen Amtes sei es in Saada vor wenigen Monaten zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, bei der aufgebrachte Muslime den deutschen Techniker Johannes H. bedrohten und aufforderten, seine Missionierungsversuche einzustellen. Der Mann aus Sachsen habe den Zwischenfall in einem Rundbrief an Freunde in Deutschland geschildert. Auch in den Hinterlassenschaften der von den Entführern erschossenen deutschen Frauen Rita S. und Anita G. aus dem westfälischen Lemgo fanden die Ermittler Missionsschriften. Der Krisenstab geht mittlerweile davon aus, dass die Deutschen vor Ort als Missionare bekannt waren. Auf den Aufenthalt im Jemen hatten Johannes H. und seine Ehefrau sich unter anderem im hessischen Ort Eppstein bei Wiesbaden vorbereitet, bei einer Organisation namens "Weltweiter Einsatz für Christus", die Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen" ist. In dem Konzept der Gruppe heißt es: "Wir sehen unseren Auftrag vor allem in der Evangelisation der noch unerreichten Völker der Welt." Wegen des vermuteten Zusammenhangs zu Missionierungsversuchen hält der Krisenstab Islamisten als Täter für wahrscheinlich.
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Mission ist Überheblichkeit und Hochmut
Als ich mich mit den seltsamen Heiligen der Bibelschule Brake beschäftigte, war mir klar, dass jede Kritik an den Evangelikalen diese Fundementalisten vor Wut schäumen lassen würde. Genau so kam es auch. Eigentlich hatte ich nicht vor mich überhaupt noch einmal mit diesen Leuten zu beschäftigen, aber alleine die Reaktionen machen das unbedingt notwendig.
Wichtigstes Anliegen der Evangelikalen ist der von ihnen so benannte Missionsbefehl aus Matthäus 28, Vers 16-20:
16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.
17 Und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm; einige aber zweifelten.
18 Und Jesus trat herzu und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.
19 Gehet nun hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
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