Ulfkotte endlich zu Hause angekommen
Nein, natürlich ist es keine Meldung wert, das Dr. Udo Ulfkotte (Disclaimer: Der Autor führt immer noch einen netten Prozess mit Ulfkotte) nun wieder mal einen Artikel und sogar in einer Zeitung veröffentlicht hat. Das kommt schon mal vor, wenn auch deutlich weniger häufig als in der Vergangenheit. Seine Anhänger haben ihm eben weder den Karriakturenstreit noch die geplatze Demo in Brüssel verziehen.
Selbst seine getreuesten Anhänger auf PI haben ihn scheinbar vergessen und da ist es gut, dass er neben dem eher etwas fragwürdigen Kopp-Verlag nun endlich in der "Junge Freiheit" sein seit Jahren immer wieder aufgekochtes Hassdenken gegen Muslime und seine allgemeine Hetze gegen Andersgläubige wieder einmal ausbreiten. ["Ulfkotte endlich zu Hause angekommen" mehr »]
Vorsicht! Bürgerschreck! Viagra-Verschwörung!
Vorsicht! Bürgerschreck! Viagra-Verschwörung! Ulfkotte versteht nichts von der Genese und der Genesung von Stadtkrawallen. 20/7 [DE]
Von Huib auf HUIBSLOG am 19. Juli 2009
Guten Morgen zusammen! Hier, in Brüssel, ist der ulfkottesche Generalbürgerkrieg auch an diesem grauen Morgen noch nicht ausgebrochen. Aus meinem Fenster heraus, sehe ich allerart Mitglieder der angeblich von Wut gärenden Unterklassen friedlich miteinander sporten, reden und die Kultur bereichern. Ein gutes Moment, um ein deprimierendes Buch wie "Vorsicht! Bürgerkrieg -was lange gärt, wird endlich Wut" von Dr. Udo Ulfkotte, mal kritisch zu verdauen.
Vorsicht aber, lieben Bürger: Vielleicht gehöre ich zu den "Politikern und Wirtschaftsvertretern", die "seit Jahren schon wussten, welchen Schaden sie anrichteten". Und die in "geheimen Treffen" beschlossen hätten "um das Volk zahlen zu lassen" für den kommenden Krisen: Die Ökonomische-, die Ulfkotte seit kurzer Zeit entdeckt hat, und die Zuwanderungs-, Klima- und Währungskrise, oder allen zusammen.
Wenn ja, dann gehöre ich zu denen die sich "lächelnd Viagra genehmigen", während es "fürs gemeine Volk nun immer öfter Hartz IV gibt"? Ulfkotte, Bürgerkrieg: S. 15, unbelegt).
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Ulfkotte islamisiert deutsche Revoltenthematik
Von Huib am 28. Juni 2009 auf Huibsblog
Mit den Panikschürern und Verschwörungs-neurotikern gibt es immer etwas Neues. Und selten was Gutes.
Die schlechte Nachricht ist, dass Herr Ulfkotte am 1. Juli sein jährliches Buch erscheinen lässt. Bei Kopp Verlag: "Vorsicht Bürgerkrieg!". Obwohl das 2008 (Oktober) bei Kopp veröffentlichtes "SOS Abendland" bei Amazon nur unter der Rubrik "Esoterisches" hoch auf der Hitliste kam. Wir schrieben mehreren Buchbewertungen des SOS-A, zum Beispiel über Ulfkottes Bergdorflegende. Diesmal hat er anscheinend seine seit dem Jahre 2003 unveränderte Thematik eingebettet in der Angstschürerei wegen Unruhen in Deutschland, die 2007 in einem CIA-Bericht an G.W.Bush angekündigt wurden.
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Buchvorstellung: "Islamfeindschaft und ihr Kontext"
Mit freundlicher Genehmigung von Arne Hoffmann am 19. Mai 2009
Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war im Dezember 2008 das Thema einer Tagung des Zentrums für Antisemitismusforschung, bei der die aktuellen Ressentiments mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung untersucht werden sollten. Vermutlich waren die Veranstalter dieser Konferenz selbst ein wenig überrascht davon, dass diese Feindseligkeiten inzwischen so groß waren, dass die Tagung selbst in heftigen Reaktionen der Presse und der islamfeindlichen Bloggerszene angegangen wurde – überwiegend ohne die gehaltenen Vorträge überhaupt zu kennen. Um die Debatte wenigstens auf eine vernünftige Grundlage zu stellen, erschien im Februar 2009 eine Dokumentation der Tagung unter dem Titel "Islamfeindschaft und ihr Kontext" im Metropol Verlag.
In seinem Vorwort zu diesem Band widmet sich Wolfgang Benz, der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, kurz dieser politischen Kampagne gegen die Wissenschaft: "In der Bloggerszene wurde mit großer Wut (und weitgehend unter Verzicht auf Anstandsregeln) gekämpft. (…) Die seriösen Medien berichteten objektiv. Zwei israelische Zeitungen haben allerdings Hasstiraden publiziert, die ebenso infame wie obskure Verdächtigungen gegenüber dem Zentrum für Antisemitismusforschung enthalten. Für die Motive des Autors der Beiträge, eines ehemaligen Doktoranden des Zentrums, gibt es Erklärungen, die nicht schmeichelhaft sind. Dass die genannten Zeitungen die Verleumdungen druckten, hat auch Leser in Israel erstaunt." Schließlich entkräftet Benz den Vorwurf, das Zentrum befasse sich angeblich nicht mit dem Judenhass von Islamisten, indem er auf frühere Veranstaltungen zu diesem Thema hinweist.
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Ramsauer Arm in Arm mit den Rechten
Peter Ramsauer, die Obergurke der CSU-Gurkentruppe im deutschen Bundestag, hat endlich einer alten Forderungen der Rechten nachgegeben. Er will nämlich nicht nur die Staatsangehörigkeit von Tätern erfassen, sondern auch noch das Herkunftsland. Das ist genau das, was die Neo- und Altnazis, zusammen mit den Islamophoben, schon immer gefordert haben.
Nachdem die Straftaten von Ausländern zurückgingen, sollen sie nun künstlich erhöht werden, indem über die Herkunft auch Deutsche als Ausländer erfasst werden können. Das ist perfide, wird aber zumindest kurzfristig zu einem Anstieg führen. Die Rechten haben ihr Ziel erreicht. Wir können sicher sein, dass die Taten aller Ausländer und der eingebürgerten Ausländer von der Rechten den Muslimen zugeschrieben werden. ["Ramsauer Arm in Arm mit den Rechten" mehr »]
Belgiens Umgang mit Bulgaren und Rumänen und das verdeckte Schachspiel der EU-Strategen + sonstige braune Nachrichten
Belgien schließt Grenze für Bulgaren und Rumänen.
Gefundene und übersetzte Artikel aus: HLN.BE und ResistanceS.be
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Kein Sieg!
Frankfurt, Zeil 42, Oberlandesgericht. Natürlich waren wir zu spät, und natürlich war die Bahn schuld. Ich hasse es, zu spät zu kommen, aber das Gericht war freundlich, und schließlich hatten wir uns ja auch gemeldet.
Die erste Überraschung lauerte bereits am Eingang. Dr. Udo Ulfkotte war anwesend. Das änderte zwar nichts am Ergebnis, war aber nicht erwartet, weil solche Prozesse meist ohne ihn ablaufen. Felix Damm, der Gegenanwalt, sah besser aus, als er mir beim letzten Mal beschrieben worden war.
Da das Gericht schon auf uns gewartet hatte, ging es auch sofort los. Der Vorsitzende Richter Maruhn ließ uns nicht lange im Unklaren. Kurz und prägnant setzte er sich mit den beanstandeten Sätzen und Satzfragmenten auseinander.
Teilweise bekam ich Recht, teilweise nicht. Ausgewogen, halb und halb. Wie immer in solchen Situationen, ist niemand vollständig glücklich. Die Beisitzende Richterin erörterte ausführlich bestimmte Problemkreise. Was wiederholten und teilweise belehrenden Widerspruch von der Gegenseite hervorrief, der nicht ganz leicht zu bändigen war.
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Asymmetrischer Konflikt zwischen Ulfkotte und Mitstreitern
[Aufgelesen]
Der Konflikt zwischen Ulfkotte und Mitstreitern wirbelt Staub auf.
So schreibt die Anti-Nazi-Koordination Frankfurt/Main:
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Der Konflikt zwischen Ulfkotte und Mitstreitern wirbelt Staub auf.
So schreibt die Anti-Nazi-Koordination Frankfurt/Main:
Im Lager der rassistischen IslamhasserInnen spielen sich in diesen Tagen heftige Auseinandersetzungen ab, aus denen, wie es derzeit scheint, der offen rassistische, rechte Flügel um “pro Köln” und “pro NRW” als Sieger hervorgehen könnte- ein Flügel, den selbst Ralph Giordano, der seinerseits bei Gelegenheit Musliminnen mit “Pinguinen” vergleicht, als “nationalsozialistisch” qualifiziert.
Dort also trommelt man nach dem Abgang von Udo Ulfkotte aus dem Vorstand der “Bürgerbewegung Pax Europa” (BPE) bereits für eine “Zusammenarbeit aller seriösen islamkritischen Kräfte” - zu denen durchaus auch der Frankfurter Moschee-Gegner-Verein um Hiltrud Schröter und Pressereferent Michael Bernhardt gehören könnte, der vor kurzem seinerseits mit Wolfgang Hübners BFF eine gemeinsame Querfront-Veranstaltung durchführte.
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Prozesse, die die Welt nicht braucht - Termin am 4.12.2008
In der Sache Udo Ulfkotte und Pax Europa gegen Jochen Hoff steht die mündliche Verhandlung in der Berufung an.
Termin: Donnerstag, der 4.12.2008
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Oberlandesgericht Frankfurt am Rhein
Straße: Zeil 42
Saal 107
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Oberlandesgericht Frankfurt am Rhein
Straße: Zeil 42
Saal 107
Natürlich würde ich mich über zahlreiches Erscheinen von Bloggern freuen, möchte aber zugleich vor zu hohen Erwartungen warnen. Vermutlich wird auch dieser Prozess verloren gehen und ein glückliches Ende erst bei einem europäischen Gericht erreicht werden können. Der Vorsitzende Richter Jürgen Maruhn hat zwar in der Sache Henryk M. Broder ./. Abraham Melzer und Hajo Meyer ein Urteil mit einer ungewöhnlichen Sicht der Dinge gefällt, aber niemand weiß, ob er auch in diesem Fall die Dinge einmal anders betrachten will.
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Die Merkel macht den Kaiser Willhelm II
Kanonenbootpolitik war immer ein beliebtes Mittel, um kleinere Länder zu unterdrücken, aber auch um von Problemen in der eigenen Wirtschaft und Innenpolitik abzulenken. Da Angela Merkel keine Wirtschafts- oder Innenpolitik betreibt, sondern nur die Anweisungen ihrer neoliberalen Befehlsgeber ausführt, müsste sie sich eigentlich nicht darum scheren, was das Volk über sie denkt. Denn was das Volk zu denken hat, sagt die Systempresse - und die erfährt es von Mohn/Bertelsmann über das Forsa-Institut und dessen Umfragen
Es scheint also weniger um Merkel selbst zu gehen, sondern mehr um das, was die Herren des Großkapitals von ihr verlangen. Ähnlich war es ja auch bei Kaiser Willhelm II, der seine Unfähigkeit noch zusätzlich durch Größenwahn ergänzte. Frau Merkel Größenwahn vorzuwerfen, wäre allerdings gemein. Sie ist einfach nur eine Reisekanzlerin, was man so viele Jahre nach dem Ende der DDR zwar nicht mehr ganz verstehen kann, aber vermutlich flüchtet sie davor, von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt zu werden. ["Die Merkel macht den Kaiser Willhelm II" mehr »]
Der Muslim Dr. Udo Ulfkotte
Es gibt Leute, bei denen wundert einen wirklich nichts mehr. Genauer gesagt, da rechnet man mit allem und jedem. Allerdings schafft Udo Ulfkotte es immer wieder, eine Kapriole hinzulegen, mit der nun wirklich keiner gerechnet hatte und auch keiner rechnen konnte. Er erklärte, dass er mal zum Islam konvertiert sei.
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Udo Ulfkotte - Schnaps, Kommunisten und "Die dritte Kraft"
Duckhome hat nichts gegen Schnaps und auch nichts gegen Kommunisten. Selbst besoffene Kommunisten werden nicht grundsätzlich als Problem angesehen. Besonders interessiert sind wir natürlich dann, wenn Udo Ulfkotte uns wieder einmal mit seinen seltsamen Freuden, Freunden und Ansichten beglückt. Per Google Alert erreichte uns folgende Botschaft.
Ulfkotte warf den Muslimen vor, sich nicht in das Wertesystem hier einfügen zu wollen. Gleichzeitig berichtete er stolz, wie er, der Europäer, das muslimische Heiligtum Medina geschändet habe, indem er es trotz strengen Verbots besucht habe. Genauso offenbarte er, regelmäßig Alkohol in Länder zu schmuggeln, in denen striktes Alkoholverbot gilt.["Udo Ulfkotte - Schnaps, Kommunisten und "Die dritte ... »]
Seltsame Vorgänge um Pax Europa und Pro Köln
Da machen zwei der bedeutensten antimuslimischen Kampforganisationen, nämlich die Pro und die Bürgerbewegung Pax Europa, in Berlin bzw. Berlin/Brandenburg Filialen auf und die Hauptorganisationen hüllen sich in tiefes Schweigen. Weder Pro Köln noch Pro NRW, aber auch nicht Akte Islam oder die Seite der Bürgerbewegung Pax Europa verraten uns etwas über die Vorgänge. ["Seltsame Vorgänge um Pax Europa und Pro Köln" mehr »]
Von Ulfkotte über PI zu Pro Köln
Am Rande stehen wie in Köln ist nicht so richtig die Sache vom El Presidente der Bürgervereinigung Pax Europa. Das ist ja auch leicht zu verstehen. Da hat er sich seit Jahren dem Kampf gegen die Muslime oder den Islam, gegen die Islamisten oder gegen was auch immer, also auf jedem Fall dem Kampf verschrieben und diesem heiligen Kampf, sein Leben und seine Lügen gewidmet und dann dankt es ihm keiner.
["Von Ulfkotte über PI zu Pro Köln" mehr »]
Paneurpäischer Literaturpreis - Schreiben wie Dr. Udo Ulfkotte
Viele Menschen in ganz Europa lieben die Art und Weise, wie Dr. Udo Ulfkotte journalistisch kunstvoll gearbeitet, Nanoteilchen zu Mücken aufbläst und aus diesen Mücken dann Elefanten macht. Dies ist eine literarische Kunstform die gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann. ["Paneurpäischer Literaturpreis - Schreiben wie Dr. Udo Ulfkotte" mehr »]
Henryk M. Broder - Wo ist dein Bruder Mohamed
Manchmal wünschte man sich, dass es einen Gott gäbe, der Leuten wie Henryk M. Broder diese Frage am Ende eines unnützen Lebens stellen würde, wie sie Kain laut der Elberfelder Übersetzung der Bibel von 1871 in Bezug auf seinen Bruder Abel gestellt wurde. Es steht zu befürchten, dass Broder in der gleichen verstockten Art wie Kain antworten würde.
Ulfkotte endlich erfolgreich mit Großdemonstration
Nach vielen Mißerfolgen im vergangenen Jahr hat Dr. Udo Ulfkotte dieses Jahr endlich erfolgreich eine Großdemonstration auf die Beine gestellt. Mitten in Köln nutzte er die Gelegenheit sich mutig und frech auf einen öffentlichen Platz zu stellen und gegen die Muslime zu wüten, während um ihn herum tausende von Gegendemonstranten am wirken waren. ["Ulfkotte endlich erfolgreich mit Großdemonstration" mehr »]
Aufgelesen: 73
• Ulfkotte macht sich an Ralph Giordano heran
• "Kurz vor der Vertreibung..."
• Der Angeklagte, das A…loch
• Rasierte Muschis zum Kaffee
• Einmonatsspritze gegen Diabetes-2 rückt näher ["Aufgelesen: 73" mehr »]
CDU, NPD, Ulfkotte, BPE und PI traulich vereint
Das sich die CDU mit ihrem bewussten Rechtsruck nicht unbedingt einen Gefallen tun würde, war vielen schon seit einiger Zeit klar. Aber sie hatte natürlich auch kaum eine Wahl, seit die Schröder-SPD sich mit ihrem Rechtsruck auf die alten CDU-Positionen bewegte und ihr nicht nur den Platz rechts der Mitte sondern praktisch ihre ganzen Politikfelder streitig machte. ["CDU, NPD, Ulfkotte, BPE und PI traulich vereint" mehr »]
Aufgelesen: 68
• Bürgerjournalismus'
• Helferlein Rechtschreib
• Der beste Freund des Menschen
• So lügt Udo Ulfkotte
• Sie hatte zehn Taschen ["Aufgelesen: 68" mehr »]
Kurzkommentar 2008-08-30
• USA - das große Wirtschaftswunder
• Kaukasuskonflikt - China versagt Russland Rückendeckung
• Der Mohnanbau in Afghanistan geht zurück
• Ulfkotte zeigt nochmals seine Unkenntniss
• Drohkulisse: Russland setzt auf die Ölkarte ["Kurzkommentar 2008-08-30" mehr »]
Streit im rechten Raum
Es ist schon etwas seltsam. Nachdem es eine lange Zeit, nach einer Konzentration der Kräfte aussah, scheinen sich einige Herrschaften in der ausländerfeindlichen und islamophopen Szene nun wieder einmal mit sich selbst zu beschäftigen. Der große Zankapfel ist der unglückliche Ralph Giordano der wohl immer noch nicht so ganz begriffen hat, mit welchen Leuten er sich in den letzten Monaten eingelassen hat. ["Streit im rechten Raum" mehr »]
Eine Tüte Mitleid für Herrn Ulfkotte
Es gibt Leute die ich entweder einfach nicht begreife oder die ich vielleicht zu gut verstehe und die mich deshalb anwidern. Ich habe mich dafür entschieden das was Herr Dr. Udo Ulfkotte tut einfach als widerlich zu empfinden, hoffe aber trotzdem das ich mich irre.
Am Montag dem 23. Juni beglückte Dr. Udo Ulfkotte die Welt mit der Nachricht von der Verfolgung seiner Frau Doris Ulfkotte:
KOPP EXKLUSIV: Jagdsaison eröffnet – Tausende türkische Mitbürger wollen eine Deutsche ermorden
Alleine solche Schlagzeilen bewirken bei mir Übelkeit. Zum einen gibt es keinen Beweis das Tausende Frau Doris Ulfkotte ermorden wollen, oder das es sich bei diesen Tausenden um Türken handelt. Allerdings platzte diese Nachricht genau in die kurze Zeit vor dem Spiel Deutschland gegen die Türkei. Nein. Natürlich wollte da niemand ein Streichholz in benzingetränkte Lumpen werfen und es hat ja auch nicht geklappt, was auch andere maßlos geärgert hat.
Mensch was war ich froh das praktisch überall fröhlich gefeiert wurde und im wesentlichen nur in Dresden der braune Mob wegen relativer Untätigkeit der Polizei kurzfristig Herr der Lage war.
Andere sahen das anders wie man hier, hier, hier, hier, und hier sehen kann.
Der Fall Doris Ulfkotte hätte also mit dem Ausgang dieser Nacht zu den Akten gelegt werden können, auch wenn ich immer noch wütend darüber bin, das ein Journalist, Jurist und angeblicher Sicherheitsexperte wie Dr. Udo Ulfkotte seine Frau durch die breite Veröffentlichung erst in eine wirkliche Gefahr gebracht hat.
Denn eines muss uns allen klar sein. Da draußen gibt es genug Irre, die auch einen solchen Anlass nehmen um auszurasten. Dabei ist es völlig egal ob es ein türkischer Irrer oder einer aus der rechten Szene ist, der glaubt mit einem realen Mord in unserer Gesellschaft die Dinge in seine Richtung drehen zu können.
Aber scheinbar hat Ulfkotte das was ich geschrieben habe nicht deutlich gelesen oder eventuell auch nicht verstanden, es mag auch sein dass es ihn nicht interessiert. Er legt auf jeden Fall noch einmal kräftig nach und zeigt wie weit er seine Frau exponieren will:
Wir haben versucht, mit Medienvertretern über unsere Lage zu sprechen und klarzustellen, dass die auf uns eingeleitete multikulturelle Hetzjagd mit Tausenden Mordaufrufen ganz sicher die falschen Opfer im Visier hat. Die Erfahrungen bei Vorgesprächen mit den Redaktionen waren traurig: Es interessierte – mit Ausnahme eines Radiosenders und PoliticallyIncorrekt – keinen. Schlimmer noch, wir bekamen Antworten wie die nachfolgende: "Wenn es umgekehrt wäre und ein Dr. Udo Ulfkotte zum Mord an Türken aufrufen würde – das wäre eine suuuuper Schlagzeile! Aber so? – Nein danke, kein Interesse." Am schlimmsten fanden wir diese zuvor zitierte Aussage eines großen Berliner Verlagshauses, dessen Gründer einst ein renommierter Christ gewesen ist. Natürlich haben wir unser Ersuchen um Hilfe und um ein Gespräch auch an eine große deutsche Boulevard-Zeitung gerichtet – in Schriftform per E-Mail (inklusive Kopien der Mordaufrufe) wie auch telefonisch – wir haben in den seither vergangenen Tagen nicht einmal eine Antwort bekommen.
Die Medienvertreter dürften zu einem großen Teil die gleichen Bedenken gehabt haben wie ich auch. Wer sich über einen längeren Zeitraum mit Udo Ulfkotte beschäftigt, ist nicht mehr bereit ihm zu glauben. Aber selbst die, die ihm eventuell noch glauben würden, haben natürlich das Problem, das sie abwägen müssen, was Frau Doris Ulfkotte mehr schadet.
Ein "richtig" stellender Bericht der zwangsläufig einem Millionenpublikum Dinge bekanntmachen würde, die bisher zum Glück nur wenige kennen und mit dem gerade der eine Irre, den es zu fürchten gilt, aufgeweckt würde oder auf eine Berichterstattung zu verzichten um Frau Ulfkotte so viel besser zu schützen. Gibt es einen Bericht in den Massenmedien lässt sich nicht verhindern das die Massen den Zusammenhang zwischen Frau Doris Ulfkotte und der Akte Islam hergestellt, die sicherlich in sprachlich höher Eleganz und inrechtlich abgesicherterer Form als das Video im Prinzip eine ähnliche inhaltliche Richtung verfolgt.
Es ist nicht anzunehmen das unbedarfte Leser die Trennlinie die Frau Ulfkotte als Betreiberin dieser Seite vor dem Zugriff des Gesetzes schützt, aber die Verfolgung der beiden Dummköpfe in dem Video durch die Justiz praktisch erzwingt, erkennen könnten. Es ist ein sehr schmaler Grad und ich selber habe erhebliche Probleme damit diese Grenze zu erkennen.
Zum Glück hatte ich das Landgericht Frankfurt das meinte sie mir aufzeigen zu können und auf Antrag von Herrn Ulfkotte und seines Vereins zwei einstweilige Verfügungen gegen mich erließ und diese in der ersten Instanz auch bestätigte. Ebenfalls wurde ein Strafbefehl der Berliner Justiz ausgefertigt ohne mir vorher überhaupt eine Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Alle Verfahren sind noch laufend.
Es ist aber trotzdem schön, das Herr Ulfkotte in seinem Text darauf hinweist und mir so noch Leser bringt, die meine Ansichten mit dem was er erzählt vergleichen können. Jeden anderen aus diesem Bereich hätte ich gefragt ob Islamophobie generell dumm macht, aber bei Herrn Ulfkotte weiß ich ja dank des Landgerichtes Frankfurt, das er nicht islamophob ist. Zumindest solange der Prozess noch läuft.
Es gibt auch Deutsche die unsere aktuelle Situation für sich nutzen. Geben Sie nur einmal bei der Internet-Suchmaschine Technorati den Namen Ulfkotte ein (Anmerkung 1 / siehe am Ende dieses Textes). Und lesen Sie dann den Artikel "Die Verfolgung der Doris Ulfkotte". Der Verfasser des Beitrages wurde vom Landgericht Berlin gerade erst zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld an Udo Ulfkotte verurteilt – zudem droht ihm noch eine Haftstrafe. Noch nie zuvor wurde ein deutscher Blogger vor einem zivilen Landgericht zu einer derart hohen Geldstrafe verurteilt, mal ganz abgesehen vom strafrechtlichen Verfahren. Sie können sich vorstellen, dass die dem Verfahren zugrunde liegenden Äußerungen sehr schlimm gewesen sein müssen. Die Medienreaktion auf das vorgenannte Urteil war die gleiche wie die aktuelle – es interessierte niemanden. Wenn Sie nun den jüngsten Artikel des verurteilten Berliners gelesen haben und das oben genannte neue Video angeschaut haben, dann bekommen Sie einen Eindruck davon, wie man Hetzartikel verfasst. Wieder ermittelt die Staatsanwaltschaft – doch Gerichtswege sind lang und führen derweilen zu unschönen Situationen.
Geschickt gemacht, auch wenn die anderen Deutschen die Ulfkottes Situation für sich ausnützen, wieder einmal mit ihren Artikeln auf wundersame Weise verschwunden sind, was ich als erfahrener Ulfkotte Leser auch nicht anders erwartet habe. Das er mich nicht mag, verstehe ich gut. Es tut weh, wenn man ständig durchschaut und dann auch noch kräftig veralbert wird.
Aber zum Glück gibt es ja noch treue Freunde für Dr. Udo Ulfkotte, wie ich übrigens schon hier, hier und hier festgestellt hatte. Es ist schön das sich Ulfkotte auch erinnert:
Danke auch an die Betreiber von Foren wie Politically Incorrect und EuropeNews dafür, dass Sie die Wahrheit verbreiten - und nicht wie andere Medien politisch korrekt stur wegschauen !
Ich wäre auch ernsthaft verwundert gewesen wenn das "Schwert " nicht an seiner Seite gewesen wäre. So wichtig solche Kleinigkeiten auch für die Beurteilung der Gemengelage sind, genau wie seine Zusammenarbeit mit dem Vlaams Belang und den Leuten um Blocher, so unwichtig sind sie in diesem Zusammenhang. Denn Ulfkotte will unser Mitleid:
Denn vor dem Hintergrund, was ich Ihnen hier in vielen Facetten geschildert habe, sind meine Frau und ich wieder einmal Flüchtlinge im eigenen Land. Wir hatten schon einmal anderthalb Jahre Polizeischutz. Wir wollen das alles nicht mehr. Wir haben wieder einmal unsere Wohnung verlassen – und werden nicht mehr dorthin zurückkehren.
Es ist schon seltsam. Jeder Andere der es wagt eine Internetseite zu betreiben muss bei Denic mit seiner aktuellen Adresse gemeldet sein, wird ständig von Abmahnungen bedroht wenn seine Adresse nicht stimmt und hätte nach deutschem Recht keine Chance sich zu wehren. Das gilt für Dr. Udo Ulfkotte nicht und ich habe nichts dagegen. Es stört mich nicht. Ich weiß zwar wo er wohnt, weil ein paar besorgte Nachbarn mich mit Informationen versorgt haben, käme aber nie auf die Idee seine Adresse zu veröffentlichen.
Es ist auch für die Öffentlichkeit unwichtig was diese Nachbarn über ihn und seine Frau und deren Verhalten im allgemeinen und zu Ausländern im besonderen denken. Das sind subjektive und persönliche Eindrücke die für die Betroffenen schlimm sind, aber im Gesamtzusammenhang keine Rolle spielen.
Viel wichtiger ist allerdings, das ja wie er selber ausführte schon seine heutige Adresse nicht bekannt ist, das ich sie kenne, kann er nicht wissen. Weshalb verlässt er also dieses schöne und leicht zu verteidigende Anwesen um sich in Fremde zu begeben? Jemand dessen Gesicht bekannt ist. Der sich nicht verstecken kann. Vor allem warum tut er das. Von seiner Frau kennt Google kein Bild was doch toll ist.
Seine Flucht erfolgt vermutlich gegen den Rat der Polizei wie er selbst sagt:
Das ist völlig unabhängig von dem, was uns Behörden raten.
Es ist alles so fürchterlich verwirrend wie immer wenn Dr. Udo Ulfkotte im Spiel ist. Wozu lässt er die Nachricht, nachdem die Krawalle ausblieben, jetzt nicht einfach fallen. Das hat er doch schon öfter gemacht, warum exponiert er seine Frau weiterhin völlig unnötig. Kann es sein das es garnicht unnötig ist, sondern handfeste wirtschaftliche Gründe hat:
Eine beeindruckende Liste an Verlagen. Der Koehler & Amelang Verlag (Gründungsjahr 1789) konzentriert sich auf Publikationen zu Geschichte und Kulturgeschichte und ist zusammen mit der Edition Leipzig in der Seemann Henschel GmbH & Co.KG aufgegangen. Ich mag zwar weder die Bertelsmannstiftung noch die Familie Mohn, aber der Bertelsmann Verlag München hat einige gute Bücher herausgebracht, auch wenn ich die hier genannten nicht unbedingt dazu zähle. Heyne und Goldmann sind jedem der liest oder schreibt ein Begriff und der Eichborn Verlag ist ein Traum vieler Autoren.
Wie aber um Himmels willen passt der Resch Verlag in diese Reihe. Was sucht ein Ulfkotte neben "Handbuch Prävention - Sicherheit beim innerbetrieblichen Materialfluss - Gefährdungsanalysen und Unfallverhütung leicht gemacht" oder dem zweifellos wichtigen "Ladungssicherung - Praxis der Verkehrs- und Arbeitssicherheit" und der "Unfallverhütungsvorschrift Flurförderzeuge BGV D27"?
Es ist schon ein Abstieg vom Eichborn Verlag ausgehend bei Resch zu landen. Umgekehrt würde ein Schuh daraus. Dazu kommt noch, das ständig das Erscheinungsdatum verschoben wird. Ursprünglich waren wir bei Januar diesen Jahres, was auch in seinen Veröffentlichungsreigen passen würde, jetzt sind wir bei Dezember und es steht in den Sternen ob es sich überhaupt noch lohnen wird.
Vielleicht könnten mal ein paar Leute dieses Buch "Europa kapituliert vor dem Islam: Entchristianisierung, Werteverfall, Political Correctness, Naivität bestellen und bezahlen, oder eines der vielen anderen um eventuell Frau Ulfkotte den Verbleib in ihrem Heim zu ermöglichen.
Ich befürchte das es einfach nur darum geht, Udo Ulfkotte mal wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu bringen. Vergessen zu machen, wie er mit den Großdemonstrationen in Brüssel und Köln einbrach, wie sehr sich seine Freunde von ihm verraten fühlten und vor allem davon was mit den Spenden passierte. Wenn er im Mittelpunkt steht ist das gut für das Geschäft. Bücher, Vorträge er könnte ein zweiter Salman Rushdie werden, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.
Einen anderen Reim auf diese Geschichte kann ich mir nicht machen, aber selbstverständlich sind andere Ansichten möglich. Auch seine Unzufriedenheit mit dem an sich vernünftigen Artikel im Tagesspiegel wäre damit erklärt. Es fehlt einfach sein Name.
Wichtige Neuentwicklung:
Ein amerikanischer Freund schickte mir gerade einen Link auf die Wetzlarer Neue Zeitung
Demnach plant Udo Ulfkotte in die USA zu gehen, was meinen Freund natürlich nicht glücklich macht. Aber ich finde die haben Bush sogar wiedergewählt, da können sie doch unseren Udo ertragen.
Allerdings frage ich mich ob man der Staatsanwaltschaft in Koblenz nicht mal sagen sollte, dass die große Gefahr besteht, dass sie einem Fake oder Hoax aufsitzt. Obwohl. Unsere Steuergelder müssen ja eh weg.
Die Verfolgung der Doris Ulfkotte
Stefan Herre von PI und Dr. Udo Ulfkotte von Akte Islam gaben gestern eine dringende Suchmeldung heraus:
Am Sonntag, dem 22. Juni 2008, klingelte um 15.56 Uhr das Mobiltelefon meiner Frau. Am anderen Ende der Leitung war ein Berliner, der uns auf eine große Gefahr aufmerksam machen wollte. Angeblich – so der Anrufer – werde gerade die Ermordung meiner Frau vorbereitet. So etwas nimmt man an einem sonnigen Sonntag-Nachmittag im ersten Moment nicht wirklich ernst. Man hält es für einen Scherz. Doch der Anrufer bat immer wieder darum, die Angelegenheit ernst zu nehmen. Und er wies auf offen einsehbare Beweise hin – ein Video bei YouTube. Noch nie im Leben hatte sich meine Frau bis dahin ein Video bei YouTube angeschaut. Aber wir haben den genannten Link eingegeben – und fanden ein volksverhetzendes fürchterliches Video (der Link dient nur als Beleg dafür, dass es das Video tatsächlich so gegeben hat, das Video wurde inzwischen bei YouTube entfernt), in dem eine junge Deutsche mehr als 5 Minuten lang Muslime, Türken und Mohammed schwer beleidigt. Die dargestellte Frau ist nicht einmal halb so alt wir meine Frau – aber sie stellte angeblich »Doris Ulfkotte« dar.
Das war der erste Schlag. Der Anrufer führte uns dann durch das YouTube-Menü und zeigte uns zu jenem Zeitpunkt beachtliche 4500 Kommentare, die unter dem Video gepostet waren. Zu jenem Zeitpunkt war das Video selbst binnen weniger Stunden schon mehr als 140.000 Mal aufgerufen worden. Ein volksverhetztendes rassistisches Video stand auf Platz Zwei der meistgesehenen YouTube-Videos. Und unter dem Video standen Dutzende Aufrufe, »Doris Ulfkotte« zu ermorden. Minütlich wurden es mehr Kommentare. Und immer öfter gab es Mordaufrufe. Wenige Minuten später sahen wir zum ersten Mal eine unserer früheren Adressen unter dem Video gepostet – verbunden mit dem Aufruf, sich zu versammeln und an jenem Ort »Doris Ulfkotte« zu ermorden. Inzwischen wurde Außenaufnahmen der Adresse im Internet verbreitet. Spätestens da haben wir begriffen, dass es sich nicht nur um ein übles Video schlimmster Machart handelte, sondern dass es nicht mehr zu übersehende Folgen haben würde. Wir haben die Polizei und eine Reihe weiterer Behörden eingeschaltet.
Aus rechtlichen Gründen wurde hier auf die Verlinkung der Fotos der angeblichen Täter verzichtet die aber über die oben angegebenen Links zu sehen sind. Obwohl ich mich mit Dr. Udo Ulfkotte in einem Rechtsstreit befinde und das wofür er steht nur für schwer erträglich halte, ist dies genau die Art von Meldung die niemand einem anderen gönnt.
Dr. Udo Ulfkotte selbst braucht niemand zu faken, weil es überall im Netz genügend Aussagen gibt, die er selbst getroffen hat und die ein Vorgehen der Behörden gegen ihn zwingend erforderlich machten, was aber nicht geschieht. Nur wenn Udo Ulfkotte etwas macht oder sagt, ist dafür natürlich nicht seine Frau verantwortlich und der beschriebene Inhalt des Videos ist einfach eine Schweinerei.
Genau da aber liegt mein Problem. Ein von Dr. Udo Ulfkotte beschriebener Inhalt eines Videos das ich nicht mehr sehen kann, mit eher kindlichen Tätern/Personen die sowohl Idioten als auch bezahlte Schauspieler sein können. Es gibt eine lange Liste von Ulfkotte Aussagen die sich als völlig haltlos wenn nicht sogar als bewusst gelogen, erwiesen haben. Im Grunde beruht die gesamte Propagandaarbeit von Ulfkotte auf solchen Dingen, wie das Propaganda allerdings fast immer macht.
Noch misstrauischer werde ich wenn Dr. Ulfkotte mir erklärt, dass seine Frau noch nie im Leben ein Video bei YouTube angesehen hat. Jemand der als Verantwortliche für diverse Websites auftritt, im Vorstand von Pax Europa ist und eine Firma betreibt bei der Computer zumindest zentraler Bestandteil der Arbeit sind und deren Ehemann auf mehreren Filmen bei YouTube verewigt ist, hat da noch nie reingesehen? Noch nie nach Musik gesucht?
Was es nicht alles gibt im Jahr 2008. Weiter unten im Text wird auf eine Community-Site verwiesen, wo jedermann eine eigene Seite einrichten kann. Die auf die sich Ulfkotte bezieht ist heute morgen genau zwei Tage alt und gehört einem Prince_Demork. So langsam höre ich Stefan Herres rotes Auto um die Ecke fahren.
Noch misstrauischer macht es mich, wenn das angebliche Video angeblich 140.000 mal angeklickt wird, das Video mit der angeblichen Wohnung der Ulfkottes bis gerade aber nur knapp 5000 mal (Stand 7:45 am 24.Juni. 2008). Wenn die Betrachter des anderen Videos hinter Doris Ulfkotte hinterher wären, müsste diese Zahl erheblich höher liegen. es ist also anzunehmen das die meisten Leute das Ursprungsvideo wegen seines Titels "Türken gewinnen gegen Kroatien" und nicht wegen den Ulfkottes anwählten.
Das zur Zeit (24.6.2008 7:57) aktivste Video bei YouTube "Jonathan Arons - America's Got Talent 2008 NYC auditions" das seit 6 Tagen oben ist hat 125.779 Zuschauer bei einer Sendung die in den USA ein Renner ist. Ich habe mir dann mal den Spaß gemacht und mit dem Suchbegriff "Türken gewinnen gegen Kroatien" gesucht. Da gibt es einen Beitrag mit 3803 Klicks, der die Siegesfeier in Hannover betrifft. Insgesamt sind es mit Suchfehlern keine 6.000.
Noch besser aber ist der angeblich Link der angeblich bestätigen soll, das es das YouTube wirklich gegeben hat. Er führt wieder auf eine Seite auf der jeder eine Homepage anlegen kann. Auf dieser steht zwar nichts, aber dafür gibt es das Bild eines traurigen Jugen, der Migrant sein könnte.
Nein natürlich verwundern mich diese Erkenntnisse nicht, aber ich sage jetzt auch nicht mehr was mein Großvater in solchen Situationen gesagt hätte, weil mir das vom Landgericht Frankfurt untersagt wurde. Aber ich denke es. Ich denke es sogar sehr laut.
Besonders gelungen finde ich ja den Einstiegsteaser des Herrn Dr. Ulfkotte beim Kopp-Verlag:
KOPP EXKLUSIV: Jagdsaison eröffnet – Tausende türkische Mitbürger wollen eine Deutsche ermorden
Udo Ulfkotte
Was würden Sie tun, wenn Ihr Telefon klingelt und eine Stimme behauptet, dass Tausende Türken Ihre Frau ermorden wollen? Sie würden den Anrufer wahrscheinlich nicht ernst nehmen. Während Sie diese Zeilen lesen, suchen immer mehr Türken nach einer Deutschen, die im Internet-Portal YouTube ein Video eingestellt hat und darin Türken wie auch den islamischen Religionsgründer Mohammed schwer beleidigt. Wie ein Lauffeuer hat sich die Nachricht unter Türken verbreitet. Und sie suchen nun eine Doris Ulfkotte und drohen ihr in vielen Foren mit Ermordung. Doris Ulfkotte ist die Ehefrau des Autors dieser Zeilen – und sie kennt weder die in dem YouTube dargestellten Personen noch hat sie irgendetwas mit dem Umfeld zu tun. Das ist inzwischen auch der Polizei klar. Dennoch suchen Tausende Türken nun nach Doris Ulfkotte – und wollen sie ermorden. Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln, der Staatsschutz und das Landeskriminalamt sind eingeschaltet. Eine Hetzjagd hat begonnen. Und das Opfer kann sich nicht wehren.
Nachtigall ich hör dir trapsen. Am 25. Juni findet in Basel ein kleines unbedeutendes Fußballspiel statt, ein Halbfinale der Europameisterschaft 2008, bei dem zufällig die Türkei gegen Deutschland spielt und bei dem nicht so zufällig die meisten Deutschen von einem Siege gegen die durch Ausfälle und gesperrte Spieler geschwächten Türken ausgehen.
Das ist ohne Frage eine Belastungsprobe für das Zusammenleben der Fußballfans unterschiedlicher Nationalität in Deutschland. Wer in Berlin erlebt hat, das jeden Abend eine andere Nation ihren Autokorso hatte und viele neben der eigenen Landefahne auch die deutsche Fahne führten, der weiß das da einiges zusammengewachsen ist. Aber Fußball macht fanatisch, auch wenn es nur ein Spiel ist.
Momentan stehen die Karten für Dr. Udo Ulfkotte und seine antiislamischen Truppen nicht besonders gut. Es ist ein fröhliches Fußballfest auch wenn aus Ulfkottes Umkreis, oder dem was ich für sein Umfeld halte, kräftig gehetzt wird. Nach dem Willen aller vernünftigen Menschen soll es das auch bleiben.
Genau in diese Gemengelage wirft Herr Dr. Ulfkotte die lodernde Flamme, das tausende von Türken seine Frau töten wollen. Nein, natürlich unterstelle ich keine Absicht oder gar Brandstiftung. Wie käme ich dazu. Dr. Udo Ulfkotte hat doch das Landgericht Frankfurt, das sich bei dieser Gemengelage zumindest nicht darüber beklagen kann, das ich nicht genug verlinkt hätte.
Das Dumme an der Geschichte ist, das sie ja vielleicht einen wahren Kern hat. Es ist vorstellbar das es dieses Video gegeben hat. Aber in allen mir bekannten Fällen sagt mir YouTube dann bei der Suche mit dem explitziten Titel das es gesperrt wurde. Hier nicht. Ich möchte nicht, das jemand Doris Ulfkotte etwas tut und der einzige der Dr. Udo Ulfkotte etwas tun soll ist der zuständige Richter, nachdem die Staatsanwaltschaft ermittelt hat.
Ich für mich persönlich glaube das Dr. Udo Ulfkotte entweder die gesamte Geschichte gefälscht oder sie doch zumindest bei weitem überhöht hat. Ich für mich persönlich glaube zu wissen, das Dr. Udo Ulfkotte dringend irgendeinen Erfolg in seinem Kampf gegen die Muslime braucht und das ihm für diesen Erfolg jedes Mittel recht ist. Dies sagt mir meine Erfahrung mit Herrn Ulfkotte. Trotzdem ist es denkbar das ich mich irre.
Nebenbemerkung:
Ich möchte mich beim Kopp-Verlag ausdrücklich für die sehr weite Auslegung des Zitatrechtes entschuldigen. Leider lässt mir ihr Autor in diesem Zusammenhang keine Wahl, da er häufig Inhalte unter anderen Links versteckt oder ganz löscht ist es in allfälligen Gerichtsverfahren nur schwer möglich Beweis zu führen, wenn man ihm nicht seine eigenen Worte vorhalten kann.
Selbstverständlich habe ich alle betreffenden Seiten per Screenshot und PDF-Ausdruck gesichert. Mittlerweile bin ich ja im Umgang mit Dr. Ulfkotte schon ziemlich gewitzt geworden.
Update:
Wie immer wenn etwas besonders schön, oder besonders schlimm ist, gibt es eine Fortsetzung
Udo Ulfkotte und der Badewannenspion
Es gibt Artikel die man eigentlich als typische Ammenmärchen links liegen lassen sollte, weil man ihre Urheber kennt, andererseits gibt es auch eine gewisse Verpflichtung zu warnen, vor allem wenn man über seine Rundfunkgebühren selbst an der Finanzierung der Verbreitung solcher Tatarenmeldungen beteiligt ist:
Eine Fortbildungsveranstaltung für Unternehmer in einer norddeutschen Stadt im Jahre 2005. Das Thema: "Wirtschaftsspionage heute". Nach dem Vortrag stellt sich Referent Udo Ulfkotte, ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet, der Diskussion. Zu Wort meldet sich der Chef eines mittelständischen Unternehmens. Er hält die vom Referenten vielfältig ausgemalten Gefahren, Opfer von Wirtschaftsspionage zu werden, für völlig überzogen. Das interessiere ihn alles überhaupt nicht, sagt er. Er sei doch lediglich kleiner Unternehmer, der Badewannen herstelle und wegen Badewannen werde nicht spioniert.
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Nur zwei Jahre später. Beim Tagungs-Referenten Udo Ulfkotte klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldet sich eben jener Badewannenhersteller. Ulkotte erinnert sich, was der ihm erzählte:
"Wissen Sie, was wir hatten? Wir hatten eine eigene Entwicklungsabteilung. Wir entwickeln Legierungen für Badewannen, damit die Wärme des Wassers länger erhalten bleibt, schön mollig warm bleibt. Und wir haben etwas Schreckliches gehabt. Wir haben hier feststellen müssen, dass wir eine neue Legierung haben und wir haben die nicht am Markt eingeführt und ein anderes westliches Unternehmen aus einem westlichen Land hat diese Legierung in seiner Badewanne, die 1 zu 1 von uns abgekupfert, wo eigentlich nicht nach außen dringen konnte, abgekupfert und jetzt schon am Markt eingeführt. Das ist schrecklich für uns."
Diese Ulfkotte Werbung wurde verfasst von Bernd Kallina und im Deutschlandfunk in der Sparte "Hintergrund Politik" veröffentlicht, bezahlt durch alle die Leute die Zwangsgebühren zahlen müssen. Bernd Kallina selbst hat einen sehr ausführlichen Wikipediaeintrag:
Kallina arbeitet beim Deutschlandradio als Redakteur und Kommentator für den Bereich „Hintergrund“ („Hintergrund Politik“ und „Hintergrund Wirtschaft“). Für Deutschlandradio und andere Medien führte er mehrere lange Exklusiv-Interviews, so mit Günther Beckstein, Günter Zehm, Alfred de Zayas, Heinz Magenheimer, Hans-Helmuth Knütter und anderen. Kallina selbst veröffentlichte unter anderem im Witikobrief, in MUT, in Nation und Europa, der Deutschen Militärzeitschrift, in den Burschenschaftlichen Blättern, in Epoche, Aula und im Rheinischen Merkur, und damit in den meisten konservativen, rechten und extrem rechten Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland und Österreich.
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In die Kritik geriet Kallina mehrfach wegen seiner engen Kontakte in das rechtsextreme Lager. Er war 1973 Pressereferent im Bundesvorstand der Jungen Nationaldemokraten[2] und Mitglied und Funktionär der NPD. Des Weiteren ist er Mitglied des völkischen Witikobundes und gehörte ab 1986 dessen Bundesvorstand an. Kallina ist Alter Herr der Burschenschaft Danubia.[3] und referierte mehrfach bei Veranstaltungen der als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft. Im Oktober 2004 trat er als Referent bei der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) auf.
Udo Ulfkotte war ja schon häufig Thema hier und ich befinde mich mit Herrn Ulfkotte und seiner Organisation Pax Europa in einem Rechtsstreit. Das sich mit Kalina und Ulfkotte zwei Leute gefunden haben, die mehr als nur Journalismus und Objekt des Journalismus verbindet dürfte wohl offensichtlich sein, aber darum geht es hier gar nicht.
Es geht um diesen armen Badewannenhersteller den ich einmal vorsichtig als einen typischen Ulfkotte bezeichnen würde. Dieser Badewannenhersteller hatte laut Ulfkotte eine Enwicklungsabteiltung, womit uns suggeriert wird, das er jetzt keine mehr hat, weil die böse Spionage ihr den Garaus gemacht hat. Diese Entwicklungsabteilung eines Badewannenherstellers war so toll, das es ihr gelang eine Legierung zu entwickeln, die die Wärmeleitfähigkeit von Metall verringert.
Selbstverständlich ist in der Realität die Wärmeleitfähigkeit von Metallen und ihren Legierungen bestens untersucht und ein Minimum an Recherche hätte gezeigt, dass dieses Problem zum Beispiel bei Badewannen nicht durch Legierungen sondern durch Beschichtung gelöst wird. So ist es zum Beispiel möglich durch Beschichtung mit Glas/Keramik ähnlich einer Emaillierung eine solche Wirkung zu erzielen.
Typischerweise würde eine solche Beschichtung aber nicht bei einem mittelständischen Hersteller in dessen Entwicklungsabteilung entwickelt, sondern in einem Fraunhofer Institut oder bei einer der großen Chemie- und Farben-Hersteller. Eine Legierung oder Plattierung würde von einer Stahlhütte oder einem Unternehmen für Spezialstähle entwickelt.
Es ist also höchst Wahrscheinlich das wir es wieder einmal mit einem typischen Ulfkotte zu tun haben, der an anderer Stelle ja gerne erzählt, das Muslime auf Schweinfleisch spucken, behauptet das Gipfelkreuze zu Gipfelhalbmonden umgebaut werden sollen und dem wir das Ammenmärchen von den aussterbenden Sparschweinen verdanken, die von den bösen Muslimen abgelehnt werden.
Vorsichtig ausgedrückt nimmt Herr Ulfkotte es mit der Wahrheit nicht so ganz genau, da sie ja einem guten, nämlich seinem Zweck dienen soll. Neben dem Badewannenspion hat er nämlich noch weitere nette Beispiele geliefert:
Auch der Sicherheitsexperte und Bestsellerautor Ulfkotte verdeutlichte seine Intention gleich zu Beginn: „Jeder von Ihnen denkt, dass er mit Wirtschaftsspionage nichts zu tun hat, und ist nur hier, weil ihn das Thema interessiert. Ich werde Ihnen anhand von Beispielen zeigen, dass jeder damit zu tun hat.“ So verwies Ulfkotte auf das US-amerikanische Spionage-U-Boot USS Jimmy Carter, das mithilfe spezieller Kufen direkt auf dem Meeresgrund und den dort verlegten Glasfaserkabeln aufsetzen kann. Die Glasfaserkabel werden in die Tauchglocke des U-Boots gezogen und alle Daten, die über dieses Kabel geschickt werden, können so von den Geheimdiensten der USA ausgelesen werden. Ulfkotte nannte auch das Beispiel Air France – deren Sitze in der ersten Klasse waren längere Zeit verwanzt. „Noch während des Fluges wurden so zum Beispiel Geschäftsgespräche an bestimmte Institutionen in Frankreich gefunkt.“
Auch beim Scanning auf Flughäfen lauert Ulfkotte zufolge Spionagegefahr. Besonders in Moskau gebe es Geräte, die vortäuschten, das Gepäck auf unerlaubte Gegenstände hin zu überprüfen. In Wirklichkeit aber erzeugten sie ein 1:1-Abbild der Festplatte eines Laptops, das später mit einer speziellen Software ausgelesen würde. Gefahren gibt es nach Ulfkotte auch bei Bankgeschäften, die bei nicht-deutschen Banken getätigt würden. Denn wenn Unternehmen beispielsweise einen Kredit für die Entwicklung eines neuen Produkts benötigten, müssten sie ihr Konzept sehr detailliert offenlegen. „Es kann passieren, dass es in der Bank Personen gibt, die diese Informationen komplett an die jeweiligen Dienste in ihrem Heimatland weitergeben – im nationalen Interesse der Sicherung von Arbeitsplätzen.“ Die Sicherung von Arbeitsplätzen habe zwar auch in Deutschland Priorität, in anderen Ländern werde sie aber unter Beteiligung der Geheimdienste verfolgt. „Und in China finden Sie diesbezüglich auch kein Unrechtsbewusstsein.“ Deswegen ist es Ulfkotte auch so wichtig, klar zu machen, dass man nicht von der eigenen Mentalität auf die anderer Nationen schließen dürfe. „Opfer von Spionage wird man nicht mehr dadurch, dass man persönlich angeworben wird, sondern durch Hackerangriffe oder – ein ganz wesentlicher Punkt – durch die eigenen Mitarbeiter, die sich dessen oft gar nicht bewusst sind. Durch eine geschickte Gesprächsführung werden Mitarbeitern ganz gezielt wichtige Informationen entlockt.“ Möglich sei es aber auch, Spione über Headhunter in ein Unternehmen einzuschleusen. So geschehen bei einem mittelständischen deutschen Unternehmen, dessen neue Legierung für Badewannen kurz vor der Präsentation in einem Nachbarland identisch auf den Markt kam. „Es müssen also nicht immer irgendwelche Geheimdienste oder Hacker im Spiel sein. Die Methoden sind manchmal denkbar einfach. Und genau deswegen ist es wichtig, Unternehmen zu sensibilisieren und sie auf solche Fälle aufmerksam zu machen. Oder wussten Sie – und das ist kein Aprilscherz –, dass der Verein ausländischer Wirtschaftsspione seinen Sitz hier in Düsseldorf hat?“
Mal ehrlich. Ist das nicht wirklich klasse. Ich kenne viele Notebookbesitzer die froh wären und in Moskau gerne ihre Daten abgäben, wenn sie auf diesem Wege eine Kopie ihrer toten Festplatte bekämen. Auch das U-Boot finde ich schick. Ob er zu den ausländischen Banken auch die Schweizer Banken rechnet über die ein Teil der Antimuslimarbeit finnanziet wird? Aber der eingetragene Verein für ausländische Wirtschaftsspione in Düsseldorf gefällt mir am besten. Ob der Verein seinen Sitz in Hamburg hätte wenn der
TelekomForum FachKongresses anstatt in Düsseldorf, in Hamburg stattgefunden hätte.
Also mal ganz im Ernst, wenn auf diesem Kongress sich 100 gutbezahlte Leute so etwas anhören ohne mit Flaschen zu werfen, dann haben wir ein Problem. Ich weiß nicht was den Veranstalter TelekomForum dazu bringt solche Referenten einzuladen, aber wenigstens dürfte genügend Geld der Telekomkunden vorhanden sein, das verballert werden muss:
Das TelekomForum ist ein 1996 gegründetes Gremium, in dem sich die großen Geschäftskunden der Deutschen Telekom organisiert haben. Es ist eine in der Rechtsform des Vereins organisierte und rechtlich selbständige Anwendervereinigung großer Unternehmen, für deren Geschäftsziel der Aspekt der "Telekommunikation" eine große Bedeutung spielt.
Gemäß seinem Motto "Mitgestalten im Dialog" übt das TelekomForum vor allem konstruktiven Einfluss auf die Gestaltung und die Weiterentwicklung des Produkt- und Diensteangebots der Deutschen Telekom aus. Es bietet zudem eine exklusive Plattform für den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsunternehmen einerseits und den Mitgliedsfirmen und der Deutschen Telekom andererseits.
Wahrscheinlich haben die ergriffen lauschenden 100 Zuhörer die Kosten für diese Veranstaltung von der Steuer abgesetzt und kamen sich wichtig vor. All dies wäre kein Problem. Gäbe es nicht Herrn Kallina vom Deutschlandfunk. Ob ein mehr oder weniger obskures Internetmagazin für angebliche Securitymanager einen solchen Text bringt oder das Deutschlandradio mit seiner Reichweite ist der wesentliche Unterschied.
Plötzlich wird aus dem Islamgegner Ulfkotte wieder der Sicherheitsexperte und da die Verfolgung von Muslimen zur Zeit ein eher flaues Geschäft ist - er hat sogar den Erscheinungstermin seines neuen Buches verschoben, weil vermutlich der Markt fehlt - muss er auf anderen Märkten punkten. Vorträge vor ängstlichen Mittelständlern die Dank des Werbetextes im Deutschlandradio glauben, sich schützen zu müssen, sind ein gutes Geschäft für Dr. Udo Ulfkotte, wie auch seine Anti-Islam-Vorträge in der CDU.
Beide haben eines gemeinsam. Es gibt einen diffusen gefährlichen Gegner über den man nichts genaues weiß, weil er seine Gedanken entweder hinter islamischen Bärten, Frauenkopftüchern oder gemeinen Schlapphüten verbirgt. Beides ist ein Geschäft und in beiden Geschäften gibt es außer Herrn Ulfkotte nur Verlierer.
Denn genauso wie es wirklich einen Terrorismus gibt, der sich islamisch nennt, wie sich die RAF auch links nannte, gibt es Wirtschaftsspionage. Dabei spielt die Betriebsgröße überhauot keine Rolle. Beim Terrorismus wie bei der Wirtschaftsspionage geht es aber darum mit kühlem Kopf das Wichtige vom Unwichtigem zu trennen. Wer ganze Kübel voller halbgarer oder gar frei erfundener Geschichten über die staunenden Zuhörer auskippt, bekommt zwar Beifall weil es sich so schön anhört, schadet aber der Sache.
Ermittlungsarbeit gegen Terrorismus erfordert genaue Kenntnisse, Millionen von Gläubigen in einen Topf zu werfen und sie in eine Ecke zu drängen in die sie weder wollen noch gehören, ist zwar zielführend für Leute die vom Verkauf antiislamischer Bücher leben und hoffen irgendwie ein Europamandat zu ergattern, aber es schafft natürlich erst Terrorismus, weil es Menschen ghettoisiert.
Der größte Teil der deutschen Wirtschaft braucht keine Beratung gegen Wirtschaftspionage, aber der Teil der wirklich eine braucht, braucht eine seriöse Gefahrenanalyse, die dann auch Geld kosten darf. Jemand der ständig Tatarenmeldungen verbreitet ist kein Analyst sondern ein Alarmist. Alarmismus produziert unnötige Kosten und verstellt den Blick auf wesentliche Gefahren.
Dem Deutschlandfunk und Deutschlandradio kann man nur raten, sich doch noch einmal mit seinem Programmauftrag zu beschäftigten und sich vielleicht zu fragen ob Bernd Kallina wirklich der richtige Mitarbeiter ist. Aber vermutlich gab es für diesen Werbebeitrag ja Rückendeckung von weiter oben, wie sie Kallina ja auch sonst zu genießen scheint. Warum die Webung allerdings unter Politik und nicht unter Wirtschaft erscheint, erschließt sich nur wenn man Ulfkottes Ambitionen für das Europaparlament denkt.
Vielleicht sollte der Deutschlandfunk auch einmal andere Medien lesen, was dem TelekomForum sicher auch nicht schaden könnte:
Online-Hetze gegen Muslime
Die Meinungsterroristen
Selbst ernannte Islamkritiker nutzen Blogs für rassistische Debatten. Die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Volksverhetzung sind dabei fließend. VON CIGDEM AKYOL
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Es ist ein trauriges Schauspiel, das online zu beobachten ist. Titel: Wie nutze ich das Internet, um meine Wut zu offenbaren. In einer der Hauptrollen: Udo Ulfkotte, prominenter Vertreter der vernetzten Islamkritiker, verantwortlich für die Seite "akte-islam" und Gründer der Bürgerbewegung pax-europa samt dazugehöriger Homepage. Der Verein richte sich nicht gegen Muslime, sondern "will über die schleichende Islamisierung Europas aufklären", betont das Irrlicht Ulfkotte. Außerdem müsse man die "Gefahrenpotenziale darstellen, die die multikulturellen Ideologen bezüglich grundlegender islamischer Bestrebungen europaweit völlig ausblenden".
Welch törichte Toleranz.
Denn die Art und Weise, wie Ulfkotte vor der Islamisierung warnen möchte, hat mitunter realsatirische Züge. Etwa wenn betont wird, dass man "in Europa eben nicht nur ein Problem habe mit einigen wenigen radikal-islamistischen Muslimen, die den Terror verherrlichen", sondern "auch ein wachsendes Problem mit jungen Muslimen, die unsere christlich-jüdischen Werte rundweg ablehnen und der Mehrheitsgesellschaft ihre Werte aufzwingen wollen". Um diese These zu untermauern, gibt es auf "akte-islam" zahlreiche undiplomatische Texte. Dabei geht es in diesen nicht um sachliche Kritik, es gibt kaum Zwischentöne, Unterscheidungen oder Hinterfragungen. Das Internet ist ein unendliches, geduldiges Verlautbarungsorgan für den früheren Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der zuletzt nur mit einem fragwürdigen Buch über die Bedrohung durch muslimische Fundamentalisten von sich reden machte und immer weniger Zuhörer hatte.
Das wirklich gefährliche ist jedoch, das Ulfkotte nachdem er das Märchen vom Hochschullehrer der er noch an keiner deutschen Hochschule war, nicht mehr aufrecht erhalten kann, nunmehr versucht seinen angeblichen Status als Sicherheitsexperte aufzubauen. Natürlich ist er nur ein selbsternannter Sicherheitsexperte wie er auch ein selbsternannter Islamexperte ist. So schaukeln sich Sicherheitsexperte und Islamexperte immer höher und verleihen ihm eine Bedeutung die aufgrund seines tatsächlichen und nachprüfbaren Wissens einfach nicht hat.

















