Die Tafeln - Essen, wo es hingehört...
Die Tafeln - Essen, wo es hingehört...
von Horst Bruns
Ich ging im Center so für mich hin.
Mich nicht zu ärgern, so stand mir der Sinn.
Pustekuchen! Kaum war ich im Einkaufscenter dem Supermarkt mit dem recht bekannten Namen ein wenig näher gekommen, hat’s mir fast die Socken ausgezogen. Schon von Weitem war ein festlich hergerichteter Tisch zu erkennen. (Wie sich später herausstellte, waren das aber zwei zusammen geschobene Biergartentische; irgendwie passend zum Thema.)
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Die Nahles und der Müntefranz
Die stärkste Bindung zwischen zwei Menschen ist nicht die Liebe, sondern der Hass. Andrea Nahles und Franz Müntefering hassen sich abgründig. Nachdem die Nahles den Müntefranz ja schon im Oktober 2005 einmal aus dem Amt des Parteivorsitzenden gekickt hatte und dann die Früchte ihrer Arbeit aber nicht ernten konnte, weil der Seeheimer Kreis und seine versteckten Anhänger eben viel stärker als die Linken in der SPD waren, musste sie zurückstecken.
Brav hat sie über ein paar Jahre das Lied gesungen, dass die Parteiführung vorgibt, in der sie zwar formal sitzt, aber nichts zu sagen hat, wie man an der realen Politik der SPD ablesen kann. Nun gibt ihr die hoffnungslos verlorene Europawahl eine neue Chance. Selbst der dümmste Abnicker in der SPD hat mittlerweile begriffen, dass es mit Müntefering, Steinmeier, Kahrs, Steinbrück und den Seeheimern nicht weitergeht. Struck geht zum Glück für die SPD ja freiwillig. ["Die Nahles und der Müntefranz" mehr »]
Sie haben keine Botschaften mehr
"Ich bin ein Berliner!", wer erinnert sich nicht an diese Botschaft Kennedys in Berlin im Jahre '63? Oder auch an die Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King vor dem Lincoln Memorial "I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.". Das waren Botschaften! Gaben sie immer eine Prise Menschlichkeit mit in die jubelnde Menge. Menschlichkeit ist es was in der heutigen Politik fehlt. Jeder arbeitslose Mechatroniker könnte die Bevölkerung emotional mehr berühren, als es ein heutiger Politiker vermag.
Wir hören solch Sachen wie "Wahrlich, ich sage ihnen, wir haben kein Recht auf immerwährende Demokratie", oder "Die Neue soziale Marktwirtschaft ist der garant für Demokratie und Bürgerrechte". Da kräuseln sich einem die Fußnägel bis zur fallenden Kinnlade auf. Solche Sprüche stinken nicht nur bis zum Himmel hinauf, sie sind zudem auch noch wahnsinnig produktiv... - kontraproduktiv! Es holt weder die Kindergärtnerin hinter dem Ofen hervor, noch bringt es auch nur einen echten Demokraten an die Wahlurne.
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"Vater! Gib mir Arbeit, gib mir Brot!"
Urigerweise klappt es aber kaum noch, mit den angeblichen Terroristen ... nur die Politik hat's noch nicht ganz begriffen. Oder doch? Doch, begriffen haben sie es. Nun wird allmählich die alte Kommunisten-Feind-Masche wieder aus dem Hut gezaubert und mit ihr selbstverständlich alles, was nur irgendwie als "links" eingeordnet werden kann, in einen Sack gesteckt. Zu "Links" gehört auch schon Systemkritik. Entweder ist man dafür, oder man ist dagegen. Die Mitte ... sie gibt es nicht mehr, jedenfalls nicht mehr in der Politik. Ob Grundrechte, Wirtschaft, oder Soziales. Es gibt nur noch eine Richtung.
Es gab Zeiten, da bettelten die Menschen auf der Straße um Essbares. Gelegen kam es da, dass einer schrie, er wisse, was das Volk braucht: "Arbeit und Brot" für alle. Da bekommt der Standardspruch der deutschen Politik - "Sozial ist, was Arbeit schafft" - doch gleich eine ganz andere Bedeutung! Dumm nur, dass sämtliches Handeln gegen diese Aussage spricht.
Für mich ist es an dieser Stelle Zeit, mich als Systemgegner der aktuellen Politik zu outen.
Ja, so frei bin ich noch, und dies kann mir keiner verbieten.
Ich wähle aus Prinzip jetzt erst recht Die.Linke! - Strike -
Die 12-köpfige Hydra - der Staat
Herakles, der Held, er kommt einfach nicht.
Gefunden unter Rezesionen zum Buchtitel: Das Gesetz der Hydra: Gebt den Bürgern ihren Staat zurück!
Rezensent: Dr. Horst Wolfgang Boger
Das Wasserschlangenungeheuer Hydra besaß neun Köpfe. Wenn Herakles einen Kopf abgeschlagen hatte, wuchsen an seiner Stelle sogleich zwei neue nach. Herakles musste mit einer Fackel die Wunden ausbrennen, damit konnte er das Nachwachsen verhindern und das Ungeheuer besiegen.
Hydra ist aber wieder auferstanden. Sie heißt nun "(deutscher) Staat" und tritt mit der Maske des Wohltäters auf. In Wirklichkeit ist sie aber noch schlimmer als die Gegnerin des Herakles, sie hat nämlich zwölf Köpfe und diese zwölf Köpfe versprühen das betäubende Gift der Versprechungen und Wohltaten: Zuwendungen, Steuervergünstigungen, Subventionen, Privilegien, anstrengungsloses Einkommen. Im Gegenzug will uns die moderne Hydra aber alles vorschreiben. "Die Hydra verspricht das Maximum und zerstört das Maß."
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Die Guten suchen Mitstreiter

Wir tauschen uns aus, wir planen und entwickeln alternative Konzepte. Wir können stundenlang reden, schreiben und manchmal auch singen, doch die Auswirkungen dieser subversiven Handlungen sind kaum erkennbar. Es werden zwar jeden Tag mehr Menschen informiert, jedoch ist eine kritische Masse noch lange nicht erreicht und wird diese mit den von uns angewandten Methoden eventuell auch nicht in nächster Zeit erreichen.
Genau aus diesen Gründen haben wir eine Partei gegründet, wir wollen das Debakel beenden, dass kein informierter Bürger mehr Wahlmöglichkeiten für seine Parlamente hat und kaum Räume für seine politische Entfaltung. Wir möchten mit jedem, der in diesem Land noch den Hoffnungsschimmer am Firmament erahnen kann, kommunizieren und zusammenarbeiten. Wir sehen es an unseren Mitgliedern, nie geahnte Talente werden aufgedeckt und der geistige Austausch eröffnet allen Beteiligten neue Horizonte. Es macht Spaß, politisch zu arbeiten und endlich der eigenen „Politisierung“ einen Sinn zu verleihen.
Halts Maul und putz, du Sau! Wir müssen schließlich auch sparen ...
Komische Dinge tun sich gerade in Deutschland auf.
So stolperte ich über einen Blog¹, der es als "sozial" bezeichnet, wenn Schüler nun mehrmals wöchentlich zum Putzen verdonnert werden.
Hintergrund ist nicht etwa das Stärken sozialer Kontakte, sondern schlicht und ergreifend der Wille zum Sparen.
Die Stadtverwaltung Hildesheim ordnet zum 1. April - und es handelt sich hier leider nicht um einen April-Scherz - für 27 Schulen den Schülerputzdienst² an. Material, so heißt es, werde in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt. Frei nach dem Motto:
"In der DDR war nicht alles schlecht", sollen Schüler nun selbst den Besen schwingen.
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