Hannover (Reuters)
Nach dem größten Verlust der Firmengeschichte will der Autozulieferer Continental mit harten Einschnitten gegensteuern.
Die Zahl der Kurzarbeiter soll von zuletzt 7000 auf mehr als 10.000 steigen. "Es ist anzunehmen, dass es im laufenden Jahr zu erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen kommt", kündigte Konzernchef Karl-Thomas Neumann am Donnerstag in Hannover bei Vorlage der Jahresbilanz 2008 an. "Wir werden die Investitionen weiter reduzieren und Entwicklungsprojekte verschieben." Ob Conti auch einen Stellenabbau plant, ließ Neumann offen. Zu seinem angeschlagenen fränkischen Großaktionär Schaeffler und dessen Ruf nach Staatshilfe erklärte der Konzern nur, die begonnenen Gespräche über eine Zusammenarbeit würden fortgesetzt.
Die jüngst von ihrem Konkurrenten Schaeffler aus Herzogenaurach geschluckte Conti trifft die Absatzkrise der Autoindustrie mit voller Härte. Für 2008 verbuchte das Unternehmen einen Verlust 1,12 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Continental, die sich lange gegen die Übernahme durch Schaeffler gewehrt hatte, noch einen Gewinn von 1,02 Milliarden Euro erwirtschaftet. Vor allem wegen Abschreibungen in Höhe von 1,23 Milliarden Euro auf die von Siemens zugekaufte Autoelektronikfirma VDO wies Conti vor Zinsen und Steuern ein Minus von 296 Millionen (Vorjahr: Gewinn 1,67 Milliarden) Euro aus. Der Umsatz legte mit VDO auf 24,2 (16,6) Milliarden Euro zu.

















