Die Bekloppten Gottes - Pater Gabriele Amorth
In meinem Feedreader befinden sich in der Rubrik Irre einige Websites die man nur schwer ertragen kann, aber trotzdem nicht aus dem Auge verlieren darf. Meist sind es rassistische und faschistische Hetzblätter, brauner Dreck, aber auch Religionen die ihre Mitglieder unterdrücken und missbrauchen. Eine dieser Hetzseiten stammt von radikalen Katholiken die sich geistig mit allen Mitteln im tiefsten Mittelalter festkrallen und deren Ansichten schlicht und ergreifend zum Kotzen sind.
Normalerweise gibt es von mir nur selten einen Link zu diesen Glaubensdeppen, weil es keinen Sinn macht die Menschheit mit deren Unsinn zu beglücken. Die Starken langweilt es nur und die Schwachen werden eher noch weiter geschwächt. Aber es gibt einfach Berichte die man aufgreifen muss, weil schon wieder komisch sind in ihrer Dummheit. So auch den Bericht aus dem Leben des Exorzisten Pater Gabriele Amorth. Seine der als Interviewbuch vom "Vatikanisten" Marco Tosatti herausgekommen ist und wirklich deftiges verrät. ["Die Bekloppten Gottes - Pater Gabriele Amorth" mehr »]
Kreuzberg am Nachmittag
Umwerfende 13 Grad hatte es heute mittag auf meinem Balkon. Da gibt es nur eins: schnell einkaufen und das Nötigste fürs Wochendende erledigen und dann aufs Rad und losfahren! Die Gegend war bevölkert von Leuten, die es raustrieb. Wen wundert´s. Auf meiner Tour durch Kreuzberg komme ich an der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm vorbei. Und zwar zufällig, als der Muezzin ruft. Ich hielt an und dachte, na, ein wenig schräg ist das ja doch. Aber schon grinste ich vor mich, ach was, dann ruft er halt, der Muezzin. Warum nicht. Dafür missionieren sie nicht, die Muslime, das ist auch was wert. Und mir fallen die Männer ein, wie sie freitags geschniegelt und gebügelt herum laufen, weil sie freitags in die Moschee gehen. Und ich weiß ja, wie stolz und glücklich sie über ihre schöne Moschee sind. Nachdem sie sich jahrzehntelang in irgendwelchen Hinterhöfen behelfsmäßig mit äußerst bescheidenen Gebetsräumen begnügten. ["Kreuzberg am Nachmittag" mehr »]
Sonntagsgedanke: Rettet das Klima
Folgerichtiges Handeln setzt Erkenntnis voraus. Doch ist die Erkenntnisfindung von Fall zu Fall und Mensch zu Mensch verschieden, subjektiv. Was für den Einen eine positive Erkenntnis ist, kann für den Anderen negativ sein. Das unterschiedliche Empfinden hängt im wesentlichen mit den eigenen Erfahrungen und mit der Wunschvorstellung für die eigene Person zusammen. Daraus entstehen zunächst einmal erst Meinungen die sich im Laufe der Zeit verfestigen oder aber, je nach Empfinden, ändern können.
Jemand der überwiegend positive Erfahrungen macht wird sich ebenso überwiegend weigern die betreffenden Dinge ändern zu wollen. Jemand der bei den selben Dingen eher negative Erfahrungen gemacht hat wird unentwegt den Versuch machen jene Dinge für sich in die positive Richtung bewegen zu wollen. Einen gemeinsamen Konsens zu finden ist, unter den verschiedenen Erfahrungsvorraussetzungen, daher fast unmöglich. Das Miteinander wird zu einem Gegeneinander. Das Klima untereinander mit der Zeit unerträglich.
Um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen bedarf es folglich gleicher Vorraussetzungen. Doch wie läßt sich dies bewerkstelligen ohne jemanden in eine nachteilige Position zu bringen? Heilige Schriften bieten einen Lösungsansatz, eine Goldene Regel. Es ist der Grundsatz der praktischen Ethik, der ein gemeinsames Leben in einer Gemeinschaft von Zusammenlebenden gewährleisten würde, würde sich jeder daran halten. Sich seinem Nächsten gegenüber so zu verhalten, wie man es von ihm einem selbst gegenüber erwartet. Die Erwartungshaltung wird aber immer wieder enttäuscht. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen können Gier und Neid als potentielle Gegner der Goldenen Regel ausgemacht werden, zum anderen aber auch Erhabenheit in jeder erdenklichen Form.
Wie läßt sich das soziale Klima retten?
Die Irrungen und Wirrungen des Josef Ratzinger
CARITAS IN VERITATE übersetzt der alte Mann mit "Die Liebe in der Wahrheit" und schon da wird die Geschichte etwas mulmig. Der nichtreligiöse Lateiner würde Caritas mit Hochachtung übersetzen und vielleicht auch noch Nächstenliebe und uneigennütziges Wohlwollen mit dem Begriff verbinden. Die Liebe ist aber eindeutig mit Amor besetzt.
Das mag ein wenig beckmesserisch klingen, ist es aber nicht. Denn Ratzingers Liebe ist eine spezialisierte Form der Liebe, eine katholifizierte Form. Sie ist nur erfahrbar, wenn man einwilligt sich in den Plan von Ratzingers Gott zu fügen, der natürlich die Liebe und die Wahrheit in sich vereinigt. Damit ist Gerechtigkeit und Frieden für Ratzinger natürlich auch nur unter der Alleinherrschaft seines Gottes möglich. ["Die Irrungen und Wirrungen des Josef Ratzinger" mehr »]
Briefe an die Leser: Franzosen! Revolution?
von Eifelphilosoph am 3. Juni 2009
Liebe Franzosen,
heute möchte ich mich mit einer außerordentlichen Anfrage an Euch wenden. Ihr seid je bekannt dafür, das ich schon auf die Barrikaden geht wenn die Post nicht pünklich kommt oder der Rotwein teurer wird.
Ihr wart es auch, die der ganzen Welt ruck zuck ein nachhaltiges neues Gesicht gegeben habt, als ihr Adel und Kirche zum Teufel jadget. Jetzt, über zweihundert Jahre später, könnte ich mir vorstellen, das eine Fortsetzung von Revolution Teil 1 ganz gut ankommen würde. Nicht nur bei Euch, auch bei Euren Nachbarn.
Bei uns zum Beispiel.
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Sie haben keine Botschaften mehr
"Ich bin ein Berliner!", wer erinnert sich nicht an diese Botschaft Kennedys in Berlin im Jahre '63? Oder auch an die Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King vor dem Lincoln Memorial "I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.". Das waren Botschaften! Gaben sie immer eine Prise Menschlichkeit mit in die jubelnde Menge. Menschlichkeit ist es was in der heutigen Politik fehlt. Jeder arbeitslose Mechatroniker könnte die Bevölkerung emotional mehr berühren, als es ein heutiger Politiker vermag.
Wir hören solch Sachen wie "Wahrlich, ich sage ihnen, wir haben kein Recht auf immerwährende Demokratie", oder "Die Neue soziale Marktwirtschaft ist der garant für Demokratie und Bürgerrechte". Da kräuseln sich einem die Fußnägel bis zur fallenden Kinnlade auf. Solche Sprüche stinken nicht nur bis zum Himmel hinauf, sie sind zudem auch noch wahnsinnig produktiv... - kontraproduktiv! Es holt weder die Kindergärtnerin hinter dem Ofen hervor, noch bringt es auch nur einen echten Demokraten an die Wahlurne.
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Buchvorstellung: "Islamfeindschaft und ihr Kontext"
Mit freundlicher Genehmigung von Arne Hoffmann am 19. Mai 2009
Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war im Dezember 2008 das Thema einer Tagung des Zentrums für Antisemitismusforschung, bei der die aktuellen Ressentiments mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung untersucht werden sollten. Vermutlich waren die Veranstalter dieser Konferenz selbst ein wenig überrascht davon, dass diese Feindseligkeiten inzwischen so groß waren, dass die Tagung selbst in heftigen Reaktionen der Presse und der islamfeindlichen Bloggerszene angegangen wurde – überwiegend ohne die gehaltenen Vorträge überhaupt zu kennen. Um die Debatte wenigstens auf eine vernünftige Grundlage zu stellen, erschien im Februar 2009 eine Dokumentation der Tagung unter dem Titel "Islamfeindschaft und ihr Kontext" im Metropol Verlag.
In seinem Vorwort zu diesem Band widmet sich Wolfgang Benz, der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, kurz dieser politischen Kampagne gegen die Wissenschaft: "In der Bloggerszene wurde mit großer Wut (und weitgehend unter Verzicht auf Anstandsregeln) gekämpft. (…) Die seriösen Medien berichteten objektiv. Zwei israelische Zeitungen haben allerdings Hasstiraden publiziert, die ebenso infame wie obskure Verdächtigungen gegenüber dem Zentrum für Antisemitismusforschung enthalten. Für die Motive des Autors der Beiträge, eines ehemaligen Doktoranden des Zentrums, gibt es Erklärungen, die nicht schmeichelhaft sind. Dass die genannten Zeitungen die Verleumdungen druckten, hat auch Leser in Israel erstaunt." Schließlich entkräftet Benz den Vorwurf, das Zentrum befasse sich angeblich nicht mit dem Judenhass von Islamisten, indem er auf frühere Veranstaltungen zu diesem Thema hinweist.
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Aufgelesen 150
● Der Holocaust und die israelische Besatzung können nicht mit einander verglichen werden
● Strafanzeige gegen den Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler
● Kultur der Angst und die neue Diktatur
● Die Warnungen vor sozialen Unruhen und die Angst der Abwiegler
● Das Grundgesetz im „Wind der Veränderung“
● Volkszählung 2011
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Zählt nicht uns – zählt eure Tage
Von Fefes Blog am 26. April
Habt ihr eigentlich mitgekriegt, dass die bei der neuen Volkszählung auch nach der Religion fragen wollen?
Wahrscheinlich sind die meisten Leser hier zu jung, um sich daran zu erinnern, als die Deutschen das letzte Mal von den Bürgern wissen wollte, wer Jude ist und wer Christ.
Und ja, mir gehen die ganzen Nazi-Parallelen auch auf den Geist und ich würde auch viel lieber auf der Blümchenwiese sitzen.
Informationen:
1933/1939 - Zensus unterm Hakenkreuz
1983 - Informationelle Selbstbestimmung wird Grundrecht
1987 - Bildungsstand, Beruf, Einkommen, Staatsangehörigkeit u.v.m.: Deine Stunden sind gezählt
2011 - Rasterfahndung auf Vorrat: Die Volkszählung
Volkszählung absolut unnötig
Du sollst nicht töten
Am 15. April 2009 von Calwer-Wildnis auf kriegspostille.blogspot.com
Die zurechtgeschnitzten, selbstgebastelten Bilder von etwas Göttlichem, die sich der Mensch so zurechtlegt, sind - egal, ob sie geglaubt werden oder nicht - nur dürftige Versuche, etwas zu erklären und irgendwie "sichtbar" werden zu lassen, das nicht so einfach verstehbar, und schon gar nicht sichtbar ist.
Zu Recht also warnt die Bibel davor, sich Bilder zu machen - vorgefertigte, feste Vorstellungen - egal ob von Menschen, oder von Übersinnlichem, oder von was auch immer - und schon gar nicht von dem, was Gott, oder göttlich genannt wird. Wie bei vielen anderen Dingen auch, hat sich der Mensch nur selten wirklich daran gehalten. Götzendienst war immer schon einfacher, als sich mit der Wirklichkeit und mit etwas auseinanderzusetzen, das keine vorgefassten Meinungen, und keine vorgefertigten Bilder verträgt.
Immer schon war der Mensch erfindungsreich darin, die Unbequemlichkeiten zu umgehen. So auch beim Thema des Tötens. Auch die Bibel hat wohl die Schwächen des Menschen gekannt, und mitgedacht - sonst gäbe es in ihr selber nicht schon so viele Ausnahmen. Oder, das Gebot: "Du solslt nicht töten!" ist uns deshalb so merkwürdig, weil wir mit dem Überlebenskampf nicht mehr zurechtkommen, dieser uns recht fremd geworden ist.
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Vatikan ruft zur Zensur auf
Von Re-La am Sonntag, 8. März 2009 auf Saarbreaker
Nicht nur die Geheimdienste und die von ihnen gesteuerten Marionetten in Politik und Wirtschaft, sondern auch der Vatikan hat die Zensur entdeckt und möchte die religiösen Domains am liebsten gleich ganz verbieten.
Falls sich ICANN tatsächlich auf diese Zensur einlässt, wäre es sehr erfreulich und würde nicht zuletzt auch jeden Streit verhindern, wenn sie als erstes die religiöse Domain www.vatican.va löschen würden.
Vatikanstaat muss sich bei derlei Verfehlungen und Einmischung in Dinge, die nur sehr wenig mit seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich den christlichen Glauben ins Volk zu hämmern und seine Schäfchen zu bewahren, anstatt sie wie Abtrünige zu behandeln, nicht wundern, wenn es weltweit Kritik hagelt. ["Vatikan ruft zur Zensur auf" mehr »]
Nicht nur die Geheimdienste und die von ihnen gesteuerten Marionetten in Politik und Wirtschaft, sondern auch der Vatikan hat die Zensur entdeckt und möchte die religiösen Domains am liebsten gleich ganz verbieten.
Falls sich ICANN tatsächlich auf diese Zensur einlässt, wäre es sehr erfreulich und würde nicht zuletzt auch jeden Streit verhindern, wenn sie als erstes die religiöse Domain www.vatican.va löschen würden.
Vatikanstaat muss sich bei derlei Verfehlungen und Einmischung in Dinge, die nur sehr wenig mit seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich den christlichen Glauben ins Volk zu hämmern und seine Schäfchen zu bewahren, anstatt sie wie Abtrünige zu behandeln, nicht wundern, wenn es weltweit Kritik hagelt. ["Vatikan ruft zur Zensur auf" mehr »]
Aufgelesen 102
- Mit Boshaftigkeit und Irrationalität gegen den Iran
- Kurs - Richtung Iran: Bis zum bitteren Ende
- Der Kopftuchstreit zwischen Parlamenten und Gerichten
- Briten üben sich im Nationalsozialismus
- Die Saat des Bösen
- Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 1
- Wer stillt gesünder den Welthunger?
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- Kurs - Richtung Iran: Bis zum bitteren Ende
- Der Kopftuchstreit zwischen Parlamenten und Gerichten
- Briten üben sich im Nationalsozialismus
- Die Saat des Bösen
- Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 1
- Wer stillt gesünder den Welthunger?
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UPDATE: Siegen lernen
Um deutlicher zu machen, was mich dazu bewogen hat, diesen Text zu schreiben, füge ich hier meinen Kommentar (den ich unten gepostet habe) ein:
Ich habe mich hier meiner eigenen Hoffnungslosigkeit und dem daraus resultierenden Zynismus hingegeben. Was sicherlich nicht sehr hilfreich ist.
Werden wir also ein wenig konkreter: Wie kommt es, dass wir es zulassen, uns von Tag zu Tag immer noch mehr entrechten zu lassen? Warum fordern wir unsere Volksvertreter nicht auf, endlich zu handeln - im Sinne der Menschen und ihres Rechts auf ein würdiges Leben? Gibt es die Möglichkeit, Klage einzureichen? Vor dem europäischen Menschengerichtshof?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ...
Die Universelle Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen sagt, Artikel 1: "Alle Menschen sind gleich und frei an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Und Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person. ..."
Ich zitiere wieder Jean Ziegler:
Warum fordern wir nicht den sofortigen Stopp der Exportsubventionen?
Herr Ziegler weiter:
Rede Jean Zieglers als DOC-Datei
Wie können wir, die wir uns Gerechtigkeit und Frieden wünschen, unsere Kräfte besser bündeln und zusammenarbeiten? Woher kommt die Freude, andere bloßstellen und erniedrigen zu wollen? Haben wir nichts besseres zu tun, als fremde Kulturen und Religionen zu dämonisieren und uns über sie zu erheben? Wollen wir wirklich eine Veränderung und Erneuerung?
Könnte ein globaler Offenbarungseid dabei helfen, den "Weltkuchen" neu aufzuteilen, indem offengelegt wird, wo was benötigt, also importiert werden MUSS, und wo wer was produziert und exportieren KANN ? Können wir "Wähler" diesen Offenbarungseid einfordern und dafür Sorge tragen, dass wirklich alle Menschen und Nationen teilhaben, sowohl an der Gestaltung der Zukunft des Planeten als auch an der Gestaltung der eigenen Lebensentwürfe?
Hat jemand eine Idee, wie wir eine solche Klage aufsetzen und einreichen können? Hat jemand eine bessere Idee? Wollen wir Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für die Menschen?
(siehe Artikel in der Berliner Umschau- Amnesty Inernational fordert "Globalisierung von unten")
["UPDATE: Siegen lernen" mehr »]
Ich habe mich hier meiner eigenen Hoffnungslosigkeit und dem daraus resultierenden Zynismus hingegeben. Was sicherlich nicht sehr hilfreich ist.
Werden wir also ein wenig konkreter: Wie kommt es, dass wir es zulassen, uns von Tag zu Tag immer noch mehr entrechten zu lassen? Warum fordern wir unsere Volksvertreter nicht auf, endlich zu handeln - im Sinne der Menschen und ihres Rechts auf ein würdiges Leben? Gibt es die Möglichkeit, Klage einzureichen? Vor dem europäischen Menschengerichtshof?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ...
Die Universelle Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen sagt, Artikel 1: "Alle Menschen sind gleich und frei an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Und Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person. ..."
Ich zitiere wieder Jean Ziegler:
Heute – letztes Jahr – zahlen die Industriestaaten 349 Milliarden Dollar, fast eine Milliarde pro Tag, an ihre Bauern für Produktions- und Exportsubventionen. Sie können heute auf jedem afrikanischen Markt, wo es immer ist, italienisches, französisches, deutsches und so weiter, Gemüse und Früchte zur Hälfte oder zu einem Drittel des Preises äquivalenter Inlandprodukte kaufen. Und ein paar Meter weiter steht der afrikanische Bauer mit seinem – unser Freund hier kommt aus Senegal –, kommt der Bauer, rackert sich ab, 15 Stunden am Tag, und hat nicht die geringste Chance, auf ein anständiges Existenzminimum zu kommen. Das ist das Faktum. Die Agrar-Dumpingpolitik, das Überfluten mit billigst subventionierten Agrarprodukten der afrikanischen Märkte durch die Europäer – das kann morgen früh gestoppt werden. Durch demokratische Mobilisation. ... im Ministerpräsidentenrat, da sitzt die Bundeskanzlerin, und im Ministerrat, Landwirtschaftsrat, da sitzt der Landwirtschaftsminister der Bundesrepublik, und die können verlangen, dass die Exportsubventionen ersatzlos gestrichen werden.
Warum fordern wir nicht den sofortigen Stopp der Exportsubventionen?
Herr Ziegler weiter:
Neoliberalismus, der heute praktisch zur Einheitsideologie geworden ist, außer hier natürlich … Nein, nein, das Gift, das kann ja überall sein, es könnte auch hier sein, aber ich glaube, das ist es nicht … Der Neoliberalismus, ich komme zurück aus Niger, das zweitärmste Land der Welt, dort wurde vor drei Jahren das nationale Veterinäramt privatisiert. Privatisiert. Auf Befehl des Weltwährungsfonds, weil das eine Marktverzerrung ist, wenn veterinärmedizinische Artikel einen festen Preis haben, der jetzt noch tief ist, und das stört die multinationalen Gesellschaften. Niger ist ein wunderbares Land, zehn Millionen Einwohner, 1,8 Millionen Quadratkilometer und die leben vom Vieh, von den Kamelen bis zu den Ziegen ... Der Hama Amadou, der Ministerpräsident hat gesagt – ich hab gesagt, wie ist das herausgekommen mit dieser Privatisierung und so weiter, Aufhebung des nationalen Veterinäramtes – er hat gesagt: Komm mit mir, und am nächsten Tag sind wir in den Kanisterstädten gewesen, das kennen Sie vielleicht, und da leben jetzt, wenn man das Leben nennen kann, Tausende und Tausende und Tausende total ruinierte Viehzüchterfamilien. Weil die können einfach nicht die Vitamine, die Antiparasitosen, die Impfstoffe des freien Marktes der multinationalen Tierpharmaziegesellschaften zahlen. Die Liberalisierung muss weg. Es muss eine normative Außenhandelspolitik kommen. Eine normative Außenhandelspolitik bedeutet auch, dass die Welthandelsorganisation und der Weltwährungsfonds ersatzlos aufgelöst werden. Das sind Diktaturen.
Rede Jean Zieglers als DOC-Datei
Wie können wir, die wir uns Gerechtigkeit und Frieden wünschen, unsere Kräfte besser bündeln und zusammenarbeiten? Woher kommt die Freude, andere bloßstellen und erniedrigen zu wollen? Haben wir nichts besseres zu tun, als fremde Kulturen und Religionen zu dämonisieren und uns über sie zu erheben? Wollen wir wirklich eine Veränderung und Erneuerung?
Könnte ein globaler Offenbarungseid dabei helfen, den "Weltkuchen" neu aufzuteilen, indem offengelegt wird, wo was benötigt, also importiert werden MUSS, und wo wer was produziert und exportieren KANN ? Können wir "Wähler" diesen Offenbarungseid einfordern und dafür Sorge tragen, dass wirklich alle Menschen und Nationen teilhaben, sowohl an der Gestaltung der Zukunft des Planeten als auch an der Gestaltung der eigenen Lebensentwürfe?
Hat jemand eine Idee, wie wir eine solche Klage aufsetzen und einreichen können? Hat jemand eine bessere Idee? Wollen wir Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für die Menschen?
(siehe Artikel in der Berliner Umschau- Amnesty Inernational fordert "Globalisierung von unten")
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Feindbild Jude - Feindbild Muslim: ein Kettenmail, ein Urteil und eine Konferenz, Teil 1
Am kommenden Montag findet in Berlin eine wissenschaftliche Konferenz über das Verhältnis von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit statt, die jetzt schon im Zentrum des Medieninteresses steht. Das Zentrum für Antisemitismusforschung hat eingeladen.
Mittlerweile haben sich auch die positioniert, denen eine solche Konferenz mehr als unangenehm ist, und deren Grundtenor ist: Es gibt keine Feindschaft gegenüber Muslimen. Zeitgleich wehrt sich die islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich gegen eine Lüge und verleumderisches Kettenmailing: Großbritannien habe die Unterrichtung über den Holocaust vom Lehrplan gestrichen. Und genauso zeitgleich spricht ein Gericht unmittelbar vor dem Opferfest ein Urteil gegen das Schächten aus. Und ein abgesagter Filmstar fuhr in Frankreich einen Erfolg ein.
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Ahmet im Wunderland - Über Verschwörungstheorien und andere Einfältigkeiten
Verschwörungstherorien haben Hochkonjunktur, und manchmal gibt es Klassiker wie den von der "schleichenden Islamisierung". Dazu hat Sabine Schiffer bereits im vergangenen Jahr eine Satire verfasst, die heute noch aktuell ist und die wir deswegen hier im Anschluss an die Serie über die Wandermärchen noch einmal veröffentlichen.
["Ahmet im Wunderland - Über Verschwörungstheorien und andere ... »]
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BGH Entscheidung: Generelles Verbot des "Keltenkreuz"
Seit dem 1.10.2008 gilt ein generelles Verbot bezüglich der Nutzung eines Keltenkreuzes. Der Entscheidung zu Grunde liegt die Beobachtung der Anwendung durch die Verfassungsfeindlich eingestufte Gruppe "Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit" (VSBD/PdA). Nur durch ein generelles Verbot sei sichergestellt, so die Richter, dass das Keltenkreuz nicht durch verbotene Vereinigungen benutzt würde.
Betroffen sind von dem Verbot allerdings auch unverfänglich, kulturhistorische oder religiöse Zusammenhänge!

Link: BGH Entscheidung
Betroffen sind von dem Verbot allerdings auch unverfänglich, kulturhistorische oder religiöse Zusammenhänge!

Link: BGH Entscheidung
Der Krieg als Mittel des Exorzismus
Der zuletzt geschriebene Artikel von mir - explizit die Zitate Bush's und Ashcrofts - sind Motivation und Grund für den aktuellen Artikel.
Die Titelauswahl war so etwas wie eine "Erleuchtung" und ist prägent im Bezug auf den Inhalt. Und somit können wir auch umgehend ins Thema einsteigen.
"Auserwählt" von Gott - behaupten so einige Völker - seien sie geradezu "berufen" dem Übel und der Falschheit in der Welt zu begegnen, ja geradezu verpflichtet die Macht des Bösen a.k.a. Satan höchstselbst zu bekämpfen. Das dies aber eine Art Widerstand ist, die nicht nur das vermeindlich "Böse" betrifft - was widerum Auslegungssache und Urteil wie Vorurteil zu gleich ist - wird auffällig, wenn Gott als Vater des Gedanken herhalten muß.
["Der Krieg als Mittel des Exorzismus" mehr »]
Die Titelauswahl war so etwas wie eine "Erleuchtung" und ist prägent im Bezug auf den Inhalt. Und somit können wir auch umgehend ins Thema einsteigen.
"Auserwählt" von Gott - behaupten so einige Völker - seien sie geradezu "berufen" dem Übel und der Falschheit in der Welt zu begegnen, ja geradezu verpflichtet die Macht des Bösen a.k.a. Satan höchstselbst zu bekämpfen. Das dies aber eine Art Widerstand ist, die nicht nur das vermeindlich "Böse" betrifft - was widerum Auslegungssache und Urteil wie Vorurteil zu gleich ist - wird auffällig, wenn Gott als Vater des Gedanken herhalten muß.
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Für Antiislamisierung auch in Bochum
Auf dem Ticket "Antiislamisierung" wächst zusammen, was zusammengehört: Am 25. Oktober demonstrierte die NPD in Bochum und es gibt ein breites Bündnis dagegen.
["Für Antiislamisierung auch in Bochum" mehr »]
Schon wieder ein Moscheestreit
Wie Michael Klarmann gestern berichtete, wird auch in Aachen gegen einen Moscheeneubau geblasen. Dieses mal von der NPD. Mal sehen, wer sich da so anschliesst.
["Schon wieder ein Moscheestreit" mehr »]
Die Moschee in Duisburg-Marxloh wurde eröffnet - "ohne Streit"
Halleluja, Allahu akbar, Gott sei Dank. Die Moschee in Duisburg_Marxloh wurde eröffnet und es ging, wie heute in tag7, einer Sendung des WDR berichtet, "ohne Streit". Hier ist ein aussagefähiger trailer.
["Die Moschee in Duisburg-Marxloh wurde eröffnet - "ohne ... »]
Moschee Heinersdorf - es ist vollbracht...
Gestern haben wir ja schon über den Sachstand am Vorabend berichtet. rbb berichtet, es seien 300 Gäste zum Feiern gekommen und 100 hätten gegen die Moschee demonstriert, die TAZ hat 50 Gegendemonstranten gezählt, die Antifa Pankow ebenfalls 150, auch n-tv kam auf 150 und PI muß zum Aufwärmen zuviel Grog getrunken haben, denn dort wurden 350 Gegendemonstranten gezählt, wobei man allerdings einräumen muß, daß auch der Focus und AP die Zahl 300 vermeldeten. Wenn man einmal annimmt, daß es wirklich 300 Demonstranten waren und die in Beziehung setzt zur realen Einwohnerzahl, dann wären das 4,56% gewesen. Da aber sicherlich eine Menge "Reisekader" dabei waren und es möglicherweise doch eine geringere Zahl war, dürfte auch der Anteil der Heinersdorfer Moscheegegmer geringer sein, die Polizei hat 160 gezählt.
Übrigens beeindruckte PI ansonsten durch Sparsamkeit: es wurde ein uns aus der erfolgreichen Antiislamisierung-Veranstaltung am 19. und 20.September bekanntes Poster recycelt - man kann übrigens sicher sein, daß das auch in Köln wieder zum Einsatz kommen wird - mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten. ["Moschee Heinersdorf - es ist vollbracht..." mehr »]
Übrigens beeindruckte PI ansonsten durch Sparsamkeit: es wurde ein uns aus der erfolgreichen Antiislamisierung-Veranstaltung am 19. und 20.September bekanntes Poster recycelt - man kann übrigens sicher sein, daß das auch in Köln wieder zum Einsatz kommen wird - mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten. ["Moschee Heinersdorf - es ist vollbracht..." mehr »]
16. Oktober in Heinersdorf und Erlangen - interessante Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Die umstrittene Moschee in Heinersdorf wird morgen eröffnet. Und in Erlangen findet morgen eine jüdisch-muslimische Dialogveranstaltung statt. Zwei Ereignisse, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Update um 23:00: weitere Links zu Artikeln über das Ereignis in Heinersdorf (via):
• Junge Welt vom 15.10.08: Finale in Heinersdorf.
• Berliner Morgenpost am 11.10.08: NPD will demonstrieren
• Interview mit dem Sprecher der Initiative "Heinersdorf öffne Dich. Audio.
• Neues Deutschland am 15.10.08: Der Alltag soll die Wogen glätten.
- und viele andere.
Die letzte Meldung der Jungen Welt am 16.10.08:
[Durch Verlinkung mache ich mir die verlinkten Artikel keinesfalls "zu eigen", sondern dokumentiere sie.]
Am 11.10.08 wird im rbb der Film "Halbmond über Ostdeutschland" ausgestrahlt.
["16. Oktober in Heinersdorf und Erlangen - interessante Ereignisse ... »]
Update um 23:00: weitere Links zu Artikeln über das Ereignis in Heinersdorf (via):
• Junge Welt vom 15.10.08: Finale in Heinersdorf.
• Berliner Morgenpost am 11.10.08: NPD will demonstrieren
• Interview mit dem Sprecher der Initiative "Heinersdorf öffne Dich. Audio.
• Neues Deutschland am 15.10.08: Der Alltag soll die Wogen glätten.
- und viele andere.
Die letzte Meldung der Jungen Welt am 16.10.08:
Die neofaschistische NPD hat ihre Mahnwache nahe des Moscheegeländes unterdessen abgesagt. Es wird damit gerechnet, daß sich ihre Anhänger dem Aufzug der rechten Bürgerinitiative anschließen.
[Durch Verlinkung mache ich mir die verlinkten Artikel keinesfalls "zu eigen", sondern dokumentiere sie.]
Am 11.10.08 wird im rbb der Film "Halbmond über Ostdeutschland" ausgestrahlt.
["16. Oktober in Heinersdorf und Erlangen - interessante Ereignisse ... »]
Titten und Arsch im Dienste der Islamophobie - eine Wanderlegende in neuer Form
Ey' isch fick' Deine Mutter, oder so...- Nach Leon de Winter müssen wir ja auch mal schauen, was Afshin Ellian so macht. ["Titten und Arsch im Dienste der Islamophobie - eine ... »]
Muss man Blasphemie bepreisen
"Brights - Die Natur des Zweifels" berichten über den Blasphemie-Preis “Der Freche Mario” des “Bund der Geistesfreiheit München”.
Nun ist es ja nicht so, dass es eine Mangel an, oder eine Notwendigkeit für Blasphemie gibt. Denn meist ist Blasphemie weniger Gotteslästerung als die Beleidigung andersdenkender. Das was bei diesem Wettbewerb bepreist wurde ist für mich weniger Blasphemie als ganz normale Kritik mit den Mitteln der Satire. ["Muss man Blasphemie bepreisen" mehr »]
Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese
Duckhome hatte hier und hier über den Fall Kalisch berichtet;
["Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese" mehr »]

















