Pipifantenverein in Hamburg geplant
Gestern bin ich auf einem Artikel beim Politblogger aufmerksam gemacht worden, wo der sich köstlich darüber amüsiert, das die Leute von PI, die sich persönlich als "Politically Inncorrect" bezeichnen, aber nur die Vorurteile der Islamophoben bedienen, sich in Hamburg in der Realität treffen wollen.
Das ist schon ein herzliches Lachen wert. Es empfiehlt sich wirklich die Kommentare zu dem Artikel zu lesen. Normalerweise stehen die Pipifanten ja in der Realität nicht zu dem, was sie im Internet anonym und großmäulig verkünden. Es war mir schon immer ein großes Vergnügen, darauf hinzuweisen, dass zwar 30.000 Leute im Internet PI und den anderen rechten und teilweise rassistischen oder faschistischen Dreck im Internet lesen, bei ihren großmächtig angekündigten Demonstrationen aber immer nur ein paar Hanseln auftreten, die eh nichts mehr zu verlieren haben. ["Pipifantenverein in Hamburg geplant" mehr »]
Europawahl - Die Rechten, Antisemiten und Islamophoben jubeln
Nein, diesmal jubeln sich nicht über die deutschen Wahlergebnisse. Da sind sie von ihren Zielen weiter denn je entfernt. Je giftiger sich auch die deutschen Fascho-Blogs und die Nazipostillen gebärden, desto weniger schaffen sie es den Bürger wirklich zu erreichen und das ist gut so. Leider erreichen sie bei Kommunalwahlen immer mal wieder Erfolge, was aber nicht daran liegt, dass sie so gut sind, sondern dass die anderen Parteien so schlecht sind.
Deshalb jubeln sie jetzt stellvertretend in Europa. Sie jubeln mit der Partij voor de Vrijheid von Geert Wilders, der jetzt in den Niederlanden wohl wegen Volksverhetzung vor Gericht muss. Sie jubeln aber auch für die Lega Nord, FPÖ, Libertas in Frankreich und Irland, für die PRM in Rumänien, die Jobbik-Partei in Ungarn, die "Wahren Finnen, die DVP Dänemark, die UK Independence Party (Ukip), die British National Party (BNP) die alle dazu gewonnen haben und selbst der der Vlaams Belang der zwei Prozent verlor, weil er sich gespalten hat, findet lauten Beifall. ["Europawahl - Die Rechten, Antisemiten und Islamophoben jubeln" mehr »]
Lieberose/Jamlitz - Spät, aber nicht zu spät
Heute beginnt in Jamlitz (sorbisch Jemjelnica), das zum Amt Lieberose (niedersorbisch Luboraz) gehört, die Suche nach dem Massengrab, in dem die Waffen-SS 753 jüdische Häftlinge, die sie zuvor ermordete, verscharrt hat.
Das "Arbeitslager Lieberose", welches sich in Wirklichkeit in Jamlitz befand, war von der Waffen-SS als Außenlager zum KZ Sachsenhausen aufgezogen worden und diente dazu, der Waffen-SS Arbeitssklaven für die Errichtung des SS-Truppenübungsplatzes „Kurmark" mit Kasernen, Straßen und sonstigen Bauten zu verschaffen. Es war von Anfang an ein Vernichtungslager. Nur sollte dort nicht mit Gas vernichtet werden, sondern durch Arbeit. ["Lieberose/Jamlitz - Spät, aber nicht zu spät" mehr »]
Das "Arbeitslager Lieberose", welches sich in Wirklichkeit in Jamlitz befand, war von der Waffen-SS als Außenlager zum KZ Sachsenhausen aufgezogen worden und diente dazu, der Waffen-SS Arbeitssklaven für die Errichtung des SS-Truppenübungsplatzes „Kurmark" mit Kasernen, Straßen und sonstigen Bauten zu verschaffen. Es war von Anfang an ein Vernichtungslager. Nur sollte dort nicht mit Gas vernichtet werden, sondern durch Arbeit. ["Lieberose/Jamlitz - Spät, aber nicht zu spät" mehr »]
Ich hab ein Herz geschenkt bekommen
Es ist ein Herz aus Papier. Mein Sohn hat es für mich ausgeschnitten und mir mit einem strahlenden Lächeln geschenkt. Er hat gerade die Phase, wo ihn Formen interessieren. Quadrate, Rechtecke und natürlich auch Herzen. Ich bekomme ständig irgendetwas von den Kindern. Meist sind es Bilder. Sie malen gerne, und so hat das Papier, das ich häufig in Mengen ausdrucke, eben noch eine Zweitverwertung. Meist sogar eine dritte, wenn die Bilder bei mir an der Wand hängen.
Das Herz war irgendwie zu klein, um es an die Wand zu hängen. Deshalb lag es auf meinem Schreibtisch. Irgendwann habe ich es, aus welchem Grunde auch immer, herumgedreht. Auf der Rückseite waren Namen zu erkennen.
Das Herz war irgendwie zu klein, um es an die Wand zu hängen. Deshalb lag es auf meinem Schreibtisch. Irgendwann habe ich es, aus welchem Grunde auch immer, herumgedreht. Auf der Rückseite waren Namen zu erkennen.
Dalum, Gantenwald, Hemer, Hersbruck, Janowska, Kuhlen, Lichtenburg, Majdanek, Struthof["Ich hab ein Herz geschenkt bekommen" mehr »]
Nur damit keiner sagt, er habe es nicht gewusst
Diese beiden Videos darf man aus unverständlichen Gründen nicht einbetten, aber ich halte es für wichtig, sie beide immer mal wieder zu zeigen. Es sind scheinbar normale Frauen. Aber eben nur scheinbar. Wie dünn die Tünche der Zivilisation ist, sieht man hier. Ich glaube nicht, dass die Leute heute besser sind:
AUFSEHERINNEN IN AUSCHWITZ-BIRKENAU
AUSCHWITZ INSIDE THE NAZI STATE (SS-OBERAUFSEHERIN IRMA GRESE)
Was ist mit der eifrigen Politesse, der Beamtin in der Abschiebehaft oder der Hartz-IV-Sachbearbeiterin im Jobcenter, die ein wenig zu viel Spass an ihrem Job haben. Werden wir es schaffen, rechtzeitig Grenzen zu ziehen, oder sind schon alle Dämme gebrochen? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich eine Richterin am Landesarbeitsgericht Berlin sehe, die eine andere Frau in die Arbeitslosigkeit auf Lebenszeit schickt, weil sie angeblich 1,30 Euro in Pfandbons unterschlagen habe, dann bekomme ich Angst. Eine sehr alte Angst. Eine Angst, die eigentlich in Deutschland überwunden sein sollte.
AUFSEHERINNEN IN AUSCHWITZ-BIRKENAU
AUSCHWITZ INSIDE THE NAZI STATE (SS-OBERAUFSEHERIN IRMA GRESE)
Was ist mit der eifrigen Politesse, der Beamtin in der Abschiebehaft oder der Hartz-IV-Sachbearbeiterin im Jobcenter, die ein wenig zu viel Spass an ihrem Job haben. Werden wir es schaffen, rechtzeitig Grenzen zu ziehen, oder sind schon alle Dämme gebrochen? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich eine Richterin am Landesarbeitsgericht Berlin sehe, die eine andere Frau in die Arbeitslosigkeit auf Lebenszeit schickt, weil sie angeblich 1,30 Euro in Pfandbons unterschlagen habe, dann bekomme ich Angst. Eine sehr alte Angst. Eine Angst, die eigentlich in Deutschland überwunden sein sollte.
Horst Mahler, der Aschermittwoch und die deutsche Justiz
Über die Person Horst Mahler ist viel geschrieben worden. Einiges war dummes Zeug, anderes schildert das dumme Zeug, für das Horst Mahler steht und stand. Zweifelsohne war er nie mit seiner Rolle in dieser Welt zufrieden und bettelte ständig um öffentliche Aufmerksamkeit. Er wird immer als Mitbegründer der RAF genannt, obwohl auch daran schon seit langem ernsthafte Zweifel bestehen und Gerüchte kursieren, dass er auch da nur ein großes Wort geführt habe, aber eigentlich nur ausführendes Mitglied war. Die Wahrheit hierzu wird sich kaum herausfinden lassen.
Sein Wandel vom angeblich Linken zum angeblich Rechten überraschte wohl nur die Leute, die ihn nicht genauer kannten. Seine RAF war tot, bei den Nachfolgern konnte er keinen Blumentopf mehr gewinnen, also war es logisch, sich den Nazis anzuschließen. Politisch korrekt heißen die zwar Neonazis, aber da in ihnen nichts Neues ist, macht es keinen Sinn, solche Unterschiede zu pflegen. ["Horst Mahler, der Aschermittwoch und die deutsche Justiz" mehr »]
Sein Wandel vom angeblich Linken zum angeblich Rechten überraschte wohl nur die Leute, die ihn nicht genauer kannten. Seine RAF war tot, bei den Nachfolgern konnte er keinen Blumentopf mehr gewinnen, also war es logisch, sich den Nazis anzuschließen. Politisch korrekt heißen die zwar Neonazis, aber da in ihnen nichts Neues ist, macht es keinen Sinn, solche Unterschiede zu pflegen. ["Horst Mahler, der Aschermittwoch und die deutsche Justiz" mehr »]
Ramsauer Arm in Arm mit den Rechten
Peter Ramsauer, die Obergurke der CSU-Gurkentruppe im deutschen Bundestag, hat endlich einer alten Forderungen der Rechten nachgegeben. Er will nämlich nicht nur die Staatsangehörigkeit von Tätern erfassen, sondern auch noch das Herkunftsland. Das ist genau das, was die Neo- und Altnazis, zusammen mit den Islamophoben, schon immer gefordert haben.
Nachdem die Straftaten von Ausländern zurückgingen, sollen sie nun künstlich erhöht werden, indem über die Herkunft auch Deutsche als Ausländer erfasst werden können. Das ist perfide, wird aber zumindest kurzfristig zu einem Anstieg führen. Die Rechten haben ihr Ziel erreicht. Wir können sicher sein, dass die Taten aller Ausländer und der eingebürgerten Ausländer von der Rechten den Muslimen zugeschrieben werden. ["Ramsauer Arm in Arm mit den Rechten" mehr »]
Patra: das Liebäugeln mit Rechts
Eine kaum durch die Medien beachtete Tatsache ...
Bericht aus Patra von Mittwoch, 10.12.08, 3 Uhr morgens
Alexis Grigoropoulos † - Wie kann ich hallo sagen nach dem, was hier passiert ist? Natürlich spricht niemand über Patra. Wer wird sagen, dass die Polizei Nazis zu Hilfe gerufen hat? Sie haben uns 2km lang gejagt! Und wir waren ungefähr 1000 unbewaffnete Leute. Oh, ich bin so wütend. Ich musste mit einigen anderen in ein Haus von einem in der Nähe flüchten, weil wir natürlich die letzten waren, die die Demo verlassen haben.
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Quelle:
voninnensindwirdochallegleich.de
voninnensindwirdochallegleich.de
Zitat des Tages von Martin Niemöller: Der verschwiegene Mensch
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Wir sehen nicht hin.
Wir wollen nicht sehen.
Es ging immer schon um Menschen die anders waren. Um Menschen die nicht in das gewünschte System passten. Ja - auch heute noch. Die Uhr des politischen Systems hat nie aufgehört zu ticken.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Wir sehen nicht hin.
Wir wollen nicht sehen.
Es ging immer schon um Menschen die anders waren. Um Menschen die nicht in das gewünschte System passten. Ja - auch heute noch. Die Uhr des politischen Systems hat nie aufgehört zu ticken.
Frage nicht, was sie für Dich tun können ...
... frage Dich, was Du für sie tun kannst!
Es ist eine Zeit angekommen, ein Punkt erreicht, an dem wir uns nicht mehr auf andere verlassen können. Im Grunde war dies noch nie so. Eigentlich waren wir immer besser bedient, wenn wir selbst etwas in unsere Hände genommen haben. Und genau das muss wieder aus den Tiefen unserer Köpfe hervorgegraben werden. Verlassen wir uns auf andere, sind wir verlassen.
So in fast allen Bereichen der Lebensführung. Sei es bei der Versorgung oder bei der Bildung. Letztere ist keine Bildung im eigentlichen Sinne mehr. Es ist ein enger Gürtel darum geschnürt, gelehrt wird nur, was den Vorgaben entspricht. Nur manchmal versucht ein Lehrling den Gürtel zu lockern, um ihn schlussendlich öffnen zu wollen. Meistens jedoch zieht die Lehrkraft den Gürtel dann noch enger. Die Luft zum Atmen wird auf ein Minimum heruntergedreht. Manchmal, durch Repressionen in Form von Benotungen, gar einfach abgedreht.
["Frage nicht, was sie für Dich tun können ..." mehr »]
Das gilt nicht nur für Nazis sondern auch für Rassisten und Faschisten jeder Art
Wenn man am Aufräumen ist, findet man die tollsten Sachen:
Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus.
Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig.
Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent.
Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi.
Gerhard Bronner
Kürzer und genauer kann man es nicht auf den Punkt bringen.
Meine kleine Jüdin in Dachau - schöner singen mit Front National und Vlaams Belang
Yelloman machte dankenswerterweise darauf aufmerksam, wie einem Vlaamsbelanger die projüdische Tünche abplatzte - und das ganz ohne "taalgrens", Sprachengrenze, denn ein "franstaliger", also ein francophoner Kamerad war auch dabei. Offensichtlich ist der ganze "taalstrijd" auch nur eine Veranstaltung für's dumme Volk.
["Meine kleine Jüdin in Dachau - schöner singen mit Front ... »]
["Meine kleine Jüdin in Dachau - schöner singen mit Front ... »]
Keine Tötungsabsicht und überhaupt ist bei unserer Justiz alles in Ordnung
Was haben wir doch für eine tolle Justiz. Da haut ein 19 jähriger einer 13 jährigen mit einer Gasflasche auf den Kopf und es besteht für die Staatsanwaltschaft Kassel kein Grund anzunehmen, dass es sich um ein Delikt mit Tötungsabsicht handelt. Das Mädchen hatte ja gar keine Hirnblutungen wird da gesagt. Vermutlich wollte ihr der gute Junge nur einen schöneren Scheitel ziehen. ["Keine Tötungsabsicht und überhaupt ist bei unserer Justiz alles ... »]
Henryk M. Broder - Wo ist dein Bruder Mohamed
Manchmal wünschte man sich, dass es einen Gott gäbe, der Leuten wie Henryk M. Broder diese Frage am Ende eines unnützen Lebens stellen würde, wie sie Kain laut der Elberfelder Übersetzung der Bibel von 1871 in Bezug auf seinen Bruder Abel gestellt wurde. Es steht zu befürchten, dass Broder in der gleichen verstockten Art wie Kain antworten würde.
Warum soll Doktor Tod plötzlich für tot erklärt werden
Doktor Tod ist Dr. Aribert Heim geboren 28.6.1914 in Bad Radkersburg, Österreich. Er war auch als "Schlächter von Mauthausen" bekannt und ist einer jener Nazi-Ärzte, deren Gedankengut, zumindest in Teilaspekten, bei einigen Medizinern bis heute noch vorkommt. Deshalb ist es wichtig diesen Fall mit besonderem Augenmerk zu betrachten. Die wesentlichen Elemente seiner Lebensgeschichte sind in Wikipedia sehr ruhig zusammengefasst. ["Warum soll Doktor Tod plötzlich für tot erklärt werden" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-22
• Übernahmekampf mit Schaeffler Contis Abwehrfront bröckelt
• "Doktor Tod" hat ein Konto in Deutschland
• Großhirn an Otto - aufhören!
• "Der Standort Deutschland ist gefährdet"
• Stoiber erwägt Kandidatur für Europa-Parlament ["Kurzkommentar 2008-07-22" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-09
• Flucht von Investoren - Dramatischer Währungsverfall in Asien
• Steigende Temperaturen - Berlin, 41 Grad
• Vertrag mit dem Vatikan – Hitlers erster Triumph
• Dick Marty soll Organhandel aufdecken
• China lässt deutsche Fabriken schließen ["Kurzkommentar 2008-07-09" mehr »]
Kopfloser Adolf - Staatsschutz ermittelt
Na bitte. Hat doch geklappt. Madame Tussauds in Berlin - Besucher köpft Hitler
Kurz nach der Eröffnung des neuen Berliner Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds hat ein Besucher den Kopf der Figur von Adolf Hitler abgerissen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte ein 41-Jähriger das Museum nahe dem Brandenburger Tor gegen 10.00 Uhr betreten und die Figur angefasst. Als ein weiterer Besucher ihn davon abhalten wollte, kam es zu einem Handgemenge. Schließlich riss der Mann den Kopf der Wachsfigur ab.
Alarmierte Polizisten konnten den in Berlin-Kreuzberg wohnenden Mann kurz darauf in dem Museum festnehmen. Nach ersten Erkenntnissen wollte der 41-Jährige gegen die Ausstellung demonstrieren. Der Staatsschutz ermittelt.
Ja ist es denn nicht schön. Der Staatschutz ermittelt. Ja richtig Hitler war ja mal Deutschlands Führer und Staatsschef. Da ist es selbstverständlich, dass, wenn jemand einer Wachspuppe von diesem Menschen den Kopf abreißt, der Staatschutz kommt. Vermutlich wird sich auch gleich die Bundesanwaltschaft einschalten und Schäuble wird uns von einem terroristischen Angriff erzählen und das sofortige Abhören aller Berliner Haushalte befehlen. Staatsschutz. Bei denen piept es wohl.
Natürlich muss man Hitler nicht ausstellen, wobei ich mir in Berlin nicht sicher bin, ob er nicht dort ins Panoptikum gehört. Wenn er aber schon da ist muss man ihn auch nicht zerstören. Protest der zerstört diffamiert sich selbst. Das ist ja der Grund warum unsere Polizei so gerne bei Demonstrationen mit verdeckten Plänklern arbeitet, die aus der Menge heraus Angriffe auf die Polizei vortäuschen. Dann sehen die Demonstranten nämlich schlecht aus. Wenn das nicht klappt wie beim G8-Treffen dann sieht die Polizei blöd aus.
Der Täter hat auf jeden Fall eines erreicht. Man kann über Hitler in der Ausstellung nicht mehr diskutieren. Überhaupt nicht mehr diskutieren kann man über Helmut Kohl, der sich nicht erinnert seine Einwilligung für die Darstellung seiner Person gegeben zu haben und seinen Rechtsanwalt informiert. Kohl sollte vorsichtig sein. Seinen Körper zu bauen war sicherlich schwierig. Von dem Wachs, das dafür notwendig war, hätte man weite Teile der Welt beleuchten können.
Zum anderen aber ist es mit Kohls Gedächtnis ja so eine Sache. Er konnte sich ja auch nicht erinnern wer ihm die Millionen gegeben hat, die er als Spenden bezeichnete. Bei Schäuble wissen wir es wenigsten bei einem Teil der Summe die er von einem Waffenschieber bekam. Wenn Kohl sich erinnern könnte wüsste ich gerne wer ihm die Millionen gab. Waffenschieber, Spekulanten? Natürlich gehört der ins Panoptikum.
Gesammelte Gemeinheiten 10
Üppiges Übergangsgeld für Ziebart
Dem 58-Jährigen Ziebart stehen laut Vertrag jährlich 560 000 Euro Ruhegehalt zu, das unabhängig von seinem Alter und dem Zeitpunkt seines Ausscheidens gezahlt wird. Sollte er einen neuen Job annehmen oder freiberuflich Einnahmen erzielen, so muss er sich das zwar anrechnen lassen, 280 000 Euro per anno sind ihm allerdings auch dann aus der Infineon-Kasse sicher. Für Ziebarts Nachfolger Peter Bauer gelten dieselben Regeln. Bauer ist erst 47 Jahre alt.
Ex-EnBW-Chef Claassen bekommt nach Auslaufen seines Vertrags jährlich 398 000 Euro und steht mit dieser Regelung in der Kritik. Er war bei Ausscheiden allerdings erst 44 Jahre alt und verteidigt sich unter anderem mit dem Argument, solche Übergangs- oder Ruhegeld-Vereinbarungen seien üblich bei deutschen Konzernen.
Es sind ja gar nicht die Ruhebezüge die stören. Ob die nun angemessen sind oder nicht. Es ist die Tatsache, das da Leute für ihre Verantwortunglosigkeit und für ihre Unfähigket belohnt werden, die so erbittert. Ein normaler Mensch würde aus seiner Stellung fliegen und schnell bei Hartz IV landen, diese Herren stellen sich dann aber noch hin und schimpfen über die Armen. Ziebart und Claassen müssten mit ihrem Vermögen für die Schäden einstehen die sie angerichtet haben und dürften maximal den Hartz IV Satz bekommen. Dann hätten wir auch schnell bessere Manager und mehr Solidarität.
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Soziale Milchwirtschaft
Aus meiner Sicht, funktioniert die Allianz zwischen Handel und Molkerei einfach zu gut als es die Allianz zw. Molkerei und Bauer (geben) müsste.
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Regionale Herstellung und Verarbeitung der Grundnahrungsmittel (Milch, Quark, Joghurt) würden viele Probleme gar nicht erst entstehen lassen. Darüber hinaus kann man ja noch immer einen Markt für Spezialitäten (franz. Käse *schmelz*) zulassen.
Alle Transporte von Lebendvieh außer zu Zuchtzwecken, Zuchtschauen, Reitturnieren müssten auf maximal 100 km in zwei Monaten begrenzt werden. Damit würde der Viehtourismus beendet. Für alle andere Fahrten über 100 km muss ein striktes Nutzungverbot für den LKW ausgesprochen werden und die allerdings nicht privatisierte Bahn als Beförderungsmittel vorgeschlagen werden.
Damit hätten sich die großen Ketten schnell erledigt. Allerdings bin ich ebenso der Überzeugung das die Subventionen komplett auf Null gebracht werden müssen und ein Bewirtschaftungsgebot für Flächen verhängt wird, das zur Nutzung zwingt und einen Nutzungsnachweis erfordert. Wer nicht nutzt oder nutzen lässt und mehrfach bestraft wird, verliert sein Eigentumsrecht.
Wer Landwirtschaft zur Pflege eines bestimmten Landschaftstyps will, muss diese Pflege bezahlen.
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Kölner Stadt-Anzeiger: Ex-BDI-Chef Henkel weist Kritik der Union an deutschen Großunternehmen vehement zurück - "Versündigung am Gemeinwohl"
Der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, hat die Kritik der Union an Regelverstößen in deutschen Großunternehmen vehement zurück gewiesen. "Die deutsche Wirtschaft braucht von der deutschen Politik keinen Nachhilfeunterricht in Moral und Ethik", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). Man könne vom Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Norbert Röttgen, "erwarten, dass er die Bevölkerung aufklärt und nicht noch weiter ins Bockshorn jagt, so Henkel weiter. Röttgen und andere versündigten sich am Gemeinwohl, indem sie Einzelfälle verallgemeinerten, statt sie zu erklären. "Es kommt mehr raus als früher", fuhr Henkel fort. "Das heißt aber nicht, dass mehr passiert. Die ethischen Standards entwickeln sich durchaus positiv."
Wenn Hans-Olaf vom Gemeinwohl spricht, weiß jeder das er betrügen will. Henkel war als Manager der IBM so mit das unfähigste was einem Unternehmen in Deutschland jemals zugestoßen ist. Er war nahe daran den Laden zu ruinieren. Das er sauer auf Norbert Röttgen ist, verstehe ich. Der wollte ja gleichtzeitig Arbeitgeberlobbyist und Politiker sein, etwas was ihm Hans-Olaf schon damals übel genommen hat.
Richtig ist auch das Röttgen dem Hans-Olaf nichts von Moral zu erklären braucht, selbst wenn er gerne den Erklärbären gibt.
Selbstverständlich sind Politik und Wirtschaft gleichermaßen ohne Moral und Ethik. Dafür aber weisen sie ein beeindruckendes Maß an Verantwortungslosigkeit auf.
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Regierung beschließt BKA-Gesetz
Nach jahrelangem Streit hat das Kabinett den Entwurf von Innenminister Schäuble auf den Weg gebracht. Die Opposition spricht von einem "schwarzen Tag für die Bürgerrechte"
Das Bundeskriminalamt erhält durch das Gesetz zusätzliche Kompetenzen im Kampf gegen den Terrorismus. Strittigster Punkt war dabei bis zuletzt die heimliche Online-Durchsuchung, also der verdeckte Zugriff von Ermittlern auf private Computer-Festplatten. Die Union konnte sich dabei nicht mit ihrer Forderung durchsetzen, dass Polizisten in eine Wohnung eindringen dürfen, um auf dem Computer eines Terrorverdächtigen die Spionagesoftware zu installieren. Ein sogenannter Bundestrojaner muss deshalb auf technischem Weg von außen eingeschleust werden.
Sie treten einem jetzt eben nicht die Tür ein, sondern kommen über das Betriebsystem, für das man selber bezahlt hat, das denen aber bereitwillig die Zugänge schafft, damit es Staatsaufträge gibt. Dieses Geschäft war von Anfang klar, egal wie es verpackt wird. Unser nach eigenen Angaben nicht vollständig durchgeknallter Innenminister hat sein Ziel erreicht. Es fehlt nicht mehr viel zu Diktatur.
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Eisernes Kreuz für Judenmord
In der Diskussion um die Wiedereinführung des Eisernen Kreuzes als Verdienstorden für die Bundeswehr meldet sich der Historiker Dieter Pohl vom Münchner Institut für Zeitgeschichte zu Wort. Er berichtet von neu ausgewerteten Akten, die belegen, dass dieser Orden auch an Verantwortliche für Holocaust-Massaker verliehen wurden.
Die begehrte Auszeichnung erhielten demnach unter anderem die SS-Offiziere Rudolf Lange (verantwortlich für den Mord an 60 000 Juden) und Friedrich Jeckeln, der zahllose Mordaktionen in der Ukraine und im Baltikum organisierte, darunter das berüchtigte Massaker von Babij Jar bei Kiew.
Auch Jürgen Stroop, der Vernichter des Warschauer Ghettos, wurde für seine Tat mit dem Tapferkeitsorden geehrt. Vom Mythos des Eisernen Kreuzes, schreibt Dieter Pohl, sei in Vernichtungskrieg und Holocaust wenig übrig geblieben. Das Eiserne Kreuz habe in den fünfziger Jahren nur deswegen wieder salonfähig werden können, weil diese Verbrechen nach 1945 verdrängt und vertuscht wurden.
Es ist schön, das diesmal ein Historiker es dem Historiker Wolffsohn und unserem Bundeskriegminister aufschreiben. Leider wird es nicht nützen. Das alte gemeine Symbol für sinnloses Morden wird das neue Symbol der Ehre der Herren Jung und Wolffsohn. Nein die werden sich nicht schämen. Scham setzt Verstand und Gefühl voraus.
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Wir wollen nicht gedenken
Das ist doch alles schon so lange her. Wer braucht da noch Gedenkstätten. Das sagt man natürlich nicht laut. Laut schafft man Zentralgedenkstätten. Als Hauptgedenkstätten in der Hauptstadt. An Stellen wo man vielleicht über die Hauptstadt nachdenken, aber nicht den Opfern gedenken könnte.
Natürlich streng getrennte Hauptgedenkstätten. Da macht man es wie Naziverbrecher und gibt denen damit nachträglich recht:

Kennzeichen für Schutzhäftlinge in den Konzentrationslagern (wikipedia)
Die Nazis waren gute Bürokraten. Die wussten zu trennen. Wenn wir nichts gelernt haben dann eines. Wir trennen. Wir trennen den Müll, wir trennen die Alten von den Jungen, die Kranken von den Gesunden, die Armen von den Reichen, die Klugen von den Dummen, die noch mit Arbeitsverträgen versehenen von den Arbeitslosen, die Arbeitslosen von den Hartz IV Empfängern. Wir trennen.
Natürlich trennen wir auch die Opfer der Nazimörder. Den vom mörderischen CDU-Politiker, Richter und Weikersheim-Gründer nach Kriegsende ermordeten Matrosen Walter Gröger trennen wir von den Menschen in dem wir seinem Mörder vom CDU-Ministerpräsidenten Herrn Oettinger eine ergreifende Gedächtnisrede halten lassen und dieser schmutzige Mann auch noch weiter Politik für die CDU in Deutschland machen darf.
Jede neue Entscheidung in diesem Bundestag der Unmenschlichkeit führt zu weiteren Trennungen, raubt den Menschen den Mut, die Hoffnung und das Selbstwertgefühl. Da ist es klar das die auch den Opfern getrennt gedenken.
Den toten Juden ihr Mahnmal, ein Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma, ein Homosexuellen-Mahnmal, kein Mahnmal für die Bibelforscher und auch keins für die Kommunisten und Sozialisten. Keins für die Huren und Kleinkriminellen. Selbst im Tode wissen wir noch wohl zu trennen.
Nun haben wir da also ein paar künstliche Mahnmale an bedeutungslosen Stellen. Was ich von Mahnmalen halte habe ich schon früher geschildert:
... Orte des Erinnerns haben wir mehr als genug - Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald, Mauthausen, Ravensbrück, Auschwitz, Bergen-Belsen - wozu brauchen wir da ein paar Stahlbetonstelen, um an die Toten zu erinnern?
Es wäre mir auch ziemlich egal was die große Politik zusammen mit einigen Berufsopfern und Berufsbetroffenen hier in Berlin betrieben. Geld hätten wir in Unmengen für viele Mahnmale und Denkmäler übrig. Aber es gibt einen Punkt, der treibt einem die Scham und die Wut ins Gesicht. Während sich hier ein paar alte geifernde Böcke und die dazugehörigen Ziegen gegenseitig beweihräuchern weil sie ein Ei gekackt, bzw. ein Denkmal errichtet haben, zerfallen uns aus Geldmangel die Orte des wirklichen Gedenkens.
Matthias Hannemann schreibt in der FAZ einen Artikel den man all diesen Berliner Hauptstadmahnmalfuzzies solange um die Ohren schlagen sollte, bis sie begriffen haben was sie da eigentlich treiben:
Konzentrationslager Bergen-Belsen
Im schweren Gelände der Geschichte
Es wächst viel Gras über diesen Dingen, und ein Wald aus schnellem, auch billigem Holz. Und wäre nicht dieser Neubau, dieser weiße Betonkeil, den sie unlängst in den Wald hineintrieben, so dass er auch von der Landstraße aus gesehen werden muss - die Rechnung des Landschaftsarchitekten Wilhelm Hübotter wäre fast aufgegangen: Ein grauenhaft deutscher Ort im Nichts der Lüneburger Heide hätte sich in eine germanische Kultstätte, ganz ähnlich dem Sachsenhain, verwandelt.
Im Sachsenhain gedachte die SS einst der Hinrichtung der Sachsen durch Karl den Großen, eines „Blutgerichts“. Auch die Briten verstanden, dass der Sachsenhain als Blaupause für eine Gedenkstätte nicht anging, nachdem sie das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit und die Leichenberge mit Bulldozern zusammengeschoben hatten. Und trotzdem wurde das Gelände des Lagers im Winter 1945, kurz nach den ersten Prozessen, im Wesentlichen nach Hübotters Entwürfen begradigt, bis die Massengräber von einst zu Grabhügeln stilisiert und die Reste des Lagers unter Heide und Wald verschwunden waren.
..
„Was es nach der Verbrennung der Baracken noch zu sehen gab, wurde von deutschen Behörden schnell abgerissen.“ Wilfried Wiedemann packt eine Luftaufnahme der Royal Air Force aus dem September 1944 aus, die in der Flut der Aufklärungsbilder nicht mehr ausgewertet worden war. Erst jetzt kommt sie zum Einsatz. Sie hilft Jugendgruppen bei Ausgrabungen, die Funde wurden in den Boden des neuen Dokumentenhauses eingelassen: etwas Geschirr, eine Brille, Stacheldraht. Und sie hilft auch Besuchern, sich auf den verschütteten Pfaden des Lagers zu orientieren.
„Wir haben immerhin schon Schneisen in den Wald schlagen können, um die alte Struktur besser anzudeuten“, sagt Habbo Knoch. „Vielleicht können wir eines Tages auch Teile der Lagerstraße freilegen.“ Aber das ist kaum zu bewältigen über Initiativen wie die des Landesjugendrings Niedersachsen oder der „AG Bergen-Belsen“, die sich etwa für einen Güterwaggon an der vergessenen Verladerampe des Lagers einsetzt. Anders als den Gedenkstätten im Osten Deutschlands - vor allem den von der DDR propagandistisch ausgeschlachteten Konzentrationslagern Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück - wird den Gedenkstätten Bergen-Belsen, Dachau bei München, Neuengamme bei Hamburg und Flossenbürg im Oberpfälzer Wald bislang noch keine institutionelle Förderung mit Bundesmitteln zuteil.
Während sie uns in neue Kriege treiben, hatten weder der Schröder, noch der Joschka Fischer auch nur einen Gedanken an die Toten der Vergangenheit übrig. Von dem jämmerlichen Peter Struck will ich gar nicht reden. Bei der CDU verstehe ich es ja noch. Die muss sich vor allzu viel Nachdenken schützen. Arbeitet sie doch fleißig daran die neuen Verfolger in ihre Reihen zu ziehen. Außerdem ehren sie ja die Mörder aus dieser Zeit bis heute.
Die Menschen in diesem Land aber wissen, dass die Vergangenheit unkenntlich gemacht werden soll, damit niemand mehr Vergleiche ziehen kann. Man kann vielleich ein paar dumme junge CDU-Anhänger dazu anstiften ein Zweiklassenwahlrecht zu fordern oder man kann sich einen Muslimjäger halten. Man kann Gras über die Gedenkstätten wachsen lassen oder fröhlich zuschauen, wie die letzten Baracken abgefackelt werden. Aber man kann diese Vergangenheit nicht beerdigen. Egal was sich diese jämmerlichen Gestalten zusammenlügen.
Trennt weiter und immer weiter. Schafft euch die kleinen Gruppen denen ihr glaubt gefahrlos überlegen zu sein. Die Juden sind dumm genug euer Spiel mitzumachen. Die Homosexuellen freudig erregt. Andere haben das gemeine Spiel längst durchschaut. Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vergangen hat Franz-Josef Degenhardt diesem Land gesungen.
Es wird wieder Bundschuhzeit. Noch sind die roten Hähne in ihren Käfigen. Aber es wächst der Zorn und die heiße Wut in diesem Land. Das schnell wachsende Holz auf den Gräbern ist zwar kein beständiges Holz, aber für einfache Knüppel hervorragend geeignet. Einen Knüppel weiß jeder zu führen.
Gesammelte Gemeinheiten 7
Pofalla: Arme sind gar nicht so arm
Die Studie beruhe auf den Zahlen von 2005, dem Jahr des Regierungswechsels, sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. «Der Armutsbericht spiegelt das Ergebnis nach sieben Jahren rot-grüner Regierung wider», erklärte er. «Wir haben doch längst eine Trendumkehr in Deutschland.»
..
Auch ifo-Chef Werner Sinn betonte, die Menschen in Deutschland seien nicht so bedürftig, wie im Armutsbericht dargestellt. Pofalla sagte dem «Tagesspiegel am Sonntag», seit 2005 seien 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden - genau so viele, wie unter der Regierung von Gerhard Schröder (SPD) in der gleichen Zeit vernichtet worden seien. Ein Armutsbericht, der sich schon auf die Zahlen von heute stützen könnte, hätte demnach eine klare Botschaft: «Es geht aufwärts.»
Da haben sich die zwei richtigen gefunden. Es macht keinen Sinn sich mit ihren Thesen auseinanderzusetzen. Sie lügen schneller als ein Pferd laufen könnte. Es macht keinen Sinn davon zu sprechen das Professor Unsinns Arbeitsplätze Armutsarbeitsplätze sind, die ihren Mann und seine Familie nicht ernähren, aber Sinns Hintermänner das dreckige neoliberale und wirtschaftsfaschistische Pack reich machen. Das bringt alles nichts. Sinn und Pofalla gehören beide in den Knast, wobei ich bei Pofalla sicher erst noch einen guten Mediziner beiziehen würde, der feststellt ob Pofalla überhaupt verantwortlich ist für das was er sagt. Manchmal oder eigentlich meistens bezweifele ich das.
Aber wie dem auch sei. Eine alte Theorie bestätigt sich immer wieder. Ein Arschloch bleibt nicht nur ein Arschloch, das Arschloch an sich vergrößert sich auch noch. Natürlich betrifft das nicht die edlen Herren Pofalla und Sinn. Die sind ja keine Arschlöcher. Denn Arschlöcher haben einen Nutzen. Die beiden nicht.
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Otto Meyer in Ossietzky Die große Enteignung
Das neoliberale Projekt einer Privatisierung der Rente ist in Wahrheit ein massives Enteignungsvorhaben. Die bisher hierzulande geltende Gesetzliche Rente diente – und dient in ihren noch nicht demontierten Teilen immer noch – als kollektiver Fond der Arbeiterklasse für die Altersversorgung. Er ist zwar staatlich organisiert, seine Aufgabe ist aber eine solidarische Lohn-Umverteilung innerhalb der eigenen Klasse. Bei vollständiger Privatisierung (Schröders Minister Riester machte nur den Anfang, in Großbritannien und den USA ist man schon weiter) würde auch in der BRD mehr als ein Fünftel der Gesamtlohnsumme aus dem Konsumtionsfond der Arbeiterklasse genommen und der Kapitalakkumulation zugeschlagen. Das wären bald 250 Milliarden Euro jährlich, in vier Jahren also eine Billion. Das Ziel ist eine von der polit-ökonomischen Managerklasse ins Werk gesetzte gigantische Erhöhung der Gewinnrate durch massive Absenkung der Lohnrate.
Neoliberalismus ist eben Diebstahl. Genau wie bei Riester wird dann der innere Wert dieser Privatrente ausgehöhlt und von den Managern in wilden Spekulationen veruntreut. Was die Manager nicht verspielen, stiehlt der Staat in dem der die solidarische Rente einfach früher auslaufen lässt. Alle Menschen verlieren, vor allem aber auch die arbeitende Wirtschaft, der die Kaufkraft fehlt. Gewinnen tun wie immer die hemmungs-, gewissen-und verantwortungslosen Spekulanten.
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Folter an Kindern Fürchterlich schrille Schreie
Angesichts neuer Meldungen, dass internationale Beobachter und Journalisten weiterhin und wiederholt berichten, in irakischen Gefängnissen (d.h. in der Gewalt der US-Regierung) würden Hunderte oder sogar Tausende von Kindern gefangen gehalten - und wohl auch gefoltert – soll hier noch einmal ein Ausschnitt eines Artikels von Elmar Getto veröffentlicht werden. Wenn die Frage der Besatzung im Irak ansteht, so ist das unmenschlichste neben den 1 Million Ziviltoten die Folter an Kindern.
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Das schockierendste von allem ist, daß Bush Kinder foltern ließ und läßt. Die ersten Meldungen darüber gab es in „Report Mainz" im Sommer 2004. Florian Westphal, ein Repräsentant des Internationalen Roten Kreuzes, berichtete dort, daß das Rote Kreuz bei seinen Inspektionen in den Gefängnissen der Besatzer im Irak 109 Kinder angetroffen hatten (die internationale Definition von "Kinder" ist "höchstens 14 Jahre alt").
In der Sendung gab es auch einen Augenzeugenbericht von US-Staff Sergeant Samuel Provance, der über sexuellen Mißbrauch von Mädchen mit 15 und 16 Jahren berichtete.
Der beeindruckendste Zeugenbericht allerdings kam von Seymour Hersch, der von einem der Videos erzählt: „Dort wurden Kinder, Jungen gefoltert, indem man sie ‚sodomized’" (das ist der übliche US-Ausdruck für Analsex), sagte er. „Das schlimmste von allem war der Ton des Videos, wenn man die Jungen fürchterlich schrill schreien hörte. Und das ist unsere Regierung im Krieg!"
Ich kann diesen Artikel von Karl Weiss nicht nachprüfen. Das möge jeder für sich selber tun. Dank unserer verkommenen deutschen Medien und den genauso verkommenen in anderen Ländern ist die Suche nach der Wahrheit fast unmöglich geworden. Aber bisher hatte Karl Weiss mit allen Dingen recht, die ich bei ihm gelesen habe. Wir sollten dabei eins nicht vergessen. Herr Steinmeier war in dieser Zeit verantwortlicher Kanzleramtsminister. Wir sollten ihm deutlich zeigen was wir von ihm und seinesgleichen halten. Die hatten Zugang zu allen Informationen. Ich könnte kotzen.
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Die Ehrung der schuldigen Greise
Ärzte begingen im Namen der Wissenschaft unvorstellbare Verbrechen im Dritten Reich. Nach 1945 konnten viele ihre ärztliche Karriere ungebrochen fortsetzen. Einer von ihnen wird jetzt vom Internisten-Verband ausgezeichnet.
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Einer dieser Ärzte war Hans-Joachim Sewering. Jahrgang 1916, trat er 1933 der SS bei (Mitgliedsnummer 143 000), 1934 der NSDAP (Mitgliedsnummer 185 805). 1941 wurde er Arzt. Da überwies er körperlich und geistig behinderte Kinder aus dem "TBC-Hilfskrankenhaus Schönbrunn" an die "Kinderfachabteilung Eglfing-Haar", wo diese "unwerten Leben" ermordet wurden. Davon habe er nichts gewusst. Alle haben ja nichts gewusst.
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Nach über 60 Jahren ehren wir sie also wieder, die schuldigen Greise. Ungeniert und schamlos, als wäre nichts gewesen. Der BDI ist mit 25 000 Mitgliedern der größte europäische Fachärzteverband. Hat da wirklich niemand gewusst, wer geehrt wird?
Der Internisten-Verband BDI hat seine höchste Auszeichnung an den früheren NS-Arzt Sewering vergeben. Schamlos, als wäre nichts gewesen.
Ja warum sollten wir sie auch nicht ehren. Der Mordrichter Filbinger durfte den Menschenverachter Köhler wählen. Die CDU hetzt gegen die Linke, die eventuell eine Frau Schwan zur Bundespräsidentin wählen könnte und lässt Udo Ulfkotte in ihren Niederungen gegen die Muslime hetzen, währen ein deutsches Landgericht diejenigen verfolgt, die dagegen warnen. Es ist wieder soweit. Alles vergangen alles vergessen und auf ein Neues. Die Merkel reist derweil durch die Welt, Kauder und Oettinger mit Koch hetzen wo sie nur können. Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist leider noch nicht einmal vergangen.
Aber wenigstens dürfen wir wieder Krieg führen.
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Arbeitsmarktstatistik wird geschönt
Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hatte Möller der Bundesregierung vorgeworfen, die Daten künstlich niedrig zu halten und die "Arbeitslosen-Statistik" zu manipulieren. Möller bestritt diese Aussage. Er sei in diesem Punkt falsch zitiert worden. "Der von mir als Zitat ausgegebene Satz "Die Arbeitslosenstatistik ist manipuliert" ist nie gefallen."
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Der Stillen Reserve gehören nach Möllers Angaben rund 625.000 Menschen an. Hinzu kämen etwa eine Million Menschen, weil sie als Ein-Euro-Jobber arbeiten, gerade Fort- und Weiterbildungen absolvieren oder staatlich gefördert früh verrentet worden seien.
Da hat aber jemand mächtig Angst um seinen Arbeitsplatz. Ist in diesen Zeiten ja auch zu verstehen. Allerdings kann er meiner Ansicht nach schon kündigen. Wenn bei einer zu erwartenden Arbeitslosenzahl von 3,25 Millionen einfach 1,625 Millionen nicht mit gezählt werden, dann bedeutet das, dass 50 Prozent der Arbeitslosen nicht erfasst sind. Nein das ist nicht geschönt, das ist auch nicht nur manipuliert, das ist Betrug eine riesengroße schäbige Lüge, wie alles was uns diese Regierung an Zahlen vorsetzt. Aber wir regen uns nicht auf. Wir wissen ja genau das auch der von Herrn Möller zugegebene Betrug nicht stimmt. Wir haben ungefähr 10 - 12 Millionen Arbeitslose und ca. 6 Millionen Beschäftigte in Arbeitsverhältnissen von denen man nicht leben kann, wenn man so bezahlt wird.
Mann kann von diesen Beschäftigungsverhältnissen allerdings ganz gut leben wenn man ein bestochener Politik oder Großkapitalist ist. Einige Arbeitgeberfunktionäre der gehobenen Klasse leben auch ganz gut davon und viele Berater und sogenannte Wissenschaftler, die nur dreckige Mietmäuler sind.
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Der Holocaust passierte Leuten wie uns
Es betrifft nicht die anderen, es betrifft dich.
Das du heute auf nicht auf ihrer Liste standest, bedeutet nicht, das du morgen nicht darauf stehst.
Es ist egal mit wem sie anfangen. Sie werden nicht aufhören bevor sie dich haben. Du hast keine Wahl. Du musst dich wehren oder warten bis sie dich holen.
Israel - 60 Jahre und kein bisschen weise
Ähnlich wie bei angeblich muslimischer Gewalt ist es mit den Fehlern Israels. Man sieht sie, aber wenn man über sie schreibt kommt der Beifall immer nur aus der verkehrten Ecke. Natürlich macht Israel Fehler. Fehler bei denen man die Hände über den Kopf zusammen schlagen und lostoben möchte. Wie kann Israel so etwas tun.
Gerade die Deutschen haben ein erhebliches Problem mit den Fehlern Israels, vor allem die Deutschen die sich für die Taten der Nazis schämen und eine Wiederholung fürchten. Dieses Israel ist doch ein jüdischer Staat, ein Staat der Opfer. Opfer sind doch immer die Guten. Diese doch sehr optimistische Betrachtungsweise und die überall verbliebenen oder neu hinzu gekommenen Nazis und sonstige Faschisten und Rassisten machen es nicht eben leichter über Israel zu berichten.
Für mich steht fest, das die Gründung des Staates Israel eine direkte Folge des Holocaust ist. Der Zionismus als Treibmittel für eine Wiederbesiedlung Israels durch Juden und einen jüdischen Staat war wirklich nur die Sache einer kleinen jüdischen Minderheit. Leben wollten die meisten Juden da, wo sie zu Hause waren. Die schwärmerischen und idealistischen Juden die nach Palästina einwanderten, waren kein Problem. Sie wurden leicht integriert und lebten neben und vor allem mit den Palästinensern in Frieden.
Die Legende von der leeren Wüste die Palästina angeblich vor 1947 gewesen sei, widerlegt Schall und Rauch mit Eindrucksvollen Bildern. Ich teile auch seine Einschätzung das diese Legende eine Schutzbehauptung Israels ist und war, möchte ihm aber in Sachen Zionismus widersprechen. Diese Legende sollte jüdisches Fehlverhalten verschleiern. Genau das was Politik immer macht. Sie dem Zionismus zuzuweisen, gibt dem eine völlig übersteigerte Bedeutung.
Nach dem Holocaust wurden die Juden sehr genau wie wenig wert ihre Dienste für die jeweiligen Vaterländer denen wert gewesen waren. Sie kannten den Verrat und das was sie in lokalen Progromen immer noch den lokalen Gegebenheiten zugeordnet hatten, erwies sich als ein gesamteuropäisches Problem, ja eigentlich ein weltweites.
Um sich gegen den nächsten Vorfall verteidigen zu können musste man Staat werden. Das konnte man nicht in den geschlagenen alten Heimatländern und außer Israel bot sich nichts an. Kein Politiker und keine einflussreiche Gruppe nahm sich dieses Problems an. „Nächstes Jahr in Jerusalem!”: Mit diesem traditionellen Wunsch endet der erste Abend des jüdischen Pessach Festes. Dieser Satz ist allen Juden bekannt. Vor den Nazis war es ein mehr rituelle Spruch, dem nur sehr wenige Taten folgen ließen. Danach wurde er Programm.
Der Anspruch auf Palästina ließ sich sogar biblisch begründen und die britische Mandatsmacht, machte wie immer wo die Briten auftraten so ziemlich alles falsch. Fairerweise muss man den Briten zugestehen, das sie auch kaum Chancen hatten etwas richtig zu machen. Sie wurden überrannt und natürlich fühlten sich die Briten auch schuldig. Der Holocaust war ihnen in Wirklichkeit ja völlig egal gewesen. Aber ihren eigenen Juden waren sie auch nie besonders freundlich begegnet.
Natürlich passten diese Masseneinwanderung und die in Palästina herrschende Ordnung nicht zusammen. Dazu kam, das die Juden Spenden und Zuwendungen erhielten, die es ihnen ermöglichten viel Land in kurzer Zeit von gierigen Palästinensern zusammen zu kaufen. Die Palästinenser sahen den Wert des Landes unter Ertragsbedingungen und nicht als Legitimation für die Gründung des israelischen Staates. Trotzdem hätte das vorhandene Geld nie gereicht um die israelischen Pläne nur mit Zukauf möglich zu machen.
Goethe läßt den Mephisto im Faust sagen: "Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.". Israel wollte für die jüdische Palästinenser das Gute schaffen, schaffte aber für Juden und Palästinenser das Böse. Man muss es nicht wie lan Pappe formulieren und von einer ethnische Säuberung Palästinas reden.
Tatsache ist, das es Vertreibung gegeben hat und dass Israel mit der Ausgrenzung begonnen hat. Israel berief sich dabei zum einen auf die Lüge vom leeren Palästina zum anderen auf die Schuld, die die Welt gegenüber Israel und den Juden hatte, weil sie dem Holocaust uninteressiert zugesehen hat. Mir hat mal ein Israeli gesagt: "Natürlich wussten wir das wir im Unrecht waren. Aber verdammt warum sollten wir, die wir immer ungerecht behandelt wurden, plötzlich gerecht sein.".
Knapper kann man es nicht auf den Punkt bringen. Auch wenn es lange Zeit in der israelischen Gesellschaft kein offizielles Thema war, war es unterschwellig schon lange auf der Tagesordnung. Allerdings kann man in der Wüste vergossenes Wasser nicht wieder aufsammeln. Es versickert, verdunstet, ist scheinbar verschwunden. Das von Israel bei seiner Gründung vergossene Wasser ist nicht zurückzuholen. Die Ungerechtigkeit lässt sich durch nichts, wieder wett machen. Selbst wenn die Juden Israel heute am Tag aufgeben würden, würde das nichts wieder gut machen.
Daniel Barenboim hat zur weiteren Entwicklung Israels etwas sehr intelligentes gesagt:
Nach 1967 hat Israel sich sehr nach den USA ausgerichtet – nicht unbedingt zu seinem Vorteil. Die Traditionalisten sagten, die neu besetzten Gebiete geben wir nicht mehr her. Die Religiösen sagten, das sind nicht besetzte, sondern befreite, ja biblische Gebiete. Damit war das Ende des Sozialismus in Israel besiegelt. Seither wird der Konflikt im Nahen Osten weltpolitisch instrumentalisiert. Jahrzehntelang las man in riesigen Schlagzeilen von immer neuen Kriegen und Attentaten. Das hat die Situation in den Köpfen zementiert. Heute sind andere Krisenherde „wichtiger“, und über den Nahen Osten liest man fast gar nichts mehr. Das ist noch schlimmer.
Viele Israelis träumen, dass sie aufwachen – und die Palästinenser sind weg. Und die Palästinenser träumen, die Israelis seien weg. Beide Seiten können längst nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden. Das ist der psychologische Kern des Problems.
Seit den sechziger Jahren habe ich mich in Israel nicht mehr so wohlgefühlt. Natürlich ist es meine Heimat, meine Eltern sind beide in Jerusalem begraben. Immer wenn in Israel Krieg herrschte, habe ich dort gespielt: 1956, 1967, 1973. Die Musik war meine „Waffe“. 1970 aber, nach dem schwarzen September, sagte Golda Meir, was soll dieses Gerede von den Palästinensern? Wir sind das palästinensische Volk! Da hat es in meinem Kopf „Klick“ gemacht. Das war moralisch nicht in Ordnung.
Die Juden haben ein Recht auf diesen Staat. Der Holocaust und das schlechte Gewissen der Europäer nach ’45 haben diesen Anspruch noch verstärkt. Was sich leicht vergisst: Es gab auch einen gemäßigten Zionismus, es gab Leute wie Martin Buber, die von Anfang an die Nichtjuden mit bedachten, die in Palästina lebende Bevölkerung. Der militante Zionismus hingegen hat sich gedanklich nicht weiterentwickelt. Er basiert bis heute auf einer Lüge: Das Land, das die Juden besiedelten, war eben nicht leer!
Heute haben viele Israelis nicht die geringste Ahnung, was für ein Gefühl es ist, ein Palästinenser zu sein. Wie es ist, in einer Stadt wie Nablus zu leben, in einem Gefängnis für 180 000 Menschen. Dort gibt es kein Restaurant, kein Café, kein Kino. Nichts. Wo, bitteschön, bleibt hier die jüdische Intelligenz? Ich spreche nicht von Gerechtigkeit und nicht von Liebe. Warum aber füttert man den Hass im Gazastreifen immer weiter? Eine militärische Lösung wird es niemals geben. Hier kämpfen zwei Völker um ein und dasselbe Land. Dabei kann Israel so stark sein, wie es will, die Unsicherheit, die Angst wird bleiben. Der Konflikt hat sich nach innen gefressen, er nagt an der jüdischen Seele. Das hat man zugelassen.
Auch Barenboims Schuldzuweisung an den Zionismus widerspreche ich. Eine politische Lüge wird nicht zu einer zionistischen Lüge nur weil sie jemand im Namen des Zionismus ausspricht. Das ist wie mit den politischen Lügen Stalins, die ja nicht deshalb sozialistische oder kommunistische Lügen werden, weil Stalin Chef der kommunistischen Partei war.
Das was an der israelischen Seele nagt kennen wir Deutsche sehr gut. Es ist Scham und Wut. Wir sind wütend auf unsere Eltern und Großeltern die sich und auch uns den Holocaust und zwei Weltkriege angetan haben und wir schämen uns dafür. Wir schämen uns weil nach 1945 bei uns eben nicht aufgeräumt wurde sondern die Besatzer die einen als Verbrecher verfolgten die anderen aber nicht nur laufen ließen sondern wieder in Amt, Würde und Besitz setzten.
Weil damals nicht gesühnt wurde, kriecht bei uns der braune Dreck immer wieder aus allen Ecken hervor und die neuen, die vielleicht nicht braun aber zumindest genauso schlimm wie die Nazis sind, dürfen machen was sie wollen. Damit das alles pflichtschuldigst überdeckt wird, veranstalten unsere Medien in schöner Wiederholung die jeweiligen Märchenstunden. Sie reden gerne über die Vergangenheit, weil die so schön vergangen aussieht. Über die Probleme der Gegenwart schweigen sie lieber, picken sich höchstens mal eine Dumpfnazi heraus.
Da wundert es nicht das die Steinbergrecherche einen Beitrag zu derartigen Ritualen in Israel, von Dr. Ran HaCohen bringt, von dem Erhard Arendt auch eine Reihe von Aufsätzen bereit hält:
Zurschaustellung einer Hybris
Die öffentlichen Zeremonien werden live von allen öffentlichen Fernsehkanälen übertragen; der einzige Unterschied ist der Winkel der Kamera. Länger als zwei Wochen gibt es in den Medien nichts anderes als pure Indoktrination: Holocaust, Kriegsgeschichten, der Ruhm des Staates, ein Marsch der Politiker über die Bildschirme, leere Slogans über Israels „Einzigartigkeit“. Haben sie uns nichts Besseres zu bieten?
Nein haben sie nicht. Politik wie wir sie heute ausschließlich kennen nimmt jede Gelegenheit war, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Politik will keine Ergebnisse sondern das die Bürger ruhig bleiben. Überall auf der Welt. Wie der Opablog beschreibt, werden in diesem Zusammenhang auch die abstrusesten Forderungen immer lauter:
Benni-Morris, Historiker an der Ben-Gurion Universität in Beersheba, verlangt den atomaren Erstschlag Israels gegen den Iran. Was er im Interview mit dem "Standard" erklärt, läßt einem das Blut gefrieren.
Aber eigentlich sagt der bundesdeutsche General Naumann dasselbe, nur etwas unkonkreter.
Genau das ist Politik. Wir sollen dankbar sein, das die das noch schlimmere nicht tun. Wir sollen wissen das sie ja noch mehr Unheil anrichten könnten und wir zufrieden sein müssen das sie sich begrenzen. Dagegen zeigt Barenboim wo die einzige Möglichkeit einen Frieden zu gewinnen, zu suchen ist:
Wir Israelis müssen endlich den Mut haben, auf diese Gewalt nicht zu reagieren. Den Mut, zu unserer Geschichte zu stehen: Die Palästinenser durften nicht erwarten, dass wir uns nach dem Holocaust um andere kümmern konnten. Wir mussten überleben. Das haben wir getan, jetzt aber schauen wir gemeinsam nach vorn. Der israelische Ministerpräsident, der das vertritt, ist noch nicht geboren. Im Grunde sind wir heute nicht weiter als 1947, als die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas beschlossen. Schlimmer noch: 1947 hat man sich eine binationale Lösung vorstellen können, 60 Jahre später scheint sie undenkbar. In Israel spricht man heute im Blick auf die Zweistaatenlösung von Trennung, ja von Scheidung. Was für ein Zynismus! Scheiden lasse ich mich doch nur von jemandem, den ich einmal geliebt habe …
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Es macht mich wahnsinnig, zu sehen, wie viel Unrecht wir Juden täglich begehen und wie sehr wir damit die zukünftige Existenz Israels gefährden. So sarkastisch es klingt: Ich bin froh, dass ich 1942 geboren wurde. Ich werde es hoffentlich nicht mehr erleben, dass es keinen Staat Israel mehr geben könnte, so wie ich es auch nicht erleben werde, dass möglicherweise die klassische Musik in unseren Denken und Fühlen keine Rolle mehr spielt.
Ich lebe seit vielen Jahren nicht mehr in Israel, und ich bin mir meiner Außenwahrnehmung sehr bewusst. Manchmal werde ich gefragt: Was ist ein Jude? Da antworte ich: Ein Jude, der 2008 in Berlin antisemitische Erfahrungen macht, ist ein anderer als derjenige, dem das 1940 widerfährt. Damals fühlte man sich bedroht, heute denke ich an Israel, mein Land. Heute kann ich sagen: Entweder du setzt dich mit mir auseinander, du Antisemit, oder wir gehen beide getrennte Wege, basta. Das macht einen existenziellen Unterschied.
Kurzfristig bin ich, was den Frieden im Nahen Osten betrifft, pessimistisch, langfristig bin ich eher optimistisch.
Ich glaube allerdings das Israel der Gewalt standhalten kann, ohne sich zu wehren. Der real existierende Staat Israel hat aus den Juden, ein ziemlich wehrhaftes Volk gemacht, das lieber selbst einen Erstschlag durchführt, als sich nur zu verteidigen. Tatsächlich gibt es keinen denkbaren Weg der die Existenz Israel aufgibt. Israel ist mehr als notwendig. Das gleiche gilt für Palästina. Hilfe ist nur das was beiden hilft. Die Amerikaner wollen nicht helfen sondern einen Konflikt am kochen halten. Ein Israel eingebunden in feste und gute Beziehungen zu seinen Nachbarn, würde die amerikanische Macht minimieren, ja wahrscheinlich für das gesamte Gebiet erledigen. Das ist nicht im Interesse der USA, aber im Interesse der Welt.
Ich persönlich neige dazu eine europäische Lösung zu suchen. Auch weil dieses Europa, wenn auch vor allem wir Deutschen, die Schuld an dieser Misere trägt. Die Existenzrechte Israels und Palästinas müssen von der EU garantiert und mit Truppen untermauert werden, die sowohl die unterschiedlichen Bevölkerungen trennen, wie auch Konflikte mit Drittstaaten verhindern.
Dazu sind Um- und Rücksiedlung notwendig, die finanziell abgefedert werden muss. Es wird sich nicht ohne Ungerechtigkeiten machen lassen und viel Geld kosten. Es wird Jahrzehnte dauern. Aber wenn Palästina und Israel viel zu verteidigen haben, kommt die Zeit wo sie sich leichter annähern können. Was nützt es einem 60 Jahre alt geworden zu sein. Wie soll man in ständigen Kriegs- und Notzeiten die Ruhe finden um weise zu werden.
Wenn wir den Getriebenen aller Parteien Zeit und Ruhe verschaffen, können wir vielleicht allen etwas Gutes tun, aber auch das macht nichts wieder gut.
Der deutsche Schäferhund
Huch was war das doch für eine beeindruckende Meldung:
Deutscher Schäferhund - Der israelischste Hund
Der deutsche Schäferhund ist bei einer Meinungsumfrage in Israel überraschend zum "israelischsten Hund" erkoren worden. Mehr als 13 Prozent der Befragten gaben an, die deutsche Hunderasse repräsentiere den Staat Israel 60 Jahre nach der Gründung am besten, wie die Sprecherin der Hundehaltervereinigung, Limor Paldi bestätigte.
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Laut Hunderegister ist der deutsche Schäferhund in Israel auch der am häufigsten gehaltene Hund. "Der deutsche Schäferhund hat einen sehr stabilen Charakter, er greift nicht einfach ohne Grund an", sagte Paldi. Angesichts der angespannten Lage in Israel seien möglicherweise viele Menschen auch an einem Wachhund interessiert.
Sie habe allerdings keine Erklärung dafür, warum der Hund ungeachtet der Geschichte - die Nazis hatten eine Vorliebe für Schäferhunde - in Israel so beliebt ist. "Wir von der zweiten und dritten Generation nach dem Holocaust sind uns der Geschichte sehr bewusst und haben all die Filme gesehen - aber trotzdem gibt es hier so viele Schäferhunde", so Paldi.
Göring war übrigens Flugnarr, Kokser und Kunstsammler. Das hat nach Göring niemand vom fliegen, koksen und kunstsammeln abgehalten. Goebbels war ein begnadeter PR-Mann was leider nicht zum Aussterben der PR führe.
Der deutsche Schäferhund an sich war übrigens nie in der Partei. Genausowenig wie das Pferd von Waldheim, egal was auch immer uns erzählt werden soll.
Witzig ist eher, dass der deutsche Schäferhund so stark dem Deutschen an sich ähnelt. Eher lethargisch als aufgeregt, normalerweise friedlich aber auf Kommando eine wilde Bestie, gehorsam und selbstaufopfernd bis zum Tod. Gib dem Deutschen oder dem deutschen Schäferhund einen dummen oder aggressiven Herrn und du hast eine Bestie.
Ich persönlich mag den deutschen Schäferhund nicht so sehr. Mir ist er zu angepasst, außerdem glaube ich das er in die verkehrte Richtung gezüchtet wird. Die abfallende Rückenlinie bei gleichzeitig steigender Aggressivität und der bedingungslose Gehorsam gefallen mir nicht. Ich mag die altdeutschen Schäferhunde, die Belgischen und die vielen anderen urwüchsigeren Hunderassen.
Mein Hund soll wie ein Leonberger selber nach Lösungen suchen. Auch ohne Befehl wissen, was ich will. Natürlich gibt es schlechtere Hunderassen als den deutschen Schäferhund. Bestimmte Rottweilertypen die sich überhaupt nicht führen lassen, oder einige Kampfhunde die schon völlig durchgeknallt geboren werden. Ja und ich mag Dackel. Auch wenn ich an unseren nur durch die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen gekommen bin. Ich mag deren Unabhängikeit und Widerspruchsgeist.
Vielleicht sagen die Haustiere ja doch mehr über deren Besitzer aus, als denen lieb sein kann. Open ID auf hündisch. Nein, ich bin nicht verwundert das der deutsche Schäferhund in Israel dominiert. Er ist zweckmäßig und an das Klima angepasst. Dogge wäre zu groß, egal ob dänisch oder deutsch. Rottweiler und Dobermann sind in der Hitze nicht so gut. Rhodesian Ridgeback würde ich wählen, aber der braucht erfahrene Halter.
Der Hype um diese Nachricht amüsiert mich trotzdem. Es wird Zeit, das wir anfangen Israel und die Israelis wahrzunehmen wie sie sind. Leute wie ich und du. Mit den gleichen Macken, Flausen und Unzulänglichkeiten. Natürlich haben die und wir Vergangenheit. Leider haben wir sogar ein Stück gemeinsame Vergangenheit auf das wir gerne verzichten könnten und das mit Worten wie Holocaust und Shoa nur unzulänglich beschrieben ist.
Wenn wir es jetzt noch schaffen uns ohne die Vergangenheit zu vergessen in eine normale Gegenwart zu bewegen, dann könnten wir vielleicht gemeinsam etwas für eine Zukunft aller Menschen tun. Auch mit den deutschen Schäferhunden.
Aufgelesen: 8
Worauf wir uns alle einigen können
Populismus hat einen Namen. Die Linke.
Marianne Antonsen
Sie ist eine dunkelhaarige, zierlich wirkende junge Frau, eine typische Norwegerin halt. In ihrer Heimat ist sie sowohl als Sängerin als auch ansonsten ziemlich bekannt. Darüber hinaus eigentlich zu Unrecht nicht so sehr, außer in eingeweihten Kreisen, wie hier :-))).
Hört man diese tiefe und rauchig-herbe Soul-Stimme, so vermutet man dahinter einen Mann mit enormem Brustkorb. Ein in diesem Falle (rein optisch gemeint) erfreulicher Irrtum.
Wider die undeutsche Geistlosigkeit: zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen
Am 10. Mai 1933 brannten in deutschen Städten die Scheiterhaufen, auf denen da erst mal nur Bücher lagen. Ausgegangen war die Aktion von nationalsozialistisch dominierten Studentenverbänden und bildete Höhepunkt und Abschluss der einen Monat vorher begonnenen Aktion wider den undeutschen Geist. In einer fast schon vorbildlichen Marketing-Aktion wurde damit die Zensur erst als deutsch und dann noch als geistvoll definiert. In Berlin fand das alles auf dem heutigen Bebelplatz statt, wo heute auch das Mahnmal in die Erde eingelassen ist, aber insgesamt gab es im Rahmen der Aktion etwa 70 Bücherverbrennungen in fast allen größeren deutschen Städten.
Sponsoren
Lollo schreibt gerne Lieder über Themen über die es noch keine Lieder gibt und spricht dann die Texte mit Christoph ab – er muss das schließlich alles singen. Zusammen treten sie als Christoph & Lollo auf und eines dieser Lieder heisst Sponsoren - ein humoristisch nachdenkliches Lied über die Verkommerzialisierung der Kultur. Damit habe nun auch ich den Bogen zur Wirtschaft geschafft, wenn auch nicht ganz so flüssig wie die talentierten Oesterreicher. Viel Spass beim Mitsingen!
Der Schiefe Turm von Panini
Denn gestern erzählte mir der Dwarf, dass der Rektor einer Fellbacher Grundschule das Tauschen von PANINI-Fußballbildern verboten hat. Hä? Es sei “zu erheblichen Störungen des Unterrichts gekommen”. Man muss doch froh sein, dass es noch Leute mit Courage gibt. Leute, die den bundesdeutschen Bildungsnotstand mutig an den hässlichen Hörnern packen und der Öffentlichkeit zeigen, wie der Pädagoge an der Basis beamtenarschig dafür sorgt, den schiefen Turm von PISA wieder ins Lot zu bringen.

















