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["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-14" mehr »]
Der heimatlose Neoliberale rät uns auszusterben
Ich bin mir oft nicht sicher ob ich die Deutschen mag. Mich eingeschlossen. Ich mag auch nur sehr sehr wenige Schweizer. Aber ich würde mich als Deutscher nie erdreisten, den Schweizern vorzuschreiben, wie sie leben und ihre Bevölkerungspolitik steuern sollen. Das würde ich als unanständig empfinden. So etwas machen nur Spinner und Größenwahnsinnige.
Herr Thomas Straubhaar der als Schweizer, in der Schweiz so angesehen ist, das ihn niemand dort beschäftigt und er stattdessen mit seinem höchst zweifelhaften, neoliberalen und wirtschaftsfaschistischem Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts (HWWI) und einer deutschen Professorenstelle, uns das Geld aus der Tasche ziehen muss, kennt keine derartigen Skrupel.
So schätzt er als Schweizer die Lage für uns Deutsche ganz eindeutig so ein, das wir uns wegen der nicht geborenen Kinder und der sich dadurch zuspitzenden Rentenproblematik keine Sorgen machen müssen.
„Wenn die Wirtschaft flexibel und offen genug ist, kann sie die Probleme lösen. Die ganze Diskussion bei uns ist doch sehr provinziell. Weltweit wächst die Bevölkerungszahl noch lange und noch stark an. Wenn wir unser Kapital in Ländern mit einer jungen Bevölkerung anlegen und dort die von uns nachgefragten Waren produzieren lassen, können wir den Mangel an Arbeitskräften bei uns umgehen“
Ich weiß nicht wie die Diskussion in der Schweiz ist und ob sie dort provinziell ist. Hier bei uns in Deutschland ist Herr Straubhaar ein äußerst unerwünschter Ausländer, der doch bitte ein "uns" und ein "wir" nur in Verbindung mit seinen Landsleuten oder seinen Freunden aus der neoliberalen Wirtschaftsfaschistenszene, für die er so gerne als Mietmaul fungiert, verwenden soll.
Wir Deutschen wollen nämlich nicht, das seine Abzockerfreunde unser Kapital im Ausland arbeiten lassen, weil wir unser Kapital dazu benötigen, um unser Land für unsere Menschen und die Freunde, die wir gerne in unser Land einladen, dringend benötigen. Wir brauchen das Geld für den türkischen Jugendlichen, den wir gerne hier haben wollen, das indische Mädchen, den Hamburger Jungen und die Schöne aus Bielefeld. Wir brauchen unser Kapital für uns. War wir nicht brauchen und auch nicht haben wollen sind Schweizer wie Straubhaar und Ackermann, die in ihrem Land, der Schweiz, eben auch keiner haben will.
Die Schweizer würden sofort einen neuen Tell bekommen, würden Typen wie Ackermann und Straubhaar, dort versuchen den Ton zu bestimmen. Dem einen konnte wenigstens ein Gericht beweisen, das er kriminell ist, auch wenn es leider kein Urteil sprach. Der andere lügt und betrügt und wurde bisher nicht verurteilt, weil derartige Lügen nicht als Manipulation, sondern wissenschaftlicher Irrtum gelten. Gäbe es bei uns ein Gesetz, müsste Straubhaar sofort das Land verlassen. Da nehmen wir im Austausch lieber jeden anderen Schweizer, wenn wir denn schon einen ernähren müssen.
Beeinflussung durch Mietmäuler nachgewiesen
Das was ich gestern in meiner Definition der Mietmäuler andeutete, wird heute zur Gewissheit. Die ständige Wiederholung von Falschmeldungen führt dazu, das die Falschmeldungen leichter geglaubt werden.
Auf wissenschaft.de wird heute eine Studie von Kimberlee Weaver vorgestellt, die an der University of Michigan im Institute for Social Research arbeitet. Bei Tests mit über tausend Freiwilligen haben die Wissenschaftler herausgefunden, das die ständige Wiederholen einer Meinung:
die eigene Glaubwürdigkeit erhöht und das die Zuhörer den Standpunkt als allgemein bekannt bewerten, auch wenn dieser es in Wirklichkeit nicht ist. Die Studie zeige, wie Menschen eine Meinungsäußerung bewerten und wie leicht eigene Eindrücke beeinflusst werden können
Die Probanden schenkten einer bestimmten Auffassung mehr Glauben, wenn diese von mehreren Teilnehmern geäußert wurde, stellten die Psychologen fest. Überraschenderweise zeigte sich dieser Effekt aber auch dann, wenn nur eine Person einen Standpunkt mehrmals wiederholte. Die Forscher vermuten, dass eine Meinung dadurch leichter im Gedächtnis haften bleibt und ein Gefühl der Vertrautheit entsteht.
Eine ähnlich Ansicht vertrat ja auch schon 1892 Gustave Le Bon in seiner "Psychologie der Massen"
Handelt es sich jedoch darum, der Massenseele Ideen und Glaubenssätze langsam einzuflößen, z. B. die modernen sozialen Lehren, so wenden die Führer verschiedene Verfahren an. Sie benutzen hauptsächlich drei bestimmte Arten: die Behauptung, die Wiederholung und die Übertragung oder Ansteckung (contagion). Ihre Wirkung ist ziemlich langsam, aber ihre Erfolge sind von Dauer.
Die reine, einfache Behauptung ohne Begründung und jeden Beweis ist ein sichres Mittel, um der Massenseele eine Idee einzuflößen. Je bestimmter eine Behauptung, je freier sie von Beweisen und Belegen ist, desto mehr Ehrfurcht erweckt sie. Die religiösen Schriften und die Gesetzbücher aller Zeiten haben sich stets einfacher Behauptungen bedient. Die Staatsmänner, die zur Durchführung einer politischen Angelegenheit berufen sind, die Industriellen, die ihre Erzeugnisse durch Anzeigen verbreiten, kennen den Wert der Behauptung.
Die Behauptung hat aber nur dann wirklichen Einfluß, wenn sie ständig wiederholt wird, und zwar möglichst mit denselben Ausdrücken. Napoleon sagte, es gäbe nur eine einzige ernsthafte Redefigur: die Wiederholung. Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, dass es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird.
Man versteht den Einfluß der Wiederholung auf die Massen gut, wenn man sieht, welche Macht sie über die aufgeklärtesten Köpfe hat. Das Wiederholte setzt sich schließlich in den tiefen Bereichen des Unbewußten fest, in denen die Ursachen unserer Handlungen verarbeitet werden. Nach einiger Zeit, wenn wir vergessen haben, wer der Urheber der wiederholten Behauptung ist, glauben wir schließlich daran. Daher die erstaunliche Wirkung der Anzeige. Haben wir hundertmal gelesen, die beste Schokolade sei die Schokolade X, so bilden wir uns ein, wir hätten es häufig gehört und glauben schließlich, es sei wirklich so. Tausend schriftliche Zeugnisse überreden uns so sehr, zu glauben, das Y-Pulver habe die bedeutendsten Persönlichkeiten von den hartnäckigsten Krankheiten geheilt, dass wir uns am Ende, wenn wir selbst an einem derartigen Übel erkranken, versucht fühlen, es zu probieren. Lesen wir täglich in derselben Zeitung, A sei ein ausgemachter Schuft und B ein Ehrenmann, so werden wir schließlich davon überzeugt, vorausgesetzt allerdings, dass wir nicht zu oft in einem andern Blatt die entgegengesetzte Meinung lesen, die die Eigenschaften der beiden miteinander vertauscht. Behauptung und Wiederholung allein sind mächtig genug, um einander bekämpfen zu können.
Wenn eine Behauptung oft genug und einstimmig wiederholt wurde, wie das bei gewissen Finanzunternehmungen der Fall ist, die jede Konkurrenz aufkaufen, so bildet sich das, was man eine geistige Strömung (courant d'opinion) nennt, und der mächtige Mechanismus der Ansteckung kommt dazu. Unter den Massen übertragen sich Ideen, Gefühle, Erregungen, Glaubenslehren mit ebenso starker Ansteckungskraft wie Mikroben.
Le Bons Meinung von 1895 wird durch die amerikanischen Forschungen bestätigt. Es liegt also nahe den Einsatz der Mietmäuler durch Kannegiesser, INSM, Mohn/Bertelsmann, Springer als auf diesen Theorien aufbauend zu begreifen. Es ist also kein zufälliges Zusammentreffen, sondern eine geplante konzertierte Aktion, die das Volk beeinflussen und verdummen soll.
Im Zeitalter der modernen Massenkommunikationsmittel geht dies besonders einfach. Aber müssen wir wirklich diese "Verbrecher" mit unseren Köpfen spielen lassen oder gibt es einen gesetzlichen Schutz vor einer derartigen Beeinflussung. Wir reden darüber nervende Telefonwerber zu verbieten und müssen gleichzeitig der INSM und anderen erlauben unsere Köpfe zu sabotieren.
Das mag ja vielleicht gesetzmäßig sein, richtig ist es aber auf keinen Fall.
Der Fluch der Mietmäuler
In den politischen Blogs, vor allem aber beim INSM-Watchblog und die Perspektive 2010 wird der Begriff Mietmaul in letzter Zeit häufig genannt. Oft im Zusammenhang mit der INSM oder der Bertelsmannstiftung.
Es ist also an der Zeit den Begriff mal ein bischen genauer zu untersuchen und zu definieren.
Ein Mietmaul ist kein Lobbyist. Ein Lobbyist vertritt seine eigenen Interessen oder die seiner Gruppe. Ein Mietmaul verbreitet das, was ein Lobbyist an Meinung verbreitet haben will, gegen Bezahlung.
Ursprünglich waren Mietmäuler meist Anwaltskanzleien mit engen Bindungen an die Politik, die gegen Honorar, die Interessen der hinter ihnen stehenden Lobbyisten an den Poltiker und die Spitzenbeamten brachte, aber auch der Sekretärin durchaus Aufmerksamkeit widmete. Diese Form des Mietmauls existiert weiterhin, aber bei den meisten von ihnen ist sehr genau bekannt wessen Lied sie gerade singen und wessen Brot sie essen. Das macht die Sache nicht besser, aber leichter durchschaubarer.
Dann gab es schon immer Politiker auf dem Altenteil, die sich ihre Pension als Mietmaul aufbesserten und dabei auch ihre früheren Positionen bedingungslos verrieten, sich dabei aber oft so geschickt verhielten, das die Zuschauer das nicht bemerkten. Da wandert zum Beispiel ein ehemaliger Wirtschaftsminister durch die Lande und preist den Lohnabbau, oder ein ehemaliger Grüner gejubelt alles wofür er bezahlt wird.
Eine weitere Gruppe von Mietmäulern sind die ehemaligen Verbandschefs, gewesene Unternehmer uns sonstige gescheiterte Existenzen, bei denen es aber auch einige gibt, die zwar wie Mietmäuler reden, dies aber nicht gegen Bezahlung, sondern aus dem Wunsch nach Anerkennung ihrer ehemaligen Freunde, tun. Allerding ist es ziemlich gleichgültig auf welche Art ein Mietmaul bezahlt wird.
Die gefährlichste Form der Mietmäuler sind die sogenannten Experten. Es gibt sie für praktisch jedes politische Feld. Zumeist sind sie im Hauptberuf Professoren, die sich in Wirklichkeit aber weder mit Lehre oder Forschung beschäftigen, sondern die Professorenbezüge nur als zusätzliches Entgelt mitnehmen. Häufig stehen diese Leute auch Instituten mit klangvollem Namen vor.
Mit ihrem Titel suggerieren sie Wissen über das sie in Wirklichkeit gar nicht verfügen und verkaufen so die Auftragsmeinung der hinter ihnen stehenden Lobbyisten, als wissenschaftlich anerkannte Wahrheit, obwohl es nur um Lobbyistendummschwatz handelt. Besonders übel sind dabei übrigens die Volkswirtschaftler die in ihren Vorhersagen zwar deutlich hinter den Fähigkeiten der Wetterkundler liegen, aber sich trotzdem an Zeiträume von Jahren wagen, weil sie für falsche Vorhersagen nicht zur Verantwortung gezogen werden und das Publikum den Dummschwatz schon vergessen hat, wenn er widerlegt wird.
Alle Mietmäuler werden von ihren Auftraggebern in Stellung gebracht. Auf Konferenzen, Tagungen, vor allem aber in den Medien. In den Printmedien werden sogenannte Studien der Mietmäuler wiedergekaut, oder vorgefertigte Interviews geführt, bzw. direkt Artikel von Mietmäulern gebracht. Im Fernsehen tauchen sie als Experten am Rande der Nachrichtensendungen auf und belehren das staunende Zuschauervolk zu allen möglichen Themen. In den Politik-Talkshow erklären sie auf besonders perfide Art und Weise ihre Sicht der Welt.
Um den Zuschauer zu täuschen werden die Mitspieler so vorgestellt, als ob es sich um erbitterte Gegner handele, die ihre Sache hier vor dem Zuschauer verteidigen, während in Wirklichkeit die Mietmäuler einer solchen Runde meistens den gleichen Auftraggeber haben und nur scheinbar unterschiedlicher Meinung sind. Dazu kommt dann noch der Moderator der das Spiel ja durchschaut und für sein Mitspielen auch gut bezahlt wird.
Der eine oder die zwei echten Gäste mit einem Anliegen haben so natürlich keine Chance. Sie schaden ihrer Sache nur, weil das Publikum sie ja unter gehen sieht, ohne zu wissen, das die vermeintlichen Sieger, alle zur gleichen Mannschaft gehören und vom gleichen Lobbyisten bezahlt werden.
Die Täuschung des Publikums macht durchaus Sinn. Nach der Methode "Steter Tropfen höhlt den Stein" wird die Widerstandskraft der Menschen ausgelaugt und ein Weltbild nach dem Sinne der Lobbyisten hinter den Mietmäulern geschaffen. Wenn auf jedem Fernsehsender immer die gleichen Recht bekommen und in jeder Zeitung diese Meinung gelobt wird, dann muss diese Meinung für Lieschen Müller einfach richtig sein.
Allerdings werden die Mietmäuler nicht nur zum Betrug und zur Desinformation des Bürgers benutzt, die gleichen Experten treten als Fachleute in den Ausschüssen unserer Parlamente auf und agieren dort genau so wie auf dem Bildschirm oder in den Printmedien. Das unsere deutschen Politiker nicht besonders helle sind, wird jeder bestätigen, der sich mit den Ergebnissen der Politik auseinandersetzt.
Deshalb sind die Leute in den Ausschüssen ja auch so leicht zu beeindrucken. Deshalb ist es möglich Gesetzesvorhaben in ihr Gegenteil zu verkehren, weil man Lobbyismus und Mietmäuler nicht nur zulässt, sondern auch noch in die Entscheidungsprozesse einbindet.
Das Ergebnis sind Gesetze die sich immer gegen den Menschen wenden und so angelegt sind, das Leute mit Geld ihnen ausweichen können, während sie die Armen in voller Härte treffen. Diese Gesetze sind zudem meist so schlecht gemacht, das sie erst durch Klagen zurechtgebogen werden müssen und vielfach von den Behörden die sie vollstrecken sollen, nicht verstanden werden.
Besonders gemein ist es, wenn auf der Beamtenebene durch Lobbyisten und deren Mietmäuler noch Durchführungsvorschriften erlassen werden, die den Sinn des Gesetzes komplett umkehren und nicht von den Parlamenten genehmigt werden müssen.
Mietmäuler und Lobbyisten schaden allen Menschen in diesem Land. Da die Aufwendungen für deren Bezahlung als Kosten mit Unternehmensgewinnen verrechnet werden ist es auch noch legalisierte Steuerhinterziehung. Deshalb haben die Armen, Schwachen und Kranken ja auch keine Lobby, weil es bei ihnen keine Möglichkeiten zur Bezahlung von Lobbyisten und Mietmäulern gibt.
Der Steuerbetrug ist aber nicht das teuerste an den Schäden das die Lobbyisten und ihre Mitmäuler anrichten. Unsinnige und undurchführbare Gesetze lähmen das Wirtschaftsleben und leiten das Kapital in die falsche Richtung. Anstatt Zukunft zu finanzieren, finanzieren wir die Vergangenheit und die Fresssucht des Großkapitals. Wir berauben uns selbst.
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