Eine Langzeitstudie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hatte ergeben, das Kinder im Umkreis von fünf Kilometern ein signifikant erhöhtes Blutkrebsrisiko (Leukämie) haben. Der dicke Darsteller eines Bundesumweltministers, Sigmar Gabriel, will die Studie durch die Strahlenschutzkommission (SSK) prüfen lassen. Damit ist sichergestellt, das er sich bis zum Ende seiner Amtszeit, nicht mehr mit dem Thema beschäftigen muss. Er muss schließlich an seine Altersversorgung denken. Da kann er doch nichts gegen Atomkraftwerke unternehmen.
Damit das ganze nicht so völlig bescheuert und teilnahmslos aussieht, hatte er sogar eine fast glaubwürdige Erklärung
bereit:
Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand könne der beobachtete Anstieg nicht mit der Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden, sagte Gabriel und gab damit auch die Einschätzung des BfS wieder. Nach Worten des Ministers müsste die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das Tausendfache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können.
Für einen deutschen Politiker erstaunt mich die Tiefe seiner Gedanken immer wieder und auch seine Fähigkeiten, zum Ablesen von vorbereiteten Texten der Atomlobby, bringen ihm in der internationalen Pisa-Studie für unfähige Politiker sicher gute Plätze ein.
Dumm ist nur, das ihm keiner gesagt hat, wo der Wurm in seiner Erklärung steckt, oder das er das einfach nicht verstanden hat. Wenn es zu einer signifikanten Erhöhung des Blutkrebsrisikos bei Kindern im Umfeld von Atomkraftwerken kommt, dann wird dieses Risiko nicht deshalb kleiner, weil nach der Rechnung der Atomlobby die Strahlenbelastung viel größer sein müsste, um Kinder umzubringen, sondern der angenommene Wert, bei dem Schäden für Kinder eintreten, ist einfach um 1000-fache niedriger, als diejenigen angenommen haben, die uns den Atomdreck aufgedrückt haben.
Da braucht Sigmar Gabriel auch nichts mehr zu prüfen. Das Ergebnis ist sonnenklar. Die Strahlung aus Atomkraftwerken schadet unseren Kindern bereits bei den heutigen Werten. Die Werte sind also viel zu hoch um tolerabel zu sein. Wäre Sigmar Gabriel ein verantwortungsvoller Mensch, würde er sofort dafür sorgen, das alle Kinder und Jugendlichen sofort mindestens 50 Kilometer weit weg, von den Strahlenschleudern angesiedelt werden und die Kosten dafür der Atomindustrie aufdrücken. Im nächsten Schritt würde ein verantwortlicher Mensch alle Atomkraftwerke schließen und die Kosten dafür von den Aktionären der Betreiber und aus dem Vermögen der Betreiber einsammeln und gleichzeitig denen auch die Kosten für die Endlagerung aufdrücken.
Aber Sigmar Gabriel ist ja ein deutscher Politiker aus der SPD. Warum sollte der sich verantwortlich fühlen. Also dürfen die Kinder mit dem Segen Siegmar Gabriels an Blutkrebs verrecken. Für den Profit und Eon, RWE, Vattenfall und all den anderen Atombuden. Es sind ja nur Kinder. Die können deutsche Politiker ja nicht bestechen, die haben nicht genug Geld.