Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt?
Reden wir zuerst einmal über die Kosten der Bankenrettung. Der Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis dachte an eine solidarische Lösung und ist grundsätzlich für eine Börsenumsatzsteuer. Damit holte er sich sofort eine blutige Nase, weil der IWF einen mysteriösen Fond auflegen möchte, indem dann die Bürger die Schulden des Großkapitals bezahlen. Dominique Strauss-Kahn ist eben nichts anderes als ein Handlanger des Großkapitals.
Dads der Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar eine Börsenumstatzsteuer ablehnt, war von Anfang an klar. Er ist nichts anderes als ein Propagandist der Neoliberalen, der den normalen Menschen nichts gönnt, aber alles den Reichen zuschanzt. Er ist Schweizer Bürger, findet aber dort keine Stelle, weil die Schweiz, Hetzer wie ihn ablehnt. Deshalb ruiniert er Deutschland. Er ist der Meinungsführer für Wirtschaftspolitik der FDP. ["Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt?" mehr »]
Wer am Sonntag CDU wählt, der sollte deren braune Wurzeln kennen
Die CDU hat sich aus dem Wahlkampf ja komplett herausgehalten. Die Außenkanzlerin kam nur als eisern Schweigende zu etwas Ruhm. Für was die CDU nach der Wahl steht, weiß niemand. Nur dass sie auftragsgemäß mit der FDP regieren soll. Eigentlich gibt es also gar keinen Grund CDU zu wählen. Natürlich gibt es Millionen von Gründen diese Partei nicht zu wählen.
Das Wolfgang Schäuble jetzt auch noch den Verfassungsschutz zur Geheimen Staatspolizei ausbauen will, ist nur einer davon. Dass er die Bundeswehr auf die Bürger schießen lassen will und selbst Durchführungsvorschriften für die Internetzensur schon geheime Staatssachen sind, wären andere. Zensursula von der Leyen und ihr Vater, der den Menschen Gorleben eingebrockt hat, sowie Helmut Kohl wären Grund genug die Partei sogar verbieten zu lassen. ["Wer am Sonntag CDU wählt, der sollte deren braune Wurzeln ... »]
CDU/CSU - Natürlich haben sie die Kraft und die Macht ist mit ihnen
Wer kleine Kinder, kleinere Geschwister, Nichten oder Neffen hat, der kennt das Problem. Stets wollen sie alles selber und am besten alleine machen. "Ich kann das schon!" wird einem mit strahlenden Kinderaugen verkündet und natürlich können sie es nicht. Kinder befinden sich in der Erziehung und man muss sie zumindest mitmachen, vor allem aber ihre eigenen Fehler machen lassen, damit sie etwas lernen.
Die CDU/CSU die sich so gerne Union nennt um sich dann noch besser fetzen zu können, ist aber nicht lernfähig. Am Ende dieses Wahlkampfes wird die Merkel wie Adenauer im Salonwagen durch Deutschland gekarrt und möchte damit verkünden, wie nah sie Adenauer ist. Während aber alle Leute glauben sollen, sie wolle zurück zum ersten deutschen Bundeskanzler, strebt sie in die Zeit des Kaiserreiches, wo sie vom Denken her auch hingehört. ["CDU/CSU - Natürlich haben sie die Kraft und die Macht ist mit ... »]
Die hässlichen Fratzen der neoliberalen Gier
Immer wenn irgendwo die Frage aufkommt, ob es auf dieser Welt etwas grundsätzlich böses gibt, dann wird es für Atheisten schwierig. Die Päpste mit ihren Kreuzzügen und den Hexenverbrennungen, Hitler und die Nazis mit dem Holocaust, das wüten von Stalin und Mao. Ja es gibt das Böse. Es gibt sogar das grundsätzlich Böse.
Zumindest in Deutschland lässt sich das sehr leicht nachweisen. Beginnend mit dem Schwächeln des real existieren Sozialismus zu Zeiten Helmut Schmidts und dann verstärkt nach dem Untergang der DDR begann ein Wandel im Zusammenleben der Deutschen. Der gesellschaftliche Konsens der Gemeinsamkeit wurde aufgekündigt und es begann ein unerklärter Krieg der Reichen gegen die Armen. ["Die hässlichen Fratzen der neoliberalen Gier" mehr »]
CDU - Plündert die Hütten für die Paläste
Es ist schon seltsam, rund zwei Monate vor der Bundestagswahl und einen Monat vor wichtigen Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland, beschäftigt sich Klein-Bloggersdorf genau wie die Systemmedien mit der SPD und deren zahllosen Schwächen, obwohl die SPD bei den Wahlen nun wirklich keine Rolle mehr spielt.
Mit der CDU will sich so recht niemand beschäftigen. Das liegt vor allem daran, dass es nichts neues gibt. Gar nichts. Nicht einmal ein beherztes "Weiter so!". Das Generalsekret der CDU, die Pofalte raunt davon, dass die Mannschaft der CDU ja steht und alle Minister so erfolgreich waren, dass ohne irgendeinen Plan weitergemacht werden soll. ["CDU - Plündert die Hütten für die Paläste" mehr »]
Aufgelesen 175
● Twitter schadet der Moral seiner Nutzer
● Wir werden alles selber machen müssen
● Ich wollte diese Menschen töten
● Wasser, Brot und Margarita!
● "Die verfluchten Stunden am Abend"
● SPD-Austrittserklärung von Julia Reda
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Hartz 4: Kürzungen der Sozialleistungen in Vorbereitung
Von Andreas Klamm (Journalist, Autor und Menschenrechts-Reporter) am 22. Mai 2009
Sozialehilfe-Empfänger müssen sich möglicherweise noch weiter einschränken
Einem Bericht des Informations-Portals Infoparnter.net zufolge, sind bereits für den Zeitpunkt nach der kommenden Bundestagswahl im September 2009 Kürzungen der Sozial-Leistungen nach dem ALG II / Hartz 4 -Gesetz in Planung. Ein CDU-Spitzen-Politiker habe bereits Kürzungen der Sozial-Leistungen für das kommende Jahr angekündigt, informiert das Informations-Portal. ALG II Leistungen, Sozialgeld und Grundsicherung seien auf ein Niveau festgelegt worden, das zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist. Man habe dies bereits oft und überzeugend diskutiert.
["Hartz 4: Kürzungen der Sozialleistungen in Vorbereitung" mehr »]
Stanislaw Tillich, die alte Blockflöte, pfeift jetzt für die Neoliberalen
Er ist schon ein echtes Herzchen, dieser Stanislaw Tillich. In der DDR war er staatstragend. Ging sogar zu den Grenztruppen, bei denen nur die Tausendprozentigen genommen wurden. Schließlich hatte man als Grenzsoldat am ehesten die Möglichkeit zur Flucht. Wer bei den Grenzern war, stand bedingungslos zu der DDR und hätte jeden, der fliehen wollte, bedenkenlos erschossen.
Nach Grenze und Studium wurde er für die Ost-CDU Ratsmitglied in Kamenz. Die Blockflötenpartei war übrigens keine schlechte Wahl weil man es in ihr leichter nach oben bringen konnte und, anders als bei der SED, die Konkurrenz nicht so stark war. Politisch war es egal, ob man in der SED oder einer ihrer Blockflöten war. Dummerweise kam dem guten Stanislaw dann die Wende in die Karriereplanung. ["Stanislaw Tillich, die alte Blockflöte, pfeift jetzt für die ... »]
Nach Grenze und Studium wurde er für die Ost-CDU Ratsmitglied in Kamenz. Die Blockflötenpartei war übrigens keine schlechte Wahl weil man es in ihr leichter nach oben bringen konnte und, anders als bei der SED, die Konkurrenz nicht so stark war. Politisch war es egal, ob man in der SED oder einer ihrer Blockflöten war. Dummerweise kam dem guten Stanislaw dann die Wende in die Karriereplanung. ["Stanislaw Tillich, die alte Blockflöte, pfeift jetzt für die ... »]
Anzeige wegen Diebstahl: Lebensmittel aus Müllcontainern
POL Sachsen: Hoyerswerda - Die Polizei erhielt telefonisch den Hinweis, dass sich mehrere Personen mit Taschenlampen am hinteren Wareneingang vom Kaufland zu schaffen machten.
Vor Ort stellten die Beamten eine 46-jährige Frau und einen 24-jährigen Mann fest, die aus Containern und Abfalltonnen des Kauflands Lebensmittel entnommen und in ihrem Pkw verstaut hatten. Dabei handelte es sich um Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen war. Was folgt, ist eine Anzeige wegen Diebstahls.
Zustände sind das.. Da fehlen einem wirklich nur noch die Worte.
Da schwärzt irgend jemand Hungernde Menschen bei der Polizei an, weil.. - ja, warum eigentlich? Was hat der jenige davon?
Armes Deutschland!
Ausgegraben: Klima und Hunger - Vergessen und verkauft [Video]
(Der Urzeit-Code); siehe auch hier
Und dann war da noch dies:
Stroh, Holz oder Laub über Nacht in Kohle umzuwandeln, das erinnert zunächst an den Stein der Weisen, mit dem die Alchemisten des Mittelalters mindere Stoffe zu Gold machen wollten. Doch es funktioniert tatsächlich: Markus Antonietti, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich pflanzliche Biomasse ohne Umwege und komplizierte Zwischenschritte vollständig in Kohlenstoff und Wasser umarbeiten lässt.
Video: http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedial/filmeWissenschaft/2006/07/KochKohle/film.mpg
(scinexx)
Die erhabene Gleichheit des Gesetzes
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich:
Es verbietet allen Menschen, unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.
Anatole France, franz. Schriftsteller , 1844-1924
Nobelpreis für Literatur 1921
In Deutschland sind vor dem Gesetz alle Menschen besonders gleich. Wir machen gerade extra Gesetze, die es Menschen wie Josef Ackermann, Peter Hartz, Klaus Zumwinkel, Heinrich von Pierer und den ganzen Politverbrechern, den Lobbyisten und den Betrügern besonders leicht macht, sich einer Strafverfolgung zu entziehen. Wenn man an die Waagschale der Justizia für die Reichen und Bösen große Heliumballons hängt, die ständig nachgefüllt werden, ist es logisch, in die Waagschale der Betrogenen und sonstigen Opfer ein paar dicke Steine zu legen, um die Gleichheit besser wahren zu können. ["Die erhabene Gleichheit des Gesetzes" mehr »]
Worst Case: Mehr als 60.000 Menschen in Simbabwe mit Cholera infiziert
Genf (AFP) — Bei der Cholera-Epidemie in Simbabwe sind die schlimmsten Befürchtungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingetreten. Mittlerweile seien mehr als 60.000 Menschen in dem südostafrikanischen Land an der Seuche erkrankt, teilte die WHO mit. Bislang hatte diese Zahl als "Worst-Case-Szenario" gegolten. Bereits 3161 Menschen in Simbabwe starben an der Infektionskrankheit. "Die Cholera ist nicht unter Kontrolle, sie ist sogar außer Kontrolle und das wird sich in naher Zukunft nicht ändern", hatte eine WHO-Sprecherin am Dienstag gesagt.
Vor einer Woche hatte die WHO mitgeteilt, die Zahl der seit August vergangenen Jahres an Cholera erkrankten Menschen sei auf mehr als 50.000, die der Todesopfer auf fast 2800 gestiegen. Auch in Simbabwes Nachbarländern breitet sich die Seuche aus. Von dort wurden bisher mehr als 2600 Erkrankungen und etwa 30 Todesfälle gemeldet.
Cholera wird unter anderem durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen und kann unbehandelt schnell zum Tod führen. Eine Impfung gegen die Krankheit ist möglich. Im abgewirtschafteten Simbabwe tragen die mangelhafte ärztliche Versorgung der Bevölkerung und das schlechte Abwassersystem zur Ausbreitung der Seuche bei.
--
(NZZ Online)
Die Afrikanische Union (AU) hat indes die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen das südostafrikanische Land gefordert.
Urlauben für den Hunger - Mugabe lässt Menschen im Stich
(n-tv.de)
Während sich in Simbabwe die humanitäre Lage angesichts der Cholera-Epidemie mit mehr als 1700 Toten und rund 35.000 Erkrankten sowie extremer Lebensmittelknappheit immer weiter verschlechtert, lässt es sich der autokratische Präsident des Krisenstaates Robert Mugabe gut gehen. Nach Informationen der südafrikanischen Zeitung "Saturday Star" macht der 84-Jährige in Malaysia einen vierwöchigen Familienurlaub.
Was war schlimm an Nazi-Deutschland und worunter leidet die Welt noch heute?
[..] Was war das Schlimme an Hitler und welches waren die Charakteristika seiner Politik? Worauf bezieht sich das "Nie wieder"? Das faschistische Deutschland war zweifellos deshalb so gefährlich, weil es eine Ordnungsmacht und Regierung war. Es handelte sich bei den Nazis nicht um eine Guerrillagruppe oder um sonstige Staatsfeinde, es war der Staat selbst. Und es war nicht irgendein Staat, sondern ein moderner, einer, der sich kulturell und im Vergleich mit anderen als führend betrachtet hat. Als politisch legitimiertes Gebilde hatte dieser Nazistaat zwei wichtige gesellschaftliche Sektoren für sich: das Militär und die Wirtschaft. Ohne sie hätte er nicht weit kommen können. Wenn wir also verhindern wollen, dass es wieder zu einem Weltkrieg und einem industriellen Völkermord kommt, müssen wir die führenden Ordnungsmächte beobachten. [...]
schreibt Anis Hamadeh in seinem Deutschland-Essay, der sich mit der Politik Israels und der diesbezüglichen Rolle Deutschlands befasst.
["Was war schlimm an Nazi-Deutschland und worunter leidet die Welt ... »]
UPDATE: Siegen lernen
Um deutlicher zu machen, was mich dazu bewogen hat, diesen Text zu schreiben, füge ich hier meinen Kommentar (den ich unten gepostet habe) ein:
Ich habe mich hier meiner eigenen Hoffnungslosigkeit und dem daraus resultierenden Zynismus hingegeben. Was sicherlich nicht sehr hilfreich ist.
Werden wir also ein wenig konkreter: Wie kommt es, dass wir es zulassen, uns von Tag zu Tag immer noch mehr entrechten zu lassen? Warum fordern wir unsere Volksvertreter nicht auf, endlich zu handeln - im Sinne der Menschen und ihres Rechts auf ein würdiges Leben? Gibt es die Möglichkeit, Klage einzureichen? Vor dem europäischen Menschengerichtshof?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ...
Die Universelle Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen sagt, Artikel 1: "Alle Menschen sind gleich und frei an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Und Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person. ..."
Ich zitiere wieder Jean Ziegler:
Warum fordern wir nicht den sofortigen Stopp der Exportsubventionen?
Herr Ziegler weiter:
Rede Jean Zieglers als DOC-Datei
Wie können wir, die wir uns Gerechtigkeit und Frieden wünschen, unsere Kräfte besser bündeln und zusammenarbeiten? Woher kommt die Freude, andere bloßstellen und erniedrigen zu wollen? Haben wir nichts besseres zu tun, als fremde Kulturen und Religionen zu dämonisieren und uns über sie zu erheben? Wollen wir wirklich eine Veränderung und Erneuerung?
Könnte ein globaler Offenbarungseid dabei helfen, den "Weltkuchen" neu aufzuteilen, indem offengelegt wird, wo was benötigt, also importiert werden MUSS, und wo wer was produziert und exportieren KANN ? Können wir "Wähler" diesen Offenbarungseid einfordern und dafür Sorge tragen, dass wirklich alle Menschen und Nationen teilhaben, sowohl an der Gestaltung der Zukunft des Planeten als auch an der Gestaltung der eigenen Lebensentwürfe?
Hat jemand eine Idee, wie wir eine solche Klage aufsetzen und einreichen können? Hat jemand eine bessere Idee? Wollen wir Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für die Menschen?
(siehe Artikel in der Berliner Umschau- Amnesty Inernational fordert "Globalisierung von unten")
["UPDATE: Siegen lernen" mehr »]
Ich habe mich hier meiner eigenen Hoffnungslosigkeit und dem daraus resultierenden Zynismus hingegeben. Was sicherlich nicht sehr hilfreich ist.
Werden wir also ein wenig konkreter: Wie kommt es, dass wir es zulassen, uns von Tag zu Tag immer noch mehr entrechten zu lassen? Warum fordern wir unsere Volksvertreter nicht auf, endlich zu handeln - im Sinne der Menschen und ihres Rechts auf ein würdiges Leben? Gibt es die Möglichkeit, Klage einzureichen? Vor dem europäischen Menschengerichtshof?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ...
Die Universelle Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen sagt, Artikel 1: "Alle Menschen sind gleich und frei an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Und Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person. ..."
Ich zitiere wieder Jean Ziegler:
Heute – letztes Jahr – zahlen die Industriestaaten 349 Milliarden Dollar, fast eine Milliarde pro Tag, an ihre Bauern für Produktions- und Exportsubventionen. Sie können heute auf jedem afrikanischen Markt, wo es immer ist, italienisches, französisches, deutsches und so weiter, Gemüse und Früchte zur Hälfte oder zu einem Drittel des Preises äquivalenter Inlandprodukte kaufen. Und ein paar Meter weiter steht der afrikanische Bauer mit seinem – unser Freund hier kommt aus Senegal –, kommt der Bauer, rackert sich ab, 15 Stunden am Tag, und hat nicht die geringste Chance, auf ein anständiges Existenzminimum zu kommen. Das ist das Faktum. Die Agrar-Dumpingpolitik, das Überfluten mit billigst subventionierten Agrarprodukten der afrikanischen Märkte durch die Europäer – das kann morgen früh gestoppt werden. Durch demokratische Mobilisation. ... im Ministerpräsidentenrat, da sitzt die Bundeskanzlerin, und im Ministerrat, Landwirtschaftsrat, da sitzt der Landwirtschaftsminister der Bundesrepublik, und die können verlangen, dass die Exportsubventionen ersatzlos gestrichen werden.
Warum fordern wir nicht den sofortigen Stopp der Exportsubventionen?
Herr Ziegler weiter:
Neoliberalismus, der heute praktisch zur Einheitsideologie geworden ist, außer hier natürlich … Nein, nein, das Gift, das kann ja überall sein, es könnte auch hier sein, aber ich glaube, das ist es nicht … Der Neoliberalismus, ich komme zurück aus Niger, das zweitärmste Land der Welt, dort wurde vor drei Jahren das nationale Veterinäramt privatisiert. Privatisiert. Auf Befehl des Weltwährungsfonds, weil das eine Marktverzerrung ist, wenn veterinärmedizinische Artikel einen festen Preis haben, der jetzt noch tief ist, und das stört die multinationalen Gesellschaften. Niger ist ein wunderbares Land, zehn Millionen Einwohner, 1,8 Millionen Quadratkilometer und die leben vom Vieh, von den Kamelen bis zu den Ziegen ... Der Hama Amadou, der Ministerpräsident hat gesagt – ich hab gesagt, wie ist das herausgekommen mit dieser Privatisierung und so weiter, Aufhebung des nationalen Veterinäramtes – er hat gesagt: Komm mit mir, und am nächsten Tag sind wir in den Kanisterstädten gewesen, das kennen Sie vielleicht, und da leben jetzt, wenn man das Leben nennen kann, Tausende und Tausende und Tausende total ruinierte Viehzüchterfamilien. Weil die können einfach nicht die Vitamine, die Antiparasitosen, die Impfstoffe des freien Marktes der multinationalen Tierpharmaziegesellschaften zahlen. Die Liberalisierung muss weg. Es muss eine normative Außenhandelspolitik kommen. Eine normative Außenhandelspolitik bedeutet auch, dass die Welthandelsorganisation und der Weltwährungsfonds ersatzlos aufgelöst werden. Das sind Diktaturen.
Rede Jean Zieglers als DOC-Datei
Wie können wir, die wir uns Gerechtigkeit und Frieden wünschen, unsere Kräfte besser bündeln und zusammenarbeiten? Woher kommt die Freude, andere bloßstellen und erniedrigen zu wollen? Haben wir nichts besseres zu tun, als fremde Kulturen und Religionen zu dämonisieren und uns über sie zu erheben? Wollen wir wirklich eine Veränderung und Erneuerung?
Könnte ein globaler Offenbarungseid dabei helfen, den "Weltkuchen" neu aufzuteilen, indem offengelegt wird, wo was benötigt, also importiert werden MUSS, und wo wer was produziert und exportieren KANN ? Können wir "Wähler" diesen Offenbarungseid einfordern und dafür Sorge tragen, dass wirklich alle Menschen und Nationen teilhaben, sowohl an der Gestaltung der Zukunft des Planeten als auch an der Gestaltung der eigenen Lebensentwürfe?
Hat jemand eine Idee, wie wir eine solche Klage aufsetzen und einreichen können? Hat jemand eine bessere Idee? Wollen wir Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für die Menschen?
(siehe Artikel in der Berliner Umschau- Amnesty Inernational fordert "Globalisierung von unten")
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Pharmafirma hilft, Obdachlosen zu helfen
Manchmal machen die, die eigentlich zu kritisieren sind, ganz gute Sachen, die man dann nicht so einfach mit einem "Ach, die ..." abtun kann. So hat sich die Firma MSD für die Arbeit von Dr. Jenny De la Torre Castro engagiert.
["Pharmafirma hilft, Obdachlosen zu helfen" mehr »]
Sensationeller Fund: Herrenloses radikaldemokratisches Parteiprogramm entdeckt
Investigative Berichterstattung lebt von Informanten. Der Leser Ingo R. hat unter schwersten geistigen und körperlichen Gefahren ein Papier beschafft, wie es wichtiger in der aktuellen Situation gar nicht mehr sein könnte. Es enthält erprobte Lösungen für all die anstehenden Probleme und ist ethisch und moralisch eine absolute Sensation. ["Sensationeller Fund: Herrenloses radikaldemokratisches ... »]
Siemens - Der Dreck muss weg
Nein. Keine Sorge, es geht nicht um neue Bestechungsskandale bei Siemens und auch nicht darum sich von den Verantwortlichen für die Bestechungen zu trennen. Es geht um die "Lehmschicht" die Peter Löscher jetzt bei Siemens abtragen will. Der Dreck wird einfach weggebaggert, aufgeladen und irgendwo auf Halde geworfen. Manchmal kommt nach Jahren ein LKW und holt ein wenig Material zum verfüllen von Löchern. ["Siemens - Der Dreck muss weg" mehr »]
n-tv Biosprit - erst denken dann schreiben
Ein besonderes Glanzstück journalistischer Qualtiätsarbeit unserer Supermedien lieferte uns gestern n-tv mit diesem Artikel:
Genügsam und hitzeverträglich
Hirse kann Probleme lösen
Hirse bietet nach Ansicht von Wissenschaftlern die doppelte Antwort auf den wachsenden Hunger in der Welt und auf den gestiegenen Bedarf an Biokraftstoffen.
..
Die Zuckerhirse ist außerordentlich genügsam: Sie wächst auf trockenem Boden, toleriert aber auch aufgeweichte oder sehr salzige Böden und kann Hitze vertragen. Somit sei die Pflanze ideal für den Anbau in den meist armen Halbwüstengebieten, sagte der ICRISAT-Agronom Marc Winslow der Nachrichtenagentur AFP. Die Pflanze, die zwischen 2,6 und vier Meter groß wird, benötigt auf derselben Anbaufläche nur halb so viel Wasser wie Mais und hat dabei einen vergleichbaren Nährstoffgehalt. Im Vergleich zu Zuckerrohr braucht Hirse acht Mal weniger Wasser. Somit entfällt die Notwendigkeit der künstlichen Bewässerung, für die kraftstoffbetriebene Pumpen eingesetzt würden.
..
Die Produktion von Hirse könne für Entwicklungsländer den Import von Kraftstoff überflüssig machen, sagte der Experte. Im Gegensatz zu Mais werde Hirse nicht so stark als Nahrung nachgefragt, weshalb die Ethanol-Produktion aus der Pflanze kaum Auswirkungen auf den Lebensmittelmarkt habe.
Es gibt nichts gegen Hirse zu sagen und eine Menge Argumente sprechen für Hirse. Aber es bleibt das alte Problem. Auch Hirse braucht Boden. Den gleichen Boden der auch für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden kann, und deshalb hat die Anpflanzung von Hirse direkte Auswirkung auf die Lebensmittelpreise. Mit dem reinen Pflanzenanteil von Hirse lassen sich wie beim Mais, entweder Tiere füttern oder Kraftstoffe herstellen.
Für die Anpflanzung in Gebieten in denen sonst keine ertragreiche Landwirtschaft möglich ist, gibt es neben Hirse auch noch andere Kandidaten. Dummerweise gibt es in solchen Gebieten auch keine Bauern, keine Infrastruktur. Düngemittel und alle Produkte des täglichen Lebens sowie der Treibstoff müssten herantransportiert werden, was Geld, viel Geld kostet. Geld das in der Finanzkrise verbrannt wurde und nun fehlt.
Dieses Hirsemodell würde nur den Hunger fördern. Für ein anderes müssten explizit Mittel bereitgestellt werden, die aber das Geld erfordern, das die Besitzer von n-tv wie die Familie Mohn/Bertelsmann lieber für andere Zwecke verballern.
In China beginnt die Krise jetzt auch zu greifen
Dummerweise ist es ja so, das auch wahre Nachrichten manchmal von Leuten ausgesprochen werden, die normalerweise nur gutbezahlte Propaganda verbreiten um der deutschen Bevölkerung so massiv wie eben möglch zu schaden. Welcher Urhass gegen Deutschland hinter dem steckt was Thomas Straubhaar tut, vermag und will ich nicht ergründen. Im Normalfall würde ich das, was er als seine Meinung ausgibt, als völlig irrelvant unter den Tisch fallen lassen, da ich nicht bereit bin mich derartigen Typen auseinanderzusetzen.
Dummerweise befasst er sich mit einem Thema, das ich auch gerade am Wickel habe und ich würde als unfair meinen Lesern gegenüber empfinden, nicht auf seine Artikel hinzuweisen, auch wenn ich den Mann für eine gewissenlosen Betrüger halte.
Nur zu logisch, das er sich bei Mohn/Bertelsmann im Spiegel auskotzen durfte, die ja gerade eine große Hasskampagne gegen China fahren:
China Inc. geht die Luft aus
Die Inflation schießt in die Höhe, die Börse in Shanghai schwächelt bedenklich: Die chinesische Wirtschaft zeigt erste Zeichen einer ernsten Krise. Deutschland ist gut beraten, sich wirtschaftlich nicht zu sehr von der Volksrepublik abhängig zu machen, warnt der Ökonom Thomas Straubhaar
Es gibt Blasen, die platzen mit einem Mal. Über Nacht werden riesige Vermögen vernichtet. Die Preisblase bei US-Immobilien ist hierfür ein Beispiel. Es gibt aber auch andere Blasen, die langsam - dafür stetig - Luft verlieren. Die Entwicklung in China folgt diesem Muster.
Die Blase Thomas Straubhaar könnte auch ruhig mal platzen und sich in Richtung Schweiz begeben um dort die Menschen unglücklich zu machen, aber der Herr verdient hier viel zu gut daran den Deutschen die Butter vom Brot stehlen zu lassen.
Alles was er im Rahmen seines Artikels gegen China absondert, sind altbekannte Kamellen die hier auf diesem Blog schon vor Monaten abgehandelt wurden. Was er natürlich nicht sagen kann, ist das es eben genau die neoliberale Denkweise und das arschlochmäßige Verhalten der Neoliberalen ist, was China in diese Probleme gebracht hat. Wer ohne Rücksicht, auf Resourcen, Umwelt und Menschen eine Zukunft nur auf billiger Arbeit aufbaut, gefällt zwar Straubhaar, Springer, Kannegiesser und Mohn, hat aber schon verloren bevor er angefangen hat.
Das was Straubhaar als Blase bezeichnet die sich langsam auflöst, betrifft die Aktienmärkte. Diejenigen die da jetzt ihre Pensionen verlieren, weil sie an die Pierer und Ackermann geglaubt haben und daran das Neoliberale die Wahrheit sagen könnten, sind sicherlich ein kleineres Problem als die USA in der alle mit rasanter Geschwindigkeit verlieren.
Chinas Wirtschaft hat auf Tand aufgebaut. Es gibt keine Produkte die zwangsläufig aus China bezogen werden müssten. Chinas Märkte sind in den USA, Japan und Europa. Weit weg, was bei steigenden Treibstoffkosten zu einem Problem wird. Tatsächlich hat sich bei der Entlohnung der Chinesen schon eine Entwicklung gezeigt, die dazu führt, das immer mehr Produktion aus Kostengründen von China weg verlagert wird.
Sraubhaar befindet sich in einer misslichen Lage. Die Wahrheit kann und darf er nicht sagen. Er muss für die Familie Mohn gegen China sein, bewundert aber die chinesische Diktatur und deren Machtmittel von denen er, wie auch Herr von Pierer glaubten, das sie ihnen die Handlungsfreiheit zur totalen Ausbeutung der Menschen hier und in China ließe. Wieder einmal zeigt sich, das Neoliberalismus nichts andres als ein Irrglaube der Dummen ist, dessen Verkündiger und Propheten nichts anderes als Diebe sind.
Aber lassen wir Straubhaar. Er ist erkannt und wird immer wieder auftragsgemäß den gleichen Scheiß propagieren. Das Problem China bleibt. Mangels Öl wird ein Teil der Produktion sich auf Dauer nicht mehr vermarkten lassen. Durch die steigenden Preise im Inland müssen die Löhne folgen, was noch zusätzlich dadurch verschärft wird, das Nahrungsmittel weltweit teurer geworden sind und die Chinesen gerade etwas mehr und bessere Nahrungsmittel fordern.
In einem Land das nur durch eine starke Führung zusammengehalten wird und in dem teilweise auch von außen gesteuerte Kräfte bewusst Rebellion anstoßen, ist die Nahrungsmittelversorgung das wichtigste Problem. Versagt die, ist die Revolution da.
Im Gegensatz zu Straubhaar, hat das ebenfalls zu Mohn/Bertelsmann gehörende n-tv sogar brauchbare Zahlen:
Inflation in China
Preise explodieren
Die Inflation in China hat den höchsten Stand seit elf Jahren erreicht. Vor allem die Nahrungsmittelpreise steigen weiter drastisch.
Der Zuwachs der Verbraucherpreise erreichte im April 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Nahrungsmittel wurden sogar um 22,1 Prozent teurer, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete.
Die Fleischpreise legten um 47,9 Prozent zu. Für Schweinefleisch müssen Chinesen heute sogar 68,3 Prozent mehr ausgeben als vor einem Jahr. Speiseöl wurde um 46,6 Prozent teurer.
Diese Preiserhöhungen sind erst der Anfang. Wir wissen ja das von den Zentralbanken in die Märkte Unmengen von Geld gepumpt wurden für die es keine Sicherheiten gibt. Das bedeutet das die Inflation weiter steigen wird. Chinas wirre Träume über die Anmietung von Feldern in anderen Ländern wird scheitern.
Die Ernte in Burma ist weitgehend verloren, so dass sich ein Krieg im Moment kaum lohnt, zumal Frankreich und die USA eigene Pläne haben und China keinen Einmarsch erlauben werden. Das Ziel ist klar. China muss auf Russland gehetzt werden um die Russen zu schwächen. Was das an Elend in China bedeutet, interessiert doch keinen Politiker.
Aber wenn Russland und China sich ineinander verbeißen, kann im Westen und Süden Russlands und eine große Einflusszone der Amerikaner unter Beteilung von Franzosen und Engländern aufgebaut werden. Natürlich nur, wenn die Muslime sich nicht wehren. Aber davon gehen Bush, Sarkozy und Brown scheinbar aus. Ich wäre mir letztendlich nicht einmal bei Georgien und der Ukraine sicher, dass es so funktioniert.
Es wäre an der Zeit miteinander zu teilen. Nahrung, Öl und andere fossile Brennstoffe durch vernünftiges rücksichtsvolles Verwenden so lange wie möglich zu strecken und schnell mit Macht Alternativen nach vorne zu bringen. Die andere Alternative heißt Krieg. Weltkrieg. Das was die Neoliberalen, als sie noch einfache mörderische Raubtierkapitalisten waren auch immer gemacht haben wenn sie nicht mehr weiter wussten.
Der Krieg ist die ultimativ letzte Waffe der Neoliberalen und sie werden sie bedenkenlos einsetzen, wie sie alles bisher bedenken- und verantworungslos getan haben um den Menschen zu schaden, für ein paar Cent Profit. Wenn wir diese Entwicklung verhindern wollen, werden wir handeln müssen. Bald. Es könnte schnell zu spät sein.
Aufgelesen: 7
Bloggen bis zur Abmahnung: “Online ist wichtiger als das richtige Leben”
Was schwarz auf weiß dasteht, wird nämlich für ebenso voll genommen, wie es in diesem Fall der Schreiber war, der nur irgendeine allgemeine Wut auf die Welt hatte. Redakteure werden zum Chefredakteur zitiert, Manager zum Vorstand, Sachbearbeiter in die Personalabteilung. Ob der nächtliche Vorwurf ganz offensichtlicher Unsinn ist, den außerhalb des WWW niemand länger als drei Sekunden beachtet hätte, spielt keine Rolle.
Ein Bild spricht Tausend Worte
Die Zeitung The Washington Post wird kritisiert, weil es dieses Foto auf der Titelseite gezeigt hat. Für viele Amerikaner ist es falsch so ein Bild zu veröffentlichen, aber es ist in Ordnung durch den verbrecherischen Krieg Kinder zu ermorden. Hauptsache man sieht nichts davon. Für mich sind diese Leute alle krank!
Der Verrat der Alliierten am deutschen Widerstand
1944 verhöhnten die Alliierten das fehlgeschlagene Attentat auf Hitler als ein von Verrätern begangenes Verbrechen. Der Hintergrund enthüllt divergierende “Befreiungs”-Verständnisse sowie die Eisbrecherfunktion des Faschismus für die “Großen Drei”.
Die demografischen Probleme sind pure Demagogie
Fazit: Wäre die Verteilung zwischen Unternehmens-/Vermögenseinkommen einerseits und Arbeitnehmerentgelt andererseits in 2007 unverändert wie in 2000 geblieben, hätten sich Unternehmer/Vermögende gleich wie Arbeitnehmer um jeweils 20% Steigerung (nicht inflati-onsbereinigt) in den letzten 7 Jahren freuen können.
Die Lebensmittelkrise und der Bio-Sprit
Die Lebensmittelpreise steigen und die Suche nach den Verantwortlichen hat begonnen. Allenthalben kann man hören und lesen: Der Biosprit (Alkohol als Benzinersatz und Biodiesel als Diesel-Ersatz) sei für die gestiegenen Lebensmittelpreise verantwortlich. Im Auftrag oder im Interesse gewisser Konzerne wird das Märchen erzählt, die (bisher noch gar nicht ernsthaft eingeleitete) Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien sei der Grund für die (bereits heftig stattfindende) Erhöhung der Verkaufspreise von Lebensmitteln, vor allem von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Weizen, Bohnen, Soja usw. Wie kann es sein, dass zukünftige, noch in Planung befindliche Aktionen in den vergangenen Monaten Preise getrieben haben könnten?
Chinas wirre Träume gegen den Hunger und Indiens Schweigen
Die Idee ist grundsätzlich ja gar nicht schlecht. China möchte im Rahmen von Joint Ventures oder zu Miete Farmland außerhalb Chinas beschaffen:
China 'may lease foreign fields'
China could lease overseas farming land to beat rising food prices, according to reports from Beijing.
Soaring grain prices have encouraged the ministry of agriculture to consider the scheme, according to the Beijing Morning newspaper.
Chinese enterprises would lease or even buy farmland in Latin America, Australia and the former Soviet Union.
Vor zehn Jahren als Nahrungsmittel im Überfluss vorhanden waren hat das mit Cuba und Mexiko mal geklappt. Aber heute ist die Situation eine völlig andere. Der Hunger und die Nahrungsmittelknappheit macht sich überall bemerkbar. Selbst in den reichen Ländern. China verliert im Moment jährlich mindestens 1 Prozent seiner Ackerfläche durch das voranschreiten der Wüsten. Dagegen wird so gut wie nichts getan, was den Prozess beschleunigen wird. Gleichzeitig wird Wasser in unheimlichen Mengen verschwendet und das nicht verschwendete sinnlos verschmutzt, wie es bei uns bis in die 70 er Jahre auch noch der Fall war.
Die ehemaligen Staaten der Sowjetunion werden sich hüten China allzuviel Entgegenkommen zu zeigen. China schielt immer mit einem Auge auf die dort vorhandenen Bodenschätze und die steigenden Aufwendungen für Lebensmittel und Energie nehmen China die wirtschaftliche Kraft für eine weitere Aufrüstung. Gleichzeitig geht China auch das Geld aus, da viele Produkte eben in anderen Ländern billiger als in China gefertigt werden und die Finanzmarktkrise den Absatz insgesamt sinken lässt.
Niemand wird China Felder vermieten oder verkaufen. Die Rattenplage in der inneren Mongolei wird sich eben nicht durch Giftköderabwurf vom Flugzeug aus beseitigen lassen sondern bestenfalls die Resistenz erhöhen. Tatsächlich kommt für China jetzt sehr viel Negatives zusammen. Die Streiks um bessere Löhne und die Probleme mit den Bauern, die sich ebenfalls einen noch größeren Anteil erhoffen. Dazu Umweltschäden an allen Orten. Das sieht nicht gut aus.
Die Frage ist ob ein innerer Feind wie die Tibeter ausreicht um den Dampf aus dem Kessel zu bekommen, oder ob der Platz des himmlischen Frieden während der Olympiade wieder eine Rolle spielen wird. Innerer Aufruhr oder weitere Landnahme. Burma, Birma oder Union Myanmar sind das naheliegendste Ziel. Es ist rohstoffreich und einer der führenden Reisproduzenten der Welt. Ich glaube nicht das die Chinesen eine große Wahlmöglichkeit haben werden und China würde wahrscheinlich für die Bevölkerung besser sein als die jetzige Militärjunta.
Genau die gleichen Sorgen macht mir Indien. Eigentlich sogar noch größere Sorgen weil so wenig nach außen dringt. Tatsache ist, das Indien eigentlich die Selbstversorgung geschafft hatte, aufgrund der ständig fallenden Lebensmittelpreise auch dank europäischer Agrarsubventionen immer mehr Bauern aufgeben mussten oder gar 10.000 im Jahr in den Selbstmord getrieben werden, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.
Da klingt es wie purer Hohn, wenn die Weltbank das ständige Absinken der Nahrungsmittelproduktion in Indien und Indonesien abmahnt und davon spricht das auch Technologiemüdigkeit zwischen 25 und 50 Prozent der möglichen Erträge nicht erwirtschaftet werden. Das ist weniger Technologiemüdigkeit als einfache Mittellosigkeit.
Das Indien bestimmte Haarfärbemittel verbietet mit denen sich viele Bauern umgebracht haben ist auch keine Lösung. Noch mehr als China hat Indien das Problem das die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sich mit großer Geschwindigkeit von einander entfernen. Das würde jeden Staat zur Zerreißprobe bringen und Indien schielt immer auf das für indische Verhältnisse völlig leere Australien, das für Millionen Inder eine Hoffnung sein könnte, für die sie auch bereit wären zu kämpfen.
Sicher stehen wir noch nicht morgen vor diesem Problem, aber man sollte sich klar machen, das der Druck wächst. Die Finanzkrise verhindert das genügend Geld in die jeweiligen Landwirtschaften gepumpt werden könnte, oder das neue Flächen erschlossen werden. Die Israelis die dort unheimlich helfen könnten stecken fest im Kampf gegen die Palästinenser, anstatt das beide die israelischen Erfolge vermarkten und in die Welt bringen. Das knapper werdende Öl, egal ob wegen Mehrverbrauch oder Peak Oil wird ebenfalls nicht durch Sonnenkraftwerke in Afrika gelindert, was neues Geld und neue Möglichkeiten schaffen würde.
Durch diese praktische Stagnation bei den Problemlösungen, die paar Cent der UN stellen da nur Tropfen auf einem heißen Stein dar, ist festzustellen, das die globale Lage nicht sicherer wird und das auch die Versorgung mit Nahrungsmittel nicht dauerhaft sicher gewährleistet ist. Auch bei uns nicht.
Schall und Rauch hat deshalb sicher nicht unrecht mit seiner Forderung:
Hohe Lebensmittelpreise zwingen zur Selbstversorgung
Investiert in euch selber und in eure Mitmenschen. Werdet autark und pflanzt einen eigenen Garten mit Lebensmittel an. Lernt neue Fertigkeiten die im Notfall gebraucht werden. Tut euch zusammen, gründet Kooperativen. Unterstützt die lokalen Bauern, kauft Lebensmittel aus der Region. Führt sogar ein eigenes lokales Geld ein oder ein Barter-System des Warentausches. Zahlt eure Schulden zurück und benutzt nicht das Bankensystem.
Das mag revolutionär klingen aber wie er anführt genehmigen die USA den Kauf von Saatgut zur Selbstversorgung mit Lebensmittelmarken und in Haarlem werden auf leerstehenden Grundstücken Schrebergärten angelegt.
Was haben wir zu verlieren, wenn wir genau das tun. Eigenanbau kostet eigentlich nur Arbeit. Bücher über Fähigkeiten die man in der Krise brauchen könnte, sind gar nicht so teuer. Klar man könnte sich lächerlich machen. Aber alle wollen doch Bio. Nennt es Bio aber macht etwas und denkt daran Samen muss man immer wieder anbauen. Er hält nicht ewig in der Tüte.
Aufgelesen: 2
USA: Geburtstagstorte wird zum Luxusgut.
Halloween stand vor der Tür, und wie immer nach der Sommerpause setzte das lukrative Herbstgeschäft ein. Doch seit dem Geisterfest am 31. Oktober ist alles wie verhext. Um 20 Prozent zum Vorjahr fielen die Umsätze im November, im Dezember wiederholte sich der Spuk. Im ersten Quartal 2008 lagen die Einnahmen 18 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.
Die meisten haben nichts zu gewinnen, wohl aber eine verlorene Existenz zu rächen.« (Weltbühne vom 1.3.1932)
Informationszeitalter - Das muss man sich mal übersetzen
Die Faschisten sind nicht die Gefahr
Nun, wer sind also die Biedermänner, die heute eine Gefahr darstellen und bei vielen in einem (falschen) Reflex die Befürchtung eines neuen Faschismus aufkommen lassen? (Denn der Begriff Faschismus und die Angst vor ihm ist deshalb im heutigen Kontext falsch, weil weil man sich wie bei Pilzen im Wald auf einen Teil konzentriert, der nicht unwichtig ist, aber die Grundlage, "das Netzwerk" lässt man außer acht. Der Faschismus wird hoffentlich nicht wiederkommen, aber die Kräfte die dem Faschismus den Weg bereiteten sind heute wieder deutlich am werkeln, wollen aber wohl diesmal eher ein früh-kapitalistisches System errichten).
Absolut inkorrekt
Wann fände Michael von Cube «den Weg zu einem fairen Menschenbild?» fragte Wolfgang Längsfeld 1983 in der Süddeutschen Zeitung. Dazu hätte der sich allerdings auf die Suche machen müssen im unendlichen Meer des Menschelnden. Doch Anwandlungen politischer Korrektheit hätten dem Naturell des «Spezialisten im Männchenzeichnen» bereits Anfang der Achtziger eher widersprochen. Und «glücklicherweise», so Andreas Kühne, «ist seine Kunst bis heute nicht in einem ‹fairen› und damit zwangsläufig spannungs- und reibungslosen Bilderhafen angekommen»
Noch gibt es keinen Hunger in der Schweiz
Nein, noch gibt es keinen Hunger in der Schweiz, aber die Alarmzeichen werden deutlicher:
Die weltweit steigenden Preise beim Reis wirken sich jetzt auch auf die Schweiz aus. Wegen Lieferengpässen und steigenden Einkaufspreisen plant die Migros eine Preisanpassung. Schon von nächster Woche an soll sich der Preis pro Kilogramm Reis um 10 bis 20 Prozent erhöhen.
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Migros-Sprecherin Monika Weibel sagte: «Die Migros wird ab Anfang Mai die Preise laufend anpassen - je nach Reissorte zwischen zehn bis 20 Prozent.» Die Preiserhöhungen stehen im Zusammenhang mit der weltweiten Reisknappheit.
Natürlich steckt in Lebensmitteln auch ein Teil Spekulation, vor allem deshalb weil einige Hedgefonds nicht mehr in ihren ursprünglichen Bereichen aktiv sein können, da mit Aktien und Firmenzerschlagung momentan kein Geld zu verdienen, sondern nur welches zu verlieren ist. Das ist aber leider nur ein Teil der Erhöhungen. Tatsächlich haben gentechnisch veränderete Pflanzen, die bei immer weniger Ertrag, immer mehr teure Pestizide und Dünger sowie ständig neues teureres Saatgut brauchen das ihre genauso getan, wie die veränderten Essgewohnheiten der Menschen in Asien und Russland, die am Aufschwung ihrer Länder teilhaben konnten. Dazu kommt noch die Verwendung von Lebensmitteln zur Treibstofferzeugung oder als Heizmittel.
Eine einmalige Preiserhöhung wäre auch sicher nicht problematisch aber wie Monika Weibel schon sagte geht sie von weiteren Erhöhungen aus. Die Reispreise werden sämtliche Getreidepreise mitziehen und auch dort für gleiche Erhöhungen sorgen.
Auch das bedeutet kurzfristig noch keinen Hunger in Europa, zumindest nicht für die alle. Bei den Armen könnte es aber schon bald dazu kommen und auch bei den Leuten mit niedrigem Einkommen ist davon auszugehen, das sie ihren Nahrungsmittelbedarf schon in Kürze nicht mehr finanzieren können. Wohl dem der dann Land besitzt und wenigstens für den Eigenbedarf vieles anbauen kann.
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