Böser Iran und gutes Israel
Die deutschen Systemmedien überschlagen sich wieder einmal um Israel dafür zu gratulieren, dass es einen deutschen Frachter, der mit Waffen beladen war, vor der Küste Zyperns aufgebracht hat. Getreu der israelischen Propaganda folgend, handelt es sich dabei um Waffen die vom Iran an die Hisbollah geliefert werden um das arme Israel anzugreifen. Jedes Systemmedium quatscht diesen Unfug ohne Überprüfung und Kommentierung nach.
Natürlich ist die Sachlage eine völlig andere. Vor der UNO-Vollversammlung stand die Annahme des Goldstone-Berichtes über Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Konflikt zur Abstimmung und Israel brauchte unbedingt gute Propaganda um dieses Thema zu übertönen. Der ehemalige UN-Chefankläger J. Richard Goldstone hatte in seinem von der UN-Menschenrechtskommission beauftragtem Bericht, der israelischen Kriegsführung im Zusammenhang mit der Operation "Gegossenes Blei" gegen die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen ein vernichtendes Urteil ausgesprochen, aber auch nicht mit Kritik an den Palästinensern gespart. ["Böser Iran und gutes Israel" mehr »]
Pressekommentar: Netanjahu und (welcher) Kurswechsel
Gestern Abend war mal wieder einer dieser Abende an dem Entrüstung und Lachen sehr dicht bei einander lagen. Zu danken habe ich das dem israelischen Ministerpräsident Netanjahu. Die Zeitungsmedien titelten mehrheitlich "Kurswechsel", was schon mal völlig unglaubwürdig daher ritt. Jedenfalls wenn man mal so die vergangenen 60 Jahre israelische Politik betrachtet. Und so war es, bei genauerem hinsehen, dann auch bei diesem vollmundig angegebenen "Kurswechsel". Wer darin eine Abkehr von der bisherigen Politik erkennen will, der wird enttäuscht.
Selbst mit größtem Wohlwollen und der heftigsten Anstrengung ist es nicht möglich aus der Grundsatzrede Netanjahus einen friedlichen Kompromiss herauszulesen. Sie basiert einzig auf dem althergebrachten Muster der undemokratischen Forderungen seitens Israel. Gerne hätte ich einen Kurswechsel gesehen, gerne hätte ich geglaubt Obama könne Israel überzeugen und gerne hätte ich es den Palästinensern gegönnt einer Demokratie entgegen zu sehen. Doch auch weiterhin wird dies lediglich die Demokratie sein wie sie die Regierung Israels versteht und die ist eben nicht die Demokratie wie wir sie uns vorstellen.
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Kritik an Israel ist nicht erlaubt - Kriegsverbrechen sind eben kein Rassismus
Wer geglaubt hatte, die Wahl von Obama würde etwas an der amerikanischen Politik ändern, wurde enttäuscht. Gerade in der Israelpolitik war ja erwartet worden, dass sich Obama wenigstens minimal für einen Schutz der Palästinenser einsetzen oder diesen Einsatz zumindest vortäuschen würde. Das Gegenteil ist der Fall.
Die USA nehmen an der UN-Konferenz über Rassismus nicht teil, weil sie Angst haben, dass Kritik an Israel lautwerden könnte, weil viele muslimischen Staaten in den Handlungen Israels gegen die Palästinenser ein rassistisches Verhalten sehen, das auf die Ausrottung oder komplette Vertreibung der Palästinenser angelegt sei. Dieser Verdacht ist, wenn er auch falsch ist, nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Das Verhalten der USA, dann einfach nicht teilzunehmen, kann man bestenfalls als völlig bescheuert bezeichnen. Dass Israel auch nicht teilnimmt, ist genauso dumm, passt aber ins Bild. ["Kritik an Israel ist nicht erlaubt - Kriegsverbrechen sind eben ... »]
Die USA nehmen an der UN-Konferenz über Rassismus nicht teil, weil sie Angst haben, dass Kritik an Israel lautwerden könnte, weil viele muslimischen Staaten in den Handlungen Israels gegen die Palästinenser ein rassistisches Verhalten sehen, das auf die Ausrottung oder komplette Vertreibung der Palästinenser angelegt sei. Dieser Verdacht ist, wenn er auch falsch ist, nicht unbedingt von der Hand zu weisen. Das Verhalten der USA, dann einfach nicht teilzunehmen, kann man bestenfalls als völlig bescheuert bezeichnen. Dass Israel auch nicht teilnimmt, ist genauso dumm, passt aber ins Bild. ["Kritik an Israel ist nicht erlaubt - Kriegsverbrechen sind eben ... »]
Die Barbarei der israelischen Armee in Gaza vom 27.12.2008 bis zum 20.1.2009
Eine offene E-Mail von Theo Wik an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, vom 10.02.2009:
—– Original Message —–
From: Theo.Wik
To: Angela Merkel
Sent: Tuesday, February 10, 2009 3:36 PM
Subject: Barbarei 8.2.09
An
Politiker aller Parteien
Die Barbarei der Israelischen Armee in Gaza vom 27.12.2008 bis zum 20.1.2009
Hier einige Ausschnitte aus Berichten:
["Die Barbarei der israelischen Armee in Gaza vom 27.12.2008 bis ... »]
—– Original Message —–
From: Theo.Wik
To: Angela Merkel
Sent: Tuesday, February 10, 2009 3:36 PM
Subject: Barbarei 8.2.09
An
Politiker aller Parteien
Die Barbarei der Israelischen Armee in Gaza vom 27.12.2008 bis zum 20.1.2009
Hier einige Ausschnitte aus Berichten:
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Solidarität mit Israel?
Wir haben Krieg im Nahen Osten, und während die Bomben in Gaza-Stadt einschlagen, tobt in den Medien der Krieg der Propaganda. Wie schon 2006 scheint dieser auch wieder nachteilig für Israel auszugehen. Den schrecklichen Bildern vom Ort des Geschehens haben die Israelis wenig entgegenzusetzen. Da werden auch die etwas hilflosen Solidaritätsaufrufe von Seiten der unweigerlich auftauchenden Pro-Israel-Bekenner nicht helfen. ["Solidarität mit Israel?" mehr »]
Israel mordet trotz UN-Resolution 1860 gnadenlos weiter
UN-Resolutionen sind so etwas wie das letzte Mittel der Staatengemeinschaft, um auf Mitglieder der Staatengemeinschaft einzuwirken. Danach kommen vielleicht noch harte Wirtschaftssanktionen oder, wie im Fall Jugoslawien, fliegen die Bomber der USA los und töten alles, was nicht fliehen kann. Natürlich werden die USA nichts gegen Israel unternehmen, da sie ja heimliche Helfer Israels in diesem Konflikt sind, bei dem es um nichts weniger als die totale Verdrängung der Palästinenser aus Palästina geht.
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Verhältnismäßigkeit der Mittel
Israel bombardiert mal wieder den Gaza-Streifen. Als Antwort auf die ach so gefährlichen Kassam-Raketenangriffe. Die Kassam-Angriffe erfolgten als Antwort auf israelische Repressalien, und die israelischen Repressalien hatten auch einen Grund. Wie schon seit Ewigkeiten. Reaktion erfolgt auf Aktion und wird sofort der Grund für neue Reaktion. Ein Irrsinn.
Ein Hund, der sich mit steigender Geschwindigkeit selbst in den Schwanz beißt. Sieht in den ersten Minuten vielleicht lustig aus, ist auf Dauer aber ein unendliches Trauerspiel mit menschlichem Leid ohne Ende. Es ist hier in diesem Blog schon oft über die Schuld an dem Dilemma gesprochen worden. Die Hauptschuld liegt bei Nazideutschland und den Europäern - wie auch den USA, die beim Holocaust erst weggesehen haben und dann vor Scham nichts anderes als die Masseneinwanderung der Überlebenden nach Israel zulassen konnten. Ohne Holocaust gäbe es dieses Israel und auch das Problem nicht. ["Verhältnismäßigkeit der Mittel" mehr »]
Stärkt Israel absichtlich die Hamas?
AUTOR: Amira HASS
Übersetzt von Ellen Rohlfs

Wir wollen uns nicht mit dem Zählen der Tonnen Reis, Mehl und Kochöl befassen, die sich noch im Gazastreifen befinden, nachdem dieser wieder 10 Tage hermetisch abgesperrt war und alle Übergänge in die Enklave geschlossen waren. Wir wollen nicht die Kinder zählen, die auf ein nahrhaftes Essen des UN-Hilfswerkes warten und auch nicht die Familien, die an ihrer Türschwelle Lebensmittelpakete der Hamas vorfinden. (Da gibt es Leute, die darauf schwören, dass diese Lebensmittel nur denen gegeben werden, die zu Hamas gehören oder diese unterstützen). Wir wollen auch nicht die Leute zählen, die von ihren Familien abhängig sind.
Es gibt Lebensmittel im Gazastreifen, und es wird weiter welche geben. Glaubt denn jemand wirklich daran, dass Israel, der Staat der Juden, es erlauben wird, 1,5 Millionen Menschen gegenüber gleichgültig zu sein, sie hinter Stacheldrahtzäunen und Wachtürmen auf einem engen Streifen zusammengedrängt Hungers sterben zu lassen?
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