Sonntagsgedanke: Das ewige Spiel um die Legitimation um jeden Preis
Weltweit werden jedes Jahr Millionen Kinder und Frauen misshandelt und vergewaltigt. In den USA werden jedes Jahr 700'000 Frauen vergewaltigt oder erleiden andere Formen sexueller Gewalt; 14.8 Prozent der vergewaltigten Frauen sind jünger als 17 Jahre alt. In Frankreich wurden 1999 zwischen 50'000 und 90'000 Frauen vergewaltigt; viele der Opfer haben die Vergewaltigung nicht angezeigt. In keines dieser Länder schicken wir Soldaten um für die Rechte der Kinder und Frauen dort zu kämpfen. (Q: OMCT DATA 2003)
Es steht außer Frage; die Zahlen sind erschreckend bis demprimierend. Allerdings muß auch darauf hingewiesen werden, daß es in der Vergangenheit immer wieder zum Missbrauch dieser Tatsachen kommt. Dies hat mitunter die unterschiedlichsten Gründe. Man kann es nachvollziehen, relativieren oder für verwerflich halten -aber auch diese Tatsache gilt es als solche zu verurteilen. Insbesondere dann, wenn dadurch Menschen zu Schaden kommen -egal auf welche Weise sich dieser Schaden äußert.
Als sei das Schicksal der Kinder und Frauen nicht schon Grund genug sich für ihre Rechte stark zu machen, nein, erhebt man sich unter Missbrauch dieser Schicksale über jene Opfer hinweg und spielt den Retter in dem man gewillt ist Tausende, gar Millionen Opfer mehr in Kauf zu nehmen. Es ist legitim sich für die Rechte jener Opfer einzusetzen, jedoch nicht mit allen erdenklichen Mitteln. Das gilt sowohl für die Vergewaltigungs- und Missbrauchsopfer, als auch für jene die zum Opfer gemacht werden um Rechte anderer durchzusetzen.
Ich möchte Ihnen ein Beispiel aufzeigen, warum ich ausgerechnet dieses Thema für meinen heutigen Sonntagsgedanken gewählt habe.
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Haben Sie ein Gewissen?
Jedes System beruht auf Belohnungen. Belohnungen die, je anreizender sie sind, einen in eine Art Abhängigkeit drängen und manchmal sogar Schlimmes tun lassen. Wenn du systemkonform bist, wirst du belohnt. Bist du es nicht, dann gibts eben keine Belohnung.
In der jetztigen Wirtschaftsschieflage, bei den steigenden Arbeitslosenzahlen und auch in sonst anderen Dingen ist das ein interessantes und ausbaufähiges Thema. Viele Menschen sind bereit, alles mögliche zu tun, um zum Beispiel beruflich aufzusteigen oder um Arbeit zu bekommen. Das geht mittlerweile soweit, dass man sich selbst oder sein eigen Hab und Gut zum Tausch anbietet. Hintergrund: Das Überleben.
Die Angst ums Überleben lässt uns bisweilen Dinge tun, die wir vor einigen Jahren noch strikt abgelehnt hätten. Gegenüber der angeblichen Meinung "Arm macht dumm oder lässt verblöden" steht der Instinkt. Der Überlebensinstinkt.
Jedem gefällt es Geld zu verdienen - um sich und seinen Lieben etwas bieten zu können, um es warm zu haben, um sich vielleicht ein neues Handy zuzulegen oder um am Ende des Monats noch etwas zum Essen im Kühlschrank zu haben. Dafür nimmt man auch Hungerlöhne in Kauf, wenn anderes nicht mehr möglich ist. Man fährt sich somit seine Belohnung ein; und ist sie auch noch so klein und unzureichend - man will schliesslich überleben. ["Haben Sie ein Gewissen?" mehr »]
In der jetztigen Wirtschaftsschieflage, bei den steigenden Arbeitslosenzahlen und auch in sonst anderen Dingen ist das ein interessantes und ausbaufähiges Thema. Viele Menschen sind bereit, alles mögliche zu tun, um zum Beispiel beruflich aufzusteigen oder um Arbeit zu bekommen. Das geht mittlerweile soweit, dass man sich selbst oder sein eigen Hab und Gut zum Tausch anbietet. Hintergrund: Das Überleben.
Die Angst ums Überleben lässt uns bisweilen Dinge tun, die wir vor einigen Jahren noch strikt abgelehnt hätten. Gegenüber der angeblichen Meinung "Arm macht dumm oder lässt verblöden" steht der Instinkt. Der Überlebensinstinkt.
Jedem gefällt es Geld zu verdienen - um sich und seinen Lieben etwas bieten zu können, um es warm zu haben, um sich vielleicht ein neues Handy zuzulegen oder um am Ende des Monats noch etwas zum Essen im Kühlschrank zu haben. Dafür nimmt man auch Hungerlöhne in Kauf, wenn anderes nicht mehr möglich ist. Man fährt sich somit seine Belohnung ein; und ist sie auch noch so klein und unzureichend - man will schliesslich überleben. ["Haben Sie ein Gewissen?" mehr »]
Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und Juan Cole kommentiert das
Juan Cole kommentiert. Das Blog "Informed Comment" des amerikanischen Historikers und Autors gehört zu den must read's. Heute beschäftigt er sich mit der website des "President-Elect", Barack Obama, aktuell mit dessen Positionen zur Wirtschaftskrise. Hier ist zunächst das Video:
["Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und ... »]
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Eine Fortsetzung - Mein lieber Freund,
es tut mir leid, dass ich dich so schwer enttäusche. Es stimmt, wir waren Genossen in Westfalen und später auch in Berlin. Wir sahen uns als Praktiker und auch als Pragmatiker, aber eigentlich nie als Politiker. Knapp nach den 68ern wollten wir weder theoretisches Gequatsche noch wahllose Gewalt. Es mag auch sein, dass ich dich damals in die SPD drängte. Ich kann den Verkäufer nie so ganz ablegen.
Aber worüber beklagst du dich eigentlich. Ich wollte etwas ändern. Das ging nur an den Stellen, an denen ich Ahnung hatte. Du wolltest die großen Schritte. Ich sprach über Sanierung von Häusern und Schulen, über Gewerbe und Industrie, du wolltest Hermesbürgschaften für Waffenexporte verhindern. Du warst sauer als ich dir sagte, dass es auch eine Bonner SPD-Regierung nicht interessiert, ob der Berliner Landesparteitag einen Beschluss fasst, dass der Bundesparteitag einen Beschluss fassen möge, dass die Bundesregierung eine Hermesbürgschaft für Fregatten oder U-Boote an Chile nicht genehmigen möge. Ich hatte recht, und du stürztest dich auf das nächste Phantom. ["Eine Fortsetzung - Mein lieber Freund," mehr »]
Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese
Duckhome hatte hier und hier über den Fall Kalisch berichtet;
["Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese" mehr »]
Muhammad Sven Kalisch - keine große Sache.
Die "islamkritische" Szene jubelt: haben die Muslime doch anscheinend wieder ihre Demokratieunfähigkeit bewiesen und erdreisten sich jetzt auch noch, in die Besetzung von Professorenposten hineinzureden. Und so probiert man sich wieder in agenda setting. In diesen Diskurs sind die "Mainstream-Medien" längst eingestiegen. Höhepunkt war dann vorgestern - zum 3. Oktober, dem "Tag der offenen Moschee" - dieser Bericht in den Tagesthemen.
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["Muhammad Sven Kalisch - keine große Sache." mehr »]
Steinmeier: Mama, die anderen sind noch dümmer als ich!
Wow. Die Wahl in Bayern ist ein Hammer. Ich hätte nie mit einem derartigen Reinfall für die CSU gerechnet. Ja mehr noch, ich halte Verluste in der Höhe von 17 Prozent und mehr nicht einmal für gerechtfertigt. Ein anständiger Schlag von 7-9 Prozent wäre in Ordnung gewesen, aber das was jetzt augenscheinlich passiert ist, sprengt alle Vorstellungen. ["Steinmeier: Mama, die anderen sind noch dümmer als ich!" mehr »]
Thomas Oppermann denkt und spricht
Thomas Oppermann, MdB der SPD,, denkt und spricht, reagiert sogar positiv auf Bürgerfragen und antwortet dabei zum Thema. Das ist mehr als man heute von einem Politiker erwartet. Wenn so jemand einen Sitz im Landtag oder Bundestag ergattert hat, wird er zumeist unansprechbar und verlautbart nur noch. Das ist auch besser so. ["Thomas Oppermann denkt und spricht" mehr »]
Heil kündigt SPD-Kampagne zur Mitgliederwerbung an
Na endlich. Jetzt macht die SPD ernst. Hubertuns Ankündigus Heillos:
Der Generalsekretär der SPD, Hubertus Heil, hat eine Werbekampagne angekündigt, um den anhaltenden Abwärtstrend bei der Mitgliederzahl seiner Partei zu stoppen. "Die SPD wird in einer gezielten Kampagne Schüler, Studierende und junge Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmer ansprechen und sie zur Mitarbeit in der SPD einladen", sagte Heil der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag-Ausgabe).
Mensch Hubertus. Echt cool. Du bist wirklich toll. Die Jugend willst du ins sinkende Boot holen. Naja, du kannst wohl nicht anders. Du verstehst es einfach nicht besser. Ich schreibe jetzt extra langsam damit auch du begreifst.
Die SPD braucht keine Kampagne um irgendjemand anzusprechen, sie müsste einfach nur mal wieder sozialdemokratische Politik machen anstatt jedem neoliberalen Wirtschaftsfaschisten in den Arsch zu kriechen.
Wenn du heilloser Hubertus und die Bande von Verrätern um dich herum endlich aus der SPD austreten und sich offen zur CDU bekennen, dann ist das der beste Anfang der gemacht werden kann und der ersetzt jede Kampagne. Nein ich weiß die Gefahr besteht nicht. Du willst ja keine Sozialdemokraten sondern auch nur so schöne Posten wie Schröder, Clement, Riester und all die anderen Verräter.
Die große Angst des Michael Konken
Michael Konken ist hauptberuflich der Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes und kotzt sich normalerweise in seiner Freizeit genauso unqualifiziert wie er seinen Job macht, über das Internet und Blogschreiberlinge aus. Zum Glück ist es gar nicht nötig, das ich ihm sage was ich über ihn denke und mir dafür einen Prozess einhandele. Das hat Thomas Knüwer im Handelsblatt formvollendet und viel höflicher als ich je könnte erledigt ohne an Deutlichkeit noch Wünsche offen zu lassen:
Seit dem Wochenende schäme ich mich. Ich schäme mich, Mitglied des Journalisten-Verbandes DJV zu sein. Der Grund: sein Vorsitzender Michael Konken.
..
Es liegt mir in den Fingern, mal so richtig zu kontern. Von einem Ewiggestrigen Gewerkschaftsheini, der seine Führerbunkermentalität hauptberuflich auch noch an Studenten weitergeben darf an der Uni Vechta und der FH Oldenburg. Über einen, dessen intellektuelles Niveau in Sachen Mediendiskussion tiefer liegt als die Golf GTI in meiner münsterländischen Heimat.
Man sollte bei Thomas Knüwer die Ergüsse des Herrn Konken ganz ruhig ein bis zweimal nachlesen um zu verstehen, wofür der steht. Im Grunde hat er nichts begriffen. Sein Journalismusgefühl ist von keiner Realität getrübt. Seine Feinde sind nicht etwas gekaufter Journalismus, die Vermischung von Text und Werbung oder gar die ständige Widerholung des neoliberalen Liedgutes. Ihn stört auch nicht die steigende Einmischung der Eigentümer in die redaktionellen Belange. Ihm geht es nur darum das Internet auszugrenzen.
Ich finde das für jemand mit so geringen Qualifikationen wie Herrn Konken eine typische Haltung. Alles Fremde ist böse und das was man nicht versteht ist um so schrecklicher. Jeder Afrikareisende der Vergangenheit wusste über derartiges zu berichten. Während Konken allerdings noch mit der Holzlanze im tiefen Staub der Niederungen des heutigen Journalismus mit den Füßen und der Lanze trotzig aufstampft und Urlaute in die Gegend brüllt, ist die Realität schon wieder ein Stück an ihm vorbeigezogen.
Jetzt hat ihm jemand erzählt das es an die Pfründe der Journalisten gehen soll und schon ertönt wieder sein Kriegsgeschrei:
Billige Lohnschreiber» bedrohen Journalismus
Leiharbeitnehmer statt qualifizierter Redakteursstellen. Die Praxis vieler Verlage Redakteursstellen nicht zu besetzen, gefährdet nach Auffassung des Journalistenverbandes die Pressefreiheit.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedrohung der unabhängigen Presse durch immer mehr Leiharbeit in den Redaktionen angeprangert. «Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren», kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am Mittwoch.
Die ehrlichen Journalisten haben mein aufrichtiges Bedauern, aber auch das hält sich in Grenzen. Das was jetzt den Journalisten passiert, habe ich in diesem Blog und an vielen anderen Stellen oft vorausgesagt. Der Neoliberalismus frisst zum Schluss auch seine Helfer. Als den Arbeitnehmern ihre Rechte genommen wurden, als die Kranken und Schwachen verteufelt wurden, haben die Journalisten in ihrer Mehrheit nicht nur genickt, sondern fleißig mitgeholfen den Wünschen von Kannegiesser, Mohn, INSM, Springer und Bertelsmann einen intellektuellen Unterbau zu geben.
Sie haben gegen die faulen Arbeitslosen gehetzt, waren gegen Kündigungsschutz, gegen alles wofür die Menschen in dieser Republik nach 1945 gekämpft haben. Gegen gutes Geld waren unsere Journalisten willige Werkzeuge des Hasses. Sie haben in Talkshows, Leitartikeln aber auch ganz nebenbei in gehässigen Berichten über die kleinsten Freuden der Schwachen das Leben für viele in diesem Land unerträglich gemacht. Sie haben kurzum gegen Geld gelogen und betrogen.
Neoliberalismus ist aber wie Krebs. Er führt unweigerlich zum Tode des Patienten. Erst waren es die Facharbeiter deren Berufe wertlos gemacht worden, weil sich die Berufsbilder alle Jahre änderten und sie somit auf den Stand von Hilfsarbeitern und deren Bezahlung fielen. Dann durften die Arbeitslosen keine Chance mehr haben und mussten möglichst schnell nach Hartz IV und dann in die Ein Euro Jobs, in ein Leben ohne Hoffnung und ohne Zukunft abgeschoben werden.
Das die Kinder der Armen nicht studieren sollen und Mohn/Bertelsmann nicht nur Schulgeld für die Universitäten, sondern auch für die Sekundarstufe will, wurde von Konkens Leuten bejubelt. Die sahen sich ja als Elite. Als die fleißigen Lügner der neuen Machthaber. Als Frau Schavan die Einwanderungsschleusen bei 30.000 Euro für qualifizierte Arbeitnehmer öffnen wollte, hat auch kein Journalist gegen diesen neuen Maximallohn geschrieben. Natürlich mussten sie jetzt auch noch die Rentner beschimpfen. Ist ja auch unverschämt, das die Rente wollen anstatt zu sterben. Die Gesundheitsreformen haben den Journalisten auch gefallen. Sie haben laut und deutlich ja geschrien zu allem was anderen Menschen angetan werden sollte.
Nun sind sie selber dran. Wie nicht anders zu erwarten, werden jetzt die Herren Journalisten entsorgt. So funktioniert das System. Machen wir uns doch nichts vor. Die INSM und Mohn/Bertelsmann haben genug Leute die für die Grundstimmung und die Fehlinformationen sorgen. Daraus kann ein dressierter Affe Artikel machen. Wozu also diese Journalisten bezahlen. Die sind überflüssig.
Natürlich tut das Herrn Konken weh. Scheiße wenn man zu doof ist, auch nur zwei Zentimeter in die Zukunft zu sehe. Aber keine Sorge Herr Konken auch die die Billigschreiber werden bald ersetzt. Mit Indern die genau die gleichen Sülztexte wie sie die deutschen Journalisten in den letzten Jahren verfassten, genau so schlecht, aber viel billiger können. Im Wettbewerb mit China werden die sogar die Preise noch mal senken müssen.
Ach ja Herr Konken, falls sie jetzt auf Solidarität der Arbeitnehmer hoffen, kann ich ihnen sagen, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Man kann die Menschen nicht ständig beschimpfen und ankotzen und dann deren Solidarität verlangen wenn man selbst den Bach runtergeht. Ihre Zukunft Herr Konken heißt Hartz IV. Denn Journalisten die man nicht mehr braucht, braucht man auch nicht auszubilden. Aber keine Sorge, unter ihrer Führung haben sie auch die anderen Journalisten auf diese schiefe Ebene gebracht. Einige sind schon krachend unten aufgeschlagen, auf andere wird noch gewartet, aber sie sind schon auf dem Weg.
Die nächsten die von ihren neoliberalen Herren gefressen werden, sind übrigens die Berater. Auch da geht es schon los.
Ein Tänzchen mit Sebastian Edathy kann mir doch keiner verwehren
Ich arbeite ja immer nach einem geheimen Geheimplan. Dessen Grundlage ist, das ich jedem anderem das zubillige, was ich selbst ständig mache, nämlich Fehler. Ja ich bremse auch für Politiker. Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen behauptet zwar immer, dass ich nur bremse um dann zurückzufahren und mich zu vergewissern, das ich auch richtig getroffen habe, aber das ist eine bodenlose Gemeinheit. So bin ich einfach nicht, oder will ich nur nicht so sein. Egal.
Meistens haben wir es in Deutschland ja eh mit Hinterbänklern zu tun. Jedes Eichhörnchen das rund um den Tiergarten gesichtet wird ist wichtiger. Wenn mir solche Strategen unterkommen, gibt es eine meiner freundlichen Mails, mit denen ich mein Missfallen kund tue. Sebastian Edathy mag ich sich ja selbst für wichtig halten, aber er ist es nicht. Ein Schäubleabnicker mehr. Ab und an ein Rülpser aus der hinteren Reihe, nicht für Bedeutung für das Land. Wenn er uns nicht verrät, hat die SPD auf Anhieb 300 andere die es tun. Er ist also nicht wichtig.
Aber auch nicht wichtigen Leuten sollte man schreiben, wenn sie Mist bauen. Privat. Dieses tat ich mit folgender privaten Mail ohne Kopie an Verfassungsschutz oder den BND. Wenn die eine haben, haben die sie selber gemacht:
Umgang mit Susanne Härpfer
Von: Jochen Hoff
An: sebastian.edathy@bundestag.de
Datum: 2008-04-16 13:59
Sehr geehrter Herr Edathy,
nun sind Sie prominent. Zumindest in der deutschen Blogwelt. Das ist ein
Vorteil. Man wird sie dort nicht vergessen. Immer wenn ihr Name in Zukunft
auftaucht wird irgendjemand daraufhinweisen das Edathy doch der SPD Mann ist
der es geschafft hat eine freie Journalistin um Lohn und Brot zu bringen.
Nein natürlich beeindruckt sie das nicht. Sie sind ja Mitglied des Deutschen
Bundestages. Sie stehen ja über dem Volk. Sie stehen über der Wahrheit, sind
nur Peter Struck verpfichtet, weil der Ihren kleinen Arsch in Minuten aus der
deutschen Politik treten kann. Sie sind ein Herr, solange Sie die Aufgaben
erfüllen die Ihnen Ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen
Auftraggeber übertragen. Im Grunde müssen sie nur an den richtigen Stellen
nicken.
Zwei Bitten hätte ich an Sie. Sagen Sie nicht das Sie Sozialdemokrat sind. Sie
sind in der SPD. Sozialdemokraten gibt es dort nicht mehr. Die zweite Bitte
ist sehr einfach. Machen sie so weiter wie bisher. Leute wie Sie helfen dabei
selbst so friedliche deutsche Lampenputzer wie wir es nun einmal sind in die
Revolution zu treiben.
Ach ja. Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem Systemwechsel
werden wir zwar eine saubere Zelle für sie finden, allerdings wird es Ihnen
nach ihrem Gerichtsverfahren, dort an Aufmerksamkeit doch eher fehlen.
Nein ich verachte Sie nicht. Das sind Sie mir nicht wert.
--
Mit unfreundlichen Grüßen
Jochen Hoff
http://www.duckhome.de
Und oh Wunder für einen deutschen Abgeordneten, er kann sogar lesen, schreiben und das Internet bedienen. Ich bin sehr beeindruckt. Traut man denen gar nicht zu, wenn man ihre Entscheidungen so sieht. Aber Herr Edathy kann es, und er antwortete mir:
Ihre Email v. 16.04.2008
Von: "MdB Sebastian Edathy, Laptop-Adresse"(Deutscher Bundestag)
An: jochen@duckhome.de
Datum: Samstag 01:40:29 19.04.2008
Sehr geehrter Herr Hoff,
Ihre Aussage "Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem Systemwechsel werden wir zwar eine saubere Zelle für Sie finden, allerdings wird es Ihnen nach Ihrem Gerichtsverfahren dort an Aufmerksamkeit doch eher fehlen." reicht zwar bereits für eine Strafanzeige aus, die ich auch stellen werde, vielleicht könnten Sie Ihre Ausführungen aber noch ein wenig konkretisieren bzw. illustrieren, damit ich der Staatsanwaltschaft ggf. ergänzende Informationen übermitteln kann.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Edathy
-
Sebastian Edathy
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vorsitzender des Innenausschusses
Abgeordneter für den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg
Ich mag das, wenn man mich mit dem Staatsanwalt erpressen will. Er glaubte wohl er hätte irgendwelche Zeitungsmacher vor sich bei denen er nur einmal rülpsen muss, um die Existenz eines Menschen zu zerstören. Hat er aber nicht. Wenn er mir ans Bein pinkeln will, kann er das haben. Die Staatsanwälte, zumindest die politischen haben mich eh gefressen. Da kommt es auf einen Edathy zusätzlich nun wirklich nicht mehr an. Also bekam er das was er verdiente. Meine Antwort:
Re: Ihre Email v. 16.04.2008
Von: Jochen Hoff
An: edathy@edathy.de
Datum: Samstag 07:49:45
Am Samstag 19 April 2008 01:40:29 schrieb MdB Sebastian Edathy,
> Sehr geehrter Herr Hoff,
> Ihre Aussage "/Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem
> Systemwechsel werden wir zwar eine saubere Zelle für Sie finden,
> allerdings wird es Ihnen nach Ihrem Gerichtsverfahren dort an
> Aufmerksamkeit doch eher fehlen."/ reicht zwar bereits für eine
> Strafanzeige aus, die ich auch stellen werde, vielleicht könnten Sie
> Ihre Ausführungen aber noch ein wenig konkretisieren bzw. illustrieren,
> damit ich der Staatsanwaltschaft ggf. ergänzende Informationen
> übermitteln kann.
Kein Problem Herr Edathy,
Politiker, die wie Sie Ihre politische Macht dazu missbrauchen, um in einem
Klüngel von Beziehungen die Pressefreiheit einschränken, machen sich
normalerweise strafbar. In jedem denkbaren System, außer in Diktaturen. Es
gibt jetzt eine Journalistin wengier, weil sie nicht über die gleiche Macht
wie Herr Edathy verfügt.
Dies ist in bei uns leider in fast allen politischen und wirtschaftlichen
Fragen der Fall. Teile unserer Politik rühmen sich sogar noch, wenn sie gegen
den Wählerwillen handeln. Dies ist eine Entwicklung die nicht mehr lange gut
gehen wird. Sie können aus Ihrer Position heraus das Grummeln des Volkes
natürlich nicht mehr wahrnehmen, sie fühlen sich ja in Sicherheit. Da geht es
Ihnen und Ihren Kollegen wie den Politikern in der DDR. Die haben auch erst
gemerkt das der Zug abgefahren ist, als die letzten Schienen und das
Bahnhofsgebäude schon verkauft und abgebaut waren.
Vielleicht ist das ein typisches Problem der herrschenden Klasse. Ähnlich wie
in der DDR lässt sich auch in diesem Deutschland durch Wahlen nichts mehr
ändern. Einen Herrn Steinbrück und einen Herrn Gabriel kann man abwählen
solange man will. Über Listenplätze, sichere Wahlkreise und ähnliches tauchen
sie immer wieder auf.
Bisher wurde das deutsche Volk meist müde und hat aufgegeben. Aber jetzt haben
wir das Beispiel der DDR. Zwar gab es zum Zeitpunkt ihres Falles noch ein
weiteres Deutschland, das Sicherheit bot, aber jetzt gibt es vor Leuten wie
Ihnen, der Politik die sie machen und den Interessen für die sie wirklich
stehen, keine Sicherheit mehr. Für niemanden.
Sie kennen das Problem. Ein an sich friedliches Tier, wie ein Reh, wird
versuchen Sie zu überrennen, wenn Sie es in die Ecke gedrängt haben. Genau
das wird in diesem Land passieren. Sie jagen das Volk in Panik. Sie lassen
keine Fluchtmöglichkeit mehr. Nicht einmal in die Datsche oder in sonstige
Formen der inneren Emigration. Das führt unweigerlich zum Aufstand. Ob sie es
wahrhaben wollen oder nicht.
Selbst wenn Sie und Ihre Kollegen es bis dahin geschafft haben, die Bundeswehr
im Inneren einzusetzen, nützt das nichts mehr. Wir kennen die Bilder aus
Rußland, als das Militär sich auf die Seiten des Volkes schlug und wir wissen
das selbst die Spezialtruppen in der DDR ihren Vorgesetzten klar gemacht
haben, dass sie nicht schießen werden.
Bei einem solchen Aufstand gibt es nur zwei denkbare Szenarien. Die eine ist
die übliche, nämliche schnelle harte körperliche Gewalt gegen die Bedränger,
was eine Revolution jeder Art sofort wieder mit einem Geburtsmakel behaftet.
Die andere Möglichkeit ist die Täter einzusperren und nach geltendem Recht zu
bestrafen.
Allerdings und an der Stelle kommt ihr Freund der Herr Staatsanwalt zum
tragen, ist es natürlich nicht möglich Ihre persönlichen Taten nach dem
aktuell geltenden Recht zu verfolgen, da Leute wie Sie, die Gesetze ja
dahingehend konstruiert haben, dass Sie und ihre Freunde nicht verfolgt
werden können. Deshalb wird ersatzweise ein Schnitt durch das internationale
Recht zum Einsatz kommen müssen.
Sie würden also nach Gesetzen verurteilt, die zu dem Zeitpunkt Ihrer und
anderer Taten zwar nicht offiziell in Deutschland galten, aber als
international gemeinsame Rechtsansicht eben hätten gelten müssen. Ein
Schönheitsfehler meines Konstruktes, der leider an diesem Punkt nicht
grundgesetzkonform ist, aber ich finde Sie und und andere im Gefängnis viel
netter, als an irgendwelchen Straßenbäumen hängend. Gefängnis kann man
revidieren, ja in gewisser Weise wieder gut machen. An Toten funktioniert das
nicht.
Ich brauche Ihnen sicher nicht zu erklären, dass ein Volk in Aufstandsstimmung
immer gerne zu nicht reversiblen Maßnahmen greift. Was Ihre Drohung mit dem
Staatsanwalt angeht, so werden Sie die sicherlich wahr machen. Ich habe auch
gar keine Sorge, das Sie es nicht schaffen könnten, mich verurteilen zu
lassen. Sie haben die Macht.
Im Grunde genommen ist es eine gute Idee gewesen, das zu tun. Ich schreibe
ihnen eine private Mail und sie schicken Ihren Staatsanwalt. Das sagt
eigentlich alles über ihr Politikverständnis und ihr Verhältnis zum Bürger
aus. Der Wahlkreis 040 Nienburg II - Schaumburg ist eine Bastion, aber Sie
würden vermutlich auch den richtigen Listenplatz von Herrn Struck bekommen.
Ich bin nur heilfroh, das ich im wesentlichen schon lange mit der SPD
abgeschlossen habe, wenn ich sehe mit welchem Stil sie Karriere machen
konnten. Ich empfehle Ihnen einen alten Text von mir:
http://www.duckhome.de/tb/pages/freund.html
Seien Sie aber bitte nicht beleidigt wenn Sie sich irgendwo wiedererkennen.
Das ist natürlich unbeabsichtigt und der Text ist tatsächlich schon steinalt.
Ich bin ja auch 12 Jahre älter als Sie. Stamme sozusagen aus der Zeit als es
noch Sozialdemokraten gab.
Gut nun haben Sie es noch einmal ausführlich, was sie doch so gerne wissen
wollten. Kommen wir also zu Ihrem Staatsanwalt. Den bin ich gewohnt. Meist
sind es allerdings die Faschisten die gegen mich vorgehen. Mal mit
Morddrohungen, mal haben die sogar Anwälte, Staatsanwälte und Richter. Das
ist mein Risiko. Aber ich wusste ja vorher das es nicht gut geht.
Ob mich nun auch noch Herr Sebastian Edathy mit seinem Staatsanwalt jagt, ist
Nebensache. Natürlich werden Sie es schaffen mir zwischen 100 und 200 Tagen
Knast verpassen zu lassen. Ja und. Sie haben es nicht verstanden. Sie können
mir nichts mehr wegnehmen. Sie können mich auch nicht mehr bedrohen. Ich
lache über Leute wie Sie und es ist ein zorniges Lachen.
Sollte ich bis Mittwoch Abend 24 Uhr nicht gehört haben, das Sie mich lieber
doch nicht verfolgen wollen, tragen wir beide dieses Spielchen auf der großen
Bühne aus. Ich werde in meinem Blog darüber schreiben, meine Mails und Ihre
veröffentlichen und dann schauen wir mal wem die Öffentlichkeit recht gibt.
Ach ja die Mails befinden sich sofort nachdem Sie hier abgegangen sind auf
Servern im Ausland. Es nützt Ihnen also nichts mir die Tür eintreten und die
Rechner meiner Familie zerstören zu lassen. Wenn jemand meine kleinen Kinder
in Angst und Schrecken versetzt, nehme ich das übrigens persönlich. Sehr
persönlich. Schließlich kenne ich Ihre Auffassung von Rechtsstaat. Natürlich
können Sie Kraft ihres Amtes meinen Server schließen.
Kein Problem, Ich fahre ihn innerhalb von weniger als einer halben Stunde
irgendwo im Ausland wieder hoch. Nehmen Sie alle ihre Repressionskünste
zusammen. Es nützt Ihnen nichts. Ich habe Ihnen ja direkt gemailt, weil Sie
sich in Ihrer Klasse ja nicht für Blogs interessieren, aber es haben sich
bestimmt 40 Blogs mit dem Verhalten des Sebastian Edathy beschäftigt. Ihr
Angriff auf mich und ihre Drohung mit Ihrem Staatsanwalt, sowie jede Maßnahme
gegen mich, wird das Thema mit Sicherheit noch mal kräftig hochpumpen.
Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. Ich gehe einfach mal davon aus
das Sie am kürzeren Hebel sitzen. Ihre Wähler sind nämlich nicht dumm. Die
wissen, dass Ihr Vorgehen gegen mich, genau das wieder gibt, was Sie sind.
Pech gehabt mein Lieber. Ich bin nicht erpressbar, zumal ich ausnahmsweise
wirklich unschuldig bin und nicht wie so oft, doch wieder mal zu weit
überzogen habe. Deshalb hoffe ich für Sie auf eine anständige saubere Zelle
und ein ordentliches Gerichtsverfahren und gute Anwälte. Ich möchte, dass Sie
es besser haben als ich. Ich möchte nämlich ein besseres, vor allen Dingen
ehrlicheres System.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und sehe Ihrer baldigen Antwort gerne
entgegen.
--
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Hoff
http://www.duckhome.de
Natürlich nahm er mich nicht ernst. Warum auch. Er ist ein deutscher Politiker, die müssen das Volk nicht ernst nehmen. Mal sehen wann mir die politische Polizei schreibt, das ich Herrn Edathy beleidigt habe. Wahrscheinlich bekomme ich wieder gleich den Strafbefehl, oder eine Vorladung, bei der ich nicht wissen darf worum es geht. Egal. Tanzen wir halt. Schneewalzer am Rand der Hölle. Und ich bin bestimmt kein Schneeflöckchen. Eher der Elefant im Porzellandladen.
Hut ab vor Dagmar Metzger
Die Darmstädter SPD Abgeordnete Dagmar Metzger will die Ypsilanti nicht wählen, wenn die sich von der Linken tolerieren lässt. Das sagt sie auch laut, offen und unmissverständlich. Sie wurde in ihrem Wahlkreis direkt gewählt und hat sich stets gegen eine Koalition mit der Linken oder eine feige Tolerierung ausgesprochen. Die Frau hat Haltung und vor allem Arsch in der Hose. Glückwunsch und Danke dafür.
Ihre Entscheidung finde ich poltisch gesehen absolute Scheiße weil sie damit Koch zum Ministerpräsidenten macht. Aber mir ist doch eine gerade und charakterstarke Abgeordnete die nicht das tut was ich für richtig halte, viel lieber, als eine dumme Kuh die Parteiräson pflegt um wieder aufgestellt zu werden. Die politische Karriere von Frau Metzger in der SPD ist zu Ende. Die haben es da nämlich nicht mit Demokratie, die haben Peter Struck. Aber sie kann erhobenen Hauptes am Ende der Legislaturperiode gehen.
Ganz anders sieht das mit der designierten Frauenministerin im Kabinett Ypsilantis, Judith Pauly-Bender aus die laut SPON folgenden Satz prägte:
"Man ist fürs Regieren gewählt und nicht dafür, sein Gewissen zu untersuchen."
Frau Pauly-Bender hätte sicherlich auch Probleme so etwas wie ein Gewissen in sich zu finden. Karrieregeil, rücksichtslos über Leichen gehend, beschreibt sie wahrscheinlich ziemlich gut. Sie ist wieder einmal eine klassisches Beispiel dafür, dass die Fähigkeit ein absolutes Arschloch zu sein, nicht geschlechtsspezifisch ist.
Ich werde ihr nicht versuchen zu erklären das ein Abgeordneter seinem Gewissen verpflichtet ist. Das würde sie mangels eines solchen gar nicht verstehen. Ich will auch nicht das sie zurücktritt. Von der Sorte haben unsere Parteien unbegrenzte Mengen zur Verfügung. Ich will nur, dass sie weiß das Politikverdrossenheit einen neuen Grund hat. Der Grund heißt Judith Pauly-Bender und ich hoffe, das sie in diesem Land, keinen Job mehr bekommt. Selbst als Fußbodenkosmetikerin in der U-Bahn ist sie nicht einsetzbar, da ihr auch da die sittliche Reife fehlt.
Nun lässt sich Frau Ypsilanti eben nicht wählen. Müssen wir deshalb trauern. Ich glaube eher nicht. Sie hätte halt vorher die Klappe halten müssen.
(via Wasserstandsmeldung)
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