
Ruanda hat vergangene Woche ein neues Parlament gewählt. Diese Tatsache an sich ist nicht sonderlich bemerkenswert, dennoch gibt es eine erwähnenswerte Besonderheit zu berichten.
Dazu muss man 14 Jahre zurückdenken. Von April bis Juli 1994 kam es zu einem grausamen Völkermord, bei dem nahezu 1 Mio. Menschen abgeschlachtet wurden, überwiegend Angehörige der ethnischen Gruppe der
Tutsi. Ausführliche Informationen findet man z.B. bei
3sat online.
Da ca. 1/7 der Bevölkerung in Ruanda ermordet worden war, kann man sich vorstellen,
dass bis heute ist jede nennenswerte Entwicklungsaktivität, sei es in politischen, wirtschaftlichen wie soziokulturellen Bereichen, nach wie vor stark vom Genozid und seinen Auswirkungen geprägt ist. (Quelle inwent.org)
Da viele Männer unter den Opfern waren, haben die Frauen die Sache in die Hand genommen und spielen seitdem eine große Rolle in der Landespolitik. Und das mit Erfolg, denn AFP
titelt:
Ruanda erstes Land der Welt mit Frauen in Parlamentsmehrheit
["Politische Frauenpower in Ruanda" mehr »]