Westerwelle spendiert Künstlerin aus seinem Wahlkreis eine Luxus-Dienstreise
FDP-Generalsekretär Christian Lindner: "Westerwelles Kritiker gefährdeten die Demokratie"
FDP-Politiker nennen Kritik an Guido Westerwelle "schwulenfeindlich"
Schwarz/Gelbe Drehtür der Lobbykratie
Sachsen: Schwarz/Gelb streicht Millionen im Bereich Bildung, Forschung und Kultur
Politiker als Kriminellen-Opfer: In Brüssels Europaviertel boomt das Verbrechen
Wirtschaftsjahr 2009: Dax-Vorstände kassierten trotz Krise gut ab
Unternehmen lassen sich Löhne über die Hartz IV Gesetze subventionieren
Rot-Rot-Grün in NRW? Ein Streitgespräch mit Bärbel Höhn, Klaus Ernst und Florian Pronold
Wir Abnicker: SPD-Bundestagsabgeordneter Marco Bülow schreibt aus Frust ein Buch
Hoch auf dem gelben Wagen
["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-12" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-02-05
- Das ZDF als Beute der CDU: Grüne und Linke prüfen Normenkontrollklage
- Bundessozialgericht: Rekord an Klagen zu Hartz IV
- 100 Tage Schwarz-Gelb: Schluß mit Schonfrist und Irrsinn
- 100 Tage Neuanfang der SPD: Der viel zu brave Herr Steinmeier
- Sachsen-Anhalt: SPD-Chef Bullerjahn formuliert Bedingungen für Rot-Rot
- Zukunft der EU-Politik: Die Gefahr lauert in Spanien und Italien
- Eurostat: Deutschlands Lohnentwicklung europaweit an letzter Stelle
- Interview mit dem abservierten Medikamenten-TÜV-Mann Peter Sawicki
- Regierung von Schleswig-Holstein klagt gegen Schuldenbremse beim BverfG
- Jede Kontonummer, jedes Klingelzeichen - was Vorratsdatenspeicherung wirklich bedeutet
- Keine Vorratsdatenspeicherung in der Schweden
- Deutsche zahlen Millionen für Schweizer CD mit verbrecherischen Inhalten ["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-05" mehr »]
- Bundessozialgericht: Rekord an Klagen zu Hartz IV
- 100 Tage Schwarz-Gelb: Schluß mit Schonfrist und Irrsinn
- 100 Tage Neuanfang der SPD: Der viel zu brave Herr Steinmeier
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- Regierung von Schleswig-Holstein klagt gegen Schuldenbremse beim BverfG
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Schweinegrippe, Bilderberger und Chemtrails - Verschwörung überall
Beginnen wir mit den Chemtrails. Das sind Flugzeuge die überall hin und herfliegen und dabei die seltsamsten Dinge versprühen. Mal angebliche Kerne um die sich die Treibhausgase sammeln und dann abregnen sollen um damit den Boden in den sauren Bereich zu verschieben, damit die Bäume sterben. Dann wieder sollen Gifte versprüht werden, mit der die WHO das Wachstum der Weltbevölkerung einschränken oder es geht gar um Viren, die die Menschen krank machen sollen.
Wenn derartige Behauptungen in den Tiefen des Internets auftauchen finden sie gläubige Anhänger, Leute die mitleidig lächelnd einfach weitergehen und erbitterte Gegner die nichts besseres zu tun haben, als ihre Zeit mit der Berichtigung solchen Schwachsinns zu vergeuden. Aber bald bekommen wir es amtlich. Ein Ehepaar aus Horgen, im Kreis Rottweil, hat Anzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft hat die Anzeige auch angenommen.
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Ministerin für Ackerbau und Viehzucht versucht es auf die primitive Tour
Gerne zitiere ich mal eine Pressemitteilung der Grünen, - denn wenn sie recht haben, haben sie recht! Aigner übergeht Forderungen der Milchbauern
"Zur Vorstellung des Maßnahmenprogramms der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher:
Auch bei ihrem Maßnahmenprogramm zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft bleibt die Bundesregierung ihrem Weg treu. Man verschenkt kurzfristig eine große Summe Geld – in diesem Fall 750 Millionen Euro – und hofft, dass in zwei Jahren die Marktlage besser ist.
Dieses Maßnahmenpaket zeugt vom Scheitern der CSU in den Koalitionsverhandlungen. Statt einer wirkungsvollen Mengenregulierung am Milchmarkt, wie sie von Bäuerinnen und Bauern seit Monaten gefordert wird, konnte Seehofer lediglich eine Beruhigungspille für die Bauern durchsetzen. Das dient der Gesichtswahrung von Seehofer und Aigner. Den Bauern nutzt es kaum. Mit rund 1 Cent pro Liter über zwei Jahre ist keinem Milchbauer geholfen, der mit Verlusten von 12-15 Cent zu kämpfen hat.
Damit vergibt die Bundesregierung die Chance auf eine Lösung des Problems. Dabei liegen die Instrumente zum Erhalt der bäuerlichen Milchviehhaltung schon lange auf dem Tisch. Über eine schnelle Reduzierung der am Markt befindlichen Milchmenge und die Einführung eines flexiblen Milchmengeregulierungsinstruments als Nachfolger des starren Quotensystems könnten faire Milchpreise verwirklicht werden – ganz kostenneutral für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Bundesministerin Aigner bezeichnete diesen Ansatz heute als "ganz andere Philosophie". Für die Bäuerinnen und Bauern ist es allerdings keine Frage der Philosophie, sondern des Überlebens."
Bärbel Höhn sagt, dies sei nichts als ein nachträgliches Wahlgeschenk. Und eine Bäuerin sagt dazu: (ich zitiere aus dem Gedächtnis aus einem Kommentar): "Politiker meinen immer noch, man kann die Bauern mit Geld ruhig stellen. Gottseidank ist dies endlich vorbei. Man wird an die Ursachen der Krisen in der Landwirtschaft herangehen müssen!" - Ja. Genauso sehen wir das auch.
"Zur Vorstellung des Maßnahmenprogramms der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft erklärt Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher:
Auch bei ihrem Maßnahmenprogramm zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft bleibt die Bundesregierung ihrem Weg treu. Man verschenkt kurzfristig eine große Summe Geld – in diesem Fall 750 Millionen Euro – und hofft, dass in zwei Jahren die Marktlage besser ist.
Dieses Maßnahmenpaket zeugt vom Scheitern der CSU in den Koalitionsverhandlungen. Statt einer wirkungsvollen Mengenregulierung am Milchmarkt, wie sie von Bäuerinnen und Bauern seit Monaten gefordert wird, konnte Seehofer lediglich eine Beruhigungspille für die Bauern durchsetzen. Das dient der Gesichtswahrung von Seehofer und Aigner. Den Bauern nutzt es kaum. Mit rund 1 Cent pro Liter über zwei Jahre ist keinem Milchbauer geholfen, der mit Verlusten von 12-15 Cent zu kämpfen hat.
Damit vergibt die Bundesregierung die Chance auf eine Lösung des Problems. Dabei liegen die Instrumente zum Erhalt der bäuerlichen Milchviehhaltung schon lange auf dem Tisch. Über eine schnelle Reduzierung der am Markt befindlichen Milchmenge und die Einführung eines flexiblen Milchmengeregulierungsinstruments als Nachfolger des starren Quotensystems könnten faire Milchpreise verwirklicht werden – ganz kostenneutral für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Bundesministerin Aigner bezeichnete diesen Ansatz heute als "ganz andere Philosophie". Für die Bäuerinnen und Bauern ist es allerdings keine Frage der Philosophie, sondern des Überlebens."
Bärbel Höhn sagt, dies sei nichts als ein nachträgliches Wahlgeschenk. Und eine Bäuerin sagt dazu: (ich zitiere aus dem Gedächtnis aus einem Kommentar): "Politiker meinen immer noch, man kann die Bauern mit Geld ruhig stellen. Gottseidank ist dies endlich vorbei. Man wird an die Ursachen der Krisen in der Landwirtschaft herangehen müssen!" - Ja. Genauso sehen wir das auch.
Europäischer Rechnungshof zur Milchpolitik der EU
Aus der letzten Presseerklärung des "Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V." (BDM):
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Selbst der Europäische Rechnungshof hat in seinem gerade erschienenen Sonderbericht deutlich gemacht, dass die unkontrollierte Liberalisierung des europäischen Milchmarktes der falsche Weg sei. Dadurch seien die Direktbeihilfen für die Milchviehhalter in Europa von 2,75 Milliarden Euro 2005 auf 4,5 Milliarden Euro 2007 gestiegen, ohne nachhaltige Wirkung zu hinterlassen. „Es wäre ein fatales Signal, wenn die neue Regierung diese Warnung nicht Ernst nimmt, mit der Verschwendung weitermacht und gleichzeitig das große Haushaltsdefizit beklagt“, so Schaber weiter. „Wir fordern die Verhandlungspartner auf, diese Politik zu beenden und einen Wechsel zu vollziehen.“
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Nächste Bauern-Grossdemo in Vorbereitung
Vorab möchte ich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Forderungen der europäischen Bauern den Hunger in der Welt reduzieren helfen! Bitte lest Euch dazu ein, wenn Ihr es noch nicht getan habt. Wir haben hier schon ordentlich Material gepostet. Auf den Seiten des EMB kann man sich natürlich immer auf dem laufenden halten, ebenso auf den Seiten des BDM. Von hier stammt noch folgender Lesetipp: Die Kuh, der Markt und die Politik - Eine Beziehungskrise. Von Hannes Lorenzen auf blogs.taz.de
Presseeinladung zur Großdemonstration am Montag, den 19.10.2009
EU-Agrarrat in Luxemburg: Mehrere Tausend Milchbauern aus Europa erwartet
Der Aufstand der Milchbauern in Europa in den letzten Wochen und Monaten hat die Politik in Bewegung gebracht. „Die Milchbauern begrüßen die Aussage der Mehrheit der EU-Agrarminister, ein innovatives Mengenmanagement auch nach 2015 beibehalten zu wollen, um aus der Milchkrise herauszukommen“, sagt Romuald Schaber, Präsident des European Milk Boards (EMB) bezogen auf das Ministertreffen am 12. Oktober in Wien.
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Presseeinladung zur Großdemonstration am Montag, den 19.10.2009
EU-Agrarrat in Luxemburg: Mehrere Tausend Milchbauern aus Europa erwartet
Der Aufstand der Milchbauern in Europa in den letzten Wochen und Monaten hat die Politik in Bewegung gebracht. „Die Milchbauern begrüßen die Aussage der Mehrheit der EU-Agrarminister, ein innovatives Mengenmanagement auch nach 2015 beibehalten zu wollen, um aus der Milchkrise herauszukommen“, sagt Romuald Schaber, Präsident des European Milk Boards (EMB) bezogen auf das Ministertreffen am 12. Oktober in Wien.
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Zwischen neoliberal und anachronistisch: Milchkuh und freier Markt
Kürzlich las ich von einem Vorschlag, die Arbeitsämter zu schließen, bzw. Ihnen als einzige Funktion zu lassen, das Arbeitslosengeld auszuzahlen. Gut, dachte ich. Weg mit dem bürokratischen, nutzlosen Monster, wo hauptsächlich Leute schikaniert werden.
Und nun lese ich bei focus online: "FDP dringt auf Ende von Hartz IV". Und weiter: "dass es auch in der Union Befürworter eines solchen Systemwechsels in der Sozialpolitik gebe". Und dann erfährt man: "Die Einführung eines Bürgergelds hätte nach den Plänen der FDP zur Folge, dass alle steuerfinanzierten Sozialleistungen zusammengefasst werden. Dazu zählt die Partei das Arbeitslosengeld II einschließlich der Leistungen für Wohnen und Heizung, des Sozialgelds, der Grundsicherung im Alter, der Sozialhilfe, des Kinderzuschlags und Wohngelds." Ah, also nochmal Abbau von Bürokratie und Geldverschwendung.
Also. Die Sozis haben ihre eigene Klientel der Versklavung zugeführt. Und die FDP wird sie nun daraus befreien? Ist das nun rational oder irrational? Musikantenstadel oder moderne Politik? Ja. Nein. Weiß nicht.
Schnitt! Eigentlich hatte ich einen Text zur Bauernfrage in Europa in Vorbereitung. Ich wollte ihn nennen: Der Tanz um das goldene Kalb. (Nein, nicht das Kalb, für das die Kuhmilch gedacht ist.) Das goldene Kalb ist der Markt. Heilig. Unantastbar. Glaubensbekenntnis. Ohne Markt kein Produkt, kein Handel, kein Leben – so soll es sein. Amen. Aber Markt, wie wir ihn kennen, hat mit Religion nichts zu tun. Sondern nur mit Macht.
["Zwischen neoliberal und anachronistisch: Milchkuh und freier ... »]
Und nun lese ich bei focus online: "FDP dringt auf Ende von Hartz IV". Und weiter: "dass es auch in der Union Befürworter eines solchen Systemwechsels in der Sozialpolitik gebe". Und dann erfährt man: "Die Einführung eines Bürgergelds hätte nach den Plänen der FDP zur Folge, dass alle steuerfinanzierten Sozialleistungen zusammengefasst werden. Dazu zählt die Partei das Arbeitslosengeld II einschließlich der Leistungen für Wohnen und Heizung, des Sozialgelds, der Grundsicherung im Alter, der Sozialhilfe, des Kinderzuschlags und Wohngelds." Ah, also nochmal Abbau von Bürokratie und Geldverschwendung.
Also. Die Sozis haben ihre eigene Klientel der Versklavung zugeführt. Und die FDP wird sie nun daraus befreien? Ist das nun rational oder irrational? Musikantenstadel oder moderne Politik? Ja. Nein. Weiß nicht.
Schnitt! Eigentlich hatte ich einen Text zur Bauernfrage in Europa in Vorbereitung. Ich wollte ihn nennen: Der Tanz um das goldene Kalb. (Nein, nicht das Kalb, für das die Kuhmilch gedacht ist.) Das goldene Kalb ist der Markt. Heilig. Unantastbar. Glaubensbekenntnis. Ohne Markt kein Produkt, kein Handel, kein Leben – so soll es sein. Amen. Aber Markt, wie wir ihn kennen, hat mit Religion nichts zu tun. Sondern nur mit Macht.
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Ein Tscheche und ein Engländer können die Menschen in Europa noch retten
Nachdem den Iren ihre Zustimmung zum Vertrag von Lissabon mit Geld und deutlichen Drohungen abgerungen wurde und Polens Präsident Lech Kaczynski nun wohl auch einknicken wird, richten sich alle Augen und Hoffnungen auf den tschechischen Präsidenten Vacav Klaus. Solange er nicht unterschreibt, kann der Vertrag nicht wirksam werden.
Wenn Klaus bis zum Mai nächsten Jahres dem Druck standhält, will der kommende britische Premier und jetzige Vorsitzende der Konservativen, David Cameron, die britische Zustimmung zum Vertrag zurückziehen und ein Referendum veranstalten, was den Vertrag für lange Zeit aushebeln dürfte. ["Ein Tscheche und ein Engländer können die Menschen in Europa ... »]
Bauern und Wissenschaftler für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft
Mag sich der eine oder andere Apologet der freien Land-Markt-Wirtschaft lauthals zu Wort melden und mit demonstrativer Wissenschaftlichkeit "Objektivität" zelebrieren. Den "freien Markt" mit seinen ach so "freien Marktpreisen" gibt es nicht! Und schon gar nicht im Agrarbereich. Wenden wir uns den Leuten zu, die längst ausgereifte Konzepte als Alternative zu den neoliberalen Diktaten erarbeitet haben. Ich bin sicher, es gibt sie in allen Branchen. Und überall.
Heute ist Kanzlergespräch. Darauf haben sich die rebellischen Bauern vorbereitet, seit der Zeit vor der Wahl, oder sagen wir, seit der Zeit der Wahlversprechen. Der Milchlieferstopp wurde ja eingestellt, die anderweitigen Proteste nicht! Und, was mich persönlich sehr erfreut, es gibt zusätzliche massive Untersützung.
40 namhafte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und aus mehreren europäischen Ländern haben sich zwischenzeitlich in einer Resolution geäußert. Sie kritisieren die Marktgläubigkeit einerseits und fordern gleichzeitig eine verantwortungsvolle Marktgestaltung.
["Bauern und Wissenschaftler für eine verantwortungsvolle ... »]
Heute ist Kanzlergespräch. Darauf haben sich die rebellischen Bauern vorbereitet, seit der Zeit vor der Wahl, oder sagen wir, seit der Zeit der Wahlversprechen. Der Milchlieferstopp wurde ja eingestellt, die anderweitigen Proteste nicht! Und, was mich persönlich sehr erfreut, es gibt zusätzliche massive Untersützung.
40 namhafte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und aus mehreren europäischen Ländern haben sich zwischenzeitlich in einer Resolution geäußert. Sie kritisieren die Marktgläubigkeit einerseits und fordern gleichzeitig eine verantwortungsvolle Marktgestaltung.
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Politik geht auf Bauern zu
Ich will jetzt mal nicht meckern, so nach dem Motto, bloß weil Wahlkampf ist, würden die Politiker jetzt mit Versprechungen kommen. Nehmen wir diesen Umstand ruhig als positiven Umstand, der Anschub liefert.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Seehofer will den Koalitionsvertrag mit der neuen Bundesregierung nur dann unterschreiben, wenn die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern geschützt wird. Oha. Nun gut, "helfen" will Sonnleitner vom Bauernverband auch, (wem?). Über das Wie gibt es allerdings deutlich konträre Vorstellungen. Kanzlerin Merkel spricht jetzt von einer „bedrückenden Situation“, wie sie mehrfach zitiert wird, - schön übrigens, dass die Großen jetzt auch auf einmal berichten - ,doch wer weiß, was sie sich vorstellt, außer Hilfen durch die EU. Von der Milchquote hielt sie bisher jedenfalls nicht viel.
Etwas deutlicher der französische Regierungschef: „Sarkozy hatte öffentlich erklärt, dass eine Regulierung des Milchmarktes sowie anderer landwirtschaftlicher Märkte notwendig sei“ heißt es in der Presseerklärung des European Milk Board (EMB) und weiter:
„Für 5. Oktober Sondertreffen der EU-Agrarminister zur Milch einberufen. Sarkozy, Merkel und Barroso außerdem zugesagt, sich um katastrophale Lage auf Milchmarkt zu kümmern – werden Versprechen nicht eingehalten wird Milchlieferstopp wieder aufgenommen.“
["Politik geht auf Bauern zu" mehr »]
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Seehofer will den Koalitionsvertrag mit der neuen Bundesregierung nur dann unterschreiben, wenn die bäuerliche Landwirtschaft in Bayern geschützt wird. Oha. Nun gut, "helfen" will Sonnleitner vom Bauernverband auch, (wem?). Über das Wie gibt es allerdings deutlich konträre Vorstellungen. Kanzlerin Merkel spricht jetzt von einer „bedrückenden Situation“, wie sie mehrfach zitiert wird, - schön übrigens, dass die Großen jetzt auch auf einmal berichten - ,doch wer weiß, was sie sich vorstellt, außer Hilfen durch die EU. Von der Milchquote hielt sie bisher jedenfalls nicht viel.
Etwas deutlicher der französische Regierungschef: „Sarkozy hatte öffentlich erklärt, dass eine Regulierung des Milchmarktes sowie anderer landwirtschaftlicher Märkte notwendig sei“ heißt es in der Presseerklärung des European Milk Board (EMB) und weiter:
„Für 5. Oktober Sondertreffen der EU-Agrarminister zur Milch einberufen. Sarkozy, Merkel und Barroso außerdem zugesagt, sich um katastrophale Lage auf Milchmarkt zu kümmern – werden Versprechen nicht eingehalten wird Milchlieferstopp wieder aufgenommen.“
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Kämpferische Bauern: es geht weiter
Während die Politiker den schwarzen Peter ein wenig zwischen EU und nationaler Ebene hin und her schieben, differenzieren sich die Standpunkte der Entscheidungsträger allmählich aus. Vor kurzem noch versuchte man, das Problem mit den Protesten auszusitzen. Es hätte ja klappen können, dass die Bauern still und leise pleite gehen. Hat es aber nicht, weil die Bauern sich wehren! Nun mußten diejenigen, die die Agrarindustrialisierung vorantreiben, genau das als Problem bezeichnen, was sie eigentlich beabsichtigt hatten! Tja, dumm gelaufen, Sonnleitner. Aber wir sind noch nicht durch.
“Auch nach 13 Tagen Streik werden die Milcherzeuger in Europa weiter die Milchlieferung an die Molkereien aussetzen“, sagt Pascal Massol von der französischen Milcherzeugerorganisation APLI, und weiter: „Die Medien und Bürger sind auf unserer Seite.“ Massol sagt außerdem: „Wir rufen Vertreter aus dem Sektor Milch, wie Tierärzte oder Landhändler, und zivilgesellschaftliche Organisationen auf, die Milchbauernproteste zu unterstützen.“ Ich füge hinzu: wir haben doch Spitzenköche, die ebenso spitzenmäßig wie sie kochen, die Medienpräsenz beherrschen. Wann nutzen sie ihre tollen Möglichkeiten, um den Erzeugern ihrer Lebensmittel (ihrer „Erfolgsmittel”) zu helfen?
["Kämpferische Bauern: es geht weiter" mehr »]
“Auch nach 13 Tagen Streik werden die Milcherzeuger in Europa weiter die Milchlieferung an die Molkereien aussetzen“, sagt Pascal Massol von der französischen Milcherzeugerorganisation APLI, und weiter: „Die Medien und Bürger sind auf unserer Seite.“ Massol sagt außerdem: „Wir rufen Vertreter aus dem Sektor Milch, wie Tierärzte oder Landhändler, und zivilgesellschaftliche Organisationen auf, die Milchbauernproteste zu unterstützen.“ Ich füge hinzu: wir haben doch Spitzenköche, die ebenso spitzenmäßig wie sie kochen, die Medienpräsenz beherrschen. Wann nutzen sie ihre tollen Möglichkeiten, um den Erzeugern ihrer Lebensmittel (ihrer „Erfolgsmittel”) zu helfen?
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Bauernaufstand in Europa
Es geht um den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Es geht um Landschafts-, Umwelt- und Tierschutz. Es geht um uns und die Qualität unserer Ernährung, ohne Gentechnik. Es geht um Ernährungssicherheit, weltweit.
Fest steht, dass die Bauern sich auf bemerkenswerte Weise international solidarisiert haben und sich auf einen sehr schwierigen Kampf eingelassen haben. Denn es wird ja wohl niemand glauben, sie würden leichtfertig das Lebensmittel, das sie produzieren, vernichten. Von allen beteiligten Seiten wird das Problem anerkannt, dass der Milchpreis ruinös niedrig ist. Doch bisher haben weder Eu- noch nationale Politik, weder Landwirtschaftskammern noch Bauernverbände Vorschläge zur Besserung präsentiert. Nur die Parallelorganisationen, die Verbände, die die Bauern selbst gegründet haben, und ihre europäischen Zusammenschlüsse haben wirksame Konzepte entwickelt. In Zusammenarbeit mit Umwelt- und Tierschutzverbänden und noch weiteren Organisationen, wie es der Komplexität der Thematik entspricht. Gleichzeitig ist damit eine Alternative zur herrschenden neoliberalen Wirtschaftsweise entstanden und damit auch ein Ausweg aus der Krise! Und ein Zukunftsentwurf.
Das alles muß ihnen erstmal jemand nachmachen. Wie wäre es mit den europäischen Industriearbeitern und ihren mächtigen Gewerkschaften?
["Bauernaufstand in Europa" mehr »]
Fest steht, dass die Bauern sich auf bemerkenswerte Weise international solidarisiert haben und sich auf einen sehr schwierigen Kampf eingelassen haben. Denn es wird ja wohl niemand glauben, sie würden leichtfertig das Lebensmittel, das sie produzieren, vernichten. Von allen beteiligten Seiten wird das Problem anerkannt, dass der Milchpreis ruinös niedrig ist. Doch bisher haben weder Eu- noch nationale Politik, weder Landwirtschaftskammern noch Bauernverbände Vorschläge zur Besserung präsentiert. Nur die Parallelorganisationen, die Verbände, die die Bauern selbst gegründet haben, und ihre europäischen Zusammenschlüsse haben wirksame Konzepte entwickelt. In Zusammenarbeit mit Umwelt- und Tierschutzverbänden und noch weiteren Organisationen, wie es der Komplexität der Thematik entspricht. Gleichzeitig ist damit eine Alternative zur herrschenden neoliberalen Wirtschaftsweise entstanden und damit auch ein Ausweg aus der Krise! Und ein Zukunftsentwurf.
Das alles muß ihnen erstmal jemand nachmachen. Wie wäre es mit den europäischen Industriearbeitern und ihren mächtigen Gewerkschaften?
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Die Iren sind die letzte Hoffnung für mehr als 500 Millionen Menschen in Europa !
Warum Sie "NEIN" zum geplanten EU-Reformvertrag von Lissabon sagen sollten:
-CK-
-CK-
Milch-Ticker 5
Milchstreik-Episode, Tatort Oberpfalz: Sie hat ihm aus gutem Grund eine gewisse Menge Milch über die Hose geschüttet (das macht naß). Er hat sie aus Reflex geschlagen (das tut weh!). Der Lokalpresse ist zu entnehmen, dass MdB Karl die Bäuerin Lehmeier zum Dialog bittet, "zu einer Tasse Kaffee, gerne auch mit Milch". Soll wohl witzig sein. Ist es aber nicht. Herr Karl, stellen Sie sich doch mal mannhaft einer ordentlichen Kirchweihrauferei, wenn bei Ihnen der Reflex des Handausrutschens so ausgeprägt ist. Und was die weibliche Befindlichkeit anbelangt: versetzen Sie sich mal in die Lage einer Bäuerin, die um ihre Existenz kämpft, Sie Volksvertreter, Sie.
Der Milch-Streik weitet sich über mehrere Länder aus. Wir haben es hier mit einem Europaweiten Streik zu tun. Wirklich sehr beeindruckend. Gab es das überhaupt schon mal? - Ich wage eine Prognose: die Damen und Herren der Schaltzentralen werden den Bauern entgegenkommen. Sie werden einlenken. Warum? Da könnten zukünftig ja andere auf die Idee kommen, dass man auch länderübergreifend streiken kann! So weit kommt es noch, dass sich demnächst andere Branchen zusammenrotten und aufmüpfig werden - nein, das muß aufhören! Deswegen glaube ich an baldige Zugeständnisse. Ich Optimistin aus der Oberpfalz! (So ein Zufall aber auch)
An Streiks, Protesten, Aktionen und deren Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen 9 Länder: Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg, Schweiz, Niederlanden, Spanien, Norditalien.
Der Milch-Streik weitet sich über mehrere Länder aus. Wir haben es hier mit einem Europaweiten Streik zu tun. Wirklich sehr beeindruckend. Gab es das überhaupt schon mal? - Ich wage eine Prognose: die Damen und Herren der Schaltzentralen werden den Bauern entgegenkommen. Sie werden einlenken. Warum? Da könnten zukünftig ja andere auf die Idee kommen, dass man auch länderübergreifend streiken kann! So weit kommt es noch, dass sich demnächst andere Branchen zusammenrotten und aufmüpfig werden - nein, das muß aufhören! Deswegen glaube ich an baldige Zugeständnisse. Ich Optimistin aus der Oberpfalz! (So ein Zufall aber auch)
An Streiks, Protesten, Aktionen und deren Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen 9 Länder: Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, Luxemburg, Schweiz, Niederlanden, Spanien, Norditalien.
Die Vorbereitung der Enteignung durch die BRD
Den folgenden Beitrag erhielt ich von Elite23. Seiner Bitte um Verbreitung komme ich daher gerne nach:
Die Vorbereitung der Enteignung durch die BRD
!!!!Vorsicht und Aufgepaßt!!!!!
Genau lesen, nochmal hinschauen und mitdenken !!!
Sämtliche Banken ändern ihre Allgemeinen Geschäftsbedin- gungen AGB mit Wirkung zum 31.10.2009, und darin steckt ein echter Hammer. Originaltext der Sparkasse:
"Kundeninformation mit Erläuterungen zu den Änderungen unserer Geschäftsbedingungen
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, die Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht erfordert eine umfangreiche Anpassung unserer Vertragsbedingungen. Daher gelten ab dem 31.Oktober 2009 neue Kundenbedingungen. Das betrifft u. a. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Bedingungen für den Überweisungsverkehr, die Bedingungen für die SparkassenCard, die Bedingungen für die MasterCard/Visa Card sowie die Bedingungen für das Online-Banking."
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Die Vorbereitung der Enteignung durch die BRD
!!!!Vorsicht und Aufgepaßt!!!!!
Genau lesen, nochmal hinschauen und mitdenken !!!
Sämtliche Banken ändern ihre Allgemeinen Geschäftsbedin- gungen AGB mit Wirkung zum 31.10.2009, und darin steckt ein echter Hammer. Originaltext der Sparkasse:
"Kundeninformation mit Erläuterungen zu den Änderungen unserer Geschäftsbedingungen
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, die Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht erfordert eine umfangreiche Anpassung unserer Vertragsbedingungen. Daher gelten ab dem 31.Oktober 2009 neue Kundenbedingungen. Das betrifft u. a. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Bedingungen für den Überweisungsverkehr, die Bedingungen für die SparkassenCard, die Bedingungen für die MasterCard/Visa Card sowie die Bedingungen für das Online-Banking."
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Milch-Ticker 4

Berichten von top-agrar-online ist zu entnehmen, dass sich die Streikwelle in mehreren europäischen Ländern ausweitet. In Frankreich sollen schon um die 90.000 Betriebe keine Milch mehr ausliefern. In Deutschland, Belgien, Luxemburg ziehen Milcherzeuger nach. In Österreich, Niederlanden und Schweiz formieren sich Bewegungen. Der deutsche Bauernverband spricht sich gegen den Streik aus, ebenso Bauernbund und Landwirtschaftskammer in Österreich. In Östereich wollen die Bauern morgen mit Kühen und Traktoren in den Kreisverkehr einmarschieren und so die A9 lahmlegen. Aktuelles in drei Sprachen auch stets auf den Seiten des EMB.
Milch-Ticker 3
Selbstverständlich steht der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft in vielfältigem Zusammenhang mit der Gentechnik, bzw. deren Verhinderung. Die kleineren regionalen Betriebe stehen nicht nur für gesündere Lebensmittelproduktion, sondern auch für Natur- und Landschaftsschutz, für Tier- und Umweltschutz. Zusätzlich geht von ihnen keine Gefährdung der regionalen Landwirtschaft in den ärmeren Ländern aus. Die industriell orientierte Landwirtschaft, die sich mit zur "Agroindustrie" zählen darf, öffnet Tür und Tor für alle Interessen, die eine Handvoll Konzerne im Bereich Saatgut und Pestizide verfolgt. Zu diesen zählt die Gentechnik und die Patentierung gentechnisch veränderter Pflanzen. Wie weit die Tür übrigens bereits offen steht, sieht man aktuell an den Funden genetisch veränderter Leinsaat: "Illegale Gen-Leinsaat im Essen schreckt Behörden auf" schreibt Sigrid Totz (Greenpeace), nachzulesen auf Mein Politikblog. Gentechnik tilgt nicht den Hunger in der Welt. Gentechnik und die Patentierung von Saatgut macht die Bauern abhängig!["Milch-Ticker 3" mehr »]
Milch-Ticker 2
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) haben bei Forsa eine Meinungsumfrage ausführen lassen. Diese ergab, dass die überwiegende Mehrheit eine Mengenbegrenzung der Milchproduktion als Preisstabilisierende Maßnahme für sinnvoll hält.
Dazu Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender, auf der BUND-website:
Romuald Schaber, Vorsitzender des BDM, sagt:
Dazu Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender, auf der BUND-website:
"Gegen den Willen der Bevölkerung unterstützen die EU-Kommission und die Agrarminister der Mitgliedsstaaten die Molkereien mit Exportsubventionen, während die Milchbauern wegen der Überproduktion reihenweise pleite gehen. Die Menschen in Deutschland lehnen es ab, dass ihre Steuergelder in dieses Fass ohne Boden geworfen werden. Sie fordern stattdessen eine Senkung der Milchmenge und ihre Anpassung an die Nachfrage. Die negativen Folgen der Exportsubventionen für die Kleinbauern in Entwicklungsländern und für das Klima sind bekannt. Die EU-Kommission muss endlich ihre Milchpolitik ändern, anstatt weiter weltweit bäuerliche Existenzen zu ruinieren."
Romuald Schaber, Vorsitzender des BDM, sagt:
"Eine Mehrheit hat in der Krise gelernt, dass eine nachhaltige Wirtschaft nicht mit dem Rückzug des Staates, sondern nur mit sinnvollen Marktregeln zu sichern ist. Dies gilt insbesondere auch für den Milchmarkt. Die Kommission sollte aufhören eine Politik zu verfolgen, die den Interessen der Bauern und der Bevölkerung entgegensteht."
Milch-Ticker 1
Und, wer streikt? Na? Na, wer schon. Die Franzosen natürlich!
Romuald Schaber vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, und Präsident des European Milk Board, erklärt: sein Verband werde nicht zum europaweiten Streik aufrufen, da dies rechtlich verboten ist. Er sagte aber seine persönliche Unterstützung zu, indem er auch keine Milch mehr liefert. Das darf er. Und alle anderen Milchbauern auch. Ihre Solidarität bekundeten ebenso Belgien, Holland, Luxemburg, Holland und Österreich. Dann warten wir mal ab, was sich da entwickelt.
Und was machen die Bäuerinnen?
Sie übernachten (angemeldet und erlaubt) auf dem Münsterplatz in Ulm und warten auf die Kanzlerin. (Na, das hatten wir doch schon mal?) In Ulm finden am Sonntag Veranstaltungen statt, unter dem Motto „Vielfalt ernährt die Welt“. Die Kanzlerin wird am Montag erwartet, um ebenfalls auf dem Münsterplatz zu sprechen. Begleitet von Ministerpräsident Öttinger, Ministerin Schavan, und CDU-Generalsekretär Profalla. Da wird sie sich bestimmt freuen, die Kanzlerin.
Die stets aktuelle website des „Bundesverband Deutscher Milchviehhalter“ weist auf alle relevanten Links zu weiterführenden Informationen und Organisationen hin. Für alle, die sich eingehender informieren möchten. Sehr empfehlenswert. - Unsere Bauern. Sind gut informiert, gut organisiert, und lassen sich nichts mehr gefallen, wie es scheint. Kann man sich glatt was abschauen!
Romuald Schaber vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, und Präsident des European Milk Board, erklärt: sein Verband werde nicht zum europaweiten Streik aufrufen, da dies rechtlich verboten ist. Er sagte aber seine persönliche Unterstützung zu, indem er auch keine Milch mehr liefert. Das darf er. Und alle anderen Milchbauern auch. Ihre Solidarität bekundeten ebenso Belgien, Holland, Luxemburg, Holland und Österreich. Dann warten wir mal ab, was sich da entwickelt.
Und was machen die Bäuerinnen?
Sie übernachten (angemeldet und erlaubt) auf dem Münsterplatz in Ulm und warten auf die Kanzlerin. (Na, das hatten wir doch schon mal?) In Ulm finden am Sonntag Veranstaltungen statt, unter dem Motto „Vielfalt ernährt die Welt“. Die Kanzlerin wird am Montag erwartet, um ebenfalls auf dem Münsterplatz zu sprechen. Begleitet von Ministerpräsident Öttinger, Ministerin Schavan, und CDU-Generalsekretär Profalla. Da wird sie sich bestimmt freuen, die Kanzlerin.
Die stets aktuelle website des „Bundesverband Deutscher Milchviehhalter“ weist auf alle relevanten Links zu weiterführenden Informationen und Organisationen hin. Für alle, die sich eingehender informieren möchten. Sehr empfehlenswert. - Unsere Bauern. Sind gut informiert, gut organisiert, und lassen sich nichts mehr gefallen, wie es scheint. Kann man sich glatt was abschauen!
Im Milchzirkus
Jetzt habe ich mich festgefressen! Also, hört, hört.
Nach der Abfuhr vor zwei Tagen in Brüssel, kriegen die Bauern gleich noch eine reingesemmelt. Spiegel-online berichtet: Das Kartellamt hat den Bauern, die voriges Jahr die Milch-Lieferung boykottierten, abgemahnt. Ein Streik sei illegal. Nach Einschätzung des BDM beteiligten sich um die 90 Prozent der Mitglieder. Es handelte sich um einen Verstoß gegen das Kartellrecht. Kostendeckende Preise dürften nicht durch Boykott erzwungen werden. „Ziel des Boykotts sei gewesen, den Wettbewerb beim Absatz von Rohmilch `komplett auszuschalten´, hieß es.“ Und jetzt wird es spannend: Preise bildeten sich aber im Wettbewerb nach Angebot und Nachfrage. Ja, wie denn???
Fairer Wettbewerb, fairer Preis. Das hätten sie gern, die Milchbauern!
Schade, dass es die Milchverarbeitenden Betriebe gibt. Die Groß-, Zwischen- und sonstigen Händler dazu. Und Subventionen in riesigen und kaum durchschaubaren Mengen. Und Billigimporte aus Billiglohnländern. Und beschissene Ersatzprodukte, auch schon mal Analogkäse genannt. Und industrielle Interessen, die ganz im Hintergrund ihre Strippen ziehen. Und, wer weiß was noch. Das alles macht die Preisbildung rund um die Milch zu einem großen Miraculum. Könnte man im Zirkus mit auftreten!
Tja, Bauer und Bäuerin. Schade, dass Ihr mit Euren Kühen sozusagen die armen Schweine seid in dieser marktwirtschaftlichen Aufführung. Und wir Endverbraucher (so nennt man uns) auch.
Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) korrigiert Medienberichte übrigens dahingehend, dass nicht der Milchlieferstopp an sich rechtswidrig war, sondern lediglich der Aufruf zum Lieferstopp. - Ach sooooo. Na, dann wird halt nächstes Mal ohne Aufruf gestreikt, würde ich sagen! Was bleibt schon anderes übrig. (Schon komisch manchmal, mit den Medienberichten, oder?)
Nach der Abfuhr vor zwei Tagen in Brüssel, kriegen die Bauern gleich noch eine reingesemmelt. Spiegel-online berichtet: Das Kartellamt hat den Bauern, die voriges Jahr die Milch-Lieferung boykottierten, abgemahnt. Ein Streik sei illegal. Nach Einschätzung des BDM beteiligten sich um die 90 Prozent der Mitglieder. Es handelte sich um einen Verstoß gegen das Kartellrecht. Kostendeckende Preise dürften nicht durch Boykott erzwungen werden. „Ziel des Boykotts sei gewesen, den Wettbewerb beim Absatz von Rohmilch `komplett auszuschalten´, hieß es.“ Und jetzt wird es spannend: Preise bildeten sich aber im Wettbewerb nach Angebot und Nachfrage. Ja, wie denn???
Fairer Wettbewerb, fairer Preis. Das hätten sie gern, die Milchbauern!
Schade, dass es die Milchverarbeitenden Betriebe gibt. Die Groß-, Zwischen- und sonstigen Händler dazu. Und Subventionen in riesigen und kaum durchschaubaren Mengen. Und Billigimporte aus Billiglohnländern. Und beschissene Ersatzprodukte, auch schon mal Analogkäse genannt. Und industrielle Interessen, die ganz im Hintergrund ihre Strippen ziehen. Und, wer weiß was noch. Das alles macht die Preisbildung rund um die Milch zu einem großen Miraculum. Könnte man im Zirkus mit auftreten!
Tja, Bauer und Bäuerin. Schade, dass Ihr mit Euren Kühen sozusagen die armen Schweine seid in dieser marktwirtschaftlichen Aufführung. Und wir Endverbraucher (so nennt man uns) auch.
Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) korrigiert Medienberichte übrigens dahingehend, dass nicht der Milchlieferstopp an sich rechtswidrig war, sondern lediglich der Aufruf zum Lieferstopp. - Ach sooooo. Na, dann wird halt nächstes Mal ohne Aufruf gestreikt, würde ich sagen! Was bleibt schon anderes übrig. (Schon komisch manchmal, mit den Medienberichten, oder?)
Klappt prima, die Milchpolitik der EU!
Die EU-Kommission stellt fest: die Nachfrage an Milchprodukten ist gesunken. Sowohl weltweit, als auch inerhalb der EU. Damit geht ein Preisverfall einher.
Aha.
Aber die Mengenerzeugung begrenzen, das will sie nicht. Die Kommission will die Menge erhöhen, wie es 2008 beschlossen wurde (mit Zustimmung der BRD).
So so.
Ministerin Aigner befürwortet inzwischen (auf Druck der Bauern) zusammen mit den Ministern einiger anderer europäischer Länder, darunter Frankreich, die Politik anzupassen und die Quotenregelung nicht wie beschlossen aufzuheben, sondern eher zu senken. Aber das macht die Kommission jetzt nicht mit.
Logik?
Es gäbe da noch Möglichkeiten auf nationaler Ebene, hört man.
Echt?
Wie wir wissen, sind die deutschen Bauernhöfe stark existenzgefährdet. Sie erhalten statt ca 40 Cent pro Liter Milch nur ca 20 Cent. Was zu massiven Protesten führte. Wenn der Preisverfall nicht gestoppt wird, dann werden wir über kurz oder lang ein Sterben der Milchproduzierenden Bauernhöfe erleben. (Monsanto lacht übrigens schon, kann nämlich dann schöne Anbauflächen erwerben.)
Schrecklich. Und dann?
Ja, dann importieren wir eben Milch oder essen die sogenannten Milchersatzprodukte. Das ist das Zeug auf der tiefgefrorenen Pizza.
Pfui Teufel.
Und die europäische Überproduktion, die exportieren wir, z.B. nach Afrika. Das ruiniert dann die Bauern dort.
Ne, da fällt mir jetzt wahrlich nichts Lustiges mehr ein!!!
Wer Näheres erfahren möchte, der gehe bitte auf die Seite des European Milk Board. Da gibt es ordentliche Informationen. Von mir kann man das heute nicht mehr erwarten. Ich SCHÄUME, - ja vor Wut auch, - ich schäume mir jetzt noch eine heiße Milch auf.
Aha.
Aber die Mengenerzeugung begrenzen, das will sie nicht. Die Kommission will die Menge erhöhen, wie es 2008 beschlossen wurde (mit Zustimmung der BRD).
So so.
Ministerin Aigner befürwortet inzwischen (auf Druck der Bauern) zusammen mit den Ministern einiger anderer europäischer Länder, darunter Frankreich, die Politik anzupassen und die Quotenregelung nicht wie beschlossen aufzuheben, sondern eher zu senken. Aber das macht die Kommission jetzt nicht mit.
Logik?
Es gäbe da noch Möglichkeiten auf nationaler Ebene, hört man.
Echt?
Wie wir wissen, sind die deutschen Bauernhöfe stark existenzgefährdet. Sie erhalten statt ca 40 Cent pro Liter Milch nur ca 20 Cent. Was zu massiven Protesten führte. Wenn der Preisverfall nicht gestoppt wird, dann werden wir über kurz oder lang ein Sterben der Milchproduzierenden Bauernhöfe erleben. (Monsanto lacht übrigens schon, kann nämlich dann schöne Anbauflächen erwerben.)
Schrecklich. Und dann?
Ja, dann importieren wir eben Milch oder essen die sogenannten Milchersatzprodukte. Das ist das Zeug auf der tiefgefrorenen Pizza.
Pfui Teufel.
Und die europäische Überproduktion, die exportieren wir, z.B. nach Afrika. Das ruiniert dann die Bauern dort.
Ne, da fällt mir jetzt wahrlich nichts Lustiges mehr ein!!!
Wer Näheres erfahren möchte, der gehe bitte auf die Seite des European Milk Board. Da gibt es ordentliche Informationen. Von mir kann man das heute nicht mehr erwarten. Ich SCHÄUME, - ja vor Wut auch, - ich schäume mir jetzt noch eine heiße Milch auf.
Aktuelles zur Lage der Milchbauernhöfe
Ihr erinnert Euch an den Protest der Milchbäuerinnen vor dem Kanzleramt im Mai (Duckhome berichtete), dem die gemeinsame Fahrt nach Brüssel folgte. Es geht nach wie vor um den viel zu niedrigen Milchpreis, die Erhöhung/Senkung der Milchquote, und auch um die sehr umstrittene Politik des Bauernverbandes, von dem sich die Milchviehhalter nicht mehr repräsentiert fühlten und deshalb ihren eigenen Verband gründeten. - Nach wie vor ist der Milchpreis derartig niedrig, dass rund zwei Drittel der Milchbauernhöfe in Deutschland existenzgefährdet sind.
„Die Bundesregierung versagt in der Milchpreiskrise“, lesen wir auf der homepage des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, und weiter: „Die Krise auf dem Milchmarkt spitzt sich immer weiter zu und die Bundesregierung spielt nur den Zuschauer am Rande“, so der Vorsitzende des BDM, Roumuald Schaber. „Es ist eine Enttäuschung für die deutschen Milchviehhalter, dass sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel, als auch der Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier ihre Versprechen nicht einhalten“. Beide hatten immer wieder Unterstützung zugesagt, jedoch nationale Möglichkeiten zur Bekämpfung der Krise nie eingeleitet.“
["Aktuelles zur Lage der Milchbauernhöfe" mehr »]
„Die Bundesregierung versagt in der Milchpreiskrise“, lesen wir auf der homepage des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, und weiter: „Die Krise auf dem Milchmarkt spitzt sich immer weiter zu und die Bundesregierung spielt nur den Zuschauer am Rande“, so der Vorsitzende des BDM, Roumuald Schaber. „Es ist eine Enttäuschung für die deutschen Milchviehhalter, dass sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel, als auch der Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier ihre Versprechen nicht einhalten“. Beide hatten immer wieder Unterstützung zugesagt, jedoch nationale Möglichkeiten zur Bekämpfung der Krise nie eingeleitet.“
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Ein europäischer Maulkorb für das Bundesverfassungsgericht
Darf es ein bisschen mehr sein, am Stück oder in Scheiben? Zum Thema Europa hat in Deutschland jeder eine ganz eigene Meinung. Das reicht von denen, die die EU ganz abschaffen wollen, über die, die nur die Wirtschaftsgemeinschaft wollen, jene die den Status quo behalten wollen bis zu jenen die am liebsten jede Eigenstaatlichkeit aufgeben möchten.
Aber selbst zwischen diesen unterschiedlichen Facetten gibt es noch eine Reihe von feinen Unterschieden. Die Mehrheit der Bürger fühlt sich mit dem aktuell existierenden Europa schon unwohl genug, weil viele EU-Gesetze und Vorschriften die den Menschen in Deutschland schaden, einfach über Europa erzwungen werden. Das liegt weniger an Europa, als an der Tatsache, dass Europa zum einen von Lobbyisten besetzt ist und zum anderen die Regierungen Europas die EU als Transportvehikel benutzen um gemeinsam die Bürgerrechte in ihren Ländern beschneiden zu könnte. ["Ein europäischer Maulkorb für das Bundesverfassungsgericht" mehr »]
Der Reformvertrag von Lissabon (6)
Aus aktuellem Anlass möchte ich nochmal auf die Großdemonstration am 05.09.2009 in Berlin aufmerksam machen. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.eu-vertrag-stoppen.de
Auch der 6. Teil der Artikelserie zum EU-Vertrag wird im Original veröffentlicht und beziehen sich auf den damaligen Entwicklungsstand. Die Links zu den Original- und Quelldokumenten sind im Originalartikel aktiv.
Der Reformvertrag von Lissabon (6)
In der heutigen Ausgabe unserer Artikelserie über die Inhalte des EU-Reformvertrages von Lissabon befassen wir uns mit den Lebensmittelstandards und mit der Rolle der Firma „Monsanto“ und anderen in diesem Zusammenhang. Wer bisher geglaubt hat, dass sich die Standards für Qualität in unseren Lebensmitteln halten lassen, muss diesen Gedanken wohl leider wieder verwerfen...
mehr >>> ["Der Reformvertrag von Lissabon (6)" mehr »]
Auch der 6. Teil der Artikelserie zum EU-Vertrag wird im Original veröffentlicht und beziehen sich auf den damaligen Entwicklungsstand. Die Links zu den Original- und Quelldokumenten sind im Originalartikel aktiv.
Der Reformvertrag von Lissabon (6)
In der heutigen Ausgabe unserer Artikelserie über die Inhalte des EU-Reformvertrages von Lissabon befassen wir uns mit den Lebensmittelstandards und mit der Rolle der Firma „Monsanto“ und anderen in diesem Zusammenhang. Wer bisher geglaubt hat, dass sich die Standards für Qualität in unseren Lebensmitteln halten lassen, muss diesen Gedanken wohl leider wieder verwerfen...
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Der Reformvertrag von Lissabon (5)
Der Reformvertrag von Lissabon (5)
Das so genannte „Herkunftslandprinzip“ und seine Auswirkungen auf den europäischen
Arbeitsmarkt
Was würden Sie sagen, wenn unsere neoliberalen Parteien eines Tages doch einen Mindestlohn für deutsche ArbeitnehmerInnen beschließen würden, aber nur mit Firmensitz in Deutschland ansässige Unternehmen diesen zahlen müssen - während europäische Unternehmen, die in Deutschland eine Niederlassung eröffnen lediglich den üblichen Lohn ihres Stammlandes zu zahlen brauchen ? In der heutigen Fortsetzung unserer Artikelserie erklärt uns der dänische EU-Abgeordnete Jens-Peter Bonde, wie der europäische Gerichtshof in einem solchen Beispiel entschied...
Während einer Diskussionsveranstaltung in Irland, wo im Juni / Juli diesen Jahres das Volk zu einem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Referendum über die Ratifizierung des EU-Reformvertrages von Lissabon aufgerufen ist, führt Jens-Peter Bonde ein Beispiel an, das auf der Grundlage eines Urteils des europäischen Gerichtshofes in Luxemburg deutlich macht, was z.B. dem deutschen Arbeitsmarkt im Falle der Einführung eines Mindestlohns bevorsteht.
mehr >>> ["Der Reformvertrag von Lissabon (5)" mehr »]
Das so genannte „Herkunftslandprinzip“ und seine Auswirkungen auf den europäischen
Arbeitsmarkt
Was würden Sie sagen, wenn unsere neoliberalen Parteien eines Tages doch einen Mindestlohn für deutsche ArbeitnehmerInnen beschließen würden, aber nur mit Firmensitz in Deutschland ansässige Unternehmen diesen zahlen müssen - während europäische Unternehmen, die in Deutschland eine Niederlassung eröffnen lediglich den üblichen Lohn ihres Stammlandes zu zahlen brauchen ? In der heutigen Fortsetzung unserer Artikelserie erklärt uns der dänische EU-Abgeordnete Jens-Peter Bonde, wie der europäische Gerichtshof in einem solchen Beispiel entschied...
Während einer Diskussionsveranstaltung in Irland, wo im Juni / Juli diesen Jahres das Volk zu einem verfassungsmäßig vorgeschriebenen Referendum über die Ratifizierung des EU-Reformvertrages von Lissabon aufgerufen ist, führt Jens-Peter Bonde ein Beispiel an, das auf der Grundlage eines Urteils des europäischen Gerichtshofes in Luxemburg deutlich macht, was z.B. dem deutschen Arbeitsmarkt im Falle der Einführung eines Mindestlohns bevorsteht.
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