Die Bienen sterben und der Landwirtschaftsminister schaut weg
Er wird wohl einen Grund haben, warum er die Ursachen des Bienensterbens nicht untersucht haben will. Denn Untersuchungen könnten ja ergeben, dass er selbst die Verantwortung dafür zu tragen hat, da er die Erkenntnisse der deutschen Behörden und den Hilfeschrei der österreichischen ImkerInnen bewusst ignoriert.
Als die Kärntner Imkerin Frau B. am 15. April dieses Jahres so wie jeden Tag ihre Bienenstöcke aufsuchte, war der Boden übersät mit hilflos zuckenden oder bereits leblosen Bienen. Bienen, die noch am Leben waren, wiesen klassische Vergiftungssymptome auf: vorgestreckter Rüssel, Orientierungslosigkeit und aggressives Verhalten.
Diese Symptome weckten bei Frau B. Erinnerungen an Bilder vom letztjährigen Bienensterben in Deutschland. Damals hatten die deutschen Behörden sehr schnell das Pestizid Clothianidin als Verursacher identifiziert. Frau B. informierte umgehend die zuständige Behörde, die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES. Diese ließ auch prompt Proben von toten Bienen zur Untersuchung abholen. Auf das Untersuchungsergebnis wartet Frau B. jedoch noch heute (bis Redaktionsschluss).
Weiter lesen: GLOBAL 2000
Info:
Wenn die Bienen verschwinden
Bienensterben in Österreich
Derzeit kommt es im Gebiet der Süd- und Weststeiermark zu einem Bienensterben. Verursacher, so Experten, sei ein Beizmittel. Der Imker Hauptbeschäftigung sei dieser Tage das Einsammeln verendeter Bienen.
"Wir haben dieses Mittel schon in den letzten vier Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt - es ist ja per Verordnung festgeschrieben die Beizung durchzuführen, um den Maiswurzelbohrer in unserem Bundesgebiet zu verhindern", erklärt Peter Klug von der Landwirtschaftskammer Steiermark.
Vertreter von BAYER versuchen, das Bienensterben als einmaligen Vorgang darzustellen, der auf einen fehlerhaften Abrieb der Wirkstoffe bei der Aussaat von Mais zurückzuführen sei. Dabei hatte Dr. Richard Schmuck von BAYER CropScience bei einem Expertengespräch des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums am 8. Mai 2008 selbst eingeräumt, dass er auch bei einer ordnungsgemäßen Aussaat von Mais mit einem Abrieb von Clothianidin von 2g/Hektar rechne.
Auch in Österreich wird nun eine neue Technik zur Aussaat für das kommende Jahr festgeschrieben. Ob durch verhinderten Abrieb das Problem des Bienensterbens gelöst werden kann, bleibt abzuwarten. Erste Ergebnisse wird man wohl dieses Jahr in Deutschland sehen.
Information:
ORF
CBG Network
Clothianidin unterbricht den Kreislauf der Natur
Bienensterben: Umweltverbände fordern Strafverfahren gegen BAYER-Manager
Presse Information vom 19. März 2009, Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund und Coordination gegen BAYER-Gefahren
Gefährlichkeit von Pestiziden seit Jahren bekannt / Beschwerde gegen Verfahrenseinstellung / Gegenantrag zur BAYER-Hauptversammlung
Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund und die Coordination gegen BAYER-Gefahren haben bei der Staatsanwaltschaft in Freiburg Beschwerde gegen die Einstellung des Strafverfahrens gegen die BAYER AG eingereicht. Die Verbände werfen dem Unternehmen vor, durch den Verkauf gefährlicher Pestizide großflächige Bienensterben in Kauf genommen zu haben. Im vergangenen Frühjahr hatten Vergiftungen mit dem von BAYER verkauften Wirkstoff Clothianidin zum größten Bienenvolksterben in Deutschland seit Jahrzehnten geführt. Die Verwendung des Mittels im Maisanbau ist seitdem untersagt. Auch in Italien, Frankreich und Slowenien wurde Clothianidin verboten bzw. gar nicht erst zugelassen.
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Zeigen auch Sie ihren Stachel - Imker packt den Smoker ein, wir fahren nach Berlin!
Demonstration für eine Zukunft von Honigbienen und Imkerei
Freitag, 03. April 2009
10:00 Uhr
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Diedersdorfer Weg 1, 12277 Berlin
(Ansprechpartner: Bernhard Heuvel, 0177-4864748, Mail: bernhard@imkerdemo.de)
[Update 02. April 2009]: Anfahrt Imkerdemo Berlin und Fahrmöglichkeiten
Die Bienen ziehen nach Berlin, um Politik und Zulassungsbehörden den Stachel zu zeigen
Im Frühjahr 2008 kam in Baden-Württemberg die Spitze eines Eisberges zum Vorschein, als ein systemisches Insektizid namens Clothianidin 11.500 Honigbienenvölker vergiftete.
Freitag, 03. April 2009
10:00 Uhr
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Diedersdorfer Weg 1, 12277 Berlin
(Ansprechpartner: Bernhard Heuvel, 0177-4864748, Mail: bernhard@imkerdemo.de)
[Update 02. April 2009]: Anfahrt Imkerdemo Berlin und Fahrmöglichkeiten
Die Bienen ziehen nach Berlin, um Politik und Zulassungsbehörden den Stachel zu zeigen
Im Frühjahr 2008 kam in Baden-Württemberg die Spitze eines Eisberges zum Vorschein, als ein systemisches Insektizid namens Clothianidin 11.500 Honigbienenvölker vergiftete.
Abbildung: Missbildungen einer Königin durch Vergiftung
Kennzeichen: Der vordere Teil des Körpers ist dunkel und speckig, die Flügel nicht oder nur als Stummel vorhanden
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Bienensterben: Umweltverbände fordern Strafverfahren gegen BAYER-Manager
Presse Information vom 19. März 2009: Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund Coordination gegen BAYER-Gefahren
Gefährlichkeit von Pestiziden seit Jahren bekannt / Beschwerde gegen Verfahrenseinstellung / Gegenantrag zur BAYER-Hauptversammlung
Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund und die Coordination gegen BAYER-Gefahren haben bei der Staatsanwaltschaft in Freiburg Beschwerde gegen die Einstellung des Strafverfahrens gegen die BAYER AG eingereicht. Die Verbände werfen dem Unternehmen vor, durch den Verkauf gefährlicher Pestizide großflächige Bienensterben in Kauf genommen zu haben. Im vergangenen Frühjahr hatten Vergiftungen mit dem von BAYER verkauften Wirkstoff Clothianidin zum größten Bienenvolksterben in Deutschland seit Jahrzehnten geführt. Die Verwendung des Mittels im Maisanbau ist seitdem untersagt. Auch in Italien, Frankreich und Slowenien wurde Clothianidin verboten bzw. gar nicht erst zugelassen.
Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Zum Zeitpunkt der Zulassung von Clothianidin waren die gravierenden Risiken für Bienen bereits seit Jahren bekannt. Es stellt sich der Verdacht, dass die von der Firma BAYER bei den Behörden vorgelegten Studien derart angelegt wurden, dass die Bienengefährlichkeit des Mittels möglichst gering erschien. Wir kritisieren, dass die Staatsanwaltschaft bislang keine ernsthaften Ermittlungen zur Verantwortung des BAYER-Managements unternommen hat“. Die CBG hatte die Strafanzeige im vergangenen Sommer gemeinsam mit geschädigten Imkern eingereicht.
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Bienentod im Mais – Ursache Guttationswasser?
Pressemitteilung Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V.
Bienentod im Mais – Ursache Guttationswasser?
Bisher wurden hochgiftige Insektizide im Ackerbau zugelassen, wenn davon ausgegangen wurde, dass Bienen nicht mit diesen Mitteln in Berührung kommen, z. B. Beizmittel. Neueste Untersuchungen nach den europaweiten massiven Bienenschäden nach der Maisaussaat 2008 haben Erschreckendes zu Tage gebracht: ["Bienentod im Mais – Ursache Guttationswasser?" mehr »]
[Update] 3,3'-Diindolylmethane: Warum löschte BAYER in WIKI Studien-URLs?
Am 16. Juli 2007 löschte ein Mitarbeiter - über die IP 192.122.250.250 = host250.bayer.com - von BAYER bei Wikipedia einen Link zu einer Webseite, die über die Substanz 3,3'-Diindolylmethane (DIM) Versuche publizieren. Die Versuche beschäftigen sich hauptsächlich mit der krebshemmenden Wirkung dieser Substanz, die auch in Broccoli sowie in weiteren Kohlsorten enthalten ist.

[Update 29.Nov.2008]: Deutsches Krebsforschungszentrum und Bayer vereinbaren strategische Allianz
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[Update 29.Nov.2008]: Deutsches Krebsforschungszentrum und Bayer vereinbaren strategische Allianz
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Clothianidin unterbricht den Kreislauf der Natur!
Neuerlich wird unter der Jägerschaft das Problem der rückgängigen Population bei Fasanen im Bundesgebiet diskutiert. Der Landesjagdverband Stuttgart spricht die Empfehlung aus, dass die Landwirte im kommenden Jahr auf das Ausbringen von Produkten mit dem Wirkstoff Clothianidin verzichten mögen. Und zwar so lange, bis ausgeschlossen werden kann, dass dies nicht Ursache des Fasanensterbens ist. Landwirte werden aufgerufen, die natürliche Fruchtfolge zu nutzen.
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