Karl Freitag - Wenn ich nicht tanzen darf, fang ich zu denken an
Der Karfreitag ist ein sogenannter stiller Feiertag. Da soll sich die Bevölkerung nicht verlustieren. Da darf nicht getanzt werden und die Kirchenglocken sollen am besten die einzige Musik sein. Höchstens Bischof und Pfaff dürfen ein paar Minderjährige missbrauchen, für den Rest soll Totenstille herrschen. Doch nein, im MDR darf Heino um 20 Uhr 15 über den Sender, aber er darf auch nur Kirchenmusik trällern und nicht die sonst so gern genommene schwarzbraune Haselnuss. ["Karl Freitag - Wenn ich nicht tanzen darf, fang ich zu denken an" ... »]
Denn euch ist heute der Heiland geboren
So langsam hört das Geklingel der Kassen auf. Wenn man den Berichten glauben darf, war es ein tolles Weihnachtsgeschäft. Was Zweckoptimismus oder einfach nur Selbstbetrug ist, werden wir erst in ein paar Monaten erfahren, wenn sich die Statistiker die Zahlen zurecht gelogen haben. Nun kommt also der besinnliche Teil. In den Töpfen schmurgeln schon die Braten und die Gänse sind bereit für ihren Aufenthalt im Backrohr. ["Denn euch ist heute der Heiland geboren" mehr »]
Leitbild christliches Europa
Juchu! Darauf habe ich gewartet. Wir brauchen einen Gottesbezug in den Eu-Verträgen, damit wir zumindest die Gläubigen Wähler Deutschlands auf unsere Seite bekommen. Ja nee, is klar. Wo bitte lebt die CDU? Ich schätze irgendwo in den unendlichen Tiefen des Weltraum -Käptön Körk läßt grüßen!
Christliches Leitbild Europa.
"Unser Leitbild ist das europäische Verständnis vom Menschen, das durch das christliche Menschenbild und die Aufklärung geprägt ist." So hieß es in Dresden im Jahre 2006 von der CDU und meint soviel wie "alles was nicht christlich ist, ist gegen uns - gegen Europa". Das schließt mit ein, dass die Türkei sowieso nichts in der EU zu suchen hat. Es schließt mit ein, dass afrikanische Flüchtlinge bereits vor den Grenzen Europas erschossen werden. Das schließt mit ein, dass auf Asyl Hoffende abgeschoben werden. Kurz: Hunde müssen draußen bleiben.
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Neues vom Vlaams Belang: Roeland Raes wegen Holocaust-Leugnung verurteilt, Frank Vanhecke hat auch schon wieder Ärger, und was das übrige Personal so treibt
Heute wurde das Urteil gegen das VB-Führungsmitglied Roeland Raes verkündet: 4 Monate Gefängnis mit Bewährung. An das Zentrum für Chancengleichheit und Rassismusbekämpfung und den Dachverband jüdischer Organisationen muss er darüberhinaus 1.000 Euro Entschädigung zahlen. Zwar legte er seine Ämter nun endgültig nieder, doch laut Extreemrechts in Vlaanderen ist er weiter für den "Studiedienst" des VB tätig. Und Frank Vanhecke hat das nächste Ding an der Backe. Und auch das restliche Personal bietet weiter Unterhaltung.
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Pharmafirma hilft, Obdachlosen zu helfen
Manchmal machen die, die eigentlich zu kritisieren sind, ganz gute Sachen, die man dann nicht so einfach mit einem "Ach, die ..." abtun kann. So hat sich die Firma MSD für die Arbeit von Dr. Jenny De la Torre Castro engagiert.
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Der 11. September und Pakistan: Neocon-Politik hat politischen Islamismus in den Sattel gehoben …
Am 23. September des letzten Jahres habe ich mich im Watchblog mit einem Artikel von Jörg Lau beschäftigt, der sich mit dem damals neuen Buch des britischen Autors William Dalrymple auseinandersetzt - "The Last Mughal". Wegen der Tagesaktualität wird hier nochmals darauf eingegangen, denn es geht um genau diesen Interventionismus und seine Folgen. Dass eine solche Erkenntnis einige Hoffnungen im Westen zerstört, ist verständlich. Die Folgen dieses Interventionismus können nicht nur in Zentralasien und Lateinamerika, sondern überall auf der Welt heute besichtigt werden.
William Dalrymple ist ein mehrfach preisgekrönter schottischer Autor und Historiker, der sich unter anderem in mehreren Büchern mit dem Sturz des Moghulreiches und seinen Auswirkungen bis auf die heutige Politik auseinandergesetzt hat.
William Dalrymple- nicht zu verwechseln mit der in islamophoben Kreisen geschätzen Krawallkassandra Theodore Dalrymple - schreibt im Guardian:
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Update: Islamkritik und Holocaust-Leugnung gehen immer öfter zusammen
Nicht nur unsere belgischen Freunde, sondern auch wir wollen wieder mal ein Ereignis in Flandern würdigen: Roland Raes, Urgestein des Vlaams Blok/Belang, steht heute wegen Leugnung des Holocaust vor Gericht. Was hat das mit uns in Deutschland zu tun?
Update vom 14.11.08 Die neuesten Unappetitlichkeiten von PI stehen am Ende des Beitrages. - Dann höre ich für's Erste damit auf, damit der Verfassungsschutz ungestört beobachten kann.
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Update vom 14.11.08 Die neuesten Unappetitlichkeiten von PI stehen am Ende des Beitrages. - Dann höre ich für's Erste damit auf, damit der Verfassungsschutz ungestört beobachten kann.
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Zur Wahl Obamas: Spaltung überwinden, dem Frieden eine Chance geben...
...ist der Tenor eines wichtigen Beitrages, den Abha Annette Seitz auf ihr Blog gesetzt und mehrfach aktualisiert hat:
Obama hat die Wahl gewonnen und ist neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was spricht dagegen sich mit ihm und seinen UnterstützerInnen zu freuen und was liegt näher als dass seine WählerInnen ihre Passion, ihren Wunsch nach Veränderung, nach Erneuerung, nach Frieden und Gerechtigkeit jetzt aktiv mit ihm gemeinsam wahr werden lassen?["Zur Wahl Obamas: Spaltung überwinden, dem Frieden eine Chance ... »]
[AUTOSAVED] Zur Wahl Obamas: Spaltung überwinden, dem Frieden eine Chance geben...
...ist der Tenor eines wichtigen Beitrages, den Abha Annette Seitz auf ihr Blog gesetzt und mehrfach aktualisiert hat:
Obama hat die Wahl gewonnen und ist neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was spricht dagegen sich mit ihm und seinen UnterstützerInnen zu freuen und was liegt näher als dass seine WählerInnen ihre Passion, ihren Wunsch nach Veränderung, nach Erneuerung, nach Frieden und Gerechtigkeit jetzt aktiv mit ihm gemeinsam wahr werden lassen?["[AUTOSAVED] Zur Wahl Obamas: Spaltung überwinden, dem Frieden ... »]
Meine kleine Jüdin in Dachau - schöner singen mit Front National und Vlaams Belang
Yelloman machte dankenswerterweise darauf aufmerksam, wie einem Vlaamsbelanger die projüdische Tünche abplatzte - und das ganz ohne "taalgrens", Sprachengrenze, denn ein "franstaliger", also ein francophoner Kamerad war auch dabei. Offensichtlich ist der ganze "taalstrijd" auch nur eine Veranstaltung für's dumme Volk.
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In der Nähe der Kalker Hauptstraße...
...liegt der nächste Vorort, Köln-Buchforst, der zuvor Kalkerfeld hieß. Dort bin ich geboren und ich habe darüber 2006 schon mal geschrieben. Der Eintrag ist immer noch aktuell, zumal die Moschee von Porz und die Keupstraße drin vorkommen:
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Fundsache: Islamophobe Rhetorik auf dem Kongress der Republikaner
Diesen Artikel habe ich heute erst gefunden - Es hätte ja was gefehlt, wenn auf dem Kongress der Republikaner nicht auch ihn Richtung Muslime ausgeholt worden wäre. Es sind die Personen, die sich immer melden, wenn es gilt, sich gegen Muslime zu positionieren: Ralph Giuliani un der Ex-Demokrat Lieberman, der sich jetzt in die Kampagne für McCain einbringt, Mitt Rhomney und dick Armey, der 1994 die Übernahme der republikanischen Mehrheit im Kongress organisierte. Es wird - natürlich - nicht unterschieden zwischen Islam, islamischem Extremismus, Terrorismus - wozu auch?
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Wem nützt Barino?
Es gibt ein neues Medienereignis: Junger Mann, Sohn eines Ägypters und einer grünen (sic!) Kölnerin tritt zum Islam über, findet dort nicht das, was er sucht, sondern findet das, was er sucht in der Religion seines Vaters, dem koptischen Christentum. Nach dem ersten Film "Koran im Kopf" - man erfährt erst im zweiten Teil, dass er dafür 3 Jahre mit der Kamera begleitet wurde - gab es den ersten Versuch eines Medienhypes: der brave Kölner Oberschüler sei eine "tickende Zeitbombe". Ein Verfahren wegen Volksverhetzung wurde eingeleitet, aber eingestellt. ["Wem nützt Barino?" mehr »]
Warum sich Ralph Giordano ruhig mal irren darf
Politisch Korrekt diagnostiziert gestern bei Ralf Giordano Senilität, wenn auch mit einem Fragezeichen versehen. Ich bin mit Giordano sicher auch nicht immer einer Meinung. In letzter Zeit eigentlich gar nicht mehr. Ich bin Jahrgang 57 er ist Jahrgang 23. Er wurde von den Nazi verfolgt, ich habe mich immer bemüht die Nazis zu verfolgen. Wir haben völlig unterschiedliche Horizonte. Natürlich treffen wir uns an eingen Stellen. Kämpften vielleicht manchmal für die gleiche Sache, aber das macht uns nicht gleich.
1923 geboren. Wir schreiben 2008. Er wird bald 85. Ich 51. Da liegen dann mal eben 34 Jahre zwischen uns. Wenn man älter wird, merkt man das die Zeit knapper wird. Man muss sich konzentrieren. Hoffentlich auf das Wesentliche und auf das Richtige. Aber man blendet immer mehr Dinge aus, die man für belanglos hält. Das heißt nicht, das sie wirklich belanglos sind. Aber sie erscheinen den Menschen so. Natürlich ist bei jedem Menschen etwas anderes belanglos und jeder konzentriert sich auf etwas anderes. Wofür und wogegen man sich entscheidet, ist von den eigenen Erfahrungen, der Erziehung und auch von der Bildung und Herkunft abhängig. Es gibt nicht zwei völlig gleiche Menschen.
Giordano hat sein Leben lang gegen eine Bedrohung jüdischen Lebens gekämpft. Um es genauer zu sagen, gegen die Bedrohung jüdischen Lebens durch Deutsche und Nazis. Zu diesen beiden zumindest latenten Hauptfeinden kam aufgrund der Erfahrungen in Israel, auch die angebliche, islamische Bedrohung. Diese Bedrohung scheint in Israel ja auch real zu sein. Da fliegen Raketen in Siedlungen und explodieren Selbstmordattentäter in Cafes und Supermärkten.
Diese Bedrohung ist schrecklich. Aber es ist keine Bedrohung aus der hohlen Hand. Es ist eine Reaktion. Eine Reaktion auf den israelischen Staat in Palästina. Wir müssen gar nicht diskutieren ob die Israelis nach dem Holocaust eine Wahl hatten. Wir müssen auch nicht diskutieren ob die Palästinenser eine Wahl hatten. Es ist unerheblich. Die Fakten sind bekannt. Die Situation lässt sich durch Schuldzuweisung und auch durch Schuldanerkenntnis nicht mehr heilen. Die Schuldfrage ist also müßig.
Das der Konflikt der Palästinenser mit Israel für lange Zeit nichts anderes als ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion war, hat die Situation nicht vereinfacht. Das dazu noch der Streit zwischen Christen, Juden und Muslimen, die sich ja alle drei auf Abraham berufen dazu kommt, macht es auch nicht besser. Rechnet man dann noch das Öl dazu, dann wird die Situation völlig unberechenbar und undurchschaubar.
Ich kann mich da weise zurücknehmen und sagen das alle unrecht haben. Damit habe ich vielleicht sogar recht, bringe die Probleme aber auch keiner Lösung näher. Giordano konnte diese Position nicht beziehen. Er hat sich als deutscher Jude für seine Glaubensgenossen positioniert. Sicher auch oft mit Zahnschmerzen. Hätte er sich denn überhaupt anders positionieren können. Wie oft habe ich versucht israelische Übergriffe zu verteidigen, die eigentlich nicht zu verteidigen waren. Das kann ich also Giordano nicht vorwerfen.
Ich verstehe auch nicht, warum Giordano den Konflikt mit dem Islam unbedingt nach Europa und nach Deutschland importieren wollte. Er müsste wissen, das unsere Rechten, ihn gerne als Legitimation für die Vernichtung der Muslime zitieren werden um sich danach genüsslich den Juden zu zu wenden. Ich habe es oft geschrieben und gesagt. Es gibt nur eine Recht. Wenn ich Rassismus gegen eine Gemeinschaft zulasse, dann wird der Rassismus auch andere Gemeinschaften treffen. Rassismus und Faschismus können nur leben, wenn sie ständig durch einen inneren Feind davon ablenken können, das sie eigentlich nichts geregelt bekommen.
Wer Rassismus gegenüber dem Islam zulässt, wird Rassismus gegen die Juden nicht verhindern können. Schon heute werden von den einschlägigen Webseiten die gleichen Argumente gegen den Islam gebraucht, die früher gegen die Juden galten. Das ist der gleiche Ungeist. Diesen Ungeist hätte Giordano erkennen müssen. Anders übrigens als Broder, der seine Meinung noch zu Geld machen muss und deshalb nicht frei sein kann. Giordano ist frei.
Aber er ist eben auch alt. Er möchte so gerne die Weichen stellen und die Juden auf alle Zeit zumindest in Deutschland schützen. Da bin ich mit ihm einer Meinung. Aber es ist eben nicht der Islam, der, der echte Feind der Juden ist. Antisemitismus ist nur eine Form des Rassismus. Die Juden und die Muslime haben einen gemeinsamen Feind. Die Rassisten.
Wenn Ralph Giordano heute nicht mehr zwischen den markigen Wahlkampfsprüchen eines Herrn Koch unterstützt durch die Falschmeldungen der Blödzeitung und der gesamten Springerpresse unterscheidet, dann ist das kein Zeichen von Senilität. Er hat einfach die falschen Dinge für unwichtig erachtet. Er hat den Kampf gegen die echten Feinde der Juden, für einen Kampf gegen heiße Luft eingetauscht. Das ist einfach nur menschlich.
Wir sollten sein Lebenswerk achten. Es macht keinen Sinn ihn noch anzugreifen. Giordano ist für niemanden mehr ein Gegner oder gar Feind. Er verdient unsere Achtung, die wir am besten dadurch ausdrücken, das wir das, was wir als Entgleisung empfinden, eben nicht mehr kommentieren.
Öl und Armageddon
Dieser Beitrag ist Teil einer dreiteiligen Serie zu der auch noch dieser und dieser Artikel gehören.
Die unverbrüchliche Freundschaft der USA gegenüber Israel ist eine nettes Märchen. Staaten schließen keine Freundschaften, sondern haben bestenfalls gemeinsame Interessen. Ja, die amerikanische Öffentlichkeit hat sich ein wenig geschämt, als ihr klar wurde, wieviele Juden im Holocaust umgekommen sind und das die USA und der Rest der Welt, herzlich wenig getan haben um das zu verhindern. Ob der Holocaust zu verhindern oder doch zumindest einzudämmen gewesen wäre, ist eine Frage die sich allerdings nicht mehr sicher beantworten lässt.
Natürlich gab und gibt es amerikanische Juden, die in unverbrüchlicher Freundschaft zu Israel stehen, solange sie dort nicht leben müssen und die auch vieles an Spenden und an politischer Unterstützung für Israel in den USA bewirken. Den massiven Einsatz der USA für Israel erklärt das allerdings auch nicht, weil der jüdische Einfluss auf die amerikanische Politik dafür einfach viel zu gering ist.
Viel stärker, ja politikbestimmend, ist der Einfluss der Evangelikalen auf die Republikaner und damit auf die gesamte amerikanische Politik. Für die geht es aber nur nebensächlich um Israel und die Juden, sondern in erste Linie um Armageddon ihr Schlachtfeld für die letzte aller Schlachten, am Rande des Karmelgebirges. Ohne Israel wäre das in islamischer Hand, also sehr viel schwieriger zum Mittelpunkt einer Schlacht zu machen.
Natürlich ist das nicht der einzige Grund. Israel ist ein Dorn im Fleische des Islams und als amerikanische Basis genau an der Stelle, die gebraucht wird, um die amerikanischen Ölinteressen zu unterstützen. Öl und Glaube mischen sich an hier zu einem sehr explosiven Gemenge.
Egal ob in der Tagesschau oder in der Welt wird die Roadmap zu Armageddon zitiert, die geistige Konzentration auf die letzte aller Schlachten und die davorliegende Entrückung der Gläubigen, dokumentiert.
Die Bilder aus dem Nahen Osten, die sie seit drei Wochen im Fernsehen verfolgt, findet Margaret Stratton bedauerlich, aber erwartbar.
"Was zur Zeit mit Israel und seinen Nachbarn passiert, wurde doch schon in der Bibel prophezeit", sagt die Pastorin der Robinson Drive Methodist Church.
Ihre Gemeinde im texanischen Waco betet für den Frieden im Nahen Osten, ohne so recht daran zu glauben. Denn für Frieden, so die konservativ-evangelikalen Christen, müsse es erst einmal Krieg geben - endgültig, blutiger als je zuvor. Ihre "Road Map" führt nach Armageddon.
Der Umstand, dass es sich bei den Zuschauern spürbar nicht um Jünger einer Sekte handelte, sondern um bodenständige Menschen vieler Altersgruppen, Hautfarben und sozialer Schichten, macht den Tenor der Debatte zu einem Politikum. Eine die Möglichkeit ernsthaft in Betracht ziehende Debatte in der Mitte der Gesellschaft darüber, ob die Hisbollah, ob Mahmud Ahmadi-Nedschad oder Osama Bin Laden den Antichrist verkörpern, bleibt nicht ohne Folge für das politische Auftreten der USA.
Es ist zwar eine Minderheit, die zum engeren Kern der Apokalypse-Prediger gerechnet wird - im Schnitt 15 Prozent der amerikanischen Gläubigen. Doch weiße Evangelikale wählen zu fast 80 Prozent republikanisch. Und sie, so zeigte eine CNN-Umfrage Ende 2002, glauben zu 71 Prozent an das Ende der Zeiten in der Schlacht von Armageddon.
Der Boden für die apokalyptische Bibelexegese ist seit langem bereitet. Seit Gründung der USA verbreiten Prediger die Botschaft: Die sieben Jahre währende Prüfung der Christen naht. Sie stützen sich auf das Buch Matthäus 24, in welchem von Kriegen und Naturkatastrophen als Zeichen dieser Prüfung die Rede ist. Der 11. September 2001, der Tsunami 2004, Hurrikan "Katrina", Ahmadi-Nedschad, der Krieg um Israel - das alles gehört für die Vertreter dieser Richtung zusammen.
Das ist aber nicht etwa Fatalismus, sondern eher freudige Erwartung. Ich persönlich glaube auch, das die Zahlen eher zu niedrig gegriffen sind, was die Apolyptiker betrifft, wobei natürlich die Lautstärke auch Masse vortäuschen kann.
Für mich steht auf jeden Fall fest, das es neben dem Gedanken des Raubüberfalls auf das islamische Öl, vor allem auch um Armageddon geht. Die Angst vor dem Tode, macht die Hoffnung auf Entrückung natürlich noch begehrenswerter. Und wenn Gott sich mit seinem Zeitplan für Armageddon noch Zeit lässt, dann sind seine Gläubigen schlitzohrig genug um etwas Druck aufzubauen und Tatsachen schaffen, die ihn zum Handeln zwingen.
Das für den Islam bei dieser Geschichte nichts gutes herauskommen kann, ist klar, aber auch für die Juden kann das ganze nur schief gehen. Nach den Glaubenregeln der Evangelikalen sind sie Teil der Nationen der Ungläubigen und damit ebenfalls der ewigen Verdammnis geweiht.
Die Sicherheit Israels ist etwas, für das es, egal wie die Geschichte ausgeht, leider kein Happy End gibt.
Genau dies hatte ich in kürzerer Form bereits gegenüber Sachar Kriwoj in meinen Kommentaren zum Ausdruck gebracht. Ich hoffe das ihm das nun fürs erste Erklärungen meiner Sichtweise der Dinge genug sind. Selbstverständlich sind andere Sichweisen möglich.
Glaube und die Macht in den USA
Dieser Beitrag baut auf dem Artikel Endzeit, Entrückung, Armageddon und die USA auf.
Der Missionstrieb der evangelikalen Bewegung, der Leute, die die Bibel wörtlich nehmen, war schon immer sehr stark, brauchte aber um wirklich fruchtbar sein zu können, eine neue Gesellschaft, wie sie nur in den USA zu finden war. Die allgemeine Aufgeschlossenheit bezog sich ausdrücklich auch auf Glaubensdinge, zumal die ersten Auswanderer, ja aus Glaubensgründen aus Europa geflohen waren.
In den Weiten der USA bedeutete Kirche für die Sesshaften übrigens Gemeinschaft, Hilfe und Schutz und war häufig auch die einzig existierende gesellschaftliche Einrichtung, in der die ganze Familie zusammen auftreten konnte. Die relative Abgeschiedenheit der einzelnen Gemeinden voneinander, beschleunigte die Aufsplitterung der offiziellen theologischen Lehrmeinung noch zusätzlich.
Aus der Erweckungsbewegung heraus bildeten sich vor allem in Schweden und den USA Bibelschulen, die sehr losgelöst von anderen derartigen Einrichtungen arbeiteten und somit die eigenen, separatistischen Glaubensmeinungen auch theoretisch, theologisch untermauerten.
Auch wenn es für Außenstehende merkwürdig aussehen mag, bauten diese Leute eine in sich schlüssige Theologie ihrer Glaubenrichtung auf, die im Gegensatz zu vielen anderen, ein vollständig geschlossenes Weltbild mit nur einer Anleitung, nämlich der Bibel bot. Im Grunde genommen eine simple Lösung für simple Leute. Damit diese Leute nicht unnötigen Zweifeln ausgesetzt wurden, begannen diese Gemeinden schon sehr frühzeitig, sich nach außen abzuschotten und alle Einflussversuche weitgehend abzuweisen, oder deren Lehren schnell und umfassend in das eigene Weltbild einzubauen. Das Meiste wurde allerdings abgelehnt.
In den USA klappte diese Abschottung hervorragend und durch Zuzug und Wachstum wurden diese Kirchen immer stärker. Das hatte zur Konsequenz, das es zu regelrechten Missionsschlachten kam. Wandernde Zeltstädte reisten durch die USA und etwas später auch durch Europa, um die jeweilige Glaubensrichtung zu verkünden. Billy Graham schaffte es sogar in Europa zu weitreichender Prominenz, war aber nur einer unter vielen Erweckungspredigern.
Gegen über den traditionellen Kirchen und ihren Vorgängern hatte diese neue Erweckungsbewegung der Evangelikalen eine Menge zu bieten. Sie propagiert einen neuen persönlichen Gott, den man bei seinem Wort nehmen kann, dem Wort der Bibel. Die Bibel in der Hand wurde praktisch zum Markenzeichen dieser Bewegung. Alles war einfach und klar. Glaube ist nur noch ein Annahmeproblem. Bitte so wird dir gegeben. Klopfe an so wird dir aufgetan. Gott gibt dir alles, du musst es nur annehmen.
Dazu kam und kommt eine fröhliche Verkündung. Gott nicht als schwere Aufgabe sondern als Freund, der heilige Geist als ständiger Begleiter. Die Bibel als direkter Ratgeber in allen Lebensfragen.
Dabei ist die Bibel aus altem und neuem Testament ein hervorragendes Werkzeug. Was nicht mit der Liebe des neuen Testamentes zu regeln ist, wird halt mit dem Schwert des alten Testamentes bearbeitet. Für viele eine unwiderstehliche Leichtigkeit. Wer glauben wollte und will, strömte dort hin. Wer Heilung suchte ebenfalls.
Selbst die Prediger die offensichtlich gegen den von ihnen verkündeten Glauben verstießen, wurden nicht verstoßen, sondern auf die eine oder andere Weise trotzdem wieder aufgenommen. Selbst die Krise wurde zur Chance den eigenen Glauben, mit ein paar Krokodilstränen des Schuldigen und der Liebe Gottes, als den einzig wahren darzustellen. Ein weitegehend perfektes System, aus dem Kritiker sehr schnell ausgegrenzt werden.
Ausgrenzen aus der Gemeinde bedeutet in großen Teilen der USA, den kompletten Verlust der Sozialbeziehungen, der Nachbarschaftshilfe und häufig auch den wirtschaftlichen Untergang, weil die Gemeindemitglieder wirtschaftlich stark verpflochten sind.
Als die Familie Bush in Texas mit ihrem Sohn George W. Bush nicht mehr klar kam, hetzte ihm Mutter Barbara Bush, jenen Billy Graham und dessen Gottesmänner auf den Hals, die ihm auf die harte und die weiche Tour klarmachten, das er zum einen wirtschaftlich am Ende sei und untergehen müsse, wenn er die Finger nicht von Drogen und Alkohol lasse, oder das er der Chef der Welt werden könne, wenn er sich erretten ließe. Natürlich hat er sich erretten lassen. Er hatte ja keine andere Chance.
Bush war übrigens mit diesem Schicksal nicht alleine. Im Bibel-Gürtel der USA ist das ein sehr übliches Verfahren und bei den übrigen Milliardären auch nicht unbeliebt. Innerhalb des Bibelgürtels ist auch die Heimat der meisten amerikanischen Ölleute, oder zumindest derer, die die Richtung angeben.
Religion ist in den USA aber vor allem auch eine politische Kraft. Die deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. sagt in der Zeitschrift Internationale Politik folgendes über die Macht der Religion in den USA:
Amerika ist die Heimat von 1500 religiösen Gruppen und von 360.000 Kirchen. Über 40 Prozent der Amerikaner besuchen jede Woche einen Gottesdienst; in Großbritannien sind es zwei und in Deutschland zehn Prozent. In Frankreich gehen weniger als zehn Prozent zumindest einmal im Jahr in die Kirche, und in Italien hatte die römisch-katholische Kirche niemals zuvor weniger Einfluss auf das Leben der Nation.
In den USA bezeichnen sich 49 Prozent der Erwachsenen als ebenso religiös wie ihre Eltern, 21 Prozent als noch religiöser; 41 Prozent der Amerikaner rechnen sich den wiedergeborenen Christen zu, 18 Prozent der religiösen Rechten, 25 Prozent sehen sich als Sympathisanten der religiösen Rechten.
In den Vereinigten Staaten ist die Häufigkeit des Kirchgangs direkt proportional zur Sympathie für die Republikaner. Von denjenigen, die einmal pro Woche oder öfter in die Kirche gehen, wählen 63 Prozent republikanisch; unter denen, die selten oder nie zur Kirche gehen, wählen 62 Prozent demokratisch.
Eine Ausnahme bilden nur die evangelikalen Afroamerikaner; von ihnen wählen 90 Prozent demokratisch.
Viele dieser religiösen Republikaner sind evangelikale Christen, die wegen ihres hohen Anteils an der Bevölkerung in Verbindung mit ihrer hohen Wahlbeteiligung einen politischen Block bilden.
Bei den Präsidentschaftswahlen der Jahre 1996 und 2000 wählten 62 Prozent der weißen Evangelikalen republikanisch. Im Jahr 2000 wurde George W. Bush teilweise deshalb als republikanischer Präsidentschaftskandidat nominiert, weil die evangelikale Rechte den eher kirchenfernen John McCain ablehnte.
Die „Christian Coalition“, der größte Dachverband evangelikaler Bekenntnisse, stellte in 18 Bundesstaaten die Führung der Republikaner und verfügte in 13 anderen fast über eine Mehrheit, und das noch zu Mitte der neunziger Jahre, als Bill Clintons Popularität mit 70 Prozent ihren Höhepunkt erreicht hatte.
Diese Zahlen werden in dieser oder ähnlichem Umfang von diversen anderen Publikationen bestätigt.
Zu dieser Artikelreihe wird es noch einen dritten Beitrag geben.
Endzeit, Entrückung, Armageddon und die USA
Im Zusammenhang mit meinem Brief an Charlotte Knobloch kam es zu einer heftigen Diskussion zwischen mir und Sachar Kriwoj vom Massenpublikum, weil Sachar meine Sichtweise des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern, aber auch die von mir genannte Ursache für den grundstätzlichen Konflikt zwischen Islam und Christentum nicht akzeptieren, ja eigentlich nicht diskutieren will und mich stattdessen mit Vorwürfen überzieht, weil ich komplexe Zusammenhänge nicht mal eben in einer Antwort auf einen Kommentar belegen kann. Deshalb nun hier das ganze etwas ausführlicher in mehreren Teilen.
Juden, Christentum und Islam gehen auf die gleichen Wurzeln zurück, nämlich auf den jüdischen Monotheismus. Das Christentum ist eine Erweiterung des Judentums und drückt sich vor allem durch das Neue Testament, den menschlicheren Teil der Bibel aus. Der Islam baut auf beiden auf, ist aber gedanklich eher dem strafenden Gott des alten Testamentes verhaftet. Die Sharia ist ein Kind des Talmuds, wobei niemand für seine Kinder in Sippenhaft genommen werden kann.
Alle drei Religionen haben sich weiterentwickelt, was zumeist nichts anderes als eine Auffaserung der ursprünglichen Lehrmeinung in unterschiedliche Zweige bedeutet. Bei den Juden ist dies nicht so deutlich wie z.B. bei den Christen mit ihren Aufspaltungen in Katholiken und Orthodoxe, in Protestanten und Katholiken und der vielfachen Aufteilung der Protestanten. Aber es gibt diese Tendenzen natürlich auch bei den Juden und im Islam. Beim Islam endet es nicht bei Schiiten und Sunniten, auch diese teilen sich ohne, das dies öffentlich deutlich sichtbar ist, wiederum in viele Teilrichtungen auf.
Allen drei Religionen geht es darum im Jenseits, also für die Ewigkeit einen sicheren Platz an der Seite des jeweiligen Gottes zu erreichen. Hauptsächliches Lebens- und Glaubensziel ist ein besseres Leben nach dem Tode. Das reale Leben wird als Durchgangsstation, ja als Leidensweg zur Prüfung und Vorbereitung auf ein besseres Leben nach dem Tode, gesehen.
Jede Art von Religion, jede Art von Ismus, erhebt natürlich den Anspruch, alleinseligmachend und nur alleine richtig zu sein. Das impliziert automatisch, das alle anderen Religionen und Ismen, falsch sein müssen und natürlich auch deren Lehren und Götter. Die Abgrenzung gegenüber dem anderen Glauben ist wichtiger, als sich auf die viel breiteren Gemeinsamkeiten zu besinnen.
Religionen und Ismen jeder Art, bilden zwangsläufig einen mehr oder weniger starken Missionstrieb aus, der meist im Zusammenhang mit Eroberungen besonders mächtig wird. Das ist beim Islam und bei den Christen besonders deutlich zu sehen. Die Juden bilden hier eine Ausnahme, da nur das Kind einer jüdischen Mutter, automatisch Jude ist und es diese kriegerische Eroberungsmentalität bei den Juden kaum gegeben hat. Selbst die Berichte aus dem alten Testament, verklären da eher ein langsames Einsickern in ein Gebiet, zu einer heldenhaften Eroberung.
Real stehen also der christliche und der islamische Missionstrieb in Konkurrenz zueinander. Antichrist gegen Ungläubige. Aus dieser Gemengelage gibt es eigentlich kein zurück. Tatsächlich ist die breite Masse der Christen und Islamisten allerdings gar nicht so gläubig, wie es scheint. Die Mehrheit handelt Rituale ab, glaubt in Notfällen und unterscheidet sich ansonsten kaum in Verhalten und Entscheidungen voneinander.
Da wo es eine breite Masse gibt, gibt es natürlich auch immer die Minderheiten, die sich mit eigenen Lehrmeinungen von dieser Masse abgrenzen und oft den offiziellen Ton vorgeben, obwohl sie Minderheiten sind. Der Dhihad kommt aus so einer Ecke, genau wie die Anhänger der Apokalypse.
Ein wichtiger Grund, weshalb Randgruppen plötzlich die Mehrheitsmeinung beeinflussen, liegt vor allem darin, das sie einen sehr viel stärkeren Missionstrieb entwickeln, da sie in ihren Gedanken meist jünger und entwicklungsfähiger als die Massenbewegung sind. Während die katholische Kirche mit der Abtrennung der Altkatholiken ihr letztes Schisma hatten und davor nur die Abspaltung des Protestantismus kam, ist der Protestantismus geradezu explodiert.
Hunderte von Glaubensrichtungen konkurrieren gegeneinander, mit teilweise skurrilen Auswüchsen, wie den Charismaten die durch Selbsthypnose glauben in fremden Zungen (Sprachen) reden zu können oder den Amish-People die in vielen Fällen jede technische Weiterentwicklung ablehnen. Während die Amish eher auf sich selbst konzentriert sind, haben die Charismaten oder Pfingstler einen sehr starken Missionstrieb.
Die Pfingstbewegung ist Teil des Evangelikalismus der natürlich auch ruhigere Kräfte umfasst. Wenn hier im weiteren Text von Evangelikalen gesprochen wird, dann sind die Teile dieser Bewegung gemeint, die, für sich und andere die Bibel wörtlich nehmen. Nicht im Sinne eines Martin Luthers, der das Wort stahn lassen wollte, um es nicht zu zerreden, sondern wörtlich in dem Sinne, das jedes Wort der Bibel unverbrüchliche Wahrheit wiedergibt.
Für diese Menschen gibt es keine Evolution sondern eine Schöpfung. Sie werden auch als Kreationisten bezeichnet und haben gerade ein neues Museum für ihre Lehre gegründet. Das mag lächerlich klingen, aber die Kreationisten haben an vielen Schulen in den USA dafür gesorgt, das die Evolutionstheorie nicht mehr gelehrt werden darf und setzen auch langsam in Deutschland durch, das ihre Lehre zumindest gleichberechtigt neben der Evolution steht.
Viel wichtiger als die Frage, ob Kreation oder Evolution ist allerdings die sonstige Ausrichtung dieser Gruppen. Sie befinden sich alle in der Endzeit. Das heißt, sie gehen davon aus, das der Lebenszyklus der Menschen auf der Erde, nach dem was die Bibel sagt, abgeschlossen ist. Dafür gibt es die abstrusesten Berechnungsmethoden, die ihre Wurzeln teilweise in der Kabbala haben, deren Erklärung aber den Rahmen hier sprengen würde.
Fest steht für diese Menschen das Endzeit herrscht. Dazu kommt als weiterer entscheidender Punkt, das sie die gesamte Bibel, also auch die Offenbarung wörtlich nehmen. Ohne wenn und aber. Unter Bezug auf den Bibeltext
1. Thessalonicher 4.17 Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
steht für diese Gläubigen fest, das sie in der Endzeit, nicht sterben müssen, sondern lebend entrückt werden. Der Zeitpunkt dieser Entrückung hängt aber eng mit der letzten großen Schlacht, mit der Schlacht um Armageddon zusammen.
Im allgemeinen Konsens der Evangelikalen wird der Berg Har Megiddô, ein südlicher Ausläufer des Karmelgebirges in Israel, als Ort dieser letzten aller Schlachten angesehen. Dort findet jene endgültig letzte Schlacht statt in der, der Antichrist geschlagen wird. Die Definition des Antichristen und seiner Truppen umfasst dabei alle Nichtchristen, wird aber in den USA und unter den Kreationisten zur Zeit praktisch mit dem Islam gleichgesetzt. Das Bild des Antichristen war schon immer Veränderungen unterworfen, weil es zumeist auf den aktuellen Gegner projektiert wird.
Das die Gebiete in denen der Islam die vorherrschende Religion ist, vielfach auch die reichsten Ölvorkommen beinhaltet, macht diese Definition des Antichristen noch einfacher. Der Feind ist derjenige der etwas hat, was man selber besitzen will, das aber nur gegen Bezahlung überlassen will. Das nichtevangelikale US-Amerika hat ein ebenso vitales Interesse an der Niederschlagung des Islam wie das evangelikale. Für die einen ist es ein bewaffneter Raubüberfall, für die anderen eine Glaubens- und Herzenssache.
Die politische Rolle der Evangelikalen in den USA und ihr Einfluß auf Wahlergebnisse und aktuelle Politik wird in einem weiteren Beitrag aufgegriffen, der aber auf diesem Text aufbaut.
Was kann und darf man über das Christentum sagen?
Große Aufregung bei der deutschland-debatte. Da lese ich "unpassend, daneben, unterste Schublade, schlimme Entgleisung ". Gemeint ist ein Artikel der Perspektive 2010 in dem unter der Rubrik Witze/Lustiges folgenden Satz bringt:
Sie verbrennen beide schon einmal Bücher, wenn ihnen deren Inhalt nicht passt, und beizeiten lügen sie wie gedruckt. Zumindest letzteres schließt Papst Benedikt XVI. mit ein, nicht nur in seinem Märchenbuch.
Der nächste Artikel fragt ob Bush wieder säuft.
Das ist also Satire, liebe Deutschland Debatte. Auch wenn es leider die Wahrheit ist. Sogar die Verbrennung und Folterung Andersgläubiger ist eine christliche Tugend. Fragen sie mal die Dominikaner und die Jesuiten. Natürlich hat der Faschismus auch christliche Wurzeln, wir sind nämlich im christlichen Abendland. Geht da gar nicht anders.
Wenn sie sich dann die evangelikalen Christen in den USA ansehen, werden sie die treibende Kraft hinter Bush finden. Die wollen nämlich alle entrückt werden und das geht nur in Zusammenhang mit der letzten großen Schlacht bei Armageddon. Diese Kriege gegen die Muslime sind natürlich faschistische Selektionsmaßnahmen neben dem Raubüberfall ums Öl.
Aber eigentlich sind ja die Juden schuld, die haben nämlich mit dem ganzen Unsinn des Monotheismus angefangen. Jesus und Mohamed waren da nur Nachahmungstäter. Die Scharia ist ein Kind des Talmud, vielleicht ein ungezogenes aber trotzdem ein Kind.
Dieser Gedanke des auserwählten Volkes der Juden und der Ariergedanke, kommen ihnen die nicht seltsam verwandt vor.
Geschichte ist etwas gewobenes. Einige Fäden waren lang, andere kürzer. Das Ergebnis ist die Summe aller Fäden und der Arbeit der Weber.
Der von Ihnen so gerne zitierte Herr XXXXXXXXXXXX ist übrigens in diesem Zusammenhang nicht nur ein Webfehler sondern ein armes hasserfülltes Männchen mit sehr starken faschistoiden Zügen.
Der durch XXXXX ersetzte Text steht im Zusammenhang mit einer einstweiliger Verfügung und wurde vorsorglich entfernt.
Jochen-Konrad Fromme, CDU, ein typischer deutscher Politiker
Im Wahlkreis 049 Salzgitter - Wolfenbüttel hielten die Wähler nichts von ihm. Sie haben ihn nämlich nicht gewählt. Ob sie mit Sigmar Gabriel von der SPD wirklich eine bessere Wahl getroffen haben, mag bezweifelt werden. Den Fromme wollten die Bürger auf jeden Fall nicht.
Das hat den Fromme jedoch nicht gehindert in den Bundestag zu kommen. Was interessiert ihn der Bürgerwille. Herr Fromme war ein verdienter Einer, der kommt dann einfach über die Landesliste. Und wie er sich verdient gemacht hat. Jurastudium und dann ab in die Verwaltung. Arbeit geh weg, ich komme. So schlich er sich von Amt zu Amt. Er nennt das berufliche Erfahrungen sammeln. Neben seiner Erfahrungssammlerei war er im wesentlichen Mitglied der CDU. Das ist gut für das Fortkommen mit dem Amtsschimmel.
Seit 1998 hat er nun die Vollversorgung erreicht. Nie wieder muss er arbeiten, keine Gefahr, er ist Mitglied des deutschen Bundestages. Solange er dort fleißig die offizielle Parteilinie unterstützt, besteht keinerlei Risiko mehr für ihn. Er ist sicher. Es gibt ja keinen Wähler, den er enttäuschen könnte, er stammt ja von der Landesliste. Er darf nur seine Parteioberen nicht enttäuschen.
Hier könnte die Geschichte von Jochen-Konrad Fromme schon zu Ende erzählt sein. So kennen wir unsere Politiker. Bis gestern Abend fiel er auch nicht weiter auf. Positives war ja nicht zu erwarten und negatives wurde nicht bekannt. Aber Gestern wollte er mal so richtig die Sau rauslassen, der politische Herkules. Vielleicht hatte man ihn ja auch nur falsch informiert. Das Fernsehen stieg nämlich erst während seiner Rede aus. Vermutlich war vereinbart, das Phönix schon früher rausgeht und er nur für seine neoliberale, wirtschaftsfaschistische Galerie spielt. Das übertragen die dann meist nicht, um den Wähler nicht zu verunsichern.
So stand er dann da und machte den Antrag der Linken lächerlich, das die Bundesregierung, ihre Beteiligungsmacht bei der Telekom, dazu benutzen sollte, um die Entlassung von 35.000 Menschen zu verhindern oder doch einzuschränken. Er nannte das "popo"-listisch. Dabei war seine Rede doch wohl eher für den Arsch. Natürlich hatte er populistisch gemeint.
Was er aber mal eben auf die Schnelle dokumentierte, war die Tatsache, das er gar nicht die Absicht hat, irgendetwas gegen die Entstehung von Arbeitslosigkeit zu tun. Sie betrifft ihn ja auch nicht. Er mag das freie, ungezwungene Spiel der Kräfte, dem er seinen eigenen Körper natürlich nie ausgesetzt hat. Kein Mitleid mit denen die arbeitslos sind und nur Hohn und Spott für die, die es werden. Ein aufrechter Vertreter der Freiheit des Stärkeren und der vollständigen Rechtlosigkeit für die Schwachen.
Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Haverlah ist er auch noch. Da bekommt man doch richtig Vertrauen zu dem Gott den er vertritt. Wahrscheinlich aber kommt in seiner Kirchengemeinde, wie auch bei seiner Landespartei Arbeitslosigkeit nicht vor. Sein Ministerpräsident freut sich ja auch, wenn Arbeitsplätze bei VW abgebaut werden und den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst der Lohn gekürzt wird.
Der Herr Fromme ist eben ein typischer deutscher Politiker. Selbstverliebt und sehr fürsorglich in der eigenen Versorgung, hart und ungerecht zu allen Anderen. Für ihn ist Nehmen die größte alle Tugenden, solange er selber nehmen kann.
Es macht keinen Sinn ihn zu verachten. Die von Arbeitslosigkeit in seinem Bereich betroffenen sollen ihn auch nicht verhauen. Er ist weder Verachtung noch Prügel wert. Er ist Politiker.
Das hat den Fromme jedoch nicht gehindert in den Bundestag zu kommen. Was interessiert ihn der Bürgerwille. Herr Fromme war ein verdienter Einer, der kommt dann einfach über die Landesliste. Und wie er sich verdient gemacht hat. Jurastudium und dann ab in die Verwaltung. Arbeit geh weg, ich komme. So schlich er sich von Amt zu Amt. Er nennt das berufliche Erfahrungen sammeln. Neben seiner Erfahrungssammlerei war er im wesentlichen Mitglied der CDU. Das ist gut für das Fortkommen mit dem Amtsschimmel.
Seit 1998 hat er nun die Vollversorgung erreicht. Nie wieder muss er arbeiten, keine Gefahr, er ist Mitglied des deutschen Bundestages. Solange er dort fleißig die offizielle Parteilinie unterstützt, besteht keinerlei Risiko mehr für ihn. Er ist sicher. Es gibt ja keinen Wähler, den er enttäuschen könnte, er stammt ja von der Landesliste. Er darf nur seine Parteioberen nicht enttäuschen.
Hier könnte die Geschichte von Jochen-Konrad Fromme schon zu Ende erzählt sein. So kennen wir unsere Politiker. Bis gestern Abend fiel er auch nicht weiter auf. Positives war ja nicht zu erwarten und negatives wurde nicht bekannt. Aber Gestern wollte er mal so richtig die Sau rauslassen, der politische Herkules. Vielleicht hatte man ihn ja auch nur falsch informiert. Das Fernsehen stieg nämlich erst während seiner Rede aus. Vermutlich war vereinbart, das Phönix schon früher rausgeht und er nur für seine neoliberale, wirtschaftsfaschistische Galerie spielt. Das übertragen die dann meist nicht, um den Wähler nicht zu verunsichern.
So stand er dann da und machte den Antrag der Linken lächerlich, das die Bundesregierung, ihre Beteiligungsmacht bei der Telekom, dazu benutzen sollte, um die Entlassung von 35.000 Menschen zu verhindern oder doch einzuschränken. Er nannte das "popo"-listisch. Dabei war seine Rede doch wohl eher für den Arsch. Natürlich hatte er populistisch gemeint.
Was er aber mal eben auf die Schnelle dokumentierte, war die Tatsache, das er gar nicht die Absicht hat, irgendetwas gegen die Entstehung von Arbeitslosigkeit zu tun. Sie betrifft ihn ja auch nicht. Er mag das freie, ungezwungene Spiel der Kräfte, dem er seinen eigenen Körper natürlich nie ausgesetzt hat. Kein Mitleid mit denen die arbeitslos sind und nur Hohn und Spott für die, die es werden. Ein aufrechter Vertreter der Freiheit des Stärkeren und der vollständigen Rechtlosigkeit für die Schwachen.
Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Haverlah ist er auch noch. Da bekommt man doch richtig Vertrauen zu dem Gott den er vertritt. Wahrscheinlich aber kommt in seiner Kirchengemeinde, wie auch bei seiner Landespartei Arbeitslosigkeit nicht vor. Sein Ministerpräsident freut sich ja auch, wenn Arbeitsplätze bei VW abgebaut werden und den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst der Lohn gekürzt wird.
Der Herr Fromme ist eben ein typischer deutscher Politiker. Selbstverliebt und sehr fürsorglich in der eigenen Versorgung, hart und ungerecht zu allen Anderen. Für ihn ist Nehmen die größte alle Tugenden, solange er selber nehmen kann.
Es macht keinen Sinn ihn zu verachten. Die von Arbeitslosigkeit in seinem Bereich betroffenen sollen ihn auch nicht verhauen. Er ist weder Verachtung noch Prügel wert. Er ist Politiker.
Und ich sah {...} aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen{...} Offenbarung 16:13
Manchmal macht es Sinn sich wieder einmal mit der Bibel zu beschäftigen. Dies gilt vor allem in diesen Zeiten, wo uns wieder einmal die falschen Propheten geradezu belagern und unseren Geist verwirren wollen. Da beruhigt es einen den doch, wenn man feststellen kann, dass zumindest die Bibel schon immer um dieses Problem wusste.
["Und ich sah {...} aus dem Maul des falschen Propheten drei ... »]
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Merkel, Müntefering aufgewacht und frisch ans Werk.
„Wie lange willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hände in den Schoß legen, um zu ruhen.“ Sprüche 6, Vers 9-10.
Selbst in den Sprüchen der Bibel wird schon das Verhalten unserer Regierung beschrieben. Faul, stinkfaul, zum Stinken zu faul. Am 22. November wurde diese Regierung mehr oder weniger rechtmäßig im Parlament vereidigt. Dann wurden noch schnell die Beschlüsse von Hans Eichel zum Abbau der Steuersparanlagen durch das Kabinett gewinkt und seitdem herrscht Ruhe. Oh ja, Frau Merkel fährt spazieren. Wie schön für sie. Angeblich wussten doch CDU, CSU und SPD vor der Wahl ganz genau was sie nach der Wahl machen wollten, oder haben sie uns da, einmal mehr belogen. Sie tun nichts. Bewundern ihre schönen Büros, testen die Klospülung und verlassen sich auf die Hunderttage-Regel.
["Merkel, Müntefering aufgewacht und frisch ans Werk." mehr »]
Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hände in den Schoß legen, um zu ruhen.“ Sprüche 6, Vers 9-10.
Selbst in den Sprüchen der Bibel wird schon das Verhalten unserer Regierung beschrieben. Faul, stinkfaul, zum Stinken zu faul. Am 22. November wurde diese Regierung mehr oder weniger rechtmäßig im Parlament vereidigt. Dann wurden noch schnell die Beschlüsse von Hans Eichel zum Abbau der Steuersparanlagen durch das Kabinett gewinkt und seitdem herrscht Ruhe. Oh ja, Frau Merkel fährt spazieren. Wie schön für sie. Angeblich wussten doch CDU, CSU und SPD vor der Wahl ganz genau was sie nach der Wahl machen wollten, oder haben sie uns da, einmal mehr belogen. Sie tun nichts. Bewundern ihre schönen Büros, testen die Klospülung und verlassen sich auf die Hunderttage-Regel.
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Der Idiot
Jürgen Rüttgers stolpert bei dem Koks-Moderator Michel Friedman über sich selbst – oder wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Eigentlich war das ganze Gespräch ja als nette Wahlkampfhilfe angelegt. Der CDU-Friedman stützt den CDU-Rüttgers. Ein Auftritt zum Wohlfühlen. Wenn da nicht Jürgen Rüttgers wäre. Diesmal sind es nicht „Kinder statt Inder“ sondern die überlegene katholische Kirche. Ach Rüttgers wenn du geschwiegen hättest wärst du zwar auch kein Philosoph gewesen, so aber bist und bleibst du ein Dummkopf. Sofort fällt einem der Idiot von Fjodor M. Dostojewskij ein, auch wenn Rüttgers nicht den Tiefgang eines Fürst Myschkin hat.
Aber auch Rüttgers verstrickt sich wie jener tragische Fürst und lässt sich verstricken. Ein deutscher Papst, stockkonservativ und unbelehrbar, wie Rüttgers selbst. Das gab ihm Auftrieb. Natürlich vergaß er dabei, das der Papst zumindest grundlegenden Verstand und Wissen besitzt. Aber was braucht ein Rüttgers Verstand, wenn Gott ihm doch das Amt des Ministerpräsidenten von NRW gibt. Wie soll der Arme denn auch erkennen, dass er dieses Amt nicht von Gott, sondern aus der Unfähigkeit der SPD erhält. Er kann nicht begreifen, das niemand Rüttgers will, aber er trotzdem gewinnt weil auch keiner mehr die SPD will. Das würde Verstand erfordern.
Seine Aussage selbst braucht nicht diskutiert zu werden. Sie ist nicht mehr wie ein Kinderfurz. Völlig belanglos. Natürlich hält er die katholische Kirche und die CDU für das Beste auf dieser Welt. Dazu noch die drei anderen Vereine die ihn genommen haben. Die müssen ja gut sein, weil er sich selbst auch für gut hält. Ein Narr wie er im Buche steht. Allerdings ist das keine Überraschung. Wer ihm irgendwann einmal zu anderen Themen zugehört hat, wusste das schon lange.
Ob Rüttgers aber als heiliger Narr endet, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden, als Idiot aber auf jeden Fall.
Eigentlich war das ganze Gespräch ja als nette Wahlkampfhilfe angelegt. Der CDU-Friedman stützt den CDU-Rüttgers. Ein Auftritt zum Wohlfühlen. Wenn da nicht Jürgen Rüttgers wäre. Diesmal sind es nicht „Kinder statt Inder“ sondern die überlegene katholische Kirche. Ach Rüttgers wenn du geschwiegen hättest wärst du zwar auch kein Philosoph gewesen, so aber bist und bleibst du ein Dummkopf. Sofort fällt einem der Idiot von Fjodor M. Dostojewskij ein, auch wenn Rüttgers nicht den Tiefgang eines Fürst Myschkin hat.
Aber auch Rüttgers verstrickt sich wie jener tragische Fürst und lässt sich verstricken. Ein deutscher Papst, stockkonservativ und unbelehrbar, wie Rüttgers selbst. Das gab ihm Auftrieb. Natürlich vergaß er dabei, das der Papst zumindest grundlegenden Verstand und Wissen besitzt. Aber was braucht ein Rüttgers Verstand, wenn Gott ihm doch das Amt des Ministerpräsidenten von NRW gibt. Wie soll der Arme denn auch erkennen, dass er dieses Amt nicht von Gott, sondern aus der Unfähigkeit der SPD erhält. Er kann nicht begreifen, das niemand Rüttgers will, aber er trotzdem gewinnt weil auch keiner mehr die SPD will. Das würde Verstand erfordern.
Seine Aussage selbst braucht nicht diskutiert zu werden. Sie ist nicht mehr wie ein Kinderfurz. Völlig belanglos. Natürlich hält er die katholische Kirche und die CDU für das Beste auf dieser Welt. Dazu noch die drei anderen Vereine die ihn genommen haben. Die müssen ja gut sein, weil er sich selbst auch für gut hält. Ein Narr wie er im Buche steht. Allerdings ist das keine Überraschung. Wer ihm irgendwann einmal zu anderen Themen zugehört hat, wusste das schon lange.
Ob Rüttgers aber als heiliger Narr endet, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden, als Idiot aber auf jeden Fall.
Sterben dürfen
Es ist unmöglich ohne genaue Sachkenntnis den Fall Terri Schiavo überhaupt zu diskutieren. Genauso wenig lassen sich von diesem Fall, Regeln für andere erstellen. Es kann also nur um das allgemeine Recht auf ein würdiges Leben und Sterben gehen.
Dabei ist es typisch, dass sich George W. Bush, der bedenkenlos jeden anderen Menschen für Öl und Dollar opfert, der Kriegstreiber, der zigtausende Zivilisten mit einem Lächeln töten ließ und einer der die Todesstrafe auch bei Jugendlichen und Unzurechnungsfähigen toll findet, sich einmischen muss. Ein Politiker der normalerweise zu faul ist, auch nur seine grundsätzlichen Pflichten zu erfüllen bewegt sich freiwillig aus seinem Urlaub.
["Sterben dürfen" mehr »]
Dabei ist es typisch, dass sich George W. Bush, der bedenkenlos jeden anderen Menschen für Öl und Dollar opfert, der Kriegstreiber, der zigtausende Zivilisten mit einem Lächeln töten ließ und einer der die Todesstrafe auch bei Jugendlichen und Unzurechnungsfähigen toll findet, sich einmischen muss. Ein Politiker der normalerweise zu faul ist, auch nur seine grundsätzlichen Pflichten zu erfüllen bewegt sich freiwillig aus seinem Urlaub.
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Pastor Hintze auf Kreuzzug
Wenn er einfach geschwiegen hätte, wäre er zwar auch kein Philosoph geworden, aber da er nun geredet hat, entpuppt er sich wieder einmal als das was er schon immer war, als gnadenloser Dummschwätzer. Der Ex-Vikar, Ex-Pastor, Ex-CDU-Generalsekretär musste voranlaufen, die Fahne mit dem Lamm Christi als Keule benutzend, laut schreiend auf die Türken und deren EU-Beitritt einschlagend. Hintze wie er leibt und lebt.
Für etwas das in zehn bis fünfzehn Jahren vielleicht passieren wird, kennt der Fachmann für alles und gar nichts schon heute die Kosten bis auf eine halbe Milliarde genau. Dabei nimmt er fröhlich dies und jenes an, behauptet das Eine und unterschlägt das Andere. Hintze, nicht gewählt sondern über die Landesliste in den Bundestag gemogelt, spricht für die Deutschen, ohne Sinn und ohne Mandat.
Aber Sinn machte bisher eigentlich noch gar nichts was dieser Mann von sich gab, aber immer war es auf dem rechten Fuß gut aufgestellt. Populismus pur. Dabei geht es dem Guten gar nicht um den, eventuell vielleicht anstehenden EU-Beitritt der Türkei. Es geht ihm darum, eine Schlammschlacht in Deutschland lostreten zu können, indem er das zum Wahlkampfthema deklariert. Wie immer hat er kein einziges Sachargument, von denen es Tausende gäbe, er hat nur dumpfe braune Parolen um am äußersten rechten Rand noch Wähler zu fangen.
Menschenverachtend, ohne Sachverstand und unbarmherzig christlich bis zum Letzten. Aber keine Sorge, der kämpft nicht selber, der sucht sich andere zum kämpfen. Er hofft nur auf Stoibers Zug noch einmal an die Spitze der CDU/CSU gespült zu werden. um seine Pensionen noch kräftig zu erhöhen. So ein richtiges Ministeramt, egal für was, dass fehlt ihm ja noch. Er könnte jedes übernehmen, er ist von keiner Ahnung getrübt.
Solche Leute werden wir nur los, wenn wir mit den Listenmandaten aufräumen. In seinem Wahlkreis in Wuppertal wollten die Menschen ihn weder mit den Erst- noch mit den Zweitstimmen, dass er trotzdem im Parlament unsere Steuergelder verfrisst, ist einfach ein Systemfehler.
Für etwas das in zehn bis fünfzehn Jahren vielleicht passieren wird, kennt der Fachmann für alles und gar nichts schon heute die Kosten bis auf eine halbe Milliarde genau. Dabei nimmt er fröhlich dies und jenes an, behauptet das Eine und unterschlägt das Andere. Hintze, nicht gewählt sondern über die Landesliste in den Bundestag gemogelt, spricht für die Deutschen, ohne Sinn und ohne Mandat.
Aber Sinn machte bisher eigentlich noch gar nichts was dieser Mann von sich gab, aber immer war es auf dem rechten Fuß gut aufgestellt. Populismus pur. Dabei geht es dem Guten gar nicht um den, eventuell vielleicht anstehenden EU-Beitritt der Türkei. Es geht ihm darum, eine Schlammschlacht in Deutschland lostreten zu können, indem er das zum Wahlkampfthema deklariert. Wie immer hat er kein einziges Sachargument, von denen es Tausende gäbe, er hat nur dumpfe braune Parolen um am äußersten rechten Rand noch Wähler zu fangen.
Menschenverachtend, ohne Sachverstand und unbarmherzig christlich bis zum Letzten. Aber keine Sorge, der kämpft nicht selber, der sucht sich andere zum kämpfen. Er hofft nur auf Stoibers Zug noch einmal an die Spitze der CDU/CSU gespült zu werden. um seine Pensionen noch kräftig zu erhöhen. So ein richtiges Ministeramt, egal für was, dass fehlt ihm ja noch. Er könnte jedes übernehmen, er ist von keiner Ahnung getrübt.
Solche Leute werden wir nur los, wenn wir mit den Listenmandaten aufräumen. In seinem Wahlkreis in Wuppertal wollten die Menschen ihn weder mit den Erst- noch mit den Zweitstimmen, dass er trotzdem im Parlament unsere Steuergelder verfrisst, ist einfach ein Systemfehler.
Michael Wolffsohn, die Dummheit und der Antisemitismus
So nun haben wir es schriftlich. Weil er als Jude die Folter nicht rundweg abgelehnt habe, sei er das Opfer einer gezielten Hatz geworden, tönt Professor Wolffsohn in der FAZ. Doch worum ging es wirklich?
Der Historiker und Professor an der Bundeswehruniversität in München hatte am 5. Mai in der n-tv-Talksendung "Maischberger" erklärt: "Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim". Als Frau Maischberger sichtlich irritiert nachfasste, setzte er noch den Satz "Wenn wir da mit Gentleman-Methoden versuchen, den Terror zu kontern, werden wir scheitern" hinzu.
Mit diesen beiden Sätzen hatte er sich als Historiker diskreditiert, weil er als Historiker wissen muss, dass Folter zwar eine Bestätigung der Anschuldigungen bringt, aber nicht die Wahrheit. Sollten ihm vielleicht die Hexenprozesse und die Folterungen der griechischen Junta entgangen sein? Hat er vielleicht die Folterungen der Gestapo nie bewusst wahrgenommen?
Damit hat er sich aber auch als Professor an einer Bundeswehrhochschule diskreditiert. Wenn seine Antwort auf die Folterungen im Irak durch amerikanische Besatzungssoldaten die Forderung nach der Freigabe der Folter ist, darf er die jungen Offiziere der Bundeswehr keinesfalls mehr beeinflussen. Schlussendlich hat er sich auch als Jude diskreditiert. Der millionenfache Mord des Holocaust wurde nur möglich, weil mittels gut bezahlter, beamteter Helferlein offensichtliches Unrecht zu Recht gemacht wurde. Zumindest diese Folge seines Satzes hätte ihm als deutschem Staatsbürger sofort klar sein müssen.
Aber Michael Wolffsohn hat das Recht sich zu irren. Er hat das Recht im Fernsehen dummes Zeug zu erzählen. Er darf auch in seinen Ämtern bleiben. Andere mit größeren Fehlleistungen machen das bei uns nicht anders.
Michael Wolffsohn hat allerdings nicht das Recht sich darüber aufzuregen, dass er von allen Seiten Kritik bekommt. Er muss hinnehmen, dass jedermann seinen Rücktritt fordert und seine Dummheit als Dummheit bezeichnet.
Das Michael Wolffsohn sich plötzlich als Jude verfolgt fühlt, ist eine Frechheit sonder gleichen. Dass er die Folgen seiner Dummheit und historischen Ignoranz als Antisemitismus bewertet, zeigt, dass er jede Bodenhaftung verloren hat. Wir haben in diesem unserem Lande genug damit zu tun, wirklichen Antisemitismus zu bekämpfen. Derartige Schutzbehauptungen machen diesen Kampf nicht leichter. Die Rechten und die Nazis werden sich behaglich hinter Wolffsohns Anwürfen verstecken und den Kampf gegen Antisemitismus und den Fremdenhass viel schwerer machen.
Es ist kein Antisemitismus, Falsches als Falsch und Lüge als Lüge zu bezeichnen. Es gibt auch keinen Grund, die dummen Aussagen eines jüdischen Professors weniger scharf zu beurteilen als die eines islamischen, christlichen oder sonstigen Professors.
Es ist eben nicht die Religion oder Herkunft die einen gerechten und guten Menschen macht oder die Fehlerfreiheit garantiert. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, Römer 3, Vers. 23 zu zitieren: "Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten." Leider fehlt mir ein digitaler Talmud, um eine ähnliche Stelle daraus zu zitieren.
Wer es lieber etwas weltlicher mag, dem mag das Schillerzitat helfen: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."
Der Historiker und Professor an der Bundeswehruniversität in München hatte am 5. Mai in der n-tv-Talksendung "Maischberger" erklärt: "Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim". Als Frau Maischberger sichtlich irritiert nachfasste, setzte er noch den Satz "Wenn wir da mit Gentleman-Methoden versuchen, den Terror zu kontern, werden wir scheitern" hinzu.
Mit diesen beiden Sätzen hatte er sich als Historiker diskreditiert, weil er als Historiker wissen muss, dass Folter zwar eine Bestätigung der Anschuldigungen bringt, aber nicht die Wahrheit. Sollten ihm vielleicht die Hexenprozesse und die Folterungen der griechischen Junta entgangen sein? Hat er vielleicht die Folterungen der Gestapo nie bewusst wahrgenommen?
Damit hat er sich aber auch als Professor an einer Bundeswehrhochschule diskreditiert. Wenn seine Antwort auf die Folterungen im Irak durch amerikanische Besatzungssoldaten die Forderung nach der Freigabe der Folter ist, darf er die jungen Offiziere der Bundeswehr keinesfalls mehr beeinflussen. Schlussendlich hat er sich auch als Jude diskreditiert. Der millionenfache Mord des Holocaust wurde nur möglich, weil mittels gut bezahlter, beamteter Helferlein offensichtliches Unrecht zu Recht gemacht wurde. Zumindest diese Folge seines Satzes hätte ihm als deutschem Staatsbürger sofort klar sein müssen.
Aber Michael Wolffsohn hat das Recht sich zu irren. Er hat das Recht im Fernsehen dummes Zeug zu erzählen. Er darf auch in seinen Ämtern bleiben. Andere mit größeren Fehlleistungen machen das bei uns nicht anders.
Michael Wolffsohn hat allerdings nicht das Recht sich darüber aufzuregen, dass er von allen Seiten Kritik bekommt. Er muss hinnehmen, dass jedermann seinen Rücktritt fordert und seine Dummheit als Dummheit bezeichnet.
Das Michael Wolffsohn sich plötzlich als Jude verfolgt fühlt, ist eine Frechheit sonder gleichen. Dass er die Folgen seiner Dummheit und historischen Ignoranz als Antisemitismus bewertet, zeigt, dass er jede Bodenhaftung verloren hat. Wir haben in diesem unserem Lande genug damit zu tun, wirklichen Antisemitismus zu bekämpfen. Derartige Schutzbehauptungen machen diesen Kampf nicht leichter. Die Rechten und die Nazis werden sich behaglich hinter Wolffsohns Anwürfen verstecken und den Kampf gegen Antisemitismus und den Fremdenhass viel schwerer machen.
Es ist kein Antisemitismus, Falsches als Falsch und Lüge als Lüge zu bezeichnen. Es gibt auch keinen Grund, die dummen Aussagen eines jüdischen Professors weniger scharf zu beurteilen als die eines islamischen, christlichen oder sonstigen Professors.
Es ist eben nicht die Religion oder Herkunft die einen gerechten und guten Menschen macht oder die Fehlerfreiheit garantiert. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, Römer 3, Vers. 23 zu zitieren: "Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten." Leider fehlt mir ein digitaler Talmud, um eine ähnliche Stelle daraus zu zitieren.
Wer es lieber etwas weltlicher mag, dem mag das Schillerzitat helfen: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."
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