Sie haben keine Botschaften mehr
"Ich bin ein Berliner!", wer erinnert sich nicht an diese Botschaft Kennedys in Berlin im Jahre '63? Oder auch an die Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King vor dem Lincoln Memorial "I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.". Das waren Botschaften! Gaben sie immer eine Prise Menschlichkeit mit in die jubelnde Menge. Menschlichkeit ist es was in der heutigen Politik fehlt. Jeder arbeitslose Mechatroniker könnte die Bevölkerung emotional mehr berühren, als es ein heutiger Politiker vermag.
Wir hören solch Sachen wie "Wahrlich, ich sage ihnen, wir haben kein Recht auf immerwährende Demokratie", oder "Die Neue soziale Marktwirtschaft ist der garant für Demokratie und Bürgerrechte". Da kräuseln sich einem die Fußnägel bis zur fallenden Kinnlade auf. Solche Sprüche stinken nicht nur bis zum Himmel hinauf, sie sind zudem auch noch wahnsinnig produktiv... - kontraproduktiv! Es holt weder die Kindergärtnerin hinter dem Ofen hervor, noch bringt es auch nur einen echten Demokraten an die Wahlurne.
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"Die Würde des Menschen ist antastbar"
Menschen, vom Protest zum 'Widerstand' zu führen, war für Ulrike ernsthaftestes Ziel linker Politik. [¹]
Von Anja Röhl am 15.09.2007 auf KomInform
Auszug:
Warum werden in den Zeiten des sozialen Massenelends, in den Zeiten neuer Kriege um Rohstoffe, in den Zeiten staatlich geschönter Massenmorde im Irak und in Afganistan gerade die Taten der RAFler derart verteufelt, daß schon das Sprechen über sie, das Nachdenken über sie, der Wille, ihnen Achtung entgegenzubringen, als Verbrechen gilt?
Tabuisiert wird die Einstellung der RAFler, die eine andere, gerechtere Welt nicht nur wollten, sondern bereit waren, dafür auch konsequent einzutreten, daß sie unbestechlich waren, als man ihnen sonst was versprach, daß sie kämpften, als man versuchte, sie zu brechen, daß sie standhielten, als man sie mürbe zu machen versuchte. Das macht Menschen, die am Boden liegen, Mut. Man denke nur: Acht Millionen Arbeitslose, die sich plötzlich trauen, ihre eigene Gesellschaft aufzubauen.
Anja Röhl, Tochter von Klaus Rainer Röhl aus erster Ehe. Ihre Geschwister sind die Zwillinge Regine und Bettina Röhl, die Kinder Ulrike Meinhofs. Als diese auf die Welt kamen, war Anja sieben Jahre alt. [""Die Würde des Menschen ist antastbar"" mehr »]
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