Die Aktionäre sind verantwortlich - ziehen wir sie zur Verantwortung
Die Bürger sind empört, obwohl sie mit der Finanzkrise, die die Weltwirtschaftskrise auslöste nichts zu tun haben, sollen sie jetzt für die Schäden aufkommen. Bei der Suche nach den vermeintlich Verantwortlichen landen sie dann meist bei den Managern, die maximal widerwillig zurücktreten und dazu noch goldene Handschläge und Riesenboni mitnehmen.
Diese Sichtweise ist falsch. Die Manager sind Angestellte ihrer Firmen. Sie haben ihre verderbliche Macht nur deshalb, weil die Eigentümer dieser Firmen, die Aktionäre, sie ihnen geben. Also tragen die Aktionäre letztendlich die gesamte Verantwortung. Tatsächlich aber bleiben sie völlig unbehelligt, wenn ihr Unternehmen versagt. Sie können maximal ihren Einsatz verlieren. ["Die Aktionäre sind verantwortlich - ziehen wir sie zur ... »]
Es lebe die Soziale Marktwirtschaft und Herr Henkel 4 President!
Also mach ich die Glotze an. Und fasse nicht, was ich da zu hören und zu sehen kriege. Herr Henkel, Abgesandter des Wahrheitsministeriums, sitzt unter den Linden auf Phönix
"Wir haben ein Vermittlungsproblem ... die Linken, Attac und sogar die Kirche sprechen von einer Systemkrise und verurteilen fälschlicherweise die (ach so soziale) Marktwirtschaft ." ["Es lebe die Soziale Marktwirtschaft und Herr Henkel 4 President!" ... »]
Freundliche Übernahme
Attac kopiert “Die Zeit” und “Zeit online” – die Chefredakteure finden die Aktion gut
Von Re-La am Sonntag, 22. März 2009 auf Saarbreaker
Ich hatte ja erwartet, dass sie Chefredakteure der beiden Zeitungen, die von dieser Aktion laut ihren Aussagen nichts wussten, eventuell gerichtliche Schritte gegen die Verbreitung zumindest androhen würden. Aber nichts dergleichen wird gefordert. Im Gegenteil, die Chefredakteure sind verblüfft über die hohe Qualität der Fälschung:
["Freundliche Übernahme" mehr »]
Gaza: Grenzübergänge wieder geschlossen
Vergangenen Dienstag wurde, seitens Israel, die Grenz zum Gazastreifen vorübergehend geöffnet. Nach einer Bombenexplosion an einem Grenzübergang wurde, nach Informationen des Leiters der UN-Hilfsorganisation, John Holmes, die Grenze jedoch wieder geschlossen. Bislang ist nicht bekannt, wer für die Explosion verantwortlich ist.
Israel reagierte beinahe umgehend mit der Tötung eines Farmers am Grenzposten und durch Kampfhandlungen an den Küstenregionen.
Zeugen sagten aus, dass auch ein israelischer Helikopter MG-Salven abfeuerte. Ein israelischer Kampfjet überflog Gaza-Stadt.
"Israel trägt in diesem Konflikt, wegen seiner Kontrolle der Grenzen zu Gaza, eine besondere Verantwortung als Besatzungsmacht, die relevanten Bestimmungen der internationalen Menschenrechte zu respektieren," sagte der Koordinator der UN-Hilfsorganisation am Mittwoch. Holmes drängte auf ein sofortiges Handeln von israelischer Seite. Es sei unabdingbar, sofort Schritte zur Öffnung der Grenzübergänge zu unternehmen.
Während der 23 Tage dauernden Operation "Gegossenes Blei", gegen Gaza, sind mehr als 1300 Palästinenser getötet und 5.450 Menschen verletzt worden.
Quelle: PressTv
Na und ...?

Eingeknickt steht die Frau am Rednerpult. In einem rein-weißen Anzug lamentiert sie den Umständen entsprechend. Rein-weiß, die Farbe der Jungfräulichkeit, die Farbe der Unschuld. So versucht sie der Zuhörerschaft eindrücklich klar zu machen, dass Menschen nunmal gestorben sind.
"Den Umständen entsprechend", so Tzipi Livni, Außenministerin Israels. Das meint soviel wie "Kollateralschaden". Das dieses Wort tunlichst vermieden wird, ändert nichts an der Masse der Toten, auch nicht an der Tatsache, dass mehr als 400 Kinder unter ihnen sind. Insgesamt meldet das 'Palestinian center for human rights' am vergangenen Samstag 1099 tote Zivilisten von offiziell gemeldeten 1194 Leichen.
["Na und ...?" mehr »]
Hamas kündigt Waffenstillstand für 1 Woche an
(Euronews)
Nach einem ersten Bruch der Waffenruhe im Gazastreifen in der Nacht hat die palästinensische Hamas nun eingelenkt. Die Nummer zwei der Hamas, Moussa Abu Marzuq, kündigte ebenfalls einen Waffenstillstand ihrer Kämpfer an. Auch ein Sprecher des Islamischen Dschihad, einer weiteren Palästinenser-Miliz im Gazastreifen, bestätigte die Einigung auf eine einwöchige Waffenruhe. Gleichzeitig hat die Hamas allerdings die Forderung erneuert, die israelische Armee müsse sich innerhalb dieser einen Woche aus dem Gazastreifen zurückziehen.
(Press TV)
Hamas has announced an immediate ceasefire in the Gaza Strip, giving Israel one week to completely withdraw its forces from the area. [...] He also called on Israel to open all border-crossings to allow in 'the basic needs of the people', including food, medical supplies and other goods.
(Press TV)
Israel rebuffed the United Nations calls for setting such a timetable, saying "We can't talk about a timetable for withdrawal until we know the ceasefire is holding," said Mark Regev, a spokesman for Prime Minister Ehud Olmert.
Aufruf an die Bevölkerung: Gaza geht uns alle an
Von Maria Zeiser am Sonntag, 18. Januar 2009 - 13:27
Am Sonntag, dem 28.12.2008, telefonierte Frau Bundeskanzlerin Merkel mit dem Ministerpräsidenten Israels Ehud Olmert und ließ am Montag von ihrem Pressesprecher bekanntgeben, dass "sie und Olmert sich einig gewesen seien, dass die Verantwortung für die jüngste Entwicklung 'eindeutig und ausschließlich' bei der Hamas liege".
Merkel sah "die islamistische Hamas als alleinige Schuldige für den Beginn der Kampfhandlungen."
Dies heißt nun aber, dass demzufolge die Israelis nicht schuld an dem sind, was in Gaza passiert, also auch nicht schuld, wenn sie eine UN-Schule beschießen ("diente als Versteck für Hamas-Kämpfer") oder wenn sie Krankenwagen nicht zu den Verletzen lassen ("Krankenwagen könnten als Transportmittel für Hamas-Kämpfer benützt werden").
Werden also internationale Konventionen in Gaza gebrochen, wird gegen Menschen- und Völkerrecht verstoßen, so sind die Israelis im Vorfeld schon "entschuldet" worden, unter anderem von unserer Kanzlerin.
Ob nun also ein israelischer Soldat ein Baby zertritt, ob ein israelischer Soldat einem Mädchen in den Kopf schießt, ob Kleinkinder tagelang neben den Leichen ihrer Eltern ausharren ... keiner dieser Soldaten macht sich schuldig.
Wäre nun wenigstens Israel der Staat der Juden, wäre es nun wenigstens so, dass die Juden in Israel einen Staat gefunden hätten, in dem sie glücklich und zufrieden, sicher und in Ruhe und Frieden leben würden.
Aber es ist doch nicht so. Die schärfsten und stärksten Stimmen, die die israelische Politik/die israelische Regierung/das Vorgehen des israelischen Militärs ablehnen, kommen von Israelis und von nichtisraelischen Juden selbst.
Gaza: Weitere Angriffe - Vierte UN-Schule getroffen
(Süddeutsche)
[...] Wenige Stunden vor einer möglichen Entscheidung über eine einseitige Waffenruhe setzte Israel seine Angriffe im Gaza-Streifen fort. Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht zum Samstag rund 50 Ziele an, bestätigte ein Militärsprecher in Tel Aviv. Darunter seien 14 Tunnel, acht Raketenabschussrampen und drei Bunkeranlagen gewesen. [...] Beim Beschuss einer Schule der Vereinten Nationen im Norden des Gaza-Streifens durch israelische Panzer wurden sechs Palästinenser getötet. [...]
Weiterlesen...
Press TV schreibt:
Israeli strike has hit a UN-run school in northern Gaza, claiming the lives of six people including a woman and a child and injuring 11 others, medics say. [...] This is the fourth school run by the UN agency for Palestinian refugees UNRWA which has been hit by Israel during its 22-day-old offensive against the Gaza Strip. [...]
Weiterlesen...
[...] UN-Sprecher Chris Gunness verurteilte den Einschlag. Gunness erklärte, in der Schule hätten 1.600 Menschen Schutz vor den israelischen Angriffen gesucht. Israel kenne die Koordinaten der Schule und wisse, dass das Gebäude als Schutzraum genutzt werde. [...]
Weiterlesen...
Die Anstifter der Kriegsverbrechen wird man zur Verantwortung ziehen
AUTOR: Adri NIEUWHOF & Daniel MACHOVER
Übersetzt von Schattenblick

Israels Militäroffensive in Gaza findet unter der Verletzung fundamentaler Prinzipien des humanitären Völkerrechts (IHL) und erheblicher Mißachtung des Lebens von Zivilisten statt. Die erschreckend hohe Zahl toter und verwundeter Zivilisten und die weitreichende Zerstörung ziviler Gebäude spiegelt die im Widerspruch zum Recht stehende exzessive, unterschiedslose und in keinem Verhältnis stehende Anwendung von Gewalt auf Seiten Israels wider.
["Die Anstifter der Kriegsverbrechen wird man zur Verantwortung ... »]
Schlimme Dinge geschehen, wenn wir still sind
Vom 15.11.2008 (Zeit der Waffenruhe)
AUTOR: Gideon SPIRO גדעון ספירו
Übersetzt von Ellen Rohlfs

(Dieser Artikel wurde auf Anfrage des „Öffentlichen Komitees gegen Folter“ geschrieben, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Schweigen am Rande“ im Artists House in Tel Aviv am 25.10. – 18.Nov. 2008. Er wurde von George Malent ins Englische überstezt.
Als ich im Reservedienst während des Juni-Krieges 1967 meinen Militärdienst machte, war ich während der ersten Tage der Besatzung der Besatzungsarmee in Ost-Jerusalem zugewiesen worden. Während dieser alten Tage, „waren wir wie die Träumer“ und ich hatte mir noch keine bestimmten Gedanken über die Lösung eines Konfliktes gemacht, aber ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich mich in der Rolle eines bewaffneten Mannes in Uniform gar nicht wohl fühlte, während ich die zivile Bevölkerung kontrollierte. Meine Einheit war in einem Hotel in Ost-Jerusalem untergebracht, nicht im luxuriösesten, aber in einem für Touristen mit Badezimmer bei jedem Zimmer. Die luxuriöseren Hotels waren für die hochrangigen Offiziere bestimmt, die die werdende Besatzung darstellten.
["Schlimme Dinge geschehen, wenn wir still sind" mehr »]
Sie wollen uns entwurzeln! - Der Kampf gegen die Apartheidmauer
Vom 18.11.2008 (Zeit der Waffenruhe)
AUTOR: Jamal JUMA
Übersetzt von International

«Die Mauer ist Land- und Wasserraub; sie verändert den historischen und demographischen Status der Region. Sie bedeutet die Entwurzelung unserer Bäume und die Zerstörung unserer Natur. Sie widerspricht allem, was menschlich und zivil ist.»
Gemeinsame Erklärung von Gemeinden der Region Qalqiliya, 2002
Erst kürzlich hat Ni’lin’1, eine Kleinstadt mit 5000 Einwohnern nordwestlich von Ramallah, weltweit Schlagzeilen gemacht. Seit drei Monaten ist die Bevölkerung auf den Strassen und den Feldern in fast täglichen Demonstrationen gegen die Apartheidmauer. Die Mauer droht ihr Land zu zerstören und ihre Kleinstadt zwischen Stacheldraht, Siedlungen und ihren Strassen einzukesseln und so die Lebensgrundlage der Bevölkerung zu vernichten. Die Brutalität der israelischen Besetzung ist über das Dorf hereingebrochen. Ashraf Abu Rahma, 27 Jahre alt und während einer Demonstration kurzfristig festgenommen, war in Handschellen und mit verbundenen Augen, als die Besatzungssoldaten ihm aus nicht einmal zwei Metern Entfernung in den Fuss schossen. Keine drei Wochen später ruhte sich Ahmad Mousa, zwölf Jahre, nach einer Demonstration mit drei Freunden unter einem Baum aus, als ein israelischer Militärjeep auf die Jungen zufuhr. Zwei Soldaten stiegen aus und setzten die Gewehre an: Ahmad Mousa wurde kaltblütig mit einer Kugel in die Stirn ermordet. Am folgenden Tag, während des Protests, der der Beerdigung von Ahmad Mousa folgte, schoss die Besatzungsarmee aus nur wenigen Metern zwei Gummigeschosse auf Yousef Amira, 17 Jahre. Sie hatten auf den Kopf gezielt. Der Junge war hirntot und starb wenige Tage später.
["Sie wollen uns entwurzeln! - Der Kampf gegen die Apartheidmauer" mehr »]
Israel und die USA benützen in ihrem Krieg gegen den Terror Nazi-Methoden
veröffentlicht 2006
Übersetzt von Ellen Rohlfs

Als Jude, der den Verlust von 6 Millionen meiner Landsleute bezeugen kann, einschließlich Angehöriger meiner eigenen weit verzweigten Familie, die noch in Europa geblieben waren, glaube ich, Nazi-Methoden zu kennen, wenn ich ihrer gewahr werde. Auf Grund dieser persönlichen Geschichte machen mich die nazi-ähnlichen Methoden fast krank, die von Israelis im Gazastreifen und im Libanon angewandt werden. Diese Methoden werden von der Bush-Regierung voll als legitime Bemühungen der „Selbst-Verteidigung“ gegen angebliche Überfälle palästinensischer und Hisbollah-Militanten unterstützt. Dieses Einverständnis zwischen den USA und Israelis ist dem der Achsenmächte im 2. Weltkrieg so ähnlich, dass ich davon überzeugt bin, es stelle eine neue „Achse der Mächte“ des 21. Jahrhunderts dar. Diese Achse verbindet Israel, das militaristischste Land im Nahen Osten, mit den USA, dem militaristischsten Land der Welt, beim Streben, andere Länder zu beherrschen, einzuschüchtern und ihnen ihre Vorherrschaft aufzuerlegen.
Welches sind diese nazi-ähnlichen Methoden, die von der Achse der Mächte angewandt werden?
["Israel und die USA benützen in ihrem Krieg gegen den Terror ... »]
Livni: Die Staatengemeinschaft interessiert nicht
Klare Worte:
"Wir entscheiden, wann der Krieg endet, nicht die Staatengemeinschaft", sagt Livni
25.000 Palästinenser werden in UNRWA-Schulen erwartet
A spokesperson for the UN Relief and Works Agency for Palestine Refugees said Sunday that Gazans are arriving as their homes are destroyed in the Israeli attacks.
The UNRWA spokesperson in Gaza, Adnan Abu Hasna, said Sunday, “Twenty-five thousand Palestinians were in the UNRWA schools in the Gaza Strip taking refuge from the Israeli shelling. Every hour we are preparing for new arrivals.”
[Quelle]
***
Eine Meldung vom 4. Januar:
Am 4. Januar evakuierten israelische Truppen rund 110 Palästinenser in ein einzeln stehendes Haus und warnten die "Evakuierten", sich nicht draußen sehen zu lassen. 24 Sunden später wurde dieses Haus wiederholt von der israelischen Armee beschossen - mindestens 30 Palästinenser wurden getötet. Auf dem Weg zum nächsten Krankenhaus verstarben noch mindestens drei Kinder.
Gedanken zu Gaza - was würden wir tun?

Gestern vernahm ich seitens der Medien, dass israelische Flugblätter über Gaza abgeworfen wurden.
"Im Interesse Ihrer Sicherheit: Die israelische Armee erweitert ihre Operation gegen die Hamas-Terroristen und die Hamas-Führung und bittet Sie, die Orte des Armee-Einsatzes zu verlassen."
["Gedanken zu Gaza - was würden wir tun?" mehr »]
Geldstrafe für das Zeigen eines T-Shirts für Palästina
(RPO)
Foto: Associated Press (AP)
3000 Euro Strafe für sportlichen Kriegsprotest musste ein spanischer Fussballspieler nun berappen.
Frederic Kanoute, vom FC Sevillia, hatte im Spiel gegen Deportivo La Coruña ein T-Shirt unter dem Trikot getragen, welches sich gegen den militärischen Konflikt im Gazastreifen richtete. Nach seinem Treffer lüftete er das Trikot und zeigte das Shirt, auf welchem in mehreren Sprachen das Wort "Palästina" zu lesen war.
Ich hatte einfach das Gefühl, das tun zu müssen. Jeder sollte sich ein Stück weit verantwortlich fühlen, wenn solche Ungerechtigkeiten geschehen,sagte Kanoute. Die darauf vom spanischen Fußball-Verband erhobene Geldstrafe nahm er dafür gern in Kauf. Er erklärte, das ihm sowas egal sei.
Israelische Aktivisten demonstrieren unbeachtet



Links zum Thema:
Gush Shalom in Action
Peace Now!
Free Gaza
Israel Information Center for Human Rights
Israeli Committee Against House Demolitions
Gegen das Vergessen: Ein Historischer Fehler
Aus einer Meldung vom 11. Januar 2008 auf n-tv.de

Die USA haben nach Auffassung von US-Präsident George W. Bush im Zweiten Weltkrieg einen "historischen Fehler" gemacht, als sie 1944 "nicht das Vernichtungslager Auschwitz und die Eisenbahnlinien dorthin bombardiert haben". Das sagte Bush zum Direktor der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem, Avner Schalev..[..]
Er fragte sich und dann auch seine Aussenministerin Rice, warum denn US-Präsident Franklin D. Roosevelt nicht die Bombardierung angeordnet hat.
Rice antwortete, dass man damals glaubte, dass es "nicht effektiv" gewesen wäre.
Was vergangenen Jahres zunächst makaber anmuten lässt, klärt sich aber im selben Artikel auf und macht unglaubliches offenbar.
["Gegen das Vergessen: Ein Historischer Fehler" mehr »]
Charlotte Knobloch: Einseitige Debatte völlig unverständlich
Einem Artikel der Süddeutschen entnehmen wir folgendes:
Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die Berichterstattung in Deutschland über den Nahostkonflikt kritisiert. Dem Münchner Merkur sagte Knobloch: "Die einseitige öffentliche Debatte über diesen Konflikt ist für mich völlig unverständlich. Egal, welche Medienberichte ich mir in den vergangenen Tagen angesehen habe: Sie stellen alle vollkommen rücksichtslos den Blickwinkel der Palästinenser dar."
Werte Frau Knobloch,
Sie bezeichnen die Berichterstattung der Medien als rücksichtslos, monieren Einseitigkeit.
Bei allem entgegengebrachten Verständnis für Ihre Argumentation zur Rechtfertigung des israelischen Militäreinsatzes, möchte ich Ihnen folgende Fragen stellen:
1. Ist es - moralisch gesehen - richtig, eingesperrte Menschen, ohne geringste Fluchtmöglichkeit, mit einer bestmilitärisch ausgestatteten Armee zu töten?
2. Ist es - völkerrechtlich gesehen - richtig, UN-Gebäude zu zerstören?
3. Ist es - kriegsrechtlich gesehen - richtig, benötigte humanitäre Versorgung einzuschränken oder gar zu beschießen?
Werte Frau Knobloch,
glauben Sie allen Ernstes, Medien würden nicht auch - gesetzt den Fall, es wäre so - ebenso 'Ihrer Meinung nach' "einseitig" berichten, wenn Israel in einer ähnlichen Lage wäre? Oder ist es dann etwas anderes?
Sie unterliegen da einer selbst eingeredeten Täuschung. Es geht hier längst nicht mehr um Schuld oder Unschuld - es geht um die Umstände, unter denen Menschen den Tod in Kauf zu nehmen gezwungen sind.
Diese Menschen haben nur noch die Wahl zwischen "Pest und Cholera": Entweder durch Waffen sterben oder langsam dahinvegetieren.
Mir ist durchaus die geografische Lage Israels bewusst und dies mag auch nicht immer leicht sein, erfordert jedoch mehr taktisches sowie diplomatisches Geschick als die stumpfe Waffengewalt einer militärischen Übermacht.
Ich appelliere an Ihr sittliches Verständnis und bitte Sie, sich für die Menschenrechte einzusetzen. Für Menschenrechte in egal welcher Region oder Religion der Welt auch immer.
Verpflichtung zur Waffenruhe: USA enthalten sich der Zustimmung - Krieg wird fortgesetzt
(n-tv.de)
Das tagelange Ringen um eine UN-Resolution hat zum Erfolg geführt. Der Sicherheitsrat verpflichtet Israel und die radikal-islamische Hamas zur sofortigen und dauerhaften Waffenruhe. Alle Mitgliedsländer stimmten zu, nur die USA nicht. Ungeachtet der Resolution zeigen sich weder Israel noch Hamas zum Einlenken bereit.
Seid ihr noch normal?
Übersetzter Artikel, mit freundlicher Genehmigung, bereitgestellt durch Omar Abo-Namous (Too Much Cookies Network)
Fotos: Tlaxcala, PCHRGaza, ADALAH

Amira Hass
Anmerkung des Übersetzers:
Ich versuche mich mal wieder an der Übersetzung eines Artikels. Der
Originalartikel wurde von Amira Hass in Israel geschrieben und von
Haaretz unter dem Titel “No humanitarian crisis in Gaza?” veröffentlicht. Den Tipp habe ich von der “Arab Woman Progressive Voice” bekommen, die weitere interessante Artikel hat.
Drei Stunden nachdem die IDF ihre Militäroperation im Gaza-Streifen begann, um etwa 22:30 Samstag nachmittag, schlug eine Granate oder Rakete im Haus von Hussein al-Awaidi und seinen Brüdern ein. Einundzwanzig Leute leben in diesem isolierten Haus, das in einem landwirtschaftlichem Gebiet des Gaza-Viertels Zeitoun liegt. Fünf dieser Leute wurden durch den Anschlag verletzt: Zwei Frauen in ihren Achtzigern (seine Mutter und seine Tante), sein 14-jähriger Sohn, seine 13-jährige Nichte und sein 10-jähriger Neffe.

Zwanzig Stunden später bluteten die Verwundeten weiterhin in einem Schuppen im Hof des Hauses. Es gab keine Elektrizität, keine Wärme, kein Wasser. Ihre Verwandten waren mit ihnen, aber jedes Mal, wenn sie versuchten den Hof zu verlassen, um Wasser zu holen, schoss die Armee auf sie.
["Seid ihr noch normal?" mehr »]
Demos aktuell: Termine gegen Massaker in Gaza
Wir müssen so viele Leser und Leserinnen wie möglich erreichen. Gebt
deshalb bitte unsere Demo-Termine, die ich täglich aktualisiere und die
Ihr hier findet, weiter.
Ihr könnt den Beitrag:
Update: DEMO-Termine gegen Massaker in Gaza
kopieren und auf eurem Blog veröffentlichen oder einen Link darauf setzen. Ganz egal wie Ihr das macht, nur macht etwas!

Die folgenden Aufrufe zu Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen stammen vom Muslim-Markt und aufmerksamen Lesern, die uns über neue Termine informieren:
["Demos aktuell: Termine gegen Massaker in Gaza" mehr »]


















