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    <title> - Allgemein</title>
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    <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:27:30 GMT</pubDate>

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    <title>Biogas: Ambitioniertes Kunstprojekt gescheitert</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Luise)</author>
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            Peter Fend ist ein Künstler und Visionär. Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffen des 1950 in Ohio geborenen US-Amerikaners steht die natürliche Umwelt und dabei alles, was mit Wasser zu tun hat. Die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr muß allerdings 2010 auf seinen Beitrag verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Presseerklärung von Roland Schnell: &quot;Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010&quot; &lt;br /&gt;
 Schon im April 2009 hatte er ein Projekt »Feuer und Flamme für Flüsse« vorgestellt: Biogas sollte aus dem Aufwuchs von drei Gewässern im Ruhrgebiet gewonnen werden. Fend wollte damit zeigen, daß »es nicht nur möglich ist, Biomasse aus der Natur zu entnehmen, ohne diese zu schädigen, sondern, daß die Natur dadurch sogar gestärkt werden kann.« Er stellte einen Bezug zum Rhein-Herne-Kanal her, der im Jahr 1914 fertiggestellt wurde. Den dann folgenden Krieg hatte Fend bereits 1992 in seinem Beitrag zur Dokumenta als Krieg um fossilen Kohlenstoff als Energieträger interpretiert. Er wollte 2010 zeigen, daß es jenseits der begrenzten Vorräte, um die Ölgesellschaften Kriege führen lassen, einen unerschöpflichen Rohstoff aus der Natur gibt und das sogar in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Als integraler Teil einer Kunstaktion sollten die Besucher selbst beim Ernten der Biomasse Hand anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt im Ruhrgebiet steht in der Tradition der »Ocean Earth Construction and Development Corporation«, die 1980 Fends Ruhm begündet hat und von der New York Times als »Mischung zwischen Konzeptkunst, Aktivismus und Unternehmergeist« gefeiert wurde. Es benenne brennende Umweltprobleme duch den Einsatz von Kunst als Design.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Matzner, Kurator der EMSCHERKUNST.2010 war begeistert von Peter Fends Konzept und auch die Emschergenossenschaft reagierte zunächst positiv. Die Energie aus dem Biogas sollte in einer Art Teehaus mit dem Titel »Erneuerbar« visualisiert werden. Die Biogasanlagen sollten teils fahrbar, teils auf Schwimmkörpern montiert sein und zwischen den Stellen, an denen Wasserpflanzen geerntet werden und dem Ort der Biogasnutzung pendeln. Ein Kunstprojekt, dessen Realisierbarkeit im Auftrag von Peter Fend mit Experten und Praktikern aus dem Bereich der anaeroben Vergärung abgeklopft worden war. Zum wissenschaftlichen Stab gehörten unter anderem Shane Carter vom Clean Energy Centre in Neuseeland, der dort in verschiedenen Forschungseinrichtungen tätig war und eine nationale Biogaskonferenz organsiert hatte, und Dr. Carl Henderson, ein erfahrener Biochemiker aus der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch EMSCHERKUNST.2010 traute diesem Sachverstand nicht und damit begann ein Drama, das den Künstler schließlich zum Rückzug aus einem Projekt nötigte, dessen Vorbereitungen er monatelang aus eigener Tasche vorfinanziert hatte. Dr. Simone Timmerhaus, als Vertreterin der Emschergenossenschaft begann an der »Machbarkeit« zu zweifeln und so wurde das Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen eingeschaltet, das um eine Beurteilung gebeten wurde. Obwohl Fend immer wieder betonte, daß es wichtig sei, den Sommer 2009 zum Anlegen eines Vorrats an Biomasse zu nutzen, bewegte sich nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei entwickelte sich gerade im Sommer 2009 die Wasserpest im Baldeneysee zur Plage. Zusammen mit dem Filmemacher Saschko Frey, der das EMSCHERKUNST.2010 -Projekt seit 2008 dokumentiert, produzierte Fend ein Video. Es zeigt, wie er in kurzer Zeit und mit einfachen Mitteln große Mengen an aquatischer Biomasse abschöpfen konnte. Derweil schwieg sich das Fraunhofer Institut darüber aus, welche Pflanzen geerntet werden könnten und wie die Vorbehndlung und Hydrolyse gestaltet werden müßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich übergab der Dr.-Ing. Eckehard Weidner den Bericht des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, in dem es heißt, daß über die Idee von Peter Fend zur Gewinnung von Biogas aus Wasserpflanzen in der wissenschaftlichen Literatur wenig zu finden gewesen sei und daß das Thema neu für das Institut sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. November teilte die Emschergenossenschaft mit, daß sie alles, was mit der Erzeugung von Biogas zu hätte, selber machen könnte. Dem Künstler wurde ein Vertrag vorgelegt, in dem von diesen essentiellen Aspekten seiner Kunstaktion keine Rede mehr war und seine Rolle auf den Betrieb eines Pavillions unter dem Namen »Erneuerbar« reduziert wurde. Die Emschergenossenschaft wollte auch Besuchern keinen Zugang zu den Stellen gewähren, an denen Wasserpest geerntet werden konnte. Nicht einmal eine Begehung der Stelle des geplanten Pavillions wurde dem Künstler gestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 2009 schickte schließlich Dipl.-Ing. Joachim Krassowski vom Fraunhofer Institut eine Email, in der er mitteilte, daß es mit der anaeroben Vergärung von Wasserpest überhaupt keine Erfahrungen gäbe und noch viel Entwicklungsarbeit erforderlich sein. Allein dafür wurde dann eine halbe Million € angesetzt, mehr als Doppelte dessen, was Fend für die gesamte Kunstaktion veranschlagt hatte. Nun hatte Peter Fend engültig den Eindruck, daß er ausgebootet werden sollten und stieg aus dem Vertrag mit EMSCHERKUNST.2010 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachhinein glaubt Peter Fend auch zu verstehen, wie es noch im September dazu kam, daß ihn das Fraunhofer Institut dazu bringen wollte, statt des von seinen Fachleuten entwickelten Konzepts einen transportablen Biogas-Mini-Reaktor der Firma PlanET in Gelsenkirchen einzusetzen. Es könnte damit zu tun haben, daß diese Firma am 9. Juni 2009 von NRW Wirtschaftsministerin Christa Thoben einen Zuwendungsbescheid über 71.000 € für das Projekt »Nachhaltiges Biogas« mit einem Volumen von 450.000 € zusammen mit Gelsenwasser und dem Fraunhofer Institut erhalten hat. Fend hatte das Ansinnen abgeleht, was ihm möglicherweise den Kopf gekostet hat, weil ihm der elektrisch beheizte Mini-Fermenter als absolut ungeeignet für sein ökologisch motiviertes Konzept erschienen ist. Sein Vorschlag, den Fermenter zu kaufen und umzurüsten, wurde abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später wurde ihm jeder Einfluß auf die Ernte der Biomasse, die Aufbereitung und die Biogastechnik entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muß die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr auf ein Kunstwerk verzichten, das in der Tradition von Joseph Beuys (1921 – 1986) steht, einem Künstler, der im Ruhrgebiet heimisch war und an der Kunstakademie Düsseldorf gelehrt hat. Fend bezieht sich konkret auf die Installation »Fettecke« aus dem Jahr 1982. Fend begreift Methan den ersten in der Reihe der Kohlenwasserstoffe. Beuys hatte gesagt »Alles muß durch die Fettecke« und so geht für Fend in einer Ökonomie der geschlossenen Kohlenstoffkreisläufe alles durch das im Biogas enthaltene Methan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erkenntnis, dessen Verbreitung in einem spektakulären Kunstprojekt dank kleinlicher Eifersüchteleien der Forscherzunft an der Ruhr ausgebremst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelausstellungen von Peter Fend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Bet and Win - Unit 2 Gallery, London (England)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 &quot;Parallelprojekte. Vorschläge für Condoleezza Rice&quot; - Galerie Christian Nagel - Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 Landkraft - Ocean Earth - Künstlerhaus Palais Thurn &amp;amp; Taxis BV:BKV, Bregenz&lt;br /&gt;
1993 Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum, Graz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 Galerie Christian Nagel - Köln&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 13:37:21 +0100</pubDate>
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    <category>biogas</category>
<category>europäische kulturhauptstadt ruhr</category>
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<category>ökologie</category>

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    <title>Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ines)</author>
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            Es tropft im Kanzleramt, diesmal nicht verursacht durch die Speichelleckereien der Hofschranzen, sondern real durch die Decke. 250 Milliönchen verschlang einst die Errichtung des Glasbaukastens, neun Jahre später nach dem Erstbezug ist die Sanierung fällig. Baupfusch, Garantie abgelaufen. Mutti packt die Koffer und zieht in ein anderes Gebäudeteil um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung&quot; title=&quot;Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung&quot;&gt;Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung ...&lt;/a&gt; Vermeintlich würde man dieser Mitteilung keinerlei  Beachtung schenken, schließlich wird die Republik, deren Einwohner sich die Etikette von Fleiß, Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sowie das qualitative Arbeiten („deutsche Wertarbeit“) zu Eigen gemacht haben, seit Jahren von diversen Hiobsbotschaften in Richtung Baumängel an öffentlichen Gebäuden überzogen.&lt;br /&gt;
Diese Bauobjekte - in der Regel durch die Geld sparende Kooperation der Public Private Partnership hervorgegangen -  sichern den privaten Bauunternehmen finanziellen Erfolg und dem Staat die lästige Pflicht sich um ihre Gewerke selbst zu kümmern. &lt;br /&gt;
Rückmietung und Nutzung über 30 Jahre - sparen im Sinne der Lobbyfreundschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wenn es um die Neubauten der Regierung geht, dann ruft dies vermeintlich  den &lt;strong&gt;Bonn-Berlin Beschluss&lt;/strong&gt; ins Gedächtnis. In einem Jahr jährt sich die, mit einer knappen Mehrheit von 338 zu 320 Stimmen am 20. Juni 1991 geführten, Berlin Debatte zum 20. Mal. Die Entscheidung, dass der Regierungssitz nach Berlin verlegt wird, löste seinerzeit heftige Diskussionen aus. Es wäre zu müßig einzelne Argumentationen aufzulisten. &lt;br /&gt;
20 Jahre später verblasst allmählich die Erinnerung an das Bundeshauptdorf Bonn.&lt;br /&gt;
Berlin hingegen ist zu jener Metropole geworden, die sich die Mehrheit der Befürworter des Bonn-Berlin Umzuges gewünscht haben. &lt;br /&gt;
In kleinen melancholischen Rückbesinnungsmomenten möge der ein oder andere sich fragen, was wäre wenn….&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wäre zu konstatieren: Der Verbleib der Regierung an alter Wirkungsstätte hätte erhebliche Gelder eingespart. &lt;br /&gt;
Die Kosten des Umzugs enden bis heute nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bonn strauchelt, zwischen ehemaligen Hauptstadtruhm und kleinbürgerlicher Dienstleistungsstadt. DAX- notierte Unternehmen wie Telekom, Post/DHL und Postbank haben sich breit gemacht, Arbeitsplätze geschaffen und beherrschen das Stadtbild. Neben dem Posttower fristet der „Lange Eugen“ (ehemaliges Abgeordnetenbürohaus) ein architektonisches klägliches Dasein. Seit April 2006 beherbergt das Haus insgesamt elf Organisationen der Vereinten Nationen. Es ist das Zentrum des am 11. Juli 2006 von UN-Generalsekretär Kofi Annan eröffneten „UN-Campus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internationalität hat die Stadt sich auf die Fahnen geschrieben, der ehemalige Glanz durfte nicht verblassen. Bauprojekte wie das World Conference Center zeugen von dem Versuch Bonns, sich in die vorderste Liga der Konferenzzentren dieser Welt zu bugsieren. Wäre es nur gelungen, dieses Prestigeprojekt ohne die Hilfe eines Heuschreckeninvestors zu realisieren. &lt;br /&gt;
Seit Wochen steht die Großbaustelle mehr oder weniger still. Der Investor ist abgetaucht, die Betreiberfirma insolvent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bis Anfang 2009 wurden die Kosten für den Bau mit einem Kredit der Sparkasse KölnBonn in Höhe von 74 Mio. € und von dem Investor aufgebrachte Mittel finanziert. Weiterer Förderer mit 36 Mio. Euro ist das Land Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird die Erweiterung des Kongresszentrums zudem vom Bund mit Grundstücken im Wert von 43,5 Mio. Euro und Rücklagen aus den Ausgleichsvereinbarungen des Berlin/Bonn-Gesetzes in Höhe von 51,6 Mio. € (Stand: Dezember 2009).  Damit soll die Bundesstadt Bonn als Standort internationaler Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen, ausgebaut werden. Die Rücklagen sollen dazu dienen, mögliche Mindereinnahmen durch die Zinseinnahmen auszugleichen. Reichen diese nicht aus, sollen die Rücklagen selbst herangezogen werden und notfalls muss die Stadt die entstehenden Kosten tragen.&lt;br /&gt;
Quelle:  wikipedia&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;em&gt;„Glücksfall von Bonn“&lt;/em&gt; (zitiert gemäß  Bonns Ex-Oberbürgermeisterin) entpuppt sich zunehmend als Millionenfalle. Mittlerweile beträgt die Finanzierungslücke geschätzte 60 Millionen Euro. &lt;br /&gt;
Verzweifelt werden neue Investoren gesucht, bis dato ohne Resultat.&lt;br /&gt;
Die Stadt ist durch die finanzielle Mehrbelastung in eine Krise geraten. Dennoch ermuntert sie das nicht, darüber nachzudenken, künftige Großprojekte von vornherein zu unterlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Wahn die kleine Stadt am Rhein auf internationale Spitzenplätze zu erheben, ist die nächste Großbaustelle im Visier: Das &lt;strong&gt;Festspielhaus Bonn&lt;/strong&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren des verstorbenen Sohnes der Stadt Ludwig van Beethoven, soll in Bonn ein zweites Bayreuth entstehen. &lt;br /&gt;
Die Kosten würden brüderlich geteilt: Errichtung und Bau finanzieren die großen Unternehmern Telekom, Post/DHL und Postbank. Die alte Beethovenhalle werde  abgerissen und auf dem freien Grund entstünde ein neues Haus der kulturellen Kunst.&lt;br /&gt;
Für den künstlerischen und technischen Betrieb des Beethoven Festspielhauses soll eine Stiftung verantwortlich sein. Stiftungsanwärter: der Bund,  die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis, die Sparkasse KölnBonn, der Bonner Kulturrat und die drei großen Unternehmen. Ferner stellte das Land Nordrhein-Westfalen 4 Millionen für den Betrieb des Hauses in Aussicht  - eine Million Euro pro Jahr, obgleich lediglich für vier Jahre zugesichert,  denn die Mittel ständen jährlich unter Haushaltsvorbehalt und sollten auch nur zur Finanzierung spezieller Musik-Projekte ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldgeber für das Stiftungskapital: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 39 Millionen Euro für die Stiftung Festspielhaus Ludwig van Beethoven bewilligt, weil er die Pflege von Beethovens Vermächtnis als nationale Aufgabe ansieht. Die Sparkasse KölnBonn beabsichtigt fünf Jahre lang jeweils eine Million Euro in die Stiftung einzubringen. Überdies erklärte der Rhein-Sieg-Kreis drei Millionen Euro zum Stiftungskapital beizusteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht um Geld, was weder der Bund, noch das Land, ebenso die Kommunen derzeit haben. &lt;br /&gt;
Die Festspielhaus Initiatorin ist zwischenzeitlich verstorben. Bei einem Spitzengespräch in der vergangenen Woche trat indes ein anderer freudig auf, Peer Steinbrück, der ehemalige Bundesfinanzminister. Während der letzten Tage seiner Amtszeit hat er sich in der Krise nicht mit Ruhm bekleckert, nun tummelt er sich im Kleinstadtmilieu und fördert das, was er in der Vergangenheit zusammen mit Freund Roland herunterfahren wollte, die Subventionen. &lt;br /&gt;
Die Fördermittel der öffentlichen Haushalte bedienten hier eine reiche Klientel. Kartenpreise zwischen 200 und 50 Euro sind dem Publikum vorbehalten, die sich diesen Luxus leisten können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine 500 m Luftlinie von der mit der Abrissbirne bedrohten Beethovenhalle (Platz des neuen Festspielhauses) gammelt die Bonner Oper vor sich hin. Sanierungswürdig, Kostenpunkt 20 Millionen. Das Bonner Theater hingegen ist Mittler von Kultur und Bildung, bedingt durch eine freundliche Preisgestaltung ermöglicht es zum Beispiel auch Kindern weniger betuchten Eltern den Besuch von Veranstaltungen. Realisierte sich jedoch das Projekt Festspielhaus, sind die Tage des Bonner Stadttheaters (Oper eingeschlossen) vermutlich gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen wird an den Überlegungen gefeilt, wo sparen wir am besten Geld? Bonns Neu-Oberbürgermeister Nimptsch überlegte jüngst laut: an den Schulen…&lt;br /&gt;
Wo sonst?  Als ehemaliger Direktor einer gut geführten Gesamtschule lässt diese Ankündigung erschaudern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der erste Spatenstich für das neue Festspielhaus geschieht, möchten die Stadtoberen eine Bürgerbefragung durchführen. Ob bei einem Nein alle bisherigen Anstrengungen gestoppt würden? Man zweifelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wenig, wie man im letzten Jahrhundert den teueren Umzug der Regierung benötigte, bedarf es in Bonn einer großzügigen Beethovenbude für die zahlungskräftige Leistungselite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommnisse rund um die Stadt Bonn ständen eigentlich abseits als Provinzposse, aber in Zeiten der Krise und dem Abbau von Sozialleistungen, dem Einstampfen der gesetzlichen Krankenversicherung, sind sie wichtig erwähnt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Roland aus Wiesbaden nach einer allgemeinen „Arbeitspflicht für Hartz IV Empfänger“ giert, müssen die weltmännischen Gebärden in Form von kostenfressenden Prestigeobjekten hinterfragt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenes Geld, welches die Treuhänder der Allgemeinheit verwalten, gehört den Bürgern nicht den Superreichen dieses Landes oder den Stadtvätern und – müttern, die ihre Stadt in den internationalen Wettbewerb befördern wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier bestünde ein erhebliches Einsparungspotential, zumal die Kommunen in ihrer Pleite überhaupt nicht über das Geld verfügen, welches sie in ihren elitären Träumereien bereits vergeben. &lt;br /&gt;
Das Geld scheint da zu sein, aber eben nur woanders. &lt;br /&gt;
Es ist nicht vorhanden für die Teilnehmer dieser Republik, die durch die Misswirtschaft der Banken, durch Jobabbau, Lohndumping ins gesellschaftliche Abseits gedrängt wurden. Für sie sind nur Worte des Hohns und das ewige Fordern nach Anstrengung sowie der Ruf des Aufstiegswillens vorbehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutti aller Deutschen trifft es da nicht schlecht, denn ihre Hütte wird umgehend saniert. Ob die Kosten nun gedeckt sind oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 06:37:00 +0100</pubDate>
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    <title>Zwangsgebühren I - GEMA und VG-Wort</title>
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
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                                     &lt;br /&gt;
Es ist immer problematisch wenn sich der Staat von hoheitlichen Rechten zugunsten privater Unternehmen oder privater Vereinigungen trennt. Sehr häufig werden dann die Interessen der Allgemeinheit und des Einzelnen zugunsten bestimmter Lobbygruppen verletzt. Dies geschieht typischerweise auch bei der GEMA und der VG-Wort sowie ihren Geschwistern VG Bild-Kunst, GVL und CELAS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich geht es um das Urheberrecht oder besser um die Besitzrechte des Großkapitals die geschützt werden müssen. Die GEMA zeigt auch ganz offen, wessen Interessen sie verfolgt. Ein Stück Popmusik, egal mit welchem Aufwand erzeugt, ist ihr 12 Punkte wert. Irgendeine millionste Aufnahme eines abgehalfterten Klassikstücks mit billigster Orchestrierung bis zu 12.000 Punkte. &lt;br /&gt;
                        &lt;br /&gt;
Dabei kommt es dann zu so komischen Auswirkungen wie bei der Sängerin Barbara Clear, die für ihre eigenen Liveauftritte, bei denen sie zumeist auch ihre eigenen Lieder sang, an die GEMA 65.000 Euro Gebühren in 2007 bezahlen musste, wovon sie aber nur 5.000 Euro als Einnahmen zurück bekam. Sie hatte mit 27.000 Euro gerechnet. Selbstverständlich verlor sie ihren Prozess gegen die GEMA, weil die Umverteilung vom kleinen Künstler zu den Futtertrögen des Großkapitals die eigentliche Aufgabe der GEMA ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch lustiger ist die VG-Wort die u.a. den Autor zwar haufenweise ihre idiotischen Pixel in seine Texte setzen ließ, es aber nie zuließ diese auch zu melden. Selbst wenn andere Zähler bereits über 5.000 unique Leser gezählt hatten, sagte das tolle Betrugssystem der VG-Wort, das nicht gemeldet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht bei der VG-Wort eben nicht um den Autor, sondern wie bei der GEMA darum, die Interessen des Großkapitals, in diesem Fall der Verlage zu wahren. Dafür bezahlt jeder Bürger, der Datenträger, Drucker oder Scanner kauft seinen Anteil. Es ist nichts anderes als eine Umverteilung von unten nach oben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zwangsgebühren nutzen den Autoren und Musikern nichts. Sie schaden ihnen sogar. Deshalb würde es Sinn machen VG-Wort und Gema sofort per Gesetz aufzulösen. Es ist besser nur keine Einnahmen zu haben, als auch noch Geld dafür ausgeben zu müssen, dass man keine Einnahmen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 04:19:00 +0100</pubDate>
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    <title>Du hast den Norbert vergessen, mein Michael</title>
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
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                                       &lt;br /&gt;
Michael Schumacher wieder in der Formel 1. Das ist ein Thema für viele. Erklärte Feinde und erklärte Freunde sind wieder im Geschäft. Das ist gut für die Formel 1. Ohne einen Michael Schumacher, waren Heiko Wasser und Christian Danner Grund genug auf die Formel 1 zu verzichten. Schlecht kommentiertes Mittelmaß muss sich niemand zu nachtschlafender Zeit ansehen. Da reicht das Ergebnis im Internet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das änderte sich schon als Ross Brawn das Honda Team übernahm und auf Anhieb mit dem Mercedes Motor zeigte, was er kann. Norbert Haug, der sich vermutlich gar nicht die Mühe gemacht hatte die Regularien zu lesen, begann das Jahr mit dem was er am besten kann. Er meckerte und protestierte. Der Doppel-Diffusor konnte doch nicht regelkonform sein, weil er Haug und den Seinen nicht eingefallen war.  Dass Ross Brawn an Mercedes verkauft ist verständlich. Er hat viel riskiert und sowohl die Fahrer als auch die Konstrukteursweltmeisterschaft gewonnen. Da muss man Kasse machen. Wenn er merkt, dass er als Konstrukteur mit Haug nicht zusammenarbeiten kann, schmeißt er eben hin und zieht sich zurück. Mit Haug konnten schon andere nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haug geht es nämlich nicht um Innovation, sondern um möglichst billige Siege. Das macht die Arbeit eines Konstrukteurs schwer bis unmöglich. Ron Dennis wüsste ein Lied davon zu singen. Auch manche Entscheidung die Norbert Haug am Kommandostand oder am Rande der Rennen getroffen hat, sind mehr als fragwürdig. Wohl niemand würde ihn als einen guten Sportsmann bezeichnen, der nicht wirtschaftlich von ihm abhängig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Michael Schumacher wieder Rennen fahren will ist in Ordnung. Dass er dies nicht bei Ferrari sonder lieber bei Ross Brawn tut, der ja auch schon wesentlich an den Schumacher Erfolgen bei Ferrari beteiligt war, ist verständlich. Ferrari hat zur Zeit kein konkurrenzfähiges Auto und ein solches ist leider auch nicht in Sicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sich Michael Schumacher aber darüber im klaren ist, was eine Zusammenarbeit mit dem alternden Norbert Haug heute bedeutet und in welche Skandale er sich dadurch verwickeln kann, ist nicht bekannt. Aber es steht zu befürchten, dass schon sehr früh im kommende Jahr der Druck unerträglich wird. Mercedes ist zum Siegen verdammt. Auf der einen Seite drohen Massenentlassungen auf der anderen Seite wird unter Norbert Haug das Geld im Rennzirkus vernichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formel 1 und auch die DTM könnten positiv für Mercedes sein. Allerdings nicht mit Norbert Haug in der Verantwortung. Dieter Zetsche ist jetzt gefordert massiv einzugreifen und am besten Haug abzulösen. Wenn Mercedes aus der zweifellos tollen Kombination Schumacher und Brawn einen positiven Effekt ziehen will, geht das nur ohne den Trickser Haug. Wenn er jetzt die Weichen falsch stellen kann, ist bereits die nächste Saison verloren. Für Haug ist das egal. Er wird die Schuld nie bei sich suchen. Für Daimler wäre es fatal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:28:29 +0100</pubDate>
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    <title>Fußball ist nicht unser Leben</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
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                                 &lt;br /&gt;
Hooligans nur als Problem des Fußballs zu betrachten ist sicherlich falsch. Sie sind das Produkt einer Gesellschaft die immer mehr zerfällt und in der viele Menschen überhaupt gar keine Chance mehr haben. Allerdings ist Fußball der Kristallisationspunkt um den sich Hooligans sammeln. Nimmt man den Hooligans diesen Kristallisationspunkt, fällt ein Großteil an Randale aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherlich wäre es falsch den Fußball an sich verbieten zu wollen und wenn man in Deutschland eine Revolution auslösen wollte, wäre das wohl der sicherste Weg. Andererseits ist Fußball zum Teil ein knallhartes Geschäft. Ein Geschäft für das der Steuerzahler kostenlos die Sicherheitsinfrastruktur liefern soll.                                       &lt;br /&gt;
Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, geht davon aus, dass nur für die Personalkosten der Polizei im Jahr mehr als 100 Millionen Euro investiert werden müssen. Mit den Sach- und den Folgekosten dürften wohl weitere 50 Millionen dazukommen. Die Sachschäden an öffentlichen und privaten Einrichtungen, an Bussen und Bahnen und die Personenschäden dürften nach Schätzungen ebenfalls rund 100 Millionen betragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt geht es also um 250 Millionen die an Schäden rund um den Kristallisationspunkt Fußball durch Hooligans in Deutschland angerichtet werden. Rainer Wendt möchte gerne, dass sich der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Liga mit insgesamt 50 Millionen Euro, also rund einem Fünftel der Kosten beteiligt. Dieses wird von beiden aber vehement abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg, spricht davon, dass sich die Situation immer mehr verschärfe und die Polizei nun auch  bei Begegnungen von kaum regional bekannten Vereinen schon 500 bis 1000 Beamte in den Einsatz schicken muss und mehr Polizisten als Zuschauer im Stadion sind. Freiberg geht sogar davon aus, dass gezielt Angriffe auf Polizisten schon weit vorher vorbereitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freiberg will das Vereine und Spieler auf die Hooligans einwirken. Dies wird allerdings seit Jahren ohne Erfolg versucht. Es macht also keinen Sinn weitere Zeit mit Hoffen und Bangen zu verlieren. Deshalb sind einfache aber wirkungsvolle Maßnahmen gefordert. Kommt es am Rande eines Spiels zu Ausschreitungen, müssen Heim- und Gastmannschaft die nächsten drei Heimspiel ohne Zuschauer spielen. Ist dies auf eigenem Platz nicht möglich, weil das Spielfeld von außen einsehbar ist, muss ein geeigneter Spielort gefunden werden. Die Kosten tragen die Vereine selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hooligans selbst können nur durch Stadionverbot und Aufenthaltsverbote zu Spielzeiten in der Nähe von Stadien und auf den Fanwegen von weiteren Manövern abgehalten werden. Es macht Sinn, schon nach dem ersten Vorfall eine dreimonatige Sperre für alle Stadien und alle Anfahrtswege zu allen Stadien in Deutschland während der Spielzeiten zu erteilen. Ein Verstoß, oder ein erneuter Vorfall macht daraus ein Jahr Verbot und weitere Verstöße führen zu einer lebenslangen Sperre, eventuell mit Meldeauflagen während des Spiels bei der Polizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es wohl unausweichlich, dass die kommerziellen Fußballvereine natürlich für die Polizeieinsätze und die Folgeschäden aufkommen müssen. Sie verdienen Geld mit dem Produkt Fußball und müssen die Kosten für Sicherheit als Betriebskosten sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 20 Nov 2009 05:03:00 +0100</pubDate>
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    <category>fussball</category>
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