In der Printausgabe der Berliner Zeitung wird heute berichtet, dass der ehemalige Leiter des Internats Schloss Salem den anderen Weg wählte, wenn ihm Missbrauch gemeldet wurde: "Die verantwortlichen Lehrer seien daraufhin sofort entlassen worden, sagte Bueb, der von 1974 bis 2005 an der Spitze der privaten Internatsschule stand. Er habe unmittelbar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet". Offenheit und klare Schuldzuweisung mit den entsprechenden Konsequenzen - so geht das! Anstatt jahrelang zu vertuschen und betroffene Kinder in der einsamen Hölle von Schuld und Scham sitzen zu lassen, verdammt nochmal!
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Einträge von Luise
Notizen aus der Mittelschicht
Nun haben sie sich so eine Mühe gegeben, mit der deutschen Leitkultur, unsere Eliten. Und, war das alles für die Katz?
Die deutsche Leitkultur hat jedenfalls im Moment keine Konjunktur. Würde gerne mal Mäuschen spielen und hören, wie sie das verarbeiten, innerhalb der deutschen Eliten. Sind sie sauer auf Guido und seiner Kultur für große Jungs? Und wohin nun mit dem Muff von tausend Jahren unter den Talaren der Religionsführer? Und was, wenn sich die Spätschäden der Zöglinge der Elite-Gymnasien/Internate doch nicht ganz verleugnen lassen?
Politik, Religion, Schule - überall zeigen sich jetzt männliche Manieren, und zwar die schlechten. Sind diese nun Bestandteil einer deutschen Leitkultur? Oder doch eher Fehlerhaftes?
Wenden wir uns ab von den verkommenen Vorstellungen deutscher Eliten. Wir werden sie vielleicht nicht so schnell los, aber wir müssen ihnen nicht mehr zuhören. Wir müssen sie nicht mehr respektieren, auch wenn sie hohe Stellungen in unserer Gesellschaft einnehmen. Sie werden noch eine Zeitlang ihre dämlichen Vorschriften erlassen, uns mit ihren unsinnigen Regeln belästigen oder uns diktieren wollen, wie wir zu leben haben. - Anstatt ihre eigenen Absurditäten, Fehltritte aller Art und Dummheiten zu reflektieren.
Wir haben Wichtigeres und hoffentlich Schöneres zu tun. Pflegen wir unser aller Mittelschichts-Kultur, wo sich übrigens ausreichend Persönlichkeiten mit Führungsqualitäten finden lassen. "Die Wege im Einsturz sind legbar, quer hindurch" (Ernst Bloch).
Die deutsche Leitkultur hat jedenfalls im Moment keine Konjunktur. Würde gerne mal Mäuschen spielen und hören, wie sie das verarbeiten, innerhalb der deutschen Eliten. Sind sie sauer auf Guido und seiner Kultur für große Jungs? Und wohin nun mit dem Muff von tausend Jahren unter den Talaren der Religionsführer? Und was, wenn sich die Spätschäden der Zöglinge der Elite-Gymnasien/Internate doch nicht ganz verleugnen lassen?
Politik, Religion, Schule - überall zeigen sich jetzt männliche Manieren, und zwar die schlechten. Sind diese nun Bestandteil einer deutschen Leitkultur? Oder doch eher Fehlerhaftes?
Wenden wir uns ab von den verkommenen Vorstellungen deutscher Eliten. Wir werden sie vielleicht nicht so schnell los, aber wir müssen ihnen nicht mehr zuhören. Wir müssen sie nicht mehr respektieren, auch wenn sie hohe Stellungen in unserer Gesellschaft einnehmen. Sie werden noch eine Zeitlang ihre dämlichen Vorschriften erlassen, uns mit ihren unsinnigen Regeln belästigen oder uns diktieren wollen, wie wir zu leben haben. - Anstatt ihre eigenen Absurditäten, Fehltritte aller Art und Dummheiten zu reflektieren.
Wir haben Wichtigeres und hoffentlich Schöneres zu tun. Pflegen wir unser aller Mittelschichts-Kultur, wo sich übrigens ausreichend Persönlichkeiten mit Führungsqualitäten finden lassen. "Die Wege im Einsturz sind legbar, quer hindurch" (Ernst Bloch).
Das vorchristliche Europa: Wandernde Völker, kulturelle Vielfalt und mächtige Göttinnen!
Was hat der Bischofsstab mit dem gewöhnlichen Besen gemeinsam? Warum beschimpfen wir jemand als "Schweinepriester"? Warum hatten die Römer so schreckliche Angst vor den Wäldern der nördlichen Regionen? Was passierte, als die Christen anfingen, die Wälder abzuholzen? Auf diese und viele weitere interessante Fragen wird meine heutige Leseempfehlung Antworten bieten.
Der europäische Raum war vor der Einführung der christlichen Weltenordnung eine Welt der vielen Völker, Stämme und Sippen, mit dauernden Wanderbewegungen. Kulturen begegneten und vermischten sich permanent. So dass das Bild vom genetisch festgelegten blonden Germanenvolk einach nur lächerlich ist. Das Gegenteil trifft nämlich zu. Unsere moderne Angst vor fremden Einflüssen ist noch lächerlicher. Denn zur Menschheit gehört die Unterschiedlichkeit und das Wandern wie der Wind zum Himmel und die Wellen zum Wasser. Das Leben ist Bewegung. Alles Festhalten ist kindische Illusion.
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Der europäische Raum war vor der Einführung der christlichen Weltenordnung eine Welt der vielen Völker, Stämme und Sippen, mit dauernden Wanderbewegungen. Kulturen begegneten und vermischten sich permanent. So dass das Bild vom genetisch festgelegten blonden Germanenvolk einach nur lächerlich ist. Das Gegenteil trifft nämlich zu. Unsere moderne Angst vor fremden Einflüssen ist noch lächerlicher. Denn zur Menschheit gehört die Unterschiedlichkeit und das Wandern wie der Wind zum Himmel und die Wellen zum Wasser. Das Leben ist Bewegung. Alles Festhalten ist kindische Illusion.
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Notizen aus der Mittelschicht
Wenn man früher zur Arbeit ging, hat man Geld verdient. Sprich: man hat sich auf sein Geschäft konzentriert. Heute holt man sich eine schlimme Telefon-Schulter, analog zum "Tennis-Arm" der Freiberufler, und muss regelmäßig zum Physiotherapeuten.
Callcenter. Der nächste freiwerdende Mitarbeiter ist gleich für sie da. Service-Hotline. Bleiben Sie in der Leitung. Wartelschleife. Drücken Sie die 2. Ich verbinde Sie weiter.
Ich soll alles an die workflow-retail-e-mail-Adresse schicken.
Früher hatte ich persönliche Ansprechpartner. Heute telefoniere ich den ganzen Tag mit extrem netten Leuten. Das Wetter in Saarbrücken, ein Feiertag im Rheinland, Neues aus Hamburg - ich bin stets bestens informiert. Vielleicht sollte ich mal fragen, was man in Indien zu Mittag ißt? Bloß das Anliegen meines Kunden habe ich immer noch nicht geklärt.
Persönlicher Ansprechpartner? Wo leben Sie denn! Rufen Sie die Service-Hotline an. Okay, ist ja gut, ist ja gut. Sie können ja auch nichts dafür, die netten Leute am Telefon.
Die Jungen haben den Dreh raus: die holen sich wenigstens keine Telefon-Schulter. Die machen alles über ihr Headset. Ob sie Anliegen klären müssen, das entzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich nicht. Eine Generation ohne Anliegen, aber mit schöner neuer Technik, die sie im übrigen beherrschen.
Geld verdienen geht anders. Das jedenfalls weiß ich genau.
Callcenter. Der nächste freiwerdende Mitarbeiter ist gleich für sie da. Service-Hotline. Bleiben Sie in der Leitung. Wartelschleife. Drücken Sie die 2. Ich verbinde Sie weiter.
Ich soll alles an die workflow-retail-e-mail-Adresse schicken.
Früher hatte ich persönliche Ansprechpartner. Heute telefoniere ich den ganzen Tag mit extrem netten Leuten. Das Wetter in Saarbrücken, ein Feiertag im Rheinland, Neues aus Hamburg - ich bin stets bestens informiert. Vielleicht sollte ich mal fragen, was man in Indien zu Mittag ißt? Bloß das Anliegen meines Kunden habe ich immer noch nicht geklärt.
Persönlicher Ansprechpartner? Wo leben Sie denn! Rufen Sie die Service-Hotline an. Okay, ist ja gut, ist ja gut. Sie können ja auch nichts dafür, die netten Leute am Telefon.
Die Jungen haben den Dreh raus: die holen sich wenigstens keine Telefon-Schulter. Die machen alles über ihr Headset. Ob sie Anliegen klären müssen, das entzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich nicht. Eine Generation ohne Anliegen, aber mit schöner neuer Technik, die sie im übrigen beherrschen.
Geld verdienen geht anders. Das jedenfalls weiß ich genau.
Notizen aus der Mittelschicht
Heute eine Frage: warum sollen die isländischen (oder die anderen) Steuerzahler die Entschädigungen zahlen, die Regierungen denjenigen zusichern, die ihr Geld bei einer Bankpleite verloren haben?
Der gemeine Mittelschichtler verfügt vielleicht auch über ein paar Euros, die er wahrscheinlich zur Sparkasse oder Volksbank gebracht hat. Für wenig Zinsen. Aber sicher ist sicher. Während manche Schlaumeier dachten, das machen sie besser. Sie legten ihr Geld zum Beispiel bei der Internetbank "Icesave" an und kassieren wesentlich höhrere Zinsen.
Je höher das Risiko, desto höher die Zins- bzw. Gewinnaussichten. So war es immer, so ist es, so bleibt es. Eine Binsenweisheit. Und genau um die Anerkennung dieses Risikos geht es meiner Meinung nach jetzt. Ganz banales Spekulationsrisiko. Diese Leute haben ihr Geld riskiert und verloren, - nachdem sie jahrelang hohe Gewinne einfahren haben, wohl gemerkt!
Deshalb meine Frage: warum soll der Steuerzahler für dieses Risiko und den kalkulierten Verlust geradestehen. Wurde der Steuerzahler vorher auch an den Gewinnen beteiligt? Nein, natürlich nicht. Was bilden sich Regierungen eigentlich ein, ihre eigenen Bürger derart über den Tisch zu ziehen. Wie sehr verachten die Regierenden eigentlich ihre eigenen Bürger? Da bleibt einem doch die Spucke weg.
Der gemeine Mittelschichtler verfügt vielleicht auch über ein paar Euros, die er wahrscheinlich zur Sparkasse oder Volksbank gebracht hat. Für wenig Zinsen. Aber sicher ist sicher. Während manche Schlaumeier dachten, das machen sie besser. Sie legten ihr Geld zum Beispiel bei der Internetbank "Icesave" an und kassieren wesentlich höhrere Zinsen.
Je höher das Risiko, desto höher die Zins- bzw. Gewinnaussichten. So war es immer, so ist es, so bleibt es. Eine Binsenweisheit. Und genau um die Anerkennung dieses Risikos geht es meiner Meinung nach jetzt. Ganz banales Spekulationsrisiko. Diese Leute haben ihr Geld riskiert und verloren, - nachdem sie jahrelang hohe Gewinne einfahren haben, wohl gemerkt!
Deshalb meine Frage: warum soll der Steuerzahler für dieses Risiko und den kalkulierten Verlust geradestehen. Wurde der Steuerzahler vorher auch an den Gewinnen beteiligt? Nein, natürlich nicht. Was bilden sich Regierungen eigentlich ein, ihre eigenen Bürger derart über den Tisch zu ziehen. Wie sehr verachten die Regierenden eigentlich ihre eigenen Bürger? Da bleibt einem doch die Spucke weg.
Isländer protestieren
Ich wollte schon immer mal Isländer kennenlernen, was nicht einfach ist, weil es ja so wenige gibt! Aber vor 2 Jahren war es so weit: auf einer Geburtstagsfeier waren ein jüngerer Isländer (mit Deutschkenntnissen) und sein Vater zugegen. Der Vater sagte gar nichts, der Sohn sagte ab und zu mal was. Etwas wortkarg die beiden. Am besten aber war es, den beiden zuzuhören, wenn sie miteinander Isländisch redeten, - nuschelten, trifft es wohl besser. Kaum zu glauben, dass dies eine Sprache ist. Ich habe mich sogar getraut, sie nach den Elfen zu fragen. Die Isländer respektieren ja diese kleinen Wesen, die überall zugegen sind (!) Gesagt haben sie dazu natürlich wenig...
Umso mehr freut es mich, dass sie jetzt mittels Volksabstimmung laut und deutlich was gesagt haben! Nämlich, dass sie sich weigern, mehrere Milliarden Euro an London und Den Haag zu zahlen. Ein Deal, auf den sich das isländische Parlament eingelassen hatte, um den Zusammenbruch der isländischen "Icesave"-Bank auszugleichen, bzw. mit dem ehemalige Anleger entschädigt wurden.
Prima, diese Isländer.
Umso mehr freut es mich, dass sie jetzt mittels Volksabstimmung laut und deutlich was gesagt haben! Nämlich, dass sie sich weigern, mehrere Milliarden Euro an London und Den Haag zu zahlen. Ein Deal, auf den sich das isländische Parlament eingelassen hatte, um den Zusammenbruch der isländischen "Icesave"-Bank auszugleichen, bzw. mit dem ehemalige Anleger entschädigt wurden.
Prima, diese Isländer.
Griechenland und die Wallstreet
Bei Tlaxcala habe ich gerade einen Hintergrundbericht zu den Vorgängen rund um den Bankrott von Griechenland gelesen: "Wallstreet half Griechenland beim Verstecken der Schulden und schürte die europäische Krise". Es geht um US-Banken, die Griechenland jahrlang halfen, die europäischen Grenzwerte zur Staatsverschuldung zu umgehen, so dass eine Blase entstehen konnte, die jetzt zu platzen anfängt.
Autoren: Louise Story, Landon Thoms JR. & Nelson D. Schwarz, veröffentlicht in der New York Times, übersetzt von Zeit-Fragen
Autoren: Louise Story, Landon Thoms JR. & Nelson D. Schwarz, veröffentlicht in der New York Times, übersetzt von Zeit-Fragen
Taktiken von Wallstreet – ähnlich jenen, die die Subprime-Hypotheken in den USA begünstigten – haben die Finanzkrise verschärft, die Griechenland erschüttert und den Euro unterminiert, indem sie es den europäischen Regierungen ermöglichten, ihre wachsenden Schulden zu verbergen (...)
Genauso wie in der US-Subprime-Krise und beim Zusammenbruch der American International Group AIG waren auch bei der Anhäufung der griechischen Schulden Finanz-Derivate im Spiel. Es waren Instrumente, die Goldmann Sachs, J.P. Morgan Chase und eine Vielzahl weiterer Banken entwickelt hatten, die es Politikern in Griechenland, Italien und wohl auch anderswo ermöglichten, weitere Kreditaufnahmen zu verbergen.
In Dutzenden von Geschäften quer über den Kontinent stellten Banken Vorschuss zur Verfügung – als Gegenleistung für zukünftige Zahlungen der Regierungen, wobei diese Verpflichtungen dann in den Geschäftsbüchern weggelassen wurden. Griechenland zum Beispiel gab dafür Flughafentaxen und Lotterieerlöse der kommenden Jahre ab.
Sozialstaat und Kapitalismus
Etwas Geschichte zur Entstehung des Sozialstaates? Warum der Sozialstaat viel mit Kapitalismus zu tun hat, und wenig mit Wohltätigkeit? Und dass man drei Typen des "Welfare Capitalism" unterscheidet? Dann empfehle ich beim Freitag reinzusehen und Georg Fülberths "Zwei wirklich nette Schwestern" zu lesen.
Heftig umkämpft ist zur Zeit der zweite Typus: der korporatistische. Westerwelle will ihn durch die marktradikale Form ersetzen. Es ist im Interesse der Exportwirtschaft und der Finanzdienstleistungsbranche ökonomisch rational. Der Erfolg einer solchen Rosskur ist aber nicht verbürgt. Senkung der Lohnstück-Kosten forciert die Ausfuhr und riskiert den Einbruch der Konjunktur, wenn die importierenden Länder durch eine Beggar-my-neighbour-Politik (mach’ Deinen konkurrierenden Nachbarn arm) in den Ruin getrieben werden und als Abnehmer ausscheiden. Dann fallen Arbeitsplätze weg und mehr Ausgaben für Hartz IV an. Westerwelles Aufschrei richtet sich somit gegen die Folgen der von seiner Partei mit verursachten Politik. Der Schleifung der letzten Reste des rheinischen, des korporatistischen Kapitalismus-Typs könnte somit die branchenübergreifende Räson des Gesamtsystems im Wege stehen. Vielleicht wie einst bei Bismarck und Adenauer.
Jetzt auch die Genkartoffel!
"Die am Dienstag von der Europäischen Kommission erteilte Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte »Amflora« für den kommerziellen Anbau stößt weiterhin auf Empörung. Die Kartoffelsorte enthält Resistenzgene gegen Antibiotika, die zur Behandlung schwerer Erkrankungen eingesetzt werden. Sowohl die EU-Medikamentenbehörde EMEA als auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatten eindringlich vor der Ausbringung von Pflanzen gewarnt, die derartig verändert sind."
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Notizen aus der Mittelschicht
Die Mittelschicht ist meines Erachtens das unbeachtet verachtete Bevölkerungssegment. Schuften und zahlen. Stets pünklich und gewissenhaft.
Beispiel: Käßmann und die Freiheit zurückzutreten. Natürlich habe ich die Dramatik des Falles Käßmann zur Kenntnis genommen. Ich finde es auch bedauerlich, dass diese Frau nun nicht mehr in herausgehobener Position tätig ist.
Aber wißt ihr, was ich noch gedacht habe? Die Freiheit, zurückzutreten, die hätte ich auch gerne. Wie oft denke ich, ich schmeiß hin. Ich habe die Nase voll. Ich könnte mich mal betrinken. Mir wird alles zuviel. Ich brauche eine Auszeit. - Ich trete zurück!
Kann ich aber nicht. Ich bin nämlich auf meinen Job und mein regelmäßiges Einkommen angewiesen. Also wieder zum Yoga um der Erschöpfung zuvorzukommen (anstatt Besäufnis und anderen mehr oder weniger amüsanten Schwachheiten...). Wegen Burnout in die Klinik: so heißt zu oft die erzwungene Auszeit in der Mittelschicht. - Frei entschiedenes Zurücktreten, eine wirklich beneidenswerte Alternative!
Update: Die Botschaft, die von Westerwelles und Sarrazins bei der Mittelschicht ankommt: seid froh, dass ihr noch warm duschen könnt. Parole Demut.
Beispiel: Käßmann und die Freiheit zurückzutreten. Natürlich habe ich die Dramatik des Falles Käßmann zur Kenntnis genommen. Ich finde es auch bedauerlich, dass diese Frau nun nicht mehr in herausgehobener Position tätig ist.
Aber wißt ihr, was ich noch gedacht habe? Die Freiheit, zurückzutreten, die hätte ich auch gerne. Wie oft denke ich, ich schmeiß hin. Ich habe die Nase voll. Ich könnte mich mal betrinken. Mir wird alles zuviel. Ich brauche eine Auszeit. - Ich trete zurück!
Kann ich aber nicht. Ich bin nämlich auf meinen Job und mein regelmäßiges Einkommen angewiesen. Also wieder zum Yoga um der Erschöpfung zuvorzukommen (anstatt Besäufnis und anderen mehr oder weniger amüsanten Schwachheiten...). Wegen Burnout in die Klinik: so heißt zu oft die erzwungene Auszeit in der Mittelschicht. - Frei entschiedenes Zurücktreten, eine wirklich beneidenswerte Alternative!
Update: Die Botschaft, die von Westerwelles und Sarrazins bei der Mittelschicht ankommt: seid froh, dass ihr noch warm duschen könnt. Parole Demut.
Kein Patent auf unsere Kühe!

(Bild, Quelle BDM e.V.)
die AbL e.V.
die Arche Warder
der BDM e.V.
das Gen-ethische Netzwerk e.V.
Greenpeace e.V.
Misereor e.V.
Initiative "Kein Patent auf Leben"
Einladung zur Kundgebung am 3. März 2010
Bayerstraße 34 bei den Pschorrhöfen am Haupteingang des Europäischen Patentamtes in München
Beginn der Kundgebung: 11:00 Uhr.
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Mit Schaufel und Bürgersinn gegen das Eis?
In der Berliner Zeitung schreibt Götz Aly heute in der Kolumne: "Wenn der Schnee hereinbricht, kommt es gerade nicht darauf an, nach dem Versorgungsstaat zu rufen. Da ist Bürgersinn gefragt...Politiker (hätten) die Bürgerschaft aufrufen müssen, selbst die Initiative zu ergreifen und vor der eigenen Tür zu hacken und zu fegen."
Super Sache, dieser Bürgersinn: kostet nichts. Es gibt sie übrigens tatsächlich, diese Bürger, die auch ohne Aufruf durch Politiker ihre Gehwege in Ordnung halten. Schade nur, dass sich diese Bürger irgendwie verscheißert vorkommen. Denn da gibt es ja noch die anderen: Haus- und Grundbesitzer, Bezirksämter, die die Kosten für Schneebeseitigung und Streuen auf die Mieten umlegen. Firmen, die diese Räum- und Streupflichten gegen Entgelte übernehmen. Denen gewähren wir nebenbei ein wenig Amnestie für ihre Versäumnisse, während sie gleichzeitig weiterhin ihre Gelder einkassieren?
Ich fasse zusammen: Wir sollen für diese Arbeiten zahlen und sie gleichzeitig selbst erledigen? Macht das dem Bürger Sinn?
Super Sache, dieser Bürgersinn: kostet nichts. Es gibt sie übrigens tatsächlich, diese Bürger, die auch ohne Aufruf durch Politiker ihre Gehwege in Ordnung halten. Schade nur, dass sich diese Bürger irgendwie verscheißert vorkommen. Denn da gibt es ja noch die anderen: Haus- und Grundbesitzer, Bezirksämter, die die Kosten für Schneebeseitigung und Streuen auf die Mieten umlegen. Firmen, die diese Räum- und Streupflichten gegen Entgelte übernehmen. Denen gewähren wir nebenbei ein wenig Amnestie für ihre Versäumnisse, während sie gleichzeitig weiterhin ihre Gelder einkassieren?
Ich fasse zusammen: Wir sollen für diese Arbeiten zahlen und sie gleichzeitig selbst erledigen? Macht das dem Bürger Sinn?
Das Glatteis-Chaos in Berlin
Was ein strenger Winter mit der Zerstörung unserer Daseinsvorsorge zu tun hat.
Von Carl Waßmuth.
In den letzten Tagen des alten Jahres fiel der erste Schnee. Seitdem, spätestens von Neujahr an, ist der Zustand der Wege für Fußgänger und Radfahrer in Berlin gefährlich. Nicht nur der gefährliche Zustand der Verkehrswege ist skandalös, sondern auch die enorme Dauer, in dem diese so belassen werden - ununterbrochene 50 Tage. Die Glätte war in diesem Zeitraum je nach Witterung unterschiedlich stark ausgeprägt. Unmittelbar nach stärkeren Schneefällen war es auf den fast durchgängig nicht beräumten Wegen in der Stadt zunächst sogar weniger glatt. Dafür bildete sich hier eine dick Schneeplatte, die zu Beginn des Abtauens noch ihre Schwierigkeiten bringen wird. An einzelnen Tagen, an denen Schnee und Eis bereits leicht angetaut und nachts überfroren waren, war die Glätte bereits besonders extrem. Insbesondere ab Februar meldeten dann auch Unfallkliniken wie Marzahn über hundert eintreffende Unfällen pro Tag, andere Kliniken gaben an, gar nicht mehr zu zählen. Tausende Patienten warten auf Anschlussbehandlungen, in den Operationssälen Berlins werden rund um die Uhr Knochenbrüche geflickt.
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Von Carl Waßmuth.
In den letzten Tagen des alten Jahres fiel der erste Schnee. Seitdem, spätestens von Neujahr an, ist der Zustand der Wege für Fußgänger und Radfahrer in Berlin gefährlich. Nicht nur der gefährliche Zustand der Verkehrswege ist skandalös, sondern auch die enorme Dauer, in dem diese so belassen werden - ununterbrochene 50 Tage. Die Glätte war in diesem Zeitraum je nach Witterung unterschiedlich stark ausgeprägt. Unmittelbar nach stärkeren Schneefällen war es auf den fast durchgängig nicht beräumten Wegen in der Stadt zunächst sogar weniger glatt. Dafür bildete sich hier eine dick Schneeplatte, die zu Beginn des Abtauens noch ihre Schwierigkeiten bringen wird. An einzelnen Tagen, an denen Schnee und Eis bereits leicht angetaut und nachts überfroren waren, war die Glätte bereits besonders extrem. Insbesondere ab Februar meldeten dann auch Unfallkliniken wie Marzahn über hundert eintreffende Unfällen pro Tag, andere Kliniken gaben an, gar nicht mehr zu zählen. Tausende Patienten warten auf Anschlussbehandlungen, in den Operationssälen Berlins werden rund um die Uhr Knochenbrüche geflickt.
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Ruiniert
Während man in der DDR noch sang: auferstanden aus Ruinen, können wir demnächst den Rückwärtsgang einlegen und gemeinsam jaulen: sie haben es ruiniert, unser Land! Von wegen deutsche Wertarbeit.
Ich frage mich, wer paßt eigentlich noch auf unser Land auf?
In Berlin brechen sich täglich x Leute die Knochen, weil das Schneeräumen hinten und vorne nicht mehr klappt. Das ist kein Witz. Wir latschen hier seit Wochen über Eisplatten, man muß permanent aufpassen, dass man nicht ausrutscht und hinfällt. Kinder können nicht mehr mit dem Rad zur Schule fahren, ältere Leute trauen sich kaum raus, Behinderte haben quasi Stubenarrest. Räum- und Streudienste sind immer weniger zu sehen. Erinnern wir uns, dass es eine Räum- und Streupflicht gibt! Und, wer schert sich darum? Von wegen Recht und Ordnung.
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Ich frage mich, wer paßt eigentlich noch auf unser Land auf?
In Berlin brechen sich täglich x Leute die Knochen, weil das Schneeräumen hinten und vorne nicht mehr klappt. Das ist kein Witz. Wir latschen hier seit Wochen über Eisplatten, man muß permanent aufpassen, dass man nicht ausrutscht und hinfällt. Kinder können nicht mehr mit dem Rad zur Schule fahren, ältere Leute trauen sich kaum raus, Behinderte haben quasi Stubenarrest. Räum- und Streudienste sind immer weniger zu sehen. Erinnern wir uns, dass es eine Räum- und Streupflicht gibt! Und, wer schert sich darum? Von wegen Recht und Ordnung.
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Elitendämmerung
Eliten, Exzellenzen, Hochwohlgeborene und Schwerreiche, wo man hinsieht. Elitesoldaten bei der Bundeswehr, ein bißchen Quälerei muss man da schon hinnehmen. Den Zöglingen der Elite blüht in den entsprechenden Schulen auch so manch Schreckliches. In der Literaturelite gewöhnt man sich derweil ans Arschficken, das ja neuerdings zum guten Ton gehört. Und selbst die LINKE gebiert für ihre Elite noch schnell ein paar Think Tanks, obwohl doch lälngst Abschreiben statt selbst Denken angesagt ist. Die bürgerliche Elite krönt sich wieder sehr gerne mit gutem deutschen Adel. Und die Geldelite – naja, ihr wißt schon, zeigt sich gerade selber an. Aber man gewährt ihnen großzügig Amnestie. Und trotzdem ist es eine Zumutung. Denn der neueste Schick besteht gerade darin, freiwillig Steuern zu zahlen, bzw. noch viel besser: Geld in Form von Spenden, Stiftungsbeiträgen und anderen Wohltaten unters Volk zu bringen. Man ist nämlich kein Unmensch, und das zeigt man auch gerne bei passender Gelegenheit!
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Grüsse nach Hamburg
Duckhome gratuliert hiermit allen Hamburger AbiturientInnen, weil sie heute alle ihre letzte schriftliche Abi-Prüfung hingezaubert haben!!! Wir sind sehr stolz auf Euch!
Sch... auf die Noten, jetzt wird erstmal gefeiert. Achtung: Nach meinen letzten Informationen sollten alle anderen heute vielleicht besser den Hamburger Kiez meiden. Es besteht die Gefahr von SchülerInnen über den Haufen gerannt zu werden, es sind über 12.000!
PS: Es soll Länder geben, Kanada zum Beispiel, wo die SchülerInnen ohne Stress und Angst ihre Schulabschlüsse machen. Unvorstellbar für Deutschland, oder?
Sch... auf die Noten, jetzt wird erstmal gefeiert. Achtung: Nach meinen letzten Informationen sollten alle anderen heute vielleicht besser den Hamburger Kiez meiden. Es besteht die Gefahr von SchülerInnen über den Haufen gerannt zu werden, es sind über 12.000!
PS: Es soll Länder geben, Kanada zum Beispiel, wo die SchülerInnen ohne Stress und Angst ihre Schulabschlüsse machen. Unvorstellbar für Deutschland, oder?
Biogas: Ambitioniertes Kunstprojekt gescheitert
Peter Fend ist ein Künstler und Visionär. Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffen des 1950 in Ohio geborenen US-Amerikaners steht die natürliche Umwelt und dabei alles, was mit Wasser zu tun hat. Die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr muß allerdings 2010 auf seinen Beitrag verzichten.
Presseerklärung von Roland Schnell: "Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010"
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Presseerklärung von Roland Schnell: "Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010"
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Zugriff aufs Kind
Anfang der 80er Jahre besuchte ich ein Seminar an der Uni zum Thema „Kritische Pädagogik“. Wir lasen die ersten Bücher von Alice Miller. 1979 war „Das Drama des begabten Kindes“ erschienen, 1980 „Am Anfang war Erziehung“, 1981 „Du sollst nicht merken“. Das hat mich damals tief beeindruckt und auch lange Zeit sehr bedrückt. Bis sich das Befreiende langsam zu entfalten anfing: man konnte Kinder also lieben und achten, und es wird trotzdem was aus ihnen! Man braucht nicht die Methoden der „schwarzen Pädagogik“ um sie zu formen und zu lenken. Ganz im Gegenteil schadet dieser Art der „Erziehung“ der kindlichen Gesundheit und dem späteren Erwachsenen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit Hass und Rache an der nächsten Generation entladen wird. Okay, verstanden.
Die Frauenbewegung konfrontierte sich damals unter anderem mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“, woran zwangsläufig „Gewalt gegen Mädchen“, auch sexuelle Gewalt anknüpfte. Das Problem war also nicht der böse fremde Mann auf der Straße, sondern Männer aus der vertrauten Umgebung. Das war alles sehr deprimierend. Es brauchte große Ernsthaftigkeit und intensives Hinsehen um die Dimensionen zu begreifen. Erste Untersuchungen brachten schockierende Ergebnisse zu Tage. Und es war sehr schwer, geeignete Untersuchungsmethoden und Lösungsansätze zu finden. Beratungsstellen und Zufluchtswohnungen waren die ersten Maßnahmen. Schließlich mußte man sich auch der Tatsache öffnen, dass auch Frauen „Täterinnen“ waren, oft in Form von Mit-Täterinnen, (wenn auch in zahlenmäßig geringem Umfang), und ebenso, dass auch Jungen zu den Opfern sexueller Gewalt wurden.
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Die Frauenbewegung konfrontierte sich damals unter anderem mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“, woran zwangsläufig „Gewalt gegen Mädchen“, auch sexuelle Gewalt anknüpfte. Das Problem war also nicht der böse fremde Mann auf der Straße, sondern Männer aus der vertrauten Umgebung. Das war alles sehr deprimierend. Es brauchte große Ernsthaftigkeit und intensives Hinsehen um die Dimensionen zu begreifen. Erste Untersuchungen brachten schockierende Ergebnisse zu Tage. Und es war sehr schwer, geeignete Untersuchungsmethoden und Lösungsansätze zu finden. Beratungsstellen und Zufluchtswohnungen waren die ersten Maßnahmen. Schließlich mußte man sich auch der Tatsache öffnen, dass auch Frauen „Täterinnen“ waren, oft in Form von Mit-Täterinnen, (wenn auch in zahlenmäßig geringem Umfang), und ebenso, dass auch Jungen zu den Opfern sexueller Gewalt wurden.
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Er kauft sie. Die CD.
Am 23. Oktober schrieb ich hier: "Schäuble - Finanzminister? Oh, da müssen sie sich aber jetzt warm anziehen, die Steuerhinterzieher." Und ich ende mit den Worten: "Herr Schäuble, machen Sie mal. Bevor Sie die nächste Steuererhöhung ansteuern ...".
Von der CD nichts ahnend, wollte ich eigentlich nur folgendes ausdrücken: der Staat braucht Geld, und bevor er sich solches durch Steuererhöhungen von denen holt, die ihr Einkommen legal versteuern, solle er mal lieber vorher die hinterzogenen Steuern einsammeln gehen. Ganz unkompliziert und gradlinig gedacht.
Bei der ganzen Stimmung die mittlerweile um diese CD und die Konsequenzen des Kaufs aufkommt, denke ich inzwischen, es gibt dabei zweierlei Leute. Solche, die Reiche mögen und solche, die Reiche nicht mögen. Die einen haben ihre Gründe und die anderen auch! Und genau an dieser Linie scheiden sich die Geister, was den Kauf der CD anbelangt. - Ich finde, die Dinge sind oft ganz unkompliziert. Etwas salopp ausgedrückt: das versteht doch jeder Depp!
Übrigens: ich habe bereits von Leuten gehört, die schweren Stress haben und eine große Neigung zur Selbstanzeige entwickeln. Aber sie müssen uns nicht leid tun. Wir haben schließlich auch unseren Streß. Ich zum Beispiel, jedesmal wenn ich meine Steuern zahlen muß ...
Von der CD nichts ahnend, wollte ich eigentlich nur folgendes ausdrücken: der Staat braucht Geld, und bevor er sich solches durch Steuererhöhungen von denen holt, die ihr Einkommen legal versteuern, solle er mal lieber vorher die hinterzogenen Steuern einsammeln gehen. Ganz unkompliziert und gradlinig gedacht.
Bei der ganzen Stimmung die mittlerweile um diese CD und die Konsequenzen des Kaufs aufkommt, denke ich inzwischen, es gibt dabei zweierlei Leute. Solche, die Reiche mögen und solche, die Reiche nicht mögen. Die einen haben ihre Gründe und die anderen auch! Und genau an dieser Linie scheiden sich die Geister, was den Kauf der CD anbelangt. - Ich finde, die Dinge sind oft ganz unkompliziert. Etwas salopp ausgedrückt: das versteht doch jeder Depp!
Übrigens: ich habe bereits von Leuten gehört, die schweren Stress haben und eine große Neigung zur Selbstanzeige entwickeln. Aber sie müssen uns nicht leid tun. Wir haben schließlich auch unseren Streß. Ich zum Beispiel, jedesmal wenn ich meine Steuern zahlen muß ...
Lecker Steuern, hmmmm ...
Er kauft sie - er kauft sie nicht - er kauft sie - er kauft sie nicht - ... der Schäuble, die CD.
Unser Steuer-Minister steckt wahrscheinlich in einem heftigen Konflikt. Einerseits möchte er sicher diese hinterzogenen Steuern nachträglich einkassieren. Logisch. Andererseits müßte er aber ein Geschäft mit einem "Kriminellen" machen. Und schon sieht man sie losziehen, die Kreuzritter des "Rechtsstaats", in voller Montur, mit Pferd und Rüstung und schönen Wappen!
Uns Normalsterbliche sollte dieses Durcheinander um den Rechtsstaat nicht verwirren. Da gibt es ein paar Widersprüche, die wir einfach nicht verstehen. Hätte bloß dieser Gut(t)enberg damals nicht den Buchdruck erfunden. Dann wären wir vielleicht heute alle noch so ungebildet und uninformiert wie zu besten Ritterszeiten, wo nur Adel und Priester lesen konnten. Hach waren das noch Zeiten! Dann würden wir heute auch nicht so viele einfache (dumme) Frage stellen. Ja, Adel und Priester haben schon viel Ärger mit uns.
Der Typ mit der CD ist jedenfalls ein Krimineller. Die mit den Steuerhinterziehungen sind auch Kriminelle. Die einen Kriminellen überführen mit Hilfe eines anderen Kriminellen?
Darf man das - darf man das nicht - darf man das ... mal so - mal so - ...
PS: feynsinn hinterfragt, ob der CD-Besitzer überhaupt kriminell ist. Weitere schöne Erörterungen in den Kommentaren.
Unser Steuer-Minister steckt wahrscheinlich in einem heftigen Konflikt. Einerseits möchte er sicher diese hinterzogenen Steuern nachträglich einkassieren. Logisch. Andererseits müßte er aber ein Geschäft mit einem "Kriminellen" machen. Und schon sieht man sie losziehen, die Kreuzritter des "Rechtsstaats", in voller Montur, mit Pferd und Rüstung und schönen Wappen!
Uns Normalsterbliche sollte dieses Durcheinander um den Rechtsstaat nicht verwirren. Da gibt es ein paar Widersprüche, die wir einfach nicht verstehen. Hätte bloß dieser Gut(t)enberg damals nicht den Buchdruck erfunden. Dann wären wir vielleicht heute alle noch so ungebildet und uninformiert wie zu besten Ritterszeiten, wo nur Adel und Priester lesen konnten. Hach waren das noch Zeiten! Dann würden wir heute auch nicht so viele einfache (dumme) Frage stellen. Ja, Adel und Priester haben schon viel Ärger mit uns.
Der Typ mit der CD ist jedenfalls ein Krimineller. Die mit den Steuerhinterziehungen sind auch Kriminelle. Die einen Kriminellen überführen mit Hilfe eines anderen Kriminellen?
Darf man das - darf man das nicht - darf man das ... mal so - mal so - ...
PS: feynsinn hinterfragt, ob der CD-Besitzer überhaupt kriminell ist. Weitere schöne Erörterungen in den Kommentaren.
Jungen und Mädchen
Wir haben alle nur vage Vorstellungen, wie Jungen und Mädchen in der Pubertät so ticken. Man weiß, dass Mädchen in der Schule besser sind und die Jungen überrundet haben. Ebenso weiß man, dass die pädagogischen Angebote für Jungen, oder allgemein die Freizeitangebote, gegen Null gehen. Den meisten bleibt gerade mal der Fußball, aber auch hier reüssieren längst die Mädchen. Und alle finden das toll.
Nach meiner Beobachtung sind Jungen oft entweder das eine oder das andere: sie sind etweder zu dick oder zu dünn. Sie haben in der Schule entweder die Einsen oder die Fünfen. Sie sind entweder still und schüchtern oder selbstbewußt und polternd. Einige haben stark ausgeprägte Interessen, die aber irgendwie „nutzlos“ sind. Sie interessieren sich vielleicht für Politik, das sind dann oft die unerwünschten „Widerwort-Geber“. Oder ihr Thema ist Computer und Internet, über ihnen schwebt das Damoklesschwert Computer-Sucht. Manche machen Musik, andere sind super in Breakdance oder Skaten, das bringt aber auch alles nichts ein, es sei denn dies alles findet im Rahmen von Schul-AGs statt, was das Ansehen ein wenig aufwertet. Aber alles das hält davon ab, fleißig für die Schule zu lernen.
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Nach meiner Beobachtung sind Jungen oft entweder das eine oder das andere: sie sind etweder zu dick oder zu dünn. Sie haben in der Schule entweder die Einsen oder die Fünfen. Sie sind entweder still und schüchtern oder selbstbewußt und polternd. Einige haben stark ausgeprägte Interessen, die aber irgendwie „nutzlos“ sind. Sie interessieren sich vielleicht für Politik, das sind dann oft die unerwünschten „Widerwort-Geber“. Oder ihr Thema ist Computer und Internet, über ihnen schwebt das Damoklesschwert Computer-Sucht. Manche machen Musik, andere sind super in Breakdance oder Skaten, das bringt aber auch alles nichts ein, es sei denn dies alles findet im Rahmen von Schul-AGs statt, was das Ansehen ein wenig aufwertet. Aber alles das hält davon ab, fleißig für die Schule zu lernen.
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Haiti danach
Im allgemeinen ist es mir total egal, ob und an welche Götter die Leute glauben. In besonderen Fällen bin ich auch dabei, zum Beispiel wenn ich hoffe, dass sie für die ekelhaftesten Sünder eine richtig heisse Hölle bereithalten, Dantes Inferno! Für Kinderhändler zum Beispiel, die Not und Chaos in Haiti für ihre Geschäfte ausnutzen. Die möchte ich in der Hölle schmoren sehen. Ob Katholizismus oder Voodoo - das wäre was, wenn die Priester da mal ein wenig "wirken" könnten. Die verstehen doch was davon. (Am besten wäre natürlich was sofort "Wirksames").
Aber näher liegen mir die irdische Möglichkeiten. In Bolivien ist feierlich die Regierung von Evo Morales in ihre zweite Amszeit eingetreten. Julia D. Ramos Sánchez, Ministerin für ländliche Entwicklung und Landfragen Boliviens äußert voller Hoffnung: "Jetzt können wir den Neoliberalismus beerdigen", - in einem Interview, das Benjamin Beutler für die Junge Welt mit ihr führte (über Womblog). "Wir wollen vor allem falschen Egoismus und Individualismus überwinden. Ein Land voller Solidarität und Respekt ist unser Ziel."
Wenn Lateinamerika seinen Zusammenhalt aufrechterhalten kann, dann besteht die berechtigte Aussicht auf eine andere, eine bessere Welt. Ein gutes Stück des Weges dahin ist man bereits gegangen. Und wenn Haiti Teil dieser Gemeinschaft bleibt, dann wird auch Haiti in eine bessere Zukunft blicken. Die Überlebenden der Erdbebenkatastrophe brauchen einen Neuanfang. Dass dieser glückt, wünscht man ihnen sehr. Hoffentlich paßt die Weltgemeinschaft, die ihre Solidarität durch Spenden und Hilfen gezeigt hat, gut darauf auf.
Wer sich weiterhin informieren möchte, der kann dies gut über das Portal amerika21.de, das laufend Berichte aus Lateinamerika liefert. Danke übrigens.
Aber näher liegen mir die irdische Möglichkeiten. In Bolivien ist feierlich die Regierung von Evo Morales in ihre zweite Amszeit eingetreten. Julia D. Ramos Sánchez, Ministerin für ländliche Entwicklung und Landfragen Boliviens äußert voller Hoffnung: "Jetzt können wir den Neoliberalismus beerdigen", - in einem Interview, das Benjamin Beutler für die Junge Welt mit ihr führte (über Womblog). "Wir wollen vor allem falschen Egoismus und Individualismus überwinden. Ein Land voller Solidarität und Respekt ist unser Ziel."
Wenn Lateinamerika seinen Zusammenhalt aufrechterhalten kann, dann besteht die berechtigte Aussicht auf eine andere, eine bessere Welt. Ein gutes Stück des Weges dahin ist man bereits gegangen. Und wenn Haiti Teil dieser Gemeinschaft bleibt, dann wird auch Haiti in eine bessere Zukunft blicken. Die Überlebenden der Erdbebenkatastrophe brauchen einen Neuanfang. Dass dieser glückt, wünscht man ihnen sehr. Hoffentlich paßt die Weltgemeinschaft, die ihre Solidarität durch Spenden und Hilfen gezeigt hat, gut darauf auf.
Wer sich weiterhin informieren möchte, der kann dies gut über das Portal amerika21.de, das laufend Berichte aus Lateinamerika liefert. Danke übrigens.
Kulturimport aus der Karibik - kostenlos
Putzpause. Küche ist schon geschafft, Bad kommt noch. Ich lege schnell meine neue Salsa-CD auf. Gute Laune in Sekundenschnelle!
Was würden wir trögen Europäer wohl machen, wenn wir nicht unsere gewohnten und geliebten Kulturimporte aus den einschlägigen Ländern hätten. Und alles umsonst! Dumm gelaufen für die Karibikstaaten, dass sie ihre wertvollsten und erfolgreichsten Exporte nicht ordentlich zu Kohle machen können. - Dafür kriegen sie unterschwellig unseren Neid auf soviel Lebensfreude ab!
Wäre Kultur auf dem Weltmarkt handelbar, und müßten wir zum Beispiel für Salsa einen angemessenen Preis zahlen, dann würden wir dumm aus der Wäsche schauen. Wieviel Mercedes würde wohl Salsa kosten?
Naja, immerhin kommen wir als zahlende Touristen. Was dem zahlenden europäischen Mann sein Asien, ist den zahlenden europäischen Frauen ihre Karibik! Aber da darf man jetzt nichts durcheinander bringen. Die Einnahmen aus der Tourismusbranche sind wichtig. Neben den ganz normalen Touristen gibt es ein paar, die suchen Sex, ja, - aber der Rest ist alles "Liebes"-Tourismus ...
Ich geh jetzt mein Bad putzen.
Was würden wir trögen Europäer wohl machen, wenn wir nicht unsere gewohnten und geliebten Kulturimporte aus den einschlägigen Ländern hätten. Und alles umsonst! Dumm gelaufen für die Karibikstaaten, dass sie ihre wertvollsten und erfolgreichsten Exporte nicht ordentlich zu Kohle machen können. - Dafür kriegen sie unterschwellig unseren Neid auf soviel Lebensfreude ab!
Wäre Kultur auf dem Weltmarkt handelbar, und müßten wir zum Beispiel für Salsa einen angemessenen Preis zahlen, dann würden wir dumm aus der Wäsche schauen. Wieviel Mercedes würde wohl Salsa kosten?
Naja, immerhin kommen wir als zahlende Touristen. Was dem zahlenden europäischen Mann sein Asien, ist den zahlenden europäischen Frauen ihre Karibik! Aber da darf man jetzt nichts durcheinander bringen. Die Einnahmen aus der Tourismusbranche sind wichtig. Neben den ganz normalen Touristen gibt es ein paar, die suchen Sex, ja, - aber der Rest ist alles "Liebes"-Tourismus ...
Ich geh jetzt mein Bad putzen.
Ganz Lateinamerika eilt Haiti zu Hilfe
Während US-amerikanische Soldaten offiziell die Kontrolle über die einzige Flugbahn auf Haiti übernommen haben, heißt es offensichtlich Schlange stehen für andere Länder, die Hilfe schicken. Flüge mit Hilfsgütern aus Argentinien, Mexiko und Peru werden über die Dominikanische Republik und auf benachbarte Inseln umgeleitet, lese ich gerade bei Zeit-online, wo "Massive Kritik am Krisenmanagement der USA" geäußert wird. Zugangswege ins Land, Koordination der Hilfsorganisationen, Verteilung der Güter - wer hat die Kontrolle über all das? Außerdem fragt man sich als Normalbürger, warum es so viele Tage dauert, bis Essen und Getränke verteilt werden. Darüber hinaus sollte man zur Kenntnis nehmen, dass außer dem Nachbarn USA ganz Lateinamerika zur Hilfe eilt:
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Cuba hilft seinem Nachbarland Haiti schon lange
"Haiti ist ein reines Produkt des Kolonialismus und Imperialismus, von mehr als einem Jahrhundert Ausbeutung seiner Menschen durch härteste Arbeiten, von Militärinterventionen und der Entziehung seiner Reichtümer. Dieses historische Vergessen wäre nicht so schwerwiegend wie die reale Tatsache, daß Haiti eine Schande unserer Epoche darstellt, in einer Welt, in der die Ausbeutung und Ausplünderung der großen Mehrheit der Bewohner des Planeten vorherrscht. Milliarden Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien leiden unter ähnlichem Mangel, wenn auch vielleicht nicht zu einem so hohen Anteil wie Haiti". Sagt Fidel Castro in "Die Lehre Haitis". (Stammt von RedGlobe, ich habe es bei womblog entdeckt.)
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