Peer Steinbrück ist typisches Produkt der neuen SPD. Wie Wolfgang Clement und Steinmaier ist er ein übler Aparatschik, der zwar nicht gewählt wird, durch unser seltsames Wahlsystem aber immer wieder nach oben gespült wird, wie Scheiße im Abwasserkanal. Peer Steinbrück weiß genau, das die Deutschen ihn in ihrer Mehrheit nicht leiden können und ihn ja auch deshalb nicht wählen. Das der Grund dafür seine miese Gesinnung und Politik sind, fällt ihm natürlich nicht ein. Er muss ja keine Verantwortung übernehmen. Er ist ja ein Neoliberaler.
Natürlich vertreten unsere Politiker alle nicht die Wähler, die sie gewählt haben und da Steinbrück von niemandem gewählt wurde, braucht er gar keine Rücksicht zu nehmen. Er kann direkt für seine wahren Auftraggeber arbeiten. Die wollen jetzt, das er den amerikanischen Hypothekenmarkt subventioniert, indem er die IKB am leben lässt.
Aber wenn selbst das Fachblatt für die Verbreitung der Meinung des Großkapitals, die FTD am Sinn seines Vorgehens leise zweifelt, dann sollten auch ihm Zweifel kommen. Kommen ihm aber nicht, denn sein Freund Ackermann von der Deutschen Bank ruft:
Es ist Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der Jochen Sanio, den Präsidenten der Finanzaufsicht BaFin, noch an jenem Freitag auf die Notlage der IKB hinweist - und nicht etwa dessen bis dahin offenbar ahnungsloser Großaktionär KfW, dessen Verwaltungsrat Steinbrück vorsteht.
Ackermann geht es natürlich nicht um die IKB, sondern darum eigene Verluste zu verhindern. Es ist schon seltsam wie gut Ackermann über alles informiert ist, während die Eigentümer es nicht sind. Hätten wir eine Bankenaufsicht würde die sich mal prüfen, woher Ackermann sein Wissen hatte und wer die IKB in diese Windgeschäfte gelotst hat. Aber das will unser Bafin sicher gar nicht wissen.
Genausowenig wie unser Bafin davon wusste, was die Spatzen von den Dächern pfiffen. :
Länger schon raunen Investmentbanker, die so betulich auftretende IKB drehe "ein großes Rad" am Subprime-Markt - erstaunlich für ein Institut, das sich der Mittelstandsfinanzierung verschrieben hat, aber symptomatisch für die schöne neue Welt der Finanzmärkte und die komplexen Möglichkeiten, die sie Investoren bietet.
Solche Gerüchte gehen natürlich am Bafin vorbei, das ja nur Schein und kein Sein ist. Aber wir wissen eben auch weshalb die Mittelstandförderung in Deutschland nicht funktioniert. Dafür ist eben kein Geld da, wenn man das große Rad drehen will. Scheiß was auf Mittelstand.
Warum aber Ackermann aktiv wird, steht auch fest:
In Alarmbereitschaft gerät der Finanzminister erstmals am vergangenen Freitag: Deutsche Bank und andere verweigern der IKB neue Kredite.
Der gute Herr Ackermann verweigert neue Kredite. Also hat er alte Kredite gegeben und die würden sich bei einer Pleite der IKB in üblen Geruch auflösen. Pech für Ackermann. Pech für die Aktionäre der deutschen Bank, die endlich mal für die Fehler gerade stehen müssten. Aber doch nicht in Deutschland. Da zahlt die Allgemeinheit die Verluste und die Gewinne bleiben steuerfrei. Da wird dann auch ein Steinbrück aktiv:
In dramatischen Telefonaten schwört Finanzminister Peer Steinbrück die Kreditwirtschaft auf die Rettung der IKB ein.
Also nicht wirklich die Kreditwirtschaft. Ackermann gibt nichts, die KfW die den deutschen Bürgern gehört gibt 8,1 Milliarden, die uns dann hinterher als Einnahmen im Steuersäckel fehlen. Dazu noch die Sparkassen, die müssen ja auch immer geben, weil die so leicht von der Politik zu drangsalieren sind.
Dramatisch ist an der Angelegenheit nicht die Art wie Peer Steinbrück telefoniert. Dramatisch ist wie leichtherzig er die Interessen der Bürger zugunsten von Ackermann opfert. Dafür müsste er sofort entlassen und in Haft genommen werden. Da müsste sofort untersucht werden, welche Gegenleistung er erhält. Aber keine Sorge. Da sind Neoliberale unter sich. Die tun sich nichts.



















Jochen analysiert, wie die Regierung bereitwillig Milliarden EUR ausgibt um einer Bank zu helfen, die sich verzockt hat. Aber auch erst nachdem Josef "V" Ackermann Angst um seine faulen Kredite bekommen hat... Ich spare mir weitere Worte, lest selbst! ...
Erinnert sich eigentlich noch jemand, womit die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten von der INSM ihren Dummquatsch anfingen. Es war das Wort Eigenverantwortung. Damit sollte der alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern und dem totkranken 50jährigen ...