Ackermanns Sepp setzte ein Highlight indem er dazu aufforderte nicht mehr auf die Bankster zu schimpfen. Er und seinesgleichen möchten doch so gerne wieder lieb gehabt werden. Dabei fürchtet er vor allem den Zorn des Volkes wenn sich herausstellt, dass die Bankster genau so weitergemacht haben wie vor der Krise und die nächste Welle der Weltwirtschaftskrise bereits im Anrollen ist.
Die Bankenregulierung war auch ein Thema. Die Bankster hoffen dass sie nicht kommt, die Neoliberalen wie die angebliche Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro tun alles um jede Kontrolle zu verhindern und Obama würde gerne handeln, sieht sich aber so ziemlich alleine, weil die Banken eben halt stärker als die Politik sind. So ist absehbar, dass es zu einem Kompromiss kommen wird, der keinem nützt, aber allen schadet.
In den USA sterben derweil weiter die Banken. Sechs waren es am vergangenen Wochenende. Gevatter Tod wird wohl auch in diesem Jahr eine reiche Ernte unter den Banken halten und das nicht nur in den USA. Zu all dem gab es in Davos nur beredetes Schweigen. Von dort kommt mit Sicherheit keine neue Weltordnung. Die würden sich gerne gegenseitig umbringen, aber dazu reicht der Mut nicht.
Selbst zum Thema Griechenland und dessen Rettung gab es nur hilfloses Flügelschlagen. Ein Teilnehmer fasste es mit den Worten. "Denn sie wissen nicht was sie tun wollen könnten!" treffend zusammen. Allerdings gab es einen einzigen richtigen Eklat in Davos der wohl noch lange Wirkung zeigen wird.
Der deutsche Kriegsminister auf Abruf, Karl Theodor von und zu und hoffentlich bald weg Guttenberg hat es sich erlaubt in Davos, unter anderem mit Bundesbank-Chef Axel Weber, Politikberater Roland Berger zu frühstücken. Gerüchten zu folge sollen auch Ackermann und andere deutsche Manager dabei gewesen sein. Das geht natürlich nicht. Wirtschaftminister Brüderle war nicht eingeladen und mussten wie meist in seinem Leben mit der dritten Reihe als Gast vorlieb nehmen.
Er durfte sich mit dem Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Martin Schwab, unterhalten, was sicherlich so spannend war wie die Beobachtung der Weltmeisterschaft im Gras wachsen hören in Idaho. Als Brüderle erfuhr, dass Guttenberg die besseren Gäste gehabt habe, protestierte er lautstark: "
Das geht nicht. Es gibt eine klare Kabinettszuständigkeit, ich lade ja schließlich auch keine Generäle ein!".
Ach ja so entstehen Erbfeindschaften. Man fühlt sich zurückversetzt in die Salons deutscher Kleinstädte, wo die Witwe Boltmann, die Frau Generaldirektor Schulte-Hülsenbroich mit ihren Gästen übertrumpfen wollte und umgekehrt. Welch eine geistlose Idylle dieses Weltwirtschaftstreffen doch in Bezug auf deutsche Politiker ist. Aber mal im Ernst. Lieber mit Guttenberg frühstücken oder die Lebensgeschichte eines volltrunkenen Obdachlosen am Bahnhof Zoo anhören, als mit Brüderle frühstücken.
Die schlimmste Strafe die in deutschen Kinderzimmern angedroht wird, ist doch: "
Wenn du jetzt nicht artig bist, legt Mammi die DVD mit den Brüderle Reden ein und du musst dir den Schwachsinn eine halbe Stunde lang anhören.". Danach herrscht aber sofort Ruhe und Frieden. Nein, Brüderle ist nicht gefährlich. Eigentlich braucht Deutschland auch keinen Wirtschaftminister, oder besser, es ist völlig egal, wer dort ohne jede Ahnung rumsitzt.
Brüderle könnte vielleicht eine Homestory bei der Bunten machen lassen. Damit sein geknicktes Selbstbewusstsein wieder in die Senkrechte kommt. Es ist so lächerlich, dass es schon wieder zum weinen ist.
weil nur ihr das Schöpfen von Geld ohne Gegenwert zustand.
Unter Androhung eines Armeeeinsatzes wurde im September 1933 das Wörgler Wirtschaftswunder abgebrochen.
Es half nichts, dass das Freigeld die Arbeitslosigkeit von 21 auf 15% senkte
und den friedlichen Wohlstand spüren ließ.
wer dazu gerne eine eine Auskunft der OENB hätte folgt dem Link und stimmt ab.
http://www.direktzu.at/oenb/messages/24856