Während US-amerikanische Soldaten offiziell die Kontrolle über die einzige Flugbahn auf Haiti übernommen haben, heißt es offensichtlich Schlange stehen für andere Länder, die Hilfe schicken. Flüge mit Hilfsgütern aus Argentinien, Mexiko und Peru werden über die Dominikanische Republik und auf benachbarte Inseln umgeleitet, lese ich gerade bei
Zeit-online, wo "Massive Kritik am Krisenmanagement der USA" geäußert wird. Zugangswege ins Land, Koordination der Hilfsorganisationen, Verteilung der Güter - wer hat die Kontrolle über all das? Außerdem fragt man sich als Normalbürger, warum es so viele Tage dauert, bis Essen und Getränke verteilt werden. Darüber hinaus sollte man zur Kenntnis nehmen, dass außer dem Nachbarn USA ganz Lateinamerika zur Hilfe eilt:
Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat indes die Entsendung weiterer humanitärer Hilfsbrigaden nach Haiti angekündigt. "Venezuela hat sich in die Dienste Haitis gestellt", schrieb der Staatschef in seiner sonntäglichen Kolumne. Schon jetzt befänden sich zwei Hilfsbrigaden in der Heimat (des haitianischen Freiheitskämpfers Alejandro) Petións, "und bald werden weitere folgen", so Chávez. Caracas habe zur Solidarität mit Haiti aufgerufen und das venezolanische Volk habe darauf wie gewohnt geantwortet.
Aus:
amerika 21.de, von Prensa Latina, übersetzt von Harald Neuber.
Die Spendenbereitschaft ist gerade unter den lateinamerikanischen Staaten weiterhin gewaltig. So kündigte Boliviens Präsident Evo Morales am Sonnabend an, sein Land werde das Wenige, das es habe, mit Haiti teilen. Die erste Hilfslieferung aus dem selbst bitterarmen Andenstaat sollte am Montag morgen (Ortszeit) in Haiti eintreffen. Morales schloß auch nicht aus, selbst nach Haiti zu reisen. Aus Venezuela machten sich am Sonntag zwei Schiffe mit mehr als 1000 Tonnen Lebensmittel und Trinkwasser auf den Weg nach Haiti.
Das berichtet
Junge Welt, und weiter:
Sie manipulieren ein Drama, um nordamerikanische Truppen in Haiti zu stationieren«, kritisierte Nicaraguas Präsident Daniel Ortega am Freitag abend gegenüber der sandinistischen Zeitschrift El 19. »Es ist völlig unlogisch, daß nordamerikanische Truppen in Haiti landen. Was Haiti fordert, ist humanitäre Hilfe, keine Truppen. Es wäre doch Wahnsinn, wenn wir alle anfangen würden, Truppen nach Haiti zu schicken.
Und außer der amerikanischen und europäischen Hilfe wird auf allen Kanälen natürlich kein Land erwähnt.
Und die Amerikaner haben natürlich erst nach der Anforderung durch die Haitische Regierung die Leitung des Flughafens übernommen. Und die Soldaten sollen natürlich nur den Mob verhindern.
Amerika hat Angst, dass das Land selbstständig wird und die Peiniger rausschmeißt. Deshalb muß jetzt eingegriffen werden. Wenn jetzt auch noch in der Karibik erkannt wird, wo die wirkliche Ursache der Misere liegt, dann wäre die Herrschaft der US Amerikaner bald beendet.
Was mich sehr schockiert hat, war die Frage an eine Journalistin,wie den Leichengeruch riechen würde. Da kann ich nur Pfui sagen.Respektloser geht es nicht mehr.
Zu dem das dieses Erdbeben doch ganz gelegen kam mal überlegen ob es eventuell nicht ganz gelegen gekommen wurde...
Es gibt auch Dinge die mich erstauen, so wurde gestern in einem TV-Nachrichten Bericht gesagt, dass die ausländischen Hilfstrupps nur bis 16 Uhr nach Verschütteten suchen dürfen, weil nur solange Sicherheit durch GIs da sei. Nach 16 Uhr müssten die GIs wieder auf das Flughafengelände zurück und somit auch die Rettungstrupps.
Ebenso freut es mich grade, von lateinamerikanischen Hilfslieferungen zu erfahren, da ich in den (eh schwer unglaubwürdigen) Medien, zwar Hilfstrupps aus USA (vorneweg), Europa (aus vielen Ländern), Mexiko und China gesehen habe...aber das wars dann auch.
Zum Punkt Erdbeben kann ich mir nicht vorstellen,das man absichtlich so eine Katastrophe auslöst.
Vielmehr glaube ich ,das die Bevölkerung absichtlich nicht gewarnt wurde.Es ist ja schon viel krankes in den letzten Jahren passiert,aber das dies nun zur Normalität ausartet,übersteigt meine Vorstellungskraft.Al Kaida wars diesmal bestimmt nicht!
Normalerweise tue ich das nicht. Aber bitte Anrufen unter 0900 1236000. Mit jedem Anruf werden € 5 gespendet.
Glaubst du ehrlich,das dieses Geld bei den Betroffenen ankommt?Es sind schon so viele Helfer mit Nahrung,medizinischer Ausrüstung usw. Vorort und dennoch wird nicht effektiv geholfen. Das meiste Geld verschwindet in irgendwelchen Taschen,von korrupten Leuten.
Mit Spenden dieser Art,helfen wir ganz sicher nicht.Leider!
Im übrigen sieht man gerade an der großen Zahl von Kleinspenden, wieviele Leute eben nicht gleichgültig sind, allen Unkenrufen über die soziale Kälte zum Trotz.
Um langfristig Menschen in Kriesengebieten zu Unterstützen kann man bei PLAN International (http://www.plan-deutschland.de/) ein Gebiet aussuchen und dort eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. PLAN wurde auch 2009 wieder dafür Ausgezeichnet, dass sie ausführlich über die Verwendung von Spendengeldern berichten.
Für ein Kind in Haiti kann man momentan noch nicht eine persönliche Patenschaft bekommen, aber in einen Topf einzahlen. Wenn es die Daten der Kinder wieder gibt, wird das Geld dazu genommen, in dem Dorf wieder alles aufzubauen.
Diese Spenden (25 € im Monat) sind (nach meiner Meinung) langfristiger und effektiver. Ich habe mir ein Formular bestellt, da ich ein gutes Gefühl habe, dass das Geld auch bei den Betroffenen ankommt.
Lg, Nena
Wenn wir alle sonst so zusammenhelfen würden, hätten wir eine friedliche Welt. Leider rücken wir weltweit nur dann zusammen, wenn die Not am "GRÖSSTEN IST" - BITTER!