Natürlich kann man aus der Regierung heraus, sehr viel mehr verändern als aus der Opposition. Das ist eine Binsenweisheit. Allerdings zeigt gerade die Berliner Regierungsbeteiligung der LINKEN, das auch diese Chance nicht genutzt wird. Sachzwänge, oder vielmehr die Freude an Pöstchen und Dienstwagen verhindern, dass eine linke Politik überhaupt stattfindend.
Oh, ja. Angeblich wird in den Ausschüssen verbissen von der LINKEN gerungen und innerhalb der Koalition im Abgeordnetenhaus soll sogar schon mal ein hartes Wort gefallen sein. Wahrscheinlich hat das Wort der Fraktionschef der Linken gegenüber Wowereits leeren Sessel fallen lassen. Mitten in der Nacht, als Wowereit auf einer Party war und die ganze LINKE ist immer noch erschrocken und fürchtet sich, was passiert, wenn Wowereit davon erfährt.
Die Situation in Brandenburg und Berlin ist sicherlich auch deshalb schwierig weil die SPD dort andere Partner hat, mit denen sie sofort und nur mit etwas mehr Widerstand regieren könnte. Aber deshalb alle eigenen Positionen aufzugeben ist einfach dumm. Natürlich gibt es das ständige Betteln der linken SPDler, die immer wieder dazu auffordern, diese eine Sache noch mitzutragen um eine andere bessere und wichtigere durchzubekommen.
Aber diese SPDler wie auch die LINKE die solche Spielchen mitmacht, leben in einer Traumwelt. Sie leben in der Vergangenheit. Sie träumen von der Sozialdemokratie. Albrecht Müller von den Nachdenkseiten hat in der
FAZ mit seinem Gesucht: Ein neuer Willy Brandt Vergangenheit, die wiederkehren soll diese Stimmung hervorragend beschrieben. Aber er liegt leider grausam falsch.
Die Lage hat sich verändert. Ein Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer und ein Martin Kannegiesser als Chef der Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall sind nicht einmal annähernd vergleichbar. Wenn man einen Vergleich wagen will, dann steht Schleyer für ein kleines weißes süsses Katzenbaby und Kannegiesser für einen Tiger der schon lange nicht mehr aus Hunger reißt, sondern einfach nur aus Spaß am töten.
Schleyer, der seine damals als brutal und gemein empfundene Vorgehensweise mit dem Tod bezahlen musste und über dessen Tod nicht wenige klammheimliche oder sogar laute Freude empfunden haben, war nicht einmal der Prototyp für unsere heutigen Wirtschaftsführer. Er hatte mit den heutigen nicht einmal eine gemeinsame Basis.
Allerdings lebte er auch in einer ganz anderen Zeit. Mitten durch Deutschland führte die Mauer, hinter der es einen Staat gab, der sich zumindest sozialistisch nannte und sogar mit der Sowjetunion und dem Warschauer Block noch mächtige Verbündete hatte, die sich ebenfalls als Sozialisten bezeichneten.
Immer herrschte die Angst, dass dieser, oder schlimmer noch, sogar ein brauchbarer Sozialismus in der BRD eingeführt werden könnte. Zwar wurde immer wieder auf die Mangelwirtschaft in der DDR und die dortige Unfreiheit hingewiesen, aber dies konnte nie das Begehren nach einer gerechteren Wirtschaft in der BRD nicht bremsen. Schleyer und Co. mussten Kompromisse eingehen um jede Gefahr zu bannen.
Genau das taten sie und die Sozialdemokratie war ein guter und sehr fairer Partner. Mit dem Ende des real existierenden Sozialismus in der DDR und dem Ende der Sowjetunion, verschwand diese Drohung. Der Sozialismus in jeder seiner Formen wurde verteufelt und auf ein Stasi-Unrechtssystem reduziert. Der ungebremste Kapitalismus zur alleinigen Heilslehre ausgerufen.
Kannegiesser mit seiner "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) hat es geschafft über fast alle Begriffe des sozialen Zusammenlebens die
Deutungshoheit zu erlangen. Sicherlich war dabei hilfreich, dass der gewaltige Aufwand, praktisch durch den Steuerzahler bezahlt wurde, weil all diese Ausgaben, als Kosten in die Bilanzen der beteiligten Unternehmen flossen.
Selbstverständlich haben auch die Medien gerne mitgespielt. Die Printmedien und das Privatfernsehen leben von Anzeigen und nicht davon, dass sie die Wahrheit berichten. Hauptangriffskette waren jedoch die Öffentlich Rechtlichen Medien, die gerne ganze Talkshowbesatzungen von der INSM zusammenstellen ließen und mit entsprechenden Moderatoren auch dafür sorgten, das dieses Neusprech als die einzige wahre Deutung übrig blieb.
In einer solchen Situation gibt es keinen Weg zurück mehr. Der Gedanke der Sozialdemokratie hat sich erledigt. Natürlich wiederholt Geschichte sich nicht detailgetreu, aber Deutschland ist auf dem Weg in Zeiten weit vor Bismarck. Die Krankenversicherung und die Rentenversicherung wird gerade geschleift. Es geht nicht mehr um einen fairen Wettstreit der Interessen von Kapital und Arbeit. Es geht um Klassenkampf.
Natürlich sind die Klassengrenzen nicht mehr so leicht zu definieren, wie sie es in alten Zeiten waren. Heute ist der Steiger wie der Grubenschreiber auch nur Teil des Prekariats und kann jederzeit dorthin verstoßen werden. Kein abhängig Beschäftigter ist weiter als 12 Monate von Hartz IV entfernt. Deshalb ist jeder abhängig Beschäftigte teil der betrogenen Klasse.
Tatsächlich zahlen die abhängig Beschäftigten über die Mehrwertsteuer und die Einkommens- und Lohnsteuer diesen Staat. Die Argumente des Kapitals, dass den höheren Teil an den Einkommenssteuern zahlt, sind nämlich Lüge. Prozentual im Verhältnis zu ihren Einnahmen ist ihre gesamte Steuerlast lächerlich. Sie sind der Klassengegner.
Natürlich gibt es kein derartiges Klassenbewusstsein in Deutschland. Im Gegenteil. Es wird versucht die Menschen in immer kleinere Gruppen aufzuteilen um somit jeden Klassengedanken von vornherein gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der Leiharbeiter soll so gegen den Stammarbeiter stehen. Dabei kann aus dem Stammarbeiter binnen Tagen eben auch ein Leiharbeiter werden und aus beiden ein Hartz IV Empfänger. Gerade so wie es der Raubtierkapitalismus braucht.
Die LINKE wird sich entscheiden müssen. Will sie eine neue Gesellschaft, oder möchte sie noch ein wenig beim Erhalt des alten Systems der Totalausbeutung mithelfen. Das ist eine Grundsatzfrage. Natürlich ist es schwierig sich offen zur Vergesellschaftung von Energiekonzernen zu bekennen, weil schon alleine dem Wort Sozialismus, all die alten Fehler der alten DDR anhängen.
Dazu muss man aber eigentlich nur drei Dinge klarstellen. Die DDR begann ihren Weg nicht mit einem Marshallplan und Milliardenkrediten und nicht mit Care-Paketen sondern mit Reparationszahlungen und Demontagen. Die Planwirtschaft war ein bürokratisches Ungeheuer, das sich selbst in die Tasche gelogen hat. Der Bau der Mauer war vom Zweck her verständlich, aber natürlich politisch und vor allem wirtschaftlich ein Fiasko.
Der planwirtschaftliche Sozialismus, gestützt durch Mauer und Gesinnungsüberwachung hat vollständig versagt. Schlimmer noch er hat die Initiativkraft der Menschen in die falsche Richtung gelenkt und schlußendlich selbst seinen Erfolg verhindert. Bürokratie pur, die alles erstickte.
Ein schönes Beispiel ist die ständige Materialsparerei. Sparsamer Materialeinsatz ist toll. Wenn aber dieser sparsame Materialeinsatz sowohl die Funktionsfähigkeit wie auch die Einsatzdauer massiv schädigt ist er Blödsinn. Der eine oder andere mag sich noch an Wasserhähne und ähnliches erinnern.
Ein neuer Sozialismus muss Qualität vor Quantität setzen. Ein neuer Qualitätssozialismus verstaatlicht nicht die Produktionsbetriebe für Textilien, sondern erhebt auf Ramschware einfach sehr hohe Steuern. Qualität dadurch fördern, dass man dem Ramsch den Preisvorteil nimmt. Ein neuer Sozialismus setzt auf das freie und direkte Wahlrecht und schränkt die Einflussnahme der Parteien auf die Mandatsträger und die Auswahl der Kandidaten rigeros ein. Neben einem Wahlrecht gibt es auch ein Abwahlrecht.
Aber auch wenn ein neuer Sozialismus Quälität masiv bevorzugt, werden auf Grund der ständig steigenden Produktivität nie mehr alle Menschen Arbeit haben, die arbeiten möchten. es ist also erforderlich die noch existierende Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, was nur durch radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich möglich ist. Gleichzeitig müssen in der qualitativen Verbesserung des allgemeinen Lebens mehr Beschäftige in Bildung und Betreuung eingesetzt werden.
Auch muss gesellschaftliche Arbeit der Erwerbsarbeit gleichgestellt werden. Es ist bei jeder Aufgabe zu entscheiden ob sie besser privatwirtschaftlich oder doch besser solidarisch gelöst werden kann. Das erfordert einen Diskussionsprozess, der vermutlich schnell zu einer rekommunalisierung der Aufgaben führen wird. Von der ärztlichen Versorgung bis zur Müllabfuhr und der zahnärztlichen Versorgung. Natürlich gehören Wasser, Abwasser, Straßenbau und Energie auch ganz klar dazu.
Nur wenn die LINKE eine derartige Gesellschaft wirklich erkämpfen will, gibt es eine Notwendigkeit für die Existenz der LINKEN. Eine weitere SPD braucht niemand. Die Ankündigung von Bartsch nicht mehr als Bundesgeschäftsführer kandidieren zu wollen ist sicherlich hilfreich. Auch wenn es die Steilvorlage für Steinmeier war, der ihm und seinesgleichen politisches Asyl in der SPD angeboten hat.
Wer in die SPD eintritt kann auch gleich in die CDU gehen. Da gibt es so gut wie keine Unterschiede mehr. Beide vertreten die Interessen des Kapitals und verraten die Interessen von 80 Prozent der Deutschen. Sie gehören beide zum Klassenfeind. Die Linke wird sich entscheiden müssen, wohin sie gehören will.
Baum oder Borke. Für die Hütten oder für die Paläste.
Und sie muss sich schnell entscheiden. Denn jetzt ist noch Kraft für einen Kampf da. Wenn die LINKE noch lange wartet bevor sie sich erklärt, kann sie sich die Erklärung schenken. Dann ist alles verloren oder geht zumindest an der LINKEN vorbei.
Gelegenheit für die LINKE sich wie von Dir beschrieben zu positionieren und zur Wahl zu stellen. Sofern die LINKE die Chance erkennt und ergreift.
Ein neuer Sozialismus muss Qualität vor Quantität setzen_
Steuern auf Ramschware lösen keine Probleme.
Der Lohn für den chinesischen Wanderarbeiter steigt dadurch nicht.
Ist die Steuer hoch genug, steigt der Profit des inländischen Anbieters, ohne das sich der Lohn des inländischen Arbeiters erhöht.
Qualität. Dieser Begriff wird häufig schwammig verwendet.
Qualität ist: Wenn der Kunde die bestellte Ware in der vereinbarten Zeit zum vereinbarten Preis in der vereinbarten Ausführung erhält.
Also: Bei der nächsten Wahl Sozialismus bestellen!
Die Klassifizierung von Waren nach ihrer Qualität und ihre daran gekoppelte Besteuerung führt dazu, dass ein Produkt minderer Qualität keinen Preisvorteil mehr vor seinem höherwertigen Konkurrenzprodukt hat und die Geiz ist geil Mentalität nicht greift.
Mit solchen Produkten wird der Resourcenverbrauch verringert und da Qualität auch mehr Arbeit, also Handarbeit erfordert der Arbeitsmarkt gestärkt. Natürlich werden damit auch zu niedrige Arbeitslöhne wie in China und der bedenkenlose Umgang mit der Umwelt ausgeglichen.
Die steigenden Profite inländischer Anbieter wüsste ich schon durch eine Besteuerung nach dem EBITDA in vernünftigen Grenzen zu halten. So könnte man Investition und die Schaffung von Arbeitsplätzen aber auch die Eigenkapitalverbesserung stärken.
Außer Qualität bleibt uns kein anderes Merkmal, dass so zielgerichtet eingesetzt werden kann.
erneut ein Beitrag, der [in Ihrer fast unüberwindl. Fähigkeit, den "Nagel ins Schwarze zu hämmern" ... und was nicht etwa als Schmeichelei sondern als Kompliment gemeint ist] mit entspr. TACHELES auf einer der vielen und leider nicht unwichtigen "Polit-Krux" aufmerksam macht.
Einzig überzogen [wie zumindest meine Wenigkeit empfindet] ist Ihre ÜBERZOGENE Kritik an Albrecht Müller, weil diese/Ihre Zuordnung - "grausam" - nicht förderlich ist.
Mit solidarischen Grüßen
conny
Es gibt nur 2 Gruppen, die Kaptialbesitzer (die Demokraten) und 80-90 % die Abhängigen (die die Kapitalbesitzer subventionieren) in der griechischen Demokratie hiessen sie Sklaven, auch etwa 90%.
"Es wird versucht die Menschen in immer kleinere Gruppen aufzuteilen" um sie in kleineren Portionen verkonsummieren, so wie die 15% die Hartz-IV Opfer, die vor den Augen der ganzen Gesellschaft mit einem "Gesetz" ausgeraubt wurden.
"Die LINKE wird sich entscheiden müssen. Will sie eine neue Gesellschaft, oder möchte sie noch ein wenig beim Erhalt des alten Systems der Totalausbeutung mithelfen" die Linke ist gar nicht dazu fähig, sie hat veraltete Ideologie, veraltete Begriffe, schon der Begriff der Klasse beschreibt die Bedrohung nicht mehr. Die "Elite" führt de facto einen stillen Krieg gegen die gesamte Gesellschaft, auch gegen die s.g. Mittelständler.
"Natürlich ist es schwierig sich offen zur Vergesellschaftung von Energiekonzernen zu bekennen, weil schon alleine dem Wort Sozialismus, all die alten Fehler der alten DDR anhängen." Das reicht nicht mal, nach dem die Billionen an Vermogen "privatisiert" spricht geraubt wurden. Es geht um Enteignung des geraubten Staats-, Kommunal- Privat-Vermögens.
"Wer in die SPD eintritt kann auch gleich in die CDU gehen. Da gibt es so gut wie keine Unterschiede mehr. Beide vertreten die Interessen des Kapitals und verraten die Interessen von 80 Prozent der Deutschen. Sie gehören beide zum Klassenfeind."
Sie gehören in den Knast, wenn ich mir die Liste anschaue
http://dassystem.blogspot.com/2009/05/referenz-fur-die-wahlen-2009.html#Gegener_des_Grundgesetzes_bei_der_SPD
und das gillt auch für den ehem. Kanzler, der noch vor dem Ausscheiden hat aus der Staatskasse 1 Mrd. für den neun Posten (Garantie) genommen.
Die Linke muss endlich wahrnehmen, dass wie nicht das Gerechtigkeitsproblem haben, sonder das Problem der Kriminalität des Staates, die Hollender lachen bis heute, dass jemand des Diebstahls verdächtig zum Finanzminister ernannt wurde, Bock als Gärtner.
Ja, Herr Hoff, mit Georg Büchner: Friede den Hütten - Krieg den Palästen. Und leider schade: Der eine Teil des sozialdemokratischen Komplexes sehnt sich nach Willy Brandt, der nicht nur "Friedens"-, sondern auch Berufsverbotekanzler (28 Jänner 1972: Extremistenbeschluß ) war. Der andre Teil nennt sich als politische Partei im Sinne des ganzdeutschen Parteiengesetzes "Die Linke" und möchte halt mitmachen dürfen.
Insofern: Im Deutschland (der Agenda) 2010 links nix Neues. Und schade leider auch linkspolitisch nix Neues in Sicht ...
Schon die irrige Annahme, eine Partei könne etwas an der Gesellschaft, gar an den Menschen die in ihr leben ändern gäbe genug Anlass für Tage füllendes Vergnügen, dass das nun, in Anbetracht der unvoreingenommen betrachteten Geschichte der Partei, die "Linke." sein könnte, schlägt dem Fass meiner Meinung nach den Boden aus.
Leidet "unsere" so genannte Demokratie nicht zu aller erst an folgenden Problemen:
- den Parteien, deren Organisationsinteressen konträr den Interessen der Gesellschaft stehen,
- den "Berufs"- Politikern, die die Welt frei nach Pippi Langstrumpf: "Ich mal mir die Welt, grad wie sie mir gefällt ..." "interpretieren und die, wen wundert es, ihre eigenen Interessen über die Interessen der Gesellschaft stellen,
- dem mangelnden Mut und fehlendem Willen zu Objektivität, Wahrheit und echter Demokratie
und zu guter letzt - ohne Anspruch auf Vollzähligkeit
- der Tatsache, dass man Kompetenz nicht wählen kann?
Eine weitere "linke Krankheit" ist es, sich ständig mit "den Anderen" zu beschäftigen, statt das, wie es wohl logisch und richtig wäre, Augenmerk auf die Interessen der Bürger zu legen. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, so ist wohl die demokratiefeindlichste Einstellung im Land zu benennen.
Nicht Gleichmacherei - alle Rentner sind arm, alle Menschen "denken" so, alle Arbeitnehmer sind Unterdrückte oder Ausgebeutete, alle Unternehmer sind menschenverachtend, alle Hartz IV Empfänger ... - sondern differenzierte Betrachtung der tatsächlich vorhandenen Umstände und entsprechendes politisches Handeln wären gefragt - wenn, ja wenn da halt nicht die persönlichen- und eben auch die Interessen der Organisation dagegen stehen würden.
Ob "wir" eine zweiter SPD brauchen hat die "Linke." seit der "feindlichen Übernahme" der WASG, dem versuchtem Wahlbetrug in Berlin 2006 und der nie ernst gemeinten Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit für sich bereits entschieden - ihr ERKLÄRTES ZIEL ist es, die SPD zu verändern !!!
Ein Ansinnen, dass als wenig intelligent bezeichnet werden kann und welches, in Anbetracht der Tatsache, dass die SPD eine eigenständige Partei ist, deren Mitglieder von der SED in der DDR verfolgt wurden und die nach demokratischem Verständnis von ihrer Basis gelenkt werden sollte, eine vorsichtige Charakterisierung der EX- SED erlaubt.
Eines steht fest: am Ende entscheidet der Wähler - was schon mal mehr ist, als es z.B. in der DDR zu verzeichnen war.
Einen Wandel der deutschen Gesellschaft im Alleingang und ohne nachhaltige Störung des Verhältnisses zur restlichen Welt ist mit der "Linken." und ihren andauernden, innerparteilichen Befindlichkeiten wohl kaum hinzubekommen - denke ich.
du hast mit deinen Ausführungen wie immer Recht. Nur zeige mir einen LINKEn, der in der Lage ist, dafür dann auch wirklich mit Rückgrat einzustehen? Nachdem ich aus der BP DIE LINKE unter einem Vorwand von einem Ex-SPDler entfernt wurde, steht mir nicht mehr der Kopf danach, noch in irgendeine Partei einzutreten.
Und wenn ich die linken Schwafelköpfe davon schwallen höre, ach wie gut doch das System wäre, wenn man das und das und das machen könnte, kriege ich, ganz einfach ausgedrückt, das Kotzen!
Klar, es muß sich in der LINKE zeigen, ob der Mut da ist, sich wirklich offen zum Kampf gegen das Kapital zu stellen. Daran wird auch ein wiederkehrender Lafontaine nicht viel ändern können, obwohl er es als Parteichef wohl beschleunigen kann.
Bartsch geistiger Ausfall ist demnach nicht zu entschuldigen. Auch das, was Lothar Bisky heute morgen brachte, ist unentschuldbar. Aber eine Partei, die vorgibt, auf der Seite ihrer Bürger zu stehen, kann sich nun einmal illoyale Schwafelköpfe nicht leisten. Bei der aSPD hat man ja gesehen, wohin das führt ...
Die LINKE könnte es schaffen, wenn der Durchschnitts-IQ normales Niveau erreichen würde, jedoch ist mir auch schon aufgefallen, daß sich in zuvielen Landesverbänden immer mehr die dummen Karrieristen breit machen - ähnlich wie bei der SPD zu Beginn der 70er!
Wenn die LINKE Arbeiterpartei sein will, dann muß sie solange in der Opposition bleiben, bis die derzeitigen "Volks"Parteien nicht mehr regieren können, weil das Volk die Schnauze voll hat. In die Regierungsverantwortung zu gehen, nur um sich vorführen zu lassen, nutzt nur dem Kapital, aber nicht dem einfachen Bürger. Und dies hast du genau folgerichtig erkannt. Mir ist eine LINKE lieber, die 20 Jahre in der Opposition bleibt, dafür aber die anderen Parteien mit der Schaufel vor sich her treibt, damit sich etwas zum Besten ändern.
mfg
Für unsere jüngere Leserschaft solltest du doch besser erwähnen, was Hanns-Martin Schl. früher war. Läßt sich Schlechtigkeit echt so differenziert abstufen?
Zitat:
"Natürlich gibt es kein derartiges Klassenbewusstsein in Deutschland. Im Gegenteil. Es wird versucht die Menschen in immer kleinere Gruppen aufzuteilen"
gerade das macht die Cappucino-Linke mit voller Absicht oder wenigstens wie die, die Jesus von N. gekreuzigt haben:
"...denn sie wissen nicht, was sie tun."
Mit der Vergebung habe ich es nicht so sehr.
1. Beobacherstatus. Als Außenstehender, der in Wirklichkeit Betroffener ist, läßt sich wirklich gut daherschwätzenden. Wir müssen für unsere Interessen kämpfen, nicht labbern.
2. Manche machen das in der Linkspartei. Gemeinsam kritisieren ist leicht, einen gemeinsamen konstruktiven Nenner zu finden, schwer.
3. Ich oute mich mal als der Hauptautor des offenen Briefes an die Kreisverbände in Brandenburg, den Jochen netterweise auch - aber ohne irgendeine Quellenangabe- publiziert hat. Mein Gemecker hat er ja bereits einmal abbekommen. Wer unterzieht sich schon die Mühe, mehrere Stunden an einem Satz zu diskutieren, bis eine einstimmige Formulierung gefunden wird? Das ist Arbeit, frei rumzukommentieren ist dagegen nur Jux.
4. Aus Nr. 3 leite ich ab, die, die am meisten auf die Linken rumhacken, sind genauso Teil des Problems wie manche zu opportunistischen Politiker in der Linkspartei.