Nach unbestätigten Gerüchten soll der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger künftig EU-Kommissar für Energie werden. Das es bei Oettinger nicht für Finanzen oder Wirtschaft reichte, ist verständlich. Einen EU-Kommissar der für das Loben von Nazimördern wie Filbinger zuständig wäre, gibt es nicht und alles andere hätte zumindest auch etwas Sachverstand erfordert.
Als Energiekommissar ist Oettinger richtig. Er hat ja schon als Ministerpräsident alle Anweisungen der Atomlobby sofort umgesetzt. Seine geistige Reglosigkeit und seine Antriebschwäche passen zwar nicht zur Energie, aber innerhalb Europas sind die Menschen ja einiges an Politikern gewohnt. "Hast du einen Opa, so schick ihn nach Europa."
Selbst Verheugen hatte im Gegensatz zu Oettinger ja richtig Fantasie und Elan. Aber Angela Merkel wollte wohl die Bedeutung Deutschlands in der EU weiter zurücknehmen. Mit Oettinger ist ihr dies gelungen. Vielleicht sollte sie noch Wulff nach Brüssel abschieben, um sich ihr Reich zu sichern. Allerdings sind Mißfelder und Guttenberg schon fleißig dabei ihr Stühlchen abzusägen.
Auch Hessens Koch grollt vor Wut, weil sie ein wenig nachgeholfen hat, damit die Affäre um die für verrückt erklärten Steuerfahnder nicht vergessen wird. Wahre Feindschaft gibt es eben nur unter Parteifreunden. Aber Koch hat ihr dafür eben den Jung auf die Schiene genagelt und die Bild hilft Koch gegen Merkel.
Dass ist fein. Denn wenn sich das Pack schlägt, hat es keine Zeit etwas gegen die Bürger zu unternehmen.