Es mag sein, das Oberst Klein einfach zu feige war, Soldaten in den Einsatz zu schicken um, die Tanklaster zu befreien oder dass er einen Hinterhalt befürchtete. Tatsächlich ließ er gegen alle Natoregeln ohne weitere Aufklärung bombardieren. Dies ist vermutlich ein Kriegsverbrechen. Auch wenn sich Kriegsminister Jung die ganze Zeit geweigert hat überhaupt von einem Krieg in Afghanistan zu sprechen.
Hätte Jung in den Tagen um den 5. und 6. September die Wahrheit gesagt, wäre die Wiederwahl von Frau Merkel Ende September ernsthaft gefährdet gewesen und auch die SPD hätte für ihre Unterstützung des Krieges gegen die afghanische Zivilbevölkerung erhebliche Stimmenverluste erlitten. Viele Stimmen wären den Linken zugefallen, die als einzige Partei klar gegen diesen Angriffskrieg steht und stand.
Es wurde also gelogen um die Wähler zu täuschen. Das ist in Deutschland normal. Wir erinnern in diesem Fall gerne an Roland Koch, der jüdische Erbschaften gemacht hatte und dann Steuerfahnder für verrückt erklären ließ, damit sie seine Freunde nicht untersuchten. Die deutsche Politik ist korrupt bis ins Mark und eigentlich müssten die meisten aktiven Politiker längst vor Gericht stehen oder im Gefängnis sitzen.
Natürlich läuft es anders. Franz Josef Jung stellte sich gestern vor den Bundestag und log einfach erbärmlich weiter. Wer Angela Merkels Gesicht gesehen hat, der weiß, wie bedient selbst die vermutliche IM Erika von einem solch schlechten Lügner ist. Aber was soll sie machen. Zwingt sie Jung die Wahrheit zu sagen, muss sie zugeben, dass auch sie und Steinmeier informiert waren, was bedeutet, das sie ihr Amt aufgeben und eigentlich in Anbetracht der Größe der Lüge zusammen mit ihrem Kanzleramtsminister der heute Innenminister ist, auch ihr Mandat niederlegen müsste, genau wie Steinmeier.
Das die Grünen den Rücktritt Jungs fordern ist lächerlich, genau wie die Forderung des Nebelwerfers Niebel nach einer schnellen Untersuchung. Ein von der Regierung geforderter Untersuchungsausschuss dient immer nur dazu, die Wahrheit zu verheimlichen, zu vernebeln. Niebel selbst, der das Ressort für Entwicklungshilfe immer bekämpft hat, es aber toll findet als Entwicklungshilfeminister im Kabinett zu sitzen, hat sowieso jeden Anspruch verloren, dass ihn jemand ernst nehmen müsste. Er ist ein Kasperle.
Am schnellsten hat aber der Kriegsbaron von und zu Guttenberg das Problem gelöst. Er opferte den gewiss nicht ganz unschuldigen Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und den Verteidigungs-Staatssekretär Peter Wichert. Das sind Bauernopfer. Schneiderhan wird nie sagen dürfen was Jung, Merkel oder Steinmeier gewusst haben. Er wird es vermutlich auch nicht tun wollen, weil er dazu viel zu sehr gehorsamer Soldat ist.
Allerdings ist es genau dieser Typus der gehorsamen Soldaten den Deutschland nicht brauchen kann. Das vermutliche Kriegsverbrechen des Oberst Klein, hätte in einer demokratischen Armee sehr schnell und sehr deutlich diskutiert werden müssen. Die Bundeswehr selbst, hätte möglichst sofort und umfassend die Öffentlichkeit informieren müssen. Sie sollte nämlich eine Armee der Bürger in Uniform sein, die sich zunächst den Bürgern verpflichtet fühlt und dann als Parlamentsarmee ihre Pflicht erfüllt.
Die Bundeswehr musste nach Afghanistan, weil die Politik dies wollte, oder besser weil gewissenlose Politiker wie Peter Struck, gerne den Befehlen des US-Imperialismus gehorchten. Das Ergebnis ist klar ersichtlich. Die Politik die zu feige war vom Krieg in Afghanistan zu sprechen, hat alles versaut. Deutschland hat rund um die zusammengebombten Tankwagen 168 zivile Opfer, darunter zwei- und dreijährige Kinder. Das Nachkriegsdeutschland, das Deutschland nach Hitler hat endlich sein
Massaker von My Lai.
Sicher kann man Oberst Klein nicht mit William Calley oder Lieutenant Colonel Frank A. Barker vergleichen, die ja bewusst ein Massaker wollten, aber in den Auswirkungen ist es die gleiche Geschichte. Die USA hatten damals wenigstens noch den Hubschrauberpilot Hugh Thompson und seine Bordschützen Glenn Andreotta und Lawrence Colburn die ihre eigenen Kameraden mit den Waffen des Hubschraubers bedrohten und so wenigstens elf Frauen und Kinder retten konnten.
Wir brauchen in der Bundeswehr mutige Soldaten, die die Wahrheit berichten. Wahrheit ist aus dem Offizierschor und der Politik nicht zu erwarten. Die dem System aufs tiefste verbundenen Medien haben keine Möglichkeit mehr, nach der Wahrheit zu forschen. Sie sind nur Herolde der Mächtigen und machen Werbung für das, was das Kapital will.
Der Fall Jung ist kein Fall Jung. Er ist ein Fall Deutschland, der deutlich macht, was passiert wenn ein Land in Korruption und Vetternwirtschaft versinkt. Die Bundesanwaltschaft wird übrigens keine Klage gegen Oberst Klein zusammenbringen. Sie wird ihn freisprechen. Dafür aber wird Deutschland schon bald Militärgerichtshöfe haben in denen unbotmäßige oder ehrliche Soldaten einfach weggepackt werden.
Deutschland ist auf dem Weg in die Diktatur. Daran würde auch ein Rücktritt Jungs nichts ändern. Das politische System der Parteidiktatur ist falsch. Deutschland braucht von freien Bürgern in direkten Wahlen gewählte freie Volksvertreter, deren Abstimmungsverhalten öffentlich sein muss und die auch wieder abgewählt werden können. Deutschland braucht Demokratie.
Nur Zivilisten?
War das nicht genau anders herum?
Und was haben die den den Tanklastern beigebracht (gelehrt)? ;-)
Ja es waren höchstwahrscheinlich nur noch Zivilisten da. Militär und auch die Milizen geben ihre Beute sofort auf, wenn sie die nicht mehr bewegen können, weil die festgefahren sind.
Aber die Zivilisten dort sahen ihre Chance an kostenlosen Sprit zu kommen und nach einigen Angaben wurden sie auch von den Aufständischen aufgefordert sich zu bedienen.
Ja, das ist Diebstahl, aber wohl kaum ein Grund sie mit dem Tode durch verbrenen zu bestrafen? Oder?
Jung hat uns belogen (wer erwartete denn auch etwas anderes...) als er behauptete es seien nur "pöhsen Terroristen" zu Schaden gekommen. "Nur" Zivilisten wäre ja die Wahrheit gewesen, aber genau das hat er ja vehement bestritten.
Über den Rest besteht Einigkeit.
"Ob du Freiheitskämpfer oder Terrorist bist, entscheidet sich erst, wenn du gewonnen hast oder nicht..."
Alle die dies tun, werden gemobbt, verklagt, was auch immer. Es ist nicht im Interesse der Armee Menschen zu haben die nachdenken können. Wenn man sich überlegt, dass dies nur sehr bedingt im zivilen Bereich gelingt (höhere Positionen) wie soll man bei solchem Vorbild in einer Armee verfahren? Gehorsam und Denken stehen ein wenig in Konkurenz. Wenn der Befehlshaber das Zweite erlaubt, bei schlechten Befehlen, wäre Denken nicht nötig da er solche Befehle nicht erteilen würde. Blindes gehorsam Fordern all jene (auch und gerade in der Politik) die Scheiß bauen.
Na und?
Solange es dieses verblödete Volk nicht merkt, geschweige denn Konsequenzen daraus zieht, ist doch die Welt in Ordnung.
Ein Mann von so schlichtem Gemüt wie Jung hat immer versucht das zu sagen, was man ihm aufgetragen hat und büßt jetzt dafür, dass Leute wie der Ölige von und Zu wieder in das Fenster reinkommen, aus dem sie sich zu weit rausgelehnt haben, als sie das Kriegsverbrechen deckten.
Gibt es so etwas in Deutschland? Wahrscheinlich nicht!
Dennoch, der Angriffskrieg gegen die Afghanen muss endlich beendet werden. Laut Grundgesetz ist ein Angriffskrieg mit Strafe nicht unter fünf Jahren zu bestrafen.
Deshalb nennt die Regierung diesen Krieg auch "humanitäre Besetzung", mit Bomben und Raketen und Granaten, metzeln sie so viele unschuldige Menschen nieder.
Wenn die BRD ein Rechtsstaat ist, dann werden die Verantwortlichen für diese Massaker zur Rechenschaft gezogen.
Jung gibt auf!!!
http://www.badische-zeitung.de/nach-luftangriff-jung-bietet-ruecktritt-an
Ja, so ist es immer gewesen und daher verstricken sich die Angriffskrieger, insbesondere dieser BRD-Regierung, immer mehr in den längst nicht mehr zu gewinnenden Krieg.
Wohl erst nach dem Rückzug der deutschen Heere werden die Verantwortlichen in den Bau maschieren.
Es ist zu prüfen, ob Herr Jung nicht in das Gefängnis sollte. Er hatt sein Amt nicht verstanden und Menschen fahrlässig töten lassen. Das ist keine Angelegenheit für den verlogenen politischen Untersuchungsausschuss, sondern eine Sache für den Staatsanwalt.
Passieren wird aber sowieso nichts. Und jetzt übernimmt das Amt auch noch unsere Laienhafte Ursula. PROST!
Es ist doch nicht wenig auffällig, dass Jung sich (auch wenn ihm die Problematik wohl schon vorher bewusst gewesen ist) noch bis zum 26.11. "durchgeschleppt" hat. Denn: Am 22. November war er insgesamt vier Jahre als Bundesminister im Amt. Damit hat er sich seine Ruhebezüge gesichert, derer er sonst verlustig gegangen wäre (Quelle: http://bundesrecht.juris.de/bming/__15.html). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...