Die Website der
MOTEL ONE Hotels schreit es selbstbewusst heraus:
Du wirst es lieben!
Viel Design
für wenig Geld
Die Preise sind wirklich günstig. Sie liegen zwischen 49 und 69 Euro. Eine zweite Person im Zimmer kostet zusätzlich zwischen 10 und 15 Euro. Nur zu Messezeiten gibt es Zuschläge. Und das Design ist wirklich nett.
Da verwundert es kaum, dass Dieter Müller, der Vorstandsvorsitzende der Motel One Group von der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) zum Hotelier des Jahres 2009 gekürt wurde und dass er an vielen Standorten in Deutschland heute Häuser der Motel One Gruppe betreibt scheint dies ja zu bestätigen.
Aber nicht alle lieben es. Denn die guten Zahlen des Hotels und das im Vergleich zum Vorjahr um 4 Millionen gestiegene EBITDA hat einen furchtbaren Preis, der natürlich nicht im
Quartalsbericht 3/2009 angegeben wird.
Denn die Gewinne werden auf den Rücken der Zimmermädchen erwirtschaftet. Einer der Reinigungspartner von MOTEL ONE zahlt seinen Zimmermädchen
1,99 Euro pro Zimmer und fordert noch zusätzlich Sonderleistungen wie die Reinigung von Office Bereichen, Fluren und Aufzügen.
All das spart Dieter Müller und der Motel One Group viel Geld. Die Zimmermädchen müssen zusätzlich Hartz IV beantragen, arbeiten im Endeffekt für Stundenlöhne um die 3,69 Euro, während 8,15 Euro pro Stunde bis Ende September der gültige Mindestlohn waren. Duckhome wollte eine Stellungnahme des Hoteliers des Jahres 2009 und hat eine schriftliche Interviewanfrage gestellt. Dieter Müller war zu feige sich den Fragen zu stellen. Deshalb möge sich der geneigte Leser die Antworten bitte selber geben.
Sehr geehrter Herr Dieter Müller, sie wurden zum Hotelier des Jahres 2009 gewählt. Hat sie das stolz gemacht?
Der Hotelmarkt ist schwer umkämpft und sie bezeichnen sich selbst als die bestkapitalisierte Hotelgruppe im Low Budget Bereich. Sind sie durch ihre niedrigeren Preise nicht praktisch dazu gezwungen, einige Standards zu vergessen, um diese Preise anbieten zu können?
Ein sehr wichtiger Standard ist die bauliche Sicherheit. Ist es richtig, dass sie bei einigen Gebäuden mit erheblichen Setzungsschäden konfrontiert sind und diese zur Zeit einfach durch zuspachteln verdeckt werden und gleichzeitig die Brücke für die Ausbreitung von Schimmel bilden.
Ein weiterer wichtiger Standard ist die Zahlung von gerechten, zumindest aber gesetzmäßigen Löhnen für ihre Mitarbeiter. Kann es sein, dass sie einen Teil ihrer niedrigen Preise dadurch erreichen, dass sie wesentlich gegen diesen Standard verstoßen. Lassen sich sich von ihren Mitarbeitern subventionieren?
Für einige ihrer Häuser haben sie die Firma H.J.P. Hoteldienstleistungen GmbH & Co. KG aus Grevenbroich beauftragt. Der Geschäftsführer dieses Unternehmens rühmt sich, dass er seinen Mitarbeitern 1,99 Euro pro Zimmer bezahlt, täuscht aber in Arbeitsverträgen Löhne von 8,15 Euro vor. Wie stellen sie sich zu diesen Löhnen.
Es ist Ihnen sicherlich bewusst, dass die Hotels und ihre Leitungsebene auch für Verstöße gegen den Mindestlohn haften, der zumindest bis Ende Septemer bei 8,15 Euro lag. Es wäre einfach zu beweisen, dass sie nicht von den rechtswidrigen Löhnen profitiert haben, wenn sie angeben könnten, wieviel Geld sie an H.J.P. pro Zimmer bezahlt haben, dies kann ihnen aber aus vertraglichen Gründen unmöglich sein. Fällt ihnen irgendein Nachweis ein, der sie von den Machenschaften des Herrn Porz freistellt ein?
Ihre Hotels haben einen sehr hohen Gästewechsel, da sie oft Bestandteil von festen Touren sind. Dies führt dazu, dass im Gegensatz zu einem Touristen- oder Businesshotel sehr viele Abreisen zu verarbeiten sind, was natürlich eine erhebliche Mehrarbeit bedeutet. Halten sie für möglich das bei dieser Situation ein Zimmer in durchschnittlich 14 Minuten ordentlich gereinigt werden kann?
Wenn ja, sehen sie dies auch für Mehrpersonen- und Behindertenzimmer so?
Halten sie es für in Ordnung, wenn die Zimmermädchen neben der Aufgabe die Zimmer zu reinigen, auch noch zu weiteren kostenlosen Dienstleistungen, wie Reinigung der Aufzugtüren, der Flure und Außenseite der Zimmertüren herangezogen werden?
Eigentlich können sie die vorgehenden Fragen nicht mit ja beantwortet haben, weil sie ja selbst in einigen Häusern deutliche Probleme bemerken. Die Sauberkeit lässt nach, weil sich ein so schlecht bezahltes Personal natürlich nur noch mit dem Wesentlichen beschäftigen kann, um überhaupt noch etwas zu verdienen. Deshalb versuchen sie ja auch Druck auszuüben. Dieser Druck sieht dann so aus, dass den Zimmermädchen zusätzlich auch noch Zimmer abgezogen werden und Herr Porz damit droht einfach die Gehälter nicht zu bezahlen. Glauben sie das durch solche Maßnahmen die Zimmer sauberer werden?
Wie können sie es verantworten, Menschen die so schlecht bezahlt werden, auch noch in Eigenjustiz Teile des erarbeitenden Lohnes zu kürzen. Wissen sie, dass dieses Verhalten strafbar ist?
Was beabsichtigen sie zu tun um die Situation zu verbessern. Einige gut geführte Häuser haben ja bereits auf eigenes Personal umgestellt. Haben sie ähnliche Absichten.
Es ist anzunehmen, dass Dieter Müller und die MOTEL ONE Gruppe, die Situation sehr genau kennen zumal in einigen Berliner Hotels ja diese
Geschichte um Zimmermädchen deren Leistung sich nicht lohnen darf durch die Reihen der Zimmermädchen und des eigenen Personals von MOTEL ONE ging.
Seine Nichtanwort auf die Interviewanfrage spricht für sich selbst. Nun ist es an der Zeit, dass diese Sache von den entsprechenden Behörden bearbeitet wird. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, die Finanzämter und Jobcenter an den Standorten der Motel ONE Group sind informiert worden. Allen Betroffenen wird geraten sich an Rechtsanwälte zu wenden, die gleichzeitig gegen den Reinigungsunternehmer und die MOTEL ONE Gruppe vorgehen sollen. Zumindest für die Zeit in der, der gesetzliche Mindestlohn galt, ist ziemlich sicher mit Schadensersatz zu rechnen.
Natürlich werden viele Betroffene sagen, dass sie dann ihren Job verlieren. Aber ein Job indem man um die Früchte seiner Arbeit betrogen wird, ist kein Job sondern reine Ausbeutung. In diesem Sinne ist der Hotelier des Jahres 2009 ein Ausbeuter und die ganze MOTEL ONE Gruppe mit ihm. Wer im MOTEL ONE bucht unterstützt die Ausbeutung.
Die Subvention die sich die MOTEL ONE Gruppe erschleicht, ist übrigens auch ein illegaler Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Hotels. Die Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) kann sich zwar nicht mehr von ihrer falschen Wahl zum Hotelier des Jahres 2009 befreien, aber sie ist angehalten, wenigstens journalistisch alles zu tun um die Branchenöffentlichkeit vor den Machenschaften Müllers zu warnen.
Betrüger schaden immer den Ehrlichen. Deshalb muss dem Betrug Einhalt geboten werden.
wer sich wissentlich so ausbeuten läst, ist selbst schuld. dann doch lieber gleich ganz und gar in der "sozialen hängematte".
und erzähle keiner, die würden dazu gezwungen...
noch giebts gerichte bzw. allerlei möglichkeiten aus so einem arbeitsverhältnis sanktionsfrei rauszukommen.
lass so einen arbeitsvertrag mal vom gericht prüfen, man muss sich allerdings schon aufraffen und zur wehr setzen. und was ist mit der sogenannten 30% unter tarif regel?
und ausserdem giebts möglichkeiten die arbeit so "perfekt" zu machen, das der arbeitgeber froh ist, diesen nach spätestens 1 woche wieder los zu sein.
du glaubst doch nicht durch etwas wischiwaschi-geschreibsel etwas ändern zu können, dazu gehört in diesen zeiten schon etwas mehr, sprich die betroffenen müssen sich selbst durch widerstand helfen. wenns nicht friedlich und legal geht, dann eben andersherum...
Hier hätte der Gesetzgeber auch die Auftraggeber in Haftung nehmen sollen. Denn es ist nicht schwer auszurechnen bei diesen Preisen, zu welchen Löhnen die Mitarbeiter der Reinigungsbranche arbeiten müssen.
Ich hoffe, dass dieses Versäumnis nachgeholt wird. Damit ist allen gedient. Auch den hier lebenden Migranten.
Das die Reinigungsfirmen die zusätzlichen Aufgaben wie das reinigen der Loungebereiche, der Flure usw. kostenfrei bewältigen ist einfach nur unsinnig. Kein normaler Mensch würde einen solchen Vertrag unterzeichnen. Für diese Leistungen erhalten die Reinigungsfirmen Sonderzahlung.
Es ist richtig, dass bei manchen Reinigungsfirmen Zimmer von der Gesamtrechnung abgezogen werden, dies geschieht jedoch nur, wenn die Zimmer schlecht oder gar nicht gereinigt werden und somit nicht vermietbar sind. Grundlage hierfür ist der Paragraph für nichterbrachte Leistung. Mit Eigenjustiz hat dies nicht im Entferntesten etwas zu tun, und wenn Sie behaupten das dieses Vorgehen strafbar wäre, so muss ich Sie bitten, sich noch einmal mit Ihrer Rechtsabteilung abzustimmen. Sollte diese kompetent sein, was ich bei diesem schlecht recherchierten Artikel nur hoffen kann, so wird diese Ihnen mitteilen das Sie sich mit dieser Aussage strafbar machen!
Das Herr Müller eine Stellungnahme zu Ihren haltlosen Anschuldigungen verweigert ist sein gutes Recht und zumindest meinerseits vollkommen nachvollziehbar. Der Mann hat eine Kette von 26 Hotels zu verwalten und muss sich nicht mit Schmierfinken wie Ihnen abgeben.
Zu den Vorwürfen der verminderten baulichen Sicherheit muss ich Ihnen mitteilen, dass ich bereits in 5 unserer Häuser tätig war. In keinem davon konnte ich von Ihnen beschriebene Mängel erkennen. Auch würden Sie nicht wie von Ihnen vorgeworfen „einfach zugespachtelt“ sondern durch Fachkräfte ausgebessert.
Mit der Hetze, die Sie gegen das Motel One Unternehmen betreiben, muss ich Ihnen unterstellen, das Sie sich entweder nicht richtig informiert haben, oder sogar von Mitbewerbern, die neidisch auf unseren ehrlich verdienten Erfolg sind, für die Gestaltung dieses Artikels bezahlt worden sind.
Mit Ihrem letzten Satz haben Sie völlig Recht. Betrüger schaden immer den Ehrlichen. Deshalb kann ich nur hoffen, dass IHNEN jemand Einhalt gebietet.
die von mir genannten Zahlen und Zustände stimmen zumindest für die von der Firma HJP gereinigten Berliner Hotels und für einige Westdeutsche. Deshalb hat ihr toller Abzockerchef mir ja auch keine Abmahnung geschickt und zittert jetzt was die Finanzkontrolle Schwarzarbeit und die Finanzämter ansonsten noch schönes finden.
zu der Reinigungsfirma HJP kann ich nichts sagen, da ich noch nicht mit diesem Unternehmen zusammen gearbeitet habe. Wenn Sie jedoch Angestellter einer Reinigungsfirma waren, so hätten Sie die Abmahnung sicherlich nicht durch Motel One, sondern durch HJP erhalten. Für die von HJP ausgehandelten Mitarbeiterverträge können Sie doch nicht Motel One verantwortlich machen! Hätten Sie sich an das Hotelmanagement gewendet, so bin ich mir sicher das man das Gespräch mit der Reinigungfirma gesucht hätte. Rechtlich gesehen ist Motel One also auf der sicheren Seite. Moralisch gesehen, müssen Sie zugeben das Herr Müller nicht jeden einzelnen Vertrag mit einer Fremdfirma prüfen kann. Im Einzelfall lohnt es sich immer, das Gespräch mit dem Hotelmanagement zu suchen und auf solche Tatsachen hinzuweisen. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich sogar einen Fall kenne, in dem einer Fremdreinigungsfirma die unlautere oder gar illegale Verträge mit Ihrem Personal abgeschlossen hat, der Vertrag unsererseits gekündigt wurde. Das Problem ist nur, dass man von solchen Gegebenheiten wissen muss.
In diesem Sinne hoffe ich, das Sie nun die Hetze gegen unser Unternehmen und unseren Vorstandsvorsitzenden unterlassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Jonas
Motel One besteht im Wettbewerb nur, weil es durch Betrug Preisvorteile hat. Müsste Motel One die Leistung bezahlen die sie aus den Zimmermädchen erpressen, wäre das Geschäftsmodell tot.
ich kann Ihnen leider nur attestieren, dass Sie keinerlei Fachwissen über Hotellerie besitzen. Wäre das der Fall, wüssten Sie genau, weshalb Motel One derart günstige Preise anbieten kann. Ich helfe Ihnen gerne auf die Sprünge: Abteilungen in Hotels wie Restaurant, Küche, Conferencing und Wellnessbereich sind die wahren Kostenverursacher in der Hotellerie. Motel One spart sich diese Bereiche aus und ist somit in der Lage, mit relativ wenig Mitarbeitern ein Hotel erfolgreich zu betreiben. Selbst wenn die von Ihnen genannten Niedriglöhne gezahlt werden würden, würde sich dies in der Bilanz nicht wirklich bemerkbar machen. Die Preisvorteile bei Motel One entstehen durch ein straffes Betriebskonzept und die Auswahl weniger guter Partner, bei denen entsprechende Volumen bestellt werden, die widerum niedrigere Preise zur Folge haben. Für Motel One ist das Thema Sauberkeit das wichtigste überhaupt. Aus diesem Grund werden derzeit Summen investiert, von denen andere Hotelketten nur träumen. Zu allererst betrifft das die Fremdreiniger, denen zur Zeit angeboten wird, weniger Zimmer pro Stunde zu putzen um zum einen den Streß für deren Mitarbeiter zu verringern und zum anderen die Qualität der Arbeit nachhaltig zu fördern. Subjektiv gesprochen halte ich Sie für den Typ Mensch, der erhlichen Erfolg anderer nicht verstehen und vor allem nicht akzeptieren kann. Ihre zweite Antwort an Herrn Jonas, die in nur fünf Zeilen bereits drei grammatikalische Fehler aufweist, zeugt von Ihrer Genauigkeit zur Recherche und verbundener Gründlichkeit. Hören Sie auf, die Menschen zu verunsichern und schreiben Sie über Dinge, die Sie wirklich wissen und darlegen können. Die Aussage eines CEO einer international agierenden Hotelkette über Motel One: "Ich mag Dieter Müller nur aus dem Grund nicht, weil er die Idee zu Motel One vor mir hatte!" Die Hotelkette dieses CEO´s wird übrigens jährlich mit dem Award für die zufriedensten Mitarbeiter ausgezeichnet. Weshalb gehen Sie nicht in ein Motel One und befragen die dortigen Mitarbeiter nach Ihrer Zufriedenheit und Verbundenheit zu "ihrem" Unternehmen?
Wenn Sie objektive Recherche betreiben würden, ist der erste Grundsatz, eine Anschuldigung weniger durch stützende Aussagen vieler zu untermauern. Das haben Sie versäumt verehrter Herr Hoff und aus diesem Grund schreiben Sie hier und nicht in referenzwürdigen Foren bzw. Printmedien.
Tatsächlich sind sie gut informiert, dass das Motel One erheblich mit der Verschmutzung zu kämpfen hat, weil die Zimmermädchen eben so beschissen bezahlt werden.
Das tolle Einkaufsmanagement der Motel One hat dazu geführt, dass Handtücher nur sehr langsam bewegt werden dürfen, weil sie sonst viele Flusen im ganzen Zimmer verstreuen.
Es ist wieder einmal billiger Dreck gekauft worden, der nur Mehrarbeit für die Mitarbeiter verursacht.
Was die Kosten für Restauration angehen, darf ich ihnen mitteilen, das selbst da die Zimmermädchen mit einspringen müssen. Natürlich kostenlos und ohne gesundheitliche Untersuchung.
Übrigens sollten sie vorsichtig sein. Wie viel ich von Hotels verstehe, werden sie feststellen, wenn ich mit der Finanzierungsakrobatik der Motel One Group durch bin.
Aber wenn ihr toller Herr Müller endlich anfängst die Zimmermädchen anständig zu entlohnen, dann ist ja schon viel gewonnen. Die Staatsanwaltschaft wird den Rest erledigen.