Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann fordert wie üblich den Kündigungschutz aufzuheben, um den Menschen jede Sicherheit zu nehmen. Den Menschen in ständiger Angst lassen sich von seinesgleichen dann leichter erpressen und mit viel zu niedrigen Löhnen abspeisen. Gleichzeitig will Driftmann, dass die Hornissenkoalition die Rentengarantie zurücknimmt, damit auch wirklich alle Rentner bald in Armut leben. Er ist eben ein echtes Herzchen.
Allerdings hat Driftmann auch die deutsche Versicherungswirtschaft im Auge. Er möchte nämlich zusammen mit der FDP, dass alle Menschen sich privat versichern um den Großkonzernen das Geld zuzuschanzen. Es sind Leute wie Driftmann und die FDP, die gerne verheimlichen, dass z.B. bei der
Riester-Rente, ein 30-jähriger Riester-Fondssparer, mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von 52.500 Eurom 92 Jahre alt werden muss, um seine eigenen Beiträge samt Zinsen als Rente ausgezahlt zu bekommen, er aber nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nur eine Lebenserwartung von 78 Jahren hat.
Mario Ohoven, Chef des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft, hat zwar keine Ahnung von mittelständischer Wirtschaft und hat sein Berufsleben mit der Vermittlung von Anlagen gemacht, wobei er ein paar Mal mit dubiosen Geschäften aufgefallen ist. Aber genau wie seine Tochter
Chiara riskiert er gerne mal eine dicke Lippe, wobei seine wohl keinen Botoxhintergrund hat, sondern nur seiner Ahnungslosigkeit und seiner totalen Verantwortungslosigkeit entspringt.
Ohoven fordert das die Arbeitnehmer Job-Sharing betreiben sollen. Das ist eine geniale Idee. Der Arbeitgeber bekommt zwei leistungsstärkere Mitarbeiter und bezahlt das gleiche Geld. Im Endeffekt wohl sogar weniger, da er einfach beide kostenlos länger arbeiten lässt. Volkswirtschaftlich ist das Ganze im übrigen der gleiche Nonsens wie das sonstige Gerede von Ohoven. Einen Arbeitsplatz in zwei Hälften zu teilen bringt keinen zusätzlichen Arbeitsplatz sondern macht aus dem einen guten Arbeitsplatz, zwei Arbeitsplätze von denen niemand leben kann.
Das begreift sogar Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, der auch nicht möchte, dass die Bundesregierung die Grenzen für den Hinzuverdienst bei Hartz IV erweitert, weil das mehr Leute in Hartz IV bedeutet. Würde der Hartz IV Satz auf 420 Euro angehoben, würde das bedeuten, dass 2 Millionen Arbeitnehmer plötzlich Anspruch auf Hartz IV hätten, weil sie weniger verdienen.
Alt begreift allerdings nicht, was er damit wirklich gesagt hat. In Deutschland wird so schlecht bezahlt, dass auch nur ein fast fairer Hartz IV Satz dazu führt, dass es 2 Millionen Empfangsberechtige mehr gibt. Das kann man nur als Trauerspiel bezeichnen. Es muss dringend ein Mindestlohn von 10,50 Euro eingerichtet werden und jeder Verstoß dagegen ist mit Gefängnis nicht unter drei Jahren zu ahnden.
Die totale Versklavung einzuführen oder dem Binnenmarkt den Gnadenstoß zu geben?
Aber das Elend wurde ja angekündigt:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,659088,00.html
... Das Transatlantische verschmolz sie zu einer "gemeinsamen Wertebasis", zu einem "gemeinsamen Bild vom Menschen". In dieser Klarheit lag die Kraft ihrer Rede...
Aber Flucht ist wahrscheinlich auch sinnlos, das Vertragswerk ist durch, und durch.
Die Einkommen aller natürlichen und juristischen Personen zum EBITDA versteuern und mit den Kosten für die Sozialversicherungssysteme belegen, dafür aber die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge abschaffen.
Einführung eines Grundeinkommens, das 20 Prozent unter dem Mindestlohn liegt und in hohem Anteil auch für Kinder gezahlt wird. Wegfall aller sonstigen Subventionen.
Reicht dir das für den Anfang.
Ihr wisst ja: Wer viel fragt, geht viel fehl