Der ehemalige Beauftragte für die Stasi- Unterlagen, Joachim Gauck, hat sich gegenüber dem
Handelsblatt ausgekotzt und lässt damit sein kindliches Denken offensichtlich werden:
Die Freude an der Freiheit hat sich in Furcht vor der Freiheit verwandelt.
Ich bin empört über politische Nostalgie, weil sie die harten Tatsachen der Diktatur ständig ausblendet.
Wir sind ein freies Land, wir haben Grundrechte und sind ein Rechtsstaat. Das hatte ich 50 Jahre meines Lebens nicht
Ja. Er hat Recht. Er hat all das bekommen, wovon er geträumt hat. Er hat die Privilegien die er in der DDR vermisste. Er hat Grundrechte und für sich einen Rechtsstaat, weil er zu den Privilegierten, zur Oberschicht gehört. Er ist im Kapitalismus angekommen und das ist alles was für ihn zählt.
Er kann nicht vergleichen, was die Bürger der BRD an Grundrechten, sozialer Sicherheit, Arbeitsfrieden und Zukunft verloren haben, weil er diese Freiheit nie kannte. Für ihn ist es in Ordnung wenn rund 10 Millionen Menschen mit Hartz IV in die Armut gedrängt wurden, die teilweise jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Für ihn ist es normal, dass die Arbeiter ausgebeutet werden und das die Justiz nur noch die Reichen schützt.
Es waren Leute wie dieser Gauck, die mich, als es die DDR noch gab, fragten ob ich ihnen Penatenöl aus dem Westen mitbringen könnte, weil das Ostöl so schlecht sei. Ich kaufte das Ostöl, weil es so billig war und seinen Zweck erfüllte. Es waren Leute wie dieser Gauck die nie begriffen haben, das auch jemand mit sehr hohem Einkommen, nicht einmal das kaufen kann was nur bei der ARD in der Werbung angeboten wurde, ohne pleite zu gehen.
Es waren Leute wie dieser Gauck, die unbedingt die D-Mark wollten und die es dem Großkapital leicht gemacht haben, sich an der Abwicklung der DDR eine goldene Nase zu verdienen. Sie haben keine Sekunde darüber nachgedacht, ob sich nicht einiges aus der DDR und auch der DDR-Wirtschaft zu retten lohnte. Sie sind dem Gimpelfänger Kohl nachgelaufen und Gauck hat gerne das Schoßhündchen gegeben und brav die Linken verbellt.
Die DDR war ein Unrechtsstaat. Deutschland heute entwickelt sich immer mehr zu einem Unrechtsstaat. Wenn Gauck mit diesem System, dem Turbokapitalismus und der totalen Hoffnungslosigkeit der Massen zufrieden ist, dann soll es mir recht sein. Aber dann ist er wirklich nicht mehr zu retten. Aber schließlich war er Pfaffe, die standen noch nie auf der Seite der Menschen, sondern stets auf der Seite der herrschenden Klasse. Warum sollte Gauck also anders sein. Es bleibt nur Verachtung für Leute wie ihn.
Es gab in der DDR viele schlimme Dinge. Die meisten hat Schäuble gerne übernommen und noch weiter ausgebaut und von Gauck war nie ein Wort der Kritik zu hören. Es gab in der DDR viele gute Dinge. Von denen wurde nichts übernommen.
Wo weniger als 10 reiche Familien alle Massenmedien kontrollieren, wie bei uns, gibt es keine Meinungsfreiheit. Wo soll denn hier der Unterschied zum SED-Staat sein?
Der Unterschied ist, dass Leute wie Gauck - zumindest ideologisch - auf der Seite dieser reichen Familien stehen. Früher musste er in einem Staat leben, der - bei aller Kritikwürdigkeit - die kleinen Leute bevorzugt hat. Die kleinen Leute haben es allerdings nicht gedankt, nicht einmal verstanden, sonst hätten sie 1990 einen ganz anderen Staat aufgebaut.
Wenn die kleinen Leute mit den großen etwas gemeinsam haben, dann ist es die Gier, die immer den Verstand vernebelt.
"In der Regel trugen die Germanen rote Bärte"
Außerhalb der Regel wird das wohl auch nicht ander gewesen sein.
Aber du hast natürlich recht. Es gibt auch unter Pfaffen gute Menschen. Allerdings sind sie seltene Ausnahmen.
Und die Politiker unterstützen dieses Großkapital, entgegen ihres Gewissens und jeder Moral.
Darum meine Frage: Weshalb wollten die Menschen im Osten trotzdem die Einigung mit dem Westen; warfen sich zum Ramschtarif der überfütterten Kohl-Administration förmlich zum Fraß dar ?
War die seinerzeitige Gier nach D-Mark und Reisefreiheit so groß war, dass man alle bisherigen guten Grundsätze einfach über Bord warf.
Eine Einigung auf Augenhöhe mit dem westlichen "Bruder"-staat - aber unter dem Dach der EU - das wäre die schwierigere, aber auch die erfolgreichere Lösung für beide Staaten gewesen.
Aber alles Lamentieren bringt nichts; beide Seiten müssen endlich begreifen, dass jeder etwas vom anderen sehr viel Gutes lernen kann. Also bitte, fange doch jeder nach seinen Möglichkeiten endlich damit an.