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Ich habe vergessen zu weinen, dort in diesen gewaltigen Bergen des Hindukusch. Und dann habe ich vergessen, wie man weint.
Ein Knall zerreißt die flirrende Luft auf der Jalalabad Road in Kabul. Dann Stille. Für vier junge deutsche Männer wird der Weg zurück in die Heimat zur Todesfalle. Heike Groos, Bundeswehrärztin in Afghanistan, ist eine der ersten, die die verletzten Soldaten am Ort des Selbstmordanschlags versorgt. Wie Groos sind sie im Glauben an den humanitären Charakter ihres Einsatzes an den Hindukusch gekommen. Doch was die Soldaten, was die Ärzte erwartet, ist die erbarhmungslose Realität eines Krieges. Wohin mit dem Schrecken, der Angst, dem Hass, den Bildern, die auch bleiben, wenn man der Hölle längst entkommen ist?
Ein schöner Tag zum Sterben
Ein Buch. Oftmals die Stütze für Menschen eigene Erfahrungen versuchen zu verarbeiten. Nach endlosen Ablenkungsversuchen und schier nicht enden wollenden Therapiesitzungen reißt der Film im Kopf einfach nicht ab. Nächte in denen man schlaflos auf seinem Bett liegt, sich müßig versucht mit Unmengen Kaffee wach zu halten - bloß nicht einschlafen; bloß nicht träumen.
Die Bilder im Kopf - auch tagsüber. Im Fernsehen, im Radio, in der U-Bahn, auf der Straße. Sie lassen einen nicht mehr los. Man steht ständig unter Strom. Unentwegtes denken: Warum? Wieso?
Der Druck im Kopf, er lässt nicht nach.
Diese, dich immer verfolgenden, quälenden Erinnerungen nennt man Trauma. Ein Trauma tritt ein, wenn ein Mensch mit einem nicht normalen Ereignis überfordert ist. Eine völlig normale Reaktion mit dem Geschehenen abrechnen zu wollen, es aber nicht zu können. Viele Menschen haben traumatische Erinnerungen und sie können unterschiedliche Ursachen haben. Normale Bürger trifft dies zb. bei Autounfällen, Entführungen, Katastrophen oder anderen Ereignissen. Besonders gefährdet sind aber Menschen die eine Berufsrichtung gewählt haben die prinzipiell größeren Gefahren ausgesetzt ist als andere Berufsgruppen. Dazu gehören Feuerwehr, Polizei und auch das Militär.
Frau Groos spricht in ihrem Buch über die Erinnerungen die sie aus Afghanistan mitbrachte. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse im US-Staat Texas erachten wir es für notwendig auf dieses Krankheitsbild hinzuweisen. Nicht zuletzt deswegen, aber auch um den Lesern zu verdeutlichen, dass es mit vorschnellen Verurteilungen nicht getan ist. Ein Trauma kann jeden Menschen ereilen, die kulturelle Heimstatt spielt keine entscheidende Rolle. Entscheidend ist, dass eine Überforderung eintritt die es unter normalen Umständen nicht gibt.
Wie im Fall des amerikanischen Militärpsychiater, der 13 Menschen tötete, gilt es die besondere Belastung eben dieser Berufsgruppe zu hinterfragen. Denn die Behandlung von Soldaten die in einem Kriegseinsatz waren ist auch für einen Psychiater eine Extremstbelastung. Frau Heike Groos kann mit ihrem Buch einen kleinen Einblick gewähren
wie extrem diese Belastung sein kann.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen:
"Posttraumatische Belastungsstörung", Mathias Langkafel
"Hilfe für verwundete Seelen – Der Beginn der Traumaforschung im Ersten Weltkrieg", Prof. Wolfgang U. Eckart
Physiotherapie bei Folter- und Kriegsopfern, BRIGITTE FIECHTER LIENERT
"Angriff auf die Seele", Internetseite eines Hauptfeldwebels
Die getöteten Amerikaner werden nirgendwo mehr Zivilisten umbringen.
landbewohner, dümmer gehts nümmer.
Hase, genau wie der Spruch, dass tote Soldaten ein Schritt in Richgtung Abrüstung ist, ist deine Bemerkung nicht zynisch, sondern menschenverachtend.
Ja, auch Soldaten sind Menschen!
Unterstützt unsere Soldaten. Die beste Unterstützung ist es sie nach Hause zu holen.
In einer Gesellschaft, die alle ethischen Grundlagen zu Gunsten der Gewinnmaximierung über Bord geworfen hat und von gewissenlosen, machtsüchtigen Psychopathen aus Wirtschaft, Politik und Religionen geführt wird, bleiben Opfer nicht aus.
Depressionen und Angsterkrankungen sind normale Reaktionen der Seele auf unerträgliche Lebensumstände und sie nehmen in unserer Gesellschaft mittlerweile pandemische Ausmaße an.
Die einen versuchen sich ihre Verzweiflung von der Seele zu schreiben – viele versinken in Sucht, Lethargie oder einsamer Welt-Abgewandtheit und andere halten das verordnete Unrecht einfach nicht aus und drehen irgendwann durch.
Über die Selbstmordrate verzweifelter, seelisch verkrüppelter Soldaten wird vielleicht noch eine unliebsame Statistik geführt, über die von Hartz IV-Empfängern und anderer Opfer unserer sogenannten Sozialgesetzgebung und einer gekauften Rechtsprechung nicht.
Und weil es ja immer aufwärts geht in unserer perfiden Spaßgesellschaft, blüht auch das Geschäft mit der Angst und sogenannten seelischen „Erkrankungen“ - nicht nur bei Pharma- und Sicherheitsunternehmen sowie deren Aktionären.
Auch lesenswert in diesem Zusammenhang:
„Ponerologie ist ein vom klinischen Psychologen Dr. Andrzej M. Łobaczewski vorgeschlagenes neues wissenschaftliches Studium, das die Entstehung, Existenz und Verbreitung der makrosozialen Krankheit, die wir „das Böse“ nennen, beschreibt.“
http://quantumfuture.net/gn/ponerologie/index.php
(Volker Pispers?)