Die Fußballvereine die mit Fußball viel Geld verdienen sind nicht bereit, die Kosten, die sie verursachen, zu bezahlen. Lieber kaufen sie für Millionen neue Spieler oder bauen pompöse Stadien. Für sie ist Fußball ein Kulturgut, dessen Folgekosten der Steuerzahler zu zahlen hat. Diese Denkweise ist natürlich falsch. Es handelt sich um Unternehmen, die im öffentlichen Raum Geld verdienen und deshalb natürlich auch für die Folgekosten verantwortlich sind.
Jedes andere Unternehmen, wie zum Beispiel ein Wanderzirkus muss für alle Folgekosten seines Auftritts aufkommen und dafür oft schon im Voraus viel Geld als Kaution hinterlegen. Dieses Verfahren ist richtig. Wenn ein gewinnorientiertes Unternehmen öffentliches Eigentum nutzt, dann muss es für alle Schäden, die durch diese Nutzung entstanden sind, aufkommen.
Die Fußballvereine argumentieren dann immer damit, dass sie ja für das Verhalten ihrer Fans nichts können. Das Fußball nur als Vorwand genutzt wird um sich zu betrinken und zu schlagen, oder öffentliches Eigentum zu zerstören. Das mag ja sogar stimmen, aber wenn die Vereine nicht spielen würden, gäbe es auch diesen Vorwand nicht. Es ist also die gewinnorientierte Veranstaltung, die zu den Schäden führt.
Natürlich verlangt niemand ernsthaft, den bezahlten Fußball zu verbieten. Allerdings müssen die Vereine für die mit ihrer Veranstaltung verbundenen Kosten aufkommen. Das gilt für den Einsatz von Polizei und Feuerwehr, aber auch für zerstörte Züge oder brennende Papierkörbe. Das ist für die Vereine natürlich ein wirtschaftliches Problem.
Sie kommen aus diesen Kosten nur heraus, wenn sie selbst präventiv vorgehen und entweder Gewalt verhindern oder die Täter dokumentieren, damit diese für den Schaden aufkommen. Dazu gehört natürlich auch, das bekannte Täter sehr schnell und für sehr lange von allen Spielen ausgeschlossen werden.
Wenn es nicht anders geht, müssen an nicht auffällige Fans eben Ausweise verteilt werden, die nur ihnen den Zutritt zum Stadion und dem Kauf von Karten erlaubt. Es ist auf jeden Fall nicht mehr weiter hinnehmbar, dass viel Geld verdient wird und die Bürger die Kosten zu tragen haben.
Auch das Argument, die Kosten müssten von den Vereinen übernommen werden, da ohne diese Veranstaltungen es auch keine randalierenden Horden von alles zerstörenden Fußballfans gäbe, ist wirklich gut durchdacht.
Dann können wir auch gleich weitergehen. Alles Autohersteller werden ab sofort für alle Folgekosten von Unfällen haftbar gemacht, denn würden die Autohersteller keine Autos produzieren, so würde es auch keine Unfälle geben. Selbstverständlich wird nun auch die Verpackungsindustrie für die gesamten Müllentsorgnungskosten aufkommen, denn ohne Verpackung kein (Verpackung-) Müll. Auch Brillenhersteller sollten für die Krankenhauskosten von denjenigen aufkommen, die von einem Brillenträger zusammengeschlagen wurden, denn ohne die Brillen hätte der Täter ja gar nicht treffen können. Wer kommt eigentlich bei dem spekulativen Fall, dass ein Mensch mit einer Kettensäge einen Wald abholzt, für die Folgekosten auf? Der Kettensägehersteller oder derjenige der das Benzin hergestellt oder bereit gestellt hat? Eine schwierige Frage über die ich erstmal nachdenken muss.
ZITAT:
"Wenn es nicht anders geht, müssen an nicht auffällige Fans eben Ausweise verteilt werden, die nur ihnen den Zutritt zum Stadion und dem Kauf von Karten erlaubt."
Ich weiß was besseres: Wir pflanzen allen Menschen Chips ein, auf denen man dann Erlaubnisse/Genehmigungen speichert. SUPERIDEE!!
Hier habe ich schon viele gute Artikel gelesen, dieses ist definitiv einer der schlechtesten.
Natürlich sind die Vereine verantwortlich. Sie heizen die Konfrontation über ihre öffentlichen Aussagen auch noch an.
Ich verweise auf den Film Hooligans:
http://community.movie-infos.net/thread.php?goto=nextoldest&threadid=26127
Er zeigt auf, wie man in die gewalttätige Szene rutschen kann. Schon Kinder werden beim Schulsport, in irgendwelchen Kleckersvereinen, vom vernarrten Vater oder "falschen" Freunden auf den Hass gegen die gegnerischen Fans getrimmt. Das kann man nicht den großen Vereinen zuschreiben. Diese Verantwortung liegt bei den Erwachsenen, die ihnen den Hass schmackhaft machen.