Axel Wieandt ist der Vorstandschef der Hypo Real Estate (HRE). Natürlich ihr neuer Chef und somit für die Vergangenheit nicht verantwortlich. Er selbst studierte an der WHU – Otto Beisheim School of Management bei der er heute auch noch Professor ist. Diese Uni bekam 50 Millionen Mark damit wenigstens eine Schule den Namen des
Mitgliedes der Leibstandarte-SS Adolf Hitler, Otto Beisheim, trägt. Selbst verständlich hat die Schule damit nicht den Ungeist Beisheims übernommen.
Das diese Hochschule Margret Suckale die ehemalige Personalveralberin der Bahn hervorgebracht sagt auch noch nicht viel. Wer sich auf Seite 36 des
Geschäftsberichtes die Liste der Stifter, Förderer, Freunde und Unterstützer ansieht bekommt ein Wer ist Wer der neoliberalen Internationale die im Jahr 2007 mit 7, 1 Millionen Euro Spenden die Hälfte des Etats ausmachten.
Eine Hochschule die derart auf Spenden angewiesen ist, kann nicht frei agieren sondern muss Forschung und Lehre nach den Wünschen der Spender auslegen. Auch das entlastet Axel Wieandt, der sicher auch durch seinen Vater, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der BfG Bank, Paul Wieandt, nicht unbedingt auf sozialverträgliches Handeln vorgeprägt war. Seine Tätigkeiten für für McKinsey, Morgan Stanley und seine Zeit bei der deutschen Bank dürften ein übriges getan haben um eine eventuell vorhandene Mitmenschlichkeit vollständig abzuschleifen.
Im Endeffekt bleibt vermutlich ein rücksichtsloser und verantwortungsloser Neoliberaler übrig, der nur nimmt und nichts gibt. So ein Mann darf dann auch
solche Sätze denken und ausprechen:
Anreizsysteme sind grundsätzlich durchaus im Interesse der Gesellschaft und damit in unserem Fall des Steuerzahlers.
Wie bitte? Anreizsysteme also Boni sind im Sinne der Gesellschaft. Welcher Gesellschaft denn bitte. Der Gesellschaft der Abzocker, der Bankster und des Großkapitals. Das mag sein. Im Sinne der Gesellschaft sind derartige Bonussysteme nicht, weil sie zum zocken und zur Verantwortungslosigkeit verleiten. Sie sind kriminell, genau wie die Leute die sie fordern.
Natürlich sollen alle Leute gut verdienen, aber was erhebt ein Banker über einen Straßenkehrer. Seine Ausbildung? Dem Straßenkehrer ist der Job eines HRE Vorstandschefs leichter beizubringen als Leuten wie Wieandt, die Führung eines Besens. Es ist nichts besonderes daran für eine gescheiterte Bank auf Kosten des Steuerzahlers zu arbeiten. Das kann jeder. Hätte man die verdammte HRE zugemacht, wäre Deutschland sehr geholfen gewesen. Die
Hypo Real Estate war vermutlich von Anfang an als Betrug geplant.
m September 2001 fusionierten die Nürnberger Hypothekenbank, die Süddeutsche Bodencreditbank und die Bayerische Handelsbank zur damaligen HVB Real Estate Bank AG. Großaktionär und Namensgeber der börsennotierten Gesellschaft war die HypoVereinsbank. Nach einem Erwerbsangebot im Sommer 2002 leitete die HVB im Frühjahr 2003 den Zwangsausschluss (Squeeze-out) der Minderheitsgesellschafter ein.
Durch Abspaltung von Teilen des gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäfts der HVB, der Anteile an der HVB Real Estate Bank AG, der Westfälischen Hypothekenbank AG und der HVB Ireland und einer Mehrheitsbeteiligung an der Württembergischen Hypothekenbank AG wurde schließlich im Jahr 2003 die „neue“ Hypo Real Estate Holding AG gebildet.
Die HypoVereinsbank war ihre Immobilien und einen großen Teil ihrer Sorgen los und schnell verschwanden die Wissenden aus der HRE Aktie, die zwar noch ein Weilchen zulegen konnte, aber eben kaum Sicherheit bot. Bei diesem Spiel war die Hypovereinsbank natürlich nicht alleine. Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank und damit die Allianz machten das gleiche Spiel und legten ihre Immobilienteile zur
Eurohypo zusammen.
Am 6. November 2001 geben die drei großen deutschen Privatbanken – Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank – zusammen mit den Vorständen ihrer Hypothekenbanktöchter, in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt, dass sie ihre Beteiligungen an der Eurohypo „alt“, der Rheinhyp und der Deutsche Hyp zusammenlegen wollen.[2] Am 29. April 2002 werden die Unterschriften unter die Fusionsverträge gesetzt. Im Juni 2002 stimmten die Hauptversammlungen der Institute dem Zusammenschluss zu und am 13. August 2002 wird die neue Eurohypo AG ins Handelsregister der Stadt Frankfurt am Main eingetragen.
Deutsche Hyp Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg AG (Deutsche Hyp) [Bearbeiten]
Die Deutsche Hyp war die Hypothekenbank der Dresdner Bank und entstand 1998 aus einer Fusion der drei Hypothekenbanken, die der Dresdner Bank gehörten.
Die erste wurde 1862 als Deutsche Hypothekenbank in Meiningen gegründet. 1938 erfolgte die Sitzverlegung nach Weimar, von dort 1948 nach Bremen. Der Fusion mit der Sächsischen Bodencreditanstalt im Jahre 1972 folgte im Jahre 1989 die Sitzverlegung nach Frankfurt am Main. 1990 wurde sie mit der Pfälzischen Hypothekenbank fusioniert.
Die zweite, die Hypothekenbank in Hamburg AG, wurde 1871 in Hamburg gegründet.
Die dritte Hypothekenbank, die seit 1971 der Dresdner Bank gehörte, war die Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank AG mit Sitz in Hamburg. Sie wurde 1871 als Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank in Schwerin gegründet. 1964 wurden die Banken umfirmiert.
Eurohypo Aktiengesellschaft Europäische Hypothekenbank der Deutschen Bank (Eurohypo alt)
Die Eurohypo alt war die Hypothekenbank der Deutschen Bank und entstand 1998 durch den Zusammenschluss der Lübecker Hypothekenbank AG (gegründet 1927) und der Frankfurter Hypothekenbank Centralboden AG.
Die Frankfurter Hypothekenbank Centralboden AG ging 1995 aus der Fusion der Frankfurter Hypothekenbank AG, gegründet 1862 in Frankfurt am Main, und der Deutschen Centralbodenkredit-AG, Köln, hervor.
Die Deutsche Centralbodenkredit-AG mit Sitz in Berlin entstand 1930 aus der Fusion der Preußischen Pfandbrief-Bank und der Preußischen Central-Bodenkredit-AG (1870 gegründet).
Rheinhyp Rheinische Hypothekenbank AG (Rheinhyp)
Die Rheinhyp wurde als Rheinische Hypothekenbank mit Sitz in Mannheim 1871 gegründet und hundert Jahre später, im Jahre 1971 von der Commerzbank AG als deren Hypothekenbank übernommen. Nach Fusion 1974 mit der Westdeutschen Bodenkreditanstalt, gegründet 1893 in Köln, erfolgte 1975 die Sitzverlegung nach Frankfurt am Main.
Geschichte ab 2001
Ziel nach dem Zusammenschluss der drei Hypothekenbanken zu der neuen Spezialbank war es, die Eurohypo im Rahmen eines sogenannten Secondary Public Offering als einen wichtigen Wert am Kapitalmarkt zu etablieren. Vor diesem Hintergrund übernahm Bernd Knobloch bereits im Jahr 2004 den Vorsitz des Vorstands, um alle Voraussetzungen für den Börsengang frühzeitig zu erfüllen. Bis zum Sommer 2005 wurden dann auch alle wichtigen Kennzahlen deutlich verbessert und die Kapitalmarktreife hergestellt.
Übernahme durch die Commerzbank
Im Oktober 2005 verkündete die Hypo Real Estate - der zweitgrößte Immobilienfinanzierer nach der Eurohypo - den Konkurrenten übernehmen zu wollen. Daraufhin übte die Commerzbank jedoch ein ihr zustehendes Vorkaufsrecht aus und erwarb die ausstehenden Anteile von der Deutschen Bank und Allianz in zwei Tranchen. Seit April 2006 sind ca. 98 % der Aktien im Besitz der Commerzbank. Die restlichen zwei Prozent befanden sich noch im Streubesitz. Die Aktionäre der Eurohypo haben inzwischen im Rahmen der Hauptversammlung am 29. August 2007 der Übertragung der Aktien der Eurohypo-Minderheitsaktionäre an die Eurohypo-Hauptaktionärin (Squeeze-Out) sowie einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugestimmt.
Was die Commerzbank zur Übernahme der Europhypo getrieben hat, ist unklar. Aber es war neben der Übernahme der Dresdner Bank von der Allianz wohl deren schwerste Fehler. Aber der deutsche Steuerzahl ist nett. Es rettet nicht nur die Hypo Real Estate, nein er wird auch die Eurohypo retten müssen. Wiandt schüttelt zwar vehement sein Haupt, wenn er auf eine Zusammengehen mit Eurohypo angesprochen wird, aber er wird sich wohl in sein Schicksal fügen müssen.
Passt zu dem Modell auch ein Andocken der Eurohypo?
Ich habe mehrfach gesagt, dass an den Gerüchten nichts dran ist. Das steht nicht auf der Agenda und wenn, wäre das eine Frage für den Bund.
Aber dafür, dass Sie allein bleiben wollen, ist ihr Neugeschäft schwach ausgefallen?
Wir tätigen in der aktuellen Phase selektiv Neugeschäft. Sie sollten außerdem bedenken, dass der gesamte Immobilienmarkt um bis zu 80 Prozent eingebrochen ist. Die Marktteilnehmer sind auf der Immobilienseite sehr vorsichtig geworden. Im Staatsfinanzierungsgeschäft bauen wir unseren Vertrieb neu auf. Wenn der Markt wieder dreht, haben wir aber gute Chancen: Manche Banken konzentrieren sich auf ihre Heimatmärkte, andere sind aus der Immobilienfinanzierung ausgeschieden, es gibt also weniger Anbieter.
Wann springt Markt wieder an?
Schwer zu sagen. Die Krise der Realwirtschaft schlägt jetzt mit Verzögerung durch auf die Immobilienmärkte. Wir beobachten eine Zurückhaltung von Mietern und damit auch von Investoren. Die Mietniveaus sinken, die Leerstandsquoten steigen. Das schlägt sich auch in der Bewertung nieder und führt zu einem Anstieg der Problemkredite.
Ja es geht weiter abwärts mit den Immobilien und nur weil der Staat bisher verhindert, dass die Pfandbriefe auf Werthaltigkeit geprüft werden, ist außer kleineren Rauchwolken noch nicht viel zu sehen. Aber wehe die ersten größeren Zusammenbrüche kommen, dann könnte es sehr schnell gehen.
Die Eurohypo über die Commerzbank zu schützen macht wenig Sinn. Jetzt einen harten Schnitt zu machen und in einem Aufwasch, Eurohypo und HRE aufzuarbeiten und die toten Hypotheken abzuschreiben, würde Sinn machen. Es wäre das einzige was überhaupt Sinn macht. Aber wie auch in allen anderen Politikfeldern wird es wohl ein reines weiterwurschteln geben.