In der
Zeit verkündet Josef Joffe das Ende der Krise. Das ist nicht weiter tragisch, weil Joffe schon seit einiger Zeit den Kontakt zur Realität vollständig verloren hat und im besten Fall ist es eine gute Wahlwerbung für die CDU.
Lustig ist allerdings, dass er, oder jemand der ihn nicht sonderlich leiden kann, eine Bildstrecke in den Bericht eingebunden hat, die Grafiken zeigt, mit denen der Wirtschaftshistoriker Kevin O’Rourke (Trinity College, Dublin) und der Makroökonom Barry Eichengreen (University of California, Berkeley) die jetzige Weltwirtschaftskrise mit der von 1929 vergleichen und zu verblüffenden Übereinstimmungen kommen.
Die
Industrieproduktion ist noch tiefer eingebrochen als 1929. Der
Welthandel ist noch schneller und tiefer abgestürzt und das gleiche gilt für die
Börsenkurse. Dafür ist aber die Versorgung der Märkte mit
Geld deutlich besser und die
Staatsdefizite sind höher, verlaufen ansonsten aber parallel.
Joffe freut sich einen Keks wenn im zweiten Quartal die Einbrüche nicht ganz so horrend sind wie im ersten. Genau diese Entwicklung findet sich aber auch in der Depression von 1929. Es gab immer wieder schnelle und langsame Phasen des Absturzes. Das ist auch logisch. Denn der Unterschied zwischen Mensch und Tier, ist die Fähigkeit des Menschen Hoffnungen zu haben.
Der Mensch hofft auf ein Ende der Krise und möchte bereit sein wenn es wieder bergauf geht. Deshalb werden die Lager auch nicht so weit abgebaut, wie sie es der Auftragslage nach abgebaut werden müssten. So werden zwischendurch immer wieder kurze Phasen eines geringeren Abschwungs durch Lagerkäufe entstehen.
Selbstverständlich tauschen auch die Menschen Geld gegen die Industrieprodukte die sie langfristig brauchen. Vor allem dann wenn sie glauben am Tiefpunkt der Krise billig kaufen zu können. Es ist das Prinzip Hoffnung oder ein Aufbäumen, dem dann die nächste Phase der Depression folgt.
Ein Problem sieht Joffe nur bei den armen Banken, bei denen er gerne noch mehr staatliche Unterstützung und Beteiligung haben möchte, um den Steuerzahler noch weiter zu belasten. Am schönsten aber ist seine Behauptung, dass es in Deutschland kein Hypothekenproblem gibt. Duckhome hat schon mehrmals über die
Pfandbriefkrise berichtet und
Prof. Dr. Karl-Joachim Schmelz liefert eindeutige Beispiele dazu:
Schrottimmobilien der 1990'er Jahre
Die systematische Überbewertung von billigen Gebrauchtimmobilien durch "eine süddeutsche Hypothekenbank" zeigt der folgender Fall. Eine ETW in Leverkusen wird 1991 einem Erwerber durch einen mit dieser Bank zusammenarbeitenden Strukturvertrieb und dessen (später wegen Betrugs verurteilten) Notar für ca. 156 TDM Kaufpreis 'aufs Auge gedrückt'. Die Finanzierung geht über ca. 174 TDM. Um das Jahr 2002 wurden 8 ETW in diesem Objekt für durchschnittlich 60 TDM zwangsversteigert. Mittlerweile (2008) liegen die freihändigen Verkaufspreise bei ca. 30 TDM (15 T€), die Zwangsversteigerungserlöse liegen noch darunter.
Joffe kann sich nicht damit herausreden, er habe von all dem nichts gewusst. Was er und die Zeit betreiben ist übelste Propaganda, die dazu führen soll, dass sich die Menschen nicht auf das vorbereiten was auf sie zukommt, sondern falschen Propheten folgend schutzlos in ihren Untergang folgen. Joffe ist typisch für die verlogene Systempresse und deren angeblichen Qualitätsjournalismus. Was er sich hier zusammengeschmiert hat, ist eine Frechheit.
Wenn die Verleger jetzt auch noch Staatsknete fordern, weil niemand mehr für solchen Mist bezahlen will, dann zeigt das, was passiert, wenn es nur noch Propagandajournalismus gibt. Aber zum Glück dürften diese Totholzmedien wohl schneller sterben als der Staat sie retten kann und das ist gut so.
Es ist Weltwirtschaftskrise und sie ist noch lange nicht auf ihrem Tiefpunkt. Auf dem Weg nach unten haben wir erst das erste Drittel hinter uns. Das schlimmste kommt noch. 2010 wird den Vorgeschmack dafür liefern was 2011 bittere Realität wird. In solch eine Phase ist eine Kanzlerin Merkel und ein Vizekanzler Westerwelle das Schlimmste was diesem Land passieren kann.
[ZitatAnfang: Es wäre ein Hintertreppenwitz der Geschichte, wenn in diesem Land, in dessen östlichem Teil ein Sozialismus ohne menschliches Gesicht geschichtlich abtrat, nun ein Kapitalismus ohne menschliches Gesicht es so weit brächte, daß auch ihm über kurz oder lang nichts anderes mehr übrigbliebe als der geschichtliche Abtritt, weil er, seiner ungebändigten Eigenlogik folgend, seine kulturellen Grundlagen zunehmend selbst zerstört. ZitatEnde]
(http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1991/1991-08-a-508.pdf)
Wer einen Ausblick auf die unmittelbare Zukunft der BRD haben möchte, die anderswo längst Gegenwart ist, der schaue sich bitte folgendes Video an. Seht euch bitte die Realität an! Alpträume und Hilfeschreie sind als Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.
http://video.google.com/videoplay?docid=2917925236979967221&hl=en
Oder das beste denn es beschleunigt das Aus der ausbeuterischen Lügenrepublik.
Dennoch denke ich das es anders kommen wird nach der Wahl.Die Linke wird deutlich dazugewinnen und eine Rolle spielen.Egal mit wem ich spreche viele wollen diese Partei wählen.Nur wenige sind überzeugte Linke.Viele tun es aus Protest.Dies wird unweigerlich denn Untergang der BRD besiegeln.Genau davor haben die Eliten Angst.Genau deshalb machen sie die Linke schlecht.Ich jedenfalls lasse mich gern überzeugen.Ich glaube zwar nicht das ich jemals ein Linker werde aber als aufgeschlossener Mensch höre ich jedem zu und bilde mir dann meine eigene Meinung.Entscheidend für mich ist wie für viele andere die Ziele auf die eine Bewegung gründet.Solange diese wirklich gross sind und vor Kraft nur so strotzen bin ich stets bereit mitzuziehen.Für Kleinigkeiten wird aber niemand auf die Strasse gehen.Entweder alles oder garnichts muss das Moto zukünftig lauten...
Der vermeintliche Aufschwung kann nicht nur mit den Wahlen erklärt werden. Die Bankenkrise ist keinesfalls ausgestanden. Bei Betrachtung der Zahlen würde jedes kleine Unternehmen der Konkursverschleppung bezichtigt werden.
Vorsichtige Schätzungen beziffern den Abschreibungsbedarf für Schrottimmobilien in Deutschland mit 700 - 1200 Milliarden Euro. Ein Teil dürfte in für Sparer vermeintlich sichere Immobilienfonds ausgelagert worden sein.
Die zu erwartende Konkurswelle wird Kreditausfälle in unbekannter Höhe nach sich ziehen.
Bei dem Ausmaß der Probleme könnte das Volk etwas anderes erwarten als plumpe Propaganda. Es bleibt abzuwarten wen die Medien als schuldigen präsentieren werden, wenn er nicht kommt, der Aufschwung.