Wenn man irgendwo auf der Welt einen Menschen fragt, welche Markenzeichen ihm zu Deutschland einfallen, dann bekommt man Antworten wie Mercedes, BMW, Audi, SIEMENS, Bayer oder die Fußballnationalmannschaft. Diese Markenzeichen werden in der Regel auch sehr positiv rezipiert. Da kann man denn auch im letzten Buschdorf noch Sätze wie, “Germany, Ballack, Mercedes very gutt!”, hören. Das liegt daran, dass wir nach den leidvollen Erfahrungen, unserer Geschichte, uns neue Markenzeichen zugelegt haben.
Wie schon erwähnt, war es aber nicht immer so. Es ist noch nicht so lange her, da waren unsere Markenzeichen Krieg, Tod, Zerstörung und menschliches Leid. Obwohl man dabei nicht von Markenzeichen sondern eher von Schandflecken sprechen muss.
Offensichtlich können aber Einige ein positives Deutschlandbild nicht ertragen. Einer von diesen Schmutzfinken ist Franz Josef Jung von der CDU.
Sie Herr Kriegsminister Jung
sind kein Verteidigungsminister. Denn ein Verteidigungsminister würde unser Land gegen seine Feinde verteidigen. Das wären beispielsweise auch Leute, die uns in ungerechte Kriege gegen fremde Völker zwingen wollen. Die so, für ihre niederen Beweggründe, auch den Tod deutscher Soldaten herbeiführen.
Sie aber machen sich zum Vasallen eben dieser Leute, und führen für diese Leute einen schmutzigen Krieg. Genau darum verteidigen sie nicht Deutschland und sind eben auch kein Verteidigungsminister. So viel mal vorneweg.
Wir werden also morgen in der F.A.Z lesen dürfen, dass Sie mehr Wehrpflichtige einziehen wollen. Das jedenfalls durften wir heute schon bei FAZ.NET lesen. Sie blabern da etwas von einer “Einberufungsgerechtigkeit”. Das glaube ich ihnen aber nicht. Denn schließlich erzählen Sie ja, wenn es um Afghanistan geht, ständig Lügen. Denn auch dort handelt es sich nicht um was auch immer Sie behaupten, sonder schlichtweg um Krieg. Meine Meinung zu diesen Lügen können Sie hier nachlesen.
Es geht also in Wirklichkeit nicht um Gerechtigkeit sondern um Kanonenfutter für eine große Ungerechtigkeit. Sie brauchen das Blut möglichst vieler junger Menschen. Denn dieses wollen Sie für Ihre Gesinnungs- und Bündnisgenossen, auf den Schlachtfeldern dieser Welt, vergießen.
“Noch heute gilt: Die Wehrpflicht ist die intelligentere Wehrform.”
Intelligent wäre, Herr Jung, wenn man überhaupt keine Armee mehr benötigen würde. Denn die einzige intelligente “Wehrform” ist Frieden. Für diesen bräuchte man aber keine Wehrpflicht. Das was Sie betreiben ist also in jeder Form unintelligent. Das junge Wehrpflichtige lieber bei der Bundeswehr bleiben, als Hartz4 zu bekommen, ist nun wirklich nicht gerade rühmenswert. Das ist einfach schlimm.
“Die Wehrpflichtigen leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz Deutschlands: Im Katastrophenschutz, von der Hochwasserhilfe bis hin zu Orkanschäden.”
Für diese Aufgaben braucht man keine Armee! Diesen Blödsinn können Sie einer alten Oma erzählen. Wie oft war denn die Bundeswehr da bisher tätig? Die Hauptlast dieser Aufgaben liegt doch bei all denen die sich im Zivilschutz engagieren. Die meisten tun das übrigens ehrenamtlich. Nicht das ich den persönlichen Einsatz vieler Soldaten bei den derartigen Hilfseinsetzen herabwürdigen will. Eine Bundeswehr wird dadurch aber noch lange nicht legitimiert. Im Übrigen ist ein gut ausgerüstetes Feuerwehrauto wesentlich billiger als einer dieser neuen und wohl nutzlosen PUMA-Schützenpanzer. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser für den Katastrophenschutz noch nutzloser ist.
Wenn, Herr Jung, immer mehr Staaten der NATO und der EU die Wehrpflicht aufgeben, dann finde ich das sehr nachahmenswert. Das Ihre “Kollegen” Sie um Ihre Wehrpflicht beneiden ist verständlich. Die hätten eben auch gerne ausreichend Kanonenfutter-Nachschub. Darum heulen sie sich denn auch, “abends unter vier Augen”, bei Ihnen aus. Aber der Neid dieser Leute hebt mich nicht an. Denn ich beneide deren Länder dafür, etwas zu tun wozu wir, hier in Deutschland, nicht in der Lage sind.
Da können Sie übrigens Ihrem amerikanischen Kollegen mal einen schönen Gruß, von mir, bestellen. Ich habe da eine Lösung für seine Probleme.
Sein Land hört einfach auf, überall in der Welt, irgendwelche Kriege, vom Zaun zu brechen. Dann kann er sich die ganze Armee und mithin auch die daraus resultierenden Kosten sparen.
Doch zurück zur Wehrpflicht als Markenzeichen. Ich möchte nicht, dass deutsche Soldaten wieder zum Markenzeichen Deutschlands werden. Alles, von mir aus spritschluckende Protzerautos, Oliver Kahn, Kuckucksuhren oder Neuschwanstein. Aber nie wieder Krieg! Denn das bedeutet am Ende Leid, Tod und Zerstörung. Ja, und das ist eben, wie schon gesagt, ein Schandmal.
Ich hoffe mal, dass Sie bei Ihrer Tätigkeit keinen Erfolg haben,
und verbleibe mit wenigstens friedlichen Grüßen.
J. Fuhrmann
Die fdP wirbt derzeit damit, die Wehrpflicht abschaffen zu wollen. So weit so gut.
Aber simultan fordert die Union, Zwangsarbeit für Langzeitarbeitslose einzuführen. Paßt ja wie die Faust aufs Auge. Dann werden künftig Langzeitarbeitslose für Kriegs- und Ersatzdienst herangezogen. Das löst dann, im Sinne der Erfinder, mehrere Probleme gleichzeitig.
Die Arbeitslosen werden weniger, die Bundeswehr bekommt Zuwachs und die Arbeit, die sonst von Ersatzdienstleistenden verrichtet wird, bleibt auch nicht liegen.
Das war eine Kooperation von sPD, Union und fdP.
Eurohasenbär - SZ-Leserforum
Ein ganz billiger Versuch, Erstwähler einzufangen.
Schöne Ausführungen lassen sich für fast jeden
Begriff finden, doch Mord ist und bleibt Mord.
http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=8192977154296057254&hl=de
Darum noch einmal danke für Ihren Kommentar und den Link.
Mit freundlichen Grüßen
Ich halte das für schlichtweg falsch. Man braucht eine Armee. Nicht, um Krieg zu führen, aber aus reinem Sicherheitsbedürfnis.
Das ist im Wesentlichen dem kaum zu leugnenden Umstand geschuldet, dass es ziemlich viele Vollirre gibt, die gewaltsam daraus Vorteil ziehen würden, wenn Staaten ihre Armeen abzuschaffen.
Alternativ könnte man ja nur die Polizei hochrüsten. Und Polizei mit schweren Waffen - das will doch erst recht niemand.
Ernsthaft kann man eigentlich nur diskutieren, ob man eine Freiwilligen-Armee / Berufsarmee oder das Wehrpflichtmodell möchte.
Gegen das Wehrpflichtmodell spricht im Kern, dass es in der Praxis mittlerweile alle Gerechtigkeitsmaßstäbe verfehlt. Und natürlich, dass sie einen Zwang gegenüber dem Bürgern darstellt. (Man sieht allerdings an den USA, dass die Freiwilligkeit in der freiwilligen Armee auch so eine Sache ist.)
Es gibt aber in Demokratien auch gute Argumente für eine Wehrpflicht. Etwa, dass die Armee an die Bevölkerung rückgebunden wird, und so weit weniger Gefahr läuft, sich zu verselbstständigen.
Die Wehrpflicht hat sozusagen einen starken Kontrollcharakter, da viele Menschen in der Armee sind, die mehr "durchgeschleust" werden, als fester Bestandteil sind.
Militärs sind als Träger absolut überlegener Waffen schließlich auch immer eine Gefahr für demokratische Regierungen. Das kennt man zwar aus dem jüngeren Europa weniger. Aber Lateinamerika und Südostasien können darüber länglich Auskunft geben.
Das war nur in den angelsächsischen Ländern so. In vielen anderen Ländern der Welt hatte Deutschland - bis zu Schröder und Merkel - einen so guten Ruf, daß selbst amerikanischen Soldaten in deutschen Uniformen aufgetreten sind, um z.B. in Afghanistan - nicht beschossen zu werden.
Oben genanntes Weltbild war/ist eine Folge der antideutschen Propaganda, während andere Länder ein vielfaches an Kriegen, Tod und Zerstörung verursachten, wurde es in der Propaganda totgeschwiegen.
Das Markenzeichen paßte nie zu Deutschland. Die deutsche Hinterlassenschaften waren immer Straßen, Gebäude und Eisenbahnen - jedenfalls vor Merkel und Schröder!
mfg zdago
also us-amerikanische Soldaten in deutschen Uniformen (habe auch schon von deutschen Hoheitszeichen auf deren Fahrzeugen gehört)...
bis jetzt habe ich dafür noch keine Beweise gesehen. Mal ganz davon abgesehen, dass das mehr als illegal ist, aber was stört das die USA.
Na ja, das Deutschlandbild, in den USA ist das extrem krank, da wird die Wehrmacht zum Teil verherrlicht. Die beste Armee der Welt usw.
Und bei so einigen Radikalen in der arabischen Welt werden Deutsche dafür bewundert etwas gegen Juden unternommen zu haben. Das finde ich auch nicht gerade schmeichelhaft.
Das heftigste ist aber immer noch, dass die Paschtunen sich für die Deutschen aussprechen, da diese wie sie selbst Arier seien.
In diesem Sinne, alles Autobahn.... ahhh... Eisenbahn! Eisenbahn!
das sieht man ja an der amerikanischen armee, die mittlerweile fast nur noch in den slums und aus radikalen kreisen rekrutieren koennen. ausserdem ist es viel leichter, aus freiwilligen patrioten soeldner zu machen, als aus pflichtrekrutierten. in anbetracht der tatsache, das die jungs uns bald auch im innern vor osama und seine spiessgesellen schuetzen werden, moechte ich lieber keine riesenbabys mit unmoeblierten oberstuebchen in der bundeswehr haben!
Mir haben die 10 Monate Grundwehrdienst vollkommen gereicht. Das einzige was ich mitgenommen habe ist die Frage: Wer weiß wozu ich eine "militärische" Ausbildung mal brauchen werde?