Ferdinand Piëch steht aber vor allem für gekaufte Gewerkschaften. Natürlich lässt sich ein juristischer Beweis nicht führen, da der Kriminelle Peter Hartz keine Aussage gemacht hat, was ihm vermutlich wohl dieses milde Urteil eingebracht hat. Tatsächlich ist das System VW, das durch das illegale VW-Gesetz dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität verleiht und den gefügigen, aber mächtigen Gewerkschaftlern ein Novum in der freien Wirtschaft, welches es eigentlich nicht geben sollte.
Aus dieser Konstellation aber resultiert Piëchs Macht. Für sein persönliches Vermögen ist es übrigens egal, ob Porsche VW übernimmt oder umgekehrt. Der Porsche Piëch Clan besaß bisher Porsche und wird nun 51 Prozent von VW und damit auch einen Anteil an Porsche besitzen. Es geht dabei nur um die Person Piëch.
Wer sich die Autos ansieht, die VW herstellt, der bemerkt schnell, das da irgendwas nicht stimmt. Phaeton, New Beetle, Scirocco und Eos sind Nischenprodukte mit wenig Zukunft. Natürlich wird es einen Golf VII und vielleicht auch noch IIX geben. Dazu eine endlose Reihe von Fox, Jetta, Polo und wie sie sonst auch alle heißen. Sicher sind Sharan, Touran und Passat brave Arbeitstiere. Pfiff hat jedoch lediglich der Touareg, der aber ausgerechnet von Porsche stammt.
Egal wie man sich diese Modelle auch schönredet oder ihre Nützlichkeit betont. VW steckt am Anfang einer Krise der Ideenlosigkeit, die Opel jetzt untergehen lässt. Die Automobilbranche ist verhängnisvoll mit Überkapazitäten versehen, die zum einen Preiskampf ohne Ende bedeutet, aber sich aber irgendwann im Untergang ganzer Marken manifestieren muss.
Opel, GM und Ford sind da nur erste Blickpunkte dessen was passieren wird. Wenn VW auf Piech setzt, dann setzt es auf die Vergangenheit. Wendelin Wiedeking setzte auf Zukunft. Mit dem Cayenne und jetzt dem Panamera machte er genau die richtigen Schritte um Porsche aus der 911 Nische herauszuführen. Ein viersitziger Porsche macht es jetzt auch möglich mit der Familie Porsche zu fahren.
Wiedeking stand und steht für Innovation, Piëch steht für Stagnation. Damit passt Piëch genau in das Kalkül des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff von der CDU, der vor nichts mehr Angst hat als vor neuen Entwicklungen. So ist es letztendlich Wulff zu verdanken das Piëch siegen konnte, weil er ihn massiv unterstützte.
So sorgte Wulff dafür das Porsche von den Banken keine Kredite bekam. Er machte Katar klar, dass ein Einstieg bei Porsche, weitere Geschäfte für das Emirat in Deutschland unmöglich machen würde, ein Einstieg bei VW aber gewünscht sei. Er trickste wie es keiner von ihm erwartet hatte, bootete seinen schon schwer angeschlagenen baden-württembergischen Amtskollegen Günther Oettinger vollständig aus, mit dem er doch eigentlich im Andenpakt vereint ist.
Ja er schaffte es sogar Angela Merkel auf seine Seite zu ziehen, der wohl jetzt erst klar wird, dass sie damit Wulff zum kommenden Kandidaten für das Kanzleramt gemacht hat. Der diese Position wohl auch Mitte der kommenden Legislaturperiode bekommen wird, wenn Merkel wegen ihrer schlechten Wirtschaftspolitik und der hohen Arbeitslosigkeit zurücktreten muss.
Den größten Coup landete er aber damit, dass er es dem Porsche Piëch Clan ermöglichte Milliarden an Steuern zu sparen, indem sie über ein spezielles Verfahren und Firmengeflechte verkaufen, das hart an der Grenze zum Betrug ist, aber vom niedersächsischen Finanzministerium wohl gedeckt wird. Er plündert damit also den deutschen Steuerzahler aus um Piëch zu schützen.
Die Folgen sind klar. VW wird den Weg von Opel und GM gehen. Auch wenn die Komiker vom Ifo Institut des unsinnigen Professors immer wieder behaupten, das der Aufschwung komme, ist klar, das viele aufgrund der Abwrackprämie vorgezogene Autokäufe in den nächsten Jahren den Autoabsatz belasten und zudem die andauernde Rezession und die hohe Arbeitslosigkeit zu Kaufzurückhaltung führen werden.
Ein Kaufanreiz käme da nur durch innovative Produkte, aber der dafür eigentlich zuständige Mann Wendelin Wiedeking ist nicht mehr da und Ferdinand Piëch hat ja schon in der Vergangenheit gezeigt, dass er nicht der Mann für Innovationen ist. VW wird weiterwurschteln wie bisher und dabei auch die Zukunft von Audi und Porsche verspielen.
Das ist schlimm für die Arbeitsplätze, aber wohl nicht mehr zu ändern.
Schönes Wochenende!
Weil ich Toni Schmücker nicht leiden konnte fuhr ich dann lange Mercedes und stieg dann irgendwann auf Audi um.
Allerdings definiere ich mich nicht über mein Auto. Wenn ich zur Zeit eines brauchen würde, käme wahrscheinlich der Audi A6 dabei heraus, aber nur weil es den Tesla als Kombi noch nicht gibt.
Ich zerbreche auch nicht an Piëch. Ich halte ihn schlimmstenfalls für ein biologisches Problem, dass sich bald lösen wird. Aber die Folgen seines Kurses wird Deutschland und die Menschen in Deutschland noch lange tragen müssen. Davor warne ich.
Die redaktionelle Prüfung muss leider sein, weil sonst der Staatsanwalt ganz schnell zuschlägt.
Wenn ich nicht mehr für Kommentare belangt werden kann, muss sie auch nicht prüfen. Sollte ich etwas zu beanstanden haben, informiere ich den Kommentar, was bei Fakes natürlich nicht geht.
So mein lieber Leberkuchenfred ich hoffe das reicht um dich zu beruhigen.
die einen sachlichen Beitrag mit derart persönlichen Unrat zu diffamieren versuchen.
Aber was ist von einem Schreiber mit dem Namen schon zu erwarten.
Wenn für ihn das Auto eben sein Phallussymbol ist, dann ist er nicht nur ein armes Würstchen, sondern eine arme S..,(Du weißt schon woraus Würstchen gemacht werden?)
Für mich muß das Auto von A nach B fahren und wenn ich Städter wäre hätte
ich diese, wohl renditeloseste (nur CDO´s sind noch schlechter)Anlage dieser Zeit gar nicht.
Sie sehen auch nicht, das mir FP völlig egal ist. Ich halte zwar aus gutem Grund menschlich nichts von ihm, aber das darf nicht Teil meiner Bewertung sein. Ich habe nur aufgezeigt wohin die Geschichte laufen wird.
Ihre Betrachtungsweise ist eben die eines Lebkuchenfred. Der sieht nur was er sehen will und schimpft auf alle die mehr oder gar anderes sehen.