Überall geistert das Wort von der Vollbeschäftigung als Wirtschaftsziel durch die Hirne und keiner will zugeben, dass Vollbeschäftigung nicht möglich ist und wirtschaftlich betrachtet sogar schädlich wäre. Als in Deutschland das erste Mal die Gefahr einer Vollbeschäftigung drohte, wurden schon fast panikartig Gastarbeiter nach Deutschland geholt. Ohne die Gastarbeiter wären die Lohnforderungen der Arbeitnehmer nicht zu bremsen gewesen und ein weiteres Wachstum der Wirtschaft wäre viel schlanker ausgefallen.
Natürlich war das schon damals der falsche Gedankenansatz, allerdings ein verzeihbarer, weil niemand eine Vorstellung davon hatte, wie weit sich die Produktivität steigern ließ. Die Produktivität stieg rasant an und die Folge war Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit wuchs mit dem Anstieg der Produktivität praktisch synchron. Aus dieser Falle gab es zwei Auswege. Mehr Güter exportieren und den Mitarbeitern weniger Lohn zahlen oder eben Arbeitslosigkeit zu finanzieren.
Gewählt wurde ein Mittelweg bei dem es nur Verlierer gab. Allerdings wurden schon damals die Weichen gestellt, dass die Arbeitslosen für ihre Arbeitslosigkeit verantwortlich sein sollten und nicht Politik und Kapital. Helmut Schmidt war der Kanzler der diese Tür aufstieß und sie konnte bis heute nicht verschlossen werden.
Im Grunde begann damit eine Fehlentwicklung, die ein deutsches Problem ist, obwohl es sie überall auf der Welt in schwächerer Form gab. Innerhalb der deutschen Arbeitsethik, wurde der Verlierer im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz zum Versager stilisiert. Die Arbeitslosenzahlen waren das Menetekel der Politik. Während das Kapital immer schneller, immer reicher wurde, begannen die Lohnempfänger immer schneller zu verarmen.
Als dann offiziell von der Globalisierung geredet wurde, ging es darum die Güter dort zu produzieren, wo sie am wenigsten kosteten. Dabei geht es übrigens nicht nur um Lohnkosten, sondern auch um Umweltgesetze. China war ein dankbares Opfer und hat ohne Rücksicht auf die eigene Bevölkerung, das Land vergiftet und die Bevölkerung zu rechtlosen Wanderarbeitern gemacht.
Dummerweise hatten die Befürworter dieser Globalisierung vergessen, dass sie Märkte für ihre Produkte brauchten. Die Arbeiter die sie nun nicht mehr in Deutschland beschäftigten, konnten die Produkte auch nicht mehr kaufen. Also wurde die Qualität abgesenkt und zum Beispiel bei Kleidung praktisch eine Art Dritte-Welt-Qualität auch in den deutschen Handel eingeführt. Damit ließen sich aber nicht mehr die Gewinne erzielen die aus Markenprodukten bekannt waren und die Marken starben ebenfalls.
Das machte aber weder Politik noch Kapital schlauer. Anstatt für Binnenkaufkraft zu sorgen, wurde die Exportfähigkeit verbessert. Die Arbeitslosen wurden mit den Sozialhilfeempfängern nach Hartz IV verbannt und arbeiten jetzt als Ein Euro Jobber wieder in deutschen Firmen und ermöglichen es so, dass Produkte, die vormals in China produziert wurden, nun wieder in Deutschland gefertigt werden. Auf Kosten des Staates, also der Steuerzahler.
Die Armutsindustrie Part 1
Die Armutsindustrie Part 2
Die Armutsindustrie Part 3
Wer übrigens glaubt, dass der Wahnsinn nur die unteren Schichten betrifft, der möge sich vor Augen führen, dass Bundesbildungsministerin Schavan fordert, dass ausländische Arbeitnehmer im Bereich Forschung und Technik bereits ab einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro in Deutschland eine freie Einreise bekommen sollen. Damit würden Ingenieure, Ärzte und Wissenschaftler ernsthaft bedroht oder auf einen Mindestlohn von 30.000 Euro abgesenkt.
Das hätte die gleichen Folgen wie es damals die vielen Gastarbeiter hatten. Deutschland würde weiter verlieren, aber das Kapital würde sicherlich große Gewinne einstreichen. Alles im Namen des Wachstums und einer geplanten Vollbeschäftigung die es nie geben wird. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Wachstum und Beschäftigung. Tatsächlich gibt es im Zeitalter des Casinokapitalismus nicht einmal mehr einen Zusammenhang zwischen Produkten und Wachstum.
Ein großer Teil des Finanzgeschäftes findet völlig losgekoppelt von der realen Wirtschaft statt und erzeugt Scheinrenditen in Milliardenhöhe, die natürlich irgendwann wie alle Blasen platzen und dann vom Steuerzahler getragen werden müssen. Während weltweit Unmengen an Geld in die Banken und Finanzkonzerne gepumpt wird, geht gleichzeitig der Realwirtschaft das Geld aus.
Es kann also nicht um Wachstum gehen, weil nur ein Wachstum der realen Wirtschaft in begrenztem Maße neue Stellen schafft. Es gibt diese Stellen aber nur, wenn Auslagerung nicht staatlich gefördert und Leiharbeit verboten wird. Die Leih- oder besser Sklavenarbeit hat nur Arbeitsplätze auf kurze Zeit geschaffen und die Lohnkosten gesenkt. Es ist illusorisch davon auszugehen, das ein neues Wachstum eine relevante Zahl an Arbeitsplätzen bringt.
Natürlich gibt es Grenzen des Wachstums. Innerhalb der aktuell gegeben planetaren Grenzen ist das Wachstum endlich. Es gibt einen Punkt an dem weder die Ressourcen noch die Anzahl der Menschen ein weiteres Wachstum erlauben würden. Niemand weiß wo dieser Punkt liegt, aber er liegt noch weit vor uns. Anstatt von Wachstum müssen wir also von Teilhabe reden.
Wir können und dürfen den Wert eines Menschen nicht mehr daran festmachen, wieviel Geld er als Lohn bekommt, weil die Entlohnung oder ob er überhaupt eine Beschäftigung findet, nicht mehr vom Einzelnen abhängt und dieser auch so gut wie nichts dazu beitragen kann, seine Situation zu verändern.
Klar ist allerdings auch, dass sowohl Nahrung, als auch Produktion für alle Menschen auf der Erde reichen. Durch das Kapital und die Politik wurden verstärkt in den letzten Jahren Klassen geschaffen. Diese Klassen dienen dazu, die Menschen aufeinander hetzen zu können. Um zu verhindern dass sich die Betroffenen einig sind, soll ja jetzt auch Hartz IV noch in eine erste und zweite Klasse aufgeteilt werden.
Tatsächlich haben wir einen Klassenkampf. 20 Prozent der Menschheit besitzt 90 Prozent allen Eigentums und versucht den Rest auch noch zu bekommen. Das Kapital kennt keine Vernunft, es besteht nur aus reiner Gier. Niemand würde ein Raubtier ohne Sicherheitsvorkehrungen halten und nur ein Irrer will es streicheln. Der Kapitalismus ist so ein Raubtier und es braucht feste Ketten um es zu bändigen. Gefährlich bleibt es aber trotzdem immer.
Das eigentlich Problem aber liegt am anderen Ende. Man muss sich endlich eingestehen, dass es keine Vollbeschäftigung geben wird und diese auch kein Ziel ist. Es ist völlig gleichgültig wie viele Menschen in entlohnter Beschäftigung für die Produktion von Waren und Dienstleistungen sind, solange genügend Waren und Dienstleistungen erzeugt werden.
Die Kosten für die Nichtbeschäftigten sind Kosten der Produktion. Allerdings gibt es da natürliche Grenzen. Nicht in einem Arbeitsverhältnis zu sein darf nicht automatisch dazu führen das ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgezahlt wird. Für alle Menschen in Deutschland muss es eine Weiterbildungspflicht geben, die erst an den Grenzen der Einzelperson endet. Bezieher von Grundeinkommen müssen sich bis dahin weiterbilden und wöchentlich mindestens 20 Stunden nachweisen.
Um den Rest muss man sich keine Sorgen machen. Wer beim Grundeinkommen große Zuverdienstmöglichkeiten erlaubt, wird viele Menschen in die Selbstständigkeit entlassen können. Selbstständigkeit ist in Deutschland ein viel zu großes Risiko, weil es keine Rückhaltsysteme gibt und die Gefahr des totalen sozialen Abstiegs riesig ist.
Natürlich gibt es jede Menge Arbeit auf die Albrecht Müller zurecht hinweist und die er Glöckner nicht für wachstumsfördernd hält. Nehmen wir einfach die Forderung mehr Lehrer und kleinere Klassen zu haben. Das sieht zunächst nicht nach Wachstum aus. Es ist aber der Beginn von Wachstum. Wenn wir schon in der Grundschule die Fähigkeit des eigenständigen, selbstkontrollierten Lernens vermitteln können, haben wir Schüler die viel Freude an der Schule haben, besser lernen und höhere Bildungsziele erreichen und somit auch mehr verdienen werden. Das ist Wachstum.
Der Umbau unserer Energiewirtschaft auf Dezentralität schafft neue Technologien und neue Produkte und damit auch Exportmöglichkeiten. Dezentralität bedeutet Wachstum und vor allem aber auch sichere Arbeitsplätze. Aber all dies wird ein Traum bleiben, solange nicht klar ist, dass ein Klassenkampf geführt werden muss.
Das Großkapital durfte sein unter den Nazis ergaunertes Geld behalten, die normalen Menschen verloren alles. Jetzt wird aktuell das Großkapital durch den Steuerzahler subventioniert und die Menschen werden wieder alles verlieren. Nur durch einen Klassenkampf kann das Großkapital weitgehend enteignet werden und nur dann ist ein Neuanfang wirklich möglich.
Bürgerrecht und Bürgerpflicht bedingen einanander
Die Wellen schlugen hoch, als in diesem Artikel nicht nur ein bedingungsloses Grundeinkommen abgelehnt, sondern sogar eine Bildungspflicht gefordert wurde. Die Kommentare waren einheitlich der Meinung das nur ein bedingungslo ...
_ SKY BAR _ am
08/30/09 um 12:06
Sättigung oder zwei Grenzen des Wachstums
Karl Georg Zinn schreibt in „Le Monde diplomatique” über John Maynard Keynes und die Theorie der endogen bedingten Wachstumsabschwächung unter anderem: […] Aber leistet Keynes auch einen Beitrag zur neueren „ökologischen” Wachst... ...
Guten Morgen,
ich möchte Anregen über folgende Passage, unabhängig vom Grundeinkommen noch mal nachzudenken. (Das Grundeinkommen ist meiner Ansicht nach eh nur eine Utopie die wenn überhaupt, nur auf völlig entartete Menschenfeindliche Weise eingeführt wird. Aber das nur am Rande!)
"Für alle Menschen in Deutschland muss es eine Weiterbildungspflicht geben, die erst an den Grenzen der Einzelperson endet. Bezieher von Grundeinkommen müssen sich bis dahin weiterbilden und wöchentlich mindestens 20 Stunden nachweisen."
Ich Denke es ist klar worauf eine WeiterbildungsPFLICHT, Du sagst hier sogar bis an die Grenzen der Person, führen würde. Haben wir diese Entwicklung in den Studiengängen nicht schon längst und sind die Studenten heute nicht schon völlig Lehrstoff überladen? Dabei werden völlig doktrinierte, unkritische Systemidioten erzeugt. Und gerade mit diesen Leuten kommen wir meiner Ansicht nach nicht in die Zukunft. Wer hat denn bloß die Idee aufgestellt, dass der Mensch bis zu seinen Leistungsgrenzen mit wirtschaftlich verwertbarem Wissen voll gestopft werden muss? Wie soll da noch Platz für all den immer nötiger werdenden Rest sein der uns ausmacht? Für mein Verständnis, ist ein Lernzwang, etwas zutiefst abstoßendes, sollte das jemand schon gar nicht mehr nachvollziehen können, der ist doch gar kein freiheitlich denkender Mensch mehr, sondern schon völlig manipuliert. Wir sind keine Maschinen und ich für meinen Teil möchte auch keine werden! Da besteht ein entrücktes Menschenbild, das einer geistig individuellen, flexiblen, Entwicklungsfähigkeit der Einzelperson entgegensteht.
Und bitte endlich vom wirtschaftlichem Wachstumsgedanken mal wegkommen! Wann wollen wir den damit mal Anfangen?
Mit deiner Bedingung den Menschen in ständiger Weiterbildung zu schicken um ein Grundeinkommen zu erhalten bestimmen wieder einige wenige über eine Masse an Menschen. Dies ist keine Freiheit und keine Demokratie und würde die alten Machtstrukturen erhalten! Der Mensch kann nur aus sich heraus etwas großes leisten, nicht aus Fremdbestimmung.
Wie der Wirtschaftsjournalist Wolf Lotter schon sagte: "Geld ist nicht das Problem. Freiheit ist die schwierige Übung."
Wege kann man nur eröffnen, wenn man Freiheiten gewährt. Dir gefällt nicht, dass die Leute Bild-Zeitung lesen - dass musst du aber leider akzeptieren, auch wenn es dir nicht gefällt.
Was uns fehlt ist die Freiheit, sämtliche Medien unterliegen der Zensur ihrer Geldgeber. Wären die Vermögensverhältnisse nicht so unausgewogen, wäre es denkbar, dass es beispielsweise Zeitungen gäbe, die ebenfalls auf einfachem Niveau gehalten sind, aber trotzdem gute Informationen enthalten. Das gleiche mit dem Fernsehen....
Man kann doch die Menschen nicht durch Zwangsmaßnahmen "befreien" (bzw. "neue Wege eröffnen" wie du es ausdrückst)
Man muss den Menschen mehr Freiheit gewähren und sie von der ständigen Desinformation und Verblödung abkoppeln. Nicht durch Zwang, sondern durch bessere Angebote...
Ich bin wirklich schockiert über deine Einstellung...
Es ist wirklich toll. Die Menschen dürfen durch die Medien und die Politik dumm gehalten werden, aber sie dürfen nicht dazu gezwungen werden etwas zu lernen.
Die Bild liest nur und der Bild glaubt nur derjenige der es nicht besser wissen kann.
Weiterbildungspflicht? Und wer bestimmt, was Weiterbildung ist und was nicht? Wer bestimmt das Ziel einer Weiterbildungmaßnahme?
Ein guter Artikel, aber mit solchen Vorschlägen wird einmal mehr das Obrigkeitsdenken zementiert. Es muss endlich Schluss sein mit dieser Gängelung von oben. Was wir brauchen, ist endlich Freiheit, und nicht einen erneuten Schwall von Erziehungsmaßnahmen. Da kann ich nur den Kopf schütteln....
ich denke mal mit der weiterbildungsPFLICHT bist du echt auf dem holzwege. warum, das haben ander hier schon klargestellt. und was man aber auch beachten sollte, bildung wird nicht automatisch in schulen etc. vermittelt - sie können sogar, wie man an der traurigen gegenwart sieht, verdummen. ohne dieses schulsystem gäbe es wahrscheinlich weniger bildleser. denn wer von kindergarten an auf nutzen für die ausbeuter dressiert wird, der wird niemals wahre bildung erlangen, weil die etwas mit selbstständigem denken zu tun hat und nicht damit fremde weisheiten en masse und selektiert zu speichern. stichwort fachidioten. und alle naturvölker - keine schule - ungebildete affen??????????
Ich bin eher der Meinung, dass Bildung vor allem nützlich sein sollte und viel umfassender als heute definiert werden muss. Natürlich sind die Naturvölker auch gebildet, meist sogar viel breiter und nützlicher als wir es erfassen können.
Warum wehrt ihr euch nur so gegen Pflichten. Sie gehören gleichrangig neben die Rechte.
Tja Jochen, da kannst Du wieder einmal sehen warum die Ackermanns dieser Welt immer gewinnen. Einfach weil sie, mit Fakten, ihre Ziele umsetzen können ohne sich, mit Befindlichkeiten, rumschlagen zu müssen.
"Es ist völlig gleichgültig wie viele Menschen in entlohnter Beschäftigung für die Produktion von Waren und Dienstleistungen sind, solange genügend Waren und Dienstleistungen erzeugt werden."
Das ist der alles entscheidende Satz. Über alles andere kann man reden.
Nur wenn sich bei Vollversorgung aller Menschen nicht mehr genügend Leute finden, die im Produktionsprozess mitmachen wollen (was ja Spaß machen kann und soll), muss man darüber nachdenken, wie man entsprechende Anreize schafft (das müssen nicht einmal materielle sein).
So einfach wären alle (materiellen) Probleme lösbar. Aber die Gier der meisten Menschen nach Geld und Macht (Hauptsache: m e h r als die anderen) wird so einfache, vernünftige und gerechte Regeln niemals zulassen.
auch ich würde gerne hier und da "Wissen, Bildung und ordentliches Sozialverhalten" in die Menschen prügeln. Nuuur, so geht das nicht.
Ich denke, es wäre schlauer, unsere tollen Marketingmöglichkeiten ausnahmsweise sinnvoll zu nutzen. Statt Werbeberieselung Wissensberieselung. Freiräume schaffen, für Menschen, die wirklich lernen wollen - klar auch mit Zielvorgaben, warum denn nicht. G und kein Jugendlicher darf die Schule verlassen ohne den Wissenstand eines Hauptschulabschlusses - auch wenn der Einzelunterricht benötigt.
Bildzeitungslektüre - meine Güte, kann man nicht auch mit einfachen Worten "die Welt erklären"? Wenn dazu die Aufmachung der Plöd nötig ist, na uns...
Wichtig wäre es, die Leute von den Klatschspalten wieder zu den wichtigen Seiten des Lebens zu bringen.
..sorry, die Sonne kommt raus - ich muss Urlaub machen, hab nur diese 14 Tage :D
Selbstständigkeit ist in Deutschland ein viel zu großes Risiko, weil es keine Rückhaltsysteme gibt und die Gefahr des totalen sozialen Abstiegs riesig ist.
Das eine ergibt sich doch aus dem anderen. Warum ist es denn ein Risiko? möglicherweise ist die Selbstständigkeit gar überhaupt an sich unerwünscht. Schließlich treibt man seit Jahren den Menschen in die Abhängigkeit, denn nur so ist er steuer- und ausnutzbar.
Im Prinzip ist Selbständigkeit etwas wunderbares und kann ebenso effektiv und wirtschaftsfördernd sein. Das ist aber etwas, was man nicht wünscht. Ich denke da ist das Konkurenzdenken ausschlaggebend, was wiederum mit dem Teil der Bevölkerung in Verbindung gebracht werden kann, der sich mehr wünscht als es einem anderen zustehen soll. Zu schnell würde man sonst seinen Einfluß verlieren und keine Macht mehr ausüben können. Man müsste sich die Macht und alles andere dann teilen. Dem Denken nach etwas was niemals kommen darf.
Ich bin ich auch gegen die Weiterbildungspflicht, weil ich denke, dass Menschen von sich aus, wie die Kinder, nicht zum Lernen gezwungen werden müssen, sondern im Gegenteil, man muß nur dafür sorgen, dass der Spaß am Lernen nicht verdorben wird.
Das mit den kleineren Klassen ist auch meine Meinung und aus eigener leidvoller Erfahrung mit Grundschule und Gymnasium (trotz sehr guter Noten in der Grundschule und in den ersten Jahren des Gymnasiums) unterstütze ich das gemeinsame Lernen mindestens bis zur 6. Klasse absolut.
Zudem bin ich dafür, dass das Turbo-Abitur wieder abgeschafft wird.
Das Wirtschaftswunder und "Made in Germany" ging auch ohne, auch wenn diese Begriffe wahrscheinlich auch noch andere Ursachen hatten (Wiederaufbau nach kompletter Zerstörung).
Wir brauchen mehr Persönlichkeitsbildung für die Schüler statt mehr Stoff in weniger Zeit, Lehrer die sich gut mit Psychologie auskennen (z.B. nach Alice Miller) und deshalb keine Angst vor Auseinandersetzungen mit Schülern haben bzw. die dann wissen, dass diese Angriffe nicht gegen sie persönlich gerichtet, sondern eigentlich gegen jemand anders gerichtet sind.
Wozu brauchen wir, um es mit Georg Schramm zu sagen, tausende Ingenieure für die Produktion von Autos, wenn einige von ihnen nur deshalb jahrelang studiert haben, damit sich das Zuschlagen einer Tür wie "Schmatzen" anhört?
Ich würde eher sagen, dass wir wieder zurück zum Handwerk müssen (Schuhmacher, Tischler, Müller, Maurer, Weber, Küfer, Schmied, Zimmermann, Korbmacher, etc.).
Wir haben doch bereits fast alle Techniken, um mit Hilfe von alternativen Energie eine gesicherte Energieversorgung zu erreichen (Windkraft, Wellenkraft, Gezeitenkraft, Wasserkraft, Biomasse-Vergärung, Solarenergie, etc.).
Warum war es so schwierig drehende Propeller unter Wasser mit Hilfe der Gezeitenströmungen dazu zu bringen Strom zu liefern? Das umgekehrte (Motor treibt Schiffsschraube an) gibt es doch seit ca. 200 Jahren?
Leider ist Energie im Verhältnis zur Arbeit immer noch zu teuer. Deswegen ist es immer noch billiger einen Drucker wegzuschmeißen, wenn er kaputt ist, anstatt ihn reparieren zu lassen (mehr Arbeit).
Es gibt auf diesem Planeten seit Jahrmillionen unbegrenztes Wachstum: in der Natur. Dieses ist allerdings im Kreislauf mit ständigem Sterben bzw. Vergehen.
Z.B. Hanf statt Plastik, Bioanbau (mehr Arbeit als konventioneller Anbau) statt Pestizide und Chemie. Holz statt Beton.
Wenn wir nachhaltig und zukunftssicher arbeiten wollen, brauchen wir überall Kreisläufe und nicht überall Deponien.
Weiterbildungspflicht lehne ich ebenfalls ab und schließe mich den Vorrednern an.
Will aber zu einem anderen Punkt etwas sagen: WIESO soll jemand "mindestens 20 Stunden" fürs Grundeinkommen arbeiten? Das ist wieder so eine typische Zwangsarbeit für Arbeitslose, die damit alle über einen Kamm geschoren werden: egal welche Arbeit sie tun, egal, welche Vorbildung sie haben. Also eine "Bestrafung" für Arbeitslosigkeit.
Die einzig faire und diskriminierungsfreie Variante wäre die Verrechnung der Arbeitszeit zu ordentlichen Tariflöhnen, bezogen auf die Art der Arbeit und die jew. Berufsausbildung: die zu leistende Stundenzahl würde sich dann aus der Verrechnung mit dem Grundeinkommen ergeben und wäre unterschiedlich.
Bildung ist bei uns in vielen Bereichen zur Zurichtung für den Arbeitsmarkt geworden. Hinzu kommt , daß gegenwärtig viele sogenannte Bildungsträger noch ein zusätzliches Geschäft daraus machen mit ihren sogenannten Bildungsangeboten. Deshalb lehne ich den Vorschlag zur Bildungspflicht ab.
Selbstbefreiung durch Verzicht auf Blödelmedien ist für mich aber sehr interessant .
Wahlfreiheit, mich in eine Familie oder beruflich mich zu beweisen finde ich wichtig.
Und da dies unter gegenwärtigen Bedingungen für d
ie meisten zu schwierig ist, ist das beingungslose Grundeinkommen für alle notwendig.
Endlich, kommen hier einmal Ideen für eine neue, und schöne Gesellschaft. Nicht soetwas Kompliziertes wie vom Herrn Hoff. Nein es geht auch einfacher.
Bedingungsloses Grundeinkommen für alle, keiner braucht, eine Gegenleistung zu erbringen. Die Systemmedien werden verboten, wirtschaftliches Wachstum und schlechtes Wetter gleich mit. Die Politiker werden verjagt und Gummibärchen auf ihre Stühle gesetzt. Keiner muss mehr zur Schule oder Arbeit gehen. Alle verwirklichen sich einfach selbst. Lebenmittel wachsen selbsständig im Ökomarkt. Wir bezahlen sie einfach mit selbstgeschriebenen Gedichten. Strom kommt sowieso aus der Steckdose, ist nachhaltig und umsonst. Dann haben sich auch alle Menschen auf der Welt hsich ganz doll lalulieb.
So einfach ist das. Ding Dang Dong...
Ein Glück, dass ich ein Kind mehr bin. Ich würde verzweifeln, dass es für meine Zukunft, bei den Erwachsenen anscheinend nur diese Denkweise oder die des brutalen Raubtierkapitalismus gibt.
Tja, Jochen, auch ich lehne die Weiterbildungspflicht entschieden ab - obwohl ich zu denen eghöre, die sich freiwillig "bilden". Ich denke, das Problem besteht in der PFLICHT. Lernen wollen, den Sinn, warum es gut sein kann für einen selbst, sich weiterzubilden, den muß ein mensch von sich aus entwickeln, er kann dazu allenfalls angeregt werden, doch Erzwingung kann nicht die Lösung sein. Zudem wird dies nur dazu führen, daß sich erneut (wie gehabt) eine Schattenindustrie entwickelt, die dann "Weiterbildung" anbietet und sozusagen ihre Kunden per Zwangsverpflichtung zugeschustert bekommt. Willst du das? Von diesem Dreck haben wir schon genug, finde ich. Alle anderen Ideen und Gedanken unterstütze ich jedoch.
Franktireuer, wir brauchen dazu keine Überwachungsfirmen. Machen wir einfach eine Internetschule, die 24/7 erreichbar ist. Was du kritisierst ist doch die Art der Schule.
Wieso glauben einfach noch immer in Deutschland so viele Leute, der Politik und dem Kapital wäre es in den letzten Jahrzehnten immer nur um eine mögliche "Vollbeschäftigung" gegangen?
Seit den Tagen Helmut Schmidts "kämpfen" die Regierungen angeblich gegen die Arbeitslosigkeit, während sie aber tatsächlich in den letzten 30 Jahren bei all den "Kämpfen" aller dieser Regierungen aller "Farben" geradezu explodiert ist, sich als ein Massenphänomen eingerichtet hat.
Und warum? Hat die "Politik" tatsächlich in den letzten 30 Jahren so kläglich "versagt" wie uns immer wieder - auch von gut meinenden Leuten(!) - erzählt wurde?
Oder ist es nicht so, dass die Politik in allen diesen Jahren immer ganz andere Prioritäten hatte, diese immer absoluten Vorrang gegenüber einer möglichen Vollbeschäftigung hatten?
Natürlich ist /wäre Vollbeschäftigung eine gute Sache! Aber für w e n ? Natürlich vor allem für die Arbeitnehmer, ihre Ansprüche auf einen guten Lohn, gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, überhaupt ein gutes Leben, ferner auch für jene Teile des Mittelstandes, welcher vornehmlich auf dem Binnenmarkt operiert.
Allerdings: Alles Dinge, die für jeden guten, "verantwortungsbewussten" Groß.bzw. Dax-Unternehmer und alle anderen heissen "Globalisierer" und allen deren Claqueure aus Politik und "Wissenschaft" nur einen einzigen Greuel, fast einen "Gulag" darstellen müssen!
Wie kann s o "Wachstum" zustande kommen(?) fragen sie heuchlerisch..., ohne große Gewinne, die anschließend zu neuen Arbeitsplätzen führen würden - s o einst schon Helmut Schmidt!
Dass Unternehmer mit "satten" Gewinnen oft ganz ganz andere Dinge tun als in Arbeitsplätze zu investieren, und wenn, dann vielleicht sonstwo, diese Erfahrungen ficht die neoliberalen Trommler natürlich nicht an.
Ihr lauthals an allen Ecken verkündetes Credo lautet nach wie vor wie schon vor mehr als 30 Jahren(!): Gewinne von heute sind Arbeitsplätze von Morgen! Basta!
Nun eine weitere wichtige Frage: W e m könnte diese Massenarbeitslosigkeit aber von größten Nutzen sein? W e r oder welche "Kreise" könnten aus ihr den größten Nutzen ziehen?
W i e könnten Massenarbeitslosigkeit und exorbitante Gewinnsteigerungen, unmäßige Reichtumskonzentration in immer weniger, dafür aber immer gierigeren Händen zusammenhängen, das eine das andere bedingen?
Es ist doch ganz klar, dass die reale Massenarbeitslosigkeit samt der statistisch weggelogenen riesigen Dunkelziffer nur dem Kapital, nur den Arbeitgebern, allen Reichen, Wohlhabenden nützt, deren Geldbeuteln, Profiten, deren Globalisierungswut rund um den Globus!
Massenarbeitslosigkeit plus massiver Einschränkung sozialer (Lohnersatz)Leistungen als auch verschärfte Zugangsbedingungen zu ihnen schwächen die Arbeitnehmer und deren Gewerkschaften, deren Kampfkraft ungemein, führen auch unter den Arbeitnehmern selbst zu einem gegenseitigen Hauen und Stechen, Wadenbeißereien, Mobbing - und pausenlos fallenden Ausfallzeiten wegen Krankheit, "Bereitschaft" zu allen und jeden, endloser "Flexibilität".
Massenarbeitslosigkeit plus Reduzierung von sozialen Leistungen sind heutzutage die modernen GEISELN, mit denen die heutigen modernen LOHNSKLAVEN zu möglichst billiger und möglichst auch rechtloser LOHNARBEIT(Befristungen aller ART, 1 EUR Jobs, Leiharbeit etc...) angetrieben werden können.
Dass der Staat, der "Sozialstaat" sich hierbei mehr und mehr als reiner SCHERGE des Großen Kapitals hervortut, versteht sich allein schon aus dem Klassencharakter dieser Staates von selbst.
Bleibt eigentlich am Ende der Betrachtuung dieser für das Kapital so paradiesischen Zustände in puncto Massenarbeitslosigkeit nur noch die Frage nach den Kosten, der Finanzierung dieser gigantischen "industriellen Reservearmee"(Karl Marx).
Wie kann das Kapital und dessen staatliche Schergen verhindern, dass die Kosten dieser gigantischen Massenarbeitslosigkeit die prächtigen, satten Gewinne des "GROßEN KAPITALS" beeinträchtigen könnten?
Keine Sorge! Auch dafür haben Kapital und Staat einen Ausweg gefunden: Man bürdet die Kosten für den Unterhalt der so vielen Arbeitslosen und Unterbeschäftigten einfach der restlichen Gesellschaft über die indirekten Steuern aller Art auf - und senkt gleichzeitig noch die Beitragssätze zur ALV, "entlastet" so trotz Massenarbeitslosigkeit die Unternehmen noch mehr von ihren Teil zur Finanzierung der ALV! Genial, nicht wahr?
Ob dieser ganze - für das Kapital ungeheuer vorteilhafte, die Gesellschaft als ganzes aber abträgliche - Wahnsinn durch eine "Pflicht zur Weiterbildung" für alle Arbeitslosen plus einem mageren "Bedingungslosen Grundeinkommen" beendet werden kann, wage ich zu bezweifeln.
Ich selbst halte Bildung und Weiterbildung für ungemein wichtige Dinge, wer arbeitslos ist aber dennoch gut versorgt wird, sollte zu einer sinnvollen(!) Weiterbildung auch motiviert, angehalten werden, allerdings ohne administrativ-bürokratischen ZWANG, der Drohung mit "Sanktionen".., alles auf einer freiwilligen Einsicht, ganz klar!
Nur: Was für ein Interesse sollten alle jene daran haben, die mit den gegenwärtigen Regime/Verhältnissen rundum zufrieden, von diesen gewaltig profitieren?
Utner dem gegenwärtigen REGIME laufen doch selbst gut gemeinte Vorschläge in Gefahr, am Ende in ihr glattes Gegenteil verkehrt zuwerden!
Ich vermute, dass diese Ahnung der Hauptgrund sein könnte, dass viele Kommentatoren hier und heute diesem Vorschlag einer Pflicht zur Weiterbildung so skeptisch bis offen ablehnend gegenüberstehen.
Ohne eine Veränderung der gegenwärtigen Machtverhältnisse zu Gunsten der Interessen der großen Mehrheit der Bürger wird es keine Besserung geben, weshalb ich auch die kommende Bundestagswahl und deren Ausgang für weitgehend bedeutungslos halte.
Alle "Farbspielereien" und "Ampeln"-Phantasien über die Zeit nach Schließung der Wahllokale halte ich für kindisches Intellektuellen-Geschwätz, dient letztlich nur dem "Weiter-SO", zementiert das herrschende Regime dieser "Gemeinsamkeit aller Demokraten" .. besser: GEMEINHEIT ALLER DEMOKRATEN !
Tja... Ich war mal eine hoffnungsvolle Schülerin. Mein unsäglicher Vater sorgte - geen die Proteste der gymnasialen Schulleitung dafür, dass daraus nichts wurde.
Ich wurde anderweitig gebraucht. Nüchtern betrachtet war ich auch lange der total benutzte und ausgebeutete Prototyp für alles, was heute so abgeht in diesem Zusammenhang. Geholfen hat niemand, der Staat nicht, andere sowieso nicht. Dann kam der Tritt in den Hintern, nach allem, als ich gesundheitlich fertig war. Heute habe ich auch damit zu kämpfen, dass meine Leistung von früher nicht mehr zählt, nur noch der desolate Zustand, um den sich natürlich niemand schert. Sie warten alle darauf, bis die Rente vollends fällig wird.
Ich wußte, dass es so kommt, denn ich habe mir nie Illusionen gemacht. Was das mit dem Thema zu tun hat?
Freiheit - ich hatte sie nur in kleinen
Spuren, denn für mehr war lange keine Zeit. Nie habe ich aufgegeben, für mich selber in jeder freien Minute weitergelernt, aus Büchern, von anderen, was ich erwischen konnte. Dann kam die Behinderung und der Rollstuhl - gerade, als die Freiheit da gewesen wäre.
Und wieder etwas Neues - ich hatte zuvor lediglich nebenher Schreibmaschine gelernt, aber nie mit PC zu tun gehabt. Jetzt wurde das interressant, ein junger Mann brachte mich auf die Idee. kein Geld füt Kurse - also habe ich mich durchgebissen, und was ich brauchte selber wieder gelernt, und ein wenig mehr dazu.
Die Neugier stirbt nicht im Menschen, sie wird meistens erschlagen. Das Interresse auch nicht, dieses wird mit Vorurteilen und Festgelegtem abgewürgt. Mich hat niemand zum Lernen gezwungen - ich wollte selber. Es gehörte dazu, mich nicht aufzugeben, nicht total zu vernachlässigen, was meine Persönlichkeit betraf.
Es interressiert niemand, aber das macht nichts, denn ich habe es nicht für die anderen getan, um irgendwem zu gefallen. Wenn mich jemand fragte, warum ich das alles mache, wo ich das doch nicht brauche, war meine Antwort: "Weil ich nicht dumm sterben will."
Warum nicht? Weil es so viel zu lernen und zu entdecken gibt. Und, es gäbe viel zu tun, damit anzufangen. Aber, diese Chance habe ich nicht mehr, aus den bekannten Gründen.
Wenn es ein Grundeinkommen geben würde, das ausreichend wäre, und etwas Luft lassen würde, da hätte ich genug Ideen, was man machen könnte. Eine ganz bestimmte wäre auch da, die ich liebend gerne verwirklichen würde. So gehte es aber nicht, wie es jetzt ist.
Jene, die angeblich nicht wollen, nichts mit sich selbständig anfangen können, wird es vielleicht auch immer geben. Ich weiss nicht wie es wäre, wenn es freier wäre, wenn jeder es selbstverständlich lernen würde. Diese Chance gab es ja so nie. Der Drill von den Preussen bis heute - das ist es was geprägt hat.
Es müßte von allem etwas geben, vermischt und unterschiedlich, genau so wie die Menschen es normalerweise auch sind. Und, so wie sie sind, müssen wir mit ihnen leben, die anderen müssen es ja auch mit uns...
Freiheit ist immer auch für etwas, denn sonst ist sie Leere. In der Leere hat man aber nicht viel von Freiheit, wenn diese nicht angefüllt wird mit Inhalt. Wir finanzieren einige Reiche und Schöne, nur dafür, dass sie eben dies sind: Reich und schön, und Glamour. Warum finanzieren wir nicht Menschen dafür, dass sie frei sind und diese
Freiheit mit sich anfüllen, und mit ihren Inhalten? Man könnte gespannt darauf sein.
Selbstverständlich ist alles das wichtig, was Jochen Hoff geschrieben hat. Aber, das Angebot müßte es erst einmal geben, und die Möglichkeiten. Wenn man beachtet, wie schwer der Mensch sich tut mit dem Umgewöhnen, wird es dauern, bis wieder mehr Menschliches, mehr Freude am Sein, daran sich einbringen zu können, vorhanden wäre. Aber, es würde sich lohnen.
Ich glaube das die Menschen sich schneller an ein besseres Leben gewöhnen, als wir glauben. Sobald es Hoffnung gibt, gibt es auch wieder Mut und Kraft.
Warum nur wird jede Pflicht gleich als Gängelung missverstanden?
Ich sehe Jochens Wunsch eher als Pflicht zur Re-Mündigung und insofern gefällt mir der Gedanke sogar. Voraussetzung wäre allerdings, daß Bildung auch in tatsächlichem Wissen, also ohne profitablen Irrglauben überhaupt münden kann - und da sehe ich momentan eigentlich das größere Problem ... neben dem, dass bei so manch einem Zeitgenossen selbst tausend Jahre Zwangsstudium keine Spur an zusätzlichen Erkenntnissen produzieren würde.
Was passiert eigentlich mit den Wissensresitenten ?
In unserem Grundgesetz ist bezüglich Bildung nicht von Pflicht, sondern von Recht die Rede.Jeder hat das Recht! auf eine ihm angemessene Bildung! Wir müssen endlich wegkommen von diesem faschistoiden Untertanen -Denken und dem Glauben, es gäbe Leute, die ganz genau wüssten, was für andere das Beste ist.
Das Problem der mangelnden Bildung würde sich mit mehr Freiheit ganz von selbst lösen. Es gäbe dann beispielsweise viel mehr ZEitungen und auch Fernsehkanäle, die hochwertigere Informationen auf einfacherem Niveau anbieten würden.
Mit Zwang wird man weder zu mehr Bildung noch zu mehr Freiheit kommen.
Ich muss auch akzeptieren, dass ein Großteil meiner Mitmenschen sich meiner Meinung nach nicht ausreichend über die wirtschaftlichen Zusammenhänge informiert, und daher den Hintern nicht von der Coach kriegt.
Was soll man machen? Ich versuche es eben mit Reden, und nur so wird es funktionieren können, darüber, dass die Leute es auch einsehen.
Bildungspflicht braucht man nicht, wenn man die Leute nicht in unserem Bildungssystem so versaut, dann wollen sie ohnehin von selber lernen. es liegt, wie man nämlich an Kindern im Vorschulalter sieht, sowieso in der menschlichen Natur, neugierig zu sein, und immer mehr wissen zu wollen.
UNd wer beurteilt überhaupt die Qualität dessen, was in öffentlichen Einrichtungen vermittelt wird. Außerdem ist nicht gesagt, dass jemand, der nicht in einer Bildungseinrichtung auf Prüfungen lernt, sich nicht weiterbildet.
Es hat für mich keinen Sinn, eine bestehende Diktatur durch eine neue zu ersetzen...
Du bist mir mit der Diktatur aber sehr schnell bei der Hand. Ich werde aber meine Gedanken dazu in einem neuen Artikel nochmal präzisieren. Vielleicht verstehst du dann, dass ich eher das Gegenteil einer Diktatur will.
Hallo Jochen Hoff, ich würde an deiner Stelle diese Sache mit der Pflicht zur Weiterbildung - die ich im Prinzip ebenfalls für gut und noch mehr für wichtig erachte - in der Tat noch mal etwas ausführlicher darstellen.
Sonst könnte es dir noch passieren, hier als eine Art "NANO-STALIN" hingestellt zu werden! ;-))
Ansonsten weiterhin viel Erfolg und noch mehr Leser und Komentatoren für deinen guten Blog!
Hallo ihr alle, die sich, ebenso wie ich, erschreckt auf dem Stuhl winden, wenn es um Pflicht (Lernpflicht? Unnötig) geht.
Ich empfehle allen das Buch, das ich mir vor einigen Tagen gekauft habe.
Tom Hodgkinsons Anleitung zum Müssiggang. Es ist einfach lustig und toll. Auf Amazon kann man einiges über das Buch erfahren.
Er schlägt vor, daß doch jeder Arbeitslos sei. Dann hätten die Leute Zeit, das zu tun, wozu sie Lust hätten und wären dann nämlich gar nicht mehr arbeitslos. Aber ich habe jetzt keine Lust, ein Essay über Hodkinsons Bücher hier zu schreiben. Lest die Bücher und lasst euch infizieren. Welch schöne Welt wäre es doch.
Hoffnung und Fröhlichkeit.
Das wäre doch mal wirklich was Neues.
Hallo, Wettbewerb ist etwas Gutes das zur Weiterentwicklung der Menschheit fuehrt - funktioniert aber nur solange es fair, frei und gerecht dabei zugeht. Machtkonzentration bedingt aus der Geldkonzentration, Vorschriften der Buerokratie und Korruption fuehren zwangsläufig zur Zerstörung von allen Resourcen, Ökologie und des Menschen! Wer nicht blind ist hat das schon lange erkannt... alle hier geschilderten Probleme werden durch das Geldsystem erzeugt. Ich hoffen nur dass die Menschheit dies erkennt bevor sich alle gegenseitig an die Kehle gehen. Wer was fuer die Zukunft tun will setzt sich mit Silvio Gesell, Bern Senf oder Helmut Creutz auseinander. Diese Leute haben die Zukunft erkannt!
ich möchte Anregen über folgende Passage, unabhängig vom Grundeinkommen noch mal nachzudenken. (Das Grundeinkommen ist meiner Ansicht nach eh nur eine Utopie die wenn überhaupt, nur auf völlig entartete Menschenfeindliche Weise eingeführt wird. Aber das nur am Rande!)
"Für alle Menschen in Deutschland muss es eine Weiterbildungspflicht geben, die erst an den Grenzen der Einzelperson endet. Bezieher von Grundeinkommen müssen sich bis dahin weiterbilden und wöchentlich mindestens 20 Stunden nachweisen."
Ich Denke es ist klar worauf eine WeiterbildungsPFLICHT, Du sagst hier sogar bis an die Grenzen der Person, führen würde. Haben wir diese Entwicklung in den Studiengängen nicht schon längst und sind die Studenten heute nicht schon völlig Lehrstoff überladen? Dabei werden völlig doktrinierte, unkritische Systemidioten erzeugt. Und gerade mit diesen Leuten kommen wir meiner Ansicht nach nicht in die Zukunft. Wer hat denn bloß die Idee aufgestellt, dass der Mensch bis zu seinen Leistungsgrenzen mit wirtschaftlich verwertbarem Wissen voll gestopft werden muss? Wie soll da noch Platz für all den immer nötiger werdenden Rest sein der uns ausmacht? Für mein Verständnis, ist ein Lernzwang, etwas zutiefst abstoßendes, sollte das jemand schon gar nicht mehr nachvollziehen können, der ist doch gar kein freiheitlich denkender Mensch mehr, sondern schon völlig manipuliert. Wir sind keine Maschinen und ich für meinen Teil möchte auch keine werden! Da besteht ein entrücktes Menschenbild, das einer geistig individuellen, flexiblen, Entwicklungsfähigkeit der Einzelperson entgegensteht.
Und bitte endlich vom wirtschaftlichem Wachstumsgedanken mal wegkommen! Wann wollen wir den damit mal Anfangen?
Wie der Wirtschaftsjournalist Wolf Lotter schon sagte: "Geld ist nicht das Problem. Freiheit ist die schwierige Übung."
Was uns fehlt ist die Freiheit, sämtliche Medien unterliegen der Zensur ihrer Geldgeber. Wären die Vermögensverhältnisse nicht so unausgewogen, wäre es denkbar, dass es beispielsweise Zeitungen gäbe, die ebenfalls auf einfachem Niveau gehalten sind, aber trotzdem gute Informationen enthalten. Das gleiche mit dem Fernsehen....
Man kann doch die Menschen nicht durch Zwangsmaßnahmen "befreien" (bzw. "neue Wege eröffnen" wie du es ausdrückst)
Man muss den Menschen mehr Freiheit gewähren und sie von der ständigen Desinformation und Verblödung abkoppeln. Nicht durch Zwang, sondern durch bessere Angebote...
Ich bin wirklich schockiert über deine Einstellung...
Die Bild liest nur und der Bild glaubt nur derjenige der es nicht besser wissen kann.
Ein guter Artikel, aber mit solchen Vorschlägen wird einmal mehr das Obrigkeitsdenken zementiert. Es muss endlich Schluss sein mit dieser Gängelung von oben. Was wir brauchen, ist endlich Freiheit, und nicht einen erneuten Schwall von Erziehungsmaßnahmen. Da kann ich nur den Kopf schütteln....
Jeder Mensch sollte, soweit dies im persönlichen Einzelfall möglich ist so weit wie möglich gebildet werden.
Ich denke da vor allem an Schulen im Internet die durch Präsenztutorien ergänzt werden.
Bildung ermöglicht Freiheit. Mangelnde Bildung schränkt Freiheit ein.
Warum wehrt ihr euch nur so gegen Pflichten. Sie gehören gleichrangig neben die Rechte.
Geld verdienen mit der Ware Mensch. Schöne neue Welt.
So richtig hoch kam es mir im 3. Teil. Fit machen fürs Leben. Pah, das sieht er nach Umerziehung aus.
Das ist der alles entscheidende Satz. Über alles andere kann man reden.
Nur wenn sich bei Vollversorgung aller Menschen nicht mehr genügend Leute finden, die im Produktionsprozess mitmachen wollen (was ja Spaß machen kann und soll), muss man darüber nachdenken, wie man entsprechende Anreize schafft (das müssen nicht einmal materielle sein).
So einfach wären alle (materiellen) Probleme lösbar. Aber die Gier der meisten Menschen nach Geld und Macht (Hauptsache: m e h r als die anderen) wird so einfache, vernünftige und gerechte Regeln niemals zulassen.
auch ich würde gerne hier und da "Wissen, Bildung und ordentliches Sozialverhalten" in die Menschen prügeln. Nuuur, so geht das nicht.
Ich denke, es wäre schlauer, unsere tollen Marketingmöglichkeiten ausnahmsweise sinnvoll zu nutzen. Statt Werbeberieselung Wissensberieselung. Freiräume schaffen, für Menschen, die wirklich lernen wollen - klar auch mit Zielvorgaben, warum denn nicht.
G und kein Jugendlicher darf die Schule verlassen ohne den Wissenstand eines Hauptschulabschlusses - auch wenn der Einzelunterricht benötigt.
Bildzeitungslektüre - meine Güte, kann man nicht auch mit einfachen Worten "die Welt erklären"? Wenn dazu die Aufmachung der Plöd nötig ist, na uns...
Wichtig wäre es, die Leute von den Klatschspalten wieder zu den wichtigen Seiten des Lebens zu bringen.
..sorry, die Sonne kommt raus - ich muss Urlaub machen, hab nur diese 14 Tage :D
Das eine ergibt sich doch aus dem anderen. Warum ist es denn ein Risiko? möglicherweise ist die Selbstständigkeit gar überhaupt an sich unerwünscht. Schließlich treibt man seit Jahren den Menschen in die Abhängigkeit, denn nur so ist er steuer- und ausnutzbar.
Im Prinzip ist Selbständigkeit etwas wunderbares und kann ebenso effektiv und wirtschaftsfördernd sein. Das ist aber etwas, was man nicht wünscht. Ich denke da ist das Konkurenzdenken ausschlaggebend, was wiederum mit dem Teil der Bevölkerung in Verbindung gebracht werden kann, der sich mehr wünscht als es einem anderen zustehen soll. Zu schnell würde man sonst seinen Einfluß verlieren und keine Macht mehr ausüben können. Man müsste sich die Macht und alles andere dann teilen. Dem Denken nach etwas was niemals kommen darf.
Rebecca
Das mit den kleineren Klassen ist auch meine Meinung und aus eigener leidvoller Erfahrung mit Grundschule und Gymnasium (trotz sehr guter Noten in der Grundschule und in den ersten Jahren des Gymnasiums) unterstütze ich das gemeinsame Lernen mindestens bis zur 6. Klasse absolut.
Zudem bin ich dafür, dass das Turbo-Abitur wieder abgeschafft wird.
Das Wirtschaftswunder und "Made in Germany" ging auch ohne, auch wenn diese Begriffe wahrscheinlich auch noch andere Ursachen hatten (Wiederaufbau nach kompletter Zerstörung).
Wir brauchen mehr Persönlichkeitsbildung für die Schüler statt mehr Stoff in weniger Zeit, Lehrer die sich gut mit Psychologie auskennen (z.B. nach Alice Miller) und deshalb keine Angst vor Auseinandersetzungen mit Schülern haben bzw. die dann wissen, dass diese Angriffe nicht gegen sie persönlich gerichtet, sondern eigentlich gegen jemand anders gerichtet sind.
Wozu brauchen wir, um es mit Georg Schramm zu sagen, tausende Ingenieure für die Produktion von Autos, wenn einige von ihnen nur deshalb jahrelang studiert haben, damit sich das Zuschlagen einer Tür wie "Schmatzen" anhört?
Ich würde eher sagen, dass wir wieder zurück zum Handwerk müssen (Schuhmacher, Tischler, Müller, Maurer, Weber, Küfer, Schmied, Zimmermann, Korbmacher, etc.).
Wir haben doch bereits fast alle Techniken, um mit Hilfe von alternativen Energie eine gesicherte Energieversorgung zu erreichen (Windkraft, Wellenkraft, Gezeitenkraft, Wasserkraft, Biomasse-Vergärung, Solarenergie, etc.).
Warum war es so schwierig drehende Propeller unter Wasser mit Hilfe der Gezeitenströmungen dazu zu bringen Strom zu liefern? Das umgekehrte (Motor treibt Schiffsschraube an) gibt es doch seit ca. 200 Jahren?
Leider ist Energie im Verhältnis zur Arbeit immer noch zu teuer. Deswegen ist es immer noch billiger einen Drucker wegzuschmeißen, wenn er kaputt ist, anstatt ihn reparieren zu lassen (mehr Arbeit).
Es gibt auf diesem Planeten seit Jahrmillionen unbegrenztes Wachstum: in der Natur. Dieses ist allerdings im Kreislauf mit ständigem Sterben bzw. Vergehen.
Z.B. Hanf statt Plastik, Bioanbau (mehr Arbeit als konventioneller Anbau) statt Pestizide und Chemie. Holz statt Beton.
Wenn wir nachhaltig und zukunftssicher arbeiten wollen, brauchen wir überall Kreisläufe und nicht überall Deponien.
Will aber zu einem anderen Punkt etwas sagen: WIESO soll jemand "mindestens 20 Stunden" fürs Grundeinkommen arbeiten? Das ist wieder so eine typische Zwangsarbeit für Arbeitslose, die damit alle über einen Kamm geschoren werden: egal welche Arbeit sie tun, egal, welche Vorbildung sie haben. Also eine "Bestrafung" für Arbeitslosigkeit.
Die einzig faire und diskriminierungsfreie Variante wäre die Verrechnung der Arbeitszeit zu ordentlichen Tariflöhnen, bezogen auf die Art der Arbeit und die jew. Berufsausbildung: die zu leistende Stundenzahl würde sich dann aus der Verrechnung mit dem Grundeinkommen ergeben und wäre unterschiedlich.
Selbstbefreiung durch Verzicht auf Blödelmedien ist für mich aber sehr interessant .
Wahlfreiheit, mich in eine Familie oder beruflich mich zu beweisen finde ich wichtig.
Und da dies unter gegenwärtigen Bedingungen für d
ie meisten zu schwierig ist, ist das beingungslose Grundeinkommen für alle notwendig.
Bedingungsloses Grundeinkommen für alle, keiner braucht, eine Gegenleistung zu erbringen. Die Systemmedien werden verboten, wirtschaftliches Wachstum und schlechtes Wetter gleich mit. Die Politiker werden verjagt und Gummibärchen auf ihre Stühle gesetzt. Keiner muss mehr zur Schule oder Arbeit gehen. Alle verwirklichen sich einfach selbst. Lebenmittel wachsen selbsständig im Ökomarkt. Wir bezahlen sie einfach mit selbstgeschriebenen Gedichten. Strom kommt sowieso aus der Steckdose, ist nachhaltig und umsonst. Dann haben sich auch alle Menschen auf der Welt hsich ganz doll lalulieb.
So einfach ist das. Ding Dang Dong...
Ein Glück, dass ich ein Kind mehr bin. Ich würde verzweifeln, dass es für meine Zukunft, bei den Erwachsenen anscheinend nur diese Denkweise oder die des brutalen Raubtierkapitalismus gibt.
Löst man den Hunger in der Welt durch Essenspflicht?
Seit den Tagen Helmut Schmidts "kämpfen" die Regierungen angeblich gegen die Arbeitslosigkeit, während sie aber tatsächlich in den letzten 30 Jahren bei all den "Kämpfen" aller dieser Regierungen aller "Farben" geradezu explodiert ist, sich als ein Massenphänomen eingerichtet hat.
Und warum? Hat die "Politik" tatsächlich in den letzten 30 Jahren so kläglich "versagt" wie uns immer wieder - auch von gut meinenden Leuten(!) - erzählt wurde?
Oder ist es nicht so, dass die Politik in allen diesen Jahren immer ganz andere Prioritäten hatte, diese immer absoluten Vorrang gegenüber einer möglichen Vollbeschäftigung hatten?
Natürlich ist /wäre Vollbeschäftigung eine gute Sache! Aber für w e n ? Natürlich vor allem für die Arbeitnehmer, ihre Ansprüche auf einen guten Lohn, gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, überhaupt ein gutes Leben, ferner auch für jene Teile des Mittelstandes, welcher vornehmlich auf dem Binnenmarkt operiert.
Allerdings: Alles Dinge, die für jeden guten, "verantwortungsbewussten" Groß.bzw. Dax-Unternehmer und alle anderen heissen "Globalisierer" und allen deren Claqueure aus Politik und "Wissenschaft" nur einen einzigen Greuel, fast einen "Gulag" darstellen müssen!
Wie kann s o "Wachstum" zustande kommen(?) fragen sie heuchlerisch..., ohne große Gewinne, die anschließend zu neuen Arbeitsplätzen führen würden - s o einst schon Helmut Schmidt!
Dass Unternehmer mit "satten" Gewinnen oft ganz ganz andere Dinge tun als in Arbeitsplätze zu investieren, und wenn, dann vielleicht sonstwo, diese Erfahrungen ficht die neoliberalen Trommler natürlich nicht an.
Ihr lauthals an allen Ecken verkündetes Credo lautet nach wie vor wie schon vor mehr als 30 Jahren(!): Gewinne von heute sind Arbeitsplätze von Morgen! Basta!
Nun eine weitere wichtige Frage: W e m könnte diese Massenarbeitslosigkeit aber von größten Nutzen sein? W e r oder welche "Kreise" könnten aus ihr den größten Nutzen ziehen?
W i e könnten Massenarbeitslosigkeit und exorbitante Gewinnsteigerungen, unmäßige Reichtumskonzentration in immer weniger, dafür aber immer gierigeren Händen zusammenhängen, das eine das andere bedingen?
Es ist doch ganz klar, dass die reale Massenarbeitslosigkeit samt der statistisch weggelogenen riesigen Dunkelziffer nur dem Kapital, nur den Arbeitgebern, allen Reichen, Wohlhabenden nützt, deren Geldbeuteln, Profiten, deren Globalisierungswut rund um den Globus!
Massenarbeitslosigkeit plus massiver Einschränkung sozialer (Lohnersatz)Leistungen als auch verschärfte Zugangsbedingungen zu ihnen schwächen die Arbeitnehmer und deren Gewerkschaften, deren Kampfkraft ungemein, führen auch unter den Arbeitnehmern selbst zu einem gegenseitigen Hauen und Stechen, Wadenbeißereien, Mobbing - und pausenlos fallenden Ausfallzeiten wegen Krankheit, "Bereitschaft" zu allen und jeden, endloser "Flexibilität".
Massenarbeitslosigkeit plus Reduzierung von sozialen Leistungen sind heutzutage die modernen GEISELN, mit denen die heutigen modernen LOHNSKLAVEN zu möglichst billiger und möglichst auch rechtloser LOHNARBEIT(Befristungen aller ART, 1 EUR Jobs, Leiharbeit etc...) angetrieben werden können.
Dass der Staat, der "Sozialstaat" sich hierbei mehr und mehr als reiner SCHERGE des Großen Kapitals hervortut, versteht sich allein schon aus dem Klassencharakter dieser Staates von selbst.
Bleibt eigentlich am Ende der Betrachtuung dieser für das Kapital so paradiesischen Zustände in puncto Massenarbeitslosigkeit nur noch die Frage nach den Kosten, der Finanzierung dieser gigantischen "industriellen Reservearmee"(Karl Marx).
Wie kann das Kapital und dessen staatliche Schergen verhindern, dass die Kosten dieser gigantischen Massenarbeitslosigkeit die prächtigen, satten Gewinne des "GROßEN KAPITALS" beeinträchtigen könnten?
Keine Sorge! Auch dafür haben Kapital und Staat einen Ausweg gefunden: Man bürdet die Kosten für den Unterhalt der so vielen Arbeitslosen und Unterbeschäftigten einfach der restlichen Gesellschaft über die indirekten Steuern aller Art auf - und senkt gleichzeitig noch die Beitragssätze zur ALV, "entlastet" so trotz Massenarbeitslosigkeit die Unternehmen noch mehr von ihren Teil zur Finanzierung der ALV! Genial, nicht wahr?
Ob dieser ganze - für das Kapital ungeheuer vorteilhafte, die Gesellschaft als ganzes aber abträgliche - Wahnsinn durch eine "Pflicht zur Weiterbildung" für alle Arbeitslosen plus einem mageren "Bedingungslosen Grundeinkommen" beendet werden kann, wage ich zu bezweifeln.
Ich selbst halte Bildung und Weiterbildung für ungemein wichtige Dinge, wer arbeitslos ist aber dennoch gut versorgt wird, sollte zu einer sinnvollen(!) Weiterbildung auch motiviert, angehalten werden, allerdings ohne administrativ-bürokratischen ZWANG, der Drohung mit "Sanktionen".., alles auf einer freiwilligen Einsicht, ganz klar!
Nur: Was für ein Interesse sollten alle jene daran haben, die mit den gegenwärtigen Regime/Verhältnissen rundum zufrieden, von diesen gewaltig profitieren?
Utner dem gegenwärtigen REGIME laufen doch selbst gut gemeinte Vorschläge in Gefahr, am Ende in ihr glattes Gegenteil verkehrt zuwerden!
Ich vermute, dass diese Ahnung der Hauptgrund sein könnte, dass viele Kommentatoren hier und heute diesem Vorschlag einer Pflicht zur Weiterbildung so skeptisch bis offen ablehnend gegenüberstehen.
Ohne eine Veränderung der gegenwärtigen Machtverhältnisse zu Gunsten der Interessen der großen Mehrheit der Bürger wird es keine Besserung geben, weshalb ich auch die kommende Bundestagswahl und deren Ausgang für weitgehend bedeutungslos halte.
Alle "Farbspielereien" und "Ampeln"-Phantasien über die Zeit nach Schließung der Wahllokale halte ich für kindisches Intellektuellen-Geschwätz, dient letztlich nur dem "Weiter-SO", zementiert das herrschende Regime dieser "Gemeinsamkeit aller Demokraten" .. besser: GEMEINHEIT ALLER DEMOKRATEN !
Noch allen eine schönen restlichen Sonntag!
Ich wurde anderweitig gebraucht. Nüchtern betrachtet war ich auch lange der total benutzte und ausgebeutete Prototyp für alles, was heute so abgeht in diesem Zusammenhang. Geholfen hat niemand, der Staat nicht, andere sowieso nicht. Dann kam der Tritt in den Hintern, nach allem, als ich gesundheitlich fertig war. Heute habe ich auch damit zu kämpfen, dass meine Leistung von früher nicht mehr zählt, nur noch der desolate Zustand, um den sich natürlich niemand schert. Sie warten alle darauf, bis die Rente vollends fällig wird.
Ich wußte, dass es so kommt, denn ich habe mir nie Illusionen gemacht. Was das mit dem Thema zu tun hat?
Freiheit - ich hatte sie nur in kleinen
Spuren, denn für mehr war lange keine Zeit. Nie habe ich aufgegeben, für mich selber in jeder freien Minute weitergelernt, aus Büchern, von anderen, was ich erwischen konnte. Dann kam die Behinderung und der Rollstuhl - gerade, als die Freiheit da gewesen wäre.
Und wieder etwas Neues - ich hatte zuvor lediglich nebenher Schreibmaschine gelernt, aber nie mit PC zu tun gehabt. Jetzt wurde das interressant, ein junger Mann brachte mich auf die Idee. kein Geld füt Kurse - also habe ich mich durchgebissen, und was ich brauchte selber wieder gelernt, und ein wenig mehr dazu.
Die Neugier stirbt nicht im Menschen, sie wird meistens erschlagen. Das Interresse auch nicht, dieses wird mit Vorurteilen und Festgelegtem abgewürgt. Mich hat niemand zum Lernen gezwungen - ich wollte selber. Es gehörte dazu, mich nicht aufzugeben, nicht total zu vernachlässigen, was meine Persönlichkeit betraf.
Es interressiert niemand, aber das macht nichts, denn ich habe es nicht für die anderen getan, um irgendwem zu gefallen. Wenn mich jemand fragte, warum ich das alles mache, wo ich das doch nicht brauche, war meine Antwort: "Weil ich nicht dumm sterben will."
Warum nicht? Weil es so viel zu lernen und zu entdecken gibt. Und, es gäbe viel zu tun, damit anzufangen. Aber, diese Chance habe ich nicht mehr, aus den bekannten Gründen.
Wenn es ein Grundeinkommen geben würde, das ausreichend wäre, und etwas Luft lassen würde, da hätte ich genug Ideen, was man machen könnte. Eine ganz bestimmte wäre auch da, die ich liebend gerne verwirklichen würde. So gehte es aber nicht, wie es jetzt ist.
Jene, die angeblich nicht wollen, nichts mit sich selbständig anfangen können, wird es vielleicht auch immer geben. Ich weiss nicht wie es wäre, wenn es freier wäre, wenn jeder es selbstverständlich lernen würde. Diese Chance gab es ja so nie. Der Drill von den Preussen bis heute - das ist es was geprägt hat.
Es müßte von allem etwas geben, vermischt und unterschiedlich, genau so wie die Menschen es normalerweise auch sind. Und, so wie sie sind, müssen wir mit ihnen leben, die anderen müssen es ja auch mit uns...
Freiheit ist immer auch für etwas, denn sonst ist sie Leere. In der Leere hat man aber nicht viel von Freiheit, wenn diese nicht angefüllt wird mit Inhalt. Wir finanzieren einige Reiche und Schöne, nur dafür, dass sie eben dies sind: Reich und schön, und Glamour. Warum finanzieren wir nicht Menschen dafür, dass sie frei sind und diese
Freiheit mit sich anfüllen, und mit ihren Inhalten? Man könnte gespannt darauf sein.
Selbstverständlich ist alles das wichtig, was Jochen Hoff geschrieben hat. Aber, das Angebot müßte es erst einmal geben, und die Möglichkeiten. Wenn man beachtet, wie schwer der Mensch sich tut mit dem Umgewöhnen, wird es dauern, bis wieder mehr Menschliches, mehr Freude am Sein, daran sich einbringen zu können, vorhanden wäre. Aber, es würde sich lohnen.
Ich sehe Jochens Wunsch eher als Pflicht zur Re-Mündigung und insofern gefällt mir der Gedanke sogar. Voraussetzung wäre allerdings, daß Bildung auch in tatsächlichem Wissen, also ohne profitablen Irrglauben überhaupt münden kann - und da sehe ich momentan eigentlich das größere Problem ... neben dem, dass bei so manch einem Zeitgenossen selbst tausend Jahre Zwangsstudium keine Spur an zusätzlichen Erkenntnissen produzieren würde.
Was passiert eigentlich mit den Wissensresitenten ?
Das Problem der mangelnden Bildung würde sich mit mehr Freiheit ganz von selbst lösen. Es gäbe dann beispielsweise viel mehr ZEitungen und auch Fernsehkanäle, die hochwertigere Informationen auf einfacherem Niveau anbieten würden.
Mit Zwang wird man weder zu mehr Bildung noch zu mehr Freiheit kommen.
Ich muss auch akzeptieren, dass ein Großteil meiner Mitmenschen sich meiner Meinung nach nicht ausreichend über die wirtschaftlichen Zusammenhänge informiert, und daher den Hintern nicht von der Coach kriegt.
Was soll man machen? Ich versuche es eben mit Reden, und nur so wird es funktionieren können, darüber, dass die Leute es auch einsehen.
Bildungspflicht braucht man nicht, wenn man die Leute nicht in unserem Bildungssystem so versaut, dann wollen sie ohnehin von selber lernen. es liegt, wie man nämlich an Kindern im Vorschulalter sieht, sowieso in der menschlichen Natur, neugierig zu sein, und immer mehr wissen zu wollen.
UNd wer beurteilt überhaupt die Qualität dessen, was in öffentlichen Einrichtungen vermittelt wird. Außerdem ist nicht gesagt, dass jemand, der nicht in einer Bildungseinrichtung auf Prüfungen lernt, sich nicht weiterbildet.
Es hat für mich keinen Sinn, eine bestehende Diktatur durch eine neue zu ersetzen...
Sonst könnte es dir noch passieren, hier als eine Art "NANO-STALIN" hingestellt zu werden! ;-))
Ansonsten weiterhin viel Erfolg und noch mehr Leser und Komentatoren für deinen guten Blog!
Gruß Hansi
Ich empfehle allen das Buch, das ich mir vor einigen Tagen gekauft habe.
Tom Hodgkinsons Anleitung zum Müssiggang. Es ist einfach lustig und toll. Auf Amazon kann man einiges über das Buch erfahren.
http://www.amazon.de/Anleitung-zum-M%C3%BCssiggang-Tom-Hodgkinson/dp/3807700889
Er schlägt vor, daß doch jeder Arbeitslos sei. Dann hätten die Leute Zeit, das zu tun, wozu sie Lust hätten und wären dann nämlich gar nicht mehr arbeitslos. Aber ich habe jetzt keine Lust, ein Essay über Hodkinsons Bücher hier zu schreiben. Lest die Bücher und lasst euch infizieren. Welch schöne Welt wäre es doch.
Hoffnung und Fröhlichkeit.
Das wäre doch mal wirklich was Neues.
http://www.helmut-creutz.de/