Alternative Energien - Träume, Schäume, Tricksereien
In der letzten Woche war Desertec das große Thema, weil ein paar deutsche Großkonzerne jetzt auch endlich mal über die Möglichkeit der Gewinnung von elektrischer Energie durch solare Themalkraftwerke laut nachgedacht haben. Das ist in Wirklichkeit allerdings nicht mehr als ein Köder, der die Gewinnung von Energie in den Händen der Großkonzerne halten soll.
Es ist aber leider noch nicht einmal ein ernsthafter Denkanfang. Selbstverständlich erhalten die Wüstenfläche der Erde in 6 Stunden mehr Sonne als auf der Erde in einem Jahr verbraucht werden und tatsächlich ist ein großer Teil der Entwicklungsarbeit für Gewinnung und Transport bereits erledigt. Die erforderliche solare Technologie wurde bereits im Juli 2008 auf Duckhome beschrieben.
Diese Kraftwerke verwenden konzentrierende Reflektorflächen, um das einfallende Sonnenlicht auf den Absorber zu bündeln. Die Reflektoren oder der Absorber werden der Sonne nachgeführt. Solarfarmkraftwerke sammeln die Wärme in vielen über die Fläche verteilten Absorbern, während in Solarturmkraftwerken und Paraboloidkraftwerken die Strahlung der Sonne mit Punktkonzentratoren auf einen Brennpunkt gebündelt wird.
In einem Beitrag aus Juni 2008 geht es um die Übertragungstechnik und die menschliche Komponente.
Der einfachste Weg scheint die Umwandlung in elektrischen Strom zu sein, den man dann mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, kurz HGÜ, problemlos nach Europa bringen kann. Laut Siemens sind Übertragungsraten von 3.000 MW zur Zeit üblich und 5.000 MW machbar.
Gerade im Übertragungsbereich macht Siemens zur Zeit schöne Fortschritte und der Aufbau eines gemeinsamen HGÜ-Netzes in ganz Europa, Nordafrika, dem nahen Osten, Russland bis nach Asien wäre kein Problem. Allerdings dürfte der Schutz der Leitungen ein erhebliches Problem bedeuten, da nicht zu erwarten ist, dass die USA eine derartig friedliche Zusammenarbeit zulassen würden. Vermutlich müssten die Leitungen massiv geschützt werden.
Wir haben gerade erlebt das eine größere imperialistische Nation getestet hat, ob sie den internationalen Nachrichtenverkehr in bestimmten Gebieten oder auch weltweit dadurch erledigen kann, das sie Unterseekabel mechanisch durchtrennt. Lokal hatte es Erfolg. Weltweit müssten mehr Verbindungen zerstört werden, deshalb wird da wohl erst etwas passieren wenn mehr Atom-U-Boote mit dieser Waffe ausgerüstet sind. Da diese Nation nicht zum Frieden zu zwingen ist, müssten unendlich viele Kabel verlegt werden um die Zerstörung sinnlos zu machen.
Allerdings sind Stromleitungen auch an Land leicht angreifbar. Natürlich bekämen die Angreifer dann immer neue schöne Namen, Wie Al Hastenichtgesehen oder El Rächerderenterbten, aber es wäre doch immer die gleiche Organisation die heute schon überall für den Unfrieden in der Welt, den Hunger und die Angst sorgt.
Wir brauchen also nicht nur einen Mix aus Energie der sowohl die Komponente Solarenergie aus der Wüste, wie auch heimische Energie enthält und dazu im Ausland wie auch im Inland auf unterschiedliche Energieformen zugreift, wir brauchen auch einen Transportmix und weitgehend Frieden.
Allerdings muss gesagt werden, dass die deutschen Großkonzerne die jetzt angeblich mitspielen wollen, natürlich nur an Gewinnmaximierung interessiert sind. Deshalb haben sie sich auch nicht die Mühe gemacht nur eine Sekunde wirklich nachzudenken. Die gezeigten Reflektoren für das Sonnenlicht, haben in der Wüste nur wenig Überlebenschancen. Sie wären vom ständigen Sand, nach wenigen Wochen so zerkratzt, das sie rapide an Leistung verlieren würde.
Funktionieren würden nur Systeme die sich jederzeit wie Blütenblätter um den Turm schließen können und damit dem Sand eine unempfindlichere Oberfläche bieten. Dazu eine Beschichtung die um Längen besser sein müsste, als das was wir heute haben.
Außerdem lautet das Ganze aus dem Munde dieser Herrschaften von Desertec wie ein typisches Kolonisationsprojekt wie Feinsinn zutreffend bemerkt. Sinn macht das Ganze nur, wenn die Interessen der Standortländer mindestens ebenso berücksichtigt werden, wie die der Abnehmerländer.
Genau aber das wird bei den jetzigen Drahtziehern des Projektes nicht passieren. Desertec ist eine gute Sache, darf aber nicht rein privatwirtschaftlich angegangen werden. Es muss zuerst ein international verbindlicher Regelkatalog geschaffen werden, der die Lasten, Pflichten aber auch die Verwendung der Gewinne sauber regelt.
Ein möglicher Verteilungsschlüssel für das Energieernteergebnis, wäre 25 Prozent in die Bewässerung, 25 Prozent für den Kapitaldienst, 25 Prozent für das Land und 25 Prozent für den weiteren Ausbau und die Wartung. Der Anteil für Bewässerung ist ein Selbstläufer. Nur so kann langfristig die Umgebung der Anlagen gegen die Wüste gesichert werden und durch die Bewässerung bekommt die Bevölkerung ein Eigeninteresse an der Anlage was ihrem Schutz dient.
Das Land in dem die Anlage steht oder durch das die Leitungen und Pipelines geführt werden, kann sich entscheiden, ob es die Energie für die Eigenversorgung verwendet oder teilweise auch verkauft und somit Geld für andere Investitionen bekommt. Selbstverständlich müssen die zukünftigen Ausbaustufen aus dem Ertrag finanziert werden.
Würde man in den Wüsten mit Treibhäusern arbeiten und einen Teil des Wassers auch zur Indoor-Fischzucht verwenden, was eine Düngung der Pflanzen bewirkt, käme schnell ein ökologisch sinnvoller Kreislauf zustande. Die Aussicht auf Frieden würde sich drastisch verbessern je mehr Leute Arbeit und Brot haben.
Allerdings enthebt das die Menschen in Deutschland nicht davon, sich um eigene Energiequellen zu kümmern. So haben Wissenschaftler um Michael McElroy von der Harvard-Universität in Cambridge berechnet, dass das Potenzial der Windenergie weit über den weltweiten Bedarf hinaus geht: So könnten mit Hilfe von Rotoren theoretisch bis zu 1,3 Mio. Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugt werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 lag der weltweite Stromverbrauch nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) bei 15 666 Terawattstunden - das sind gerade einmal 1,2 Prozent des errechneten Potenzials.
Das gleiche gilt für Biogas und Biomassekraftwerke. Wir haben noch nicht einmal angefangen die Potentiale zu nutzen, die überall vorhanden sind. Wichtig ist, das zunächst alles getan wird die dezentrale Selbstversorgung zu stärken. Wesentliche Teile der Grundlast, als mindestens 60 Prozent müssen in Eigenregie lokal erzeugt werden, um unabhängig zu sein.
Unabhängig von den Konzernen die ihre Macht immer missbrauchen. Es wird Zeit, dass der Ernergiemarkt ein Käufermarkt wird.
Tags für diesen Artikel: finanzmarkt, nachwachsende rohstoffe, ökologie, öl, sonnenenergie, wasserstoff
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Wie arg muss es tatsächlich um die Erdölgewinnung stehen, wenn die Konzerne nun plötzlich über alternative Energien im globalen Maßstab zu fabulieren beginnen?!
Da ist noch nie etwas langfristig sinnvolles für die Bevölkerung raus gekommen. Da gehts nur um zwei Dinge. Mehr Geld für sich selbst und alle anderen so arm machen, dass das gewonnene Geld in Relation noch mehr wert ist.
Desertec verdient es nicht, dass sich kluge Leute überhaupt den Kopf darüber zerbrechen sollten.
und noch was @ Jochen...
finde deinen Schreibstil und die themenauswahl super; auch deine Resuments treffen oft ins Schwarze. Aber das mit der besseren Nutzung von Wind ist doch Blödsinn. in einem m³ Wasser steckt auch so viel Bindungsenergie, dass man Jahre den Strombedarf der Welt decken könnte. Hier könnte man auch sagen, wir sollten hier den möglichen Output unserer Kraftwerke erhöhen. Dieser Vgl. wäre hier dann auch zulässig.
Alternative Energien sind schrott. Das ist ein Schritt in die falsche Richtung. Ihr seht doch auch, dass wir von Politik und Wirtschaft an der Nase herum gezogen werden. Man kann sich als Steuerzahler und Bürger, dagegen eh nicht wehren, aber man muss es wenigstens nicht auch noch gut finden. Wäre wünschenswert, wenn dass hier im Forum mal ankommt.
Immer wieder sind Artikel zu finden, die zwar die Abzocke die damit veranstaltet wird verurteilen, aber meinen, dass das Systemfehler sind. Ich sage aber, dass Alternative Energien generell selbst der Systemfehler sind. Egal wer daran verdient.
Sie behaupten also, dass Grund zur Annahme einer handfesten US-amerikanischen Verschwörung gegen die europäisch-afrikanischen Beziehungen besteht? Hört sich ziemlich spekulativ an. Andere Argumente für oder gegen das Wüstenstrom-Projekt wiegen dagegen schwerer. Sie schreiben z.B.:
interessiert sind. Deshalb haben sie sich auch nicht die Mühe gemacht nur eine Sekunde wirklich nachzudenken. Die gezeigten Reflektoren für das
Sonnenlicht, haben in der Wüste nur wenig Überlebenschancen. Sie wären vom ständigen Sand, nach wenigen Wochen so zerkratzt, das sie rapide an
Leistung verlieren würde.
In dieser Behauptung liegt ein gewisser Widerspruch. Denn: Wenn die deutschen Großkonzerne tatsächlich an nichts anderem als Gewinnmaximierung interessiert sind, dürften sie von den Kraftwerken auch eine weitaus höhere Halbwertszeit erwarten als nur ein paar Wochen. Wahr ist: Um Schäden an den Spiegeln zu verhindern, ist zunächst die Standortwahl entscheidend.
Dieselben klimatischen Bedingungen herrschen nicht in jedem Flecken Wüste. Vom Institut für Technische Thermodynamik vom DLR gibt es ein Factsheet zum Thema „Solarstromimporte aus der Wüste“. Darin heißt es:
Die Forderung, dass die Kraftwerke in erster Linie denen nutzen müssen, auf dessen Grund sie errichtet werden, ist dagegen absolut richtig. Das sieht im übrigen auch Greenpeace, die das DESERTEC-Projekt unterstützen, so: In jedem Fall muss die Sache als Gemeinschaftsprojekt zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten durchgeführt werden. Mit Hilfe der Solarkraftwerke muss zuallererst die Energieversorgung in den afrikanischen Regionen und Ländern selbst verbessert werden und der maßgebliche Teil der Wertschöpfung vor Ort bleiben.
Desertec redet von der Sahara die im Gegensatz zur Mojave Wüste sehr viel windiger ist und deren Sande zudem zu den scharfkantigsten auf der Erde gehören. Die Ergebnisse sind nicht übertragbar.
Versuche der TU Berlin ergaben schon vor 30 Jahren extreme Abriebswerte.
womöglich noch zugunsten des großkapitals?
ähnlich wie klima und ökosystem müssen auch auswirkungen auf die gesellschaft sehr genau beleuchtet werden bevor der mensch im gigantismuswahn mehr schaden anrichtet.
selbst argumente wie hilfe für die dritte welt sind oft nur vorgeschoben weil sie ja populär sind und in der regel nie hinterfragt werden.
nur in einer welt in der finanzinvestoren ihre macht schamlos ausnutzen müssen selbst argumente wie ökologisch/klimawandel/hilfe für afrika sehr genau hinterfragt werden.
Zufällig heute bei DLF (Forschung aktuell) gehört:
"Die Rückkehr der schnellen Brüter -Mit den Kernkraftwerks-Neubauplänen der Atom-
lobby lebt das alte BrüterKonzept wieder auf"
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/30/dlf_20090630_1649_45209e55.mp3
(wird morgen sicher auch als Text abrufbar sein)
Gruß peter
Z.B. könnte man so pro Gemeinde ein Fernwärme/Stromnetz kombinieren.
Ja, wenn man da die hunderte von Milliarden reingestopft hätte...
An vielen Orten, z.B. Rheinsberg in Brandenburg ist schon eines vorhanden, es fehlt nur das zweite.
Der Rest der Technik ist simpel.