Der
Tagesanzeiger aus der Schweiz bietet eine Hitliste der Verlierer bei den Einlagen in der Schweiz.
Die Verlierer im Bankenwesen 2008
Rückgang von verwalteten Kundengelder (AuM) per Ende 2008
1. Bank Syz (- 40.4 Prozent)
2. Morgan Stanley (-33.0 Prozent)
3. Fortis (-32.9 Prozent)
4. ABN Amro (-30.9 Prozent)
5. Banco Santander (-30.0 Prozent)
6. UBS Private Banking Division (-30.0 Prozent)
7. Schroder (-29 Prozent)
8. Deutsche Bank (-28.8 Prozent)
9. Lombard Odier (-28.2 Prozent)
10. Merrill Lynch Bank (Suisse (-28.0 Prozent)
Zweifellos wird diese Entwicklung weitergehen und sich auch noch beschleunigen. Gleichzeitig machen sich die Schweizer immer mehr Gedanken darüber, was passiert, wenn die Credit Suisse oder die UBS doch zusammenbrechen sollten. Dieses Risiko besteht grundsätzlich für alle Banken auf der Welt, wenn die große Pleitewelle bei den Unternehmen anrollt und gleichzeitig durch Massenentlassungen auch ein Großteil der Privatkredite zu kranken beginnt.
Für die Schweiz wäre ein solcher Zusammenbruch tödlich. Unternehmen kämen nicht mehr an ihre Konten, ein Großteil des Zahlungsverkehrs würde zusammenbrechen und der Schweizer Einlagensicherungsfond mit 4 Milliarden Euro würde in Sekunden verschwinden. Ein Desaster an dem die Schweiz noch Jahrzehnte kranken würde. Deshalb versucht man verzweifelt Wege zu finden, die im Fall eines Falles wenigstens einen Notbetrieb erlauben. Hinter den Kulissen werden verschiedene Szenarien durchgespielt, eine Lösung scheint jedoch noch nicht gefunden zu sein.
In den USA haben sich alleine im ersten Quartal 2009 rund 1,3 Billionen US Doller in nichts aufgelöst. Das ist der Verlust der privaten Haushalte, der durch Kursverluste und vor allem durch den Preisverfall bei Immobilien auftrat. Die zur Zeit anziehenden Kurse werden nicht halten. Sie sind alleine der Tatsache geschuldet, das viel zu viel Geld im Markt ist, weil die Notenbanken das Geld wirklich wie mit Müllfahrzeugen in die Banken karren. Deren Gewinne, sind Gewinne aus Eigenhandel und entstehen praktisch ohne wirklich reales Geschäft auch nur zu berühren.
Auf der anderen Seite wird es für die Unternehmen weltweit immer schwieriger an Kredite zu kommen oder laufende Kredite zu verlängern. Die Banken behalten das Geld einfach für sich und spielen dann eben alleine in ihren Kasinos. Die Realwirtschaft kommt so immer mehr in Bedrängnis, während die Bankster dick und fett gefüttert werden. Selbst DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann, der sonst eher ein Handlanger der Banken und der Neoliberalen ist, beginnt zu begreifen, dass durch die Kreditklemme ein Aufschwung in weite Ferne rückt.
Die Nettogewinne der deutschen Unternehmen brachen um rund 70 Prozent ein und währen wohl noch tiefer gefallen wenn nicht die beiden rücksichtlos zulangenden Energieversorger E-ON und RWE den Wert geschönt hätten. Die Folge des Renditeeinbruchs werden Entlassungen sein. Das gleichzeitig auch die Großhandelspreise um 8,9 Prozent einbrachen, ist nur ein weiteres Symptom, das nur zu Teil dem letzjährigen Boom zu dieser Zeit geschuldet ist.
In Deutschland beginnen die Wohnungsunternehmen zu wackeln und drohen die ganze Immobilienwirtschaft mit sich in den Abgrund zu reißen. Nachdem in der Vergangenheit hohe Kredite aufgenommen wurden, um Wohungsbestände in der Hoffnung auf steigende Renditen anzukaufen, kommt nun die Stunde der Wahrheit. Vivacon sollen knapp 200 Millionen Euro dringend fehlen, Colonia Real Estate gilt als gefährdet und über die Finanzierung der IVG hört man auch nichts gutes. Viele kleinere Mitspieler sterben leise vor sich hin.
Aber Immobilien sind nicht nur in Deutschland ein Problem. An und um Ground Zero, das ist die Stelle, wo die amerikanische Regierung vermutlich stark mit daran beteiligt war an 9/11 zwei Flugzeuge in das World Trade Center zu lenken und wo aus lauter Sympathie weitere Häuser mit einstürzten, geht schon wieder die Angst um. Diesmal nicht die Angst vor angeblichen Terroristen sondern die Angst vor der Pleite.
Larry Silverstein bekommt die Finanzierung für zwei Wolkenkratzer nicht hin und aus anderen ziehen die Mieter aus, weil die Mieten einfach zu hoch sind. Selbst 40-stöckige Wolkenkratzer in bester Lage in Manhattan haben ihren Wert einfach halbiert. Ein Ende ist nicht abzusehen. In Frankfurt beginnen auch schon einige ganz vorsichtig mit dem Rückzug von den eigenen großangekündigten Bauplänen.
Aber eines bleibt wie es ist. Der Betrug am deutschen Arbeitnehmer. Bei dem Gebäudereiniger B+K, der auch im Bundestag putzt, kommen Zimmermädchen nach Angaben des ehemaligen Nachrichtenmagazins auf 3,56 Euro Stundenlohn, den sie aber mit Flaschenpfand aufbessern dürfen, wie der Geschäftsführer Thorsten Benthin großzügig mitteilte. Außerdem gäbe es ja schließlich auch noch Trinkgeld.
Wer so doof und gemein ist, in den Dresdner Luxushotels "QF" (Quartier an der Frauenkirche) und "Elbflorenz" abzusteigen, der sollte also wenigstens den Zimmermädchen etwas Geld in die Hand drücken sie können es brauchen. Besser ist es Unternehmen zu meiden die mit dem Gebäudereiniger B+K zusammenarbeiten. Wer den Mindestlohn für Zimmermädchen von 6,58 Euro, der selbst schon eine Schande für die Arbeit ist, noch unterbietet, mit dem sollten anständige Unternehmen keine Geschäfte machen. Wer es dennoch tut, ist eben nicht anständig.
Leider wird es auch in diesem Fall keinen Staatsanwalt geben, der das Unternehme mal eben untersucht und den Geschäftsführer hinter Gittern bringt. Aber wehe ein Zimmermädchen steckt zwanzig Cent ein, dann finden sich sofort hunderte von Staatsanwälten und jede Menge willige Richter die sich auf das Zimmermädchen stürzen. Das ist eben das Recht in Deutschland.
Man kann die Weltwirtschaftskrise allerdings auch positiv sehen. Am Ende wird ein anderes Deutschland stehen müssen und all die netten Menschen die heute ihre Pflicht nicht tun, andere ausbeuten oder von der Ausbeutung profitieren, können dann vor eine freie Justiz gestellt werden, die sicherlich auch gute und gerechte Urteile finden wird.
Natürlich hast du Recht und die Chancen, dass alles noch viel schlimmer wird sind ja wirklich gut, aber wer will das heute noch wissen. Bitte kein Geschrei, während die Titanik untergeht, schließlich spielt die Musik doch noch.
Seufz. Kompliment Jochen für deinen unermüdlichen Einsatz, gegen den ganzen Dummfug anzuschreiben.
Ich bin gespannt wie dem Bürger der bevorstehende Bankencrash mit dem Verlust von hunderten Milliarden Euro Steuergeldern und Einlagen erklärt werden wird. Mit höherer Gewalt? Mit einigen gierigen Bankstern ist so etwas nicht mehr zu rechtfertigen.
Die entscheidende Frage ist bis heute nicht geklärt. Wo fließen die Unsummen Rettungsgelder hin. Oder sind die Rettungsgelder in Wirklichkeit die Beute von ein par Superreichen. Wer sind sie?