Für den Bau eines riesigen Stausees sollen in China etwa 330.000 Menschen umgesiedelt werden. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen in den östlichen Provinzen Hubei und Henan sollten in rund 50 nahe gelegenen Bezirken oder Städten ein neues Zuhause finden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag Projektleiter Zhang Jiyao. Wo die übrigen Betroffenen leben sollten, wurde nicht mitgeteilt. Die Umsiedlungen sollen bis Ende 2013 abgeschlossen werden.
Der geplante Danjiangkou-Stausee ist Teil eines milliardenschweren Projekts namens Nord-Süd-Wasser-Umleitung. Wasser aus dem Yangtse, dem längsten Fluss Chinas, soll in den Norden Chinas geleitet werden, der oft unter Dürren leidet. Bereits im kommenden Jahr sollen laut Xinhua Teile des Umverteilungssystems in Betrieb genommen werden, so dass bis zu einer Milliarde Kubikmeter Wasser an die Hauptstadt Peking geliefert werden könnten.
China will Bielefeld, Mannheim oder Magdeburg und Dessau umsiedeln?
Es ist echt schwierig, in Deutschland eine Stadt mit 330.000 Einwohnern zu finden. Genau solch eine Stadt müsste man aber finden, wenn man nachempfinden will, was gerade in China passiert:
China ist eine Diktatur. In einer Diktatur sind Dinge möglich, die sich Menschen in einer Demokratie nicht gefallen oder doch zumindest teuer abkaufen lassen würden. China wird dieses Staudammsystem durchziehen und in der westlichen Welt wird sich niemand für die Rechte der Bewohner einsetzen, weil jedes Land hofft, ein wenig von dem Geschäft abzubekommen.
China im Bild zeichnet natürlich ein viel freundlicheres Bild und spricht von glücklichen Bewohnern die freudig umziehen. Natürlich ist das Propaganda aber eben auch Hoffnung. Wie manchen großtechnischen Schwachsinn haben sich die Deutschen andrehen lassen und wieviel Geld mussten sie für nie erfüllbare Hoffnungen bezahlen.
Fest steht, dass China wasserreiche und wasserarme Regionen hat. Fest steht auch, dass ausgerechnet die Hauptstadt Peking in einer wasserarmen Region liegt und es zunehmend schwierig wird, die ständig wachsende Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Die Versorgung von Menschen mit Trinkwasser ist ein höheres Ziel, als das Bleiberecht an einem bestimmten Wohnort.
Auch in Deutschland war und ist es üblich, Trinkwassertalsperren durch harte Enteignungsmaßnahmen durchzusetzen. Der Teil dieses Staudammsystems, der Trinkwasser betrifft, ist also nicht zu kritisieren, weil er einfach notwendig ist. Anders sieht es mit der Versorgung von Ackerflächen aus, die im Endeffekt die viel größere Wassermasse bekommen sollen.
Es geht dabei nicht um die Problematik des Aralsees, der einfach leergepumpt wurde und dessen Salzgehalt sich zusätzlich durch Verdunstung erhöhte. Der Jangtse ist kein See, und wenn die Gletscher, die ihn speisen, abgeschmolzen sind, hat China ganz andere Probleme als das Versiegen dieses Flusses.
Momentan macht eine ganz andere Entwicklung sehr viel Sorge. China hat, um billig produzieren zu können, praktisch auf jeden Umweltschutz verzichtet. Das hat Deutschland auch ziemlich lange getan. Viele deutsche Flüsse waren nur Abwasserkloaken ohne jedes Leben. An bestimmten Tagen im Sommer waren Flüsse sogar lebensbedrohlich, weil sie im wesentlichen nur aus Säure bestanden. Deutschland hat Jahrzehnte gebraucht, bis es diese Problem begriffen hat und angegangen ist.
Nach der Wiedervereinigung war es auch das erste Problem, das in der DDR gelöst werden musste. Es löste sich dann allerdings von selbst, weil dank begnadeter Politiker die ganze Industrie starb. In China nehmen die Exporteinnahmen ab. Deshalb ist zur Zeit kein Geld für Umweltschutz da. Deshalb wird sich diese Situation noch weiter verschlechtern:
Bleibt die chinesische Wirtschaft und Politik bei ihrer jetzigen Umwelthaltung, ist davon auszugehen, dass die Verschmutzungen aus dem Jangtse auch im Oberlauf zunehmen und damit das Trinkwasser für Peking schon vergiftet sein könnte, bevor es in das System von Stauseen eingeleitet wird.
Für die Bewässerung von Ackerflächen ergibt sich ein weiteres Problem. Nach dem Motto "Viel hilft viel" neigen die Menschen überall dazu, die Bewässerung zu übertreiben. Dadurch kommt es häufig zu einer Versalzung von Böden. Auch wenn es denkbare technische Möglichkeiten gibt, eine solche Versalzung wieder rückgängig zu machen, zeigt sich doch in großen Gebieten, dass aus Kostengründen der Boden einfach aufgegeben werden muss.
Auf den Äckern im Norden Chinas wurde bisher sehr sparsam bewässert, sodass eine Versalzung keine Gefahr bildete. Sobald aber genügend Wasser zur Verfügung steht, wird erfahrungsgemäß überbewässert.
China wird sich entweder seiner Umweltprobleme annehmen müssen um auch nur brauchbares Trinkwasser zu erhalten und wird zudem zu einer intelligenten aber aufwendigen Tröpfchenbewässerung greifen müssen, oder die ganze Idee wird ein fürchterlicher Reinfall, der Ackerfläche vernichtet und vergiftetes Trinkwasser transportiert. Das ist eine Riesenaufgabe und setzt voraus, dass die Politiker auf die Probleme hingewiesen werden und sie dann auch noch verstehen.
Vermutlich wird dieses Projekt, obwohl es Sinn machen könnte, also in einem Chaos enden.
China im Bild zeichnet natürlich ein viel freundlicheres Bild und spricht von glücklichen Bewohnern die freudig umziehen. Natürlich ist das Propaganda aber eben auch Hoffnung. Wie manchen großtechnischen Schwachsinn haben sich die Deutschen andrehen lassen und wieviel Geld mussten sie für nie erfüllbare Hoffnungen bezahlen.
Fest steht, dass China wasserreiche und wasserarme Regionen hat. Fest steht auch, dass ausgerechnet die Hauptstadt Peking in einer wasserarmen Region liegt und es zunehmend schwierig wird, die ständig wachsende Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Die Versorgung von Menschen mit Trinkwasser ist ein höheres Ziel, als das Bleiberecht an einem bestimmten Wohnort.
Auch in Deutschland war und ist es üblich, Trinkwassertalsperren durch harte Enteignungsmaßnahmen durchzusetzen. Der Teil dieses Staudammsystems, der Trinkwasser betrifft, ist also nicht zu kritisieren, weil er einfach notwendig ist. Anders sieht es mit der Versorgung von Ackerflächen aus, die im Endeffekt die viel größere Wassermasse bekommen sollen.
Es geht dabei nicht um die Problematik des Aralsees, der einfach leergepumpt wurde und dessen Salzgehalt sich zusätzlich durch Verdunstung erhöhte. Der Jangtse ist kein See, und wenn die Gletscher, die ihn speisen, abgeschmolzen sind, hat China ganz andere Probleme als das Versiegen dieses Flusses.
Momentan macht eine ganz andere Entwicklung sehr viel Sorge. China hat, um billig produzieren zu können, praktisch auf jeden Umweltschutz verzichtet. Das hat Deutschland auch ziemlich lange getan. Viele deutsche Flüsse waren nur Abwasserkloaken ohne jedes Leben. An bestimmten Tagen im Sommer waren Flüsse sogar lebensbedrohlich, weil sie im wesentlichen nur aus Säure bestanden. Deutschland hat Jahrzehnte gebraucht, bis es diese Problem begriffen hat und angegangen ist.
Nach der Wiedervereinigung war es auch das erste Problem, das in der DDR gelöst werden musste. Es löste sich dann allerdings von selbst, weil dank begnadeter Politiker die ganze Industrie starb. In China nehmen die Exporteinnahmen ab. Deshalb ist zur Zeit kein Geld für Umweltschutz da. Deshalb wird sich diese Situation noch weiter verschlechtern:
Die extreme Verschmutzung des Jangtse bedroht die Trinkwasserversorgung vieler großer Städte entlang des Flusses. Es wird befürchtet, dass der Fluss innerhalb der nächsten fünf Jahre vollständig kippen könnte. Das verschmutzte Wasser wurde von chinesischen Forschern sogar als krebserregend eingeschätzt. Schuld an diesem Zustand sind Experten zufolge Industrieabfälle und -abwasser sowie die Verschmutzung durch Landwirtschaft und Schiffstreibstoff. Doch noch gibt es Hoffnung: Ende 2007 hat in Bern ein chinesisch-schweizerisches Forscherteam die Resultate einer Untersuchung vorgelegt. Der Bericht der „Yangtze Freshwater Dolphin Expedition“ unter der Leitung des Instituts für Hydrobiologie/Chinesische Akademie der Wissenschaften in Wuhan und der Stiftung Baiji.org erstaunt: Die Qualität des Wassers fällt besser aus, als bisher angenommen. Die Chemiker führen dies auf den Effekt der Verdünnung zurück. Der Jangtse mit seinen unzähligen Zubringerflüssen führt riesige Wassermengen mit, welche die Konzentration von Schadstoffen verdünnen, schreiben die Forscher in ihrem Bericht. Im Jahr 2006 gelangten 30,5 Milliarden Tonnen Abfälle aus Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalten in den Strom. Dies bedeutet einen Anstieg um 900 Millionen Tonnen im Vergleich zu 2005 gemäß der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.
Bleibt die chinesische Wirtschaft und Politik bei ihrer jetzigen Umwelthaltung, ist davon auszugehen, dass die Verschmutzungen aus dem Jangtse auch im Oberlauf zunehmen und damit das Trinkwasser für Peking schon vergiftet sein könnte, bevor es in das System von Stauseen eingeleitet wird.
Für die Bewässerung von Ackerflächen ergibt sich ein weiteres Problem. Nach dem Motto "Viel hilft viel" neigen die Menschen überall dazu, die Bewässerung zu übertreiben. Dadurch kommt es häufig zu einer Versalzung von Böden. Auch wenn es denkbare technische Möglichkeiten gibt, eine solche Versalzung wieder rückgängig zu machen, zeigt sich doch in großen Gebieten, dass aus Kostengründen der Boden einfach aufgegeben werden muss.
Auf den Äckern im Norden Chinas wurde bisher sehr sparsam bewässert, sodass eine Versalzung keine Gefahr bildete. Sobald aber genügend Wasser zur Verfügung steht, wird erfahrungsgemäß überbewässert.
Der Grundwasserspiegel steigt. Kapillarkräfte fördern das Wasser zur Oberfläche und es kommt zu einer ständigen Verdunstung. Da Wasser in ariden und semiariden Gebieten sofort nach dem Aufbringen auf das Feld stark verdunstet, fördert jede Bewässerung zusätzlich die Versalzung einer Fläche. Versalzung ist also meist Folge einer übermäßigen oder falschen Bewässerung von wasserintensiven Anbaupflanzen in semiariden und ariden Gebieten.
Allein in Syrien sind schon 30 bis 35 % der Anbauflächen durch Versalzung verloren gegangen. In Ägypten sind es 30 bis 40 %, in Pakistan weniger als 40 %, im Irak 50 % und in den USA 20 bis 25 %.
China wird sich entweder seiner Umweltprobleme annehmen müssen um auch nur brauchbares Trinkwasser zu erhalten und wird zudem zu einer intelligenten aber aufwendigen Tröpfchenbewässerung greifen müssen, oder die ganze Idee wird ein fürchterlicher Reinfall, der Ackerfläche vernichtet und vergiftetes Trinkwasser transportiert. Das ist eine Riesenaufgabe und setzt voraus, dass die Politiker auf die Probleme hingewiesen werden und sie dann auch noch verstehen.
Vermutlich wird dieses Projekt, obwohl es Sinn machen könnte, also in einem Chaos enden.
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