Wenn die Herrschenden Angst vor den Worten bekommen, dann zeigt es wie unsicher sie sich ihrer Macht sind. Vor einem Wort fürchten sie sich in Deutschland, im Moment, ganz besonders. Darum vermeiden sie es auch dieses Wort zu gebrauchen. Sie verwenden andere Wörter, damit die Menschen nicht aufwachen. Doch manchmal drängt dieses Wort dann doch an die Öffentlichkeit. Ob sie es wollen oder nicht, es ist schon wieder soweit, dass wir von "Gefallenen" sprechen. Ihre Medien reden noch von "getötet" oder "ums Leben gekommen". Wie bei einem Verkehrsunfall. Doch weil die, die für eine verbrecherische Politik ihre Köpfe hinhalten müssen nicht nur als Unfälle enden wollen kommen sie mit diesem Wort in unser Bewusstsein.
Mit ihnen kommt aber auch der Krieg in unsre Bewusstsein. Die Erkenntnis, dass sich Deutschland im Krieg befindet, das ist die Angst der Herrschenden. Sie haben nicht nur unser Land ruiniert, unsere Gesellschaft geteilt und vergiftet, die Zukunft unserer Kinder vergeudet und die Demokratie die Misskredit gebracht. Nein, sie haben uns auch noch in einen Krieg verwickelt. In einem Krieg für die Interessen Anderer. Damit sie weiterhin ihr schmutziges Geschäft betreiben können, wollen sie diesen Krieg vertuschen. Dazu versuchen uns diesen Krieg als Aufbauprogramm und seine Opfer als Unfälle zu verkaufen.

Aber wenn die Soldaten fordern, dass man ihre toten Kameraden als Gefallene bezeichnet, dann bin ich dabei. Denn man kann es nicht oft genug wiederholen. In Afghanistan fallen deutsche Soldaten. So wie schon unsere Urgroßväter bei Verdun und unsere Großväter in Stalingrad, nun unsere Söhne am Hindukusch. Und so wie die einen nichts in der Champagne und an der Wolga zu suchen hatten, so ist es auch mit der Bundeswehr in Afghanistan. Denn sie fallen dort nicht für Ruhm und Ehre, nicht für Volk und Vaterland. Unsere Soldaten fallen ausschließlich für die Interessen einer gewissenlosen Verbrecherbande. Da können uns deren mediale Speichellecker noch so viele Geschichten auftischen. Sie werden diesen Krieg nicht gewinnen. Sie werden ihn verlieren, so wie sie schon ihre anderen ungerechten Kriege verloren haben. Bezahlen werden sie dann mit dem Blut der Menschen in Afghanistan und den der gefallenen deutschen Soldaten.
Darum gilt jeden Gefallenen als Mahnung zu nehmen. Damit dieser Krieg endlich ein Ende nimmt. Wenn schon diese Regierung ihrer Schuld nicht nachkommt, sollte es wenigstens das Volk tun. Diese jungen Männer sind die Söhne dieses Volkes. Schon zu oft in unserer Geschichte ist eine Generation von Söhnen verblutet.
Noch ein Hinweis für die Spalter dieser Gesellschaft. Der übliche Einwand, dass sie ja freiwillig dort als Soldaten wären, ist nichts als neoliberale Propaganda. Denn, wenn diese jungen Menschen in zivilen Berufen die Möglichkeit hätten ein anständiges Auskommen zu haben, dann gäbe es sicherlich weniger "Freiwillige". Doch so zeigt sich erst die ganze Perversion dieser Politik. Sie schafft Dumpinglöhne und Aussichtslosigkeit. Dann lockt dann als Alternative zum Verkauf des eigenen Lebens. Ich verurteile keinen dieser jungen Männer. Denn sie sind Opfer. Wenn dann auch noch einer von ihnen füllt, dann bezahlen er und seine Angehörigen einen unendlichen Preis.
Darum gilt heute mehr denn je:
Die Gefallenen, den Lebenden zur Mahnung!
Die Gefallenen Deutschen sind daher den Verantwortlichen in der Regierung anzulasten. Diese werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden, so oder so.
Selbst ich muss einsehen, dass hier ein Apell an die Vernunft nicht mehr fruchtet. Denn man kann an nichts apellieren, das nicht vorhanden ist.
Was aber das "Verfälschen" betrifft, so kann man sich wehren. Schreiben und sprechen wir darüber - immerzu und immerwieder. Oder wie war das mit dem weichen Wasser...
Trotzdem einen schönen Feiertag wünscht Ihnen
Es kann in seinem Ursprung nicht leicht ein schlimmeres Wort sein als Soldat, Söldner, Käufling, feile Seele; solidarius glimpflich: Dukatenkerl.
Die Sache macht die Ehre des Kriegers, aber ein Soldat kann als Soldat durchaus auf keine Ehre Anspruch machen.
Es ist ein unbegreiflicher Wahnsinn des menschlichen Geistes, wie der Name Soldat ein Ehrentitel werden konnte.
Sie wurden von den Herrschenden ermordet. Die Toten in Afghanistan sind von Peter Struck, Gerhard Schröder, Joschka Fischer, dem Jung, der Merkel und dem Steinmeier persönlich ermordet worden.
Wir müssen die Schuldigen nennen und sie dann auch zur Verantwortung ziehen.
Und wenn wir schon bei den Schuldigen sind vergessen wir nicht ihre Helfershelfer. Die Hofberichterstatter und Kriegshetzer. Die, welche um einen Milliardär, der sich aus gekränkter Eitelkeit, vor den Zug nach Donaueschingen wirft ein großes Gewese machen. Wenn jedoch ein Hauptgefreiter aus Donaueschingen am Hindukusch in einem Fuchs verreckt, schnell zur Tagesordnung übergehen.
Luise
Und alle Toten werden anwesend sein und auf uns herabblicken. Welche Strafe sollen wir für die wirklichen Mörder vorsehen? Sollen wir sie gehen lassen? Sollen wir sagen, ja wir wissen, ihr konntet nicht anders?
Die Toten werden sich umdrehen und zur Tür hinausgehen. Ja, die Mörder sind keine Bestien. Sie haben keine Reißzähne, sondern manikürte Hände. Alles erscheint klar und einfach. Zu Hause warten ihre Frauen. Sie haben Kinder, Enkelkinder... Welche Strafe sollen wir den Mördern geben?
Wir werden ihnen keine Strafe geben. Wir werden ihnen vergeben, weil wir Menschen sind. Und sie werden sagen, man hat uns nicht bestraft, weil wir im Recht waren. Sie werden sich umdrehen und zur Tür hinausgehen. Wie die Ermordeten vor ihnen. Und dann werden sie es wieder tun.
Jedoch, deren Schuld kann ich nach einigem Nachdenken trotzdem benennen:
Diese Menschen maßen sich an, solche Entscheidungen für mich treffen zu dürfen, enthalten mir diese Möglichkeit vor und verweigern sie mir mit Gewalt. Und nennen dies verschleiernd "Demokratie". In der dafür gesorgt ist, daß meine Entscheidungen, so denn überhaupt konkret danach gefragt wird, auf dem Weg bis zur wirklichen Schaltstelle soweit verwässert ist, daß sie bedeutungslos ist.