Das jedenfalls verkündet das Unternehmen auf seiner Internetseite. Dort überschlägt man sich förmlich vor lauter Verbreitung von Glücksgefühlen.
Einkaufen bei Müller - das ist etwas, worauf man sich freuen kann ...
Nun bezieht sich diese Aussage freilich nur auf das Einkaufen bei "Müller". Was das Arbeiten bei diesem Unternehmen betrifft, so erfährt man darüber etwas in der Süddeutschen Zeitung.
Werte Müller Ltd. & Co. KG Geschäftsführung
Sie werden ja nicht müde ständig zu verkünden, dass Müller glücklich mache. Allerdings kommen mir an dieser Aussage einige Zweifel. Nein, ich bin nicht mit meinem Rasierschaum unglücklich. Es ist die Süddeutsche Zeitung, die mein Glück mit Ihnen getrübt hat. Was ich da über Sie lesen musste, ist ja nun auch wirklich nicht sehr erfreulich. Sie gehören also auch zu der Sorte von Chefs, die den eigenen Mitarbeitern nachschnüffeln. Dabei lassen Sie sich nicht einmal durch geltende Gesetze abschrecken. Sie sind also nicht nur schäbig, sondern auch noch dreist.
Dieses Verhalten legt nahe, dass das Arbeiten bei Müller offensichtlich nicht glücklich macht. Denn dem Vernehmen nach versetzen Sie nicht nur Ihre Verkäuferinnen in Angst, um deren Krankengeschichten zu erfahren. Selbst in Ihrer Etage soll mancher eher damit glücklich sein, wenn er nicht mehr für Sie arbeitet. Auch mit der betrieblichen Mitbestimmung hat der Herr Müller wohl erhebliche Probleme. Das ein derartiger Steinzeitkapitalismus krank macht, ist doch wohl verständlich. Statt also den Krankheiten Ihrer Mitarbeiter nachzuforschen, sollten Sie sich mal lieber um die Krankheitsursachen kümmern.
Denn so wie es zur Zeit bei Ihnen läuft, macht Müller nicht glücklich, sondern eher krank. Das ist auch der Grund, warum ich Ihren Läden in Zukunft fern bleiben werde. Denn auf das, was Sie als "glücklich" bezeichnen, kann ich gerne verzichten.
Da haben Sie nun schon einen ganzen Laden voll Reinigungsmittel. Doch hinten stapelt sich der Dreck weit über das Erträgliche. Versuchen Sie es doch mal mit einer gründlichen Reinigung. Hygiene, und die soziale im Besonderen, soll ja wahre Wunder bewirken. Dann klappt es vielleicht auch mit dem Glück.
Bis dahin Ihr unglücklicher Ex-Kunde
Jörg Fuhrmann
ich arbeite auch bei Müller und bin dort sehr zu frieden. In den Filialen in den ich gearbeitet habe, ist es nicht "dreckig", auf keinen Fall!
Zum Thema: "nachschnüffel" kann ich nur sagen, dass es sicher nicht so schlimm ist wie das bei Lidl. Wenn man bei Müller arbeitet, kann man nur glücklich sein. Bei welchem anderen Arbeitgeber bekommt man an Valentinstag, Weihnachten und all den anderen Feiertagen ein nicht sehr billiges Geschenk? Welcher andere Arbeitgeber wünscht von hoher Position Herzliche Glückwünsche?! Ich bin sehr zufrieden hier... so nette Mitarbeiter und ein sehr zufriedenstellendes Arbeitsklima findet man meiner Erfahrung nach zu der heutigen Zeit nicht mehr.
Bei Problemen untereinander, sei es vom Chef zum Angestellten und anders herum, kann man ohne weiteres den jeweiligen ansprechen.
Es tut mir leid, dass Sie ein unglücklicher Ex-Kunde sind und Müller Sie nicht Glücklich macht.
Ich vertrete die Meinung, dass durch die heutigen Medien vieles enorm hoch gepuscht wird und man sich nicht all zu schnell von diesem "Twitter-Journalismus" beeinflussen lassen soll.
Freundliche Grüße
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Es freut mich für Sie, dass Sie mit Ihrer Arbeit und Ihrem Arbeitgeber glücklich sind. Das hört man ja, in letzter Zeit, eher selten. Da ist jeder Glückliche ja ein wahrer Lichtblick. Auf jeden Fall gönne ich Ihnen Ihre Zufriedenheit. Das meine ich beileibe nicht sarkastisch.
Erlauben Sie mir aber noch eine Klarstellung und eine Frage.
Dem Vorwurf des "Twitter-Journalismus" möchte ich dann doch widersprechen. Man kann ja viel über die "Süddeutsche" sagen. Aber das sie "Twittert" wohl eher nicht. Außerdem hatte sie Ihrem Arbeitgeber durchaus die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Entsprechende Anfragen von Seiten der Süddeutschen Zeitung ließ das Unternehmen Müller "unbeantwortet".
Das wirft nun meine Frage nach dem "Warum" auf. Vielleicht können Sie mir diese Frage ja beantworten.
Freundliche Grüße
ich beziehe den "Twitter-Journalismus" nicht nur auf die Süddeutsche. Bei Google gibt es allein 18 Artikel dazu. Wenn man das Radio einschaltet, hört man in den Nachrichten ebenfalls zur vollen und zur halben Stunde etwas über dieses Thema. Dadurch das es diese schnelle Verbreitung gibt, kann schnell etwas dazu interpretiert oder einfach erfunden werden. Ein sehr gutes Beispiel wie ich finde, ist der Amoklauf von Winnenden . Auch dort gab es diese enorme Verbreitung. Mir ist klar, dass man dies nicht direkt mit dem Aktuellen Thema vergleichen kann aber ich fand das war ein gutes Beispiel.
Dies beziehe ich auch mit darauf, warum sich die Geschäftsleitung noch nicht dazu geäußert hat. Heut zu Tage muss man aufpassen was man sagt, alles kann so verdreht werden, dass es am Ende falsch verbreitet wird. Ich gehe davon aus, dass sich in den Reihen der Leitung von Müller jetzt Gedanken gemacht werden, wie man dazu Stellung nimmt.
Ich warte auf jeden Fall mit Spannung auf ein Statement. Ich hab ja schließlich keinen direkten Kontakt mit der Geschäftsleitung.
Schönen Sonntag.
Das mit dem Google halte ich für kein so gutes Beispiel. Das sich auf den Zeitungsartikel hin die Nachricht im Internet vervielfaältigt ist doch ganz normal. So gesehen ist ja auch mein Artikel nur eine solche Vervielfältigung. Ach die anderen medien springen da nur auf den Zug auf.
Doch nun zurück zum "Twitter-Journalismus". Als ich die Süddeutsche Zeitung zu lesen begonnen habe, waren es lediglich 12 Zeilen auf der Titelseite. Da kann man durchaus von Gezwitscher sprechen. Ich gestehe ich hatte beim Lesen dieser 12 Zeilen auch erst einen anderen Gedanken.
Im Wirtschaftsteil habe ich dann aber einen dreispaltigen Artikel von Frau Deckstein und Frau Liebrich gefunden. Fals Sie den noch nicht gelesen haben, dann können Sie es hier tun. Dieser Artikel machte auf mich nicht den Eindruck eines Gezwitschers.
Doch lassen wir das. Wozu brauchen wir noch die Süddeutsche in diesem Fall. Auch das Statement der Müller-Geschäftsleitung ist eher zweitrangig. Das wird letztendlich sowieso von den Anwälten diktiert.
Viel interssanter finde ich ja Ihre eigene Meinung. Sie als direkt Betroffene/r können mir sicherlich sagen, was Sie von solchen "Krankenrückkehrergesprächen" halten. Was halten Sie davon, das dabei auch noch schriftliche Aufzeichnungen angefertigt werden? Sind Sie damit einverstanden? Wenn ja warum? Sind Sie damit nicht einverstanden? Wie verhalten Sie dann?
Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen. Wenn denn schon der Artikel der Süddeutschen so falsch ist, dann gilt es doch an der Sache zu bleiben. Ich will ja nicht einfach nur eine Behauptung im Raum stehen lassen.
Sie brauchen ja auch keine Angst zu haben. Niemand auch kein Unternehmen darf Ihnen Ihre eigene Meinung zu dem Thema verbieten. Gerade Sie müßten doch auch keine Angst haben. Ihr von Ihnen als so honorig beschriebene Arbeitgeber wird Sie doch wohl nicht wegen soetwas bestrafen. Nur weil Sie sich über eine eigene Meinung haben heist es morgen doch nicht:
"Frau oder Herr Anonym melden Sie sich mal bitte im Büro."
Also nur raus damit. Ich bin schon sehr gespannt. Vielleicht ergeben sich ganz neue Erkenntnisse.
Bis dahin mit freundlichen Grüßen
Hallo erstmal,
letzte Woche Donnerstag hat die Firma Müller eine Presseerklärung abgegeben. Als ich mit meiner FL gesprochen hatte meinte diese, dass die Krankenrückfühgespräche gesetzlich wäre. Es ist so, dass nach der Ursage geforscht wird. Liegt es an der Arbeit, einer Person etc. Weiteres kann aus der Pressemitteilung entnommen werden. Ich persönlich kann sagen, dass ich eh letztes Jahr vielleicht nur ein mal beim Arzt war. Von daher betrifft es mich eh nicht.
Solange ich nichts negatives erfahren habe, arbeite ich sehr gerne bei Müller.
Freundliche Grüße
Vielen Dank für Ihren Hinweis auf diese Presseerklärung. Gerade heute habe ich daran gedacht, mich einmal wieder, um dieses Thema zu kümmern. Nun ist dieses Presseerklärung von einer Art, die eine ausgiebige Erörterung nötig macht. Das übersteigt den Rahmen dieses Kommentarbereiches. Doch ich verspreche Ihnen, dass ich mir trotzdem die Mühe mache.
Mit freundlichen Grüßen
habe heute auch nochmal die Nachrichten verfolgt. Hat einer von Ihnen schon etwas über die Pressemitteilung gehört? Nein? Erst wird alles von der Presse zerfetzt und dann bei einer Stellungnahme wird nichts mehr darüber berichtet... Ich weiß es nicht, aber vielleicht ist es an der Zeit das die Presse nochmal von neu anfangen sollte. Ich bin der Meinung das es immer schlimmer wird... Jüngster Vorfall ist die HIV erkrankte Sängerin. Keine Disketion, ohne Erlaubnis wird alles an die große Glocke gehangen und und und...
Bin nur ich dieser Ansicht oder vertreten auch noch andere diese Meinung?
Wir sind keine Gesellschaft mehr sondern Kreaturen, Sensationsgeile Kreaturen mit einem drang zum voyeurismus, die alles in sich aufnehmen und immer mehr wollen.
Freundliche Grüße
Was haben Sie eigentlich gegen die Firma Müller. Einerseits behaupten Sie ständig wie schön es in dieser Firma ist. Auf der anderen Seite wollen Sie unbedingt, dass ich mich mit dieser Presseerklärung intelektuell auseinandersetze. Sie loben vorne, und legen hinten gleichzeitig Feuer.
Ich rate Ihnen sich irgendwann einmal zu entscheiden. Das lebt sich wesentlich einfacher.
Mit ferundlichen Grüßen
Ich stehe weiterhin auf der Seite der Firma Müller.
Als Antwort auf Ihren Post empfehle ich Ihnen die Lektüre dieses Beitrages: http://www.duckhome.de/tb/archives/6350-Ungluecklich-mit-Mueller-Drogeriemaerkten.html
Eine Bitte hätte ich noch. Könnten Sie mir mitteilen, ob Sie eine Dame oder ein Herr sind. Das macht mir das Antworten leichter.
Einen schönen Abend wünscht Ihnen