Oberstaatsanwalt Christian Avenarius ist ein wahrer Held. Wie wir alle wissen, hat er Wohnungsdurchsuchungen beim
Inhaber der Domain wikileaks.de, Theodor R. durchführen lassen, weil dieser angeblich Beihilfe zum Vertrieb von kinderpornographischen Schriften leistet.
Es geht darum, dass wikileaks.de auf wikileaks.org verlinkt und dort eine Liste der australischen und thailändischen Sperrlisten, die angeblich gegen Kinderpornographie wirken sollen, aber in Wirklichkeit nur ein Mischmasch aus diversen Links ist, die auch viele politische Seiten und die Seiten von einfachen Bürgern umfasst. In Thailand geht es vor allem gegen die Beleidigung des Königs.
Oberstaatsanwalt Christian Avenarius, der ja da verantwortlich ist, wo der Sachsensumpf sehr bewusst nicht aufgeklärt werden konnte, macht mit seiner Aktion jetzt den ersten Schritt auf dem von Frau von der Leyen und Herrn Schäuble geplanten Weg in die totale Internetzensur. Die Staatsanwaltschaft in Sachsen hat ja den Unmut der freien Geister über ihren Umgang mit dem Sachsensumpf deutlich zu spüren bekommen und möchte natürlich in Zukunft keine Wiederholungen.
Wikileaks ist ein Tor, durch das weltweit unter anderem die Bankster von der UBS in Verlegenheit gebracht wurden - und letztendlich wurden Inhalte sogar im Prozess gegen die UBS in den USA eingebracht. Das aber genau ist die größte Gefahr für den Sumpf zwischen Großkapital, gekauften Politikern, Kriminellen und einer abhängigen oder involvierten Justiz: Wahrheit.
Der Kampf gegen den Betreiber von Wikileaks ist ein Schritt, die Sperrlisten aus jeder Diskussion zu nehmen, damit still und heimlich die Freiheit des Wortes endgültig gebrochen werden kann. Avenarius arbeitet somit am Abbau der Bürgerrechte, der Menschenrechte - aber vor allen Dingen am Ende der Demokratie mit. Wenn Australien es gewollt hätte, hätten sie die Server, auf denen Kinderpornographie läuft, jederzeit sperren lassen können. Ein Tipp an den Hoster reicht im Normalfall. Sonst gibt es noch die Justiz im Land des Hosters, die für einen Nationalstaat schnell zu erreichen ist, wenn der denn Kinderpornographie verhindern will.
Aber wie es Frau von der Leyen nicht um Kinderpornographie, sondern um den Machterhalt geht, geht es auch in Australien und Thailand nicht um Kinderpornographie sondern um Zensur. Würde Christian Avenarius gegen Kinderpornographie vorgehen wollen, würde er die Staatsanwälte am Sitz der Hoster anmailen und ihnen den Tip geben. Er aber verfolgt Theodor R. und wikileaks. Das ist bezeichnend und sollte nicht vergessen werden.
Es lohnt sich, die deutsche Justiz im Auge zu behalten. Das ist vor 1933 und nach 1945 leider nicht gründlich passiert, und manche seltsame Ansichten schleifen sich bis heute durch. Nicht bei allen, aber bei zu vielen. Wenn Christian Avenarius zu viel Zeit und Langeweile hat, soll er sich doch einfach noch mal die Akten des Sachsensumpfes vornehmen. Da fände er viel, was er aber wohl nicht finden will und nicht finden darf.
Noch einmal zur Sache an sich. Duckhome hätte diese Liste nicht so veröffentlicht, würde aber jederzeit jede Seite, die nicht kinderpornographische Inhalte hat und auf einer solchen Liste steht, veröffentlichen. Aber das ist persönliche Ansichts- und Mentalitätssache. Die Listen an sich sind Urkunden, und man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass die komplett veröffentlicht werden müssen, um beurteilt werden zu können.
und da hätte man schon einiges an Kipo entdecken können - allerdings mit Politikern und Staatsanwälten im Schlepptau.
Na ja - möglicherweise ist er ja auch so informiert, daß er da gar nicht erst suchen müßte.
Aber hier geht es eher um die Einführung von Zensur denn um strafbare Handlungen.
mfg zdago
Er war kein Held, sondern ein gemeiner Römerschlächter. Ich musste wegschaclten vor soviel Unterwürfigkeit.
Ansonsten wäre ich dabei. Die 40 bis 50 km könnte ich sogar per pedes schaffen :)
Bei Spiegel Online steht geschrieben:
"Die Dresdner Staatsanwaltschaft beteuert, nicht einmal gewusst zu haben, was Wikileaks ist."
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,616017,00.html
Sicher kann man nun als Aktivist gegen die Einschränkung elementarer Grundrechte protestieren, allerdings ist man der Unwissenheit anderer damit nicht gewachsen. Ob das nun Frau vdL oder Herrn A. betrifft.
Die schwarzen Listen werden jedenfalls ein echter Renner! Ob nun durch undichte Stellen veröffentlicht oder durch Aktivisten einzeln zusammengetragen.
Mit Hilfe von Dummheit wird der Verbreitung von Kinderpornos dann erst so richtig Vorschub geleistet.