Angesichts der Abstimmung vergangenen Montag bzgl. der plädierten Verbotsaufhebungen seitens der EU für Ungarn und Österreich, was den Anbau von Genmais in beiden Mitgliedsstaaten betrifft, darf man nicht meinen, dass die Stimmen Gabriels und Aigners - die sich gegen eine Verbotsaufhebung richteten - für Deutschland zählen würden. Das Gegenteil bleibt vorerst der Fall.
Eine Ministeriumssprecherin sagte, das Monitoring des Herstellers Monsanto werde abgewartet und erst dann bei Mängeln ein Moratorium des Anbaus erwogen.
Gefordert wird allerdings ein schnelles Verbot von Mon 810, noch vor der Maisaussaat im April.
Ulrike Brendel, Greenpeace-Agrarexpertin, dazu: "Ist die Saat einmal im Boden, ist es zu spät"
Aigner sprach sich konkret nur gegen die Zulassung der beiden Maissorten BT11 (Syngenta) und 1507 (Pioneer) aus, erteilte aber keine klare Absage im Falle einer Abstimmung vor der EU-Kommission. In Brüssel werden demnächst Entscheidungen zu Anbauverboten in Frankreich und Griechenland zur Abstimmung stehen. Erwartet wird das gleiche Votum wie im Falle Ungarns und Österreich.
Quelle:
taz
Appell an Landwirtschaftsministerin Aigner gegen MON 810 Aussaat