Update zu:
Belgien verzögert seine Gaza-Mission aufgrund der anhaltenden Kämpfe
Gefunden beim belgischen:
Het Nieuwsblad
by Dirk Musschoot,
Frei übersetzt und gekürzt aus dem Niederländischen.
"Ik heb het gezien: Israël begaat oorlogsmisdaden"
„Ich habe es gesehen: Israel begeht Kriegsverbrechen“
Der Brüsseler Fotograf Bruno Stevens berichtet als einziger ausländischer Journalist aus Gaza:
„Jetzt weiß ich, warum Israel keinen einzigen Journalist in Gaza zulässt. Sie wollen nicht, dass jemand sieht, welche Grausamkeiten sie dort begehen. Aber ich bin nun mal hier und kann berichten: Israel begeht Kriegsverbrechen!“
„Wir riefen Stevens gestern in seinem Verstek an. Die Handy-Verbindung zu ihm war ziemlich schlecht und er entschuldigte sich hierfür, da es zu gefährlich wäre nach draußen zu gehen, um besseren Empfang zu suchen.“
Bruno Stevens war in verschiedensten Krisenherden wie Tschetschenien, Irak, Iran, Libanon, Afghanistan, Somalia, Kaschmir, Sri Lanka, Angola etc. unterwegs und ist somit im Umgang mit Gefahrensituationen kaum unerfahren.
Zwei Wochen lang hat er versucht, in Gaza reinzukommen, und schaffte es dann letztendlich, ganz legal, über die ägyptische Grenze. Über das „wie“ will er sich nicht äußern.
Stevens ist wütend auf die Israelis, die keine Journalisten im Gebiet zulassen wollen. „Offiziell sagen sie, dass es zu gefährlich ist oder dass eh nur hamasfreundliche Berichterstattung gegeben wäre. Dies sind alles Märchen. Ich bin kein Freund der Hamas. Ich bin ein unabhängiger Journalist, der über die Geschehnisse hier berichten will. Die wahren Gründe wollen sie natürlich nicht verraten, aber ich kenne sie allzu gut. Bei den Kriegsverbrechen können sie keine Zeugen gebrauchen!“
„Israel verneint den Einsatz von Phosphorgranaten!? Nun, sie setzen diese wirklich ein! Ich fand Reste von Phosphor. Israel sagt: „kein Phosphor“? Du erstickst es mit dem Schuh und kurz danach entflammt es wieder. Kein Phosphor? Und all diese verbrannten Opfer unter den Zivilisten. Erfinde ich diese nur? Nein, ich habe sie fotografiert.“
Er will auch über die Lebensumstände der 1,5 Millionen Palästinensern in Gaza berichten. Die sind kaum beneidenswert. "Tausende sind obdachlos. Ich bewege mich hier zwischen dem Schutt von zerschossenen Häusern, Schulen, Moscheen. Dies ist eine humanitäre Krise ohnegleichen! Und hierüber werde ich, wie hoch der Preis auch sein mag - nicht schweigen!“
Gestern wurden die ersten sechs Kinder, mit ihren Familienangehörigen, nach Belgien
eingeflogen
Gegen 22:30 muss ein Flugzeug auf dem militärischen Flughafen von Melsbroek gelandet sein.
Es handelt sich um schwer verwundete und traumatisierte Kinder zwischen 2,5 und 18 Jahren, die dringend medizinische Pflege benötigen.
Die Angehörigen wurden vorerst bei Gastfamilien untergebracht. Sechs Kinder wurden - durch Mitarbeiter der WHO - aus unzähligen anderen Verletzten herausgesucht. Dies, nach Verletzungsgrad und Möglichkeit, sie in Belgien zu versorgen. Die schlimmsten - nicht transportfähigen - Fälle bleiben in den ägyptischen Krankenhäusern, da ein Ausfliegen zu riskant wäre.
Neben Brüchen, Verbrennungen und anderen schweren Verletzungen leiden sie unter gravierenden Kriegstraumata. Die auf fünf Krankenhäuser verteilten Verletzten bekommen nun ein Maximum an Privacy, um zu verhindern, dass gutgemeinte Solidarität in Katastrophentourismus ausartet.
Die „B-Fast“-Aktion hatte mit einigen Hindernissen zu kämpfen. Der erste Transport, der letzten Freitag starten sollte, wurde aufgrund von diplomatischen und praktischen Problemen - mit Israel und Ägypten - aufgehalten. Auch war die Sicherheitslage nicht so optimal. Erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekam das belgische Team die Erlaubnis, auf dem Flughafen von El-Arish, nahe der Grenze zu Gaza, zu landen. Belgien ist das erste europäische Land, welches palästinensische Verwundete aufnimmt. Den ersten Schritt machten Marokko, Saudi-Arabien und Jordanien.
...
Hoffentlich folgen mehr Länder – weltweit – dieser Aktion. Und auch für Deutschland wünsche ich mir nun endlich mal einen differenzierteren Blick, was dieses Abschlachten angeht. Der Versuch Steinmeiers, sich als Retter des Nahost-Friedens aufzuspielen, nachdem die deutsche Regierung einig und geschlossen hinter der israelischen Sache stand – finde ich persönlich ziemlich
zynisch und
geschmacklos. Die Bundesregierung würde eher gut daran tun - dringendst -, humanitäre Hilfe anzukurbeln, statt zu versuchen, die selbsterzeugten außenpolitischen Scherben wieder aneinanderzuleimen.
Fotos zu Gaza findet man in Stevens Portfolio >
photoshelter.com. Die Beiden Gaza-Bilder in "Gallery" anklicken und man gelangt in seine Ausstellung des Wahns!
Respekt für diesen Mann!
Bilder:
Bruno Stevens. Bildquelle: Het Nieuwsblad
Disclaimer: Durch meine persönliche Übersetzung der Artikel dokumentiere ich diese nur und mache sie mir nicht "zu eigen" oder vertrete direkt deren Meinung; wobei "dokumentieren" ein weit dehnbarer Begriff ist ...
Meinung auch ...
Es ist einfach nur noch unerträglich. He Ka Te hat es oben ja schon gepostet.Wäre sonst auch mein Beitrag fü heute gewesen:
Sämtliche Versuche Ärzte, Hilfsräfte und dringend benötigtes medizinisches Bedarfsmaterial nach Gaza zu bringen um Menschenleben zu retten und den vielen Verletzten Hilfe zukommen zu lassen, werden gezielt durch das israelische Militär sabotiert. Das Hauptquartier des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) wurde beschossen. Auch das Free Gaza Boot "Spirit of Humanity" mit 4 Ärzten und lebensnotwendigem, medizinischem Bedarfsmatrial an Bord, wurde bedroht und musste seine Mission vorerst abbrechen und wieder den Hafen von Zypern ansteuern. Zahlreichen weiteren humanitären Hilfsmissionen aus Europa wurde der Einsatz verwehrt.
Wie lange will die Weltgemeinschaft den israelischen Kriegsverbrechen und dem gezielt geführten Genozid an der palästinensischen Bevölkerung noch zusehen? In Gaza verbluten und verbrennen die Menschen und die deutsche Bundesregierung bekräftigt noch immer ihre bedingungslose, uneingeschränkte Solidarität mit Israael?!
Kinderkrankenhaus zerbomt:
http://zope.gush-shalom.org/home/en/channels/press_releases/1231809398/
Was das Hauptquartier des UNRWA betrifft: Israel entschuldigt sich. Hallo? Noch alle Tassen im Schrank - es reicht, es gibt keine Entschuldigung mehr für das Schlachten! Hats noch nie gegeben, weder für deutsche, amerikaner, noch für irgend jemand anderen! Dafür kann sich niemand etwas kaufen!
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/gaza-israel-entschuldigt-sich-fuer-beschuss-des-un-hilfswerks_aid_362369.html
Oder Nicht oder Was?
Bis auf die 'paar Wenigen', die das Deschawuerg zB.Libanon/Gaza wie es war und gerade ist ueberhaupt noch in Erinnerung hatten/werden, ist doch die zukuenftige Verstaubung jetzt schon gewaehrleistet.
Libanon hatte den absolut
gleichen 'Charakter. Die bisher gleichgezogene Anzahl an Opfern, wobei durchaus gewohnheitsmaessig die Zivilisten mehr oder heftiger ueberwiegen.
Willkuerliche Zerstoerung versorgender Infrastruktur mit den moeglichst grauslichsten Waffen, wobei gerade in Gaza das neue DIME zum Probeeinsatz kommt; welches auch so richtig fetzt.
Ich muss ja den westlichen Schlachtenverein alleine der letzten 500 Jahre gar nicht in Betracht ziehen muessen, der sich schon fuer Sich an ein Paar und 100 Millionen weltweit Gemetzelten entschuldigen muesste.
Dieses Jahrzehnt ist doch schon mal wieder ein recht sueffisanter Start.
No Sorries!
zB. StaatIsrael wurde doch schon so oft "verurteilt", das Er sich die Klowand damit tapezieren kann. ... und auf der anderen Seite kleben Vetos und westlich garantierte Narrenfreiheit.
Irak? Afghanistan? S-Ossetien? Afrika? ...
Bezueglich welcher der Obengenannten hilft es sicherlich nicht, wenn zB. jemand wie dieses Merkel am Druecker ist.
Fatal und extrem bedauerlich als auch peinlich fuer Deutschland und ueberhaupt.
Zu Merkel http://de.youtube.com/watch?v=n1eyR5m0jjU&feature=related :-)
und noch 'n Taesschen Blut
http://blutfuerdiebundeskanzlerin.blogspot.com/
Solche offene Briefe gehören in landesweit verbreitete/gelesene Zeitungen veröffentlicht. Aber die "Öffentlichen" machen lieber den Bückling. Vor allem in Zeiten, wo auf Grund der Rezession alles Verstaatlicht, kontrolliert und zensiert wird. Auch die Medien.
Das Filmchen ist klasse! :o)