Zu Israel, Palästina und einem völlig undenkbarem Friedensplan
"Undenkbar" lautet das Wort, welches ich zu dem Artikelhintergrund unterstreichen möchte und müsste, ja. Wir wissen beide, Jochen, dass zumindest Israel sich deiner Idee entziehen würde. Vielleicht wäre das Wort "undankbar" sogar passender ...
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Israel froh und glücklich darüber sein sollte, dass Palästina nach dem 2. Weltkrieg die jüdischen Verfolgten in ihr Land gelassen hat. Unter welch Umständen auch immer dies geschah. Hätten die Palästinenser damals gewusst, wie vehement die Menschen ihr biblisch imaginäres Recht ausweiten und umbrechen würden ... sie hätten eine Mauer um Palästina gezogen und diese mit einer Selbstschussanlage ausgestattet. Ich sage: Recht so! Wäre besser gewesen!
Ja, ich bin wütend und in meiner Wut schreibe ich emotional. Bin ich jetzt eine Nazi-Tante deswegen? Wehe, jemand regt sich darüber auf, der werfe den ersten Stein!
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Völlig verkappte, evangelikale Planspiele: Blut für die Welt - Brot für mich?
Ich kann nachvollziehen, warum das heutige Israel politisch die Nummer 1 im Nahen Osten ist. Ich brauche nur die evangelikalen Amish anschauen: Die Bibel - das weltliche Regierungsmanifest, in dem Gott selbst den Staat Israel als jüdisch gegeben proklamiert.
Israel. Zunächst nur ein "Name" - eine Personenzuordnung. Erst später dann ... "Das Land, auf dem du liegst, Jakob (Israel), will ich dir und deinen Nachkommen geben. Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde."
Wo lag Jakob (Israel) zu diesem Zeitpunkt? Klar, in Israel, welches es zu dem Zeitpunkt noch nicht als solches gab ... nun ja, wichtiger wäre es zu erfahren, wo Jakob damals schlief. In welchem Landstrich? Bleiben wir doch beim Biblischen/bei der Tora.
Bevor die Familie zur Familie Israel wurde, lebte sie nach ihrem ägyptischen Auszug in Kanaan. Hui - Kanaan!!! Dort wo Assyrer, Akkardier und Babylonier ihr Vielgöttertum und ihre sexuellen Gelüste und Opferriten auslebten - ja, genau dort in diesem Soddom & Gomorrah!
Diese umtrieben Orte, gleich nach denen des fruchtbaren Südens, welches damals noch unter ägyptischem Einfluss standen. Pelestim (Palästina) durch die Philister (die nicht mal Semiten, sondern Hamiten - aus Griechenland - waren) geboren und auf Kanaan ausgeweitet - noch bevor es zur Namensgebung "Israel" kam. Ja, ja ... bevor es dazu kam! Kanaan gehörte zu Palästina und sollte dann Israel getauft werden? Nö, es ging nicht um Kanaan - wenn wir die heutigen Ansprüche der Israeliten angucken. Heute geht es den Israeliten darum, den gesamten Bereich zu bekommen - den Bereich den sie damals unter König David haben schleifen lassen!
Sie, die jetztigen Regierungen, sind die Erfüllungsgehilfen des alten Testaments. Erfüllungsgehilfen, die nicht verstanden haben, dass es ein Israel einzig nur für den Erlöser geben musste. Der Bund Gottes. Der, der gekommen und beschlossen und mit Jesus Tod am Kreuz wieder vernichtet wurde.
Mit dem Tod des Messias war der Bund mit Israel vorübergehend verloschen, nicht aber seitens Gott her - er hatte geschworen und hält ihn weiter. Der Verrat läutete das vorübergehende Ende Israels ein.
Bis zu dem Zeitpunkt lesen und sehen wir in der Bibel und in der Tora immer wieder, dass Gott jeden, der es wagte Israel anzuzweifeln, davon abhielt, Israel zu zerstören. Doch was geschah nach der Kreuzigung Jesu? Jesu sprach von dem Fall Israels in Lukas 21, 24.
GueldnerG45S schreibt:
Die israelischen Juden beharren weiterhin auf das Alte Testament - auf deren Prophezeiungen. Und sie tun recht daran. Ganz im Sinne der Evangelikalen und der biblischen Aussage über den Bund. Denn würden sie ihr Schicksal akzeptieren, welches sie durch Jesu erfuhren, würde sich das Armageddon nicht erfüllen. Eingeläutet durch die Wiederkunft des Messias; und er ist bereits da - für die Evangelikalen: Er heißt Obama. Klingt komisch, aber das sind religöse Zielstrebungen nunmal seit Anbeginn derer Geschichtsschreibung: komisch klingend.
Jeder der es wagt, sich gegen das Volk Israel zu erheben - so lautet es im Alten Testament - wird von Gott abgestraft werden. Nur dass heute nicht mehr Gott abstraft (wahrscheinlich war es damals aber auch schon eher so ->), sondern eine Gruppe von Intriganten, die ins himmlische Königreich einkehren wollen.
Zwar sind die Grenzen Israels im Alten Testament eindeutig festgeschrieben (1 Mo 15,18-21: von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat: Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth, die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.), aber - und das ist das fatale daran - selbst DAS haben sie vergessen und es wird auch immer wieder bestritten, gar als unsicher dargestellt! Sind die Grenzen aus Mose die richtigen, die von Hesekiel oder gar die die vor allen genannten existierten?
Egal, sie bereiten den Weg - den Weg des biblischen ATs.
So, Schluss mit dem religiösen Muckefuck. Kommen wir zur Realwirtschaft. Ich erlaube mir zu kopieren:
Schon 500 Jahre vor Abraham blühte in Kanaan der Handel: Gold und Gewürze aus Nubien, Kupfer und Türkise aus dem Sinai, Leinen und Elfenbein aus Ägypten, Silber aus Tauris, Lederwaren und Purpur aus Byblos und glasierte Vasen aus Kreta. Kanaan gehörte zum fruchtbaren Halbmond.
So international geschäftig das Leben an der Küste war, so krass war der Gegensatz zum Landesinnern, wo Nomadeneinfälle, Unruhen und Stammesfehden an der Tagesordnung waren. Ägyptische Strafexpeditionen mussten oft für Ruhe sorgen und die Karawanen vor Übergriffen schützen. Das überliefert uns die Grabinschrift aus dem Jahr 2350 v.Chr.
Aus diesen Strafexpeditionen kamen die ersten Semiten als Kriegsgefangene ins Nilland. In der Zeit um 1850 v.Chr. stand Kanaan unter ägyptischer Oberhoheit. Sein Pharao war damals Sesostris III.
Kanaan zur Zeit der Patriarchen war ein fruchtbares "Niemandsland", aus dem sich autonome Stadtsiedlungen wie Inseln erhoben. Blitzartig tauchten räuberische Nomaden aus der Wüste auf, kämpften, plünderten und verschwanden, wie sie gekommen waren.
Aus dem 18.Jahrhundert v.Chr. wurden magische Fetische (Fluchzauber) in Form von Tonscherben ausgegraben, die auch Namen biblischer Städte trugen, was deren Existenz zu jener Zeit beweist (z.B. Jerusalem, Ashkalon, Hazor, Beth Shemesh, Schechem (Sichem)...). Die Stadtsiedlungen Kanaans waren Trutzburgen und Zufluchtsstätten vor Räubern und anderen Feinden. Sie hatten notwendigerweise eine eigene Wasserversorgung, waren aber ansonsten zu klein, um eine grössere Bevölkerung über längere Zeit beherbergen zu können. Im Königreich Mari waren allein schon die Paläste grösser als die Städte Kanaans. Meist deckten letztere nicht mehr als 1/2 bis 4 ha Fläche.
Die Bibel nennt die Stammes- und Stadtherren "Könige". Offenbar beeindruckten das Wüstenvolk diese - für unsere Verhältnisse bescheidenen - Steinfestungen sehr. Diese Stadtherren waren unabhängig und innerhalb ihres Einflussbereiches vielleicht sogar mächtig, aber da sie alle untereinander verfeindet waren, stellten sie für Ägypten nur selten eine direkte Bedrohung dar.
Das Verhältnis zu den Untertanen war patriarchalisch und hierarchisch. Nur die Patrizier, die Reichen und die Abgeordneten des Pharao lebten innerhalb der Mauern. Das einfache Volk hauste in Lehmhütten ausserhalb der Mauern und durfte nur in Krisenzeiten den Schutz der Mauern geniessen, während sie in der Regel vor den Mauern all ihr Hab und Gut verloren.
Abraham wählte für seine Reise den beschwerlicheren, aber sichereren Weg durch das zentrale Hügelland über Sichem, Bethel, Jerusalem, bis hinunter nach Hebron. Er konnte sich mit Bogen und Schleuder nicht auf eine Auseinandersetzung mit den Kanaanäern einlassen, die mit Schwertern und Speeren bewaffnet waren. An der Küste, in der Jesreel-Ebene und im Jordantal wäre eine fremde Sippe mit einer Schafherde leicht auszumachen und zu überfallen gewesen.
In Beni-Hasan, auf dem halben Weg zwischen Memphis und Theben, 300 km südlich von Kairo, liegt das Grab des Gauleiters Chnem-hotep aus der Zeit Sesostris II (ca. 1900 v.Chr.). Hier ist uns ein Wandbild erhalten, das ins Nilland einwandernde Semiten zeigt. Sie sind erkennbar an den scharf geschnittenen Profilen, der hellen Haut und den Kleidern, die sich von denen der ägyptischen Beamten wesentlich unterscheiden. Die Hieroglyphen, die einer der Beamten in der Hand hält, sprechen von "Sandbewohnern". Der Hirtenstab in den Hieroglyphen steht für "Fremder", die Krone für "Anführer". Man beachte die bunten Röcke (Gen. 37,3), die Sandalen und Halbstiefel, die achtsaitige Lyra (Ps 6 und 12), sowie die Waffen: Pfeil und Bogen, Wurfstöcke, Speere Reisepässe waren damals unbekannt, nicht aber Einreiseformalitäten. Von den Ankömmlingen wurde der Personenbestand aufgenommen, der Grund des Kommens, Dauer des Aufenthalts ... . Das alles notierte ein Beamter mit roter Tinte auf Papyrus und gab dann das Papier an den Grenzoffizier weiter, der daraufhin die Zuzugsgenehmigung - nach den Richtlinien der Verwaltungsbeamten am Hof - erteilte oder auch nicht.

Dank der regelmässigen Nilüberschwemmungen war Ägypten ein fruchtbares Land, das in Hungerzeiten immer wieder Fremde anzog. Die Reise Abrahams nach Ägypten können wir vor dem Hintergrund einer Hungersnot um 1900 v.Chr. in Kanaan sehen. Das Korn in Ägypten lockte aber nicht nur friedliche Einwanderer. Aus diesem Grund war die Östliche Karawanenstrasse durch die "Fürstenmauer" kontrolliert, einen befestigten Grenzwall, der sich östlich des heutigen Suezkanals in nord-südlicher Richtung von den pelusischen Sümpfen bis ins Bergland des Sinai dahinzog. Auch 650 Jahre später, beim Exodus unter Mose, war der Grenzwall mit seinen Bogenschützen und den dort stationierten Kampfwagen noch immer ein unüberwindliches Hindernis für den, der die nähere Umgebung nicht genau kannte.
Abraham verließ die Gefilde wieder und ließ sich 3 km nördlich von Hebron nieder.
Kommen wir zum Enkel Abrahams, Jakob, Sohn Isaaks, der später den Namen Israel bekommt:
Isaak ist alt und blind geworden. Er hat zwei Söhne. Jakob, der Zweitgeborene betrügt ihn um seinen Segen für den Erstgeborenen Esau. Jakob muss fliehen und wird selber Opfer von Intrigen (Jakob und Laban Lea, Rahel). Nach 14 Jahren kehrt er schließlich wieder in die Heimat zurück und muss sich seinem Bruder Esau stellen. Von diesem Treffen hängt der Fortgang der Verheissung ab, und Jakob, der einstige Betrüger, muss sozusagen über sich selber hinauswachsen.
Abraham hat seinerzeit sein Geschick selber in die Hand genommen und das hat sich als falsch herausgestellt. Aber Gott hat auch diesen „Fehler“ in seinen Heilsplan eingebaut (Ismael als Stammvater der Araber). Jakob nimmt in noch viel radikalerer Weise sein Schicksal selber in die eigene Hand und schreckt auch vor schwerem Betrug gegenüber seinem Vater Isaak nicht zurück. Zwar muss auch er büßen, aber die Heilsgeschichte Gottes geht schließlich mit dem „Betrüger“ weiter und nicht mit dem rechtmässigen Erben. DAS sollte einem mal zu denken geben!
Urgs, wir sind schon wieder beim Biblischen ...
Ok, ich fass mich kurz:
Jakob lebte 17 Jahre in Ägypten, danach war er kurz in Beer-Seba (damals makkabäisch besetzt) und dann 20 Jahre in Haran (um Rahel zu bekommen). Haran ist ein Ort im nördlichen Mesopotamien (nahe der heutigen türkischen Stadt Urfa). Auf dem Weg nach Haran hatte er seinen Traum von der Himmelsleiter. Er träumte in Lus - nach seinem Traum hieß der Ort fortan Beth-El.
Im Ostjordanland (Pniel) kämpfte er dann und nannte sich ab da an Israel.
Wo lag Jakob und schlief also - um die Eingangsfrage aufzulösen? Im Ostjordanland - "das Land, auf dem du liegst Jakob, will ich dir und deinen Nachkommen geben." Er sollte sich nach allen 4 Himmelsrichtung blickend umschauen: so weit sein Blick reichte solle ihm sein Land gegeben sein.
Stell Dich mal auf ne offene Fläche und schau wie weit Du gucken kannst, dann wissen wir, welches Land die Israelis ihr eigen nennen dürfen!
Hm, da fällt mir glatt die Ma'at ins Gedächtnis. Die Göttliche Harmonie - die Feder auf der (ägyptischen) Waage, der das Herz des Pharaos gegengewogen wird:
Wäre Israel das zu wiegende Herz, würde es - im altägyptisch-religiösem Sinne - für zu schwer befunden und somit in den Brunnen der Monster geworfen .. und niemals die Ewigkeit des Pantheons erreichen.
Aber Obacht, es geht nicht um Israel. Es geht um Menschen. Menschen wie Du und ich. Der Name Israel, er soll für die Menschen stehen. Die Menschen die laut Bibel über sich hinauswachsen sollten. Wir sollten allmählich mal in uns kehren und horchen was unser Herz uns raten würde. Was es sagen würde, wenn nur ein toter Mensch, ganz gleich welcher Herkunft, unser eigen Liebstes gewesen wäre ...
Israel. Zunächst nur ein "Name" - eine Personenzuordnung. Erst später dann ... "Das Land, auf dem du liegst, Jakob (Israel), will ich dir und deinen Nachkommen geben. Deine Nachkommen werden zahlreich sein wie der Staub auf der Erde."
Wo lag Jakob (Israel) zu diesem Zeitpunkt? Klar, in Israel, welches es zu dem Zeitpunkt noch nicht als solches gab ... nun ja, wichtiger wäre es zu erfahren, wo Jakob damals schlief. In welchem Landstrich? Bleiben wir doch beim Biblischen/bei der Tora.
Bevor die Familie zur Familie Israel wurde, lebte sie nach ihrem ägyptischen Auszug in Kanaan. Hui - Kanaan!!! Dort wo Assyrer, Akkardier und Babylonier ihr Vielgöttertum und ihre sexuellen Gelüste und Opferriten auslebten - ja, genau dort in diesem Soddom & Gomorrah!
Diese umtrieben Orte, gleich nach denen des fruchtbaren Südens, welches damals noch unter ägyptischem Einfluss standen. Pelestim (Palästina) durch die Philister (die nicht mal Semiten, sondern Hamiten - aus Griechenland - waren) geboren und auf Kanaan ausgeweitet - noch bevor es zur Namensgebung "Israel" kam. Ja, ja ... bevor es dazu kam! Kanaan gehörte zu Palästina und sollte dann Israel getauft werden? Nö, es ging nicht um Kanaan - wenn wir die heutigen Ansprüche der Israeliten angucken. Heute geht es den Israeliten darum, den gesamten Bereich zu bekommen - den Bereich den sie damals unter König David haben schleifen lassen!
Sie, die jetztigen Regierungen, sind die Erfüllungsgehilfen des alten Testaments. Erfüllungsgehilfen, die nicht verstanden haben, dass es ein Israel einzig nur für den Erlöser geben musste. Der Bund Gottes. Der, der gekommen und beschlossen und mit Jesus Tod am Kreuz wieder vernichtet wurde.
Mit dem Tod des Messias war der Bund mit Israel vorübergehend verloschen, nicht aber seitens Gott her - er hatte geschworen und hält ihn weiter. Der Verrat läutete das vorübergehende Ende Israels ein.
Bis zu dem Zeitpunkt lesen und sehen wir in der Bibel und in der Tora immer wieder, dass Gott jeden, der es wagte Israel anzuzweifeln, davon abhielt, Israel zu zerstören. Doch was geschah nach der Kreuzigung Jesu? Jesu sprach von dem Fall Israels in Lukas 21, 24.
GueldnerG45S schreibt:
König Herodes der Große verwaltete das Gebiet als Verbündeter Roms. Unter ihm erstrahlte Jerusalem in neuem Glanz und erlebte eine neue Blütezeit. Als er 4 v.Chr. starb, wurde sein Reich in drei Teile geteilt. Seine Söhne Philippus und Herodes Antipas bekamen ihre eigenen Herrschaftsgebiete, der Rest stand unter der Herrschaft des römischen Statthalters Pontius Pilatus. Daneben existierte die Dekapolis, ein Landesteil, der zehn freie Städte umfasste.
Als Jesus mit seinen Jüngern umherzog, existierten diese vier Herrschaftssysteme, doch er machte sie nie zum Inhalt seiner Reden. Er lebte darin (in den Evangelien lesen wir davon, wie er von einem Gebiet zum anderen wechselte, um zu lehren) und ordnete sich ihnen unter. Jesus ließ sich auch nicht vom äußeren Glanz Jerusalems blenden.
Daraus können wir lernen, dass unser Augenmerk nicht auf das Land und die Grenzen gerichtet sein soll, sondern auf die Menschen, die darin leben.
Die israelischen Juden beharren weiterhin auf das Alte Testament - auf deren Prophezeiungen. Und sie tun recht daran. Ganz im Sinne der Evangelikalen und der biblischen Aussage über den Bund. Denn würden sie ihr Schicksal akzeptieren, welches sie durch Jesu erfuhren, würde sich das Armageddon nicht erfüllen. Eingeläutet durch die Wiederkunft des Messias; und er ist bereits da - für die Evangelikalen: Er heißt Obama. Klingt komisch, aber das sind religöse Zielstrebungen nunmal seit Anbeginn derer Geschichtsschreibung: komisch klingend.
Jeder der es wagt, sich gegen das Volk Israel zu erheben - so lautet es im Alten Testament - wird von Gott abgestraft werden. Nur dass heute nicht mehr Gott abstraft (wahrscheinlich war es damals aber auch schon eher so ->), sondern eine Gruppe von Intriganten, die ins himmlische Königreich einkehren wollen.
Zwar sind die Grenzen Israels im Alten Testament eindeutig festgeschrieben (1 Mo 15,18-21: von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat: Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth, die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.), aber - und das ist das fatale daran - selbst DAS haben sie vergessen und es wird auch immer wieder bestritten, gar als unsicher dargestellt! Sind die Grenzen aus Mose die richtigen, die von Hesekiel oder gar die die vor allen genannten existierten?
Egal, sie bereiten den Weg - den Weg des biblischen ATs.
So, Schluss mit dem religiösen Muckefuck. Kommen wir zur Realwirtschaft. Ich erlaube mir zu kopieren:
Schon 500 Jahre vor Abraham blühte in Kanaan der Handel: Gold und Gewürze aus Nubien, Kupfer und Türkise aus dem Sinai, Leinen und Elfenbein aus Ägypten, Silber aus Tauris, Lederwaren und Purpur aus Byblos und glasierte Vasen aus Kreta. Kanaan gehörte zum fruchtbaren Halbmond.
So international geschäftig das Leben an der Küste war, so krass war der Gegensatz zum Landesinnern, wo Nomadeneinfälle, Unruhen und Stammesfehden an der Tagesordnung waren. Ägyptische Strafexpeditionen mussten oft für Ruhe sorgen und die Karawanen vor Übergriffen schützen. Das überliefert uns die Grabinschrift aus dem Jahr 2350 v.Chr.
Aus diesen Strafexpeditionen kamen die ersten Semiten als Kriegsgefangene ins Nilland. In der Zeit um 1850 v.Chr. stand Kanaan unter ägyptischer Oberhoheit. Sein Pharao war damals Sesostris III.
Kanaan zur Zeit der Patriarchen war ein fruchtbares "Niemandsland", aus dem sich autonome Stadtsiedlungen wie Inseln erhoben. Blitzartig tauchten räuberische Nomaden aus der Wüste auf, kämpften, plünderten und verschwanden, wie sie gekommen waren.
Aus dem 18.Jahrhundert v.Chr. wurden magische Fetische (Fluchzauber) in Form von Tonscherben ausgegraben, die auch Namen biblischer Städte trugen, was deren Existenz zu jener Zeit beweist (z.B. Jerusalem, Ashkalon, Hazor, Beth Shemesh, Schechem (Sichem)...). Die Stadtsiedlungen Kanaans waren Trutzburgen und Zufluchtsstätten vor Räubern und anderen Feinden. Sie hatten notwendigerweise eine eigene Wasserversorgung, waren aber ansonsten zu klein, um eine grössere Bevölkerung über längere Zeit beherbergen zu können. Im Königreich Mari waren allein schon die Paläste grösser als die Städte Kanaans. Meist deckten letztere nicht mehr als 1/2 bis 4 ha Fläche.
Die Bibel nennt die Stammes- und Stadtherren "Könige". Offenbar beeindruckten das Wüstenvolk diese - für unsere Verhältnisse bescheidenen - Steinfestungen sehr. Diese Stadtherren waren unabhängig und innerhalb ihres Einflussbereiches vielleicht sogar mächtig, aber da sie alle untereinander verfeindet waren, stellten sie für Ägypten nur selten eine direkte Bedrohung dar.
Das Verhältnis zu den Untertanen war patriarchalisch und hierarchisch. Nur die Patrizier, die Reichen und die Abgeordneten des Pharao lebten innerhalb der Mauern. Das einfache Volk hauste in Lehmhütten ausserhalb der Mauern und durfte nur in Krisenzeiten den Schutz der Mauern geniessen, während sie in der Regel vor den Mauern all ihr Hab und Gut verloren.
Abraham wählte für seine Reise den beschwerlicheren, aber sichereren Weg durch das zentrale Hügelland über Sichem, Bethel, Jerusalem, bis hinunter nach Hebron. Er konnte sich mit Bogen und Schleuder nicht auf eine Auseinandersetzung mit den Kanaanäern einlassen, die mit Schwertern und Speeren bewaffnet waren. An der Küste, in der Jesreel-Ebene und im Jordantal wäre eine fremde Sippe mit einer Schafherde leicht auszumachen und zu überfallen gewesen.
In Beni-Hasan, auf dem halben Weg zwischen Memphis und Theben, 300 km südlich von Kairo, liegt das Grab des Gauleiters Chnem-hotep aus der Zeit Sesostris II (ca. 1900 v.Chr.). Hier ist uns ein Wandbild erhalten, das ins Nilland einwandernde Semiten zeigt. Sie sind erkennbar an den scharf geschnittenen Profilen, der hellen Haut und den Kleidern, die sich von denen der ägyptischen Beamten wesentlich unterscheiden. Die Hieroglyphen, die einer der Beamten in der Hand hält, sprechen von "Sandbewohnern". Der Hirtenstab in den Hieroglyphen steht für "Fremder", die Krone für "Anführer". Man beachte die bunten Röcke (Gen. 37,3), die Sandalen und Halbstiefel, die achtsaitige Lyra (Ps 6 und 12), sowie die Waffen: Pfeil und Bogen, Wurfstöcke, Speere Reisepässe waren damals unbekannt, nicht aber Einreiseformalitäten. Von den Ankömmlingen wurde der Personenbestand aufgenommen, der Grund des Kommens, Dauer des Aufenthalts ... . Das alles notierte ein Beamter mit roter Tinte auf Papyrus und gab dann das Papier an den Grenzoffizier weiter, der daraufhin die Zuzugsgenehmigung - nach den Richtlinien der Verwaltungsbeamten am Hof - erteilte oder auch nicht.

Dank der regelmässigen Nilüberschwemmungen war Ägypten ein fruchtbares Land, das in Hungerzeiten immer wieder Fremde anzog. Die Reise Abrahams nach Ägypten können wir vor dem Hintergrund einer Hungersnot um 1900 v.Chr. in Kanaan sehen. Das Korn in Ägypten lockte aber nicht nur friedliche Einwanderer. Aus diesem Grund war die Östliche Karawanenstrasse durch die "Fürstenmauer" kontrolliert, einen befestigten Grenzwall, der sich östlich des heutigen Suezkanals in nord-südlicher Richtung von den pelusischen Sümpfen bis ins Bergland des Sinai dahinzog. Auch 650 Jahre später, beim Exodus unter Mose, war der Grenzwall mit seinen Bogenschützen und den dort stationierten Kampfwagen noch immer ein unüberwindliches Hindernis für den, der die nähere Umgebung nicht genau kannte.
Abraham verließ die Gefilde wieder und ließ sich 3 km nördlich von Hebron nieder.
Kommen wir zum Enkel Abrahams, Jakob, Sohn Isaaks, der später den Namen Israel bekommt:
Isaak ist alt und blind geworden. Er hat zwei Söhne. Jakob, der Zweitgeborene betrügt ihn um seinen Segen für den Erstgeborenen Esau. Jakob muss fliehen und wird selber Opfer von Intrigen (Jakob und Laban Lea, Rahel). Nach 14 Jahren kehrt er schließlich wieder in die Heimat zurück und muss sich seinem Bruder Esau stellen. Von diesem Treffen hängt der Fortgang der Verheissung ab, und Jakob, der einstige Betrüger, muss sozusagen über sich selber hinauswachsen.
Abraham hat seinerzeit sein Geschick selber in die Hand genommen und das hat sich als falsch herausgestellt. Aber Gott hat auch diesen „Fehler“ in seinen Heilsplan eingebaut (Ismael als Stammvater der Araber). Jakob nimmt in noch viel radikalerer Weise sein Schicksal selber in die eigene Hand und schreckt auch vor schwerem Betrug gegenüber seinem Vater Isaak nicht zurück. Zwar muss auch er büßen, aber die Heilsgeschichte Gottes geht schließlich mit dem „Betrüger“ weiter und nicht mit dem rechtmässigen Erben. DAS sollte einem mal zu denken geben!
Urgs, wir sind schon wieder beim Biblischen ...
Ok, ich fass mich kurz:
Jakob lebte 17 Jahre in Ägypten, danach war er kurz in Beer-Seba (damals makkabäisch besetzt) und dann 20 Jahre in Haran (um Rahel zu bekommen). Haran ist ein Ort im nördlichen Mesopotamien (nahe der heutigen türkischen Stadt Urfa). Auf dem Weg nach Haran hatte er seinen Traum von der Himmelsleiter. Er träumte in Lus - nach seinem Traum hieß der Ort fortan Beth-El.
Im Ostjordanland (Pniel) kämpfte er dann und nannte sich ab da an Israel.
Wo lag Jakob und schlief also - um die Eingangsfrage aufzulösen? Im Ostjordanland - "das Land, auf dem du liegst Jakob, will ich dir und deinen Nachkommen geben." Er sollte sich nach allen 4 Himmelsrichtung blickend umschauen: so weit sein Blick reichte solle ihm sein Land gegeben sein.
Stell Dich mal auf ne offene Fläche und schau wie weit Du gucken kannst, dann wissen wir, welches Land die Israelis ihr eigen nennen dürfen!
Hm, da fällt mir glatt die Ma'at ins Gedächtnis. Die Göttliche Harmonie - die Feder auf der (ägyptischen) Waage, der das Herz des Pharaos gegengewogen wird:
Wäre Israel das zu wiegende Herz, würde es - im altägyptisch-religiösem Sinne - für zu schwer befunden und somit in den Brunnen der Monster geworfen .. und niemals die Ewigkeit des Pantheons erreichen.
Aber Obacht, es geht nicht um Israel. Es geht um Menschen. Menschen wie Du und ich. Der Name Israel, er soll für die Menschen stehen. Die Menschen die laut Bibel über sich hinauswachsen sollten. Wir sollten allmählich mal in uns kehren und horchen was unser Herz uns raten würde. Was es sagen würde, wenn nur ein toter Mensch, ganz gleich welcher Herkunft, unser eigen Liebstes gewesen wäre ...



















Bei Religionen und Glaubensfragen gab es jedoch schon immer Streit, so gesehen nehme ich Ihnen Ihren Kommentar auch nicht krumm. Wie auch, schließlich äußern ja auch Sie nur Ihre Meinung. ;-)
könnten sie ihre Wut und ihren persönlichen Hass bitte auf ein Maß zurückdrängen das es uns ermöglicht sie weiter kommentieren zu lassen.
Ich verwarne sie hiermit. Noch eine solche Hasstirade und sie erhalten ein halbes Jahr Kommentarverbot.
Wenn sie also wie in diesem Fall nichts zur Sache beizutragen haben, dann halten sie einfach den Mund.
Was ich ausdrücken wollte, ist mein Zweifel an der Berechtigung einer Wertung durch absolut Unbeteiligte und erst recht der Einmischung Außenstehender in diesen Konflikt. Wenn die Bevölkerungen Palästinas oder Israels keinen Krieg wollen, sind nur sie selbst in der Lage, das Elend zu beenden, indem sie ihre Oberen absetzen und andere Lösungswege suchen. Was Einmischung und selbst wohlmeinende Friedensüberwachung bislang anderen Ländern gebracht haben, sollte hinreichend bekannt sein. Nicht ein Konflikt wurde auf diesem Wege gelöst, höchstens noch betoniert und ausgeweitet.
Wer von Euch Not lindern und menschlich helfen will - egal auf welcher Seite - sollte das sofort tun, ohne mal wieder nach Staat oder Kollektiv zu schreien, ohne große Worte, Parteiergreifung oder Schuldzuweisungen. Alles andere geht über selbstgefälliges Stammtischgeschwätz nicht hinaus und bleibt unnützes Palaver.
P.S.: Zu den hier üblich gewordenen gegenseitigen Bestätigungskommentaren habe ich wirklich nichts mehr beizutragen - ist eh für die Katz - alles weitere somit geschenkt :-)!
ständig werfen sie anderen vor das sie nicht einsichtig, kurzsichtig oder gar unwissend sind. Könnte es vielleicht sein, dass einfach jede andere Meinung die nicht mit ihrer deckungsgleich ist, ihnen nicht passt?
Noch blöder allerdings ist das Argument, dass die Dinge dieser Welt nur von denen bewertet werden sollen, die direkt darunter leiden. Das Wort Betriebsblindheit kennen sie scheinbar nicht.
Können wir als Bürger (was weiß ich wieviele Hartz IV Empfänger, Rentner, Alleinerziehende und 1-Eurojobber) irgend etwas tun die CDU/SPD Elite sofort abzusetzten? Können sie, dirinella, Berlusconi absetzen?
Was sie möchten ist eine Zensur auf Duckhome bei denen nur noch die Texte durchkommen, die ihnen gefallen. Ich kann ihnen allerdings garantieren dass sie damit nicht durchkommen.
Um es klar und in aller Deutlichkeit zu sagen. Ich halte sie schlicht und ergreifend für eine überhebliche, unnütze Person, die hier nichts beitragen sondern nur stören will. Im Internet nennt man solche Leute Trolle.
Was die angeblichen Bestätigungskommentare angeht sollten sie sich vielleicht fragen ob sie das Wort Diskussion schon verstanden haben. Da gibt es Ablehnung und Zustimmung. Das ist das Wesen der Diskussion.
Aber sie haben Recht. Was soll es. Bei ihnen ist selbst das Hoffen vergeblich.
Danke an Helene für ein bischen Licht im Dunkel!
belef
Ich ahne natürlich, aber verstehe ich es vielleicht nur ganz falsch !?
Wie meinen Zeilen unschwer zu entnehmen ist, meine ich das genaue Gegenteil.
Was jemand glaubt, ist mir völlig wurscht - kann jeder halten wie er will und von mir aus auch als solchen kundtun. Glauben ist nicht Wissen! Gefährlich wird es immer dann, wenn Glaube als Wissen ausgegeben wird und ein unseliger Dang zur Übertragung auf andere besteht.
du brauchst nicht anonym zu posten.
Da gebe ich Ihnen selbstverständlich uneingeschränkt recht. Keine Frage.
Einziges was ich aus diesem Artikel gern auf andere übertragen würde, läßt sich auf nur einen Absatz beschränken und damit möchte ich auch gleich (wenn auch unanständig) auf Sixarulos Frage antworten:
Es geht um Menschen. Menschen wie Du und ich. Der Name Israel, er soll für die Menschen stehen. Die Menschen die laut Bibel über sich hinauswachsen sollten. Wir sollten allmählich mal in uns kehren und horchen was unser Herz uns raten würde. Was es sagen würde, wenn nur ein toter Mensch, ganz gleich welcher Herkunft, unser eigen Liebstes gewesen wäre ...
Wie mehrfach angedeutet: es geht in Kriegen immer um Menschen, alles andere ist vorgeschoben. Was ich über Bibel oder Tora schrieb (oder irgendwann über andere Heilige Schriften schreiben werde) ist reine Interpretationssache und von Betrachter zu Betrachter mitunter unterschiedlich.
Und deswegen auch belanglos. Aber zumindest hattest du bisschen Arbeit! :)
Ich finde den Artikel im Großen und Ganzen gut, die göttliche Harmonie, dieses angekündigte Zeitalter, Aeon, werden wir, zumindest den Telemiten nach zu urteilen, kaum erleben, denn das derzeitige Aeon begann erst 1904 n.Chr. mit der Niederschrift des Diktats des Liber Al Vel-legis durch A.C.
Warum dieser Verweis auf noch eine Religion? werden sich viele fragen. Meine Antwort: sie markiert das Ende all der Religionen, deren Götter sklavisch verehrt werden wollten.
Alle, die wirklich interssiert, in wie weit die Bibel, deren AT, mit Funden und Ausgrabungen korrespondiert, bzw. beide sich widerlegen, empfehle ich ein Buch von einem, der auch Israel von seinen Eltern genannt wurde: "Keine Posaunen vor Jericho" von Israel Finkelstein.
Anders, mit anderen Intentionen, sind seit den 60ern des 20. Jh viele NordamerikanerInnen aufgebrochen, um die Funde in Nord-Israel dem AT anzupassen. Ist das nicht krank? Die haben bald wieder alles eingepackt, was sie mitgebracht hatten, weil sie erleben mußten, wie aussichtslos ihr Unterfangen war. Der Hinweis auf Barack Obama ist auch nicht aus der Luft gegriffen, denn schon der Vorname, dessen Schreibweise nur
gering von der von Ehud Barak abweicht, bedeutet so viel wie "Der Gesegnete" und genau so wird er auch der gesamten Christenheit dieser Welt präsentiert. Genau damit werden auch die völlig ilusorischen Hoffnungen aller AfrikanerInnen auf der ganzen Welt genährt.
Nebenbei ist Bibel lesen wirklich aufschlußreich. Meine Empfehlung für heute ist die Geschichte um die Amalekiter. Eine kurze Zusammenfassung gibt es auch auf wikipe...
Übrigens, mit dieser Jacob-Geschichte haben weiße, inzuchtgebeutelte US-Rassisten auch ewig die Rassentrennung dort gerechtfertigt, als Gottgewollt. Weshalb also sich nicht über die Bibel austauschen? Das kann beim Verständnis nur helfen.