Es gab schon unzählige Friedenspläne, die alle darauf hinausliefen, auf dem Gebiet Palästinas zwei Staaten zu implementieren - was immer daran scheiterte, dass irgendwer zuviel haben wollte. Tatsächlich sind die Flächenansprüche Palästinas und Israels ziemlich identisch. Beide wollen die ganze Fläche. Klar ist allerdings auch, dass die Fläche nur einmal vorhanden ist. Noch dazu ist es nicht besonders viel Fläche.
Die Golanhöhen können wir gleich einmal herausrechnen, die müssen zurückgegeben werden. Das ist gar keine Frage und war ja auch schon mehrfach Thema bei Verhandlungen mit Syrien. Denkt man zudem noch an die vielen Auslandspalästinenser, egal ob in Berliner Pizzerien oder in Flüchtlingslagern im Libanon, dann wird klar, dass auch die in eine Lösung einbezogen werden müssen.
Im Vergleich zur Enge in Westeuropa wäre das Land auch dann noch dünn besiedelt, aber in Anbetracht der vielfach noch bäuerlichen Lebensform würden sich schnell Probleme ergeben. Für eine Lösung müsste das gesamte Land einen erheblichen Sprung nach vorne machen. Einen großen Sprung für alle, oder der gemeinsame Untergang in endlosen Kämpfen. So kann man die Situation beschreiben.
Wie überall auf der Welt haben die Politiker vollständig versagt. Egal ob israelisch oder palästinensisch. Sie sind der Kern des Problems und unfähig, Teil einer Lösung zu sein. Wenn aber die Politik ausfällt, bleibt zumeist kein anderer Aufhänger, an dem man eine soziale Ordnung festmachen könnte. Israel/Palästina hat aber noch eine Kraft, die zwar auch im politischen Ränkespiel mitgemischt hat, aber nicht ganz so verdorben wie die Politik ist. Die Religionen oder besser: die religiösen Führer.
Religiöse Führer als Friedensbewahrer und Wegbegleiter in eine gemeinsame Zukunft von Israelis, Palästinensern, Kopten und Derwischen mögen auf den ersten bis einhundertsechsundreißigsten (136) Blick ziemlich irre erscheinen. Angesichts der Tatsache, dass man keine anderen Autoritäten hat, ist es aber einfach logisch.
Die einzelnen religiösen oder auch nichtreligösen Gruppen entsenden ihre Vertreter in einen Israel-Palästina-Rat. Jede Gruppierung nach ihrem Anteil an der Bevölkerung. Selbstverständlich dürfen auch die evangelikalen, die katholischen und orthodoxen, die Interesse an ihren heiligen Stellen haben, Vertreter entsenden, die, wenn sie nicht aus dem Land stammen, zumindest gehört werden sollten.
Der Staat Israel hört auf zu existieren und wird unter dem Namen Israel-Palästina Mandatsgebiet der UNO. Dieses Mandatsgebiet untersteht aber nicht dem Sicherheitsrat, um die Blockadespielchen zu vermeiden. Es untersteht dem selbst bestimmten Rat. Alle Truppen auf dem Gebiet des Rates werden entwaffnet. Hierzu entsendet und bezahlt die Europäische Gemeinschaft und die Schweiz eine stehende Truppe auf dem Boden des Ratsgebietes.
An diesen Truppen dürfen Deutschland, Polen, England, Frankreich, Italien und Spanien nicht personell beteiligt werden. Die Aufgabe soll bewusst von kleineren Staaten wahrgenommen werden, die nicht in dem hohen Maße eigene Interessen verfolgen, wie es bei den europäischen Großmächten zu vermuten ist. Zu Deutschland und Polen braucht nichts extra gesagt zu werden.
Die europäische Gemeinschaft lässt die Infrastruktur mindestens entsprechend dem französischen Niveau von ortsansässigen Firmen und mit ortsansässigen Leuten wieder errichten. Gleichzeitig beginnt ein politischer Prozess, dessen Endziel die schnelle Integration des Mandatsgebietes als eigenständiger Staat in die EU ist.
Natürlich ist von den Bürgern der EU nicht zu erwarten, dass sie ein anderes Land ohne Gegenleistung aufbauen. Soviel Nächstenliebe tut aber auch gar nicht gut. In den Wüstengebieten Israels können hochwirksame Solarkraftwerke errichtet werden, deren Strom zum einen der lokalen Versorgung dient, zum anderen aber auch die Versorgung Europas leicht sicherstellen könnte.
Natürlich ist der Leitungsweg nach Zentraleuropa etwas weiter als bei einem nordafrikanischen Standort. Allerdings spielt das bei modernsten Übertragungstechniken auch keine so große Rolle mehr, und die vor Ort vorhandene, teilweise sehr gut ausgebildete Bevölkerung wäre ein Plus ohne Ende.
Selbstverständlich wird es jede Mengen von Einreden geben. Natürlich werden viele Leute diese Lösung nicht wollen. Aus guten wie aus schlechten Gründen. Die religiösen Führer sehen das ganze wohl optimistischer. Es könnte zumindest mal diskutiert werden, anstatt sich immer im Kreis zu drehen.
Und Ende der Existenz Israels wird es nicht geben bevor Jeshua wiederkommt. Aber dann vergeht eh die ganze Welt. Möge es bald so sein. :)
Aber viel Spaß weiterhin bei deinen 'ausrottenden' Phantasien.