Und nun etwas Aufklärungsarbeit.
Wir danken an dieser Stelle Hakimakarima, die es für notwendig hielt - im September des Jahres 2007 - Herrn Rolf Stolz etwas genauer unter die Lupe zu nehmen:
Rolf Stolz, der Querfrontschmied
Geburtsjahrgang 1949, Diplompsychologe, langjähriger Betriebspsychologe bei der Bayer AG
Seine Entwicklung und seine Aktivitäten werfen ein bezeichnendes Schlaglicht auf die gesellschaftspolitische Funktion der Islamkritik und er ist Stichwortgeber eines ganz eigenen Rezensions- und Zitierkartells.
Rolf Stolz ist die graue Eminenz der Islamkritik und der Nestor und Lehrmeister vieler gegenwärtiger Islamkritiker und Islamexperten, obwohl er selbst eigentlich kein Islamexperte ist. Oder vielleicht ist er ein sogenannter, denn in der Zeitschrift „Junge Freiheit“ wird er so genannt. Also gut: Er ist kein studierter Islamexperte. Nicht im Elfenbeinturm akademischer Orchideenblütenfächer hat er sein Wissen erworben. Nein, es stammt unmittelbar aus erster Hand.
„Seit 1967 in der unabhängigen Linken aktiv“ (Klappentext) war er nebenbei Mitherausgeber der deutsch-türkischen Zeitung „Arbeiter-Tatsachen“. Da hat er wohl einiges über den Islam gelernt, was ihm später noch zugute kommen sollte. Und bis heute sind einige seiner besten Freunde Ausländer, jawohl, und er schämt sich dessen nicht. In einem 2002 erschienenen Buch druckt er gar einen lehrreich-belehrenden „Brief an einen türkischen Freund oder: Was sich lernen und befürchten läßt“ ab (Stolz 2002a). Oder müsste es richtiger heißen: Einige seiner besten Freunde sind bis heute Ausländer? Aber so weit sind wir noch nicht. Wir machen das etappenweise. Genauso wie Rolf Stolz.
Rolf Stolz, 1980-1990
Wir befinden uns in den 80er Jahre. Ganz Germanien ist vom Nationalismus befreit. Ganz Germanien? Nein! Ein wackeres Häuflein edler Streiter und doitscher Patrioten hebt an, frontüberschreitend von rechts nach links die Befreiten zu befreien und Stolz ist mittenmang dabei als Gründer des „Initiativkreis Linke Deutschland-Diskussion“ (LDD) und Herausgeber des „Materialbrief Deutsche Probleme - Probleme mit Deutschland“. Weitere Einzelheiten: Kratz 1990.
Schon damals muss Stolz geahnt haben, dass in Wirklichkeit doch nicht „nur die Wahl zwischen zwei Antworten auf die totale Niederlage: zwischen selbstmörderischem Widerstand bis zuletzt oder dem langsamen Krepieren als Sklave fremder Herren“ (Stolz 1997b) bleibt. Sondern dass „jenes Deutschland zwischen Maas und Memel, zwischen Etsch und Belt gedacht, für das die Befreiungskrieger des Jahres 1813, die patriotisch-demokratischen Revolutionäre von 1817 bis 1933 und der antinazistische Widerstand in den zwölf Katastrophenjahren gekämpft und gelitten haben - also jene tausendjährige Nation“ (Stolz 1997b) vielleicht noch zu retten sei.
Zu retten vor jenen „pseudoalternativen Kräften“ (Stolz 1997a, S. 63), „pseudokonservativen Kreisen“ (id. 64), „Pseudo-Liberalen“ (id. 237), „Pseudolinken“ (id. 292), „Pseudo-Antifaschisten“ (id. 287), „Pseudo-Deutschen“ (id. 284), kurz: der „großen Koalition aus Selbsthassern, Unzurechnungsfähigen und Landesverrätern“ (id. 350), die Deutschland „in eine für das globale Spekulationskapital hochprofitable »Sonderwirtschaftszone BRD« zu verwandeln suchen (id. 291)“.
Und zu retten vor der Fernsteuerung „von fremden Hauptstädten und NATO-Schreibtischen aus“ (Stolz 1997b) durch „Zurückgewinnung der deutschen Souveränität - gegenüber dem bürokratischen Moloch der Brüsseler Eurokratie, gegenüber den sich noch und immer mehr als Super-Besatzungsmacht aufführenden USA“ (Stolz 2002a). Und damals – viel Feind, viel Ehr - nicht zu vergessen „die Russen“ und „die assoziierten Möchtegern-Weltmächte Frankreich und England“ (Kölner Erklärung 1984). Die französischen Atomwaffen seien etwa „überwiegend zur Ausrottung der Deutschen und zur Verwüstung Deutschlands“ da (Stolz 1985).
Einer seiner damaligen Kampfgefährten, Roland Vogt, verhalf einer Delegation europäischer Grüner (Otto Schily war mit von der Partie) 1982 zu einer Reise nach Libyen mitsamt persönlichem Meinungsaustausch mit Ghaddafi. Vielleicht verdankt er diesem Kontakt ja weitere Erkenntnisse von wg. Islam. Einem Chronisten Stolzs will es scheinen, als könne die Tatsache, „dass Mechtersheimer der einzige Politiker der westlichen Welt war, der die libysche Giftgasfabrik in Rabta besichtigen konnte“ (Kratz 1990), mit den Geschäftsinteressen von Stolzs Arbeitgeber zusammenhängen, aber das will uns doch zu verschwörungstheoretisch anmuten. Die Bayer AG wird die Pflege heikler Geschäftsbeziehungen doch wohl nicht ausgerechnet ihrem Betriebspsychologen anvertrauen. Oder?
Rolf Stolz, 1990-2000
Gerade hat er sein nächstes Buch veröffentlicht (Stolz 1990) und den ehrenvollen Posten eines stellvertretenden Sprechers des „Friedenskomitees 2000“ von Alfred Mechtersheimer erlangt, da ereilt Deutschland eine plötzliche Ost- und ihn eine plötzliche Gesichtsfelderweiterung. Nun ist Europa ein eines ganzes, Weltkrieg Eins und Zwo schrumpfen zu „innerfamiliären Zwistigkeiten“ (Stolz 1997a, S.359) „im Bund der europäischen Nationalstaaten“ (Stolz 2002a) und der französische Atomkrieg fällt aus. Ein einig christlich Abendland soll‘s nun sein, denn es dräuen Gefahren von allen Seiten. Durch „die Entchristlichung Europas und die Selbstdemontage seiner Kultur“ (Stolz 1997a, 23) gerät „das Wesen des abendländischen Menschen“ (id. 87) in Gefahr und auf seine rote Liste des (Geistes-)Artenschutzes. Und wer sind jetzt die Unholde? Es sind nur zwei, aber fürchterliche. Schrecklich anzusehen ist die „doppelte Bedrohung ihrer Kultur durch Amerikanismus und Islamismus“ (id. 78).
Amerika verbreitet jene „spaß-, konsum- und profitsüchtige Globalbarbarei“ (id. 339), die die „von demokratischer Pluralität und individueller Freiheit geprägte postmittelalterliche europäische Kultur“ (id. Klappentext) platt walzt. Und wie hängt der Islamismus damit zusammen? Ganz einfach: Gleichschaltung. Europäischer Vielfalt im einig Wesen des christlichen Abendländers steht „das auf monolithische Einheitlichkeit, gegensatzfreie Übereinstimmung, bedingungslose Unterordnung ausgerichtete islamische Denken“ (Stolz 1997b) gegenüber. „Zwischen dem orthodoxen Islam (…) und der (…) auf Emanzipation und Individuation ausgerichteten europäischen Kultur besteht ein unüberwindlicher Gegensatz. Dies schließt nicht aus, dass zumindest auf einige Zeit eine friedliche Koexistenz möglich ist, solange eine feste und gesicherte Grenze die beiden Welten trennt und der wechselseitige Austausch sich friedlich vollzieht. Gerade dies ist aber längst nicht mehr der Fall“ (Stolz 1997b).
Denn diese einer „statische(n) Einheitsgesellschaft“ entstammenden „gleichgeschaltete(n) Individuen“ (Raddatz 1998) - doch wirklich, deshalb sehen sie ja auch alle gleich aus und heißen tun die auch alle Ali Ö. oder Muhammad A. – die umzingeln uns nicht nur, sie sind schon unter uns, und zwar ziemlich unfriedlich: „Wer heute in Deutschland darüber spricht, was unser Land mit dem Morgenland zu schaffen hat, der hat es im Grunde mit zwei Morgenländern zu tun: Dem fernen Morgenland vor der Haustüre Europas und mit jenem hautnahen Morgenland, das seit zwanzig oder dreißig Jahren millionenfach in Europa präsent ist und das mit einer anderen Kultur, einer anderen Religion, anderen Sprachen unseren Kontinent mit der Perspektive konfrontiert, zum Vorhof, ja schließlich sogar zu einem nebensächlichen Anhängsel des Orients zu werden“ (Stolz 1997b). Und dann ade Spaßkultur. „In den muslimischen Ghettos der europäischen Städte sind scharf abgegrenzte Subkulturen entstanden, die Brückenköpfe und Missionsstationen für eine fremde Religion, eine fremde Kultur, einen despotischen und gewaltbereiten Fundamentalismus sind“ (Stolz 1997b). Und die „»Fünften Kolonnen« in Gestalt der muslimischen Gemeinden“ (Stolz 1997b) tun, was fünfte Kolonnen so zu tun pflegen: Unterwandern, verseuchen, zersetzen, unterwerfen.
Sie unterwandern uns:
„Trotz einer gewissen Rückwanderung nimmt der Anteil der Muslime im Westen ständig zu - durch Neuankömmlinge, durch die höhere Geburtenrate (»Wir gebären euch kaputt«, so eine Kopftuch-Türkin)“ (Stolz 1997b). Zur Sache hier mehr.
Sie verseuchen uns:
„Während in den letzten hundert Jahren der Orient immer orientalischer, d.h. religiös, kulturell und ethnisch immer einheitlicher, monotoner und ärmer wurde, während Europa jenseits des Mittelmeers an Einfluss verlor und sich zurückziehen musste hinter seine natürlichen Grenzen, (…) hat das Morgenland längst begonnen, seine Menschen und damit auch seine politischen Seuchen und seine mentalen Defizite in den Norden zu exportieren“ (Stolz 1997b). Nicht umsonst gehört der Bamberger Bevölkerungswissenschaftler Josef Schmid zum stolzen Zitierkartell.
Sie zersetzen uns:
„Dem Islam fehlt jeder Anflug von Selbstzweifel und Selbstkritik. Die Schuld für alles Übel wird bei anderen gesucht“ (Stolz 1997a, S.88). Wir dagegen werden von der „grassierenden Seuche“ des deutschen Selbsthasses (id. S.25) heimgesucht „als Nation angeblicher Mordhelfer (siehe Goldhagen) und angeblicher superreicher Dritte-Welt-Ausplünderer (so die Primitiv-Variante rot-grüner Gesellschaftskritik)“ (Stolz 1997c).
Sie wollen uns unterwerfen:
„Auch wenn der Hauptanteil von Bürgerkriegsvorbereitungen und Terror sich noch in den Ursprungsländern des Islams abspielt, werden längst schon auch im Westen mißliebige Muslime und verhaßte Kritiker erschossen, bewaffnen sich muslimische Straßenkämpfer in England, Frankreich oder Deutschland, üben sie für den Ernstfall, liefern sie sich Straßenschlachten mit der Polizei und den Einheimischen“ (Stolz 1997b). „Die langfristigen strategischen Ziele des Islam in Europa: Errichtung eines »Gottes«-Staats“ (Stolz 1997a, S.61).
Und dann werden sie uns vertreiben:
„Deutschland ist bedroht von einer islamischen Invasion, deren geballte Macht dieses Land den Fremden zur Heimat und den Einheimischen fremd zu machen“ (id. S. 57) droht, „hier soll einem ganzen Volk sein Land geraubt werden - das von seinen Vätern und Vorvätern erarbeitete Erbe, die Herzenssache Heimat“ (id. S. 307).
Schon wieder heimatvertrieben. Oder ausgestopft: In einer „Multikulti-Gesellschaft, in der den Deutschen einige Museumsdörfer als Reservate zugedacht sind“ (Stolz 1997b).
Dagegen ruft er Europa zu einer „Widerstandsallianz“ auf, durch die allein der Untergang des Abendlandes wenigstens noch „um einige Jahrhunderte hinausgeschoben“ (Stolz 1997a, S.78) werden könnte.
Aber er möchte nicht missverstanden werden:
„Nein, es ist keine »Ausländerfeindlichkeit«, ganz nüchtern danach zu fragen, welche Ausländer in welcher Zahl mit welchen Zielen und mit welchen Folgen in unser Land einwandern“ (Stolz 1997c). „Ohne jeden Zweifel leben im heutigen Deutschland so viele Ausländer, dass rein quantitativ betrachtet das gesellschaftliche Optimum längst erreicht und in vielem schon überschritten ist. Zehn Prozent Menschen mit grundsätzlich anderer ethnischer Identität und anderem kulturellen Hintergrund sind vertretbar, zwanzig noch erträglich, aber irgendwo jenseits solcher Grenzen beginnt die Einbahnstraße in den Bürgerkrieg“ (Stolz 1997b).
Es mag dem unbedarften Blauauge scheinen, da gäbe es bei ca. 3,7 % Muslimen noch einen gewissen Spielraum. Jedoch, es kommt auf die Gäste an:
„Versucht der Gast, über den Kopf des Gastgebers hinweg Anordnungen zu treffen, nimmt er diesen in seinem eigenen Haus in Geiselhaft oder setzt er ihn gar vor die Tür, dann kann man dem Usurpator nur viel Glück wünschen. Auch wenn manchmal der Räuber seinen Raub behalten kann - meist geht es schief. Siehe Napoleon, siehe Hitler, siehe Saddam Hussein“ (Stolz 1997c).
Daher:
„muß jede weitere Zuwanderung begrenzt werden auf einige wenige Gruppen“, etwa „auf diejenigen Volksdeutsche, die in ihren heutigen Siedlungsgebieten an Leib und Leben bedroht sind“ oder „auf Künstler, Wissenschaftler und andere Spezialisten, deren Zuzug einen materiellen oder immateriellen Gewinn für die deutsche Gesellschaft bedeutet“ (id.).
Er mahnt:
„Eine Politik offener Grenzen und unkontrollierter Zuwanderung ist selbstmörderisch. Sie bedeutet gerade für die charakterlich am wenigsten gefestigten Ausländer eine ständige Versuchung, sich in der Fremde auf Kosten anderer aushalten zu lassen, statt sich im eigenen Land um dessen Zukunft zu kümmern“ (id.).
Die Zukunft liegt also im brain drain. Wessen Zukunft? Dumme Frage!
Klar soweit?
(Fortsetzung folgt)
1896 lebten in Westeuropa insgesamt 54.000 Muslime.
Heute sind es 54 Millionen. In 12 Jahren wird der Anteil bereits 25 % an der Bevölkerung erreicht haben. Noch Fragen?
Für die Vernichtung der Moros in Neuseeland, für die Vernichtung (der Kultur) der Aborigines sind nicht "die Christen" verantwortlich, die sich downunder wie die ebenfalls eingewanderten Karnickel vermehren - so isse halt , die natur !
Dafür verantwortlich sind Bergbaukonzerne, Agrarindustrien und andere nicht nur Land-, Wald- und Wasserräuber, das kapitalgesetz eben und der damit einhergehende Privatbesitz an Grund und Boden und an anderen Produktionsmitteln sowie die private Aneignung des gesellschaftlich erarbeiteten Mehrwerts.
Kann sein, dass neben und nach den christlichen Religionen sich jetzt auch andere gut oder besser eignen werden um das Kapitalgesetz zu verstecken. Eventuell haben Christbaum und Christkind ausgedient. Roland Koch holt sich als Rückversicherung für die CDU schon Mal den Dalai Lama und Schwule dürfen jetzt immer mehr auf Spitzenplätze. Dem Kapital ists scheiß egal, das nimmt auch zur Not Muslime als Marionetten. Unter Adenauer hätte es auch keine Angela Merkel gegeben. Die hätte vielleicht im Advent für Brot für die Welt in die Kamera weinen dürfen oder fürs Müttergenesungswerk, aber da haben sie ja die Gesamtdeutsche Gebärmutter von der Laienspielgruppe für mit 3 putativen Kinderfrauen, gesponsort von Bahlsen-Keks
Besonders widerlich ist die Beschönigung über pseudohumanitäre Rabulistik.
Menschenrechtsverletzungen und Sklaventum , ob sie nun religiös, raubtierkapitalistisch, national oder sonstwie verwurzelt sind, sind
abzulehnen.
Die Menschen bekommen die wahre Sachlage sowieso früher oder später mit. Deshalb greift die vorgeschobene Schutzfunktion von Vertuschungen wohl kaum, sondern fördern lediglich Ressentiments.
Von Problemlösungen ganz zu schweigen.
So schafft man keine Welt mit menschlichen freien Lebensbedingungen.
Eins geht noch:
Sure 98:6 "Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen): Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten".