Es hat ja schließlich lange genug gedauert. Diese Sache mit dem Pazifismus. Das geht doch nicht. Wo wäre die Menschheit ohne Kriege. Ohne das Leid der anderen kann man doch die eigene Freude gar nicht richtig genießen. Krieg und Vertreibung sind etwas, das zum Leben gehört, und die Grünen wollten sich ja schon lange daran beteiligen. Dpa meldete gestern den Erfolg:
Grüne verankern friedenssichernde Militäreinsätze im Programm
Erfurt - Nach der Unterstützung vieler Auslandseinsätze der Bundeswehr haben die Grünen erstmals friedenssichernde Militäreinsätze in ihrem Programm verankert. Auf dem Parteitag in Erfurt beschlossen sie mit breiter Mehrheit ein vom Vorstand erarbeitetes flügelübergreifendes Papier zur Friedens- und Sicherheitspolitik.
Friedenssichernde Militäreinsätze! Egal, wie man es schreibt. Das Wortpaar wird irgendwie nicht besser. Vielleicht sollte man es ganz streichen. Noch besser wäre gewesen, die Grünen hätten dieses Wortpaar gar nicht erst erfunden. Wobei erfunden wohl eher das falsche Wort ist. Erlogen sollte es wohl besser heißen. Denn es ist nichts anderes als eine geschickte Propagandalüge.
Friedenssichernde Militäreinsätze. Der Einsatz von Militär soll dem Frieden dienen. In Afghanistan. Ja da ist sehr friedlich. Zumindest die Toten sind friedlich. Die Lebenden leiden noch an den friedenssichernden Militäreinsätzen. Aber nicht mehr lange. Entweder werden auch sie umgebracht, oder sie opfern sich als Attentäter. Viel Auswahl haben sie ja nicht.
Mit Joschka Fischer war der Krieg ja schon als wichtiger Programmpunkt in die Politik der Grünen eingezogen. Schließlich wollte er ja auch bei seinen Außenministerkumpels damit angeben können, wieviel Leute er aufbieten könne, um Zivilisten umzubringen. Wahrscheinlich haben sie so eine Art Paninibildchentausch gemacht. Jeder zeigte dem anderen seine schönsten, oder besser gräßlichsten Opfer.
Ja es gibt Militäreinsätze, die Frieden sichern können. Wenn es darum geht an einer Grenze oder anderen Linie zwei Bevölkerungsgruppen oder Staaten voneinander zu trennen. Das geht, wenn man dort neutrale Truppen unter UN-Befehl einsetzt. Wir brauchten viel mehr solcher UN-Truppen überall auf der Welt. Wir sollten der UN eine eigene Armee gönnen. Das wäre das Beste.
Aber die Grünen wollen ja gar keinen Frieden mehr sichern. Sie sind ganz klar für den Krieg. Den Wahnsinn in Afghanistan tragen sie problemlos mit, und nun machen sie den logisch nächsten Schritt. Sie tun nicht einmal mehr so, als ob sie für Pazifismus oder Frieden stünden. Ich meine, dass ihre Handlung verständlich ist. Warum sollten sie auf die Parteispenden der Waffenlobby und der Rüstungsfirmen verzichten.
Außerdem haben die Grünen sich ja längst in der Politik gut eingerichtet. Wie man in Hamburg sehen konnte, sind sie bereit, für die entsprechenden Pöstchen jede Kröte zu schlucken. Demnächst werden sie freudig beschließen, die Laufzeit für Atomkraftwerke zu verlängern und natürlich Gorleben zum Endlager zu machen. Sie werden sogar Asse II für sicher erklären.
Auch der Zeitpunkt ist gut gewählt. So sind die Grünen nun bereit für Obamas großen Krieg gegen den Iran und für den dann folgenden Weltkrieg III. Sie werden jubelnd in den Kriegsschrei einstimmen. Cem Özdemir ist das richtige Signal. Der würde alles für ein Bild mit Obama tun, sogar die Türkei opfern, wie es zweifellos geschehen wird.
Nun gut. Wenigstens sind die Grünen ehrlich. Alles weitere hat
"Mein Parteibuch" schon bestens beschrieben. Der Krieg kann also beginnen, und er wird es ganz sicher tun.
Wer jetzt noch Grüne wählt, wählt sich den Krieg. Aber ich glaube, den Grünen Wählern ist eh alles egal. Die Grünen sind eine Art neue FDP. Sie stehen für nichts - außer für sich selbst.
ehrlicherweise umbenennen um Ihren Anspruch noch klarer herauszustreichen. Mein Vorschlag, Namensänderung : die Oliv-Grünen.