< Wie gut, dass wir in Deutschland leben.... | Da wo die FDP mitregiert wird es für den Geist sehr dunkel >
Eine Fortsetzung - Mein lieber Freund,
es tut mir leid, dass ich dich so schwer enttäusche. Es stimmt, wir waren Genossen in Westfalen und später auch in Berlin. Wir sahen uns als Praktiker und auch als Pragmatiker, aber eigentlich nie als Politiker. Knapp nach den 68ern wollten wir weder theoretisches Gequatsche noch wahllose Gewalt. Es mag auch sein, dass ich dich damals in die SPD drängte. Ich kann den Verkäufer nie so ganz ablegen.
Aber worüber beklagst du dich eigentlich. Ich wollte etwas ändern. Das ging nur an den Stellen, an denen ich Ahnung hatte. Du wolltest die großen Schritte. Ich sprach über Sanierung von Häusern und Schulen, über Gewerbe und Industrie, du wolltest Hermesbürgschaften für Waffenexporte verhindern. Du warst sauer als ich dir sagte, dass es auch eine Bonner SPD-Regierung nicht interessiert, ob der Berliner Landesparteitag einen Beschluss fasst, dass der Bundesparteitag einen Beschluss fassen möge, dass die Bundesregierung eine Hermesbürgschaft für Fregatten oder U-Boote an Chile nicht genehmigen möge. Ich hatte recht, und du stürztest dich auf das nächste Phantom.
Mich interessierten Kanalanschlussgebühren und die Schäden, die der U-Bahnbau verursachte, ich sprach vor Arbeitern über Weiterbildung und ließ mich dafür auslachen. Du sprachst von Sozialismus, ich vom Absichern der Positionen, davon, dass ich als Selbständiger langfristig klare Verhältnisse brauche und dass wir die sozialen Lasten von der Arbeit trennen müssten. Du sagtest mir, dass es ab jetzt nur noch Fortschritt gebe. Dann kam Kohl, da warst du schon im Abgeordnetenhaus, und ich war längst raus aus der SPD, wenn auch nicht mit dem Herzen, so doch aus dem Parteibuch.
Dann kamst du mir beim Bier mit den Sachzwängen. Plötzlich wolltest du nicht nur kleine Schritte, sondern kaum sichtbare Schrittchen, dich millimeterweise bewegen. Zu Zeiten der deutschen Wehrmacht hätte man bei dir Halsschmerzen attestiert, du wolltest das Ritterkreuz. Schon damals konntest du nicht verstehen, dass ich mit unserem Arbeitgeberverband und den Vögeln von der IHK oder der Handwerkskammer ständig über Kreuz lag. Du hast schon damals nicht verstanden, wer Arbeit gab und wer nur darüber redete, Arbeit zu geben. Ihr habt das Geld an SEL und andere verschwendet und uns Kleinen dafür zur Kasse gebeten. Mein Freund, da wurdest du fuchsteufelswild, als ich dir vorrechnete, wie viele Minibetriebe, mit 10 oder 20 Leuten, von eurer Verschwendung hätten bezahlt werden können - oder für wie viele das Geld für eine Anschubfinanzierung gereicht hätte.
Du hast mich ausgelacht, und ein paar Jahre später waren die Arbeitsplätze weg. Wenn ich dich zu dieser Zeit mal traf, hast du immer darum gebeten, nicht darüber zu sprechen. War dir wohl peinlich, mein Freund. Du hüpftest ja dann auch in den Bundestag, machtest richtig Karriere. Ich erinnere mich noch gut, als du mir das erste Mal deine Visitenkarte als MdB überreichtest. Ich bin das falsche Opfer, so bin ich nicht zu beeindrucken. Und du hattest dich verändert. Warst gewiefter. Entkamst vielen Schlingen, in die du sonst hereingetappt wärst. Wichest auch betrunken jeder Diskussion aus und produziertest Worthülsen. Wenn ich auch betrunken war, störte mich das nicht - aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Wir haben uns nicht nur deshalb seltener gesehen, weil du so beschäftigt warst, sondern eher, weil ich die Worthülsen nüchtern so schlecht vertrage. Aber natürlich waren wir Freunde.
Als die Wende kam, waren wir sogar sehr gute Freunde. Du wolltest alles von mir über diese DDR wissen, die du nur aus BND-Berichten, vom Fernsehen oder von den Transitstrecken kanntest. Ich hab dich mitgenommen. Wir sind immer wieder mal rumgefahren, von Rügen bis nach Zittau. Wir haben Firmen besucht, mit denen ich Geschäfte gemacht habe. Wir haben mit Freunden von mir getrunken. Ich habe dich gewarnt. Als ich den Wert der DDR mit Null bewertete, warst du angewidert. Das durfte nicht sein. Ich hab deine Zahlen zerrissen, und du wusstest keine Antwort. Also haben wir den Kontakt auf Sparflamme gefahren, wir Freunde, und du hast jubelnd den Umtauschkurs von Eins zu Eins, an dem wir heute noch kranken, mitgetragen. Nun gut, du warst zwar Wirtschaftspolitiker, aber hattest von Wirtschaft keine Ahnung.
Wir haben uns dann noch ein paar mal zum Thema Treuhand getroffen. Natürlich wolltest du hören, was falsch läuft, und natürlich ist es danach genauso weitergelaufen. Die Sache mit der gestohlenen Verfassung erwähne ich nur am Rande. Natürlich waren wir Freunde. Du hast mich ja auch mal auf meiner Ranch im Osten besucht. Wir haben uns auch in Berlin getroffen, zum saufen. Wenn du ehrlich bist haben wir das Thema Politik vermieden. Du wirst lachen ich habe sie trotzdem gewählt deine SPD, seit ich wählen darf, immer wieder, als das kleinere Übel. Kleine Unternehmer wurden bei den anderen nämlich noch schlimmer verkauft, als die Arbeitnehmer.
Plötzlich hatten wir wieder eine SPD Regierung und einen Wirtschaftsminister der sofort die Brocken hinschmiss. Mensch was habt ihr für einen Scheiß verzapft. Dann kam Schröder die zweite Runde. Nun musste er und musstest du begriffen haben was Sache war. Vier Jahre Lehrzeit musste genug sein. Pustekuchen. Nun hakte es bei euch vollständig aus. Ihr habt den Menschen im Land keine Luft mehr zum Atmen gelassen, kaum hatten sie einen Tiefschlag verdaut, kam der Nächste. Im Verein mit den Lobbyisten des Großkapitals habt ihr alle Hoffnungen zerstört und den Ärmsten die Rücklagen geklaut. Deine paar Reden im Bundestag, haben mir gezeigt, das du keines Menschen Freund mehr bist.
Was glaubst du weshalb ich dich nicht treffen will. Dich kenne ich lange genug, du bist fast ein Jahr jünger als ich. Du müsstest mir Rede und Antwort stehen und sei dir sicher, dir würde ich wahrscheinlich kräftig auf dein verlogenes Maul hauen. Ich weiß wer deine Lustbarkeiten finanziert und wenn es auch nur Kleingeld ist, wie du sagst, es gehört sich nicht. Jeder Mitarbeiter von mir, der gleiches tut, fliegt sofort. Nur du und dein Pack, ihr nehmt euch Sonderrechte heraus. Weil ihr so einzigartig, so bescheuert seit.
Du redest von Freundschaft und ich könne doch nicht so über die Politiker reden. Mein Freund sei froh, dass ich es bin, der friedliche alte Jochen. Sei froh, dass ich kleine Kinder habe, die mir mehr wert sind als die Freude dir und deinen Mitbetrügern den Kopf abzureißen. Außerdem weiß ich das Gewalt immer die Falschen trifft. Aber sei dir sicher, das, dass was ich ablehne, von anderen nicht abgelehnt wird. Wenn du in einer Kneipe, wo sie dich nicht kennen, meinetwegen mit Sonnenbrille getarnt, das Wort Politik erwähnst, dann wirst du von allen hören, dass man euch aufhängen sollte. Alle miteinander, von jeder Partei. Wenn die kleinen Unternehmer sich treffen, dann hörst du den Spruch das es schade war Flugzeuge ins WTC zu lenken, wo wir doch einen ganzen Reichstag und ein Abgeordnetenhaus dafür übrig gehabt hätten. Nein, mein Freund, ich predige nicht die Gewalt, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie kommen wird.
Mein Freund, ich verallgemeinere auch nicht den Vorwurf der Korruption. Ihr seid alle korrupt. Ob ihr euch von den Lobbyisten wie Hunzinger oder dem BDI kaufen lasst, ob ihr deren Institute benutzt damit sie euch Zahlen liefern die zu euren Zielen passen, ob ihr euch direkt von Unternehmen bestechen lasst oder vom politischen Gegner, ob ihr euch mit einem guten Listenplatz den persönlichen Schneid und euer politisches Gewissen abkaufen lasst, selbst wenn ihr nur den Medien nach dem Mund redet um bessere Berichte über euch zu erhaschen, ihr seid ständig korrupt. Es fällt euch nur nicht mehr auf. Wie ist das eigentlich bei dir, kriegst du auch noch Geld von deinem früheren Arbeitgeber? Wer bezahlt deine Schuhe und Anzüge?
Also mein Freund, schimpf nicht mit mir. Ich und meine Texte sind nur ein Spiegel, in dem du dich und deine Kumpane betrachten kannst. Natürlich ist es schlimm wenn ich etwas merke, was du unbedingt übersehen möchtest. Schlimm für dich. Dein Kanzler und seine Regierung verdient nun einmal keine Achtung, sondern Fußtritte. Ihr seid auch nicht mehr das kleinere Übel, sondern ein genauso großes Übel. Und ihr erregt Übelkeit. Wenn ihr euch beleidigt fühlt, dann ruft mich nicht an, ladet mich nicht zum Bier ein, sondern verklagt mich. Aber seid vorsichtig, ich habe immer noch ganz gute Kontakte und kann das meiste von dem was ich schreibe, besser beweisen als euch lieb sein mag.
Nein, mein Freund, es gibt keine Freundschaft mit Politikern mehr. Niemand ist mit dem Dieb befreundet der ihn bestiehlt oder mit dem Lügner der ihn belügt. Lass uns den Quatsch mit der Freundschaft begraben, gestorben ist sie ja schon lange. Selbst Feindschaft kann man mit euch nicht richtig haben. Ihr hängt euer Mäntelchen ja nach jedem Wind. Verachtung habe ich noch für euch, grenzenlose Verachtung und die in jeder belieben Menge. Schäm dich, mein Freund.
Mit diesen Worten in einem Blogeintrag endete die Freundschaft am am Montag den 11. April 2005 um 11 Uhr 53. Diese Worte konnte auch er einfach nicht missverstehen. Er verstand sie nicht miss. Er kapierte sehr gut. Zuerst drohte er mir mit den Anwälten in seiner Partei.
Ich war begeistert. Meinem damaligen Miniblog hätte so ein Auftritt einen ungeahnten Auftrieb gegeben. Aber er wollte ja dann doch lieber noch Karriere machen. Er hatte noch Platz in den Taschen und auf den Konten. Aber er ließ mich in Ruhe. Ein Anruf zum Geburtstag, eine Kiste Wodka vom Besten und die cubanischen Zigarren die ich immer geliebt habe, selbst wenn andere sie rauchen. Das ich seinen Geburtstag übersah dürfte ihn nicht gewunder haben. Ich vergesse meinen ja auch.
Ein zwei belanglose Anrufe. Mal sahen wir uns zufällig in der Kneipe. haben uns über die Köpfe der anderen hinweg gegrüßt, aber nur keine Nähe. Mit der Merkel machte er den Schuss nach vorne. Die SPD brauchte solche Schleimbeutel wie ihn, um den Pfad der Koalition gegen die Menschen in diesem Land so schön schleimig und gleitfähig zu halten. Fast wär er mal Generalsekretär geworden. Aber das ging dann doch an ihm vorbei. Was für ihn kam, war allerdings auch nicht besser.
Mittlerweile war er so angepasst, dass er nur noch recht hatte. Es gab in ihm einfach keinen Platz mehr für eine eigene Meinung. Er schaffte es bei Wendel einen ganzen Abend lang mit mir und einem anderen Bekannten zu reden und unseren beiden entgegenstehenden Meinungen recht zu geben. Da wir beide nicht mit ihm und der Fahrbereitschaft fahren wollten, hatten wir die Gelegenheit ein Resümee des Abends zu ziehen. Unser Freund hat gezahlt, das war gut. Ansonsten hatten wir nur ein Wort "Politiker". Mittlerweile sprechen wir darüber, was wir gemeinsam tun könnten, damit uns nicht solche Leute regieren.
Er war fest davon überzeugt uns beide gewonnen zu haben und rief auch wieder öfter an. Die Aufgaben für die er mich bezahlen wollte, schafften es aber immer gerade so eben außerhalb meines Themenbereiches zu sein. Ich hätte ihm ja den ersten Teil dieses Textes noch mal schicken können. Aber er erläutert mir immer so schön die Sachzwänge und die kleinen Erfolge die er und seine Genossen listig der CDU und der FDP abtrotzen.
Das hat echten Unterhaltungswert. Irgend so ein Pausenclown aus der CDU Führung stellt eine Forderung die 60 Prozent über allem Erträglichen und Normalen liegt. Dem handeln sie dann 20 Prozent des Ganzen ab und freuen sich wie die Schneekönige. 160 Prozent von 100 Euro sind 160 Euro. Davon 20 Prozent rausgehandelt, bedeutet, dass die SPD immer wieder die Menschen 128 Euro für etwas ausgeben lässt, was bestenfalls 100 Euro wert ist, oder gar nicht gebraucht würde. Aber das Geld der Menschen tut der SPD ja schon lange nicht mehr weh. Sie werden ja besser bezahlt, sonst würden sie sich anders verhalten.
So einmal im halben Jahr macht das Spaß und wenn es dazu Hummer oder tote Kuh gibt, bin ich ganz einverstanden. Allerdings kommt jetzt die Weltfinanzkrise und die Weltwirtschaftskrise seit einiger Zeit immer schneller auf uns zu. Politiker sind ja doof, aber doch ziemlich gewitzt wenn es um ihren eigenen Arsch geht. Also haben sie erkannt, dass jenes berühmte Licht am Ende des Tunnels, die mit hoher Geschwindigkeit und bergab ohne Bremsen fahrenden Weltrezession ist.
Ups da denken sie sofort an ihr Bestes und Schönstes. Nein nicht an die Freundin und schon gar nicht an Frau oder Kinder. Nein, sie denken an ihr liebes gutes teures Geld, für dass sie doch so viel betrogen, gelogen haben. Sie denken an das Geld, das sie nur bekamen, weil sie den Diebstahl an den einfachen Menschen nicht nur zuließen, sondern auch noch billigend nickten.
Sie wollen den Lohn retten, den sie dafür bekamen, dass sie die Löhne der anderen zerstörten, die Armen, Kranken, Alten, Schwachen und Kinder verkommen ließen und dem Rest die Hoffnung und dem Mut nahmen. Es geht ihnen darum das Geld zu retten, das sie für ihre erbärmliche Arschkriecherei und ihren Verrat bekamen. Denn wie sie mir treu und brav erklärten, ist es schließlich ihr Geld.
Je schneller die Kurse nach unten gehen, je weniger sicher ihre Millionen auf Schweizer Banken oder unter dem Kopfkissen sind, desto schneller kommen sie auf alte Lösungen. Da erinnert sich mein Freund an den alten Jochen, der doch immer schon so komische Ideen hatte, wie man sich unabhängig, ja gar weitgehend autark machen könnte.
Denn sie haben ein Problem. Sie haben zwar die Millionen. Aber sie können nichts. Sie können mit keinem Pferd fahren, geschweige den pflügen. Was man tun muss wenn eine Kuh kalbt oder was man besser lässt, sie wissen es nicht. Ja selbst wenn es darum geht ein Tier zu schlachten sind sie völlig ratlos. Auch beim zubereiten, wursten, Kochen oder räuchern taugen sie nicht.
Sie wissen nicht, wann man was ernten oder säen kann und wie man eine Scheune bauen soll. Sie können Essen und zum vögeln reicht es bei den meisten auch noch. Beim Rest würde ihnen nicht einmal ein Buch helfen. Ein Pferd beschlagen, Getreide trocken lagern. Kein Gedanke. Von einer Windmühle zur Stromerzeugung oder einer Kaplan-Turbine haben sie nicht einmal eine Vorstellung.
Einen Trecker auf ungeestertes Rapsöl oder Sonnenbumenöl umzubauen wäre nicht ihr Ding. Aber sie haben eine Idee. Sie bringen das Geld mit und dann bestimmen sie was zu tun ist und der gute alte Jochen hält ihnen den Laden in Gang. Er sucht schnell das Gelände, schafft ein paar hübsche Mägde heran und lagert den Alkohol ein.
Sie hoffen das in ein oder zwei Jahren alles vorbei ist, und dann sind sie wieder oben. Vor allem aber sind sie jetzt alle meine Freunde. Ich habe keine Ahnung ob und wie weit wir zurückmüssen. Aber die Idee einer autarken landwirtschaftlichen Siedlung, oder besser des Verbundes solcher Siedlungen, die fast alles selbst produzieren und das nur in bester Qualität, hat etwas. Sie ist auch machbar. Sie wird auch irgendwann notwendig sein.
Mein Szenario zielte auf die Zeit nach Peak Oil. Sie wollen wie Dagobert Löcher für Gold graben und mit ein wenig Kleingeld, den automatischen Transport in ein neues Leben kaufen. Ich habe es erst für einen Witz gehalten. Aber die Pfeifen haben gar nicht begriffen, was ein Rücksturz auf eine teilweise archaische Lebensform bedeutet.
Meine Vorstellungswelt reicht so auf Anfang der fünfziger Jahre, zu Beginn des Traktors in der Breite. Mit etwas mehr Pech bis Ende der zwanziger Jahre. Die Jungs glauben an die späten sechziger. Gardasee oder doch zumindest Bayern und die Berge. Aber egal welchen Zielzeitpunkt man auch wählt. Warum sollte irgendjemand sie mitnehmen. Sie, die alle alleine gelassen und verkauft haben.
Die glauben wirklich ihre Gesetze in solch einen zeitlichen Rücksturz mitnehmen zu können. Immenhof statt Schweiß. Ich kann vor Lachen nicht mehr. Meine Freunde, euch würde niemand mit nehmen. Weil euch euer Geld nichts mehr nützt. Es ist wertlos. Auch wenn ihr von der Treuhandnachfolgerin beliebig viel Land kaufen könnt. Ihr könntet es nicht verteidigen und nicht nutzen.
Ihr würdet vor dem ersten Winter verhungern. Denn ihr seid zwar Pfeifen, aber eben keine Vögel unter dem Himmel, die nicht säen und nicht ernten müssen. Ihr müsstet und da ihr es nicht könnt, würdet ihr verhungern. Klar das euch eure Auftraggeber nicht mitnehmen werden, das habt ihr begriffen. Die haben ja längst vorgesorgt. Sich Refugien für solche Notfälle geschaffen. Da gibt es Inseln und wenn die von euch so geförderten gentechnisch veränderten Pflanzen in einer Katastrophe überhand nehmen, dann haben eure Herren den Tresor des Jüngsten Gerichts und ihr habt das Nachsehen.
Zumindest wirst du mein Freund zusammen mit deinen Freunden endlich einmal solidarisch sein. Du wirst in voller Solidarität mit den anderen Menschen hungern und verhungern. Ihr habt die bäuerliche Landwirtschaft wie auch das Handwerk erledigt. Die Deutsche Bank und Josef Ackermann machen euch keine Schuhe wenn es kalt wird. Sie machen euch auch keine Hüte wenn es heiß ist auf den Feldern.
Diejenigen die noch Hüte und Schuhe machen oder reparieren können, die wollen dann nicht euer Geld. Nicht einmal mehr eure Mätressen, falls die dann noch bei euch sind. Sie wollen Waren, Essen, Werkzeuge. Euer Geld und euer Gold könnt ihr nehmen um beim Angeln ein Senkblei zu haben, aber selbst da wüsstet ihr nicht wozu das ist. Ich habe dich mein Freund und deine Freunde schon lange für jämmerlich gehalten. Aber ihr seid noch viel jämmerlicher als ich je dachte.
Machts gut Jungs. Vielleicht überlebt ihr dieses Mal ja sogar noch. Es wird schon nicht so schlimm werden. Vielleicht habt ihr Glück und es fegt nur euch und euer verlogenes, betrügerisches System weg. Wenn ihr viel Glück habt, bekommt ihr eine Zelle, ansonsten bleiben euch die Straßen und die Brücken. Aber da ist nur noch wenig Platz und das Leben ist hart. Ihr habt euch selbst eure Konkurrenz für euer zukünftiges Leben geschaffen.
Nehmt nicht zuviel Geld mit. Ihr könnt es dort nicht verteidigen, denn dazu gehört Mut und oft auch der Mut der Verzweiflung. Ihr habt nicht die Zeit den noch zu erwerben. Ja. Ihr seid im Arsch. So oder so. Ja und. Euch waren die Anderen egal, nun seid ihr uns egal. Ich würde mir eher eine Hand auf den Rücken binden als euch durchzufüttern.
Wenn ihr eine Chance wollt, dann liefert die, die euch gekauft haben ans Messer. Wir können jetzt noch viel retten und die Haupttäter einsperren. Macht die Gesetze für direkte Wahlen und hofft dann auf die Gerechtigkeit des Volkes. Sie wird auf jeden Fall größer sein, als es eure jemals war.
Tags für diesen Artikel: freiheit, genossen, gewissen, neoliberal, spd, verantwortung, wirtschaftsfaschist
Artikel mit ähnlichen Themen:
PPP - Die Öffentlich-Privaten-Partnerschaften
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-16
Von Schmarotzern, Unrat und anderem Ungeziefer
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-15
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-14
PPP - Die Öffentlich-Privaten-Partnerschaften
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-16
Von Schmarotzern, Unrat und anderem Ungeziefer
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-15
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-14


















Weitestgehende Autarkie des einzelnen Menschen wäre in der Tat die Lösung aller Menschheitsprobleme und würde sogar funktionieren, wenn . . . ja wenn es eine nennenswerte Anzahl von Menschen gäbe, die sowohl den Willen als auch die Fähigkeit dazu hätten. Beispiel:
http://www.siebenlinden.de/htmcontent2000.html
Von einem solchen Leben (es geht hier nur ums Prinzip) träume ich schon mein ganzes Leben lang, aber ich habe noch niemanden gefunden, der so einen Weg mitgehen würde, nicht einmal theoretisch, nicht einmal meine eigene Frau. Deshalb sage ich ernüchtert: Alles bleibt, wie es immer war.
Ich sage auch schon lange zu meinen Kumpels:
Wenn 'Die' nichts mehr zum essen haben, rauchen wir noch.
So langsam wird es verdammt eng für die, die den Knall noch nicht gehört haben.
Game over.
Der Vorstandsvorsitzende der Münchner Rück, Nikolaus "von" (lach) Bomhard, sagt doch tatsächlich in der FAZ:
"die Mittel des Staates sind prinzipiell unendlich. Entweder es werden neue Schulden gemacht, oder, im schlimmsten Fall, es wird Geld gedruckt. Dies ist mit Blick auf die Europäische Zentralbank allerdings nicht ganz so einfach, weshalb höhere Schulden viel wahrscheinlicher sind."
So viel zum Glauben, mit Geld ließen sich (oben) alle Probleme lösen.
Allerdings vergeht mir das Lachen, wenn ich an die vielen vielen Menschen denke, die schon lange vor dem Abgrund stehn.
http://tinyurl.com/6mu5rp