Stamokap - Die G8 auf den Spuren von Wladimir Iljitsch Lenin
Es dürfte Rudolf Hilferding und Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, dürften sich vor Lachen biegen, wenn sie sehen wie sich weltweit unsere großartigen marktradikalen Neoliberalen nun alle im Rückwärtsgang befinden und in die Obhut des Staates hüpfen.
Das ist sicher nicht gerade die Variante des Staatsmonopolistischer Kapitalismus (Stamokap) die sich die beiden vorgestellt hatten, kommt ihr in ihren Auswirkungen aber doch sehr nahe. Außerdem haben sich die beiden in so vielen anderen Dingen geirrt, dass es auf solch feine Unterschiede nicht ankommt. Kurt Tucholsky hatte zu Hilferding ja schon eine klare Meinung.
Herr Dr. Rudolf Hilferding wurde vom Reichsverband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie in die Redaktion der Freiheit entsandt. Es gelang ihm, das gefährliche Blatt in zwei Jahren derart herunterzuwirtschaften, daß sowohl von einer Gefahr wie von einem Blatt nicht mehr gesprochen werden kann. Herr Rudolf Hilferding gilt in Finanzkreisen als ausgezeichneter Mediziner. Von ihm gibt es ein Aufsehen erregt habendes Werk: Das Finanzkapital. Seine Bequemlichkeit hat ihn leider daran gehindert, das Buch zu lesen.
Kaspar Hauser: Dienstzeugnisse. In: Die Weltbühne, 3. März 1925, S. 329
Gut dass sich Tucholsky nicht zur aktuellen Situation äußern kann. Er wäre wahrscheinlich schon längst verhaftet. Trotzdem ist das was aktuell passiert, Stamokap in seiner reinsten Form:
Staatsmonopolistischer Kapitalismus (SMK) oder Staatsmonopolkapitalismus ist die marxistisch-leninistische Bezeichnung für die Verschmelzung des imperialistischen Staats mit der Wirtschaft – die in dieser Phase nur noch aus dünn maskierten Monopolen bestehe – zu einem einzigen Herrschaftsinstrument unter Führung einer Finanzoligarchie, die in der Endphase des Kapitalismus erfolge ...
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Bereits Karl Marx und vor allem Friedrich Engels beobachteten, dass sich der klassische Kapitalismus der freien Konkurrenz im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in den Monopolkapitalismus verwandelte. Das bedeutet, dass die Konzentration und die Zentralisation des Kapitals und der Produktion ein Ausmaß erreichen, durch welches wenigen Großunternehmen eine (markt-)beherrschende Stellung eingeräumt wird. Diese Unternehmen teilten die Märkte untereinander auf, träfen Absprachen über Preise, Löhne und zu produzierende Produktmengen. Hier „schlägt die freie Konkurrenz um ins Monopol“, erklärt Friedrich Engels (MEW 19, S. 220). Das Monopol im marxistischen Sinn ist eine Vereinigung der Großkonzerne zur Sicherung ihrer Profite, sie verschaffen sich systematisch Vorteile gegenüber (kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), wodurch sie selbst ständig größer und mächtiger würden, während die kleineren, nichtmonopolistischen Unternehmen ständig in ihrer Existenz bedroht seien. Gleichzeitig komme es zu einem wechselseitigen Verwachsen der großen Industrie- und Handelsunternehmen mit dem Bankkapital – daraus entstehe das monopolistische Finanzkapital. Der Kapitalismus trete damit also zunächst in sein monopolistisches Stadium.
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Das Hauptmerkmal dieses Stamokap ist laut Lenin nun, dass durch die Allmacht der Großkonzerne, durch ihre Bedürfnisse und Zwänge, diese Monopole sich den Staatsapparat im steigenden Maße unterordnen würden, sie durchdrängen die gesamte Gesellschaft und bestimmten Wirtschaft und Politik. Durch das Verwachsen der ökonomischen Macht der Konzerne mit der politischen und militärischen des Staates entwickele sich der Imperialismus weiter und findet seine volle Entfaltung als Stamokap. Die staatsmonopolistische Phase des Imperialismus bedeutet also, dass es zu einer unmittelbaren Verquickung staatlichen Handelns und den Interessen der großen Konzerne, des Monopolkapitals, komme. Der Stamokap zeichne sich durch das zweckmäßige Verwachsen der Monopolverbände der großen Konzerne mit den staatlichen Organen aus. Dadurch entstehe eine effiziente politisch-ökonomische Herrschaftsstruktur, die alle Bereiche durchdringe. Die Mechanismen des Stamokap seien nun durch die staatliche Absicherung der gesteigerten Machtposition der Großunternehmen, durch die wechselseitige Einflussnahme von Politik und Wirtschaft, die im Interesse eben der Monopole geschehe, sowie durch die Tendenz zum Ausbau der Staatsgewalt in eine verstärkt autoritäre Richtung, die mit der Militarisierung im Inneren wie nach außen verknüpft sei, gekennzeichnet.
Diese Entwicklung haben die Menschen auf der gesamten Welt im Vollbild erlebt. Heute bestimmt VW die Preise seiner Zulieferer und lässt Zulieferer die in Deutschland "Just in Time" operieren müssen, gegen chinesische Arbeits- und Umweltbedingungen antreten. Es zählt nur was dem Kapital nützt. Diese Entwicklung wurde praktisch in allen Ländern der Welt durchgezogen. Ja selbst die Militarisierung im Innern lässt sich an Schäubles Wünschen und an der Homeland Security in den USA ablesen.
Im Grunde genommen ist die Entwicklung seit dem Fall der Sowjetunion genau so gelaufen, wie sie in der Theorie vorhergesagt wurde. Als es keine Systemkonkurenz mehr gab, als der Wettbewerb der Systeme beendet war, gab es kein Halten mehr. Nein das spricht nicht unbedingt für den Erhalt oder gar Wiederaufbau des real existierenden Sozialismus, sondern eher dafür, das man den Kapitalismus wie einen bissigen Köter nicht frei laufen lassen darf, sondern nur an der Leine und mit Maulkorb unter Menschen lassen kann. Aber mal im Ernst. Am besten ist es einen solchen Köter einschläfern zu lassen. Er nutzt niemandem und ist sogar sich selbst ein Ärgernis.
Allerdings ist Stamokap nur der Anfang. Was alle Marxisten, Sozialisten und Kommunisten sich nie vorstellen konnten, ist die Tatsache das der unkontrollierte Kapitalismus ziemlich bescheuert ist. Auch jetzt traut sich noch niemand so recht daran. es laut zu sagen, dass der Kaiser nackt ist bzw. dass ungezügelter Kapitalismus dumm macht. Um das zu verstehen müssen wir in die Biologie. Raubtiere und ihre Beutetiere.
Wenn aus irgendeinem Grunde die Raubtiere aussterben, vermehren sich deren Beutetiere unkontrolliert und vernichten häufig ihre eigene Nahrungsgrundlage und verhungern. Wachsen die Raubtiere auf dem Höhepunkt der Beutetierpopulation wieder nach, oder wandern sie in das Gebiet ein, vermehren sie sich unkontrolliert und vernichten praktisch alle Beutetiere, bevor sie selbst am Hunger sterben.
Die Natur sucht ein Gleichgewicht und ist bei dieser Suche absolut gleichgültig. Sie lässt die Extreme einfach geschehen. Das ist weder für Beutetiere noch für Raubtiere besonders angenehm, aber eben die Natur der Dinge und da sie vermutlich von beiden nicht verstanden wird und demnach auch nicht analysiert werden kann, werden sie auch nicht durch Alternativen beeinflusst und leiden vermutlich nur wenig.
Anders ist es beim Menschen, der die Situation erkennt, analysieren und sogar mit seiner eigenen Vergangenheit und den Erfahrungen anderer Menschen vergleichen kann. Schutzlos einer Meute von Raubtieren ausgeliefert zu sein wird da zum Problem, da ja Raubtier und Beute der gleichen Tierart angehören, dem Homo Sapiens und damit jeder sowohl Räuber als auch Beute sein kann.
Es müssen also Regeln her, wer Beute und wer Raubtier ist. Allzu starre Regeln würden zu Aufständen, Revolutionen und Umstürzen führen, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Die logische Folge sind Scheinaufstiegschancen und ebenso Scheinabstiegschancen. Ein klassischer Ausdruck dieser scheinbar gerechten Welt ist der Satz von Anatole France aus dem Jahr 1894:
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich. Es verbietet allen Menschen, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln oder Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.
Der Satz ist richtig und wahr. Gleichzeitig zeigt er eine eklige und gemeine Sicht auf die Realität die genau das beschreibt, was Kannegiesser, die INSM, Mohn/Bertelsmann, Springer und das neoliberale Pack um den Erdball herum unter Gerechtigkeit versteht. Wenn die Armen reich wären, brauchten sie auch nicht unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen. Sie sind doch selber schuld die Armen. Eigenverantwortung heißt das Wort dann.
Aber ungezügelter Kapitalismus macht dumm. Dieser Kapitalismus ist eine Bestie die nur aus Maul und Arsch ohne Verdauungstrakt und natürlich ohne Hirn funktioniert. Es geht ums Fressen, endloses Fressen. Gier ohne Ende. Sabbernde Gier die alles in sich hineinstopft und keine Sekunde an Morgen denkt. Zum Glück funktionierte der Arsch ziemlich lange und entsorgte das Gefressene.
Das wirklich Unvorstellbare aber ist, dass sich diese Gier darin äußert, dass wertloses Zeug zum Wert hochstilisiert und dann als Wertpapier trotz seiner Wertlosigkeit ernsthaft gehandelt wird. Josef Ackermann weiß genau welche Renditen aus Produktion, Handel und Dienstleistung erzielbar sind. Kannegießer weiß das die Leute Geld brauchen um zu kaufen. Sie haben einfach das Resthirn ausgeschaltet und sich der Gier hingegeben.
Es ist ja seit Jahren ständig gewarnt worden. Aber da greifen zwei Mechanismen. Menschen haben ein extremes Beharrungsvermögen. Sie wollen keine Veränderung. Man muss sie zu Veränderungen zwingen. Die meisten wollen deshalb auch keine Veränderungen bei anderen, sehen aber tatenlos zu wie diese trotzdem geschehen.
Solche Berufskomiker wie Horst Köhler, die immer mit etwas abwesendem Blick in die Welt schauen, werden von klugen Finanzhaien, natürlich von der linken in die Rechte Westentasche gesteckt, bevor sie überhaupt begreifen, das Bewegung herscht. Wie soll ein Georg W. Bush begreifen was mit ihm passiert. Der hat doch all die Jahre eine Firma nach der anderen ruiniert. Der ist unfähig. Oder Sarkozy. Ein Industriepüppchen das sich für einen Führer hält. Reden wir besser nicht über Brown und Co. England ist seit dem zweiten Weltkrieg der Hund, der hechelnd für die USA die Pantoffeln holt.
Alle haben zugesehen und gehofft es würde noch ein Weilchen gehen. Natürlich auch, weil die, die daran verdient haben, Beruhigungspillen in Form von Bestechung und tollen Medienberichten auf die Menschen einprallen ließen. Ein schönes Beispiel ist der der Artikel "Unter den Rettungsschirm - Privatbanken wollen doch" unter dem prangte die folgende Werbung:

Unter anderem haben gerade einige Leute mit diesen CFDs richtig Geld bei VW verloren. Aber kaum ist die eine Blase geplatzt kommen solche Demagogentruppen wie n-tv aus dem Hause Mohn/Bertelsmann und versuchen auftragsgemäß die Leute in die nächste Blase zu treiben. Wenn diese Geschäfte so gut wären, würde die Familie Mohn sie alleine machen und reicher als Dagobert Duck werden. Aber sie nimmt lieber den Spatz in der Hand, den sie aus dem Verkauf solcher "Ratgeber" und der Werbung für solche Geschäfte bekommt. Warum wohl? Weil sie vielleicht nicht auf ihre eigenen Lügen hereinfallen?
Diese Geschäfte waren schon immer Luftnummern. Jeder hat es gewusst und nun geht es nicht mehr weiter. Viele Banken sind pleite, praktisch alle Derrivate, Zertifikate und ein großer Teil der Optionen, Hypotheken, Pfandbriefe und Fonds sind wertlos. Lebensversicherungen und Rentenversicherung, Pensionsfonds und Pensionskassen stehen vor kaum lösbaren Problemen.
Zugunsten des Casino-Kapitalismus wurde der Realwirtschaft das Geld entzogen, Innovation und Forschung zurückgestellt, Stammbelegschaften nur nach Kostengesichtspunkten ohne Sinn und Verstand gekürzt, Firmen fusioniert und zerschlagen ohne nachzudenken. Der Erfolg waren Kurssteigerungen und fiktive Gewinne. Als diese Märkte zusammenbrachen wurde von der Goldman Sachs Bruderschaft in der US-Administration, dem Finanzminister Hank Paulson und Ben Bernanke zunächst alle Geldhähne der Notenbanken weltweit geöffnet.
Allerdings wurde schnell klar, dass man Wasser nicht mit Sieben transportieren kann und dass die internationalen Finanzmärkte viel undichter als Siebe sind. Man sprach von Vertrauenskrise wusste aber, dass sich da nur die Betrüger gegenseitig erkannten und mit gutem Grund misstrauten. Deshalb kamen die Rettungspakete für die Banken.
Doch hier weicht das aktuelle Vorgehen von der Stamokap Theorie ab. Die Politik will mitreden. Nicht etwa weil die Politik Ahnung hätte. Hank Paulson wie Peer Steinbrück sind ahnungslos. Aber während Hank und seine Mannen die Wallstreet retten wollen, denken die Politiker in Europa und wohl auch Obama in den USA darüber nach, die Manager zu zügeln und zu regulieren.
Natürlich wäre ein Ende der Zügellosigkeit und eine Regulierung der Finanzmärkte toll. Aber den Politikern geht es mehr um Rache. Zu oft haben die Manager ihnen den Stinkefinger gezeigt und Leute entlassen, obwohl die Politik alle Anforderungen des Großkapitals erfüllt hat. Die Politik will mitreden. Das reicht von lukrativen Aufsichtsratsmandat, bis zu der Freude einen Commerzbankchef knieen zu sehen.
Die Kosten für die Rache trägt der Bürger und der ist der Politik schon lange vollständig egal. Deshalb beteiligt sich der Staat an allem und jedem und wer keine staatliche Hilfe will, der bekommt sie aufgenötigt. Die Politik sucht nach Einfluss. Rettungsschirme für Banken waren der Anfang. Jetzt geht es, wie Sarkozy verlangt hat, mit Industriepolitik los.
Die Automobilindustrie in Europa hat die Entwicklung alternativer Antriebstoffe vergeigt. Egal sie wird subventioniert. Chrysler und GM sind beide totkrank. Ihr Zusammenschluss wird mit 25 Milliarden subventioniert. Wer aber die Automobilindustrie subventioniert muss auch die Zulieferer subventionieren und die Zulieferer der Zulieferer solange sie groß genug sind.
Zuerst gab es Systembanken die unbedingt erhalten werden mussten, jetzt gibt es Systemindustrien. Natürlich wird dadurch kein Arbeitsplatz gerettet. Das Spiel mit dem Arbeitsplatzabbau geht fröhlich weiter und die Staaten treiben immer mehr Arbeitnehmer in die Leih- oder besser Sklavenarbeit.
Um die Systemindustrien zu schützen wird es bald sicher auch Tarifbegrenzungen geben, natürlich nur auf Zeit, bis alles wieder gut ist. Selbstverständlich werden die Arbeitszeitverordnungen den Bedürfnissen der ach so wichtigen Systemindustrien untergeordnet. Dann werden die Zulieferer in ihren Preisen von Staatsseite aus gedeckelt.
Natürlich macht man dann Gesetze für alles was systemerhaltend oder doch zumindest systemnah ist. Das was man im Endeffekt dann erreicht hat, ist die Planwirtschaft. Es muss ja geplant werden, um die Systembanken, den Systemhandel, die Systemdienstleistung und die Systemindustrie aufeinander abzustimmen.
Da dieser Vorgang weltweit fast zeitgleich passiert, gibt es auch keine Systemalternative. Der allumfassende Staat und seine Planwirtschaft sorgen für alles. Keine Sorge, das wird keine neue DDR. Dort nahm die Partei ja wenigsten noch ein wenig Rücksicht auf die Menschen. Die neue Planwirtschaft wird die Menschen nicht mehr berücksichtigen. Sie braucht nur Sklaven.
Nur in einem wird sie der ehemaligen DDR gleichen. Sie wird auch eine Diktatur sein. Aber zumindest darin kennt sich Frau Merkel ja aus.
Tags für diesen Artikel: ackermann, banken, brown, bush, diktatur, insm, kannegiesser, merkel, sarkozy, staatskapitalismus, steinbrück, verstaatlichen
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Duckhome am
11/02/08 um 01:26
Obama und Marx - mehr Sozialismus, bitte...
Das englischsprachige Original erschien hier. Das gibt mir gleich die Gelegenheit, das ausgezeichnete Blog von David Vickrey zu empfehlen, als Antidot, Gegengift, zur gesamten Neoconnerie, die jetzt doch ein wenig auf dem absteigenden Ast ist und "begehrt ...
Das englischsprachige Original erschien hier. Das gibt mir gleich die Gelegenheit, das ausgezeichnete Blog von David Vickrey zu empfehlen, als Antidot, Gegengift, zur gesamten Neoconnerie, die jetzt doch ein wenig auf dem absteigenden Ast ist und "begehrt ...
Radio Utopie am
11/03/08 um 01:10
Stamokap - Die G8 auf den Spuren von Wladimir Iljitsch Lenin
Es dürfte Rudolf Hilferding und Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, dürften sich vor Lachen biegen, wenn sie sehen wie sich weltweit unsere großartigen marktradikalen Neoliberalen nun alle im Rückwärtsgang befinden und in die Obhut ...
Es dürfte Rudolf Hilferding und Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, dürften sich vor Lachen biegen, wenn sie sehen wie sich weltweit unsere großartigen marktradikalen Neoliberalen nun alle im Rückwärtsgang befinden und in die Obhut ...


















Einen ersten Schritt in diese Richtung hat heute die japanische Regierung gemacht, mit "Schecks" für die privaten Haushalte soll der Konsum angekurbelt werden (steht so in der FAZ: http://tinyurl.com/5b366u )
Zwnagsverstaatlichung, Zwangsarbeit, am Ende Zwangsverteilung von Gütern ... das kann noch heiter werden.
Ich denke wir stehen am Ende einer Art des Wrtschaftens, die gerade grandios scheitert und deren grundsätzliche Mängel sehr offen zu Tage treten. Es wäre an der Zeit, inne zu halten und sich ein paar grundlegende Gedanken zu machen, ob es nicht auch inteelligenter geht. Die Ideen gibt es ja und beim Geld zum Beispiel anzufangen wäre schon mal ein Ansatz. Der Wahn eines weltumspannenden Marktes in der der Chinesische Wanderarbeiter mit dem deutschen Autobauer konkurriert führt ins nichts und und nütz nur dem "global Player". Ich denke du liegst richtig mit der Ansicht, dass wir die besten Aussichten haben in Zukunft lediglich Sklaven zu sein, die nur einem Zweck dienen: der Ausbeutung, sei es als dauerberieselte Konsumenten oder billige Arbeitskräfte. Die interessante Frage ist, welchen Zweck unser Wirtschaften verfolgen soll. Geht es darum, eine möglichst optimale Güterversorgung sicherzustellen und dies auch nachhaltig zu gewährleisten oder darum Profite zu maximieren und dafür notfalls auch die politische Landschaft "marktgerecht" umzugestalten, weil demokratische Verfassungen ein unnötiges unternehmerisches Risiko für Konzerne darstellen und die Gefahr besteht, das die Menschen in der Endphase des Kapitalismus dahinterkommen, dass sie auf der Verliererstrasse sind und das eigentlich schon immer. Sie konnten verstehen, dass ihr Wohlstand nicht der Zweck des Wirtschaftens sondern eher ein systemerhaltender Kollateralschaden war, auf dem man aber jetzt verzichten kann, weil die Unterwerfung abgeschlossen ist. Im Moment sieht es danach aus, als habe man sich für letzteres entschieden und damit für den geräuschvollen Untergang, denn für das was dann kommt wird es viel Lärm brauchen um das Leiden zu übertönen und den Betrieb zu beschönigen. Dürfte sehr laut und bunt werden.
Ach ja, für Bert wäre es natürlich besser gewesen Ernie hätte einfach den Wasserhahn zugedreht.
Am Ende wird wie immer in der Geschichte der Menschheit der stärkere obsiegen und wenn Wir mal ehrlich sind werden das wohl kaum Unsere lieben Demokratischen Lenker sein.Geschichte wiederhollt sich sagen die Asiaten.Nun ist die frage ob es das Zeitalter der Linken sein wird oder aber derjenigen die jedermann für Unwählbar hält.Freuen wir Uns auf denn kommenden Klassenkampf.Ich für meinen Teil streite mich immernoch viel lieber mit sogeannten Linken als mit diesen Pissern von Demokraten welche ohne Rückrat zu allem Ja und Amen sagen.